Ausgabe 
(24.11.1940) Nr. 324
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parteiamtliche ^geszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Dürgermeisters der Zreien izansestadt Vremen

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Anzekg en - Grundpreise: Die 1 mw hohe und 22 mw breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile im Teiltest 75 Ermäßigte

Grundpreise lfür Klein- u. Familien- anzeigen u. a.j sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß­staffel O. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf «nd sonntags: Fernsprecher 51115z Obernstraße 86. Fernspr. '4121. Vn Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Nr. Z24 / 10. Zakirgany

Sonntag, 24. November 1S40

kinzetpreis 15 Npf.

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feierlicher Unterzeichnungsakt im votschastersaal der Neuen Neichskanzlei

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Berlin, 23. November.

Am 23. November ist in Berlin von dem Neichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, dem Leiter der Politischen Abteilung im italienischen Außenministerium Botschafter Buti und dem ja­panischen Botschafter in Berlin Kurusu einerseits sowie vorn rumänischen Staatsführer General An­tonescu andererseits ein Protokoll über den Beitritt Rumäniens zu dem am 27. September 194Ü zwischen Deutschland, Italien und Japan abgeschlossenen Dreimächte-Pakt unterzeichnet worden.

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Eintritt Rumäniens

Das Protokoll hat folgenden Wortlaut:

Die Regierungen von Deutschland, Italien und Japan einerseits und die Regierung von Rumänien andererseits stellen durch ihre unterzeichneten Bevollmächtigten solgendes fest:

Artikel I. Rumänien tritt dem am 27. September 1940 in Berlin unterzeichneten Dreimächte-Pakt zwischen Deutsch­land, Italien und Japan bei.

Artikel ll. Sofern die im Artikel IV des Dreimächte- PakteS vorgesehenen gemeinsamen technischen Kommissionen Fragen behandeln, die die Interessen Rumäniens berühren, werden zu den Beratungen der Kommissionen auch Bertrctcr Rumäniens hinzugezogen werden.

Artikel 111. Der Wortlaut des Drcimächtc-Paktes ist diesem Protokoll als Beilage angefügt.

Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italienischer, japanischer und rumänischer Sprache abgefaßt, wobei jeder Text als Urschrift gilt. Es tritt am Tage der Unterzeich­nung in Kraft.

Die Stätte der feierlichen Unterzeichnung war der Bot­schaftersaat der Neuen Reichskanzlei. Hier hatten sich im fest­lich geschmückten Raum Vertreter des nationalsozialistischen Staates, der Partei und der Wehrmacht eingefundcn. Man sah Neichspressechef Dr Dietrich, -Obergruppenführer Lo­ren;, den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weiz­säcker, die Staatssekretäre Bohle und Keppler mit den Abtei­ln ngschess'des Auswärtigen Amtes, den deutschen Gesandten von Bukarest Fabrieius, Vertreter der Berliner Missionen des Dreimächte-Paktes, den rumänischen Gesandten in Berlin. Crecianu mit.Angehörigen der nationallegionüren Bewegung und den Mitgliedern der rumänischen Delegation. Die deutsche und ausländische Presse war mit zahlreichen Vertretern bei der Unterzeichnung anwesend.

Zusammen mit dem Reichrauhenminister von Ribbentrop betraten der rumänische Ttaatsführer General Antonescu, der als Beauftragter der italienischen Regierung zur Unterzeich­nung nach Berlin gekommene Botschafter tm Königlich-Italie­nischen Außenministerium. Buti, der japanische Botschafter in Berlin, Kurusu, der ungarische Gesandte in Berlin Sztojah, und der rumänische Außenminister, Prinz Sturdza, den Saal.

Reichsaußenmimster von Ribbentrop eröffnete den seierlickien Staatsakt mit Worten der Begrüßung, die er namens des italienischen und japanischen Vertreters an den rumänischen Staatssührer General Antonescu richtete. Des­gleichen begrüßte der Reichsaußenmimster den Königlich- Ungarischen Gesandten, mit dessen Regierung erst vor wenigen Tagen in Wien der Beitritt des befreundeten Ungarns voll­zogen werden konnte.

Nach der feierlichen Unterzeichnung deS Protokolls gab der rumänische Staatsführer Mncral Antonescu folgende Erklä­rung ab: E?

MiiMerpräsidenl luka beule in verlin

Berlin. 23. November.

Der slowakische Ministerpräsident und Außenminister Pros. Dr. Tuka, der sich. wie gemeldet, aus Einladung der Reichs- regierung nach Berlin begibt, wird Sonntag vormittag um 10.40 Uhr in der Reichshauptstadt eintreffen. Der Gast wird am Anhalter Bahnhof vom Neichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop empfangen werden.

Exzellenz! Meine Herren! Ich bin mir der Tatsache bewußt, daß wir heute einen Staatsakt vollziehen, der nicht nur für das Leben und die Entwicklung des rumänischen Volkes, son­dern auch für das aus den Opfer» des heutigen Krieges her­vorgegangen« Europa von geschichtlicher Bedeutung ist. Es handelt sich nicht um eine diplomatische Formalität, Wie sie in den letzten zwei Jahrzehnten so ost vollzogen worden ist, sondern um einen grundlegenden Akt der Neuorientierung des rumänischen Staates und um einen ausrichtigen und tat­sächlichen Beitrag des rumänischen Volkes zum Wiederaufbau

(Fortsetzung auf Seite 2) '

klanmäKLs rrvkrsKtst äio ICsuoränunA Luropcrs vorwärts / Lns> lanä vsrkäUt »nswtsokon »n ZotnrtL «nä Äsoko

ck. s. v. Vremen» 24. November.

Humäniens Die Neuordnung Europas schreitet

kl.inor kniKlilnk planmäßig vorwärts. Und das mitten Eiliger cnijllj p und nicht nur ohne, son­

dern gegen England. Nach dem Beitritt Ungarns zum Dreimächtepakt ist nun auch Rumänien diesem Pakte beigetreten, der im übrigen, wie ja auch aus seinem Text hervorgeht, jedem Staat offensteht, insofern er bereit ist, zum Gesamtwohl der europäischen Völker in die von den Achsenmächten erstrebte Gemeinschaft sich einzugliedern und an der Seite Deutschlands und Italiens für eine bessere Zukunft Europas zu wirken. Mit Recht nannte der rumänische Staatsführer den Akt der Eingliederung seines Landes in den Berliner Pakt ein für das Leben und die Entwicklung des rumänischen Volkes geschichtlich bedeutsames Ereignis. Er konnte es des weiteren auch einen grundlegenden Akt der Neu-

Neuer eroßangrlff gegen Mrmlngliam

ZlM ooo Kilogramm vomben auf Anlagen der brilifchen NüftungsindListrie

Berlin, 23. November

Nach beim Oberkommando der Wehrmacht vorliegenden Meldungen griffen in der Nacht zum 23. November erneut starke deutsche Kampsverbände die Anlagen der britischen Rüstungsindustrie in Birmingham an. Von Beginn der Dunkelheit an bis zur Morgendämmerung warfen mehrere hundert Flugzeuge in rollendem Angriff über 300 000 Kilogramm Vomben ab.

Die Flugzeuge griffen einzeln die wichtigen Jndu- strieziele mit schwersten Vomben an und konnten dabei im Scheine der Leuchtbomben und Feuersbrünste die Zerstörungen deutlich beobachten. Ganze Strahenzüge waren eingestürzt, Häuferviertel und Fabrikanlagen standen in Flammen, und immer neue Explosionen er­hellten die Nacht. Weithin sichtbarer Lichtschein erleich­terte bereits von der Kanalküste an den deutschen Ge­schwadern den Anfing.

Am Sonnabend haben sich in London das Innen- und das Jnsormationsministerinm gemeinsam entschlossen, ein weite­res Eingeständnis über schwere Angriffe aus Mittelengland in der Nacht zum Sonnabend zu machen: Es wird jetzt wenig­stens zugegeben, daß das deutsche Bombardement aus Bir­mingham elf Stunden lang hintereinander vor sich ging. In diesem Zeitraum seien die deutschen Bomber, wie die eng­lischen Meldungen sagen, Welle auf Welle gegen das An­griffsziel geflogen. Es wird die „großartige Arbeit der Feuerwehr" gerühmt, was auf entspreckiend gewaltigen Um­fang der überall entstandenen Brände schließen läßt.

Ueber die Einflüge während des Sonnabends heißt es. daß drei deutsche Angriffe aus Gebiete zwischen der Südkiiste und London durchgeführt wurden. Hierbei sei ein Verband über London gelangt. Bombardements werden aus Südlondon und einer nicht näher benannten Stadt an der Thcmsemündung gemeldet.

Der englische Kriegsminister Eden besichtigte Mittelengland und inspizierte die in und um Coventry eingesetzten Trup­pen, die dort noch immer Ordnung?- und Ausräumnngs- arbeiten durchführen. Auch Minister Greenwood fand sich ein.

In einem Eigenbericht der schwedischen Zeitung „Aston- bladet" aus London heißt es, der Angriff habe seinen Höhe­punkt gegen Mitternacht erreicht. Eine große Anzahl Feuers­brünste seien entstanden. Bomben oller Kaliber seien wäh­rend des Angriffs, der bis zum Morgen gedauert habe. herab- gcregnct. Die finnische Zeitung „Kauppalehti" schreibt zu dem deutschen Großangriff aus die ..englische Industriestadt", die Stadt sei ein Feucrmcer.

Welirmachtsbericht vom 2Z. November

Vergeltungsangriffe bei Tag und Nacht

Berlin, 23. November.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In der Nacht vom 21. zum 22. November setzte die Luftwaffe ihre Vergeltungsangriffe gegen London fort und griff wieder Birmingham und Coventry sowie Bri­stol und Southampton an. Am Tage nahmen die An­griffe auf London, Brigthon und andere kriegswichtige Ziele ihren Fortgang. In Mittelengland bombardierten Kampfflugzeuge mehrere Flugplätze und setzten Hallen und Unterkünfte in Brand.

An der Südostküste Englands sowie bei Lincoln wur­den Verkehrsanlagen umfangreich mit Bomben belegt. Bei Angriffen auf Eeleitzüge erhielten zwei Frachter schwere Beschädigungen durch Bombentreffer.

In der Nacht vorn 22. zum 23. November griffen bri­tische Flugzeuge in Westfrankreich und Westdeutschland vor allem wieder Wohnviertel an. Entstehende Dach- stuhlbrände konnten durch das Eingreifen des Sicher- heiis- und Hilfsdienstes rasch gelöscht werden. Sieben Zivilpersonen sind getötet, etwa 20 verletzt worden. Ein feindliches Flugzeug wurde durch Flakartillerie abge­schossen, ein eigenes Flugzeug wird vermißt."

Wellen deutscher Vomber brechen herein"

knglands steter Schreckensbertchr — SelrächtUcher neuer Schaden zugegeben — Stadt an der Südküste bombardiert

Ii>v. Stockholm, 23. November.

In der Nacht zum Sonnabend richteten deutsche Luftstreitkräfte neue Angriffe schweren Cha­rakters gegen weitere Industriegebiete Mittelenglands. Die neuen Bombardements standen an Heftigkeit den Vergeltungsaktionen gegen Coventrq und Birmingham kaum nach, denn von eng­lischer Seite wird zugegeben, daß es sich um sehr starke deutsche Angriffe auf Mittelengland handelte. Deutsche Verbände seien über vielen Teilen Englands tätig gewesen, aber das Hauptziel sei ein bestimmtes, von den Engländern wie üblich nicht näher bezeichnetes Gebiet in Mittelengland gewesen.

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Eine der ersten englischen Darstellungen vom Sonnabend­morgen gibt folgende Einzelheiten: „Es wurden heftige An­griffe durchgeführt, die mehrere Stunden andauerten. Wellen von deutschen Bombern brachen über das Angriffsgebiet her­ein. Sie kamen aus allen Richtungen, Sehr viele Leucht- sockeln wurden abgeworfen. Brand- und schwere Spreng­bomben folgten. Es wurde beträchtlicher Schaden angerichtet. Spätere Berichte suchen das verräterisch deutliche Bild von einer neuen deutschen Zerstörnngsakiion gegen ein weiteres Stück des industriellen Kerns der englischen Insel abzu­schwächen, Auf einmal ist mehr von dem „schrecklichen Sperr­feuer" vie Rede. das den Angreifern entgegengesetzt worden sei als von dem Umfang der Schäden Es wird gleich­zeitig behauptet, London habe eine „ziemlich ruhige Nacht" gehabt. Was das'bedeutet, haben allzu ost hinterdrein neu­trale Berichte enthüllt, als daß solche Versicherungen des Londoner Lustsahrtministeriums noch Glauben linden könnten

Ueberigens erläutert der amtliche englische Bericht selbst mit einigen Andeutungen, was die englische Hauptstadt unter einer „ruhigen Nacht" versteht: ein sehr früher Alarmbeginn — die Angriffe setzen immer zeitiger am Nachmittag ein —, Bomben aus „einige" Bezirke der Hauptstadt, später „gewisse

Pausen" zwischen den wiederkehrenden Angriffen, also: eine Nacht voll Unruhe mit neuen Bränden und Explosionen. Ueber welchen anderen Teilen des Landes deutsche Lnststreit- krästc weiterhin tätig waren, wird vorläufig nicht näher er­läutert. Erwähnt wird nur noch von englischer Seite das Bombardement einer Stadt an der Südkiiste, Das englische Innenministerium berichtet, daß in London seit Beginn der verschärften Luftangriffe 80 Polizisten im Dienst getötet und 440 verwundet worden seien

Daß die Opfer der plutokratischen Kricgshctzer ihre ver­zweifelte Lage trotz aller amtlicher Schönfärberei doch recht deutlich erkennen, zeigt eine Meldung aus Stockholm. Danach hat die Ankündigung der englischen Regierung, daß sie die Obdachlosen von Coventry und anderen Städten der Mid- lands in den Kellern der schottischen Städte unterzubringen gedenke, in der Bevölkerung eine geradezu leidenschaftliche Abwehrstimmung hervorgerufen. „Wir wollen nicht in die Keller Schottlands!" war die Parole, einer improvisierten Versammlung mitten zwischen den Trümmern von Covcntrh, die am Donnerstag stattfand.

Den Leuten graue, so heißt es in dem Bericht, bei der Vorstellung, den dunklen und nebligen Winter in den Keller­räumen schottischer Städte, die in keiner Weise sür einen

Tauerausenthalt eingerichtet sind, verbringen zu müssen. An­gesichts der Ausbreitung der deutschen Massenangriffe nehme das Evaknierungsproblem sür die britischen Behörden immer ernstere Formen an, da die Gebiete, die als Aussangstationen dienen könnten, immer mehr zusammenschrumpften, — Das klingt wirklich etwas anders als das lächerliche (Ärede von den „bereits vorhandenen Plänen für den Neuaufbau Co- ventrhs".

Große Teile der Londoner Bevölkerung verfügen über keine Wohnung mehr, große Teile der Industriezentren Englands wurden von deutschen Luftangriffen zerstört oder bereits so weit verwüstet, daß die Produktion stockt. Ab 20 Uhr werden in London sämtliche Verkehrsmittel eingestellt. Die Milch- knappheit hat derartige Ausmaße angenommen, daß auch die Kinder keine Milch mehr erhalten, 60 bis 70 Prozent der An­lagen in den London-Docks sind unbrauchbar, und zahllose Schiffe liegen vor der breiten Mündung der Themse aus Grund. Von den Docks und Speichern steigen unaufhörlich Rauchwolken empor. Allein die im September und Oktober durch die Luftangriffe in London angerichteten Zerstörungen würden zwei Jahre Wiederhcrstellungsarbeit in Anspruch nehmen.

Mit diesen Einzelheiten verbinden italienische Berichte die Schlußfolgerung, daß England einen Winter erfüll,ren wird, wie ihn schrecklicher no.ch kein Volk in seiner Geschichte erlebte. Die britische Industrie sei längst nicht mehr in der Lage. Kriegsmaterial! in henötigtem Ausmaße herzustellen. Die Pro­duktion in Kanada könne nicht so rasch erhöht werden, wie London es täglich dringender verlangt. Die Stockungen in Handel und Wirtschaft bringen eine steigende Arbeitslvsen- zcchl. In London allein schätze man die Zahl der stellungs­losen Künstler aus Sä »00. Artisten von Weltruf seien froh, wenn sie einige Pfund in der Woche verdienen könnten.

orientierung des rumänischen Staates nennen und aus Ueberzeugung hinzufügen, daß das Ereignis einen auf­richtigen und tatsächlichen Beitrag des rumänischen Vol­kes zum Wiederaufbau Europas bilde. Nicht nur in England, auch sonst in der Welt, wo man sich rühmt, Kultur und Zivilisation in Erbpacht zu haben, wird man mit sauersüßer Miene aus dem Munde Antonescus vernommen haben, daß ein vor einem Jahre noch unter englischem Einfluß stehendes Volk des Balkans inzwi­schen klar erkannt hat, wie England mit leerer Rheto­rik auf Konferenzen und mit falschen Ideologien die Hirne der Völker zu umnebeln wußte, um sie desto un­gestörter seinen verwerflichen Plänen dienstbar zu machen. Wie in Rumänien mag wohl die Erkenntnis dessen, daß es für die bisher von England mißbrauchten kleinen Völker nicht genügt, sich dem Gängelband Eng­lands zu entwinden, sondern daß es notwendig ist, eine Organisierung der vom Sklavenjoch Englands befreiten Völker in die Wege zu leiten, auf dem Balkan noch weiter vorgedrungen sein. Es ist durchaus anzu­nehmen, daß man heute schon fast bei allen Staatsfüh­rungen der europäischen Völker den Dreimächtepakt als wirksames Werkzeug der Neugestaltung Europas anzu­sehen im Begriff ist, und wenn Antonescu den Beitritt Rumäniens zu diesein Pakt eine logische und natürliche Folge einer innerlich bereits vollzogenen Eingliederung seines Landes in das Bündnis der drei großen Reiche Deutschland, Italien und Japan nennen konnte, darf man. ohne zu viel zu sagen, aussprechen, daß eine solche innerliche Eingliederung eigentlich bereits so gut wie bei allen europäischen Völkern vollzogen ist, zumal doch kaum mehr ein politisch geschulter Mensch auf der Welt zu leugnen imstande wäre, daß die Achse Berlin-Rom als Träger des. neuen europäischen Ordnungsgedankens ge­radezu die Voraussetzung des Aufbaues eines neuen und glücklicheren Europas ist.

kngland Wer immer sich im aufbauenden Sinne äfft nach Europa beteiligen will. mag im Rahmen des Berliner Paktes willkommen sein. Er nützt sich selbst am meisten und den europäischen Völkern insgesamt dadurch, daß auH auf diese Weise vor aller Welt die völlige Einflußlosigkeit Englands auf dem europäischen Festlande dokumentiert wird. desselben Englands, das gemäß der Ueberzeugung jeden Eng­länders vor dem Weltkrieg einmal wähnen mochte, die Welt sei auf dem raschesten Wege englisch zu werden. Sie wird nicht englisch werden diese Welt, sondern im Gegenteil Englands Macht und Ansehen ist dahin. Endgültig vorbei ist es heute mit seinem Einfluß in Europa und begraben ist der englische Lieblings­gedanke vom Balkan her die Front der Achsenmächte auf­zurollen und dadurch den Krieg zu gewinnen. Aus­gerichtet nach diesen das Schicksal Europas bestimmenden Mächten wird der Balkan voraussichtlich nun sogar zu einem Bollwerk gegen den englischen Friedensstörer und Griechenland der einzige Balkanstaat, der diesem auf die Leimrute ging. wird seine Tollheit am Ende teuer zu bezahlen haben. Lächerlich aber macht sich England, wenn es versucht, die Tatsache seines Aus­schlusses aus der europäischen Völkergemeinschaft da­durch vor der Welt zu verhehlen, daß es den „Club der emigrierten Landesväter und Landesmütter" nun seinerseits zu einem Pakt zusammenzuschließen ver­sucht, den es als Gegenstück zu der im Entstehen be­griffenen europäischen Völkergemeinschaft der Welt vor Augen zu führen gedenkt. Niemand in der Welt wird diesen Talmipakt ernst nehmen wollen, hinter dem keinerlei Macht steht, der vielmehr nichts weiteres als der Ausschluß eines in den Tagen seines Untergangs seltsam hervortretenden Triebs Englands ist, alles bei seinem siegreichen Gegner nachahmen zu wollen. Dahin gehört auch der jüngste Versuch eines Churchills und Duff Coopers. mit einem Diebesgrisf in das politische Wortarsenal der jungen Völker England plötzlich als die junge Weltmacht hinzustellen! als ob es in diesem geschichtlichen Ringen mit der Etikettierung der Kampfpartner getan sei und es nicht vielmehr auf den Gehalt, d. h. die jugendliche Kraft und Beweglichkeit des Kämpfers, auf seine Glut des Glaubens und die bis zum Letzten opferbereite Entschlossenheit des um sein höchstes Ziel sümpfenden Volkes ankäme. Die Achsenmächte lächeln nur und versetzen weiter Schlag auf Schlag dem sich mit wesensfremden Eesichtszügen tarnenden England, das den entscheidenden Kamps mi-

In der vorletzten Nacht wars die deutsche Luftwaffe er­neut 300 000 Kg. Bomben aus Birmingham. Augenzcugenbcrichte bestätigten, daß Covcntrh nur noch ein Hausen von Schutt ist.

Die Italiener errangen einen Luftsieg über Marsa Motruk.

Rumänien schloß sich dem Dreimächte-Pakt an.

Der slowakische Ministerpräsident Tuka trifft heute in Berlin ein.

Auch während des Krieges wird die Arbeit am deutschen Bolksgcsctzbuch fortgesetzt-

Zwei Bremer Rüstungsarbciter, die vom Führer empfan­gen wurden, berichteten der „BZ.".

Ein neuer UFA-Film zeigt in einer spannenden Spiel­handlung, wie das Wunschkonzert Front und Heimat ver­bindet.