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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstattftalters in Oldenburg und Vcemen
Nr. Z10 / l o.Zalirgang
Sonntag, 10. November 1940
Linzelpreis 15 Npf.
drv. Stockholm. 9. November.
Die anhaltende Heftigkeit der deutschen Nachtangriffe aus England hat die Churchill-Ministerien am Sonnabendmorgen zu einem Rücksall in primitivste Schwindeleien veranlaßt. Während in der Nacht zum Sonnabend wieder schwere Bombenangriffe gegen London und zahlreiche andere Teile Englands durchgeführt wurden, erklärt das Luftfahrt- ministerium. daß es gelungen sei, die angreifenden deutschen Verbände — die natürlich nach Verrichtung ihrer Arbeit zu den Einsatzhäfen zurückkehrten — „beim Morgengrauen zurückzutreiben". Einer der stärksten deutschen Angriffe sei von der Themscmündung her erfolgt, hier auf wildes Sperrfeuer getroffen, das aber offensichtlich nichts nützte, denn ingrimmig wird eingestanden, die Angreifer feien durchgebrochen und von diesen Flugzeugen seien „viele" Bomben abgeworfen worden.
Das Schwergewicht der deutschen Angriffe hat — nach den englischen Darstellungen — wieder auf London gelastet. Aber auch andere Teile Englands und Schottlands seien erfaßt worden. Nach Reuter sind dje schon gemeldeten starken Bombenschäden am Tower. vor allem am nördlichen Teil. der North Bastion, eingetreten. Hier habe ein Volltreffer den Einsturz eines großen Teiles der enorm dicken mittelalterlichen Mauern verursacht. Eine Anzahl von Opfern, also unter der militärischen Besatzung des Tower, sei zu beklagen. .
Schwedische Meldungen lassen erkennen, daß sich aus der andauernden Bombardierung schwierige Probleme ergeben, besonders bei Durchsührung .der notwendigen Ausräumungsarbeiten. Die Zahl der Pioniertruppen zum Ausräumen der Londoner Ruinen muß deshalb verdoppelt werden.
„Da die Ruinen immer dichter beieinander liegen, muß der Verkehr täglich neue Umwege suchen" heißt es in neuen schwedischen Meldungen aus London. Das Aussehen der Straßen verändert sich, und immer öfter stößt man auf die drei bezeichnenden Trümmerhaufen: einen aus Ziegelsteinen, einen aus Stahlblöckcn und einen dritten aus Holz. die aus zertrümmerten Gebäuden herausgeholt wurden. Das Rcstau- rantleben hört schon gegen 5 Uhr nachmittags aus. und selbst die wenigen Kinos, die noch spielen, müssen wegen zerstörter Fenster und Türen wiederholt schließen."
Die materiellen Schäden durch die Bombardierungen während der letzten Nächte seien groß. Die Angriffe beginnen, wenn die Ausräumungsarbeiten von der jeweils vorangegan
genen Nacht noch im Gange sind. Eine Bombe fiel zwischen 6-Tonnen-Lastautos, von denen eins zehn Meter weit weg- gcschleubert wurde, wo es aus einem Dach landete. Eine andere Bombe,, die in eine Autogarage schlug, verwandelte 2Ü Kraftwagen in einen Schrotthausen.
Die deutsche Lufttätigkeit über England am Sonnabend wird von englischer Seite selbst wiederum als stark gekennzeichnet. Vom frühen Morgen an erfolgten die jetzt zu einer ständigen Gewohnheit gewordenen Angriffe deutscher Flug- (Fortsetzung aus Seite 2)
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Sedankenaustausch im Nahmen der freundschaftlichen Verkeilungen Mischen Deutschland und Nußland
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minLstors »n Moskau
rlnb. Verlin, S. November
ftus kinladung der Deutschen Neichsregierung und in krwiderung der vorjährigen Neisen des Neichsministers des ftuswärtigen von Nibbentrop nach Moskau wird sich der Vor- sihende des Nats der Volkskommissare der UdSSK. und Volkskommissar für auswärtige ftngelegenheiten Mololow binnen kurzem zu einem vesuch nach verlin begeben, um im Nahmen der freundschaftlichen Schiebungen Mischen den beiden Ländern den laufenden vedankenaustausch durch erneute persönliche siihlungnahme fortrusehön und;u vertiefen.
London nicht mehr wiederzuerkennen
ftuseäumungsarbeiien völlig unrulänglich — Verdoppelung der Pioniere — heftige deutsche ftngriffe
I. v. L. Bremen, 9. November
ftusaeräumter Die Rede des Führers am Vorabend kelirikkt des diesjährigen 9. November hat mit ihrM programmatischen Feststellungen dessen, was war und was' i st und was sein wird, vor aller Welt wieder einmal gründlich den verstaubten KehiMt englischer Propagandalügen aus den Gehirnen derjenigen Menschen geräumt, die in England sowohl als jenseits des Atlantiks immer noch unter der Vorstellung einer „Weltmacht" England lebend, sich einfach nicht denken können, daß diese Weltmacht demnächst nicht mehr sein wird, ja, eigentlich schon heute nicht mehr ist. Ob an Stelle des Kehrichts nunmehr kluge Erkenntnis tritt, oder ob Verstocktheit im Geiste, jene Menschen nun sich erst recht auf Zukunftserwartungen versteifen läßt, die sich niemals erfüllen können, braucht uns in Deutschland weiter nicht zu berühren. Das aber wollen wir nicht versäumen festzustellen, daß, wer immer bei gesundem Menschenverstand die jüngste Rede des Führers mit der jüngsten Rede Churchills vergleicht, sich ohne weiteres ein untrügliches Urteil darüber anzueignen vermag, wie die Zunge an der Waage des gegenwärtigen weltgeschichtlichen Geschehens bereits ausge- schlagen hat. Grundverschieden wie Adolf Hitler und Churchill in Person und Charakter, an geschichtlicher Größe und geschichtlicher Leistung, so verschieden ist die von verstandesmäßiger Klarheit, und messerscharfer Logik getragene, von natürlicher Siegesgewißheit und uner-
Vorstoß deutscher Lruppen zur Lstemse
Mehrere englische Sroßflugplühe bombardiert - Neuer Schlag auch gegen Liverpool
Berlin, S. November.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Deutsche Kampffliegeroerbände setzten die Vergeltungs- slüge auf London am Tage und in der Nacht erfolgreich fort und erzielten zahlreiche Treffer in Versorgungsbetrieben und Dockanlagen. Die Angriffe erstreckten sich auch auf Häfen an der Oftküste Englands, wobei besonders Ereat P arm out h mehrere schwere Treffer erhielt, sowie auf Flugplätze in den Grafschaften Norfolk und Horkshire. Hier gelang es, Hallen und Unterkünfte in Brand zu setzen. In der Nacht wurden Jndustriewerte in Birmingham und Coventry sowie Hafenanlagen in Liverpool mit Bomben belegt und danach zahlreiche Explosionen beobachtet.
Sturzkampsverbände des Gcneralfeldmarschalls Kessel- ring griffen wiederum Schiffsziele und Eeleitzüge im Seegcbiet vor der Ostküste der britischen Insel an und fügten dem Gegner schweren Schaden zu. Dabei wurden, wie bereits bekanntgegeben, mit Sicherheit sechs Handelsschiffe von insgesamt 34 000 BRT. versenkt, zwei weitere von zusammen 7000 BRT. mit großer Wahrscheinlichkeit vernichtet. Ein Kreuzer von 10 000 Tonnen
wurde von zwei Bomben so schwer getroffen, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Fünf Handelsschiffe erhielten schwere Treffer, nach denen Brände und Explosionen entstanden. Ein weiterer Kreuzer von 10 000 Tonnen und vier Handelsschiffe wurden beschädigt.
Im Atlantik, westlich von Irland, versenkten unsere Kampfflugzeuge zwei Handelsschiffe von zusammen 9000 BRT. — An der Themsemündung griffen Zerstörer den Hasen und Uipschlagverkehr mit Kanonen und Maschinengewehren an. Das Verminen britischer Häfen nahm feinen Fortgang.
Der Gegner flog in der Nacht zum S. November in das Reichsgebiet ein und warf eine Anzahl von Bomben ab. Einige Treffer wurden in München, Stuttgart und einigen kleineren Orten Württembergs erzielt. Der angerichtete Sachschaden ist gering. Bei den Angriffen auf Wohnviertel wurden Häuser durch Dachstühlbrände beschädigt und zwei Personen verletzt. — Bei den Luftkämpfen des gestrigen Tages verlor der Gegner 17 Flugzeuge, ein weiteres wurde im Laufe der Nacht durch Flakartillerie abgeschossen. Bier eigene Flugzeuge werden vermißt."
feierliche öedenkftunden in München
Vie Hauptstadt der Vewegung elzrts die Mutopsfer ihres Kampfes - Nudolf keß legte den kranz des sützrers nieder
München, 9. November.
Der 9. November gehörte auch im Kriegsjahr 1940 dem Gedenken der 16 Kämpfer, die vor 17 Jahren an der Feldherrnhalle ihr Blut und Leben für ein neues Deutschland hingegeben haben. Er gehörte aber auch der pietätvollen Erinnerung an die acht Opfer des schmachvollen Mordanschlages im Vürgerbräukeller vom 8. November 1939.
Weihevolle Stimmung lag am Vormittag des Gedenktages über dem Münchener Nordfriedhof, wo sich das Grabmal der Toten vom 8, November des vergangenen Jahres erhebt. Zn beiden Seiten des Grabmals loderten aus rot mnÄeideten Pylonen mit Feuerschalen die Flammen. Auf der linken Seite hatten die Hinterbliebenen der Opfer Aufstellung genommen. 16 Fahnen flankierten die Grabstätte zu beiden Seiten. Aus dem Platz vor der Gruft und an den Zugängen nahmen Ehrenabordnnngen der SA., des N2KK., der Politischen Leiter und der alten Kämpfer Aufstellung. Um 11 Uhr traf Gauletter Adolf Wagner auf dem Friedhof ein. In der feierlichen Stille des Augenblickes zitterte die Trauer über den Opfer-tod der durch die Hand Englands gemeuchelten deutschen Frauen und Männer und die Empörung über dieses ruchlose Verbrechen
Der Gauleiter durchschritt langsam das Spalier der HJ- bis zum Grabmal. Der Gaumusikzug intonierte das Lied „Hakenkreuz am Stahlhelm". Tann legte Adolf Wagner, während die Klänge des Liedes vom guten Kameraden ertönten, den großen Prächtigen Kranz des Führers an dem Grabmal nieder. Nach der Kranzniederlegung begrüßte der Gauleiter die Hinterbliebenen der Opfer mit Handschlag. Noch- . mals vor die Grabstätte tretend, weihte er sodann mit erhobener Hand den Toten des 8. November 1939 eine Minute stillen Gedenkens.
Um die Mittagsstunde des 9. November wurde auch in diesem Jahre an der Stelle, die das Blut der 16 Gefallenen des 9. November getrunken hat, durch einen Gedcnkakt der Männer gedacht, die als erste durch das Opfer ihres Lebens das Tor zum Grotzdcutschen Reich Adolf Hitlers aufgestoßen haben.
Bor dem Mahnmal an der Feldherrnhalle, an dem wie immer ein Doppelposten der js, die Ehrenwache hielt — über die Straße spannte sich die weiße Siegrune auf schwarzem
Tuch — hatten Ehrenabordnnngen der SA., des NSKK., der Politischen Leiter und der - Aufstellung genommen. Ehrfurchtsvolles Schweigen lag über dem Platz, den Volksgenossen in dichten Reihen säumten. Sie bekundeten durch ihre Amvesenheit in dieser Stunde ihr enges Verbundensein mit den Kämpfern, die einst für Adols Hitler für Deutschland ihr Leben hingegeben haben. Aus dem Tor der Residenz kamen die Träger des Kranzes des Führers und der Kranzspende der Wehrmacht, je vier Offiziere der Waffen-^ und des Heeres. 'Neben sie trat nun die Residenzwache der an. Kommandos ertönten.
Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, betrat die Weihestätte. Er begab sich mit dem Gauleiter des Traditionsgaues Adolf Wagner und dem Vertreter der Wehrmacht, Kcncralseldmarschall Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, an das Mahnmal.
Wuchtig Erahnten 16 Salven der im nahen Hofgarten aufgefahrenen <-alutbatterie der Wehrmacht über den Platz. Die Posten am Mahnmal und die Wache präsentierten, der Trommler der Wach« rührte das Spiel. Weihevoll klang die Weise vom guten Kameraden aus, intoniert vom Musikzug der SA.-Standarte, die den Namen des Regiments des Führers - 16/List - trögt.
Rudolf H e ß , Adols Wagner, Gcneralfeldmarschall Keitel grüßten die Toten des 9. November. Die Arme der Volksgenossen erhoben sich ebenfalls zum Teutschen Gruß, dem Andenken der 16 ersten Blutzeugen der nationalsozialistischen Belvegnng zu Ehren, die ihre Treue zu Adols Hitler und ihren Glauben an eine glücklicl)« Zukunft Deutschlands mit dem Tode besiegelten, — Der kurze, eindrucksvolle Weiheakt hatte sein Ende erreicht.
Aus dem Königlichen Platz in München sind gegen Mittag des historischen 9. November im mächtigen Block die Formationen und Gliederungen der Partei angetreten. Männer
der Wassen-si und Polizei, Männer der SA., des NSKK. und des NSFK., Politische Leiter und die nationalsozialistische Jugend — das Ganze ein Ausdruck der geballten Kraft und inneren Geschlossenheit der deutschen Nation. Der Blick ist zu den Ehrentcmpeln gewendet, vor denen si-Männer, wie aus Erz gegossen. Wache halten. Ueber den 16 Sarkophagen lohen die Lpserfeuer.
Wenige Minuten vor 13 Uhr rücken die alten Kämpfer an, barhäuptig und im schlichten Braunhemd. Sie tragen alle den Blutord.cn, den einzigen Lohn für ihren Einsatz von damals. Voraus marschiert die Blutfahne. Sie schreiten durch den breiten Mittelgang entlang dem Marschblock bis. zu den Stufen der Propyläen^ Dann teilen sich die Sechserreihen und nehmen vor den Ehrenteinpeln mit Front zu den Särgen ihrer toten Kameraden Ausstellung. Der mächtige Block der Alten Garde füllt den Platz zwischen Heu hohen Masten, von denen die riesigen Prunksahnen der Partei herabwallen.
Die Führerschaft der Partei hat sich zu beiden Seiten der Ehrentempel versammelt. Lautlose Stille liegt über dem Königlichen Platz. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, ist zur Stelle. Mit ihm sind der Gauleiter des Traditious- gaues, Adols Wagner, und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Gencralfeldmarschall Keitel gekommen.
Trommeln Wirbeln. Rudolf Hetz betritt den linken Tempel, schreitet hinab zu den Särgen und legt vor jedem Sarkophag den Kranz des Führers nieder: Weiße Chrhsanthemeir auf
grünem Lorbeer. Die rote Schleife schlägt in goldenen Lettern den Namen des Führers.
Vor jedem Sarge verweilt Nudolf Heß einige Augenblicke und hält Zwiesprache mit den Helden, die als erste für ihre Treue ihr Leben einsetzten. Dann ehrt der Stellvertreter des Führers die toten Kameraden im rechten Tempel. Der Trommelwirbel bricht ab. Die Totenehrung ist vorüber.
Rudolf Heß und seine Begleiter stehen nun vor der Blutsahne. Das Deutschlandlied und das Horst-Wcssel-Lied klingen über den weiten Platz. So begeht die deutsche Nation den Erinnerungstag an den 9. November 1923, in stolzer Trauer und in der festen und unerschütterlichen Zuversicht, daß der deutsche Sieg den Einsatz der Toten krönen und Deutschland die Freiheit und den Frieden bringen wird.
jchütterlicher Selbstsicherheit durchdrungene Führerrede von dem armseligen, gequälten, stellenweise künstlich optimistisch gefärbten Gestammel und Geflunker des erbärmlichen Wichtes Churchill. Bereits Geschichte gewordene Tatsachen, Tatsachen und immer wieder Tatsachen belegen jeden Satz in den Ausführungen des Führers mit dem Gewichte der unumstößlichsten Beweise. Redensarten, leere Redensarten, bestenfalls schillernden Seifenblasen vergleichbar, ist alles, was Churchill in seiner unermeßlichen Verlegenheit und Verlogenheit, angesichts des mehr und mehr offensichtlich werdenden Bankrottes seiner Politik vor seinem Volk von sich zu geben weiß, ohne damit die in diesem Volke in dumpfer Vorahnung der nicht mehr aufzuhaltenden Niederlage sich verschlechternde Stimmung verbessern oder gar sie in ihr Gegenteil verwandeln zu können.
„Vertrauenskrise Kein Waffenstillstand, kein Ko Inder krand 4leet" promiß, keinen Aufschub der , Entscheidungen gibt es in diesem schicksalsträchtigen Ringen gegen England, verkündete der Führer. Und das Eroßdeutsche Reich, das zu diesem Ringen angetreten ist, ist materiell und personell so in Hochform, daß es mit seinen Verbünderen allen Gegebenheiten der Zukunft sich gewachsen fühlt und nicht im geringsten daran zu zweifeln braucht, daß sein Lebenskampf nicht denselben Ausgang nimmt wie dereinst der Kampf des Nationalsozialismus gegen seine Gegner in Deutschland. Deutschland steht in diesem Kampfe heute wie am Anfang stark und völlig unverbraucht seinem bösen Feinde gegenüber und mit Genugtuung konnte der Führer feststellen, daß uns der Krieg rn vierzehn Monaten personell nur verschwindend geringe Opfer gefordert hat, daß aber die materiellen Opfer überhaupt völlig belanglos sind. Wie es dagegen in England aussieht, das hat ja nun selbst Churchill in seiner Rede durch all sein Geflunker hindurch einigermaßen erkennen lassen müssen. Und der Zusammenstoß britischer Abgeordneter, die dazu auch noch britische Seeoffiziere sind, im Unterhaus mit Churchills Marineminister mag Herrn Churchill mit schmerzlich-blendender Helle die Augen darüber geöffnet haben, daß es bereits in England auch schon eine Vertrauenskrise gegen die „geheiligte" britische Flotte gibt, gegen die Flotte, die doch stets das Ein und Alles für das englische Volk gewesen, das höchste Gut, das unbesiegbare Instrument, die Inkarnation englischen Lebenswillens und englischer Selbstbehauptung schlechtweg. „Sträfliche Nachlässigkeit" und „allgemeine Unfähigkeit", Dinge, die wir selbst schon lange an der englischen Flotte und ihrer Führung festgestellt haben, werden nun auch -schon von englischer Seite her dieser Flotte vorgeworfen. Wenn schon der Führer Churchill Wahnwitz auf den Kopf zusagt, weil er mit den nächtlichen Bombardements deutscher Städte einen Kampf aufnahm, bei dem nur England verlieren kann, so mag nun die englische Oeffenilichkeit Herrn Churchill doppelt hart zur Rechenschaft ziehen, nachdem sie den Kampf auch im Hinblick auf ihre Flotte verloren geben inusi' die wie sie aus berufenem Munde erfuhr, nicht mehr die stolze Armada Englands sein kann und ihrer Aufgabe im Kampfe gegen Deutschland nicht gewachsen ist. Wie sich das auswirkt, geht aus dem OKW.-Bericht über die täglichen Erfolge der deutschen Seestreitkräfte gegenüber den Sesstreitlräften Englands hervor, also über die englische Flotte, die nur darum noch unbesiegbar ist weil sie bisher sich immer noch unauffindbar zu machen verstand. "
In der England taumelt von Niederlage zu Nieder- Schlinge läge Während es verzweifelte Anstrengungen . ^ macht,, um unter den Tag und Nacht auf Lon-
von und die übrigen Kriegsbollwerke der Festung Eng» land furchtbar niedersausenden Schlägen aus der Luft einigermaßen weiter zu leben, zieht sich nun um seinen Hals auch noch die Schlinge der deutschen Blockade festes und fester. Deutsche Flieger, deutsche U-Boote, deutsch,'
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Vorsitzende des Rats der Volkskommissare de, UdssR. und Volkskommissar für Auswärtige Aug» legenherten, Molotow, wird demnächst in Verlin erwartet r?°^schc Wchrmachtsbericht meldet u. a. einen kühne» Vorstoß deutscher Zerstörer nach der Themsemündung.
Die Italiener haben ihre Stützpunkte am Kalamas-Flu» weiter ausgebaut.
Die jüngste Rede Churchills läßt erkennen, daß die Eng» ander Unter keinen Umständen gewillt sind, Griechen land militärische Hilfe zu leisten.
Im Austrage des Führers legte Reichsminister Rudolf He» an der Feldherrnhalle einen Kranz für die ersten Bluv opser der Bewegung nieder.
Die von unerschütterlicher Siegeszuversicht getragene Münchener Führerrcde hat vor allem in der italienischen Press» begeisterte Zustimmung gesunden.
Durch Verordnung des Reichsinnenministers wird der Bußtag 1940 vom 20. aus den 17. November verlegt.
Der 9. November stand auch in Bremen im Zeichen schlichter Feiern und Gedenkstunden.
Das Ergebnis der 3. Reichsstraßensammlung weist im Gau Weser-Ems gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres eine Steigerung um 114 Prozent auf.