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parteiamtliche Tageszeitung
Dos Nmtsdlatt des Negierenden Niirgermeifters der Zrcicn ganleftadl vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtliches verkündungsblatt des Neichsstaichalters in Oldenburg und Vremen
Nr. ZO^ / 10. Jahrgang
Sonnabend, 2. November 1940
Linzelpreis 1S Npf.
kine he III insorengt britischen VelMna
Zerstörer von acht vomben getroffen / Srostes Handelsschiff in vrand gesetzt
Schiff für Schiff mil vomben belesl
veleitjugrest in eiliger flucht aus die Küste
Berlin, 1. November.
Ein deutsches Kampfflugzeug griff Freitag vormittag einen stark gesicherten britischen Geleit- zug in der Gegend von Great Ssarmouth mit besonderem Erfolg an. 2V Zerstörer sowie eine Anzahl U-Boote begleiteten die Transportschiffe, die anscheinend eine besonders wertvolle Ladung für England beförderten.
Das erste Ziel des deutschen Fliegers war ein Zerstörer. Acht Vomben fielen auf das Deck, das in Kürze vom Wasser überspült wurde. Große Splitter flogen durch die Luft. Das Kriegsschiff blieb liegen und erhielt mehr und mehr Schlagseite. Dann wurde ein großes Handelsschiff von acht Bomben mittschiffs getroffen und in Brand gesetzt. Eine 15V Meter hohe Feuersäule war das weithin sichtbare Zeichen des erfolgreichen Bombenabwurfes. Zwei weitere Handelsschiffe, ein großes und ein kleineres» erhielten Volltreffer. Auf dem' ersteren Schiff wurde einwandfrei starke Splitterwirkung beobachtet.
Der Rest des völlig zersprengten britischen Verbandes versuchte, sich in Richtung auf die Küste in Sicherheit zu bringen- Dem deutschen Flugzeug war es unter geschickter Ausnutzung der Wetterlage gelungen, überraschend an den Eeleitzug heranzukommen. In kühn geführtem Tiefangriff und trotz starken Abwehrfeuers sämtlicher Kriegs- und Handelsschiffe hatte die Besatzung des deutschen Kampfflugzeuges Schiff für Schiff mit Vomben belegt. Fast 20 Treffer am deutschen Flugzeug waren ein Beweis für die Stärke des feindlichen Abwehrfeuers: jedoch konnten diese Treffer die Flugfähigkeit der Heinkel 111 keinen Abbruch tun.
ßenknotenpunkt Kalibaki erreicht. Die Wiederherstellungsarbeiten der vom Feind aus dem Rückzug verursachten Unterbrechungen gehen weiter.
In Nordafrika haben unsere motorisierten Kolonnen feindliche Kräfte angegriffen und bis über Alam- el-Samn s40 Kilometer östlich von Sidi el Barani) hinaus verfolgt. Unsere Luftwaffe hat heftige Angriffe gegen die feindlichen Stellungen unternommen, wobei es mit feindlichen Jägern zu heftigen Kämpfen kam. Sie
ben feindliche Flugzeuge wurden von unseren Bombern, weitere zehn von unseren Jägern abgeschossen. Der Abschuß von weiteren zwei Flugzeugen ist wahrscheinlich. Drei eigene Flugzeuge fehlen. Die feindliche Luftwaffe hat die Flugplätze der Marmqrica angegriffen» was einen Toten und drei Verwundete sowie leichte Materialschäden zur Folge hatte.
In Ostafrika verursachten feindliche Luftangriffe auf Adi Ealla leichte Schäden. Drei Eingeborene wurden verletzt; ein Angriff auf Agordat blieb ohne Folgen.
Die feindliche Luftwaffe hat verschiedene Bomben — darunter ein Brandbombe — auf Neapel abgeworfen, die geringe Schäden in Bagnoli, Porta Capuana und in Pomigliana d'Allee anrichteten. Ein Toter und fünf Verwundete sind zu beklagen."
Sriechenrückzug auf die Metaras-Linie
Italienische Lruppen stoßen nach - Vereits 79 Vörser erobert — Italienische Kolonnen vor lannina vegeisterter kmplang in der liamuria — durcheinander in fltffen
dn. Rom. 1. November
Nach einer oM Freitagabend veröffentlichten Mitteilung der Agenzia Stefani haben die italienischen Truppen die gesamte Unterpräsektur Pilati eingenommen, die aus 79 Dörfern mit zusammen 35 000 Einwohnern besteht. Einige der vordersten italienischen Kolonnen stehen bereits in unmittelbarer Nähe der Stadt Jattnina. Aus den Aussagen der zahlreichen griechischen Gesangenen ergibt sich vor allem die demoralisierende Wirkung, der der beherrschende Anteil der italienischen Luftwaffe an den Operationen ausübt.
deutscher welirmachtsbericht vom 1. November
Berlin, 1. November.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Besonders ungünstiges Wetter veranlaßte die Engländer» ihre Kampftätigkeit in der Luft gestern völlig einzustellen. Die deutsche Luftwafse hingegen setzte ihre Angriffe gegen London und andere kriegswichtige Ziele in Süd-, Mittel- und Westengland fort. Im Siidwest- teil von London waren als Folge von Bombenangriffen auf eine Bahnanlage und ein größeres Fabrikgebäude Brände zu beobachten. Bei Birmingham und am Südrand von Bristol sind wichtige Rüstungswerke erfolgreich mit Vomben belegt worden. Beim Angriff auf ein Munitionslager westlich von London flogen mehrere Munitionsschuppen in die Lust. Ein Eisenbahnzug wurde zum Entgleisen gebracht.
Bei weiteren Angriffen gegen britische Flugplätze konnten Volltreffer in Hallen, Schuppen und Unterkünften festgestellt werden. Eine Anzahl am Boden stehender Flugzeuge wurde im Tiefangriff mit ME.-Feuer belegt und beschädigt.
In den Gewässern westlich von Irland wurde ein britisches Transportschiff von etwa Kvvv BNT. durch s Bombentreffer versenkt. An der Südostküste Englands zersprengten Kampfflieger einen Eeleitzug. Sie erzielten mehrere Volltreffer und trafen ein Schiff so, daß es mit Schlagseite liegen blieb.
Vor der norwegischen Westküste wurde ein feindliches Flugzeug vom Muster Lockhead-Hudson im Luftkamps, ein weiteres durch ein Minensuchboot abgeschossen. Eigene Flugzeugverluste sind nicht entstanden."
lialienisHer weiirmochtsberichr vom 1. November
Rom, 1. November.
Der italienische Wehrmachtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut: „Das Hauptquartier der Wehr
macht gibt bekannt: Die Operationen in Epirus entwickeln sich planmäßig. Unsere Truppen haben den Stra-
Die beiden Städte Janwna und Florina werden von den it-alleniscl-sn Militär-sachverständigen als die ersten strategischen Ziele der vormarschierenden italienischen Kolonnen bezeichnet, die aus motorisierten Dtreitkrästen, Alpiniobteslungen lind Kavallerie bestellen. Jannina beherrscht die zmck Kanal Dop Korsu, zum Golf von Korinlh, und nach Attzen führenden Verbindungen. Florina ist der Endpunkt der etwa 150 Kilometer langen Bahn und Straße nach Saloniki. Die Taktik des griechischen .Heeres ist bis jetzt rein defensiv — „gemäß den, feststellenden Plänen", wie das griechische Oberkommando sagt. Die Kampfhandlungen werden von griechischen Nachhuten be- stritten, die den Rückzug der Hauptmasse zu decken und Straßen — soweit von solchen überhaupt gesprochen werden kann — wie Brücken zu unterbrechen suchen.
Begeistert ist der Empfang, der den italienischen Truppen und selbstverständlich besonders den albanischen Abteilungen in den verelendeten Dörfern der Ciamura zuteil wird, deren rein albanischer Charakter selbst von den griechischen Statistiken bis vor" drei Jahren zugegeben wurde. Aufschlußreich genug ist das Geständnis Radio-Athens, wonach die an der Epirussront zurückgehenden griechischen Truppen von „Irregulären, aus der lokalen Bevölkerung gebildeten Banden" angegriffen würden. Abzuwarten bleibt nun, ob die Griechen in ihrem Rückzug an der sogenannten Metaraslinie halt zu maclien versuchen. Dieses angeblich 1900 Kilometer lange Ver- teidigungssßstem sollte bekanntlich die -seit jeher geplante englische Landung decken. Don den 5,6 Milliarden Drachmen Heeresansgaben, die Metaras seit dem Jahre 1936 aufgewendet hat (gegen je durchschnittlich 210 Millionen Drachmen in den Jahren 1033—36), verschlang diese Besestigungslinie, an deren Bau viele tausend Arbeitskräfte tätig waren, allein eine Milliarde Drachmen.
Eine weitere erhebliche Summe wurde auch für die Luftwaffe verausgabt. Der Widerstand der kleinen griechischen Luftflotte fällt allerdings kaum ins Gewicht. Der größte Feind der italienischen Flieger im griechischen Luftraum war bis jetzt die außerordentlich ungünstige Witterung. Dennoch vermochten die italienischen Wasserflugzeuge des „Reiher"- TYPs, die Patras, Lepanto und andere strategische Punkte mit Bomben belegten, wichtige Erfolge zu erzielen. Im Hafen von Patras wurden außer den Verladeanlagen auch Transportschiffe getroffen, die mit Truppen besetzt waren.
In Athen herrscht allem Anschein nach ein Durcheinander. Während der Pöbel ungehindert alle italienischen Geschäfte plündert, haben die in der griechischen Hanptstadt lebenden Ausländer die strenge Weisung erhalten, nach Einbruch der
Dunkelheit nicht ihre Wohnungen zu verlassen. Nur das Diplomatische Korps ist von diesem Verbot befreit. In der griechischen Bevölkerung ist der Enthusiasmus kurz gewesen, den die Falschmeldung über englische Truppenlandungen in Korsu und Patras hervorgerusen haft«.
kniffußasmus in Manien
Iln. Rom, 1. November.
Der Vormarsch der italienischen und albanischen Truppen in Griechenland wird in ganz Albanien von begeisterten Volkskundgebungen begleitet. Die össentlichen Lautsprecher, die in allen Städten und Dörfern des Landes aufgestellt wurden, sind ständig von der nachrichtenhungrigen Bevölkerung umlagert. Im Rundfunk von Tirana verlas das Oberhaupt der mohammedanischen Religionsgemeinschaft Albaniens eine Botschaft, in der der sichere Sieg der Achse als Fricdenshossnnng der gesamten islamischen Welt bezeichnet wird.
Londons Seßcht - ein zweites Dünkirchen
Luft tooper faselt von „nachlassenden" flngriffen — „Heftigste Nacht der Woche" berichtet „Stocktzoims Lidningen"
hrv. Stockholm, 1. November.
Die Londoner Lustkriegsberichte über die Nacht zum Freitag und dem Donnerstag verwenden wieder einmal die klischceartig angewandte Beruhigungssormel. es sei ein Nachlassen der Angrissshestigkeit mindestens gegenüber London zu beobachten. Die Engländer wollen mit diesen Behauptungen offenbar nur die Tragweite der enorm heftigen und wirksamen Angriffe aus die englischen Industriegebiete oder aus andere äußerst kriegswichtige Objekte in den Hintergrund drängen, zu denen besonders die erfolgreichen Bombardements gegen die im letzten Wehrmachtsbericht erwähnten großen Munitionsdepots in Südengland gehörten.
Von einem „Nachlassen" der Bombardements und ihrer Wirkungen ist aber aus jenen spärlichen Anzeichen, die von der Londoner Zensur durchgelassen werden, auch nicht das geringste zu spüren. Gerade jetzt müssen wieder schwedisch Meldungen aus London die Bombardierung wichtiger Stadtviertel zugeben Sie werden der neutralen Lessentlichkeil nicht den Eindruck vermitteln, als ob die Angriffe aus London „erlahmt" wären.
Schwedische Berichte ermähnen, daß aus dem durch Bomben hart mitgenommenen Wimbledvn-Tenmsgelände seit Kriegsbeginn eine Schweinezucht angelegt worden sei. Die englische Zensur gestattet derartige harmlose Hinweise, aber natürlich keine Erwähnung der militärische» Ausgaben, die den Tennis- und Golfplätzen, Klubgebänden usw. bei der Anlegung des Londoner Verteidigungsgürtels zugewiesen wurden Hier überall sind Flak- und Scheinwerierbatterien ausgestellt, Truppen in Notkasernen untergebracht, Munitions- und Vorratslaqer eingerichtet.
Ueber die fortdauernden Angriffe sagt „Stockholms Tid- ningen" in einem Bericht aus London- „Die Aktion der letzten
Nacht ist die heftigste in dieser Woche gewesen. Es entstanden viele Feuersbrünste"
Ein Einwohner von Dünkirchen, der im Juni als verwundeter französischer Soldat nach England verschleppt worden war, und dem es jetzt gelungen ist, von der britischen Insel zu entslichcn und in seine Heimat zurückzukehren, berichtet bemerkenswerte Einzelheiten über die Wirkung der deutschen Bombcnangrisse aus London. In einer Mitteilung an die Presse erklärt er u. a.: „Ich habe die britische Hauptstadt am 26. Oktober zusammen mit 44 anderen Kameraden, die eben- salls nach ihrer Verwundung im Juni nach England gebracht worden waren, verlassen. Eine französische Jacht besörderte uns nach Cherbourg. Das Leben i„ London wird unhaltbar. Die gewaltige Stadt sieht heute schon, unter Berücksichtigung der verschiedenen Größenverhältnissc, wie Dünkirchen aus. Ucbcrall sieht man nichts als Trümmerhaufen. Die Angrifse der deutschen Luftwaffe verursachen Tag und Nacht gewaltige Schäden und zwingen die Bevölkerung, sich in die Keller zu verkriechen."
Wie in Stockholm bekannt wird, hat der britische Flugzeug- beschafsungsministcr Lord Beaverbrook kürzlich seiner
Sorge über die rückgängige Flugzeugproduktion Ausdruck gegeben. Infolge der. andauernden Lustalarme sei die englische Arbeiterschaft nicht in der Lage, das notlvendige Sott der Wochenproduktion zu schassen. Dazu kommt, daß die amerikanischen Lieferungen den englischen ProduktioNsausfall trotz verstärkter Anforderungen noch immer nicht, ausgleichen können.
Die englische Arbeiterschaft verliert durch die deutschen Lust- boinbardeinents bei Tag und bei Nacht nicht nur unersetzliche Arbeitszeit, sondern sie zeigt auch soziale Itnrnlzeerscheinungen, die der Regierung Churchill Kopfzerbrechen machen. Jetzt sind zahlreiche Gewerkschastsselretäre angesetzt worden, durch Er- inunternngsreden die mürrische Stimmung der Arbeiterin asten zu beheben.
Zu den Produktionshenimungen kommen die außerordentlichen täglich zunehmenden Transportschwierigkeiten, die auch dem größten Optimisten in England die Zukunft sehr dunkel erscheinen lassen. So meldet der Korrespondent von „New Dort Hcrald Tribune", daß die Transportsrage in London sehr ernst sei. Man habe eingesehen, daß die großen Störungen im Eisenbahn- und U-Bah»netz nicht dadurch tvhoben werden könnten, daß zusätzlich Autobusse aus andere» Städten nach London geschasst seien.
Lei allen diesen Schwierigkeiten, so meint der Korrespondent des amerikanischen Blattes, könne man nicht von einem auch nur annähernd normalen Leben in London reden.
(Fortsetzung auf Seite 2)
LVou unserem Lsriinsr VöiftrötsiJ
Q. ». Berlin, 1. November.
Die britische Agitation ist in Nöten, weil die Kriegslage des Empires so mißlich ist, daß selbst Churchill, der bedenkenloseste aller britischen Lügner, es für richtig befand, die britische Presse nicht mehr die alte unbedenkliche Optimismuskampagne fortführen zu lassen, sondern vorsichtig, damit das englische Volk nicht zu unsanft aufgestört werde, eine gewisse Dosis Wahrheit herauszulassen. So wurde vom Erößerfolg deutscher U-Boote gegen britische Eeleitzüge schon ein erheblicher Happen eingestanden, Dann folgte, als gegen die akute Kriegsausweitungsgefahr in Griechenland durch England der vorbeugende italienische Gegenstoß angesetzt wurde, zwar neben einigen üblichen Lügennachrichten über die Verbesserung der britischen Situation doch eine Welle von britischen Stimmen, die die Gefahren eines zweiten Norwegen-Reinfalls mit aller Deutlichkeit schilderten.
Nun folgt in dieser Reihe die Stimme eines Fachmanns, des Großadmirals Lord Ehatfield, über die Kriegslage des einst seebeherrschenden Albion, und seine Darstellung bringt nun in vollem Umfange die Nöte und Sorgen des Britannien zutage, das mit seinem Empire im wahrsten Sinne des Wortes um sein nacktes Leben kämpft. Ehatfield stellt grundsätzlich fest: „Die Beherrschung der Meere im Jahre 1940 ist nicht so leicht und so einfach, wie es früher für England gewesen ist, die Meere zu beherrschen ... Der Feind befindet sich England gegenüber in einer so günstigen Lage, wie er sie strategisch vorher noch nie gehabt hat."
Der britische Großadmiral kommt nicht um die Einzelfeststellungen herum, die diese Lage verdeutlichen. Die britische Flotte laufe heute mehr Risiken und ihre Aufgabe sei größer geworden. Bekanntlich ist die britische Flotte seit Kriegsbeginn nicht unerheblich kleiner, was Lloyd George für die heute besonders wichtige Kategorie der Zerstörer noch kürzlich zugestand. In einem Nest von Schönfärberei meinte der Großadmiral weiter, daß die britische Flotte fast die ganzen europäischen Küsten, die Deutschland heute beherrsche, „überwachen" müsse, denn es gab schon mehrere britische Stimmen, die es wagten, von der Gefahr der deutschen Blockade zu sprechen, so daß also das „lleberwachen" seitens der Engländer zu einer rein defensiven Angelegenheit geworden ist. Daß durch die Kanalkllste mit der Bestückung mit deutschen Küstengeschützen und durch ll-Boote und Schnellboote und Zerstörer der Kanal als englische Schiffahrtsstraße praktisch ausgeschaltet ist, kommt in der Wendung zum Ausdruck, das die Durchfahrt eines Ee- lei^zuges durch den Kanal für England geradezu zu einer „Oslottenoperation" geworden ist und die deutschen Küstengeschütze die englischen Schiffe schwer bedrohen. Dazu muß der Lord weiter gestehen: „Großbritanniens grosztes und schwierigstes Problem ist gegenwärtig, die Seewege von und nach England offenzuhalten, denn die deutschen U-Boote lauern der englischen Flotte im Atlantik auf.
Die wehleidigen Feststellungen des britischen Großadmirals erinnern uns an die Zeit vor einem Jahre.
hvffte, durch eine bequeme und ungefährliche Blockade Deutschland auf die Knie zwingen zu können. ^m Laufe dieser kurzen Zeit haben sich die Verhältnisse grundlegend geändert. Heute wagt man in England gar nicht mehr, von Blockade zu reden man weiß, daß England selbst der Blockierte ist. daß seine Versorgung mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen sich nur noch unzureichend und unter größten Gefahren bewerkstelligen läßt.
Aber nicht nur für Atlantik und Kanal — von der Nordseelage wagt der einstige Oberbefehlshaber der britischen Flotte mcht mehr zu sprechen — ist die Lage von Tag zu Tag kritischer geworden. Auch im Mittel- meer ist die Lage schwieriger, von der er sagt, daß dort die Aufgaben wesentlich größer wurden, zumal nach Ausfall der französischen Flotte, die einst das östliche Mr elmeer bewacht habe. Viele Eeleitzüge für den Mittleren Osten müsse man jetzt schon um das Kap leiten. Immerhin meint der Großadmiral, daß die Lage im Mittelmeer noch etwas aussichtsreicher sei. In diesem Zusammenhang aber wird dann von diesem Marinefachmann ziemlich unumwunden der Grund der Kriegsausweitungsversuche im Mittelmeer zugestanden. Er erklärt nämlich, daß die griechischen Häfen für England von großer strategischer Bedeutung seien und fügt hinzu, daß auf Grund der griechischen Gastfreundschaft, die
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Ein einziges deutsches Kampsslugzeug zersprengte mit großem Erfolg einen stark gesicherten englischen Geleitzug. Die deutsche Lustwasse erzielte bei ihren neuerlichen An- grftsen aus England Volltreffer aus britische Flugzeughallen und versenkte ein Transportschiff westlich von Irland.
Die Italiener vernichteten bei heftigen Lustkämpscn in Nordafrika 17 bis 19 britische Flugzeuge.
Die griechischen Truppen ziehen sich aus die Metaxas- Linir zurück-, dir Italiener eroberten bereits 79 griechische Dörfer.
Marschall Petain bootete 50 Unterpräsekten aus.
In Indien herrscht große Unruhe wegen der Verhaftung des Pandit Rehru.
Der Führer zeichnete drei tapfer« Ossiziere der Luftwaffe mit dem Ritterkreuz aus.
Lutze, Himmler. Hühnlein und Christiansen erließen zur 3. Reichsstraßensammlung einen gemeinsamen Ausruf.
In Ahlhorn sand eine richtungweiscnde Tagung mit Gauleiter Rover statt.