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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches verkündungsblatt des Neichsstatttsaliers in Oldenburg und V-emen
7lr. Z2Z / 10. Jahrgang
Sonnabend, 25. November 1940
Linzelpreis 15 Npf.
keplostonen in jeder Sekunde"
„Zahn vull muß mit dem Hut in der Hand bei wohltätigen Namen Selb erbetteln"
ritiskbe Kriegsverbrecher werden nervös
LKurchUl bleibt bel seinem Ablenkungsmanöver / Klagen der Londoner presse
Stockholm, 22. November.
Unablässig hageln die vernichtenden Schläge der deutschen Luftwaffe auf England nieder. Nicht allein die wichtigsten Rüstungszentren wie Coventry und Birmingham werden ausgelöscht, auch das Herz des Empire, London, bekommt nach wie vor die deutsche Vergeltung für die Schandtaten der Der. brecherclique Churchills zu spüren. Immer weiter greift Schrecke« «nd Entsetzen in der hermgesuchten Stadt um sich. Vielfältig sind die Anzeichen zunehmende« Durcheinanders, wie sie aus Berichten der Londoner Korrespondenten schwedischer Blätter zu erkennen sind.
Die Telephonschwierigksiten werden täglich schlimmer, lesen Wir in einer bekannten englandfreundlichen Zeitung, viele Stationen sind außer Betrieb. Stadtgespräche dauern immer länger, wenn es überhaupt noch möglich ist, Verbindung zu bekommen. Es ist zur Regel geworden, daß sieben von zehn Ortsgesprächen überhaupt nicht mehr erledigt werden können. Besonders schwer wird das Geschäftsleben von diesen Unterbrechungen^ betroffen, die um so spürbarer sind, weil die Briese ost sehr verspätet ankommen.
Der Nachtverkehr in London ist ausgostovben. Kaum ein einziger Autobus ist nachts aus den Straßen zn sel>en. Der Eruiw biegt in den deutschen Angriffen, die den Nachtverkehr fast völlig unterbinden.
Das GeschästÄeben liegt darnieder. Teils hat man zu wenig Waren, und schließlich ist ein großer Teil des Kundenkreises pus der britischen Hauptstadt verschwunden.
Scharfe Anklagen gegen die britische Regierung wegen ihrer mangelnden Initiative und wegen ihrer Unfähigkeit, die schnell wechselnde Situation zu meistern, heißt es weiter in dem schwedischen Matt, werden jetzt täglich in der Londoner Presse vorgebracht. „Es ist offensichtlich, daß die vielen Verlagerungen bei der Lösung drängender innerpolitischen Fragen und die mangelnde Initiative in der Kriegführung langsam begonnen hat, vielen aus die Nerven zn gehen". Die „Daily Mail" schreibt in einem Leitartikel: „Ein Zivilist kann immer noch selbst bei uns entscheiden, ob er zur Kviegsanstrengung betragen will oder nicht". Ein Plan für die Heranziehung einer halben Million Frauen für die Rüstungsindustrie sei bekanntgegeben worden. Der Appell des Arbeitsministevtums habe aber überhaupt kein Ergebnis gehabt.
Seit langer Zeit habe „Daily Expreß" eine „wissenschaftliche Initiative für die Erforschung von Methoden gegen die Nachtbomber" besürwortet. Jetzt schreibe das Blatt verärgert in einem Leitartikel am Mittwoch:
„Hier und da spricht eine britische Autorität davon, daß wir die deutschen Nachtbomber besiegen. Die Hoffnungen steigen, dann beginnt der Luftkrieg wieder; deutsche Flugzeuge schwirren über unsere Städte und kommen dann wieder zu ihrem Stützpunkt zurück. Die Nazis befassen sich auch
weHrmachtsberichl vom 22. November
Luftangriffe auf London, Mittel-, Süd- und Südostengland fortgesetzt
Berlin, 22. November
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe führte auch in der Nacht vom 2V. zum 21. November erfolgreiche Bergeltungsangrisfe gegen London, Birmingham und andere Rüstungswerke in Mittelengland» sowie gegen Hafenanlagen und Bersor- gungsbstriebe in Südengland aus. Zahlreiche Brände waren die Folge.
Im Laufe des 21. November wurden im Zuge der bewaffneten Aufklärung London und kriegswichtige Ziele in Süd- und Südostengland mit Bomben belegt. Eisenbahn- und Fabrikanlagen erhielten Treffer. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt.
In der Nacht vom 21. zum 22. November flogen keine feindlichen Flugzeuge in das deutsche Reichsgebiet ein. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt."
mit dem Problem der Nachtbomber mit ihrer gewöhnlichen Gründlichkeit. Patzt aus, datz sie die Lösung finden, während man hier noch immer schmerzstillende Mittel von offizieller Stelle austeilt."
Auch „Daily Telegraph" warnt die Engländer, sich in Sicherheit zu wiegen. Deutschland habe seine Siege immer während solcher Flautenperioden gewonnen, wie es England während der letzten Wochen erlebt habe.
„Daily Herold" kritisierte die^ „mangelnde Aktivität" der Regierung in der Fürsorge sür die Opfer des Luftkrieges.
Das Blatt schreibt: „Der Staat hat sehr wenig getan,
dagegen sind alle Arten von Sammlungen von offizieller Seite angeregt worden. Die herausbombardierten Londoner Einwohner und die Opfer des Angriffs von Coventry sind unsere eigenen Landsleute, keine durch Erdbeben verarmten Türken oder durch Ueberschwommungen verarmten Chinesen. Sie sind Verletzte in der Front unseres eigenen Krieges, den unsere eigene Regierung selbst erklärt hat.
Welche Entschuldigungen kann dir Regierung vorbringen dasür, datz diese Frontopfer in einer verzweifelten Situation Gegenstand ptivater Wohltätigkeit werden? Hilfe sür sie ist einmütig und allein Sache des britischen Staates. Es ist eine Schande und ein« Erbärmlichkeit, datz die Regierung private Wohltätigkeit in diesem Falle zulätzt, und datz John Bull mit dem Hut in der Hand Geld bei wohltätigen Damen erbetteln mutz!"
(Fortsetzung aus Seite 2)
Ver sichrer empfing Seneral flntonescu«»
Längere flussprache im Seifte des mit Numänien bestehenden herrlichen kinoernehmens
^ Verlin, 22. November.
Der Führer empfing am Freitagnachmittag in der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den rumänischen Staatsführer General Anto- nescu zu einer längeren Aussprache, die im Geiste des zwischen den beiden Staaten bestehenden herzlichen Einvernehmens verlief. Anschließend stellte General Antonescu dem Führer den rumänischen Außenminister Prinz Sturdza vor. Eine Abteilung der ff-Leibstandarte erwies bei der An- «nd Abfahrt die militärischen Ehrenbezeigungen.
Der Reichsminlster des Auswärtigen von Ribbentrop hatte den rumänischen Staatssührer General Antoneseu und den in seiner Begleitung befindlichen rumänischen Autzenminister Sturdza am Freitagvormittag zu einer Besprechung empfangen.
Der Sonderzug, der den rumänischen Staatsches General Antonescu und den rumänischen Außenminister Prinz Sturdza nach Berlin brachte, traf gegen 1V.3V llhr auf dem Anhalter Bahnhof ein. Der Bahnsteig war festlich geschmückt mit den Fahnen des nationallegionüren Staates blau-gelb-rot, mit den Fahnen des Reiches und der dunkelgrünen Fahne der logionären Bewegung Rumäniens mit dem schwarzgoldenen Gitterkreuz.
In der engeren Begleitung des Generals Antonescu und des Außenministers Prinz Sturdzas befanden sich neben dem Königlich-Rumänischen Gesandten in Berlin, Grecianu, der bis an die Grenze entgegengefahren war. WirtschastSminister Eancicor, Arbeitsminister Janscinski, der Staatssekretär für Presse und Propaganda, Constant, der Staatssekretär im Finanzministerium Papanace, Professor Panaitescu, Rektor der Universität Bukarest, der Generalsekretär - im Innenministerium, Biris, der Direktor der Presseabteilung, Ministerialdirektor Medreä, der Chef der Legionärspresse, Direktor Randa, Kabinettschef Oberst Diaconescu sowie Major Marin, der Adjutant des Staatsführers.
Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hieß den rumänischen Staatssührer und den rumänischen Außenminister auf dem Bahnsteig herzlich willkommen. Generalfeldmarschall Keitel, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Reichspressechef Dr. Dietrich. ^-Obergruppenführer Heißmeyer,
SA.-Obergruppensührer Jüttner, General der Polizei Daluege, der Kommandant von Berlin. Generalleutnant Seisert, der Polizeipräsident von Berlin, Graf Helldorff,
Bürgermeister Steeg und weitere führend« Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht waren zur Begrüßung auf dem Bahnhof erschienen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, von Weizsäcker. Botschafter Ritter, die Staatssekretäre Bohle und Keppler, die Unterstaatssskvetäre Woevmann und Gaus, Ministerialdirektor Mehl und die Abteilungscheis des Auswärtigen Amtes waren gleichfalls beim Empfang amvesend.
„flirschluß an die neue Welt"
ftntonesru und Sima über die Ziele des nationallegionären rumänischen Staates
ilen,
In dem von Reichsleiter Baldur v. Schirach herausgegebenen Organ der Jugend „Wille und Macht" schreibt der rumänische Staatssührer General Antonescu in einem längeren Aufsatz u. a.:
„Der natiomMeglonäre Staat fußt auf den ewigen Rechten unseres Volkes er stützt seine straft und Dynamik auf die tausendjährige Lebensfähigkeit der rumänischen Nation, weil die legionäre Bewegung selbst der aktivste und leidenschaftlichste Ausdruck der rumänischen Votkskrast ist. Der nationallegionäre Staat gründet sich auf eine in der Bergangenl-eit wurzelnde Mystik unseres Volkes. Unser Staar trachtet die Grenzen der Zivilisation und der Kultur, so wie er dies auch in der Vergangenheit getan hat, zu schützen. Das nationallegionäre Regime gründet seine Macht aus die Reichtümer des rumänischen Bodens, auf die Behauptung der unablässigen und organisierten Arbeit unseres Volkes. Das nationallegionäre Regime bedeutet durch die Leiden, durch die es den Sieg errang, die Zustimmung des rumänischen Volkes zur revolutionierenden Erneuernngsbowegnng der europäischen Kultur und zum Ausbau einer neuen Welt.
Die Welt von morgen wird ihre Ordnung und Kultur nicht aus den erklügelten Einrichtungen einiger Verträge begründen. die mehr einreihen als aufbauen. Die Welt von morgen wird nicht an politische Einrichtungen glauben, die jeden natürlichen wirtschaftlichen Grundstein entbehren. Unsere Eingliederung in die Achse ist der Anschlutz an die neue.Welt, der Schritt, mit dem das rumänische Volk und das nationallegionäre Regime den Weg der Zukunft betreten hat. Von diesem Weg werden wir nicht abweichen, weil es die sortdauernden Belange unseres Volkes fordern, datz wir ihre nationalen Rechte durch Mittel verteidigen, die selbst die Ewigkeit der Kultur unseres Erteils sichern."
22. November ^ ^ Ter Kommandant der legionären Bewegung, Horia
Sima, schreibt in dem gleichen Heft von „Witte und Macht" folgendes: „Die Eiserne Garde bewundert im Führer des deutschen Volkes diese ungeheure strastentsaltung der Seele, die einen Sieg nach dem anderen erringt und dem deutschen Volke den, Glauben an sein Schicksal wiedergegeben hat. Ter nätionalsoziälistisckien Bewegung, die im Jahre 1923 zusam- mengebroäien war, gelingt es, durch die Geheimnisse und undurchdringlick^ Tiese der Seele Moll Hitlers wieder aus zuleben, sich zu organisieren und in ununterbrochener Auf einandersolge äußerst schwerer und gefährlicher Etappen besiegt sie die Bündnisse des Feindes innerhalb und außerhalb des Reiches und bereitet ein neues Europa vor, das sich aus die harmonischen Eigenschaften des arisclxm Geistes stützt.
In diesem gewaltigen Ringen der Kraft, dem nur der Kampf zwischen Rom und Karthago gleichkommt, fühlt sich die legroniire Bewegung glücklich, neben denen zu stehen, die die arische Kultur repräsentieren und damit das Ideal erlösten zu können, sür das der Kapitän der Eisernen Garde gciallen ist."
»sür die Zukunft Numäniens bestimmend"
Bukarest, 22. November.
Die rumänische Presse befaßt sich vorwiegend mit der Reise des rumänischen Staatssiihrers nach Berlin. Das Organ der Legionären Bewegung. „Cuvantul". erklärt an leitender Stelle unter dem Titel: „Ter Weg nach Berlin" „. a.: Die Reise des Generals nach Berlin ist nicht nur ein politischer, sondern ein geschichtlicher Akt. Es handelt sich nicht um einen protokollarischen Besuch, sondern um einen Besuch, der die Zukunft des Landes bestimmen wird. General Antonescu wird in der Reichshauptstadt zeigen, datz Rumänien durch das Schicksal an Deutschland gebunden ist und um den Preis seines Lebens diese Verbindung aufrechterhalten und an der Ausrichtung der neuen Ordnung Europas teilnehmen wird."
M
Ovnsiul Antoneseu
Prssrs-I-Ioklmsnn
Der rumänische Gesandte Baker Pop, der sich in besonderer Mission in Deutschland aufhält, der rumänische Geschäftsträger in Berlin. Gesandter Brabetzianu, und die Mitglieder der rumänischen Gesandtschaft waren zum Empfang anwesend. Auch der Königlich-Italienische Geschäftsträger in Berlin, Botschaftsrat Zamboni und der jugoslawische Gesandte Antec hatten sich eingesunken.
General Antonescu und der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop schritten nach der Begrüßung die Front der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie ab. Dann geleitete der Reichsminister des Auswärtigen den rumänischen Staatsches zum Schloß Bellvvue, wo der Chef der Präsidialkanzlei des Führers. Staatsminister Dr. Meißner, den Gast und seine Begleitung empfing.
Bald nach seiner Ankunft in der Reichshauptstadt legte der rumänische Staatssührer General Antonescu im Ehrenmal Unter den Linden einen großen Lorhcerkranz nieder, dessen Widmungsschleife in den Farben Blan-Gelb-Not die Inschrift trägt: „Den deutschen Helden — der rumänische Staatssührer." Mit erhobener Rechten entbot General Antonescu dcn Gefallenen seinen Gruß und verweilte einige Zeit im stummen Gedenken an der feierlichen Stätte.
In seiner Begleitung befanden sich der rumänische Autzenminister Prinz Sturdza und der rumänische Gesandte in Berlin Grecianu. Von deutscher Seite waren der Kommandant von Berlin, Generalleutnant Seisert. und der Chef des Protokolls Gesandter von Doernberg erschienen. Eine Kompanie des Wachbataillons war zur Erweisung der Ehrenbezeigung vor dem Ehrenmal ausmarschiert, wo sich auch Mitglieder der rumänischen Kolonie und Angehörige der Eisernen Garde eingefundcn hatten. Nach der Kranzniederlegung erfolgte der Vorbeimarsch der Kompanie vor dem rumänischen Staatssührer.
kmpjang des Netchsaußenministers
Berlin. 22. November.
Zu Ehren des rumänischen Staatssiihrers General Anto- ncscu und des rumänischen Autzenministers Prinz Sturdza gab der Rcichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop a.n Freitagabend einen Empfang im Hotel „Adlon". an dem die übrigen Mitglieder der rumänischen Delegation, der rumänische Gesandte in Berlin. Grecianu. mit Angehörigen der Gesandtschaft. Staatssekretär Dimitriuc und Gesandter Valer Pop, die beide in besonderer Mission in Berlin weilen» teilnahmen.
Trost
Wunderwaffen und Scheinregierungen
x. b. Berlin, 22. November.
Während der Besuch der rumänischen Staatsmänner in Berlin das Werden der neuen Ordnung Europas erkennen läßt, die Organisierung einer Gemeinschaft der Völker, die bereit sind, aktiv mitzuwirken an der Erfüllung eines neuen Weltbildes unter der Führung der Achsenmächte, ertönt in England, wo sowohl der King wie Churchill die Lage des Empire nur grau in grau malen konnten, wieder einmal der Schrei nach einer Offensive. Da die schon mehrmals angekündigten britischen „Offensiven" militärischer Natur nur mit wer- tetsten Fernzielen in der Jllusionskampaqne gestartet worden sind, gibt es keine andere Möglichkeit, als erneut den Versuch der diplomatischen Aktion in Erscheinung treten zu lassen, und es muß als Zeugnis für eine solche Möglichkeit das alte „Sandkasten-Europa", in Ee-
Ver flmvakische Ministeeprüftdent kommt nach Verlin
Berlin, 22. November.
Auf Einladung der Rcichsregierung wird sich der slowakische Ministerpräsident und Außenminister Professor Dr. Tuka binnen kurzem zu einem Besuch nach Berlin begeben.
stalt einer Konferenz der Scheinregierungen europäischer Völker, die längst außerhalb jeden Machtbereich der Briten liegen, herhalten. Es ist eine bunte Reihe von gefallenen politischen Größen, die für die Aushaltung mit britischen Pfunden von Zeit zu Zeit Schaustellungen geben müssen. Da man in London nicht mehr wagt, diese Schaustellungen von sich aus anzuregen und zu inszenieren, läßt man sich diesmal den Ball aus USA. auf dem Umwege über ein Interview der „New Park Times" zuwerfen. Kurz vor der Parlamentssitzung mit den Reden des King, Churchills und und Halifax hat irgendein Mann des Foreign Office einem Vertreter der „New Pork Times" auf die Frage geantwortet, was die Briten eigentlich gegen das dauernde Fortschreiten der diplomatischen Offensive der Achse tun wollten. Die Antwort lautet, England wolle einen Friedensvorschlag für Europa machen, und zwar auf dem Umweg über eine Konferenz „aller Regierungen", die in London im Exil leben. Auf dieser Konferenz sollten Methoden erörtert werden für die Feststellung eines Kriegsziels; diese Konferenz könne dann auch die Ankündigung für die weitere Kriegsführung geben. Nichts ist im Grunde blamabler für das einst so stolze England, als eine Frage wie die, die es sich von der „New Pork Times" stellen lassen mußte, wobei das amerikanische Blatt Formulierungen wählt, die das Abgleiten Englands auf der politischen wie»der militärischen Ebene im vollen Umfang erkennen läßt. Der Satz, „England müsse aber irgendeine Antwort auf die Neuordnung Europas durch Hitler geben", zeigt die Ungeduld die amerikanische probritische Kreise in der gleichen Weise über die mangelnde Initiative Englands haben wie die Londoner Presse selbst. Diese Ungeduld wird verständlich, wenn man den nüchternen Kommentar zur Knegslage zur Hand nimmt, den ein britischer Kapitän zur See im Rundfunk gab, der feststellte, daß die deutsche flotte allein — also ohne die von ihm ebenfalls als bedrohlich bezeichnete Wirkung der deutschen Luftwaffe gegen die britischen Zufuhren — eine große Gefahr für England sei und der englischen Flugleitung ein sehr schwer zu lösendes Problem aufgebe.'
Die Veruhigungspille hinsichtlich der Konferenz mit den Löwen von Juda, mit den Venesch und Sikorski, mit Abgesandten Ottos von Habsburg und des Prinzen Bernhard sowie Achmed Zogus aber reicht nicht aus, um die von den Schlägen gegen Coventry und das „coven- trierte" — dieser Begriff taucht in USA.-Zeiungen auf und will etwas ähnliches wie pulverisiert besagen — Birmingham aus dem Gleichgewicht geworfenen Gemüter der Briten wieder in Ordnung zu bringen. So werden wieder Wunderwaffen, zu Hilfe genommen, die den Engländern die Hbffnung auf eine Besserung zurückgeben sollen. Der Londoner Berichterstatter der spanischen Zeitung „Pa" schreibt, daß die englische Öffentlichkeit angesichts der diplomatischen Offensive Deutschlands jede
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Der OKM.-Bcricht vom 22. November meldet erneut heftige Vergcltungsschlägc der deutschen Lustwasse gegen London und Birmingham.
Die Londoner Presse spiegelt die Nervosität der britischen Kriegsverbrecher Wider.
Der rumänische Staatsches Antonescu wurde in Berlin vom Führer empfangen.
Auch die slowakischen Staatsmänner werden Berlin besuchen.
Aus der Münchener Jahrestagnng der Akademie für Deutsches Recht sprachen der italienische Justizminister Grandi und Reichsminister Dr. Frank.
Reichsminister Rüst kündigte in Posen die Einrichtung der Hauptschule sür das ganze Reich an.
Das Reichsluftsahrtministerium klärt in einer Verlautbarung umstrittene Lustschuhsragcn.
Gauleiter Carl Röver sprach aus dem Betricbsappell zum 2Zjähr,gen Bestehen der Lloyd Dynamo-Werke.
Der Viehwittschastsvcrband Wescr-Ems hat eine Anordnung über die Wildsleischvcrsorgung der Großstädte ge-
Die 17. Zuteilungspcriode sieht sür Kinder eine Sonderzuteilung von Bienenhonig vor.