Ausgabe 
(3.11.1940) Nr.303
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parteiamtliche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden llirgermeisters der Freien Hansestadt vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkundungsblatt des leichsstatttialkers in Oldenburg und vremen

Nr. Z0Z / l O.Zaiirgang

Sonntag, Z. November 1940

Linzelpreis 15 Npf.

anvs Schlffstonnage schrumpft weiter

Sroßer Schlag der deutschen Luftwaffe gegen das britische Seleitzugsgstem

22 ^etea^e«

varsonkl, neun kosokärZlsAt / Lrkolys äsr äsuLsvksn LsskrLSysiükruns aui «Nan

Berlin» 2. November.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die Luftwaffe setzte ihre Vergeltungsangriffe auf Lon­don fort. Am frühen Morgen sowie am Abend griffen einzelne Kampfflugzeuge wieder britische Flughäfen an. Dabei setzten sie Hallen und Betriebsstofflager in Brand und zerstörten mehrere Flugzeuge am Boden. Weitere Angriffe richteten sich gegen Hafen- und Fabrikanlagen Südenglands» wobei es vor allem in Portsmouth gelang» ein Großkraftwerk schwer zu treffen.

Sturzkampfflugzeuge unternahmen im Laufe des Ta­ges Angriffe auf drei Geleitzüge vor der englischen Süd­ostküste. Dabei wurden 13 Schiffe von insgesamt 47 Mb BRT. versenkt» neun weitere (mit einer Gesamttonnage von etwa 36 000 BRT., wie aus einer vorhergegange­nen Sondermeldung zu entnehmen ist. Die Schriftleitung) beschädigt. Bei Great-Sjarmouth versenkte die Besatzung einer Heinkel 111 in kühnem Tiefangriff einen Zerstörer und drei Frachtschiffe aus einem stark gesicherten Ge­leitzug.

Vor Dover nahmen Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine einen feindlichen Geleitzug unter wirksames Feuer und zersprengten ihn. Volltreffer wa­ren zu beobachten. Die Schiffe flüchteten in den Hafen von Dover» wo sie weiterhin beschossen wurden. Feindliche Küstenbatterien gaben auf unsere Küstenbe­festigungen einige Schüsse ab, die jedoch ihr Ziel verfehl­ten. Das Feuer wurde erwidert, bis der Gegner schwieg.

Im Lause des Tages kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. Die Vergeltungsflüge auf London nahmen in der Nacht wieder stärkeren Um­fang an. Hier und in den Industrieanlagen von Bir­mingham und Coventry sowie im Hafen von Liverpool entstanden zahlreiche neue Brände. Hef­tige Angriffe richteten sich auch gegen eine Anzahl schot­tischer Industrie- und Hafenplätze. Das Verminen briti­scher Häfen nahm sSinen Fortgang.

Bei ihren Einflügen nach Holland und in das Reichs­gebiet griffen britische Flieger wieder wie gewöhnlich in erster Linie nichtmilitärische Ziele an. In Amsterdam wurde ein Lazarett getroffen und dabei 19 Soldaten ge­tötet und 2V schwer verletzt. An anderer Stelle wurden weitere sieben Holländer getötet.

Bei deck Versuch, die Reichshauptstadt anzu­greifen, wurden die meisten feindlichen Flugzeuge durch die starke Abwehr nach Norden und Süden abgedrängt. Einzelne Flugzeuge, denen es gelang, das Weichbild Berlins in großer Höhe zu überfliegen, warfen Spreng- und Brandbomben auf Wohn- und Siedlungsgcbäude ab, wobei mehrere Häuser beschädigt und ein Sägewerk in Brand gesetzt wurde. Aus das Virchow-Kranksnhaus fielen erneut Brandbomben. Durch den tatkräftigen Ein­satz des Sicherheits- und Hilfsdienstes und des zivilen Luftschutzes gelang es» entstehende Dachstuhlbrände schnell zu löschen. Es sind mehrere Tote und Verletzte zu beklagen.

Der Gegner verlor gestern im Luftkampf 10 Flug­zeuge. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt. Major Ealland schoß seinen 50. Gegner ab."

Zu den bereits gemeldeten Bombardierungen britischer Ge­leitzüge erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Verbände deutscher Sturzkampsslieger vom Baumuster In. 87 waren in den Nachmittagsstundcn des l. November gegen zwei durch Aufklärer festgestellte Geleitzüge eingesetzt worden. Ein Teil dieser Flugzeuge griss im-Scegebiet vor der Thcmscmündung, ein anderer vor Dover je einen Gcleitzug an.

Trotz des starken Abwehrfeuers von den Kriegs- und Han­delsschiffen und der aufsteigenden englischen Jäger kamen alle

Flugzeuge zum Abwurf und trafen vor der Themse-mündung in der Gegend von Theer netz zwei Handelsschiffe von je etwa 6000 BRT., zwei Handelsschiffe von je etwa 4000 BRT., ein Handelsschiff von etwa 2000 BRT. und zwei kleinere Kriegs­schiffe von 1000 Tonnen. Auf einigen Schiffen entstanden Brände, andere erhielten Schlagseite. Bald sah man, wie Schiff auf Schiff in den Fluten verschwand. Darüber hinaus wurden aus demselben Geleitzug noch einige weitere S-chifse, da ruinier ein Kreuzer, durch Volltreffer schwer beschädigt und dürften für einen weiteren Einsatz zunächst nicht mehr in Frage kommen.

Bor Dover entstand auf einem Handelsschiff von etwa 5000 BRT nach dem Abwurs einer Bombe mittleren Kalibers eine hestige Stichflamme, die in Kürze das Absinken des Schiffes zur Folge hatte. Auf einem anderen Frachter des­selben Geleitzuges konnte erkannt werden, wie das Deck vom Wasser überspült wurde. Einige weitere Schiffe wurden der­art getroffen, daß bezweifelt werden mutz, ob sie nach' den Hafen erreicht haben. (Siehe auch Seite 2) o

VLo VinvlälLunA F Verrat am suropaisoksn

Qsäanksn kann »takt seäutäst werden

r. s. v. VreINen, 3. November.

' Hoch vor vierzehn Monaten — genau auf

1L Mannten? ven Tag, es war auch ein Sonntag — lonmen. ^ Hasser Deutschlands in London

dem Eroßdeutschen Reich den Krieg, erklärten, da gaben sie, ohne es zu ahnen und zu wollen, den Anstoß zu einer weltgeschichtlichen Umwälzung, die zumindest das Schicksal der Alten Welt für das nächste Jahrtausend bestimmen wird.' Sie meinten, unter dem Vorwand, die Eingliederung der urdeutschen Stadt Danzig in das Reich ver­bieten zu müssen, das kaum sich der Ketten von Ver­sailles entwundene Deutschland von neuem in Ketten, und zwar diesmal in noch weit stärkere und grau­samere — was schon etwas besagen will — legen zu können. Man brauchte ja nur die berüchtigten diploma­tischen Methoden des Weltkrieges und der vorhergegan­genen Zeit wieder anzuwenden, man brauchte nur, ge­stützt aus das Weltjudentum und seine freimaurerischen Hilfsorganisationen, alle von Juden und Freimaurern entscheidend durchsetzten Staatsregiernngen in der Welt wieder gegen Deutschland mobil zu machen, und das erwünschte Einkreisungswerk von 'ehemals mußte auch

Lapferkeit der front und pflichttreue flrbeit der Heimat verbürgen den Sieg

Neichsmarschall Söring ;um neuen fluflrag des sülirers

Berlin, 2. November.

Zum neuen Auftrag des Führers erließ Reichsmarschall Göring folgenden Appell. „Nach der Ent- ^ scheidung des Führers wird der Vierjahresplan für die Dauer von weiteren vier Jahren fortgeführt. . Vor uns liegt eine neue Zeitspanne schöpferischer Arbeit auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Wir beginnen sie in geschichtlicher Stunde und in dem stolzen Bewußtsein, auf den großen Erfolgen aufbauen zu können, die wir aus eigener Kraft in den vergangenen Jahren erzielt haben.

Was seit dem Herbst 1836 wirtschaftlich erreicht worden ist, hat meinen Erwartungen entsprochen, ja, sie zum Teil über- troffcn. Ich habe damals alle Bolksgenosscn zur Mitarbeit am Vicrjahresplan aufgerufen, und alle sind sie meinem Rufe treulich gefolgt. Auf Hos und Acker, in Zechen und Hütten, in Fabriken und Werkstätten, in Konstruktionsbüros und Laboratorien haben alle Werktätigen, Wirtschafts- und Be­triebssichrer, Angestellte und Arbeiter, in gemeinsamer An­strengung Hervorragendes geleistet und das gigantische Auf­bauwerk nach Kräften gefördert. In zäher Arbeit hat der Bauer das Brot gesichert. Auch die Hausfrauen und die deutsche Jugend haben zu ihrem Teil am Vicrjahresplan mitgeholfen. Wir haben die Erzeugung von Nahrungsmitteln und besonders die Produktion von Rohstoffen aller Art be­trächtlich gesteigert, neue Hcrstcllungs- und Vcrarbcitungs- methodcn eingeführt und zahlreiche ausgedehnte Industrie­anlagen errichtet. Gleichzeitig ist die Reichsverteidigung, die an den Arbeitseinsatz und die Rohstosfwirtschast von Jahr zu Jnhr wachsende Anforderungen gestellt hat. gewaltig verstärkt worden. Ich habe sehr viel von jedem einzelnen verlangen müssen, bin aber immer verstanden und niemals enttäuscht worden. So bewegt mich heute, nach Ablauf der ersten vier Jahre, ein Gefühl tiefen und herzlichen Dankes an olle schassenden Volksgenossen. Besonders danke ich allen meinen Mitarbeitern, die sich bei der Durchführung des mir vom Führer erteilten Auftrages tatkräftig unterstützt haben.

Was wir in rastloser Arbeit nach dem Willen des Führers und in Durchführung des von ihm entworfenen Bicrjahres- planes ausbauten, hat im Krieg seine Feuerprobe bestanden. Alle Hoffnungen unserer Feinde, Deutschland mit den Mitteln heimtückischer Blockade niederzuringen, sind trügerisch gewesen und werden es auch in Zukunft bleiben. Die Fundamente der deutschen Wirtschaft stehen fest und sind nicht zu zerstören.

Vicrjahresplan und Kriegswirtschaft bilden eine Einheit, strass und ausgerichtet nach den Erfordernissen des gewaltigen schicksalgestaktendcn deutschen Frcihcitskampfes. Eine lei­stungsfähige Wirtschaft ist genau so unentbehrlich wie ein scharfes Schwert. Ich vertraue auch für die Zukunft aus den deutschen Menschen, aus seine Einsicht, seine Treue, seinen gu­ten Willen und seine »Fähigkeiten. In dem weltbewegenden Geschehen der letzten Zeit hat er sich stets bewährt. Er wird auch den kommenden großen Aufgaben gewachsen sein und die unvermeidbaren Schwierigkeiten des Alltags meistern.

Aus dem Glauben und der Liebe zum Führer schöpfen wir die Kraft zum höchsten Einsatz und begeisterter Tat! Die Tapferkeit des Soldaten an der Front und die pflichttreue Arbeit der Heimat helfen ihm den Weg erreichen und sein herrliches Werk vollenden."

Göring,

Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches.

Hauptquartier, 31. Oktober 1940.

„kne der ernstesten vombennöchte

London „so Hell wie am Lage" — Wirkungsvoll dementierte Lügenkommuniques — Sanze Häuser eingeriffen

Schwerste Labrikschöden widerlegen Illusionsberichte

üw. Stockholm, 2. November.

London erfuhr, nachdem bereits der Freitag entgegen dem Lügenkommunique des englischen Luftfahrtmi­nisteriums hinreichend lebhaft gewesen war, in der Nacht zum Sonnabend eine handgreifliche Belehrung dar­über, daß die Wucht der deutschen Angrisfskraft unvermindert ist und daß ihr Vernichtungswerk weitergeht. „Eine der ernstesten Bombennächte der ganzen letzten Zeit", so mußte selbst der englische Nachrichtendienst von Sonnabend morgen recht beklommen eingestehen, wobei er offenbar die Schwindeleien der letzten Tage über ein angebliches „Erlahmen" der deutschen Angriffe weitgehend vergessen hat, denn auch die letzte Zeit brachte genügend ernste Aktionen, wenn nicht immer von gleicher Schwere, gegen die Hauptstadt selbst, so gegen die nicht minder wichtigen Industriegebiete im Südosten und in Mittelengland.

Diesmal ging es über das Zentrum des englischen Wider­standes hin. Früher als sonst begannen die Nachtangriffe und der intelligente Beamte, der für den amtlichen Londoner Bericht verantwortlich ist, sagt, man habe rasch gemerkt, daß etwas im Gange sei. Die Engländer erklären, der Angriff sei in größerem Rahmen als sonlt erfolgt. Die Londoner Bodenabwehr sei ununterbrochen während der Nacht in Tä­tigkeit gewesen, zeitweise sei London „so hell wie am Tage" gewesen, vermutlich nicht bloß von Flak und Scheinwerfern, sondern auch von den zahllosen Bränden, die durch die deutschen Bomben entstanden. Vergeblich möchte das Lon­doner Lustsahrtministerium den Bewohnern der englischen Hauptstadt einen Trost damit spenden, daß auch ein engli­scher Angriff aus Berlin stattgefunden habe. Was im übri­gen die englische amtliche Darstellung sonst noch über „Wech­sel der deutschen Taktik" faselt, hält sich aus dem üblichen Niveau des „Zeilenschindens", zu dem die Verfasser dieser Londoner Berichte übergegangen sind: da st« ihrem Volk

nicht das geringste Konkrete über die deutschen Angriffe zu sagen wagen, aber den Eindruck einer ausführlichen Stel­lungnahme erwecken wollen, fabrizieren sie allen möglichen Schmus, der die Dürftigkeit der sonstigen Angaben verklei­den soll. Ueber die zweifellos sehr gründlichen Wirkungen der deutschen Nachtaktionen, die sich nicht nur gegen London, sondern auch gegen zahlreiche andere Punkte des Landes richteten, wird wohlweislich in London kein Wort verloren.

Die Schwindeleien der offiziellen englischen KmMirumqiPs werden ausgezeichnet glossiert von einem neutralen Beobachter, dem Londoner Vertreter der „StocKMms Tidn-ingen" der in einem kurzen Telegramm mitteilt: „Der November begann entschieden heftiger als man aus dem englischen Abendkomnru- nique herauslesen' konnte! Die schweren Wolken über dem Kanal hatten sich zertritt und es wurde ein strahlender Herbst­tage Ein nms andere Mal flogen deutsche und italienische Flugzeuge über das -Londoner Gebiet ein. Auf Grund der großen Höhe war es schwer, dem Gang der Kämpfe zu folgen.

aber die Verlustziffern am Abend überraschten! Alle, die das Motorengeräusch vernommen und den langen weißen Ranch­streifen am Himmel aus den Auspuffrohren der Maschinen gefolgt waren." Der schwedische Beobachter schildert im übrigen die Enttäuschung, wenn einmal in London in der Nacht das Entwarnungssignal gegeben wird: „Das kann un­möglich mit rechten Dingen zugehen!" sagt man zueinander und schläft unruhig und wacht unaufhörlich wieder auf. Auch andere neutrale Berichte besagen, daß solche kurzen Nacht- unterbrechungen trügerisch sind. Regelmäßig gibt es kurz da­nach wieder Alarm und selbst in der sogenannten „ruhigen" Nacht zmn Freitag waren die ersten Morgenstunden erfüllt von wildestem Abwehrfeuer.

Der Berichterstatter der schwedischen Zeitung „Nha Daglight Allehanda" meldet, daß die Nacht zum Sonnabend eine wirk­liche Ueberraschung, eine ordentliche Blitznacht, geworden sei. Schwere Bomber seien in großer Anzahl über London erschie­nen. Ununterbrochen hätte man Vombcnexplosioncn gehört.

Am Sonnabend gingen die deutschen Angriffe gegen Eng­land kraftvoll weiter. Das Londoner Lustsahrtministerium, das offenbar zuerst nur mit einer kurzfristigen und vorüber­gehenden Verschärfung der Kampfhandlungen gerechnet hatte, scheint im Lause des Sonnabends zu der Einsicht gelangt zu sein, daß die Betonung des schwerwiegenden und um­fassenden Charakters der deutschen Aktionen während der letzten Nacht einen Agitationsschler dargestellt habe. Jeden­falls wurden die zunächst für den inneren englischen Gebrauch bestimmten, offensichtlich hier unvermeidbaren Konzessionen an

(Fortsetzung aus Seite L)

jetzt wieder gelingen, gelingen ckit dem gleichen Ergeb­nis von ehemals» nämlich mit dem Niederbruch Deutsch­lands. Daß es ganz anders kam, daß heute, wo wir in den fünfzehnten Monat des Krieges eintreten, Eng­land eingekreist ist und selber unaufhaltsam dem Schicksal der furchtbarsten Niederlage entgegentaumelt und daß an der Seite Deutschlands mit den Waffen oder mit ihren Sympathien so ziemlich alle übrigen euro­päischen Völker, außerdem ein Teil des vorderen Orients und Japan im Fernen Osten, steht, das ist — wenn man es so nennen will — das vom Führer vollbrachte große weltgeschichtliche Wunder» das zu erklären die Weisen von Zion und — es kommt auf das gleiche heraus — die von London sich vergeblich die Köpfe zerbrechen, das aber uns Deutschen und allen, die die Dinge in der Welt unvoreingenommen betrachten, ohne weiteres verständlich ist.

Wie alles Kein verständig denkend?! Mensch Kommen mußte! kann sich der Erkenntnis verschließen ^ daß starke, selbstbewußte und auf ihre Rechte pochende Völker innerhalb eines kurzen Ee« schichtsabschnrtts doch höchstens nur einmal von einer anderen Macht, und sei es auch die reichste und mäch­tigste der Welt, sich belügen und betrügen lassen und daß sie, wenn ihnen dies bereits einmal widerfuhr, beim zweiten Versuch, sich abermals einsangen zu lassen, den Versuchern die kalte Schulter zeigen. Wer unter den ehemaligen Bundesgenossen Englands im Weltkrieg wurde eigentlich beim Friedensschluß von England nicht betrogen? Betrogen wurde zuerst Rußland, dann Italien, nicht zuletzt auch Frankreich, schließlich die Araber, die Inder und auch die Japaner, denen man sofort nach dem Kriege das Bündnis kündigte, um zu­sammen mit USA. gegen sie Front zu beziehen. Das neu geschaffene Polen aber und die angeblichen Eünst- lingsvölker Englands auf dem Balkan durften sich nicht etwa in ihrer Staatsführung nach ihren wahren wirt­schaftlichen und politischen Interessen einstellen, sondern mußten entgegen diesen Interessen sich zum Vorspann der berechnenden englischen europäischen Zwietrachts- politik herabwürdigen und sich mißbrauchen lassen zu einer Politik, die sie dann zum Teil mit dem eigenen Leben oder mit schweren Opfern an Blut und Gebieten bezahlten, als sie sich verleiten' ließen, für England gegen die Achsenmächte Krieg zu führen. So ist das Wunder dpr weltgeschichtlichen Auswalzung in Europa eigentlich gar kein Wunder. Es bedarf hier gar keiner Erklärung des Warum, wenn man der Entwicklung der Dinge während dieser Zeit nachgeht und feststellt, daß dem völlig isolierten und eingekreisten England in Europa heute Deutschland als die Kernmacht des Kon­tinents gegenübersteht, anerkannt von allen euro­päischen Völkern und berufen, zu deren Wohl zusam­men mit Italien Europa neuaufzubauen und zu ord­nen. Und es bedarf keiner Erklärung des Wie, wenn man dem nachgeht, was man gemeinverständlich des Führers geschichtliches Walten nennen kann. Ueber die Wege, die zu der vor kurzem noch phantastisch erschei­nenden weltgeschichtlichen Umwälzung in Europa führ­ten, braucht man sich überhaupt nicht auszulasten. Das W i e lag beim Führer, und selbst Herr Churchill wird nicht leugnen wollen, daß die Wege, die die geniale Staatskunst Adolf Hitlers wandelt, nicht allein die für Deutschland einzig zuträglichen, sondern auch ganz Europa zu seinem Heil führenden Wege sind.

Neue englische Nun hat Griechenland sich als letzte Lekljpekulation durch Englands vormaligen Reichtum und seine Schemmacht ver­blendeten Nationen Europas gegen den Strom der weltgeschichtlichen Entwicklung gestellt und sich zum Schildknappen des wankenden Imperiums hergegeben. Indem es der englischen Flotte insgeheim Unterschlupf bot und entgegen seinen eigenen Interessen an die im Kampf gegen Italien stehenden englischen Streitkräfte kriegswichtiges Material und offensichtlich auch Nach­richten lieferte, hat es sich schwerer Neutralitäts-

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Die deutsche Luftwaffe vernichtete aus drei Geleitzügen 13 Schisse mit 47 000 BRT. und beschädigte 9 weitere Schisse mit etwa 36 000 BRT.

Unsere Luftwaffe hat auch gestern und in der Nacht zum Sonnabend acht kriegswichtige Ziele in England äußerst erfolgreich bombardiert.

Der planmäßige Vormarsch der Italiener geht in Rich­tung Saloniki weiter.

Der „New Statesman" fordert die Besetzung Syriens.

Die RAF. warf Bomben aus ein Krankenhaus in Berlin und ein Lazarett in Amsterdam. '

Reichsmarschall Göring dankt in einem Erlaß Front- und Heimat für ihren opferfreudigen Einsatz.

Mit 30 Versammlungen eröffnet am nächsten Sonntag der Kreis Bremen der RSDAP. die Winterpropaganda­aktion.

Kammergerichtspräsident Dr. Keßler und Staatssekretär Dr. Freister äußern sich zu der neuen Strafe des Jugend- arrestes.