Ausgabe 
(22.11.1940) Nr. 322
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parteiamllichs Lageszeitung

Oas Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Zreien kionsestadt lremen

S

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattijaliers in Oldenburg und Vremen

Nr. Z22 / 10. Jahrgang

Freitag, 22. November 1940

Linzelpreis 15 Npf.

bewältige keistungen unserer Schnellboote

WMLEMWKU

die „Stukas der Meere" versenkten bisker 6 Zerstörer, r U-Voote und rir ooa vnr. kandelsschiffsraum

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Kamps mit englischen Zerstörern

fluch London spürte wieder die deutschen Vergeltungsschliige

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt Kämpfen mit überlegenen englischen Streitkräften Kriegsschiffe mit einem Rauminhalt von 113Ü0 feeboote, versenkt. Der durch Schnellboote versenkte Boote im Westraum auf 212 VVV VRT. Erst jetzt Vorstoß gegen die englische Ostküste im Kampf mit

In der Nacht oom 19. zum 20. November setzte die Luftwaffe über den bereits gemeldeten Großangriff auf Birmingham hinaus ihre Vergeltungsflüge gegen Lon­don fort. Weitere Angriffe richteten sich gegen die Hafenanlagen von Weymouth, Nordhampton, Vourne- mouth und andere kriegswichtige Ziele. Im Laufe des Tages beschränkte sich infolge der Wetterlage die Tätig­keit auf bewaffnete Luftaufklärung.

In der Nacht vom 29. zum 21. November griffen bri­tische Flugzeuge in West- und Nordfrankreich einige deutsche Flugplätze an. Kein einziges Ziel wurde je­doch getroffen. Auch Angriffe aus einige Orte in West- deutschland waren ohne nennenswerten Erfolg. Ledig­lich in einem Hüttenwerk wurden eine Werkhalle und eine Gasleitung getroffen. Der entstandene Schaden wurde in kürzester Zeit durch das Eingreifen des Werk­schutzes behoben. — Zwei eigene Flugzeuge werden ver­mißt.«

flnlonescu heule in Verlln

Der rumänische Staatsführer bereits auf deutschem Boden

Berlin, 21. November.

Der rumänische Staatsführer General Antonescu wird mit dem rumänischen Außenminister Sturdza Freitagvormittag 10.15 Uhr auf dem Anhalter Bahn­hof eintreffen.

Der rumänische Staatsführer General Antonescu und der rumänische Außenminister Sturdza haben sich auf Einladung der Reichsregierung nach Deutschland be­geben. Der rumänische Ministerpräsident und der rumä­nische Außenminister mit den Herren ihrer Begleitung und dem deutschen Gesandten in Bukarest Fabricius tra­fen heute auf deutschem Gebiet in Brück a. d. Leitha ein. Dort wurden die rumänischen Gäste von dem deutschen Ehrendienst» dem Chef des Protokolls Gesandten von Doernberg, dem Stabsleiter des Verbindungsstabes des Stellvertreters des Führers -Oberführer Stenger und Oberst Roediger von Manteuffel begrüßt.

» .....

Es gab keinen Staat in Europa, der so häufig seine Kabinette gewechselt hat, wie Rumänien. Will man die Fieberkurve' eines politischen Gemeinwesens an dem Tempo der Negierungsverändevungen messen, dann war Rumänien der . Staat, der in der inneren und äußeren Unsicherheit weitaus alle anderen Staaten unseres Erdteils übertraf Rumänien war nach dem Weltkrieg eine schwere Bürde aus­geladen worden, denn es erfuhr ?inen Gebietszuwachs, der größer war als das bisherige rumänische Land Räume und Völkerschaften gelangten unter die politische Verantwortlich­keit einer Staatsverwaltung, die weder personell noch ideell aus eine so gewaltige Ausdehnung gerüstet war. Krisen familiärer Natur im Königshaus trugen dazu bei, die Un­sicherheit und Ratlosigkeit - zu erhöhen. Der Knabe Michael folgte vor Jahren seinem Großvater Ferdinand aus den

Berlin, 21. November.

: „Die deutschen Schnellboote haben in zahlreichen seit Kriegsbeginn eine große Anzahl feindlicher Tonnen» darunter sechs Zerstörer und zwei Unter- Handelsschiffsraum beläuft sich seit dem Einsatz der ging erstmalig ein deutsches Schnellboot bei einem mehreren englischen Zerstörern verloren.

Thron, während der ursprüngliche Thronfolger, der spätere König Carol, im Exil lebte. Der Mitregent während der Minderjährigkeit Michaels, Prinz Nicolaus, verzichtete nach der Rückkehr Carols auf seine Rechte aus dem Herrscherhaus. Nun ist König Carol endgültig ins Exil gegangen und Michael zum zweiten Male König, seht in vollem Umfang aller Würden, die dem rumänischen König nach der Neu­ordnung des Staates durch General Antonescu zugefallen sind. Rumänien ist seit Mitte September ein ,.national- legionärer Staat". General Antonescu ist der Chef des Staates und der legionären Bewegung. Horia Sima ist Vizeministerpräsident und Kommandant der legionären Be­wegung, die unter schweren Blutopfern so entscheidend zur Erneuerung des rumänischen Staates beigetragen hat. Die innenpolitische Reform war von einer für Rumänien nicht leicht zu tragenden Grenzverlegung begleitet. Rumänien hat durch die Abtretung Bessarabiens, der Nordbukowina, von

Ungarisch-Siebenbürgen und der Süddobrudscha Opfer ge­bracht, um die Befriedung des Donauraums mitzusi-chern. Von den 157 000 Quadratkilometer, die Rumänien durch die Friedensschlüsse nach dem Weltkriege zufielen, hat es 102 000 Quadratkilometer wieder abtreten müssen doch blieb ihm ein Gebietszuwachs von 55 000 Quadratkilometer. Das Land ge­hört auch heute noch zu den wenigen Staaten Europas, die eine Bevölkerung von über 10 Millionen auftoeisen. Wäh­rend Jugoslawien 15,5 Millionen Einwohner und Ungarn' heute etwa 13 Millionen Einwohner zählt, dürste sich die Be­völkerung Rumäniens auch jetzt noch auf 13,5 bis 1-t Mil­lionen Menschen belaufen. Die neue Grenzziehung hat dem Land nur wenig von seiner wirtschaftlichen Bedeutung ge­nommen, oas wichtige Erdölgebiet stellt nach wie vor den Kern der rumänischen Industrie dar. Die Agrarwirtsll-asts- einbußen werden durch intensivere Bewirtschaftung ausgegli­chen werden, denn Antonescu stellte nicht nur ein Programm der innenpolitischen Erneuerung im Geiste der legionären Bewegung auf, er hat auch ein wirtschaftliches Nufbaupro- gramm verkündet, das geeignet sein dürste, Rumänien nach wie vor z» dem wirtschaftlich wichtigsten Staat Südosteuropas zu stempeln. Mit Rußland beherrscht Rumänien die Donau­mündung — mit Rußland, der Türkei und Bulgarien teilt es sich in die llfer des Schwarzen Meeres und erscheint somit goopolitisch als eine Brücke zwischen Mitteleuropa und Zentralasien.

stironrede nach tliurchill'schein Konzept

verzweifelter flppell des King zum fluskalten — tkurchill oerköknt die obdachlose veoölkerung

kaiisor wartet auf eine flntwort

brv. Stockholm, 21. November.

Der englische König hat am Donnerstag die neue Sitzungs­periode des Parlaments eröffnet. Aus dem anscheinend un­vermeidlichen Hosbericht des Londoner Nachrichtendienstes geht hervor, daß der Krieg auch vor den geheiligten Tradi­tionen des britischen Parlamentarismus nicht haltgemacht hat. Der König zeigte sich nicht, wie sonst, seinem ergebenen und dankbaren Volk in der berühmten goldenen Kutsche, sondern zog es wohlweislich vor. einen geschlossenen Kraft- wagen zur Fahrt ins Parlament zu benutzen. Am Rande sei noch vermerkt, daß er auch nicht die bekannte königliche Robe angelegt hatte, und daß die Königin ein „einfaches Kleid mit Passendem Hut" trug. — Die Bewohner der Ruinenfelder Londons werden dieses große „Opfer" zweifels­ohne voll gewürdigt haben.

Die Erösfnugnsansprache des Königs im Oberhaus ver­kündete vorsichtshalber, ohne daß die in Frage stehenden Völker und Alliierten natürlich näher befragt wurden: „Meine Völker und Alliierten sind einig in der Entschlossen­heit, den Kampf gegen die Aggressoren (!) fortzusetzen, bis der Friede gesichert ist. Ich habe das Vertrauen, daß der Sieg gesichert ist", — ein von Churchill diktiertes Vertrauen, das auf genau so schwankenden Grundlagen fußen dürste wie der von Churchill übernommene Ausdruck „Aggressoren", der Englands Verantwortung an diesem Krieg ableugnen soll. Mit vielsagendem Nachdruck verwies der König darauf, daß für den guten Ausgang des Kampfes nicht nur der Mut der bewaffneten Streitkräste, sondern auch die Ergebenheit der verschiedenen Organisationen, vor allem des Luftschutzes, und das Aushalten der Völker des Empire trotz aller Härten des Krieges notwendig sei. Er versicherte den unter Trüm­mern sitzenden Einwohnern von London, Coventrh, Birming­ham und anderen englischen Städten: „Der Widerstand

meiner Völker hat die Bewunderung befreundeter Rationen

ausgelöst", — wobei er es wohlweislich überließ, die „be­freundeten" — in Wirklichkeit nicht vorhandenen — Völker z» erwähnen. Für die Hilfe aus Amerika prägte er den Ausdruck, die Haltung der Vereinigten Staaten könne nicht großherziger sein (!).

Wie ernst die englische Regierung die furchtbaren Ver­heerungen infolge des Luftkrieges und die dadurch bervor- geruiene Belastung der Vvlksstimmnng einschätzt, geht daraus hervor, daß die Thronrede des Königs einen größeren Ab­schnitt der Verheißung neuer Gesetze zur Regelung der Ent- schädignngssrage einräumte. Er versprach Schadenersatz an Personen, die durch die Kriegsereignisse geschädigt seien, er versprach weitere Gesetze zur Verbessung der Bedingungen für alle, die an den öffentlichen Beistand zu appellieren wünschten — eine vornehme Umschreibung für das Elend der Millionen, die durch Churchills Krieg um alles gekommen sind.

In seiner Botschaft beschäftigte sich der König des weiteren mit dem Kampf um Griechenland. Er versprach, daß England alle nur mögliche Hilfe gewähren werde: „Meine Streitkräste im Mittelmeer tun schon jetzt ihr Bestes". Womit der König offenbar die unter Bruch der Neutralität vollzogenen Be­setzungen der griechischen Flotten- und Luftstützpunkte um­reißen wollte, denn darüber hinaus hat England den Griechen nur mit Worten aber nicht mit Taten get>olfen. Aegypten und die Türkei belegte der König mit dem Ausdruck „unsere Ver­bündeten".

Er dankte allen Volksvertretern für die bisherige Bewilli­gung der Kriegslasten und rühmte die Bereitschaft des Volkes, diese Bürde zu tragen, womit er die Erwartung verband, daß auch künftighin kein finanzielles Opfer zu groß erscheinen würde, „um den Triumph unserer Sache zu sichern". Der King verlangt also mit anderen Worten, daß daS englische Volk sich noch stärker ausplündern läßt und übermenschliche Opfer

(Fortsetzung auf Seite 2)

„Vereitv 20 lllw große vrönfle in London

Ohrenbetäubende krplosionen in den Midlands — flmerikanische Meldungen über die deutschen flngriffe

drv. Stockholm, 21. November.

Die Engländer berichten in der Nacht zum Donnerstag über enormes Sperrfeuer rings um Mittel­england und Südwestengland. Das Schießen der Flak sei" derart heftig gewesen, daß in den Städten des Südwcstens die Leute aus den Kellern und Schutzräumen hervorgekommen seien. Ueber den Einzelverlauf der Nachtaktionen liegen nach Londoner Versicherung noch keine näheren Nachrichten vor. Die deutschen Angriffe seien „weit ausgedehnt, aber in etwas geringerem Rahmen gehalten" ge­wesen als in der Nacht zuvor. Ueber London seien relativ wenige Angreifer tätig gewesey.

Die nicht abreißenden, blitzartig den Hauptschauplatz wech­selnden, aber trotzdem die Zentren de? englischen Widerstands mit gleichbleibender Kraft treffenden deutschen Angriffe be­reiten den Londoner Machthabern zweifellos die äußerste Sorge Churchill freilich läßt durch das Reuterbüro verbrei­ten, in Mittclengland herrsche „Busineß as usual", „Ge­schäftsbetrieb wie gewöhnlich". Trotz der deutschen Lustangriisc gehe das Leben in den Städten, die Angriffen ausgesetzt ge­wesen seien, und auch in Coventrh „beinahe wie gewöhnlich" weiter. Das Leben unter Ruinen scheint demnach schon zu den englischen Gewohnheiten geworden zu sein . - . Im übrigen ist Churchills Lügentaktik chiel zu bekannt, um für bare Münze genommen zu werden.

Das englische Luftsahrtministerium tut freilich alles, um der Londoner City den Einblick in die Wirklichkeit zu er­schweren, indem es bis jetzt noch nicht einmal die Namen der in der Nacht zum Mittwoch angegriffenen Städte bekannt­gegeben. also auch nicht Birmingham genannt hat. Selbst die Londoner Presse ist lediglich aus die deutschen Mitteilungen angewiesen. Die Mittwochabendblätter ent­schlossen sich Wohl oder übel, die deutsche Mitteilung auizu- greifen, wonach es sich vor allem um Birmingham gehandelt habe. „Eveninq News" gibt der Vermutung Ausdruck, daß sich die Angriffe aus ein halbes Dutzend der Industriestädte Mrttelenglands konzentrierten, die so dicht beieinander lie­gen, daß sie ineinander übergehen und die Bomben um so weniger ihr Ziel verfehlen können.

Der Londoner Vertreter der „Stockholms Tidningen" gibt folgenden anschaulichen Bericht über die letzten Vorgänge: „Die gewaltigen deutschen Lustgeschwader suchen sich jetzt be­

grenzte Ziele aus und führen ihre Bombardements mit äußer­ster Heftigkeit durch. Por der Bombardierung Covcntrtzs er­eigneten sich derartige Angriffe eigentlich nur gegen London. Andere Städte wurden gewiß Nacht für Nacht heftig ange­griffen. aber nur durch vereinzelte deutsche Streitkräste. Neun Stunden lang kreisten die deutschen Flieger in der Nacht zum Mittwoch über dem Industriezentrum Mittelenglands. Am übelsten ging es über einer Stadt zu, wo die Fabrikviertel so dicht zusammenliegen wie etwa an der Ruhr. Ueber den Umfang der Schäden kann ich mir gegenwärtig keinerlei Bild machen. Unaufhörlich kamen neue Formationen zum Auslug herein. Der Angriff wurde eingeleitet durch den Ab- wurs einer Menge von Brandbomben, wodurch zahlreiche Feuersbrünste entstanden. Darauf regneten schwere Bomben unablässig Stunde um Stunde hernieder."

Aus Stockholm wird gemeldet, daß die englischen Zeitungen nunmehr die ersten Bilder über die Wirkung des großen Luftangriffs aus das Luftrüstungszentrum Coventrh ver­öffentlichen durften. „Göteborg Posten" erklärt in diesem Zusammenhang, daß die Zerstörung alles übersteigt, was man bisher in diesem Kriege jemals gesehen habe. Es fei unmög­lich, sich vorzustellen, daß hier einmal lebhafter Arbeitsbetrieh geherrscht habe.

Nach einer Meldung des Londoner Berichterstatters der „United Preß" überflog kurz nach Einbruch der Dunkelheit Welle um Welle deutscher Bomber die englische Küste zu neuen Angriffen auf London und in Südwestengland, Wales und den Midlands gelegenen Städten. Der Haupt angriff konzen­trierte sich aus eine Stadt der östlichen Midlands in der Um­gebung von Coventrh und Birmingham. In Awischenräumen

von nur je einer Sekunde, so heißt es in dieser Schilderung, sei Bombe nm Bombe he runter gesaust und der Angriff habe­st ch von Mnute zu Minute gesteigert

Associated Preß berichtet hierzu ergänzend, daß nach dem Urteil von Augenzeugen dieser Abendangrrff aus die unge­nannte Stadt der östlichen Midlands der l>efdigste seit Kriegs­beginn gewesen sei. Obgleich die Flak stärkstes Sperrfeuer vorlegte, sei Welle um Welle deutscher Bomber über der Stadt erschienen. Sekunde auf Sekunde erfolgten heftige Explosionen. Der Londoner JNS.-Korrespondent fügte hinzu, in der ersten Stunde des Angriffes seien aus der Gegend der Midlands ohrenbetäubende Explosionen vernommen worden.

Stark beachtet wird ein Bericht der amerikanischen Zeitung „PM". Der Berichterstatter teilt darin mit, daß ihm der Lei­ter des Londoner Feuerlöschwesens von nicht weniger als 20»»0 großen Bränden berichtet habe. die feit Beginn der deutschen Vcrgeltungsangrisfc in London bekämpft werden mußten. 200» Feuerwehrmänner seien in der gleichen Zeit im Dienst getötet oder verwundet worden.

Darüber hinaus berichtet der Londoner Korrespondent der „New Hort Herold Tribun", daß die englische Regierung sich nunmehr gezwungen gesehen habe, die Ansräumungsarbeiten unter militärische Kontrolle zu stellen. Zur Beschleunigung der Arbeit würden nunmehr über 13 »00 Mann der Pionier- und Arbeitsbataillone eingesetzt, beschädigte Gebäude abzu­tragen, Notbrücken zu bauen nfw.

Aus Coventrh meldet „New Bork Herold Tribune", daß die Ruinen immer noch brennen. Die Bcrgungsmannschasten wirkten weiter. Bon der Innenstadt sei nichts übriggeblieben. Von den Gebäuden sei nichts stehengeblieben als halbzer­brochene Wände und riesige Trümmerhaufen, die noch immer tauchten. Die Straßen seien übersät mit Hausen roter Ziegel. In den umliegenden Gebieten habe Coventrh bereits den Na­men „Die tote Stadt" erhaben.

Die Engländer erwqhpen vom DgpneMag lcLjalich Luft­angriffe aus Ost- und Südengland. Aus beiden Teilen des Landes werd«« Lvmh ey aQioncn gemeldet aber ohne Einzel­heiten. ^ .

Voll unserem eA.-ÄlarillemiiÄrbeiter

Rv. Berlin, 21. November.

Die deutschen Schnellboote haben in diesem Kriege bisher 212 000 BRT. an feindlichem Handelsschifssraum versenkt. Das ist etwa die Hälfte der Tonnage eines mittleren Schiffahrtslandes, wie etwa Belgiens oder Brasiliens. Dieser Vergleich zeigt besonders klar. wie groß die Bedeutung ist, die sich die junge Schnellboots­waffe, die bei Kriegsausbruch 20 Boote zählte, allein im Handelskrieg gegen England erkämpft hat. 2m Kampfe gegen feindliche Kriegsschiffe sind von den deutschen Schnellbooten außerdem sechs Zerstörer und zwei Unterseeboote sowie verschiedene Hilfskriegsschiffe von zusammen 11 300 Tonnen auf den Meeresgrund gesandt worden. Die kleinsten unserer Kriegsfahrzeuge haben also sehr eindrucksvolle Erfolge zu verzeichnen, die von ihrem Angriffsgeist beredtes Zeugnis ablegen.

Die Kommandanten und Besatzungen der deutschen Schnellboote haben vor allem im letzten Halbjahr be­sonders wirksam ihren Schneid und ihre Tüchtigkeit zum Einsatz bringen können. Zuerst bot dafür der Feldzug in Norwegen eine Gelegenheit. Die Schnellboote haben u. a. bei der Säuberung der norwegischen Fjorde von feindlichen Kriegsfahrzeugen und bei der Sicherung des deutschen Nachschubs nach Norwegen hervorragende Lei­stungen vollbringen können. Ihre wahre Stunde schlug aber erst, als während der deutschen Westoffensive die deutsche Küstenstellung bis zum Kanal und darüber hinaus ausgedehnt werden konnte. An der holländischen und belgischen Küste setzten sich die Schnellboote gegen die englischen Streitkräste sehr wirkungsvoll ein. Es folgten die Tage von Dünkirchen, als die Schnellboote die englische'Flucht über den Kanal empfindlich störten. Nacht für Nacht stießen sie gegen die englischen Ver­bindungswege vor. Die meisten Versenkungen feindlicher Kriegsschiffe durch Schnellboote siivd in jenen Tagen erfolgt.

Die deutsche Besetzung der Kanalhäfen gab den Schnellbooten dann die ersehnte Möglichkeit, in den Handelskrieg gegen England einzugreifen. Ihr Einsatz vermehrte die Schwierigkeiten des britischen Seever­kehrs im Kanal erheblich und verleidete den englischen Eeleitzügen diese einst von England beherrschte Meeres­straße in besonders hohem Maße. Schließlich mußten die Schnellboote ihre Unternehmungen sehr weit ausdehnen, um überhaupt englische Angriffsziele auf See zu ent­decken. Was dabei an Einzelleistungen kühner Kom­mandanten geschehen ist, bleibt dauernd im Buche der deutschen Seekriegsgeschichte ruhmvoll eingetragen. Die deutschen Schnellboote schössen sich häufig mit englischen Zerstörern und Vorpostenbooten herum, ohne daß sie dabei eigene Verluste zu tragen hatten. Die Männer der Schnellboote sind daran gewöhnt, sehr nahe an den Feind heranzugehen, denn wegen der fest eingebauten Torpedorohre müssen ihre Torpedoschüsse mit dem gan­zen Boot gezielt werden, ähnlich wie es die Stuka- Piloten beim Bombenwurf mit ihrem Flugzeug machen. Die Bezeichnung „Stukas der Meere" für die Schnell­boote, die von ausländischen Zeitungen geprägt wurde, ist also wirklich ein recht guter Vergleich. So nahe auch die Schnellboote ohnehin schon an den Gegner heran­gehen, so wenig war der Gegner freilich darauf gefaßt, daß deutsche Schnellboote gelegentlich sogar Hand­granaten auf britische Vorpostenboote warfen, weil ihnen ein Torpedoschuß gegen solche klei­nen Ziele nicht lohnend erschien.

Gerade angesichts dieses Draufgängertums der deut­schen Schnellbootmänner ist es besonders bemerkenswert, daß erst jetzt zum erstenmal der Verlust eines deutschen Schnellbootes- zu melden ist. Es ging bei dem Vorstoß gegen die englische Ostküste im Kampf mit mehreren englischen Zerstörern verloren. Das Vorbild dieser tapferen Männer wird ihre Kameraden auf den vielen anderen Schnellbooten nur zu neuen Taten anspornen. Der Führer hat schon mehreren Flottenchefs und Kom­mandanten der Schnellbootwaffe das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen. Er hat damit die ganze Waffe geehrt, auf die das deutsche Volk stolz ist.

Die Seefahrt auf den Schnellbooten ist eine starte Sache, nicht nur während der kurzen Gefechte, sondern auch beim täglichen Dienst in Wind und Wetter. Die heutigen Schnellboote sind zwar etwas größer als ihre ersten Vorgänger, die sich im Weltkriege an der Flan­dernküste ausgezeichnet haben, aber auch heute handelt es sich um Fahrzeuge, deren Wasserverdrängung noch unter hundert Tonnen liegt. Ihr Hauptvorteil ist neben der Schnelligkeit vor allem die geringe Sichtbarkeit Leim nächtlichen Einsatz. Von den Schnellbooten wird die

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Der OKW.-Bericht vom 21. November verzeichnet die groß­artigen Erfolge der deutschen Schnellboote.

/ Durch Torpcdiernng wurden erneut zwei britische Dampfer versenkt; auch ein norwegischer Tanker ging verloren.

Die Italiener nahmen den englischen Bizc-Luftmarschall gefangen.

Irland verweigert den Briten nach wie vor Hebelgriffe auf seine Häfen.

Der englische König hielt eine im Plntokratcnstil gehal­tene Parlamentsrede.

Der rumänische Ministerpräsident Antonescu trifft heute in Berlin ein.

Die Handelskammer von Buenos Aircs wendet sich acaen antieuropäische USA.-Pläne.

Unser Gauleiter Carl Röver spricht heute aus einem Be- tricbSapPelOder Llohd Dynamo-Werke.

Mit zehn Fjlmfeierstunpen setzt die NSDAP., Kreis Bremen, am kowMpden Sonntag ihre Winter-Prova- ganda-Aktion s«^