Ausgabe 
(11.11.1940) 311. (Nr.311)
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

<^ 777 ^^

Lrscheint7mal wöchentlich

Monalsbezug E 2,30 einschl. Zu­stellgebühr? Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 28,7 Post- zeikungsgebührl zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus ahlbar. Postscheck- Hamburg 17272 Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch aus Rückzahlung deS Bezugspreises Verlag: NS.-Gmwerlaa Weser- EmS GmbH., Bremen. Teeren 6-8 Fernspr.: 54121, Nachtr. u. Sonntg. ; 1115. G p r e ch z.: Verlag: werktl. 1213 Uhr? Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12»/-13'/, Uhr.

ijremci i eilung

Anzeigen - Grundpreise:

Die 1 mw hohe und 22 nun breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 mw breite und 1 nun hohe Zeile im Tertleil 75 -lAö. Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u. Familien- anzeigen u a.> sowie -sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß­staffel L. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr? sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nochtruf »nd sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 41 21. 6n Svke. Mühlendamm Nr. 2.

parteiamtliche lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Sreien fjansestadt Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtliches verkündungsbiatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 511 / 10. Zalirgang

Montog, 11. November 1940

Linzelpreis 15 Nps.

kwig leb» der loten rate »rühm

seierslunde auf dem kdrenfriedliof von Langemarck zur kdrung des Opfers der lugend

an allen franlen des vergangenen und gegenwärtigen Krieges

gas Vermächtnis von Langemarck erfüll!

Sedenkrede des Seneralfetdmarschalls von Srauchitsch an die deutsche lugend

' Langemarck, 1v. November

Aus dem deutschen Ehrensriedhof von Langemarck fand am Sonntag, dem 10. November, vormittags, aus Veran­lassung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalseldmarschall von Brauchitsch, eine eindrucksvolle Feier statt. Abord­nungen verschiedener Truppenteile, Weltkricgskämpser und zahlreiche Hitlcrjugendsiihrer, ferner eine Gruppe von Mit­gliedern des studentischen Führerkorps, die sich im jetzigen Kriege besonders ausgezeichnet haben, waren angetreten. Reichsleiter Baldur von Schirach, Reichsjugendführer Axmanit, sowie Reichsstudentenführer ss-Obersührer Dr. Scheel nahmen an der Feier teil. Ueber dem Heldensriedhos waren die alte und die neue Reichskriegsslagge sowie die Fahne der Hitlerjugend gesetzt.

Nach dem Abschreiten der Front durch den Oberbefehlshaber des Heeres uno die Ehrengäste traten Generalseldmarschall von Brauchitsch. Neichsleiter Baldur von Schi­rach, Reichsjugendführer Axmann und Reichsstudenten­führer Dr. Scheel an die Gräber der deutschen Kriegs­freiwilligen von 1914 Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden legten sie Eichenkränze nieder. Sie brachten damit zum Ausdruck, daß in dieser Stunde der Führer und Oberste Befehlshaber, der Stellvertreter des Führers und mit ihnen daS ganze deutsche Volk und seine Wehrmacht im Geiste in Langemarck weilten

Anschließend sprach Generalseldmarschall von Brauchitsch zur deutschen Jugend:Zur gleichen Stunde, in der es 1914 wie ein Schwur der deutschen Jugend über dieses Feld hallte,Deutschland, Deutschland über alles", wollen wir uns erneut darüber klar werden, was es heißt, ein Deutscher zu sein. Damit gehöre ich dem 80-Millionen-Volk an, das iin 'Herzen Europas seinen Platz hat, dessen Geschichte elki nie aufhörender Kampf um den Lrbensraum, eine von der Natur vorgezeichnete kämpferische Ausgabe gewesen ist, und dessen Bestimmung gelautet hat: über Schlachtfelder vorwärts! . . . Der Nationalsozialismus ist die Erfüllung der Sehnsucht des Weltkriegskämpsers, er ist srvntgeboren. Seine Ausdrucks­formen find soldatisch.

Dieser Krieg, den wir jetzt erleben", so führte General­feldmarschall von Brauchitsch weiter aus. ..schließt zwei Ge­nerationen zusammen, die Weltkriegskämpser und die jun­gen Soldaten. Mit dem 28. Mai 1940. mit dem Tag, an dem die Reichskriegsslagge in Langemarck gehißt wurde, ist das Vermächtnis der Jugend von 1914 erfüllt worden. Niemals darf die Jugend ihre Kampfbestimmung aus den Augen ver­lieren."

Der Oberbefehlshaber des Heeres betonte sodann, daß auf dem flandrischen Boden viele Male deutsches Blut vergossen worden sei, daß hier Seite an Seite preußische Grenadiere und Soldaten des Prinzen Eugen gekämpft hätten, daß aber erst mit dem Weltkrieg der eigentliche Feind deutschen Aus­stiegs, der Engländer, in Erscheinung getreten sei. Ihn zu schlagen, sei die letzte entscheidende Ausgabe. Die deutsche Jugend verbürge vereint mit den alten Soldaten unter der

Führung Adolf Hitlers den Sieg. Anschließend wurde das LiedDer Gott. der Eisen wachsen ließ" gesungen.

Dann nahm Reichsleiter Baldur von Schirach das Wort: ,F8on Adolf Hitler zum heldischen Gedanken erzogen, fand die deutsche Jugend in diesen Gräbern das große Gleichnis, das von der Liebe zum Vaterland, von der Treue zur Pflicht und von der selbstlosen Kameradschaft kündete. Hier fand die Jugend Kraft, hier fühlte sie, daß es ein ewiges Leben gibt. Dieser Vorgang in unserer Jugend war nichts anderes, als

die Auferstehung der Toten von Langemarck. So Wie sie einst diese Höhen genommen hatte, nahm sie auch ihre heilige Hei­mat. Heute nun steht die Abordnung einer neuen Jugend an ihren schlichten Kreuzen und dankt es den Toten, daß sie ihr das Vorbild gaben, daß sie selbst verpflichtete, Vorbild zu sein.

Es ist nichts von Trauer dabei, sondern nur Stolz und tiefe, freudige Dankbarkeit, wenn wir hier an die Namen der neuen Toten dieses Krieges denken. Auch die neue Generation hat ihre tapferen Kameraden in Polen und Frankreich nur darum verloren, damit sie in den Jüngsten der Jugend auf­erstehen könne, denn die deutschen Soldaten sterben immer nur, um unsterblich zu sein."

Neichsleiter Baldur von Schirach übernahm daraufhin das Ehrenmal von Langemarck mit folgenden Worten in die Obhut der Hitlerjugend:Ich aber gelobe als ein Soldat dieses Heeres die Gräber und das Gedächtnis dieser Toten im Sinne des (Fortsetzung aus Seite 2>

lag und Nacht über London

vrönve in virmingliam und Liverpool vritisches U-Vool versenkt Sie krsolgsliste ves Stuka-SesHwaders des Überstleutnants ftapen

Berlin, 10. November Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unsere Kampfflicgerverbände setzten am Tage und in der Nacht die Vergeltungsangriffe auf London fort, sie trafen wieder zahlreiche kriegswichtige Betriebe. Weiter belegten unsere Kampfflugzeuge, oft in kühnem Tiefanflug, Rüstungswerke und Flugplätze mit Bomben und riefen an mehreren Stellen heftige Explosionen her­vor. An verschiedenen Punkten wurden Verkehrswege erfolgreich mit Bomben belegt und der Eisenbahnver­kehr gestört. An der Südküste waren Hafenanlagen, ein Truppenlager und ein Kraftwerk das Angriffsziel un­serer Kampfflieger. Bei Nacht wurden außer London wieder Birmingham und Liverpool ange­griffen und an mehreren Stellen Brände verursacht.

Bei Angrifft» auf Schiffsziele gelang es, 500 Kilo- meter westlich von Irland ein großes Handelsschiff von etwa. 25 000 BRT. durch mehrere schwere Bomben zu beschädigen. Im Seegebiet ostwärts Harwich erhielt ein

Frachter von 3000 BRT., der in statt gesichertem Geleit- zug fuhr, einen so schweren Treffer, daß beide Bord­wände aufgerissen wurden. Bei einem Angriff auf einen Gcleitzug an anderer Stelle beschädigten unsere leichten Kampfflugzeuge einen weiteren Frachter von 8000 BRT. durch Bombenwurf. Ein deutsches Kriegsschiff hat das britische Unterseeboot H 40 versenkt.

Der Gegner unternahm keine Einflüge in das Reichs­gebiet. Ein feindliches Jagdflugzeug wurde im Luft- j kämpf abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden ver- i mißt. Das Stuka-Geschwader des Oberstleutnants H a - !gen hat seit Kriegsbeginn 210 000 BRT. feindlichen j Handelsschiffsraum versenkt und 306 500 BRT. so schwer beschädigt und zum Teil in Brand gesetzt, daß mit einem Verlust von einem Drittel dieses beschädigten Fracht­raumes zu rechnen ist. An feindlichen Kriegsfahrzeugen wurden durch das Geschwader vernichtet ein Monitor, vier Zerstörer, drei Feuerschiffe; beschädigt wurden sechs Kreuzer, ein Flakkreuzer, 10 Zerstörer."

Moskau im Zeichen der keife Molotows

öewaliiger kindruck in der lowjeirufsischen öftenrttchkeil und in der übrigen Veit

Moskau, 10. November

Die Verlautvurung über die bevorstehende Reise des sowjeti­schen Regierungschess und Außenkommissars Molotow nach Berlin erschien am Sonntag in großer Aufmachung in all»n Zeitungen aus der ersten Seite. Die Nachricht von der Reise Molotows hat in der sowjetischen Oessentlichkeit einen unge­heuren Eindruck hervorgerufen, um so mehr, als es überhaupt das erste Mal ist, daß der sowjetische Regierungsches und Außenkommissar einen Staatsbesuch im Ausland abstattet.

Vernichtender Schlag für Großbritannien"

Der Besuch Molotows in Berlin, dessen Ankündigung in der gesamten italienischen Presse größte Hervorhebung sindet. Wird in Rom als vernichtender Schlag für Großbritannien bezeichnet. Nach der langen Kette peinlicher politischer Schlap­pen, die London in den letzten Wochen einstecken mußte, kommt diesem blamablen Mißerfolg der diplomatischen Ma­növer Englands nach italienischer Auffassung geradezu ab­schließende Bedeutung zu: Europa und Asien bieten für bri­tische Umtriebe keinen Raum mehr.

Die positive Seite der Reise des svwjetrussischen Regierungs­oberhauptes in die Reichshauptstadt wird dabei nicht über­sehen Gahda sieht in ihreine neue politische Entwicklung am Rande des mit den Waffen ausgetragenen Krieges, die in immer neuen Begegnungen Ausdruck sindet" und jenseits dsr Kriegs- und Friedensziele die Beziehungen der verschiede­nen interessierten Mächte in nicht nnerheblickier Weise klärt,

Ein sensationelles Ereignis"

Auch in der Schweiz wird der bevorstehende Besuch des russischen Außenkommissars Molotow in Berlin, den die Presse groß ankündigt, als ein Ereignis von weittragender Bedeutung gelvertet,La Suisse" bezeichnet diese Nachricht als sensationell,. Der Berliner Korrespondent des gleichen Blattes erklärt: Nach der Unterzeichnung des Dreierpaktes der Aussprache zwischen dem Führer und General Franeo wie der Zuftuuuenkunit zwisclien dem Führer und Petain und dem Tresten in Florenz rindet jetzt die pvlitisäze'deutsche Ofsenstve ihre Fortsetzung, Der Korrespondent des Genser Blattes hält es sür sicher, daß die kommenden Berliner Be­sprechungen bedeutsame Folgen habe/, werden

Allgemein wird in der Schweizer Presse unterstrichen, daß es sich bei dem Besuch des russischen Ministerpräsidenten und Außenkommissars um seine erste Reise ins Ausland handelt Diese Tatsache allein schon unterstreiche die ganze Bedeutung die man den Berliner Verhandlungen zusprechen müsse.

Neue Erfolge der Achsenpolitil

Die neue Woche wird iür England in jeder Hinsicht eine ernste Prüfung werden Das ist der vorherrschende Eindruck -auch in der übrigen Welt die von neuem mit äußerster .Spannung nach Deutschland blickt In vielen neutralen Ländern, besonders den nordischen, ist die bedeutsame Reise Molotows zu Besprechungen mit der deutschen Staats-

WWW

I

Ez... ... . Führung in ihrem weitreichen-

^ »- , . - ven Charakter durchaus er-

kannt worden. Sie bildet bei­spielsweise sür die schwe- W dische Presse die Sensation des Wochenendes, Die Stock- O hvlmer Sonntagszeitungen be- - richten unter riesigen Ueber- schristen und in spaltenlangen Betrachtungen über dieses Er­eignis. das schon jetzt seine Schatten über Europa wirft. DieDagens Nhheter"' erklä­ren, die Durchführung dieser bedeute einen großen M Schritt vorwärts sür die Ach-

E senpolitik im Kriege gegen

.. . EnglandStockholms Tid-

^ ningen" mißt ihr im gleichen

* -LFnne grüßte Bedeutung zu.

Svenska Tagbladet" erinnert in diesem Zusammenhang u. a. an die fortschreitende An­näherung zwischen Rußland und Japan,

London

wie vor den Kopf geschlagen Die Ankündigung des Be-

_ __ suches von Außenkommissar

I Molotow in Berlin wird in

London nach der Unterzeich­nung des Treierpaktes und den historischen Besprechun-

___ lwn des Führers im Westen

Europas als ein furchtbarer

"S' «ch'ag empfunden. Der zahl-

^ ' - reichen englischen Kreise, die

trotz aller Ohrseigen, die sich ^ 1 - England im Lause der letzten

Monate in Moskau holte, und ' - --" - die ihre letzten Illusionen be-

,»glich Rußlands immer noch

_ -E ausgegeben hatten, hat

>>ch ein bemerkenswerter Katzenjammer bemächtigt. Das 'kritische Jnformationsmini- terium hüllt sich in bezeich­nendes Stillschweigen. Die Tatsache der Verweisung Eng- 'ands von« europäischen Kon­tinent zeichnet sich setzt nicht nur immer klarerin der

^nOciistoiumissÄl- 1lul«4o>v bei ckvi- Untei-MiclinuiiK Sss Taktes vom ^.usust 1039 ' sondern kündigt sich

keelits lr<-ie1isnuüenmini8l«-i. von kibbentiop. (kvosseHokkmuun) d!«n "kr'dteile^an^"

Z-

üafiM Liee

Von llckuarck knüll

Berlin, 10. November.

Als im Mai 1939 der langjährige sowjetrussische Außenkommissar sein Amt niederlegen mußte, zeigten die elegischen Nachrufe der englisch-französischen Presse für diesenzuverlässigen Freund der Demokratien", wie sehr man in London und Paris den Abgang dieses Mannes bedauerte, der sich stets als gefügiger Sekun­dant ihrer Politik erwiesen hatte. Und in der Tat: Seit der Aufnahme Sowjetrußlands in die Genfer Liga kannte Litwinow kein anderes Ziel mehr, als das Ge­schick seines Landes aufs engste mit den Interessen der Plutokratien zu verflechten, obwohl diese im Grunde doch niemals mit denen der lldSSR. identisch sein konnten.

Es besteht kein Zweifel, daß Stalin die Gefahren der Litwinow'schen Politik schon lange durchschaut hatte. Im März 1939, als die Versuche Englands und Frank­reichs, Rußland für eine Einkreisung Deutschlands zu gewinnen, bereits im Gange waren, warnte er auf dem Kommunistischen Parteikongreß:Vorsichtig beobachten und den Kriegsprovokateuren, die gewohnt sind, sich von anderen die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen, nicht die Möglichkeit geben, unser Land in Konflikte hineinzuziehen!" Dem, der zu hören verstand, mußte auch die in der gleichen Rede eingestreute Bemerkung Stalins auffallen, daß sür einen Konflikt zwischen Ruß­land und Deutschland, keine sichtbaren Gründe vorhan­den seien. Trotzdem setzte die britische Diplomatie ihre Bestrebungen fort. Rußland in eine Richtung zu trei­ben, die es im Falle des von London vorbereiteten Krieges unter allen Umständen in diesen an der Seite der Plutokratien verwickeln mußte.

Da griff Stalin in seiner für die ahnungslose Welt­öffentlichkeit geradezu sensationellen Weise ein: Litwinow mußte zurücktreten und der bisherige Vorsitzende des Rates der Volkskommissare, Molotow. übernahm unter Beibehaltung dieses Postens auch die Leitung des Außenkommissariats. Noch rang man sich allerdings in England nicht zu der Erkenntnis durch, daß Rußland niemals bereit war, sich als Festlandsdegen mißbrauchen zu lassen in diesem Kriege, der nicht nur ungeheure Opfer gefordert hätte, sondern auch den Belangen der Union entgegengesetzt wäre.

Zweifellos hatte Stalin erkannt, daß die Durchsetzung der territorialen Aspirationen der UdSSR., nämlich die Rückgewinnung der geschichtlich und ethnographisch zu Rußland gehörenden Gebiete (die drei baltischen Randstaaten, die weißrussischen und ukrainischen Teile Polens sowie Bessarabien) nur in der Zusammenarbeit mit Deutschland zu verwirklichen waren, dessen Jnter- essengrenze mit der Rußlands übereinstimme, so daß Überschneidungen und Konflikte von vornherein un­wahrscheinlich schienen. Ferner hatten die früheren Handelsverträge und ein reger Warenaustausch die ge­gebene Partnerschaft der beiden Staaten erwiesen. Allen diesen Tatsachen war aber nicht zuletzt die hier wie dort vorhandene Ueberzeugung übergeordnet, daß ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Deutschland und Rußland der Schaffung eines dauerhaften Friedens dient.

Mit der ihm eigenen Energie und unermüdlichem Fleiß widmete sich Molotow der ihm von Stalin über­tragenen Aufgaben der Liquidierung des unheilvollen Erbes von Litwinows Politik. Dabei ist zu berücksich­tigen, daß Molotow sich erst viele Voraussetzungen sei­ner Tätigkeit erarbeiten mutzte, da er sich früher haupt­sächlich der Partei und der Innenpolitik gewidmet hatte. Durch sorgfältiges Studium der Akten, durch personelle und technische Veränderungen sowie durch ein' aufmerksames Beobachten der diplomatischen Vorgänge beherrschte er jedoch schnell die Situation. Da sich die deutschen und die russischen Interessen auf derselben Ebene begegneten, zeigten sich auch schon bald die ersten Erfolge der von beiden Seiten erstrebten Verständigung.

Am 19. August 1939 wurde ein Handelsabkommen unterzeichnet, in dem Deutschland der Sowjetunion einen Warenkredit von 200 Millionen -RM. gewährte,

II»IIMIIIIIIIIIII»IIIIII»I»IIII»,in,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

UnsSr

Die deutsche Lustwasse bombardierte wiederum London Tag und Nacht.

Ein 25 000 BRT. großes britisches Handelsschiff wurde durch Bombentreffer schwer beschädigt.

Die italienische Luftwaffe warf schwere Bomben aus ein englisches Schlachtschiff.

Deserteur General de Gaulle richtete in Afrika ein neues Attentat auf eine französische Kolonie.

Der frühere britische Ministerpräsident Neville Chamber- lain ist gestorben.

Rumänien wurde von einer schrecklichen Erdbebenkata­strophe heimgesucht, die allein in Bukarest bis jetzt 600 Tote forderte.

Der Führer richtete an den Kaiser von Japan ein Glück­wunschtelegramm.

In Langemarck fand eine Feierstunde zur Ehrung des Opfers der Jugend statt.

Zremen stand gestern im Zeichen der Kundgebungen Wir siegen mit dem Führer", die die NSDAP. als Austakt der Winterpropaganda durchführte.

Im Turnländcrkamps siegte Deutschland über Finnland Dresdner SC. und 1. FE. Nürnberg siegten im Tscham- merpokalsprel.

In der Rordstafsel wurde Wilhelmshavcn 05Herbst- meister". '