Ausgabe 
(20.5.1941) Nr. 139
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der Nationalsozialisten Bremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. 1Z9 / 11. Zaizrgang

Dienstag, 20. INai 1941

kinzeipreis 13 Nps.

starte Schlüge unserer Luftwaffe

lankeroerluste sei» 1 . Mai: 52000 vnr. vernichte» und 15000 VM. beschädig,

Volltreffer auf Kreuzer und Zerstörer

Berlin, 19. Mai

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche Luftwaffe führte am gestrigen Tage und in der letzten Nacht harte Schläge gegen britische Seestreit­kräfte und Handelsschiffe im Seegebiet um England und im Mittelmeer.

Kampfflugzeuge vernichteten im St.-Eeorgs-Kanal zwei Handelsschiffe mit zusammen 12 909 VRT., warsen westlich der Donegal-Vucht aus einem stark gesicherten Eeleitzug heraus ein Handelsschiff in Brand und be­schädigten drei große Frachter schwer. Im Nordatlantik vernichtete ein Kampfflugzeug einen Tanker' von lü üvv BRT.

Deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge beschä­digten in der Suda-Vucht auf Kreta einen Kreuzer der Hork-Klasse sowie zwei Zerstörer durch Volltreffer und versenkten zwei kleine Handelsschiffe. Außerdem wurden sechs große Handelsschiffe, darunter ein Tanker, so schwer getroffen, daß mit weiteren Verlusten an Schiffsraum zu rechnen ist. Deutsche Jagdflugzeuge zerstörten aus Flugplätzen der Insel Kreta sieben britische Flugzeuge am Boden und schössen ein britisches Jagdflugzeug vom Muster Hurricane im Luftkampf ab.

In Nordafrika brachten Spähtrupps des deutschen Asrikakorps im Kampfabschnitt von Tobrnk bei einem örtlichen Vorstoß eine Anzahl Gefangener ein.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwachen Kräften eine geringe Zahl von Spreng- und Brand-

veoölkerung von Mmoutti oline fiilse

Genf, 19. Mai. Ueber das völlige Versagen aller staat­lichen Organisationen in dem in letzter Zeit von mehreren schweren Luftangriffen heimgesuchten britischen Kriegshasen Plhmouth berichtet ein Sonderberichterstatter des „Daily Herald".

Die örtlichen Behörden hatten die außerordentliche Schwere bor allem der drei aufeinanderfolgenden großen Angrisse Ende April in keiner Weise vorausgesehen und seien den sich daraus ergebenden Problemen nicht gewachsen gewesen. Auch eine rasche Hilfe der Regierung habe man vermissen müssen. Tausende von Menschen hätten in ihren zerstörten Häusern und verwüsteten Straßen weiterleben müssen und viele hätten bei dem bitter kalten Wetter im Freien in den umliegenden Mvvren kampiert. Unzählige seien umhergeirrt, ohne zu wissen, wo sie Nahrung und Unterkunft sinden könnten. Unter diesen Umständen sei es nicht verwunderlich, wenn die Zahl der Todesopfer der Lustangriffe noch durch zahlreiche tödliche Lungenentzündungen erhöht worden sei.

Eine andere schwierige Frage sei die der NotIebens - Mittelkarten. Die erschöpften Menschen könnten nicht fünf oder sechs Kilometer laufen, um diese Karten zu er­halten, und hätten daher keine Möglichkeit, Nahrungsmittel zu erlangen. Auch bei der Bereitstellung von Kleidung und der Verteilung von Fahrkarten für Evakuierte herrsche ein tolles Durcheinander, so daß es zahlreichen Frauen mit ihren Kindern nicht möglich sei, aus Plhmouth herauszukommen.

Derartige Mißstände kommen auch in einem offenen Brief an den Ernährungsmiuistcr Lord Wolton zum Ausdruck, den die „Dailh Mail" dieser Tage veröffentlichte. Der Schreiber verlangt von dem Minister „etwas mehr Freundlichkeit und Höflichkeit", für die Mütter kleiner Kinder. Diese Mütter wüßten häufig nicht, was sie ihren Kindern zu essen geben sollten und manchmal verzweifelten sie an der Lösung dieses Problems.

Während in Deutschland sowohl die allgemeinen wie auch besonderen Zuteilungen für Kinder deren gesundheitliches Ge­deihen sicherstellen, mutz der englische Briesschreiber den vlutv- kratischen Lord auffordern, den Müttern wenigstens zu fagen, „wie sie in Kriegszeitcn ihre Kinder zweckmäßig ernähren könnten, ohne daß sie Schäden an ihrer Gesundheit erlitten."

bomben auf Orte des nordwestdeutschen Küstengebietes. Die angerichteten Schäden sind unerheblich.

Die im heutigen Wehrmachtsbericht gemeldeten Verluste der britischen Handelsschissahrt sind im Hinblick aus die hier­unter befindlichen Grotztanker sür die englische Kriegswirt­schaft besonders schwerwiegend. 25 9ÜV BRT, Tankertonnage können als vernichtet gelten; 12 999 BRT. wurden sofort ver­senkt, ein zweites Tankschiff von 13 999 BRT. war nach Bombentreffern in Flammen gehüllt, so datz weder an ein Löschen des Brandes noch an die Bergung des Schisses zu denken war. Die englischen Tankerverluste betragen seit dem 1, Mai: S2 99« BRT, vernichtet und 15 999 BRT. beschädigt. Damit ist allein im Mai Tankertonnage sür die britische Kriegswirtschaft ausgefallen, die bei einer jährlichen Leistung von sechs Fahrten 579 999 bis 999 999 Tonnen Oel-Transporte bewältigen könnte. Der Verlust trisst England um so schwe­rer, als in der gegenwärtigen Phase des Krieges auf der einen Seite die Ansprüche der Wehrmacht, vor allem der eng­lischen Admiralität, infolge der Kriegsausweitung im Mittel­meer sprunghaft in die Höhe geschnellt sind, andererseits durch die Besetzung der irakischen Oelguellen die nächstgelegcnen Oelquellsn mit einer Leistungsfähigkeit von fünf Millionen Tonnen im Jahr verlorengegangen sind. r.

Verlust von »wei stilfsschlffen eingestanden

Stockholm, 19. Mai. Die britische Admiralität gibt bekannt, datz die Hilssschisse „Susarion" und „Uberth" ver­senkt sind.

Die „Susarion" war ein größerer Trawler von 299 Tv., die „Uberty" ein Fischdampser. der als Bewachersahrzeug

eingesetzt war. Einschließlich dieser Versenkungen hat die eng­lische Flotte in der letzten Woche allein an Vorpostenschissen vier Einheiten verloren.

In englischen Diensten untergegangen. Der 1375 BRT. große, in englischen Diensten fahrende norwegische Dampfer , „Nhland" ging nach Pressemeldungen verloren.

Mannschastsberluste an Bord der „Renown". An Bord des schwer beschädigten britischen Panzerkreuzers „Renown" sind, wie hier bekannt'wird, noch nachträglich zehn englische Ma­trosen, die bei den Kämpfen im Mittelmeer verwundet wur­den, gestorben.

Britisches Wasserflugzeug bei Gibraltar derbrannt. In der Bucht von Gibraltar geriet aus unbekannten Gründen ein britisches drcimotoriges Wasserflugzeug in Brand. Die Be­satzung sprang ins Wasser und wurde von herbeieilenden Ruderbooten gerettet. Andere in der Nähe liegende Wasser­flugzeuge wurden entfernt, um eine Ausdehnung des Bran­des zu verhindern.

USA.-Oel-Gescllfchast verlor über ein Drittel ihrer Tanker. Die Socony Ovacuum Oil Company gab laut Associated Preß bekannt, daß von den 29 unter britischer Flagge fahrenden IISA.-Tankern bisher acht versenkt worden sind. Drei wur­den beschädigt. Zwei weitere wurden in französischen Häfen zurückgehalten.

Wegen Schisssmangel unmöglich! C. K. Zeith, der USA.- Sachberater sür Mineralfragen im Produktionsamt sür Auf­rüstung, sagte vor dem Militärausschuß des Senats aus. daß das Regierungsprogramm zur Schaffung von Reserve- vorräten an strategisch wichtigen Mineralien fehlschlagen müsse, da viel zu spät damit begonnen und die Durchiührung jetzt wegen Schisssmangel unmöglich sei.

vomben zermürben Lobruk

Sluka-flngriff auf englische flrlilleriestellungen

(Von Krisgssiericiitsr Horst L s, n Itr)

llnh.19. Mai. (pfl.) Mit unvorstellbarer Zähigkeit

sucht der Engländer Tobruk zu halten. Er weiß, daß mit dem Fall dieser Stadt, die nichts anderes als eine einzige Festung darstellt, Nordasrika jür England verloren ist. Noch hat der Gegner hier -inen wichtigen Konzentrationspunkt, der Kräfte ausstrahlt, die wir keineswegs unterschätzen dürfen. Deutsche und italienische Kräste sind aber am Werk, die letzte Stütze britischer Kampfkraft in der Ehrenaika zu fällen, zu vernichten. Unsere Artillerie steht feuerbereit, Panzer rollen nach vorne, und gleich werden Stukaslieger zu neuem Ein­satz an die Maschinen gehen.

Unter freiem Himmel halten wir Einsatzbesprechung. Die Staffelkapitäne bezeichnen die Punkte, die es zu — „bearbeiten" gilt. sne müssen genauestens eingehalten werden, denn der Engländer hat deutsche Gefangene in die Nähe einiger der wichtigsten Ziele gebracht. Also Vorsicht, einwandsrei er­kennen und sicher zielen! Das ist, von MG.-Feuer und Uak- beschuß umgeben, durchaus keine leichte Aufgabe. Aber ein geübter Stukaslieger meistert auch sie.

Endlich ist es so weit. Wir klettern in unsere Maschinen, nehmen noch die guten Wünsche der Kameraden entgegen, dann rollt ein Vogel nach dem anderen über den roten Wüstensand, zieht eine lange, aufsteigende Sandwolke hinter sich her und hebt sich dann in die Lust,

Unter uns sehen wir das seit Wochen gleiche Bild: Wüste mit spärlichem Graswnchs, Sand, Stein, da und dort deutsche Stellungen, abgestürzte Flugzeuge, zerschossene und ausge­brannte Panzer- und Kraftwagen. Wir gehen höher. Die Stel­lungen, die wir jetzt überfliegen, sind englische. Es heißt mörderisch aufpassen. Vor allem müsscn wir uns vor britischen Jägern hüten. Gewöhnlich kommen sie uns hier schon ent­gegen. Heute läßt sich noch keine Hurricane blicken, Sollten sich unsere Schläge schon auswirken?

Weiß und schimmernd taucht jetzt Tobruk auf. Ein herr­liches Bild: die helle Wüste, das blaue Meer und die blendend­weiße Stadt. Aber wir haben keine Zeit, uns dieses Aquarells zu erfreuen. Rasendes Feuer der Flakartillerie umzischt uns.

Wir jagen mitten hindurch und fast senkrecht aus eine Ar­tilleriestellung los. Wenige hundert Meter über dem Boden klingt der Flugzeugsührer die Bomben aus, sängt die Ma­schine ab und reißt sie sofort wieder hoch. Volltreffer! Kann ich gerade noch erkennen, dann machen wir uns schon wieder fertig zum nächsten Sturz. Diesmal gilt unser Angriff einem englischen Zeltlager, Eine riesige L-andsontäne steigt nach unserem Bombenwurf auf. Flammen schlagen hoch — wir lassen auch hier nur ein Chaos zurück.

Unser Auftrag ist erfüllt. Wir winden uns durch gut­liegendes Flakseuer hindurch. Plötzlich läßt der Beschüß nach, aber eine Hurricane ist uns dafür dicht aus den Fersen. Wir hängen sie durch einen Stnrzflug ab. Glücklich erreichen wir unseren Wüstenhasen.

So machen wir Tobruk mürbe. Immer wieder treffen unsere Bomben Zeltlager, Truppen- und Eeräteansammlungen, Ar­tilleriestellungen und. Panzereinheiten, Gemeinsam mit Zer­störerstaffeln und italienischen Verbänden zerschlagen wir die letzte Zufluchtsstätte des Feindes in Libyen Unaufhörlich rollen unsere Angriffe über Tobruk, Die Hammerschläge unse­rer Luftwaffe zermürben den Gegner, während' sich der eiserne Ring von Panzer und Infanterie immer würgender zusammenzieht. Nicht umsonst sagte ein gefangener englischer Volksschullehrer kürzlich aus: Wir haben an den Sieg ge­

glaubt, bis wir die ersten Siuka- und Panzcrangriffe mit erleben mußten. Da wußten wir. gegen diese Waffen ist nicht anzukommen,"

Neuer Luftangriff auf den Tuezkanal. Das englische Haupt­quartier Nahost hat sich in der Nacht zum Montag ent- ichlosien, den .Herauswurf englischer Truppen aus Sollum durch deutsche Afrikastreitkräfte einzugestehen Das geschah in der Form einer Mitteilung, wonach es den Teutschen gelun­gen sei, die „englischen Gewinne" wieder streitig zu machen. Es wird behauptet, die englischen Truppen hielten jedoch noch Bejestigungen im Küstsngelände Die Deutschn seien an mehreren anderen Stellen durchgebrochen. Kairo gibt ferner neue Luftangriffe auf die Suez-Kanal-Zone in der Nacht zum Sonntag zu.

Sie kömpsten bis zur letzten Patrone...

Vas keldendrama von flmba ftlaSW - Nur MunMonsmangel zwang den lZerzog von flosta zur Waffenstreckung

Rom, 19. Mai. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika wurden einige Angriffsversuche des Feindes an der Front vor Tobruk im Keime erstickt. Im Aegä- ifchen Meer haben feindliche Flugzeuge in den frühen Morgenstunden des Sonntag die Insel Rhodos über­flogen und einige Bomben geworfen, ohne Schaden anzurichten. In O st a s r i k a hat die Besatzung von Amba Aladfchi, die bis zum äußersten Widerstand geleistet hatte und ohne Lebensmittel und Wasser geblieben war, in der materiellen Unmöglichkeit Ver­wundeten die Pflege. angedeihen zu lassen, Befehl erhalten, den Kamps einzustellen. In der Schlacht von Amba Aladschi haben sich die Gruppe der Kgl. Kara- binieri „Amba Aladschi", die Kompanie der Sturm­truppen „Toselli", die 8 , 1 -Zentimeter-Mörser-Kompanie der Division „Eranatieri di Savoia", das Maschinen­gewehr-Bataillon des 10. Regiments Eranatieri di Sa­voia, die 2. und 3. Krnppe des 90. Art. Regt. Erana­tieri di Savoia, die 43. Gruppe der Kgl. Artillerie und die 24. Gruppe der 7 . 5 -Zentimeter-Artillerie besonders ausgezeichnet. Der Feind hat in Anerkennung der Tap­ferkeit unserer Soldaten ihnen die Ehre der Velassung der Massen zugestanden, den Offizieren die Pistole gelassen und angeordnet, daß unsere Besatzung beim Verlassen der Stellungen von Amba Aladschi vor den englischen Abteilungen in Massen vorbeimarschiert, die ihnen Ehrenbezeigungen erweisen werden. Der Herzog von Aosta teilt das Schicksal seiner Truppen.

Der Widerstand wird in den Abschnitten von Eimma und von Eondar fortgesetzt.

„Ifr. v. I,. Rom, 19. Mai. iBZ.-Eigenbcrichi.Z Nach 38- tögigkn erbitterten Kämpscn auf dem über 3999 Meter hohen Vcrgmainv des Amba «lag! haben Reste der italienischen -treitlriifte in Nordabesstnien unter ihrem Oberbefehlshaber, iilicqergcncral Herzog von Aosta, die Waffen gestreckt. Das italienische Volk gedenkt mit berechtigtem Stolz dieser Kämpfe,

die auf verlorenem Posten, 4999 Kilometer von der Heimat entfernt, ohn- Luftwaffe, Flak und Nachschub wochenlang dem übermächtigen Gegner widerstanden, nach stärkstem Trom­melfeuer der britischen Batterien und Bomber die Angriffe blutig zurückschlugen, immer wieder zu Gegenstößen vor­gingen und sich erst ergaben, als die letzte Granate verfeuert war.

Die ihnen gestellte Aufgabe, hinhaltenden Widerstand bei Bindung starker feindlicher Kräfte zur Verhinderung des Abzugs dieser nach der nordasrikanischen Front zu leisten, wurde nach italienischem Urteil voll erfüllt. Die Truppen des Herzogs von Aosta vollbrachten dabei Leistungen, die zu den glänzendsten Waiientaten aui afrikanischer Erde gezählt werden müssen. Nach dem am 29. März erfolgten Fall von Cheren unter Aufgab« Addis Abebas war das Amba-Alagi- Mafsiv als letzte Verteidigungsstellung im Norden vom Herzog von Aosta gewählt worden. Der Vorteil der durch ihre natürliche Lag« sehr starken Verteidigungsstellung wurde durch den Nachteil des gänzlichen Ausfalls der italienischen Lustwaiie stark eingeschränkt, die sich mit ihren 299 Flug­zeugen in den vorhergehenden Kämpfen sür die Truppen geopfert hatte.

Die ersten englischen Angriffe erfolgten am 28. April. Bis zum 17. Mai wurden sie mit immer zunehmender Heftigkeit wrlgesetzt. Während der Gegner von allen Seiten Verstär­kungen zur Einschließung des Bergmassivs heranzog, nahm die Zahl der Verteidiger infolge der schweren Kämpfe ständig ab und verminderten sich die Munition?- und Le­bensmittelvorräte infolge des Ausfalls jeden Nachschubs in erschreckender Weise, Die RAF. hatte am Amba Alagi in Anbetracht des Fehlens einer ausreichenden italienischen Luft­abwehr leichtes Spiel: Die englischen Batterien leichten und mittleren Kalibers zertrümmerten systematisch die italieni­schen Stellungen, während sich den englischen Truppen starke Kräfte abessinischer Rebellen anschlössen.

Schon im April wurden die italienischen Verwundeten auf den 3438 Meter hohen Gipfel des Massivs in Sicherheit ge­bracht. Aniang Mai folgte ihnen das italienische Gros. Bei äußerter Munitivnseinschränlung wandten die italienischen Truppen als eine Art von Handgranaten bcnzingesiillte Flaschen und Behälter an. Aus englischer Seite versuchte man immer wieder, Panzer zum Einsatz zu bringen. Gegen den 19. Mai war der Gipset des Amba Alagi mit italienischen Verwunde­ten und Sterbenden bedeckt, die den englischen Bombern und

los preisgegeben waren. In dieser verzweifelten Lage nach Erfüllung der Pflicht den italienischen Truppen den danken der Uebergabe nahelegte, übernahm der Herzog ! Aosta selbst das Kommando und ritz die Truppen zu eil weiteren mehrtägigen Widerstand mit. Mit ausgeleierten schützen und beschädigten MG.s wurden die letzten Ang, abgeschlagen. Die Waffenstreckung erfolgte nach italienis, Zeugn,,sen erst in dem Augenblick, da die letzt« Patron- schosien war.

Wie der italienische Heeresbericht mitteilt, hat selbst Feind die hervorragende Leistung der Truppen des Herz von Aosta dadurch anerkannt, datz er den Italienern die laslung der Waffen zugestanden hat. Der Herzog von A teilt das Schick,al seiner Truppen und befindet sich in fangenschaft. Die Welt weiß heute, daß der Heldenkamps Abe„inien mit dem Namen- des Herzogs von Aosta untrem: verbunden ist. Fast ein Jahr lang haben die schwachen uenischeti Kräfte -in Oftafrika, vollkommen auf sich allein stellt, gegen einen weit überlegenen Gegner standgehalten ,ede Aufforderung zur Kapitulation mehrfach znrückgewic Der Name des Herzogs von Aosta wird in der Geschichte di Krieges zweifellos mit an erster Stelle stehen. Er ist > echte Soldatennatur. Schon mit 22 Jahren ging er i A,rika, nach dem Kongo, um sich mit den Kolonialproblei zu beschäftigen. Im Jahre 1939 begann seine Kolonial! zierszcit. Als Kommandeur einer Kamelreiterschwadron n, er an den Wüstenkämpfen teil und wurde mehrfach au zeichnet. Im abessinischen Feldzug leistete der Herzog Aosta als Soldat ebenso Hervorragendes wie später d

als Eeneralgouverneur und Vizekönig dieses Landes die Persönlichkeit dieses Mannes jedoch voll erfassen will mutz die Soldaten fragen, die mit dem Herzog nunmel, Abesnnien gegen die Engländer gekämpft haben. Einn ist das Urteil aller: „Niemand kann tapferer und opf reiter kämpfen als unser Herzog". Trotzdem nun der Fi der italienischen Kämpfer in Ostafrika in Gesangenschasi geben die italienischen Truppen in anderen Kanipsgeb Abesfiniens den Widerstand nicht auf — ein Zeichen vor hohen kämpserischen Moral dieser Truppenteile. Die st- italienische Verteidigungsstellung befindet sich jetzt im E Galla-Sidamo in Westabejsinien. zu der die italieni Wlderstandszentren am Tanasce bei Eondar, in Dan bei As s ab und endlich in der Nähe der Küste zum Jndi Ozean im M i g i u r t i n a - Gebiet treten.

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Ein Gespräch mit Dr. Ley

Von

WsUer Lislil

Wiederum sind am 1. Mai 1941 drei Pioniere der Arbeit ernannt worden. Die Ernennung ist eine Aus­zeichnung, die durch den Führer direkt erfolgt Die Vor­schläge werden durch Reichsleiter Dr. Lep, dem die Berichte der Gauleiter der NSDAP. und der Gauobmänner der Deut­schen Arbeitsfront vorliegen, dem Führer unterbreitet.

Zum ersten Male ist am 7. August 1949 diese verpflichtende Auszeichnung verliehen worden. An diesem Tage wurde dem Betriebssührer der Kruppwerke, Dr. Krupp von Bohlen und Halbach, eine vom Führer unterzeichnete Urkunde überreicht, die u. a, feststellte: „ . . . durch seinen persönlichen Einsatz Herr Krupp von Bohlen und Halbach, dem ich heute auf Borschlag des Leiters der Deutschen Arbeitsfront als erstem Betriebssührer die Auszeichnung „Pionier der Arbeit" und das Ehrenzeichen hierzu in Gold verleihe."

Als der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, sich damals mit dem ersten Träger der Auszeichnung unterhielt, konnte der Reichsorganisationsleitcr der NSDAP. mit Ge­nugtuung darauf hinweisen, datz mit der Schaffung des Begriffs „Pionier der Arbeit" der Schlußstrich unter ein System von Auszeichnungen gesetzt worden sei, das sich aus Grund von Wettbewerben aus dem Leistungskamps der deut­schen Betriebe ergibt. Nach dem nationalsozialistischen Prin­zip, daß nur, Vorbilder zu höheren Leistungen in wirtschaft­licher und sozialer Hinsicht sichren, hat die Deutsche Arbeits­front von Ansang an ihr Wollen auf sozialpolitischem Gebiet auf den Wettbewerb der Betriebe untereinander gestellt. Dieser Wettbewerb wird von der Mannschaft, der Betriebsgemeinschast durchgeführt. An ihm haben Betriebs­sichrer und Gefolgschaft den gleichen Anteil,

Jede Mannschaft weiß, daß jede Gemeinschastsleistung immer aus der Initiative und aus dem Willen des einzelnen ge­formt und vorwärtsgetragen wird. Als der Führer als Krö­nung des Leistungsshstems den Begriff „Pionier der Arbeit" schuf, wollte er damit denjenigen Volksgenossen im Betrieb ehren, der — ob Betriebssührer oder Betriebsobmann oder Gesolgschastsmitglied — den größten Anteil an der Erreichung des erstrebten Zieles hat.

Es kann nützlich sein, sich gerade in diesem Zusammenhang der Tatsache zu erinnern, daß der Marxismus die „Welt­anschauung" ödester Gleichmacherei vertrat. An Entwicklung und Fortschritt war dabei naturgemäß nicht zu denken. Die Zusammenarbeit wurde grundsätzlich abgelehnt, denn gerade sie hätte zu Ergebnissen führen können, die den Klaf- fenkampf, den man brauchte, überflüssig gemacht hätten.

Was hätte man in einer Zeit, die die Arbeit als ein« Strafe betrachtete, sie vielleicht bestenfalls als Ware zu ver­schachern willens war, mit einem „Pionier der Arbeit" an­sangen sollen? Das System hatte sein« Gewerkschastssekretäre und seine Syndici, es konnte schließlich auch mit Vertrauens­räten aufwarten. Mochten doch die Arbeiter raten, wer das Vertrauen verdiente, Hauptsache blieb, di« ganze tönerne Apparatur vernebelte das Gelände des Betriebes so hin­reichend, daß die Pfründe sür die Bonzen gesichert blieben.

Leistiingskampf der Betriebe? Die Zeit ließ sich wesentlich nutzbringender im Kampf der Klassen verschwenden. Damit der Klassenkamps funktionierte, setzte man Funktionäre in Regimentskolonne ein. Bis diese erst einmal den Abschnitt ausgehandelt hatten, aus dem sie ihre Figuren schieben konnten, war das Geschäftsjahr überstanden. Was aber be­deutete damals ein Jahr? Nicht die sichtbare Leistungsspanne des Betriebes, sondern die greifbare Verdienstspanne des Funktionärs, dem jeder Tag der fortschreitenden Verelendung der Massen ungeahnte Möglichkeiten zu neuen Betrüge­reien bot.

Als Dr, Ley im Frühjahr 1933 auf Befehl des Führers die Gewerkschaften übernahm, funktionierten nicht einmal die Funktionäre mehr. Die Verbände standen geradezu an. um ihr und ihrer Opfer Schicksal vertrauensvoll in die Hand Dr. Leys zu legen. Ten Klassenkamps noch weiter in Marsch zu halten, bedeutete angesichts der sinnvollen und vernünf­tigen Ordnung aller Tinae durch den Nationalsozialismus, sich Strapazen auszusetzen, deren Aussichtslosigkeit selbst sür den ahnungslosesten Gcwerkschaltsstrategen zu erkennen war.

„Unsere Arbeit", erklärt Dr. Ley in einer Unterredung, die unser Mitarbeiter über Voraussetzung und Ziel der Ernen­nung zum Pionier der Arbeit mit dem Rcichsorganisations- leiter der NSDAP. in diesen Tagen führte, „konnte sich nicht vollziehewftn Konferenzen, Sitzungen und Tagungen, sondern allein in der Fabrik am schaffenden Menschen. Es galt, Ar­beiter und Unternehmer unterschiedslos zu anständigen Ka­meraden zu erziehen. Schulung und Erziehung waren die vordringlichste Ausgabe, die der Nativnaljoziaiisinus lösen mußte,"

„Welche Maßnahmen. Rcichsleiter, führten Sie zur Lösung dieser Ausgabe durch?"

„Wir mobilisierten die Berusserziehung und den Leistungs­willen des einzelnen sowie des gesamten Betriebes. In täg­licher Kleinarbeit brachten wir den schaffenden Menschen die Bedeutung von „Schönheit der Arbeit" in den Betrieben, die Wirksamkeit der Lehrwerkstätten, die Wichtigkeit der Gesilndyeitssürsorge, den durchgreifenden Geltungsbereich der Werkscharen, die Einsatzbereitschaft der Frauengruppen und schließlich den Ideenreichtum von „Kraft durch Freude" nahe

Der Ncichsorganisationsleiter der NSDAP. schildert wie der belebende Gedanke der Selbstverant- Wartung alle Betriebe und Werkstätten Packte und die Menschen in Bewegung brachte.

Der Berusswettkamps aller Schassenden und der Leistungskamps der deutschen Be­triebe wurden die Instrumente des revolutionären Wol­len? des Nationalsozialismus auf sozialem Gebiet. Sollte der Fortschritt verwirklicht werden, so mußte man Vorbilder schaffen, denen nachzueifern Sinn und Ziel aller Schaffen­den sein mußte und sein sollte.

Wie segensreich der Berufswettkampf und der Leistungs- kampi gewirkt haben, ist auch außerhalb der Grenzen Deutsch­lands mit unverhohlener Bewunderung registriert worden

„Milliardenwertc" stellt Dr. Ley mit Nachdruck fest, „sind durch diese Einrichtungen an wirtschaftlichem und sozialem Gut geschaffen worden. Der Leistungskamps umfaßt heute

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Die deutsche Luftwaffe riß weitere empfindliche Lücken in die britische Tankerslotte.

Die britische Admiralität gab den Verlust von zwei wei­teren Hilssschiffen zu.

Der heldenmütige Widerstand der Italiener bei Amba Aladschr mutzte ausgegeben werden.

Der panarabischc Widerstand gegen England versteift sich von Stunde zu Stunde. < > >

USA.-Ttaatssekretär Hüll verstieg sich in einer Rede zu infamen Beschimpfungen der Achsenmächte.

Im Zusammenhang mit der Evakuierung von Plhmouth werden haarsträubende Mißstände in der englischen Vcr- lorgungswirtschaft offenbar.

Der Reichsbeaustragte für Kleidung klärt Zweifelsfragen über d,e Punktbewertung.

Stcllvcrtr. Gauleiter Joel besuchte die Bremer Kind-k­läger im Salzburger Land.

Für den Hafen Emden wurde eine Zollordnung erlassen. Die Howaldtswerkc haben ihre Wcrftanlagcn stark aus-