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VmiicrZkttiW
>y parteiamtliche lageszeitung
vas flmtsblott des Negierenden vürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
.rl Nr. Z15 / 19. Zalirgang
Lreitag, 15. November 1940
Linzelpreis 15 Npf.
Mstungs- und stontarbelter beim Meer
„Sie baden entscheidend mitgeholfen, daß die großen krfolge mit so geringen Mutopfern erhielt wurden"
tmpsanginder Neuen Reichskanzlei
Sank im Namen des deutschen Volkes und des deutschen Soldaten
Berlin, 14. November
Der Führer empfing am Donnerstag mittag in der Neuen Reichskanzlei 85 mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnete Rüstungs- und Frontarbetter und 40 Rüstungsarbeiterinnen aus allen Gauen des Reiches. Der große Empfangssaal der Neuen Reichskanzlei, der sonst die Stätte diplomatischer Empfänge des Führers und offizieller Staatsakte der Reichsregierung ist, sah an dieser Stelle die Vertreter der Millionen deutscher Arbeiter und Arbeiterinnen, die in den Fabriken und Rüstungsbetrieben Deutschlands Waffen schmieden, mit dem Führer vereint.
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Die Arbeiter, unter ihnen 20 Frontarbeiter in der Uniform der Organisation Todt, waren im Schmucke ihrer ehrenvollen Auszeichnung, die sie am Vormittag aus der Hand von ReichSorganisationsleiter Dr. Ley und Reichsminister Dr. Todt empfangen hatten, im Großen Empfangssaal angetreten; daran schlössen sich die 4V Rüstungsarbeiterinnen, ferner als Gäste der Chef des Wehrwirtschasts- und Rüstungsamtes im Oberkommando der Wehrmacht, General der Infanterie Thomas, Reichsfrauenführerin Frau Scholz-Klink sowie die engsten Mitarbeiter von Dr. Ley und Dr. Todt.
Als der Führer in Begleitung von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Reichsminister Dr. Todt sowie Rcichs- preffechef Dr. Dietrich den Saal betrat, erstattete der Amisleiter für Arbeitseinsatz in der DAF., Mende, Meldung. Der Führer schritt die Reihe der Arbeiter und Arbeiterinnen ab und begrüßte jeden einzelnen von ihnen mit Handschlag.
' Anschließend ergriff der Führer das Wort zu einer Ansprache. Er ging einleitend aus die wahren Kriegsursachen ein und legte den Rüstungs- und Frontarbeitern dar, warum das plutokratisch-kapitalistische England aus seiner antisozialen Einstellung heraus dem deutschen Sozialstaat den Kamps ansagte. Dieser Kamps werde daher nicht nur geführt vom deutschen Soldaten, der der beste der Welt sei und sich selbst übertreffen habe, sondern genau so entscheidend sei die riesige Front der Heimat, das gigantische Millionen- heer, das in den deutschen Fabriken und in der deutschen Rüstung arbeite.
„Alle die Arbeiter" — so rief der Führer den vor ihm stehenden Rüstungs- und Frontarbeitern zu — „die unseren Soldaten die besten Massen der Welt gegeben haben, die die unbegrenzten Munitionsmassen lieferten, die' uns zur Verfügung stehen, die den stählernen Westwall errichteten, die es ermöglichten, daß für jedes ausgefallene Maschinengewehr und jede verschossene Granate zehn neue bereitstandcn, die daran arbeiteten, daß wir heute in Deutschland eine Flakabwehr haben, wie sie kein Staat der Welt besitzt, — alle sie haben entscheidend mitgeholfen, daß diese großen Erfolge mit so geringen Blutopsern erzielt werden konnten. Dafür möchte ich Ihnen heute nicht nur im Namen des deutschen Volkes, sondern auch im Namen des deutschen Soldaten danken."
Der Sieg werde, so erklärte der Führer im Verlaufe seiner Ausführungen, um so eher errungen sein, je geschlossener und entschlossener das deutsche Volk sei und je mehr der Gegner erkenne, daß jeder Gedanke an ein Deutschland von 1918 zwecklos sei. Der heutige deutsche Staat sei aus dem festesten und stärksten Fundament errichtet, das es gebe: aus der breiten Masse des schassenden Volkes. Mit dieser geschlossenen Front der Arbeit werde Deutschland den Kampf durchholten und »ach dem Siege den deutschen Sozialstaat erst recht zum vor-
knglische vomber über VSnemark
sv. Kopenhagen. 14. November.
Wie das' dänische Ritzau-Büro amtlich mitteilt, find am Tonnerstagmorgen wieder einige englische Maschinen über einzelne Teile des Landes geflogen. Es wurden insgesamt fünf Bomben abgeworfen; sie sielen auf sreies Feld, ohne Schaden anzurichten.
bildlichsten der Welt ausbauen. Der hervorragende Anteil, den die deutsche Arbeiterschaft an diesem Kampfe habe, sei zugleich auch eine Vorarbeit für dieses gewaltige Friedenswerk, das nach dem Siege unsere große Ausgabe sei.
Der Führer bat am Schluß seiner Ansprache die um ihn dersammelten Arbeiter und Arbeiterinnen, seinen Dank auch ihren Millionen Kameraden in den Fabriken und Riistungs- bctrieben und an der Front zu übermitteln.
tinvernelimen verkm — Moskau
Vor lowjerriMche Neglerungsches auf der Nückfakrl
Berlin, 14. November
Während seiner Anwesenheit in Berlin am 12. und 13. November d. I. hatte der Vorsitzende des Rates der Bolkskommissare und Autzenkommissar W. M. Molotow Unterredungen mit dem Führer und dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribben- trop. Der Meinungsaustausch verlief in einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens und führte zu beiderseitigem Einvernehmen in allen wichtigen Fragen, die Deutschland und die Sowjetunion interessieren.
Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der UdTSR. und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, W. M. Molotow, verließ am Donnerstagvormittag nach zweitägigem Aufenthalt die Reichshauptstadt, um nach Moskau zurückzukehren.
Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop geleitete den Präsidenten Molotow vom Schloß Bellevue zum Anhalter Bahnhof und schritt mit ihm die Front der vor dem Bahnhof angetretenen Ehrenkompanie der Wehr-
U-Voot versenkte fünf bewaffnete Vampfer
Fortsetzung der vergellungsfliige mit starken Kräften trotz ungünstigster Wetterlage
Berlin, 14. November.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Ein Unterseeboot versenkte fünf bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 28 84V BRT. Trotz ungünstiger Wetterlage setzte die Luftwaffe auch in der Nacht vom 12. zum 13. November ihre Vergeltungsflüge mit starken Kräften fort. Zahlreiche Brände und Explosionen entstanden vor allem in den Berkehrsanlagen im Nordwesten Londons, in den Westindia-Docks, in einem großen Gaswerk und anderen kriegswichtigen Zielen der Stadt. Auch Liverpool und Coventry waren das Ziel erfolgreicher Bombenangriffe. Am gestrigen Tage griffen Kampfflugzeuge London und andere kriegswichtige Ziele in Süd- und Mittelengland an und belegten vor allem Flugplätze, Bahnanlagen und ein Rüstungswerk bei Birmingham mit Bomben.
Im Seegebiet von Kinnaird Head hatten zwei Angriffe auf einen durch einen Flakkreuzer und andere Kriegsfahrzeuge stark gesicherten Verband Erfolg. Beim ersten Angriff wurde ein Handelsschiff von KVVV BRT. ver« senkt, ein weiteres schwer beschädigt. Bei einem späteren Angriff erhielt ein anscheinend mit Sprengstoff oder Munition beladener Frachter von 8VVV BRT. einen Volltreffer, der das Schiff znr Explosion brachte und völlig vernichtete. 3KV Kilometer westlich von Irland versenkte ein deutscher Fernbomber einen britischen Frachter von KVVV BRT.
Die nächtlichen Einfliige britischer Flugzeuge ins Reichsgebiet waren wieder ohne nennenswerten Erfolg. Lediglich bei einem Walzwerk beschädigte eine in der Umgebung einschlagende Bombe mehrere Gebäude durch Splitter. Ein Versuch» die Reichshauptstadt anzugreifen» schlug fehl. Heftiges Flakfeuer zwang die wenigen Flugzeuge» die bis an die Sperrzone Berlins vordrangen, zur Umkehr, nachdem sie in den Stadtrandgebieten ihre Bomben vorzeitig abgeworfen hatten. Hier wie in einigen anderen Orten entstanden mehrere Dachstuhlbrände, die aber durch das energische Eingreifen des Sicherheits-und Hilfsdienstes und des Selbstschutzes in kürzester Zeit gelöscht werden konnten.
In der Nacht zum 13. November wurde ein britisches Bombenflugzeug durch Flak abgeschossen. In den Luft- kämpfen des gestrigen Tages verlor der Gegner zwei weitere Flugzeuge. Drei deutsche Flugzeuge werden vermißt."
»
Zu dem im OKW.-Bericht bekanntgegebenen Angriff deutscher Kampfflugzeuge im Seegebiet vor Kinnaird Head auf einen stark gesicherten Verband britischer Schiffe erfahren wir noch die folgenden Einzelheiten: Ein Handelsdampser von 6000 BRT. wurde mit vier Bomben mittleren Kalibers angegriffen, von denen zwei mittschiffs einschlugen. Eine Feuer- säule schlug bis 100 Meter hoch. und fast im gleichen Augenblick brach das Schiff in der Mitte auseinander und sank.
Ein weiterer Handelsdampfer von 5000 BRT., der von einem anderen Flugzeug ebenfalls mit vier Bomben mittleren Kalibers angegriffen wurde, erhielt einen Treffer mittschiffs. Kurz nach dem Einschlag brannte das Schiff und Hohe, schwarze Rauchwolken kennzeichneten noch weithin die Stelle, an der der Dampfer liegenblieb.
Die Flakabwehr von den begleitenden Kriegsschiffen lag sehr gut. Besonders ein Zweischvrnsteindampfer, der als Flakkreuzer erkannt wurde, feuerte aus zahlreichen Geschützen leichten, mittleren und schweren Kalibers. Trotz dieser Abwehr,' die keine Scheu vor Munition-verschwendung kannte, setzten die deutschen Kampfflieger zum zweiten Angriff an.
Ei» Frachtdampfer von 8000 BRT. erhielt eine Bombe unmittelbar vor den Bug. und eine weiter« Bombe mittleren Kalibers durchschlug dicht bei dem Achterdeck die rückwärtige Ladeluke. Der Mast fiel um. Aus der Ladeluke stieg eine gewaltig« Explosionswolke auf. Die Bordwand wurde weit aufgerissen und das Schiff begann sofort zu sinken. Schon 20 Minuten nach , dem Angriff überflutete das Wasser das Achterschiff. ' - >.
Der britische Geleitzug und die Sicherungsschiffe fuhren im Zickzackkurs nach. allen Richtungen auseinander. Jedes Schiff war. ernstlich bemüht? sich den weiteren Angriffen der deutschen Kampfflieger zu, eickzjehen. Niemand kümmert« sich um die Besatzungen versinkenden Schiffe, die auf dem Meer an Wrackteile geklammert umherschwammen. Keiner der getroffenen Dampfer hatte mehr Rettungsboote aussetzen können, da die gewaltigen Detonationen der einschlagenden Bomben alle leichteren Deckaufbauten fortgerissen hatten. Es ist damit zu rechnen, daß bei diesem Angriff der größte Teil der Besatzungen dieser Schiffe ums Leben gekommen ist.
fllle Minute ein deutsches slugzeug
wilde, ober wirkungslose flbwekr — London nachts tagkell erleuchtet — Schwedische flugenzeugenberichte
Inv. Stockholm, 14. November
Anscheinend aus Reue darüber,-die Heftigkeit und umfassenden Wirkungen der deutschen Angriffe in der Nacht'zum Mittwoch allzu weitherzig eingestanden zu haben, versinken die englischen Stellen in um so größere Stummheit, was die Aktionen des Mittwoch selbst und der Nacht zum Donnerstag anbetrifft. Luftfahrt- und Sicherheitsministerium berichten lediglich über weit ausgedehnte Einzelaktionen gegen viele Bezirke Englands, meist im südöstlichen Teil des Landes, und über Luftkämpfe über der englischen Küste nach einem Angriffsoersuch englischer Bomber auf französische Städte am Kanal, wobei deutsche Bomben gewisse Schäden in zwei englischen Küsten- städten angerichtet hätten.
. Daß die deutschen Flugzeuge trotz anhaltenden Sturmes den zur Verstärkung der Sicht günstigen Mondschein ausnutzen und London schwer zusetzten, wird durch Berichte einiger schwedische,: Journalisten in London bestätigt, die eine Flakbatterie im Londoner Bereich besuchen dursten und aus diesem . Anlaß von der englischen Zensur die Erlaubnis erhalten haben, nach langer Zeit einmal ein paar Bemerkungen über den Luftkrieg einzuslechten. Der Vertreter des „Svenska Dagbladet" schildert tue Rächt als ideales Bomben-' Wetter: geringerer Sturm mit Mondschein und leichter Bewölkung. Die deutschen Angreifer lassen — so lseißt es — auch nicht auf sich warten: sie kommen von allen Seiten ungefähr mit einer Häufigkeit von einem Flugzepg pro Minute Für eine ganze lange Nacht gibt das eine hübsche Summe. Die neutralen Schlachtenbummler durften den nächtlichen Kämpfen bei einer Batterie von 11,4-vm-Geschützen folgen, die nach ihren Andeutungen über Richmond aufgestellt ist ehemals ein Aussichtspunkt, der jedem Londonreisenden wegen des umfassenden Ausblicks über die Stadt vertraut ist, jetzt mit Stacheldraht umzäunt, mit Zement und Beton um jedes Geschütz herum, mit bombensicheren Kontroll- und Kommandoräumen ist diese Batterie offenbar ein Paradestück für auswärtige Gäste. Es gelang nach den Bekundungen der
schwedischen Aesucher trotzdem nicht, obwohl sie natürlich besonders eifrig feuerten, einen Treffer bei einem deutschen Flugzeug zu erzielen.
Der „Svenska-Dagbladct"-Vcrtreter schildert sehr anschaulich, wie sofort nach Einbruch der Dunkelheit des Geheul der Sirenen in der Stadt anhebt: „Unter uns liegt London in Dunkel gehüllt, das einzige Licht, das ringsum sichtbar ist, kommt von einem raten Eisenbahnsignal. Aber Scheinwerfer beginnen den Himmel abzusuchen, von dem bereits das Brummen von Flvgzeugmotoren vernehmbar wird. Das Personal an den Instrumenten ist voller Tätigkeit. Eine Bombe heult in der Nähe hernieder. Die langen Geschützrohre sind hinaus zum Himel gerichtet und es erfolgt der Befehl zum feuern." Der schwedische Berichterstatter fügt hinzu: „Irgendeinen Volltreffer bekam ich nicht zu sehen und ich bekam auch nicht zu wissen, ob irgend ein Bomber vielleicht von Schrapnellsplittern getroffen war." So ganz verwunderlich scheinen die schlechten Schießcrgebnisse nicht, denn an einer anderen Stelle des schwedischen Berichtes heißt es daß die Geschütz« in der Richtung auf den Mond geschossen hätten, weil die deutschen Bombenflugzeuge zwar vernommen, aber am nächtlichen Himmel nicht gesehen Worden seien.
l Statt der erwarteten Volltreffer konnten die neutralen Beobachter verfolgen, wie die deutschen Flugzeuge unbeirrt durch das Feuer der Flakbatterien systematisch ihre Aufträge durch- sührten: „Hier und dort fallt» Bomben mit dumpfem Krachen und ich sehe, wie Steine und Rauch bei den Explosionsorten vemporgeschleudcrt werden. Das einzige, was der eifrig feuernden Batterie beschicken wird, ist ein Schrapnellschauer von den eigenen oder von den Geschossen einer Nachbarbatterie. Die deutschen Flugzeuge werden noch zudringlicher: Sie werfen jetzt Leuchtbomben ab, die langsam herniedergleiten und alles in Tageslicht tauchen. So bleibt daS ein paar Stunden lang."
„Da keine Treffergebnisse zu bewundern sind, da es dafür aber aus der Hügctkuppe enorm kalt weht. ziehen es die schwedischen Gäste schließlich vor, mit einem ihrer Bärenführer in eine Kneipe überzusiedeln. Einer davon, der schon bei Dünkirchen und der Flucht aus Flandern dabei war, bescheinigt ihnen bei dieser Gelegenheit, daß der Rückzug aus Dünkirchen ein Kinderspiel gewesen sei im Vergleich mit den ersten Londoner Bombennächten. Er berichtet weiter, daß die intensiven deutschen Luftangriffe der letzten Monate natürlich an die Flakmannschasten große Anforderungen gestellt hätten und daß sie ein recht isoliertes Leben führen müßten: Tagsüber schlafen, nachts schießen. Die negativen Ergebnisse aller nächtlichen Schießübungen werden noch besonders dadurch unterstrichen, daß festgestellt wird, die vier imponierenden Geschütze hätten ungefähr 550 Schuß abgegeben. Positive Wirkungen werden lediglich innerhalb der engeren Nachbarschaft verzeichnet, nämlich durch das Zitat der anerkennenden Aeußerung eines Londoner Jungen: „Also das sind die' verdammten Kanonen,, die alle unsere Fensterscheiben kaputt »mächen!" -
(Fortsetzung aus Seit« S)
macht ab. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissar« der UdSSR. grüßte die zahlreichen zu seiner Verabschiedung auf dem Bahnhof erschienenen Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht. Der Botschafter der UdTSR. in Berlin, Schkwarzew, war mit den Mitgliedern seiner Botschaft gleichfalls erschienen. Auch der italienische Geschäftsträger in Berlin, Botschaftsrat Zamboni, hatte sich auf dem Bahnhof eingefunden. Nachdem der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare der UdTSR. sich in herzlicher Weise vom Reichsautzenminister verabschiedet hatte, bestieg er den Son- derzug, der um 11 Uhr den Anhalter Bahnhof verließ.
Es waren zugegen Reichsminister Dr. Lammers, Reichs- ovganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker. Botschafter Ritter, die Staatssekretäre Bohle und Keppler, General Daluege, General Thomas in Vertretung von General- seldmarschall Keitel, die Unterstaatssekretäre Wo ermann und Gauß, Generalleutnant Seifert, Ministerialdirektor Wiehl, Bürgermeister Steeg, ^-Gruppenführer Wolfs, die Gesandten Altenburg, von Twardowski, Luther, von Rinteln, der Leiter des Ministerbüros Gesandter Schmidt, Gesandter Hewel. der Leiter der Presseabteilung Gesandter Schmidt und die Vortragenden Legationsräte Schliep, Rühle, Likus und von Halem sowie Vertreter der deutschen Presse. Präsident Molotow begrüßte die Angehörigen der sowjetrussischen Botschast einzeln mit Handschlag.
Sodann verweilte der Vorsitzende des Rats der Volkskommissare einige Minuten in angeregtestem Gespräch mit den zu seiner Begrüßung erschienenen führenden Männern des nationalsozialistischen Staates. Von jedem einzelnen verabschiedete sich der sowjetrussische Regierungschef mit herzlichen Worten.
Piinktlch um 11 Uhr bestieg Herr Molotow den Zug. begleitet von dem Botschafter der UdSSR. in Berlin, Herrn Schkwarzew Durch das geöffnete Fenster seines Wagens wechselte Präsident Molotow mit Reichsautzenminister von Ribbentrop herzliche Worte des Abschieds. Als der Zug sich in Bewegung setzte, erhoben die Zurückbleibenden die Hand zum Gruß, während Herr Molotow den Abschiedsgrutz entbot.
voll wichtiger Besprechungen haben damit ihren Abschluß gesunden.
Zu Ehren des als Gast der Reichsregierung in Berlin weckenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare für auswärtige Angelegenheiten. W. M. Molotow, veranstaltete am Mittwochabend der Botschafter der Union der Soziali- ,trschen Sowjetrepubliken, Schkwarzew einen Empfang, an dem der Relchsmniister des Auswärtigen don Ribbentrop und führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht teilnahmen. Ferner waren die Begleiter des Herrn Molotow und die Angehörigen der sowjetrussischen Botschaft zugegen.
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Als im August und September vorigen Jahres die grundlegenden Abkommen zwischen Teutschland und der Sowjetunion bei den Besuchen des Neichsaußenministers von Ribbentrop in Moskau abgeschlossen wurden, da geschah dies von beiden Seiten aus der grundlegenden Erkenntnis, daß es dem deutschen und dem russischen Volk immer gut gegangen ist, wenn sie in Freundschaft miteinander lebten, daß sie aber immer gegen ihre Interessen handelten, wenn sie eine Politik der Feindschaft getrieben haben. Diese beiden Verträge behüteten einmal die Ablehnung der kontinentfeindlichen Sal- kung Britanniens, das bis zuletzt versucht hatte, die beiden Volker gegeneinander zu hetzen, zum anderen die Herbeiführung einer Neuordnung in Osteuropa aus der Grundlage der Zusammen arbeit der beiden dort interessierten Großmächte. Ihre sich nur berührenden, aber nie gegeneinander stehenden Interessen haben dann in diesem Raum eine klar« Abgren- Mng erfahren, weiter haben sich die beiden Wirtschaften der Volker »in ständig steigendem Maße durch die Zusammenarbeit gefordert. Aus Grund des Nichtangriffspaktes wurden alle o„enen Fragen politischer Natur geregelt. Die damals aufgenommenen Beziehungen waren dauerhafter Natur, ihre Ent- wicklung hat alle Versuche der britischen Politik durch ernsthaue Verhandlungsversuche und durch Agitationskampaanen die e Beziehungen zu stören, illusorisch gemacht. In gewissen Abstanden hat Britannien durch diese Entwicklung und durch
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Der Führer empfing Rüstungs- und Frontarbeiter.
Die deutsche Luftwaffe zeigte auf erfolgreichen Englandslügen erneut ihre Ucberlegenhcit.
Wieder wurden Helden der Luftwaffe vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Das Schlußkommuniqu« des Berliner Besuchs Molvtows betont das Einvernehmen Deutschlands und Sowjetruß- lands in allen wichtigen Fragen.
Der russische Regierungschef Molotow hat Berlin wieder verlassen.
„Popolo d'Jtalia" stellt Churchill als Komplice jüdischer Börsenschieber bloß.
Graf Csaky bestätigte vor dem Budapester Abgeordnetenhaus die Ausrichtung Ungarns auf die Achse.
Der ägyptische Ministerpräsident starb plötzlich unter geheimnisvollen Umständen.
Am ersten Jahrestag der Uebertragung vormilitärischer Ausbildung des Nachwuchses für die Luftwaffe an das RS.-Flicgerkorps zählt die NSFK.-Standarie unseres Bereiches rund 6000 Jungslieger.