Ausgabe 
(10.11.1940) 310. (Nr.310)
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parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen

Anzelgen « Grundpreise:

Die 1 null hohe und 22 will breite 'Zeile im Anzeigenteil 13 <H/. Die 78 ww breite und 1 ww hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte

Grundpreise (für Klein- u. Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß­staffel L. Für Anzeigen durch den Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhr: sonnabends 14 Uhr. Geschäftsstellen: Bremen: Geeren Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf »nd sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 2 41 21. Vn Svke, Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattftalters in Oldenburg und Vcemen

Nr. Z10 / l o.Zalirgang

Sonntag, 10. November 1940

Linzelpreis 15 Npf.

drv. Stockholm. 9. November.

Die anhaltende Heftigkeit der deutschen Nachtangriffe aus England hat die Churchill-Ministerien am Sonnabendmor­gen zu einem Rücksall in primitivste Schwindeleien ver­anlaßt. Während in der Nacht zum Sonnabend wieder schwere Bombenangriffe gegen London und zahlreiche andere Teile Englands durchgeführt wurden, erklärt das Luftfahrt- ministerium. daß es gelungen sei, die angreifenden deutschen Verbände die natürlich nach Verrichtung ihrer Arbeit zu den Einsatzhäfen zurückkehrtenbeim Morgengrauen zu­rückzutreiben". Einer der stärksten deutschen Angriffe sei von der Themscmündung her erfolgt, hier auf wildes Sperr­feuer getroffen, das aber offensichtlich nichts nützte, denn in­grimmig wird eingestanden, die Angreifer feien durchgebrochen und von diesen Flugzeugen seienviele" Bomben abgeworfen worden.

Das Schwergewicht der deutschen Angriffe hat nach den englischen Darstellungen wieder auf London gelastet. Aber auch andere Teile Englands und Schottlands seien erfaßt worden. Nach Reuter sind dje schon gemeldeten starken Bombenschäden am Tower. vor allem am nördlichen Teil. der North Bastion, eingetreten. Hier habe ein Voll­treffer den Einsturz eines großen Teiles der enorm dicken mittelalterlichen Mauern verursacht. Eine Anzahl von Opfern, also unter der militärischen Besatzung des Tower, sei zu be­klagen. .

Schwedische Meldungen lassen erkennen, daß sich aus der andauernden Bombardierung schwierige Probleme ergeben, be­sonders bei Durchsührung .der notwendigen Ausräumungs­arbeiten. Die Zahl der Pioniertruppen zum Ausräumen der Londoner Ruinen muß deshalb verdoppelt werden.

Da die Ruinen immer dichter beieinander liegen, muß der Verkehr täglich neue Umwege suchen" heißt es in neuen schwedischen Meldungen aus London. Das Aussehen der Straßen verändert sich, und immer öfter stößt man auf die drei bezeichnenden Trümmerhaufen: einen aus Ziegelsteinen, einen aus Stahlblöckcn und einen dritten aus Holz. die aus zertrümmerten Gebäuden herausgeholt wurden. Das Rcstau- rantleben hört schon gegen 5 Uhr nachmittags aus. und selbst die wenigen Kinos, die noch spielen, müssen wegen zerstörter Fenster und Türen wiederholt schließen."

Die materiellen Schäden durch die Bombardierungen während der letzten Nächte seien groß. Die Angriffe beginnen, wenn die Ausräumungsarbeiten von der jeweils vorangegan­

genen Nacht noch im Gange sind. Eine Bombe fiel zwischen 6-Tonnen-Lastautos, von denen eins zehn Meter weit weg- gcschleubert wurde, wo es aus einem Dach landete. Eine andere Bombe,, die in eine Autogarage schlug, verwandelte Kraftwagen in einen Schrotthausen.

Die deutsche Lufttätigkeit über England am Sonnabend wird von englischer Seite selbst wiederum als stark gekenn­zeichnet. Vom frühen Morgen an erfolgten die jetzt zu einer ständigen Gewohnheit gewordenen Angriffe deutscher Flug- (Fortsetzung aus Seite 2)

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Sedankenaustausch im Nahmen der freundschaftlichen Verkeilungen Mischen Deutschland und Nußland

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minLstors »n Moskau

rlnb. Verlin, S. November

ftus kinladung der Deutschen Neichsregierung und in krwiderung der vorjährigen Neisen des Neichsministers des ftuswärtigen von Nibbentrop nach Moskau wird sich der Vor- sihende des Nats der Volkskommissare der UdSSK. und Volkskommissar für auswärtige ftngelegenheiten Mololow binnen kurzem zu einem vesuch nach verlin begeben, um im Nahmen der freundschaftlichen Schiebungen Mischen den beiden Ländern den laufenden vedankenaustausch durch erneute persönliche siihlungnahme fortrusehön und;u vertiefen.

London nicht mehr wiederzuerkennen

ftuseäumungsarbeiien völlig unrulänglich Verdoppelung der Pioniere heftige deutsche ftngriffe

I. v. L. Bremen, 9. November

ftusaeräumter Die Rede des Führers am Vorabend kelirikkt des diesjährigen 9. November hat mit ihrM programmatischen Feststellungen dessen, was war und was' i st und was sein wird, vor aller Welt wieder einmal gründlich den verstaubten KehiMt englischer Propagandalügen aus den Gehirnen derjenigen Menschen geräumt, die in England sowohl als jenseits des Atlantiks immer noch unter der Vor­stellung einerWeltmacht" England lebend, sich einfach nicht denken können, daß diese Weltmacht demnächst nicht mehr sein wird, ja, eigentlich schon heute nicht mehr ist. Ob an Stelle des Kehrichts nunmehr kluge Erkenntnis tritt, oder ob Verstocktheit im Geiste, jene Menschen nun sich erst recht auf Zukunftserwartungen versteifen läßt, die sich niemals erfüllen können, braucht uns in Deutschland weiter nicht zu berühren. Das aber wollen wir nicht versäumen festzustellen, daß, wer immer bei gesundem Menschenverstand die jüngste Rede des Füh­rers mit der jüngsten Rede Churchills vergleicht, sich ohne weiteres ein untrügliches Urteil darüber anzu­eignen vermag, wie die Zunge an der Waage des gegen­wärtigen weltgeschichtlichen Geschehens bereits ausge- schlagen hat. Grundverschieden wie Adolf Hitler und Churchill in Person und Charakter, an geschichtlicher Größe und geschichtlicher Leistung, so verschieden ist die von verstandesmäßiger Klarheit, und messerscharfer Logik getragene, von natürlicher Siegesgewißheit und uner-

Vorstoß deutscher Lruppen zur Lstemse

Mehrere englische Sroßflugplühe bombardiert - Neuer Schlag auch gegen Liverpool

Berlin, S. November.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Kampffliegeroerbände setzten die Vergeltungs- slüge auf London am Tage und in der Nacht erfolg­reich fort und erzielten zahlreiche Treffer in Versorgungs­betrieben und Dockanlagen. Die Angriffe erstreckten sich auch auf Häfen an der Oftküste Englands, wobei be­sonders Ereat P arm out h mehrere schwere Treffer erhielt, sowie auf Flugplätze in den Grafschaften Nor­folk und Horkshire. Hier gelang es, Hallen und Unterkünfte in Brand zu setzen. In der Nacht wurden Jndustriewerte in Birmingham und Coventry sowie Hafenanlagen in Liverpool mit Bomben be­legt und danach zahlreiche Explosionen beobachtet.

Sturzkampsverbände des Gcneralfeldmarschalls Kessel- ring griffen wiederum Schiffsziele und Eeleitzüge im Seegcbiet vor der Ostküste der britischen Insel an und fügten dem Gegner schweren Schaden zu. Dabei wurden, wie bereits bekanntgegeben, mit Sicherheit sechs Han­delsschiffe von insgesamt 34 000 BRT. versenkt, zwei weitere von zusammen 7000 BRT. mit großer Wahr­scheinlichkeit vernichtet. Ein Kreuzer von 10 000 Tonnen

wurde von zwei Bomben so schwer getroffen, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Fünf Handelsschiffe er­hielten schwere Treffer, nach denen Brände und Explo­sionen entstanden. Ein weiterer Kreuzer von 10 000 Ton­nen und vier Handelsschiffe wurden beschädigt.

Im Atlantik, westlich von Irland, versenkten unsere Kampfflugzeuge zwei Handelsschiffe von zusammen 9000 BRT. An der Themsemündung griffen Zerstörer den Hasen und Uipschlagverkehr mit Kanonen und Ma­schinengewehren an. Das Verminen britischer Häfen nahm feinen Fortgang.

Der Gegner flog in der Nacht zum S. November in das Reichsgebiet ein und warf eine Anzahl von Bomben ab. Einige Treffer wurden in München, Stuttgart und einigen kleineren Orten Württembergs erzielt. Der angerichtete Sachschaden ist gering. Bei den Angriffen auf Wohnviertel wurden Häuser durch Dachstühlbrände beschädigt und zwei Personen verletzt. Bei den Luft­kämpfen des gestrigen Tages verlor der Gegner 17 Flug­zeuge, ein weiteres wurde im Laufe der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen. Bier eigene Flugzeuge wer­den vermißt."

feierliche öedenkftunden in München

Vie Hauptstadt der Vewegung elzrts die Mutopsfer ihres Kampfes - Nudolf keß legte den kranz des sützrers nieder

München, 9. November.

Der 9. November gehörte auch im Kriegsjahr 1940 dem Gedenken der 16 Kämpfer, die vor 17 Jahren an der Feldherrnhalle ihr Blut und Leben für ein neues Deutschland hingegeben haben. Er gehörte aber auch der pietätvollen Erinnerung an die acht Opfer des schmachvollen Mordanschlages im Vürgerbräukeller vom 8. November 1939.

Weihevolle Stimmung lag am Vormittag des Gedenktages über dem Münchener Nordfriedhof, wo sich das Grabmal der Toten vom 8, November des vergangenen Jahres erhebt. Zn beiden Seiten des Grabmals loderten aus rot mnÄeideten Pylonen mit Feuerschalen die Flammen. Auf der linken Seite hatten die Hinterbliebenen der Opfer Aufstellung genommen. 16 Fahnen flankierten die Grabstätte zu beiden Seiten. Aus dem Platz vor der Gruft und an den Zugängen nahmen Ehrenabordnnngen der SA., des N2KK., der Politischen Leiter und der alten Kämpfer Aufstellung. Um 11 Uhr traf Gauletter Adolf Wagner auf dem Friedhof ein. In der feierlichen Stille des Augenblickes zitterte die Trauer über den Opfer-tod der durch die Hand Englands gemeuchelten deut­schen Frauen und Männer und die Empörung über dieses ruchlose Verbrechen

Der Gauleiter durchschritt langsam das Spalier der HJ- bis zum Grabmal. Der Gaumusikzug intonierte das Lied Hakenkreuz am Stahlhelm". Tann legte Adolf Wagner, während die Klänge des Liedes vom guten Kameraden ertönten, den großen Prächtigen Kranz des Führers an dem Grabmal nieder. Nach der Kranzniederlegung begrüßte der Gauleiter die Hinterbliebenen der Opfer mit Handschlag. Noch- . mals vor die Grabstätte tretend, weihte er sodann mit erho­bener Hand den Toten des 8. November 1939 eine Minute stillen Gedenkens.

Um die Mittagsstunde des 9. November wurde auch in diesem Jahre an der Stelle, die das Blut der 16 Gefallenen des 9. November getrunken hat, durch einen Gedcnkakt der Männer gedacht, die als erste durch das Opfer ihres Lebens das Tor zum Grotzdcutschen Reich Adolf Hitlers aufgestoßen haben.

Bor dem Mahnmal an der Feldherrnhalle, an dem wie immer ein Doppelposten der js, die Ehrenwache hielt über die Straße spannte sich die weiße Siegrune auf schwarzem

Tuch hatten Ehrenabordnnngen der SA., des NSKK., der Politischen Leiter und der - Aufstellung genommen. Ehrfurchtsvolles Schweigen lag über dem Platz, den Volks­genossen in dichten Reihen säumten. Sie bekundeten durch ihre Amvesenheit in dieser Stunde ihr enges Verbundensein mit den Kämpfern, die einst für Adols Hitler für Deutsch­land ihr Leben hingegeben haben. Aus dem Tor der Resi­denz kamen die Träger des Kranzes des Führers und der Kranzspende der Wehrmacht, je vier Offiziere der Waffen-^ und des Heeres. 'Neben sie trat nun die Residenzwache der an. Kommandos ertönten.

Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, betrat die Weihestätte. Er begab sich mit dem Gauleiter des Traditions­gaues Adolf Wagner und dem Vertreter der Wehrmacht, Kcncralseldmarschall Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, an das Mahnmal.

Wuchtig Erahnten 16 Salven der im nahen Hofgarten auf­gefahrenen <-alutbatterie der Wehrmacht über den Platz. Die Posten am Mahnmal und die Wache präsentierten, der Tromm­ler der Wach« rührte das Spiel. Weihevoll klang die Weise vom guten Kameraden aus, intoniert vom Musikzug der SA.-Standarte, die den Namen des Regiments des Führers - 16/List - trögt.

Rudolf H e ß , Adols Wagner, Gcneralfeldmarschall Kei­tel grüßten die Toten des 9. November. Die Arme der Volksgenossen erhoben sich ebenfalls zum Teutschen Gruß, dem Andenken der 16 ersten Blutzeugen der nationalsozia­listischen Belvegnng zu Ehren, die ihre Treue zu Adols Hitler und ihren Glauben an eine glücklicl)« Zukunft Deutschlands mit dem Tode besiegelten, Der kurze, eindrucksvolle Weihe­akt hatte sein Ende erreicht.

Aus dem Königlichen Platz in München sind gegen Mittag des historischen 9. November im mächtigen Block die For­mationen und Gliederungen der Partei angetreten. Männer

der Wassen-si und Polizei, Männer der SA., des NSKK. und des NSFK., Politische Leiter und die nationalsozialistische Jugend das Ganze ein Ausdruck der geballten Kraft und inneren Geschlossenheit der deutschen Nation. Der Blick ist zu den Ehrentcmpeln gewendet, vor denen si-Männer, wie aus Erz gegossen. Wache halten. Ueber den 16 Sarkophagen lohen die Lpserfeuer.

Wenige Minuten vor 13 Uhr rücken die alten Kämpfer an, barhäuptig und im schlichten Braunhemd. Sie tragen alle den Blutord.cn, den einzigen Lohn für ihren Einsatz von da­mals. Voraus marschiert die Blutfahne. Sie schreiten durch den breiten Mittelgang entlang dem Marschblock bis. zu den Stufen der Propyläen^ Dann teilen sich die Sechserreihen und nehmen vor den Ehrenteinpeln mit Front zu den Särgen ihrer toten Kameraden Ausstellung. Der mächtige Block der Alten Garde füllt den Platz zwischen Heu hohen Masten, von denen die riesigen Prunksahnen der Partei herabwallen.

Die Führerschaft der Partei hat sich zu beiden Seiten der Ehrentempel versammelt. Lautlose Stille liegt über dem Kö­niglichen Platz. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, ist zur Stelle. Mit ihm sind der Gauleiter des Traditious- gaues, Adols Wagner, und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Gencralfeldmarschall Keitel gekommen.

Trommeln Wirbeln. Rudolf Hetz betritt den linken Tempel, schreitet hinab zu den Särgen und legt vor jedem Sarkophag den Kranz des Führers nieder: Weiße Chrhsanthemeir auf

grünem Lorbeer. Die rote Schleife schlägt in goldenen Lettern den Namen des Führers.

Vor jedem Sarge verweilt Nudolf Heß einige Augenblicke und hält Zwiesprache mit den Helden, die als erste für ihre Treue ihr Leben einsetzten. Dann ehrt der Stellvertreter des Führers die toten Kameraden im rechten Tempel. Der Trom­melwirbel bricht ab. Die Totenehrung ist vorüber.

Rudolf Heß und seine Begleiter stehen nun vor der Blut­sahne. Das Deutschlandlied und das Horst-Wcssel-Lied klingen über den weiten Platz. So begeht die deutsche Nation den Erinnerungstag an den 9. November 1923, in stolzer Trauer und in der festen und unerschütterlichen Zuversicht, daß der deutsche Sieg den Einsatz der Toten krönen und Deutschland die Freiheit und den Frieden bringen wird.

jchütterlicher Selbstsicherheit durchdrungene Führerrede von dem armseligen, gequälten, stellenweise künstlich optimistisch gefärbten Gestammel und Geflunker des er­bärmlichen Wichtes Churchill. Bereits Geschichte gewor­dene Tatsachen, Tatsachen und immer wieder Tatsachen belegen jeden Satz in den Ausführungen des Führers mit dem Gewichte der unumstößlichsten Be­weise. Redensarten, leere Redensarten, bestenfalls schil­lernden Seifenblasen vergleichbar, ist alles, was Chur­chill in seiner unermeßlichen Verlegenheit und Verlogen­heit, angesichts des mehr und mehr offensichtlich wer­denden Bankrottes seiner Politik vor seinem Volk von sich zu geben weiß, ohne damit die in diesem Volke in dumpfer Vorahnung der nicht mehr aufzuhaltenden Niederlage sich verschlechternde Stimmung verbessern oder gar sie in ihr Gegenteil verwandeln zu können.

Vertrauenskrise Kein Waffenstillstand, kein Ko In­der krand 4leet" promiß, keinen Aufschub der , Entscheidungen gibt es in diesem schicksalsträchtigen Ringen gegen England, verkündete der Führer. Und das Eroßdeutsche Reich, das zu diesem Ringen angetreten ist, ist materiell und personell so in Hochform, daß es mit seinen Verbünderen allen Ge­gebenheiten der Zukunft sich gewachsen fühlt und nicht im geringsten daran zu zweifeln braucht, daß sein Lebenskampf nicht denselben Ausgang nimmt wie der­einst der Kampf des Nationalsozialismus gegen seine Gegner in Deutschland. Deutschland steht in diesem Kampfe heute wie am Anfang stark und völlig unver­braucht seinem bösen Feinde gegenüber und mit Genug­tuung konnte der Führer feststellen, daß uns der Krieg rn vierzehn Monaten personell nur verschwindend ge­ringe Opfer gefordert hat, daß aber die materiellen Opfer überhaupt völlig belanglos sind. Wie es da­gegen in England aussieht, das hat ja nun selbst Churchill in seiner Rede durch all sein Geflunker hin­durch einigermaßen erkennen lassen müssen. Und der Zusammenstoß britischer Abgeordneter, die dazu auch noch britische Seeoffiziere sind, im Unterhaus mit Chur­chills Marineminister mag Herrn Churchill mit schmerz­lich-blendender Helle die Augen darüber geöffnet haben, daß es bereits in England auch schon eine Vertrauens­krise gegen diegeheiligte" britische Flotte gibt, gegen die Flotte, die doch stets das Ein und Alles für das englische Volk gewesen, das höchste Gut, das unbesieg­bare Instrument, die Inkarnation englischen Lebens­willens und englischer Selbstbehauptung schlechtweg. Sträfliche Nachlässigkeit" undallgemeine Unfähig­keit", Dinge, die wir selbst schon lange an der englischen Flotte und ihrer Führung festgestellt haben, werden nun auch -schon von englischer Seite her dieser Flotte vorgeworfen. Wenn schon der Führer Churchill Wahn­witz auf den Kopf zusagt, weil er mit den nächtlichen Bombardements deutscher Städte einen Kampf auf­nahm, bei dem nur England verlieren kann, so mag nun die englische Oeffenilichkeit Herrn Churchill doppelt hart zur Rechenschaft ziehen, nachdem sie den Kampf auch im Hinblick auf ihre Flotte verloren geben inusi' die wie sie aus berufenem Munde erfuhr, nicht mehr die stolze Armada Englands sein kann und ihrer Aufgabe im Kampfe gegen Deutschland nicht gewachsen ist. Wie sich das auswirkt, geht aus dem OKW.-Bericht über die täglichen Erfolge der deutschen Seestreitkräfte gegen­über den Sesstreitlräften Englands hervor, also über die englische Flotte, die nur darum noch unbesiegbar ist weil sie bisher sich immer noch unauffindbar zu machen verstand. "

In der England taumelt von Niederlage zu Nieder- Schlinge läge Während es verzweifelte Anstrengungen . ^ macht,, um unter den Tag und Nacht auf Lon-

von und die übrigen Kriegsbollwerke der Festung Eng» land furchtbar niedersausenden Schlägen aus der Luft einigermaßen weiter zu leben, zieht sich nun um seinen Hals auch noch die Schlinge der deutschen Blockade festes und fester. Deutsche Flieger, deutsche U-Boote, deutsch,'

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Vorsitzende des Rats der Volkskommissare de, UdssR. und Volkskommissar für Auswärtige Aug» legenherten, Molotow, wird demnächst in Verlin erwartet r?°^schc Wchrmachtsbericht meldet u. a. einen kühne» Vorstoß deutscher Zerstörer nach der Themsemündung.

Die Italiener haben ihre Stützpunkte am Kalamas-Flu» weiter ausgebaut.

Die jüngste Rede Churchills läßt erkennen, daß die Eng» ander Unter keinen Umständen gewillt sind, Griechen land militärische Hilfe zu leisten.

Im Austrage des Führers legte Reichsminister Rudolf He» an der Feldherrnhalle einen Kranz für die ersten Bluv opser der Bewegung nieder.

Die von unerschütterlicher Siegeszuversicht getragene Mün­chener Führerrcde hat vor allem in der italienischen Press» begeisterte Zustimmung gesunden.

Durch Verordnung des Reichsinnenministers wird der Bußtag 1940 vom 20. aus den 17. November verlegt.

Der 9. November stand auch in Bremen im Zeichen schlichter Feiern und Gedenkstunden.

Das Ergebnis der 3. Reichsstraßensammlung weist im Gau Weser-Ems gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres eine Steigerung um 114 Prozent auf.