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parteiamtliche lageszeitung
Das flmtsblatt des Negierenden vürgermeislers der Zreien Hansestadt vremen
Anzeigen - Grund presset
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der Nationalsozialisten Vremens
flmltiches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. ZOS / lO.Mrgang
Freitag, S. November 1S40
tinzelpreis 13 Npf.
wiederum zersprengte Seleitzuge
kin Kreuzer schwer beschädigt / Volltreffer aus große Handelsschiffe und srachtdanrpser
Vravourstükke unserer Sturzkampfflieger
Irotz heftigster feindlicher Segenwirkung ohne eigene Verluste zurückgekehrt
Berlin, 7. November
Am Donnerstag erzielte die Luftwaffe wiederum nachhaltige Erfolge gegen Großbritannien. An mehreren Stellen des Seegebietes vor der englischen Insel wurden Eeleitzüge erfolreich angegriffen. Im Seegebiet vor der Grafschaft Norfolk wurde ein Handelsdampfer versenkt und ein anderer in Brand geworfen. Südlich davon wurde ein Handelsschiff von Küüü VRT. von zwei Bomben eines Kampfflugzeuges getroffen und so beschädigt, daß es, in große Dampfwolken gehüllt, hinter dem Eeleitzug zurückbleiben mußte. Im Seegebiet von Harwich griff ein anderes Kampfflugzeug einen Frachter von 5666 BRT. an. Das Schiff erhielt Schlagseite und blieb gestoppt liegen.
Ein Verband von Sturzkampffliegern griff einen Ee- leitzng, der unter dem Schutze der Deckung bietenden Wetterlage in den Londoner Hafen einzulaufen versuchte, besonders erfolgreich an. Vergeblich bemühten sich zahlreiche Bewachungsfahrzeuge, die deutschen Angreifer durch ihr Abwehrfeuer am Bombenwurf zu hindern. Ein Kreuzet wurde getroffen und schwer beschädigt. Starke Explosionserscheinungen waren das weithin sichtbare Zeichen der nachhaltigen Bombenwirkung.
Ein Handelsschiff von etwa 16 666 BRT. erhielt von den Sturzkampfflugzeugen einen Volltreffer auf das Vorschiff und blieb mit Schlagseite liegen. Ein Frachtdampfer mit etwa 5666 BRT. wurde gleichfalls durch einen Volltreffer zum Stoppen gebracht und in Brand gesetzt. Ein drittes Handelsschiff von gleichfalls etwa SVöü VRT. sank unmittelbar nach einem Volltreffer unter starken Explosionserscheinungen.
Die deutschen Flugzeuge kehrten ohne eigene Verluste z» ihrem Cinsatzhafen zurück.
Ver weHrmachlsberlcht vom 7. November
Berlin, 7. November.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Kampffliegerverbände setzten die Vergeltungsangriffe auf London bei Tage und besonders bei Nacht mit starken Kräften fort und belegten auch sonstige kriegswichtige Ziele erfolgreich mit Bomben. In den Dockanlagen und Lagerhäusern von Southampton und an anderen Stellen Südenglands brachen Brände aus. Erfolgreiche Nachtangriffe richteten sich ferner auf Coventry» Birmingham und Liverpool. Hallen und Unterkünfte der Flugplätze von Great Dris- field, Leeming und Rum wurden in Brand gesetzt, Flak-
Zm Nordaklankik schwer beschädigt
Stockholm, 7. November.
Nach einer Meldung des Mackah Rapid Radio ist der englische Frachtdampser „Rangitili" (16 698 BRT.) der New Zealand Shipping Co. (Plhmouth) von einem feindlichen Kriegsschiff in den nordatlantischen Gewässern, ungefähr 1600 Meilen östlich von Neufundland, beschossen worden. Nach der gleichen Quelle ist auch der Dampfer „Cornish City" (4952 BRT.) der Leeds City Co. (Bideford) beschossen worden. Beide Schisse sollen schwer beschädigt sein und sich in Seenot befinden.
feindlicher Seleitzug bei Vooer beschossen
Berlin, 7. November.
Am Mittwoch wurde von der französischen Kanalküste aus ein feindlicher Geleitzug bei Dover gesichtet. Verschiedene Küstenbatterien eröffneten längere Zeit hindurch ein gut liegendes Feuer. Aus einem der Schisse tonnte ein schwerer Treffer beobachtet werden.
batterien durch Maschinengewehrfeuer zum Schweigen gebracht. An der Kanalkiiste schössen Jagdflieger wiederum nenn britische Jäger ab.
Fernkampsbatterien des Heeres bekämpften den Hafen von Dover sowie einige feindliche Schiffe südostwärts davon. Eines dieser Schiffe wurde so schwer getroffen» daß es seine Fahrt nicht fortsetzen konnte.
Im Atlantik, 50V Kilometer westlich von Irland, griffen deutsche Kampfflugzeuge einen Geleitzug an und trafen drei Frachter von je 6666 BRT. so schwer, daß mit ihrem Verlust gerechnet werden muh. Südlich der
Orkneys wurde ein Handelsschiff von 866» BRT. mittschiffs getroffen und versenkt, ein zweites schwer beschädigt. Ein weiterer Frachter wurde an der britischen Ostküste mit Bomben belegt. Bei den Angriffen auf den Hafen Kinloch-Castle an der Westküste Schottlands erhielt ein großes Handelsschiff zwei schwere Treffer, Lagerhäuser wurden in Brand gesetzt. Auch gestern wurden britische Häfen vermint.
Nächtliche Bombenwürfe des Feindes trafen im Reichsgebiet in der Mehrzahl freies Gelände und verursachten nur Flurschäden. Nur in zwei Fällen griffen feindliche Flugzeuge Industrieanlagen an. Sie beschädigten dabei unerheblich ein Kesselhaus und eine Laderampe. Bei weiteren Angriffen auf Wohnviertel sind mehrere Tote und Verletzte zu beklagen. In Westdeutschland erfolgte ein Angriff auf ein mit dem Noten Kreuz kenntlich gemachtes Krankenhaus.
Die Verluste des Gegners betrugen insgesamt 6 Flugzeuge. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt."
See Kalamas sluß überschritten
Britischer flngriff in Vstasrika abgeschlagen — Zahlreiche seindliche slugzeuge abgeschossen
Rom, 7. November.
„Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Der Kalamas-Fluß ist von unseren Divisionen überschritten worden. Unsere Luftwaffe hat an den Operationen des Heeres durch MG.-Beschießungen und Bombardierungsaktionen feindlicher Stellungen längs der Fahrstraße Jannina—Kalibaki in der Zone von Florina und beim Presbasee teilgenommen. Unsere Luftverbände haben außerdem die Hafenanlagen von Volos und Patras, den Flughafen und den Bahnhof von Larissa, militärische Ziele in Missolungi, Zakintos und Methom sowie den Bahnhof von Florina bombardiert, wo große Brände entstanden. Alle unsere Flugzeuge sind zu ihren Stützpunkten zurückgekehrt. Ein feindliches Flugzeug ist abgeschossen und ein weiteres wahrscheinlich abgeschossen
Flughafen von Balona ist ein feindliches Flugzeug brennend von unseren Jagdfliegern und ein weiteres von der Marineflak abgeschossen worden. Ein feindliches Flugzeug vom Typ Sunderland, das in Malta vor Anker lag, ist von unseren Jagdfliegern mit sichtlichem Resultat im Tiefflug beschossen worden.
In Ostafrika hat der Feind unsere Positionen bei Eallabat angegriffen. Er wurde von der Garnison zurückgeschlagen, wobei er starke Verluste erlitt, hat aber seine Angriffe nachträglich wiederholt. Die Aktion ist zurzeit im Gange. Unsere Flugwafse hat mit den Truppen durch wiederholte Angriffe» in deren Verlauf unsere Jagdflieger sechs feindliche Flugzeuge vom Eloster-Typ abschössen, zusammengewirkt."
„Immer Im Schlepptau knglands
FF
kine aufsehenerregende französische Veröffentlichung - „Parlamentarismus hat abgewirtschaftet'
zb. Vichy, 7. November
Die französische Presse verössentlicht einige Kapitel aus dem soeben erschienenen Buch „La vcrite", („Die Wahrheit"). Diese Veröffentlichung ist um so bedeutsamer, als sie amtlichen Charakter trägt. Ihr Verfasser ist Montignh, der Ches der Informationsabteilung im Vizepräsidium der Regierung. Das Manuskript stützt sich auf amtliche Aktennotizen, Reden und Erklärungen Petains und Lavals. Das vierte Kapitel besaßt sich mit der schwierigen Aktion Lavals, die dazu diente, nach dem Zusammenbtuch auf legalem Wege ein neues Regime zu errichten, „um zu retten, was noch gerettet werden kann, und um aus dem Unheil noch irgendeinen Gewinn zu ziehen."
Um das neue Regime aus legalem Wege durchzusetzen und „um eine Revolution der Gewalt zu vermeiden", verlangte Laval das Unmögliche, daß nämlich die plutokratischen Parlamentarier ihre Berbrechen selbst begriffen und das Todesurteil des Parlamentarismus selbst beschlössen. Dabei war Laval selbst als alter Parlamentarier in einer nicht sehr günstigen Position. In einer Vorversammlung der Abgeordneten mußte er zugeben: „Ich selbst gehörte dem Parlament seit 1914 an. Aber da die parlamentarische Demokratie den Krieg gegen den Nationalsozialismus und gegen den Faschismus entfesseln
wollte und da sie diesen Krieg verloren hat, muß sie verschwinden. Ich sage und wiederhole: Ein Regime, das in Krieg und Niederlage geführt hat, ist ungeeignet, um den Frieden zu schließen." Trotz der Schwere der Katastrophe war es vergeblich, von den alten Parlamentariern damals in Bordeaux und Vichy Einsicht zu erwarten.
„Wir waren immer im Schlepptau Englands", stellte Laval in einer Abgeordnetcnversammlung fest. „Nichts war demütigender, als unsere Politiker nach London reisen zu sehen, um sich dort die Erlaubnis zu holen, französische Minister zu werden. Wir schwelgten in Beleidigungen gegenüber dem totalitären Regime und wir ließen bei uns die Unordnung und die Streiks überhandnehmen. Man versäumte in Frankreich nichts, um in den Krieg zu treiben, und versäumte nichts, um ihn zu verlieren."
Um den Parlamentariern die Zustimmung zur Neuordnung schmackhaft zu machen, wies Laval darauf hin, daß Frankreich nur das eine Ziel haben darf, Bedingungen zu schassen, die den in dieser Lage bestmöglichen Friedensschluß gestatten könnten. Damals erklärte Laval: „Es gibt keinen anderen Weg für uns als den der loyalen Zusammenarbeit mit Deutschland und Italien".
lhurkhill kündigt tuftangriffe auf Nom an
wegen der lettnalime italienischer vomber — königspaar dreimal im Keller — vie flngriffe vom vonnerslog
m. Berlin, 7. November.
Nur wer einmal den richtigen Abstand von der Lügenagentur Neuter, den dümmsten Minister der Welt, Duff Cooper, dem täglichen Erfinder neuer Verdrehungen und Ereuelmeldungen, sowie dem getreuen Dritten im Bunde, dem britischen Nachrichtendienst, besitzt, weiß, wie die abschwächenden Berichte der oben genannten britischen Institutionen zu lesen sind. Wenn der amerikanische Botschafter in London, Kennedy, der sich gegenwärtig in Washington aufhält, in einer Erklärung gegenüber der amerikanischen Agentur INS. feststellt, London beziehe von den Deutschen „fürchterliche Hiebe", so verdeutlich dies alles.
Man weiß also, wie man die amtlichen Herausgaben Londons zu übersetzen hat. Wesentlich wertvoller auch als eine Registrierung von getroffenen „Gebäuden", „Buoen" usw. in London ist die von englischen Zeitungen selbst zugegebene Tatsache, daß es den englischen Prominenten und führenden Plutokraten in einem London höchst ungemütlich wird, von dem der Londoner Vertreter des Madrider „ABC". Cälvo, behauptet, daß nachts die Häuser zitterten und schwankten, als ob sie den Veitstanz hätten, und man am nächsten Morgen seine Umgebung nicht wiedererkenne. Unter allen möglichen Vorwänden begebe man sich auss Land oder zumindest an einen etwas sicheren Ort.
Hierzu paßt auch die von bitterer Ironie getränkte Feststellung des „Daily Expreß", in der in einem Anfall von Selbsterkenntnis gesagt wird: „Wir sind so schnell wie unsere langsamste Fabrik, so stark wie unser schwächster Geleitzug. Die Zeit brs zum britischen Siege wird mit Kanonen gemessen, die wir noch nicht haben, und mit Flugzeugen, die noch in den Fabriken stehen." Man kann aus diesen
Aeußerungen erkennen, wie ungeheuer deprimierend gerade wieder die letzten deutschen Angriffe aus dem englischen Insel- reich gewirkt haben.
Wie allnächtlich, waren auch in der Nacht zum Donnerstag die deutschen Luststreitkräste über London tätig. Die Alarme beginnen, wie schwedische Berichte besagen, immer früher, und sie dauern immer länger, so daß man sich in England für die nächsten Monate aus eine Verschärfung dieses Zustandes von Taucralarmen mit Rekordlänge einrichte, als unvermeidliche Folge der dunklen Jahreszeit. Die mehreren hundert deutschen Flugzeuge, die in den letzten Nächten jeweils über England waren, griffen neben der britischen Hauptstadt die verschiedensten Produktionszentren Englands an. Duss Cooper stellt es allerdings geradezu als Trost für die Londoner hin, wcnu sich die ganze Last der deutschen Angriffe nicht allein gegen die City richtet.
Wie weit die angerichteten Schäden in diesen Produktionszentren sind. ist unschwer daraus zu entnehmen, daß es Churchill für notwendig hält, daS englische KönigSpaar in
die Mersehstädte, also nach Liverpool und Birkeuhead, zu schicken, um hier die aufgeregte Bevölkerung zu beruhigen. In diesem Hosbericht muß der britische Nachrichtendienst eingestoßen, daß der Zugverkehr zwisck^n London und Liverpool Pools Stunden unterbrochen gewesen ist, eine üble Panne in Anbetracht der Tatsache, daß dies eine zwölsstündige Unterbrechung aus einer der wichtigsten Verbindungslinien zwischen London und Nvrdwostcngland mit seinen riesigen Einsuhrhäfen und Industriebezirken bedeutet. Auch in London selbst ist der Eisenbahnverkehr dermaßen beeinträchtigt worden, daß sich die Postbehörden gezwungen sahen, ihren Krast- wagenbestand zu verdoppeln.
Der Donnerstag brachte zahlreiche Angriffe deutscher und italienischer Luststreitkräste aus England. Churchill ist von der anhaltenden Beteiligung der italienischen Luftwaffe an den offenbar wieder äußerst wirksamen Aktionen gegen London derart in Wut, daß er am Donnerstag Angriffe aus Nom ankündigen ließ. Diese Drohung folgt der jüngsten Drohrede des Lustsahrtministers Sir Archibald Sinclair sowie der Unterhausdebatte, in der stürmisch derartige Aktionen verlangt wurden. Die jetzige Erklärung besagt, die englische Regierung behalte sich wegen der Beteiligung italienischer Luststreitkräste an den Angrisfen aus England volle Handlungsfreiheit gegen Nom vor. Die Erklärung wurde im Unterhaus von Untcrstaatssckretär Butter abgegeben in Form einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage.
Der Donnerstagmorgeu begann verheißungsvoll mit einer, wie die Engländer selbst zugeben,. stundenlangen Beschießung (Fortsetzung auf Seit« 2)
4 ^
Von unserem Lsrliuer Vertreter.
O. S. Berlin, 7. November
Der Reuter-Kommentator zur Churchill-Rede hatte festgestellt, daß dieser ein düstereres Bild von der Zukunft Englands gemalt habe als je. Die jetzt vorliegenden Pressestimmen aus England und die Berichte über die Unterhaus-Aussprache zur Rede des Kriegstreibers und Verderbers des englischen Empires beweisen, daß die Rede Churchills trotz der Tatsache oder wahrscheinlich wegen ihrer Widersprüche zwischen dem illusionistischen Optimismus der Regierung auf der einen und den von Churchill vorgetragenen pessimistischen Realitäten der Kriegslage auf der anderen Seite- nicht mehr ohne Kritik hingenommen wurde. Die Opposition hat Churchill zu einer Ansprache in einer Eeheimsitzung des Unterhauses genötigt. Unter den Kritikern befand sich auch der jüdische Ex-Minister Höre Belisha, der zum Ausdruck brachte, daß beim Versäumen der jetzigen Gelegenheit der britische Einfluß in Afrika und Asien verloren sei. Der Jude, der offenbar für die jüdische Eroß- fiuanz schon den Verlust ihres Geldes und für die Ju- denheit die Vertreibung aus Europa und Afrika fürchtet, stellt fest, daß es der englischen Diplomatie mißlungen sei, oie Türkei in den Krieg zu ziehen und daß nicht England Griechenland, sondern Griechenland England helfe(!). Aus weiteren Aeußerungen von Abgeordneten, die in der englischen Presse zitiert werden, ergibt sich die Ungeduld der Briten angesichts der Unfähigkeit, sich dem Druck der Initiative der Achsenmächte zu entziehen. Daß dabei wieder „humane" Aufforderungen zur rücksichtslosen Bombardierung italienischer und deutscher Städte gefallen sind, gehört in die Reihe der Jllusionsvorftellungen der britischen Politiker, die anscheinend immer noch keine Klarheit gewonnen haben, daß die Vergeltung der deutschen Luftwaffe bei weitem die höchste Stärke noch nicht erreicht hat und daß die sog. härteste Kriegführung, die der Arbeiter- parteiler Vellenger verlangt, sich doppelt an Britannien selbst rächen wird. Im übrigen hat man dem englischen Außenminister erneut bescheinigt, daß er sich stets von den Ereignissen überraschen lasse.
Wie man nun in USA., auf das man in diesen Tagen der Erkenntnis der immer stärker auf England lastenden Depression in der britischen Presse Hoffnungen setzt, über die Situation Britanniens denkt, bewiesen die Feststellungen der „Newyork Times", deren Militär- sachverständiger zum Ausdruck bringt, daß bereits die englischen Angaben, die er für seine Betrachtungen heranzieht, zu außerordentlich pessimistischen Folgerungen und ernstesten Auswirkungen für England zwingen. Seit Juni sei die starke Zunahme der Schiffsverluste weiter ständig angestiegen. Die Verluste müßten bei Anhalten eine ernste Auswirkung für England haben, zumal die heutige Lage von der 1917 grundverschieden sei. Und der Militürbetrachter Major Elliot spricht in der „Herold Tribune" davon, daß Deutschland zweifellos imstande sei, dem englischen Ueberseeverlehr durch U-Boale und Luftwaffe, die in ihrer Wirkung stärksten? kombiniert würden, allergrößte Schwierigkeiten bereiten. England sei möglicherweise gezwungen, seine Schiffe in dem Augenblick aus dem Mittelmeer abzuziehen, wo dort die Dinge auf des Messers Schneide stünden. Die „Newyork, Times" hatte den Seekrieg als ausschlaggebenden Faktor in diesem Kriege bezeichnet und gemeint, daß die deutsche Blockade die Entscheidung herbeiführe, wenn England keine Verringerung oder einen Ausgleich der Schiffsverluste schaffen könne.
Daß es zugleich auch mit der britischen Luftwaffe schwierig steht, hat der englische Luftfahrtminister in einer Propagandarede für Anwerbung von Rekruten der RAF. zum Ausdruck gebracht, der da meinte, daß die Royal Air Force von der deutschen Luftwaffe ziemlich dezimiert sei. Herr Sinclair kommt zu dem betrüblichen Ende. daß England an einem „gefährlichen Abgrund" steht und er versucht, wie Churchill es meist anstellt, mit einem Eedankensprung die Briten vor- wärtszureißen. „Weg von dem gähnenden Abgrund, über den künftige Betrachter", so meint Sinclair, „einmal schaudern werden." Die Härte des Krieges, den England freventlich vom Zaun gebrochen und in dem es die deutsche Friedenshand mehrfach zurückgestoßen hat, wird das Empire in diesen gefährlichen Abgrund stoßen, den Herr Sinclair vor sich sieht. Zu den Versuchen, durch strategische Hirngespinste der Wirklichkeit davonzulaufen gehört zweifellos der britische Plan. Gibraltar durch einen vier Meter breiten und tiefen Graben, der die Felsenfeste vom Kontinent trennen >ou. zu retten und unverwundbar zu machen Annähernd 300 Jahre ist dieser Plan alt und man er-
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Deutsche Kampfflugzeuge richteten wieder erfolgreiche An griffe aus britische Gcleitziige, wobei mehrere Schiffe vs, sen« und ein Kreuzer schwer beschädigt wurde.
Die italienischen Truppen überschritten bei ihrem Vor marsch ,n Griechenland den Kalamas-Fluß.
Churchill kündet englische Luftangriffe gegen Rom an.
Zum Revolntions-Jahrcstag fand in Moskau ein große Staatsakt, verbunden mit einer Truppenparade, statt.
In Anwesenheit dreier Neichsminister fand in Wien dai festliche Jubiläum der Technischen Hochschule zun 12ojahr«gen Bestehen statt.
Eine Abordnung italienischer Handelsführer stattet heub Bremen einen Besuch ab.
Die neue Lebensmittel-Zuteilungspcriode sieht eine Er höhung der Fettration für Jugendliche vor.