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parteiamtliche ^geszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Sreien fjansestadt Vremen
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Nr. Z17 / 10. Za!irgang
Sonntag, 1?. November 1940
der Nationalsozialisten Vremens
flmttiches verkündungsbialt des*Neichsstatttiallers in Oldenburg und Vremen
Einzelpreis 15 Nps.
loventru wie nach einem krddeden
krneut heftigste Vergeltungsfchlöge der deutschen Luftwaffe aus London
Sebirge von Schutt und Nuinen
kngland gibt die Vernichtung des Nüstungszentrums in den Midlands zu
Irrv. Stockholm, 16. November.
Coventry. das englische Detroit, ist nur noch ein Trümmerhaufen, über den sich dicke Rauchwolken wälzen. Vergeblich versuchen die Feuerwehren die Flammen in den riesigen Fabrikanlagen und Vorratslagern an Rohstoffen zu bekämpfen. So fand der englische Innenminister Morrison die Ueberreste der Fabrikstadt, als er nach Mittelengland reiste, um sich persönlich einen Begriff von der Verwüstung zu bilden.
„Roch spät am Tage lag ein dichter Nebel von Rauch und Trümmerstanb über ganz Coventry. aus dem hier und da gewaltige Flammen emporschössen." sagt eine Londoner Meldung des Skandinavischen Tclegrammbüros. Ein großer Teil der Stadt sei vollkommen in Ruinen. Andere neutrale Berichte bestätigen diesen Eindruck. Sie sagen übereinstimmend, daß es aussieht, als ob Coventry von einer furchtbaren Erdbebenkatastrophe betroffen worden sei. Der überall wiederkehrende Vergleich mit der Vernichtung der Londoner Hasen- anlagcn gibt vielleicht einen noch besseren Begriff. Dieser Vergleich ,st ein allgemein anerkannter Maßstab für die Ausmaße einer Katastrophe in England geworden.
Eine von den am schnellsten wachsenden Industriestädten, das war Coventry gewesen Icyt ist sie diejenige >stadt Englands geworden, die den Rekord an Nuinen hält. Er besagt wenig, wenn keinerlei Einzelheiten über die Schäden in der Kriegsindustrie genannt werden dürfen. Für jeden, der >ic Bedeutung an Anlage dieser Stadt kennt, ist es klar, daß der Angriff einer Vernichtung gleichkommen mußte.
Die Engländer begründen, wie der Londoner Bericht des „Svenska ' Tagb ladet" besagt, die Ausmaße der Katastropls« mit dem Hinweis, ihre Verteidigung sei überrumpelt worden Die Teutschen hätten seit zwei Monaten regelmäßig Aacht für Nacht ihre Hauptstreitkräste gegen London geschickt und eine Konzentration der Verteidigungskräfte um die Hauptstadt und' eine Entblößung cznderer wichtiger Bezirke des Landes bewirken wollen. Anscheinend habe sich diese Berech- nunfl weitgehend als richtig erwiesen, denn andernfalls, sv folgert der „Sven'ska-Dagbladet"-Vertret«r,. hätte der Angrni aus Coventry nicht in einem solchen Umfang durchgeführt werden können, , ....
Aber die schwedische-englische Darstellung krankt an einem erheblichen Mangel: Tie amtlick^n englischen Berichte haben
ja selbst in der leisten Zeit mit wachsender Häufigkeit verzeichnen müssen, daß das Hauptgewicht der dentsck^n Angriffe sich gegen Mittelengland richtete. Birmingham und Coventry machten allmählich London den Rang streitig, was das Schwergewicht der deutschen Aktion anbetrifft. Deshalb scheint es wohl eher so, als wenn das Luftfahrt- und Infor- mationsministerium überrumpelt worden sind, die so getan hatten, als sei der Gipfel der deutsckien Angriffe bereits überschritten, als hätte sich die deutsche Stoßkraft erschöpft und als hätte England ausreichende Mittel gegen die deutsche Lustgefahr gefunden.
In London stellt man erschüttert fest, daß es sich um die größte Zahl feindlicher Flugzeuge handelt, die bisher je die englische Ostküste bei Nacht passierten. Welle über Welle brach herein. Der Angriff gegen Coventry war, wie die Berichte sich ausdrücken, der größte und konzentrierteste, der bisher je zuvor gegen einen englischen Bezirk außerhalb Londons durchgeführt wurde. Es habe sich um eine genaue Wiederholung der Angriffe gegen die Londoner Hafenanlagen und Fabrikviertel gehandelt. Zunächst Tausende von Brandbomben, die über das ganze Industriegebiet herniederregne- ten und wahre Feucrstraßen von Flammen und Rauch bildeten. dann aber kamen erst die schweren Bomber, denen die Brände als Wegweiser dienten. Da hals auch nicht mehr die in letzter Zeit vielgerühmte Zersplitterung der englischen
englische Kriegsvorbereitungen in sernosir
iivv. Stockholm, 16. November.
Tie „Times" kündigt in einem Leitartikel zu der Rüstungskonferenz der Dominien und Kolonien der westlichen Halbkugel in Delhi an. es werde eine ständige Organisation in Indien errichtet werden, um die Beschlüsse der Konferenz auszuführen und dafür zu sorgen, daß große Streitkräste westlich des Suczkemals aus den eigenen Mitteln der Kolonien und Dominien mit Waffen usw. versorgt werden könnten. In diesem Zusammenhang bezeichnet das offiziöse Londoner Blatt die Ernennung des Lustmarschalls Brookepopham zum Obcrstkommandierenden des Fernost als ersten Schritt zu einer intensiven Fortsetzung des Krieges aus der westlichen Halbkugel. Da England dort bisher keine Feinde besitzt, kann die Ausdrucksweise der „Times" nur bedeuten, daß England sich jetzt offen aus Krieg mit Japan einrichtet.
Jndustricorganisation mit ihren vielen kleinen Fabrikbctrie- ben. „Die Flakartillerie vermochte die feindlichen Maschinen nicht an ihren unaufhörlichen Sturzangriffen zu hindern" — so stellt ausdrücklich der Londoner Bericht der „Stockholms Tidningen" fest: — „und Stunden hindurch war das Donnern der hcrnicderbrausendcn Maschinen zu Vernehmen".
Der englische Flugzeugminister, Lord Beaverbrook, verbrachte, wie erst jetzt durch englische Meldungen enthüllt wird, den ganzen Freitag in Coventry „zur Besichtigung der angerichteten Schäden". Was für Schäden das sein mögen, die den obersten Herrn der englischen Flugzeugproduktion einen ganzen Tag in dem bisherigen Zentrum der englischen Luftfahrt- und Zubehörindustrie festgehalten haben, ist leicht zu erraten. Am Sonnabend wurde das englische Königspanr nach Mittelengland gesandt, um der offenbar durch die deutschen Lustaktioncn tief beeindruckten Bevölkerung von Coventry und der umliegenden Städte Trost und Ermutigung zu spenden,
Zu dem vernichtenden Angriff der deutschen Luftwaffe aus Rüstungszentren Englands in der Nacht zum Sonnabknd meldet der Berichterstatter der „New Dork Sun": „Das zehnstündige Bombardement hat Coventry einen tödlichen Schlag versetzt. Unter den zusammengestürzten Mauern der Flugzeuglverke, denen der Angriff galt, sind schätzungsweise tausend Menschen begraben, ohne daß auch nur ungefähre Zahleneingaben möglich wären." Die Rettungsarbeiten sind nach dem Bericht durch Gebirge von Schutt und brennenden Nuinen sehr erschwert.
„Weil nichts mehr zu verbergen ist", so schreibt das Rew- horkcr Blatt, „ist die englische Zensur weniger kleinlich als gewöhnlich verfahren."
„Es ist bis zur Stunde noch nicht möglich, den Umfang der Schäden in Coventry auch nur schätzungsweise zu übersehen" meldet am Sonnabend der britische Nachrichtendienst Exchange, In dem Bericht wird klar ausgesprochen, daß die Nüstungsiabriken dieser Stadt zu einem Ruinenhauien geworden sind. Die furchtbare Wucht des deutschen Großangriffs auf diese Zentren der britischen Rüstungsindustrie schildert Exchange dann mit den Worten, „daß es der schwerste aller bisherigen gegen die britische Insel gerichteten Angriffe gewesen sei". Zahlreiche Gebäude wurden völlig zerstört. „Tie Nettnngsarbeiten könnten noch keineswegs zu Ende geführt werden, da die Brände noch weiter wüten."
(Fortsetzung aus Seite 2)
500. ftbschuß des Sefchwaders Nichlftofen
der wetirmachtsberiklit oom 1S. November — slak schoß fünf vrttenbomber ab
Berlin, 16. November.
„Am 15. November und in der Nacht zum 16. November setzten unsere Kampfflieger die Vergeltungsangriffe auf London fort und erzielten zahlreiche Treffer, besonders auf Verkehrsanlagen, in den Victoria-Docks und anderen kriegswichtigen Zielen. Auch sonstige Orte in Süd- und Mittelengland wurden mit Bomben belegt. Die Verminung britischer Häfen nahm ihren Fortgang.
Ein deutscher Fernbomber griff 766 Kilometer westlich Irlands einen großen Eeleitzug an und warf trotz heftiger Abwehr durch die begleitenden Zerstörer einen Frachter von 9366 VNT. und ein Handelsschiff von 16 666 BRT. in Brand. Die Schiffe blieben mit Schlagseite liegen.
Britische Flugzeuge griffen in der Nacht zum 18. 11. vor allem Hamburg an. Die angerichteten Schäden stehen in keinem Verhältnis zu dem Einsatz und konnten in den meisten Fällen schnell behoben werden. I» einer Werft wurde ein Verwaltungsgebäude beschädigt. Ein Getreidesilo geriet in Brand, der aber sofort gelöscht werden konnte. Auch ein Krankenhaus wurde wieder angegriffen. An anderen Stellen, an denen Bomben abgeworfen wurden, ist der angerichtete Sachschaden ebenfalls gering. Einige Tote und Verletzte sind zu beklagen.
Deutsche Jäger schössen im Laufe des Tages sieben feindliche Flugzeuge im Luftkampf ab. Die Flakartillerie brachte in der letzten Nacht fünf, die Marineartillerie
in der Nacht zum 15. 11. ein britisches Flugzeug zum Absturz. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt. Das Jagdgeschwader „Freiherr von Richthofen" errang unter Führung des Majors Wick seinen 566. Luftsieg." *
»
Bei ihrem Angriff auf Berlin in der Nacht zum Freitag müssen die englischen Flieger unerhörte Erfolge gehabt habe» — wenigstens, wenn man dem Bericht des brilischen Lustfahrtminlsteriums glauben will. Zahlreiche Berliner Bahnhöie, die bei Hellem Mondschein angegriffen worden seien, seien mit schweren Bomben belegt worden, und die Flammen seien emporgelodert. Wieder nennt der englische Bericht auch den Schlesischcn. den Lchrter und den Anhalter Bahnhof, die die Engländer — wenigstens mit dem Mund — doch schon längst „pulverisiert" hatten, Tie drei Bahnhöfe müssen demnach in kürzester Zeit wieder ausgebaut worden sein — eine Leistung, die anscheinend nur die ..cknmnock Clermnnb" fertigbringen! Für wie dumm muß das britische Luitsahrtmini- sterium die 1,5 Millionen Berliner halten, die Tag sür Tag an den Bahnhösen vorbeigehen und immer noch nicht gemerkt haben, daß dort nur noch Trümmerhauien liegen!
votschaft -es süftrers an Sie japanische Nation
Berlin, 16. November.
Aus Anlaß des 2666jährigen Bestehens des japanischen Kaiserhauses richtete der Führer an die japanische Nation folgende Botschaft:
„Ich entbiete der befreundeten japanischen Nation anläßlich des 2666jährigen ununterbrochenen Bestehens ihres Kaiserhauses die Grüße Deutschlands. Ich gedenke mit dem deutschen Volke in Bewunderung der Leistung, die in diesem langen Zeitraum an dem Bau des japanischen Reiches vollbracht worden ist. Mit Stolz darf das japanische Volk sich daran erinnern, daß kein Feind jemals als Herr seine Insel betreten konnte und daß ge
rade» dadurch seine Rasse Jahrtausende lang rein erhalten blieb.
Mit Befriedigung darf Japan sehen, daß sein Einfluß im ostasiatischcn Raum und seine Geltung in der Welt ständig gewachsen sind und daß es heute als führende Macht Ostasiens Anspruch daraus erheben darf, zusammen mit den führenden Mächten anderer Erdteile die Neuordnung einer besseren und gerechteren Welt zu gestalten. Ich spreche daher mit aufrichtiger Freude heute dem verbündeten japanischen Volk meine Glückwünsche aus. Japan, das mit dem deutschen und mit dem italienischen Volk in einem harten Kamps für sein Lebensrecht steht, wird — schöpfend aus seiner heldenhaften Tradition — das Ziel erreichen, das ihm das Schicksal gestellt hat: Einen erfolgreichen Frieden in einem gesicherten Lebensraum!"
knglands Intcigen in Moskau gescheitert
6esl8n-ms -es foreign -ffice — Me ffinteegrün-e -er englischen ftngebole — perfi- wie immer
ürv. Stockholm, 16. November.
Die vom Foreign Office quasi unter Offenbarungseid abgegebene Mißerfolgsmeldung über die letzten Anbiederungsversuche an Rußland hat in Londoner diplomatischen Kreisen, wie schwedische Meldungen besagen, enorme Sensation hervorgerufen, offenbar besonders unter den Vertretern der neutralen Staaten — von denen manche diesen Versuch mit recht gemischten Gefühlen verfolgt haben mögen.
Ausgerechnet England, das gegen, Deutschland in verlogenster pathetischer Form den Vorwurs erhob, es habe europäische Interessen an Rußland preisgegeben, beispielsweise im Ostseeraum, gesteht jetzt, daß es Anerbietungen von viel größerer Tragweite an Moskau richtete, einschließlich der Anerkennung der Veränderungen im Baltikum (I) — das dürfte manckze Neutrale gerade im Norden, die immer noch mit heimlichen Hoisnungen auf England spekulierten, stark ernüchtert haben. Allerdings wurde die Gefahr der englischen Ancr- bietungen wesentlich dadurch vermindert, daß sie nicht nur von der Zustimmung Rußlands zu einem derart unsicheren Geschält, sondern erst recht von einem englischen Kriegsersolg abhängig waren, womit ihre Realisierbarkeit in das Reich der Fabel rückte.
Charakteristisch für den ganzen Gehalt dieser -eigenartigen,
Wohl boiÜ-isUoser Osserte ist das englische Anerbieten, an
keinem Angriff anderer Mächte aus Rußland teilzunehmen. Bei Nichtzustandekommen dieser vorgeschlagenen Vereinbarung behält sich England also derartige Möglichkeiten ausdrücklich vor, und auch bei Perfektwerden des Geschäfts würde nichts im Wege stehen, daß Englands Freunde, beispielsweise die Vereinigten Staaten, eines Tages bei passender Gelegenlzeit mit Londons Segen aus Rußland losgehen . . .
Die Nichtbeantwortung dieses seltsamsten aller „Nichtan- grisfsangebote" ist wohl die peinlichste aber auch am wenigsten überraschende Stellungnahme zu derartigen Zumutungen. Aber auch England betrachtet, wie das Stockholmer „Ajton- bladet" aus London meldet, das Ausbleiben einer russischen Antwort keineswegs als einen „Mißerfolg"! Genau wie der Jude, der jederzeit nach einem Hinauswurs durch die'Hintertür wieder hereinkommen will, hält London. laut dem ver
wunderten Zeugnis des schwedischen Blattes, die Sache noch nicht sür verfahre». Aus welchen Gründen, wird durch wertvolle Hinweise der gleichen Quelle klar, die ihren politischen Zusammenhang enthüllen. Relativ plausibel ist noch der Londoner Gedantengang, Molotow sei also in der Lage gewesen, „mit einem englischen Angebot in der Tasche nach Berlin zu reisen". Wenn London gehofft hatte, durch eine solche kümmerliche Intrige die Berliner Verhandlungen stören zu können, hat es freilich inzwischen die Quittung erhalten.
Die Hauptursache der jetzigen „Flucht in die Leffentlichkeit" scheint jedoch in dem Bedürfnis des Außenministers Lord Halifax bestanden zu haben, sich vor der eigenen Oefsentlich- kcit zu rechtfertige» und nachzuweisen, daß die gegen ihn gerichtete Kritik, besonders in Sachen der Rußland-Politik, unbegründet sei. Das Foreign Office, so sagt die schwedische Meldung aus London, habe die englische Leffentlichkeit aber davon unterrichten wollen, daß man es keineswegs an Anstrengungen habe fehlen lassen, um Moskaus Gewogenheit zu -gewinnen ... Es scheint möglich, daß Lord Halifax durch das öffentliche Eingeständnis dieser neuen schweren Niederlage der englischen Außenpolitik seine Stellung gefestigt hat!
— und Aktivität um jeden Preis
Während die deutsche politische Aktion sicher'ihren Fortgang nimmt, fühlt England sich immer stärker als der Eingekreiste und unternimmt nur schwache Jllu- sionsversuche, diesen Zustand vor der Welt zu verbergen, einmal durch Reminiszenzen an das Sandkasteneuropa und ein andermal durch Zusammenberufung von britischen Botschaftern, ein drittes Mal durch verzweifelte, aber unbeantwortet bleibende Angebote (wie im Falle Sowjetrutzland), geht der Krieg mjt seinen schwer auf England lastenden Schritten weiter. Der Führer hat den Wahnwitz der Churchillschen Kriegsführung in seiner letzten Münchener Rede gegeißelt und aufgezeigt, welcher Aberwitz dazu gehört, ausgerechnet auf einem Gebiet des modernen Krieges die deutsche Wehrmacht zu provozieren, auf dem diese die unzweideutige Ueber- legenheit in besonders imponierender Stärke besitzt, im Luftkrieg. Und gerade in den Abendstunden, die dieser Rede folgten, hat Churchill einen so sinnlosen, nur der Zerstörung von Bürgerhäusern dienenden Angriff durch die britische Luftwaffe durchführen lassen. Die Antwort ist gekommen, sie hat den Briten einen wahren Schock versetzt, daß sie, gegen allen Brauch ihrer bisherigen Zensur, der neutralen, vornehmlich der amerikanischen Presse eine weitgehend wahrheitsgemäß^ Berichterstattung erlaubten. Drei Sätze amerikanischer Berichte beleuchten den Tatbestand „Coventry" als das erste Ausradieren einer großen Stadt, die ein Rüstungszentrum Englands gewesen ist, als Vergeltung für einen herausfordernden britischen Angriff auf die Wohnviertel einer deutschen Stadt. Sie mögen hier verzeichnet sein: „Unter den Mauern der Flugzeugwerke liegen taufende Menschen begraben." („New York Sun".) — „Die Vernichtungen sind so gewaltig, daß ein Neuaufbau nicht möglich sein wird: Englands Hauptflugzentrum ist erledigt." („Associated Preß".) — Und der dritte: „Die Stadt sieht aus. als ob sie von einem Erdbeben,heimgesucht worden wäre. und man sah in dem Ruinenfeld taufende her- umwandern."
Die Briten haben bisher stets versucht, die Härte der Wirkungen unserer Angriffe zu leugnen, aber nun Hai sich diese Methode so überschlagen, daß Churchill sich gezwungen sah, mit ihr zu brechen. Es gibt nichts mehr zu verschweigen, die Furchtbarkeit der Wirkung unseres Schlages gegen Coventry ist nicht zu übersehen. Die Nacht zum Sonnabend hat Angriffe auf London gesehen, die nach den vorliegenden Meldungen ebenfalls ganz außerordentlich in ihrer Auswirkung gewesen sind. Wenn die Briten in der gleichen Nacht einen Angriff auf Hamburg versuchten, so sind sie dort ihrer alten Angriffsweise treu geblieben, sie haben Wohnviertel und Krankenhäuser getroffen und die militärisch wirtschaftliche Auswirkung dieses Angriffes ist wie bei den vergangenen gleich Null. Die Urheber der Angriffe auf deutsche Städte sind die Schuldigen aus diesem Kriege, den die britischen Kriegshetzer dem deutschen Volk aufzwangen, sie. Churchill an ihrer Spitze, tragen auch allein die Verantwortung für die Folgen der Vergeltung, die Vernichtung englischer Städte wie der dabei unvermeidbare Verlust an Menschenleben kommt auf ihr Schuldkonto. Und sie müssen sich klar darüber sein, daß der Angriff auf Hamburg genau so seine Vergeltung, finden wird. wie der Angriff auf München.
Der gewissenlos heraufbeschworene englisch-jüdisch- plutokratische Krieg gegen die jungen Nationen und gegen den Sozialismus dieser Völker hat genau die umgekehrte Wendung genommen, wie sie sich nach Analogieschlüssen zum Weltkrieg die britische Herrschaftskaste errechnet hatte. Die Einkreiser wurden zu Eingekreisten, die Blockademacht wurde zur blockierten Jnselmacht und wie es bisher gelaufen ist. wird es sich fernerhin entwickeln. Alle Hoffnungen auf Kriegsausweitungen sind gegen England ausgeschlagen. In diesen Tagen richtete der Botschafter Englands. Lord Lothian, züm wiederholten Male in einer Rundfunkansprache einen Hilferuf an die Vereinigten Staaten, weil das kommende Kriegs- jähr möglicherweise noch gefährlicher für England sein werde, als das vergangene. Er kann versichert sein daß er mit dieser Befürchtung recht hat. nur wird die Hoffnung auf die angeflehte Hilfe, der der Ausverkauf des Empire als Gegenleistung gegenübersteht, vergeblich sein, denn auch das hat der Führer unmißverständlich in seiner letzten Rede in München zum Ausdruck gebracht, daß Deutschlands Rüstung die Ueberlegenheit.
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Auch England gibt die ungeheure Wirksamkeit des deutschen Angriffs auf Coventry sowie aus London zu. Die Flieger der RAF. warfen planlos Bomben über Hamburger Wohnviertel ab.
Das Jagdgeschwader Richthofen verzeichnet seinen 500. Abschuß.
Die italienische Lustwassc entwickelte über Griechenland eine lebhafte und erfolgreiche Tätigkeit.
Das neue ägyptische Kabinett wird den Kurs Hasfan Sabrhs fortsetzen.
In Berlin fand eine Kriegsarbeitstagung de, Reichs- Pressestelle der NSDAP. statt.
Die ertragreiche deutsche Kartoffelernte wird eine starke Vergrößerung des Schweinebestandes ermöglichen.
Die Polizei kündigt verschärfte Kontrollen zur Ausweis- Pslicht an.
Die Bremer Straßenbahn richtete eine neue große Straßenbahnhalle.
Der Verein Bremer Briefmarkensammler gibt zum Tag der Briefmarke ein Gedenkblatt heraus.