Ausgabe 
(17.5.1941) Nr. 136
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Meiner Mms

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden viirgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen Nr. !Z6 / N. Mrgang

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Die I mm hohe und 22 null breite Zeile Im Anzeigenteil 13 !A4. Die 73 mm breite und 1 -rirn bnbp steile im Tertkeil 75 ^ Ermüß Trundpr. (für Mein- u. Familienonzeig. u. a. sowie sonstige Beding. Preist. 8 Nochlaßstass. 0. Für Anzeigen durch Fernspr. keine Gewühr. Annahme- schluß 16 Uhr; sonnabends 14 Uhr. TeschüftSst.: Bremen: Teeren 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf u. sonn­tags: Fernspr. 51115; Obernstr. 86, Fernspr. 541 21. Vn Svke. Müblen- damm 2. In Vemelingen Bahnhof- str. 6, Ecke Voststr., Fernspr. 43458

der Nationalsozialisten Bremens

flmrliches verkündungsblatk des Neiltisstatttiallers in Oldenburg und vremen

Sonnabend. 1?. Mai 1941

kinzelpreis 13 6ps.

England zersplittert sich an acht fronten

öeneral tollins warnt vor Illuflonen

„Niemals wird Britannien genug Schiffe, Waffen und flugzeuge zur Verfügung lzaben"

o;b. Berlin, 1K. Mai. (L2.-DiLenberiollt)

Bevor die Briten vorn Balkan verjagt waren, arbeitete Churchills Agitationsmafchinc mit dem Argument, daß nun Deutschland doch den Zweifrontenkrieg habe hinnehmen müssen, gegen den es sich so lange gesträubt hätte. Auch die USA.- Kriegshetzcr brüsteten sich, daß sie Anteil hätten an der Erreichung dieses Esscktes. Was Churchill mit seiner Kriegs­ausweitung tatsächlich erreicht hat, hat der Führer ihm in der letzten Reichstagsrede bescheinigt: Churchill hat einen

schweren strategischen Fehler begangen. Heute können die Briten nicht mehr umhin, sich zu dieser Feststellung zu be­kennen. Der nüchterne und nur noch hie und da in faule Ausreden ausgleitende Londoner Rundsunkbericht zur Kriegs­lage, den Generalmajor CollinS gab, ist eine einzige Be­stätigung für die Feststellung über die Bedeutung der Balkan- niederlage Englands und ihre Folgen. Sie gipfelt in dem ziemlich betrüblichen Ergebnis, daß Großbritannien heute ohne Aussicht, daß seine Flotte, Armee und Luftwaffe je ausreichen, gezwungen ist, schon an acht Fronten zu kämpfen!

Collins muß anheben mit der Feststellung, daß der Balkan­krieg eine Tragödie für die griechische Armee war und ..bei­nahe" auch eine gleichartige Tragödie für die englischen Trup­pen geworden sei. Er mutz die hohe Zahl der Verluste der Briten zugeben und den Verlust des gesamten schweren Ma­terials (Geschütze, Tanks und Motorfahrzeuge). Als Entschul­digung führt er die Lustunterlegenheit der Bri­ten an. Die RAF. habe ihre Jagdmaschincn von Kreta aus nicht einsetzen können, und auf dem griechischen Festland hätte man keine Flugstützpunkte mehr besessen. Es bleibt die Gc- samtfeststellung des Herrn Collins, daß „der Eriechenfeldzug für England nicht sehr erfolgreich verlaufen ist." Jetzt wollten die Briten in Kreta bleiben; die Ankündigung geschieht aber nicht ohne gleichzeitige Unterstreichung, daß die Italiener aus Rhodos und die Deutschen auf vielen anderen Inseln in der Nähe von Kreta sitzen und daß der Aufenthalt auf Kreta nicht eitel Freude bereite. Für Libhen hosst General Collins aus den Kollegen General Hitze, „der den Hunnen zusetzen soll."

Für die Lage bei Bagdad kommt er zu der Bewertung: „Sie ist sehr unangenehm", und ganz nebenbei erinnert er sich in diesem Zusammenhang der Nachbarschaft Syriens, anf dessen Nähe und Bedeutung er die Engländer etwas aufmerk­sam machen möchte. Jedenfalls kommt er für den gesamten Vorderen Orient zu dem Ergebnis, daß hier die Gefahren sür England größer werden.

Don ganz besonderem Interesse "aber ist die General- zusammenstellung der Lage, wie sie sich für England aus dem Fazit der Einzeldarstellung ergibt: Sie hat folgenden Wortlaut: „Der britische Eeneralstab steht vor einer schwie­rigen Ausgabe. Er mutz gleichzeitig den Krieg in Libhen, Abessinicn, im Irak, bei Gibraltar, bei Malta, bei Kreta führen. Er mutz weiter im Fernen Osten kämpfen und — auf der britischen Insel. Niemals werden wir genug Schisse, Massen und Flugzeuge zur Verfügung haben, um alle Punkte ausreichend decken zu können." Weiter kann Collins nicht daran vorbei, noch hinzuzufügen, daß die Engländer den letzten Krieg durch ihre Ruhe gewonnen hätten; diesmal sei «s nicht so gut damit bestellt! Die Dinge könnten noch schlechter werden.

wenn lffurchttl „sortschritte" feststem

Stockholm, 1k. Mai.

Auf eine llnterhausanfrage hat Churchill dieser Tage mit­geteilt, daß man in der Eeheimsitzung, in der die Probleme der wirtschaftlichen Kriegführung behandelt worden seien, die Erzielung gewisser Fortschritte habe bekanntgeben können. Die britisch« Regierung wolle jedoch keine Ziffern nennen, um nicht den Deutschen Material zu liefern, aus dem dies« gewisse Schlüsse ziehen könnten.

Da eS bis jetzt noch nie zu den Gepflogenheiten der Eng­länder gehörte, Erfolg«, und seien es auch nur solche gering­ster und unbedeutendster Natur, zu verheimlichen, darf man

SlSndige örenskommiffion jür Kroatien

Agram, 16. Mai.

Mit dem Sitz in Wi^n wurde eine ständige Grcnzkommission gebildet, der vorläufig Vertreter von Deutschland, Italien und Kroatien angehören. Die Kommission hat die Aufgabe, die Grenzen Kroatiens endgültig festzusetzen und die Ver­messung und Vermarkung zu überwachen.

Wohl mit Sicherheit annehmen, daß die „gewissen Fortschritte" nur in den Wunschträumen der britischen Regierungsstellen, nicht aber in der rauhen Wirklichkeit erzielt worden sind.

Es braucht nur an die Tätigkeit der vom Londoner Wirt- schastskriegsministcrium ins Leben gerufenen britischen Handelsgesellschaft aus dem Balkan erinnert zu werden, die Deutschland aller Versorgungs- und Zusuhrmöglichkeiten aus dem Südosten berauben sollte, und man kann sich lebhaft

vorstellen, daß es selbst Churchill schwer fallen muß, heute sei­nem Volk über die „Fortschritte" dieser Art Wirtschaftsführung im Südostraum zu berichten. Diese „Fortschritte" zeigen sich heute der ganzen Welt n. a. eindeutig als die völlige wirtschaftliche Ausschaltung Englands aus dem europäischen Kontinent und als die erwiesene Wirkungs- losigkeit seiner Seeblockade gegen die Achsenmächte und ganz Europa.

Lettische slugplähe bombardiert

Sei tag und bei Nacht — U-Voot versenkte 2S000 VNt.

Berlin, 18. Mai.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein Unterseeboot meldet als Eesamtersolg seiner Kampftätigkeit die Versenkung von 28 88V BRT. Davon wurden 18 888 BRT. schon bekanntgegeben. Die Luft­waffe vernichtete im Seegebiet um England zwei Schiffe mit zusammen 5808 BRT. und beschädigte ein weiteres Schiff im Dock durch Volltreffer schweren Kalibers. Kampf- und Jagdflugzeuge griffen bei Tag und Nacht mehrere britische Flugplätze an und zerstörten eine An­zahl feindlicher Flugzeuge am Boden. Weitere erfolg­reiche Luftangriffe richteten sich in der letzten Nacht ge­gen Hafenstädte in Schottland und Sijdengland.

In Nordafrika wiesen italienische Verbände des Asrikakorps bei Töbruk einen Angriff des Feindes ab. Unter Einsatz zahlreicher Panzer stiegen stärkere briti­sche Kräfte aus Fort Capuzzo und Sollum vor und drangen mit Teilen in Sollum ein. Der Feind hatte hierbei starke Verluste. Eine Anzahl Gefangener wurde eingebracht. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen er­folgreich in die Kämpfe bei Tobruk und Sollum ein. Im Mittelmeerraum belegten Verbände der deutschen Luftwaffe in mehrmaligem Angriff den Flugplatz Lucca aus der Insel Malta mit Brand- und Sprengbomben, die Erogseuer und mehrere Explosionen hervorriefen. Aus der Insel Kreta wurden Kasernenanlagen des Feindes in Brand geworfen und auf einem Flugplatz drei Flugzeuge am Boden vernichtet. Im Seegeviet um

Kreta erzielten deutsche Kampfflugzeuge Vombenvoll- tresfer auf drei Handelsschiffen.

Bei dem Versuch, im Laufe des Tages in die Deutsche Bucht und in die besetzten Gebiete einzufliegen, verlor der Feind insgesamt fünf Flugzeuge. In der letzten Nacht flog der Feind mit stärkeren Kräften nach Nord- und Nordwcstdeutschland ein und griff u. a. Hanno­ver an. Einzelne Flugzeuge gelangten bis Berlin. Nennenswerte militärische oder wehrwirtschaftliche Schä­den sind nirgends entstanden. Es gab einige Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Drei der angrei­fenden britischen Flugzeuge wurden abgeschossen."

feindliche Schiffe ;um flbdresten gelungen

Vor der Kanalkllste wurden am Freitag feindliche Schisie, die sich der Küste zu nähern versuchten, von deutscher Ma­rineartillerie mit Ersolg unter Feuer genommen und zum Abdrehen gezwungen.

vrikischer S000 VM.-frachter »orpedieri

Newhork, 16. Mai.

Wie „Associated Preß" aus Santiago (Kuba) meldet, wurde dort der SOS.-Ruf des britischen Frachters „Benvenur" (3!>L0 BRT.) aufgefangen. Der Frachter teilt mit, von einem U-Boot torpediert worden zu sein.

vrand auf bewaffnelem vriienirachter

Buenos Aircs, 16. Mai.

Auf bisher noch ungeklärte Weise brach am Donnerstag ein Brand auf dem im Hafen liegenden bewaffneten englischen Zrachtdampfer „Buteshire" aus. Der 6590 BRT. große Frach­ter, der in Glasgow beheimatet war und Jute geladen hatte, sollte Freitag auslaufen. Die gesamte Mannschaft bestellt aus Indern.

knglisches prisenkommando iiberwiiliigl

Dr. 8 . Vichh, 16. Mai. (L^.-lüiLsuhsrichi) „Gringoire" berichtet von der unerschrockenen Tat eines französischen Kapitäns, der die Engländer hinters Licht führte. Am 25. April wurde der unbewafinete französische Dampfer „Joseph" vor der marokkanischen Küste von dem englischen Hilfskreuzer „Maron" aufgebracht. Ein englisches Prifenkom- mando von vier Mann besetzte den Dampfer und befahl dem Kapitän, Kurs auf Gibraltar zu nehmen. Der Kapitän führte scheinbar den Befehl aus und die Engländer überzeugten sich im Verlauf einer zweitägigen Fahrt von dem „guten Willen". In der Nacht vom 27. zum 28. April legten sich die Engländer beruhigt schlafen, UM als französische Gesängen« aufzuwachen. Dem französischen Kapitän war es gelungen, die Engländer über den Kurs seines Schiffes zu täuschen und sie im Schlaf zu fesseln, sobald,er sich der marokkanischen Küste näherte. „Gringoire" meint hierzu schadenfroh, daß der Chef des englischen Prisenkommandos wohl kaum das Victoria-Kreuz sür seine „.Heldentat" bekommen dürfte.

Leichen in Lunis angespült

l)r. v. l.. Rom. 1k Mai. (82.-I;fix:snhsricIit) An den tunesischen Küsten zwischen Kap Blanc und Kap Serrat wurden die Leichen zahlreicher englischer Matrosen an­gespült» Nach italienischen Meldungen handelt es sich um An­

gehörige der Besatzungen jener englischen Flotteneinheiten und Handelsschiffe, die in der Nacht voni 8 . aus den.9. Mai zwi­schen Sardinien und den tunesischen Küsten von deutschen und italienischen Luftstrcitkrüftccn angegriffen wurden. Von.eng­lischer Seite hatte man sich bisher zum Eingeständnis der dadurch entstandenen Verluste wie üblich noch nicht bequemt.

Kritische pstase der britischen Schiffotirt erreicht

Gens, 16. Mai.

Die führenden englischen Fachleute, vor allem der Kom­mandierende der britischen Flotte im Weltkrieg, Admiral Jellicoe, haben immer betont, daß «ine deutsche Blockade die britische Insel dann tödlich bedroht, wenn Deutsch­land mehr Schisse versenkt, als England neu bauen kann. Jetzt sieht sich die kompetenteste Stelle, das britische Tchiffahrts- ministerium, selbst zu dem Eingeständnis gezwungen, daß die kritisch« Phase erreicht ist. Der' Staatssekretär des Ministeriums, Sir Arthur Salier, hat. wie die „Financial News" in einem Artikel über die Schissahrtssituation her­vorhebt, seststellen müssen, daß Englands S ch i f s s ve r l u st durch U-Boote und Flugzeugangrisse die Er jatzb anten übersteig e.n. Die augenblickliche Lage eröffne, so schreibt die „Financial News", „beunruhigende Perspek­tiven. Das Blatt beurteilt die Aussichten eines gesteigerten Neubaues skeptisch, einmal wegen des Programms sür den Bau von Kriegsschiffen, und zum andern, weil etwa eine Million Tonnen Schiffsraum dauernd in Repa­ratur stände. In Amerika, Kanada, Australien, Hongkong und Indien seien Schisssbauprogramme in Angriff genom­men worden; aber es. werde geraume Zeit in Anspruch neh­men, bevor, diese Programme anlaufen: Ein weiterer Um­stand seif nicht zu überseheen,-und zwar die Unzuläng­lichkeit der Be- und Entladeeinrichtungen in den Häfen, abgesehen von den Zerstörungen des Luftkrieges. Diese Aus­führungen des Londoner Blattes zeigen, wie pessimistisch man in englischen Fachkreisen die eigene Position beurteilt.

PriWent Noosevelt -rohl Marschall petain

sranjölisches deutschfeindliches Oeschichtsbuch verboten - kinmischung in französische stngelegenlieiten

rä. Vichh, 16. Mai. (82.-Di«snhsriesit)

Ueber das letzte Gespräch des Admirals Lcahy mit Mar­schall Pctain, der den amerikanischen Botschafter am Diens­tag empfing, verlautet, daß Admiral Leahh dem Marschall «ine offizielle Note Rooscvclts überreicht habe. In dieser Note versucht Noosevelt, von Frankreich durch versteckie Drohungen die Entscheidung zu erpressen, sich aus der europäischen Völ­kergemeinschaft auszuschließen. Von Frankreich werd« in die­ser Note die Entscheidung verlangt, sich entweder osscn mit den USA. solidarisch zu erklären oder klar cinzugestehcn, daß es sich — wie gesagt wird — Deutschland auch moralisch un­terweise. In diesem Falle sehe sich Noosevelt gezwungen, Frankreich gegenüber die Konsequenzen zu ziehen. Petain soll erwidert haben, die von Noosevelt gewählte Farm erleich­tere Frankreich die bereits getroffene Entscheidung. Frankreich sei ein Teil Europas und erkläre sich mit dem Schicksal Euro­pas solidarisch.

Durch ein Dekret der französischen Regierung, das im „Journal oniciell" veröffentlicht wurde, wird in den fran­zösischen Volksschulen und in den Mittelschulen der Gebrauch des bekannten französischen Geschichtsbuches von E. Mercier verboten. Diese Maßnahm« ist deshalb bemerkenswert, weil diese „Geschichte von Frankreich und Algerien" deutschfeind­lich eingestellt ist. Von amtlicher Seite wird dieses Verbot da­mit begründet, daß das Buch in einem Geist geschrieben sei, der dem der „nationalen Revolution" Frankreichs entgegen­gesetzt sei. Es seien revublikanifchen und demokratischen Per­sönlichkeiten mehrere Seiten gewidmet, während der franzö­

sische Staatsmann Colbert mit nur zweiten Seiten abgetan worden sei.

Eine weitere sehr bemerkenswerte Maßnahme ist das be­reits gemeldete Verbot der Einfuhr schweizerischer Zeitungen. Sie wird von amtlicher. Seite damit begründet, daß. diese Zeitungen gegenüber der Regierung Petain eine feindliche Haltung eingenommen hätten. Es wirb jedoch darauf hin­gewiesen, daß die schweizerische Presse immer dann eine secndliche Haltung gegenüber Frankreich atmet, wenn sie das Gefühl hat, daß die Politik der deptsch-sranzösischen Zusam­menarbeit Fortschritte machen könnte.

Newhork, 16. Mai.

Associated Preß meldet von .zuständiger Washingtoner Seite, daß Amerika zwei Schiffsladungen nach Französisch- Nordasrika geschickt hab«. Weitere Sendungen würden jedoch zurückgehalten, bis die Rolle geklärt sei, die die französischen Kolonien im Falle einer engeren deutsch-französischen Zusam­menarbeit spielen würden.

Noch einmal: die Nioren

ed. Berlin, lk. Mai. (82.-kftssnhsriclit)

Wie sich die Engländer die Hilfe der USA. denken, und wie sie dabei mit der Souveränität kleiner Länder umspringen möchten, zeigt eine Veröffentlichung des „Daily Gerald" zur Azorensrage. Es sei Zeit. so meint das Blatt, die USA- Sicherung ..zu schnavvcn". Die Amerikaner hätten Grönland erwischt; aber die Notwendigkeit sich diese portugiesischen

Inseln einzuverleiben, oder zu stehlen, wenn mau es so nennen woll«, sei sür ste akuter. Es gebe viele moralisch« Gründe, die es den U^A. verbieten, die Inseln an sich zu reißen, aber es seien tristigcre vorhanden, die sie ihnen vorschrieben. Woraus warte Herr Noosevelt? Es sei hier eine Gelegenheit, wo die britische und amerikanische Seemacht wirklich genutzt werden könne. — Weiter kann die Aussordcrung zum Raub nicht getrieben werden.

Vrei USfl. srachler weigerten sich ...

Buenos Aires, 16. Mai.

Berechtigtes Aussehen, besonders in hiesigen Handelskreisen, erregte die Weigerung der Kapitäne dreier USA.-Frachjer, welch« an der Ostküste zwischen Newyork und Buenos Aives eingesetzt sind, argentinische Waren sür Kuba zu befördern. Auf Anfrage bestätigte der UTA.-Geschäststräger Hughes den Dorfall. Gleichzeitig erklärte er, daß die Botschaft nichts Nä­heres über die Gründ« sür diese Maßnahm« sagen könne.

„Fabelhafte Handlungsweise". Der frühere griechische

KöniA hat nach Empfang des Brieies van Noosevelt durch den sahn, James Noosevelt, an. den nordamerikanischen Prä­sidenten einen Dank gekabelt, in dem er „von der fabel- halten Handlungsweise Noosevelt? zur Rettung der Mensch­heit" spricht. — Worin das Fabelhast« lnr Handlung und die Rettung der Menschheit besteht^ wird in dem königlichen Dank nicht angedeutet. i- -

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Von unssrsw stünäiZsn Llarinsiniturhsttsr Konterssimii'u.I 6näorv

Geschichtliche Kriegserinnerungen aus der Antike und neueren Zeit sind in großer Zahl mit dem Seegebiet verknüpft, in dem z. Z. der rühmlose Rückzug Englands unter dem Pfeiskonzert der Griechen vor sich geht. Ein Teil der Transporter hatte sich anscheinend im Sund von Euböa versammelt, wo sie von Stukas zusammen­geschlagen wurden. Das war nicht weit vom antiken Aulis, von wo die homerischen Griechen gegen Troja zogen, und wo die sanfte Jphigenie durch die Göttin Artemis dem Opfertode entrissen wurde; aber auch nicht weit von Artemisium, wo Themistokles 480 vor der Zeitwende seine erste Seeschlacht gegen die Perser schlug, übrigens unentschieden. Auch der Schauplatz der zweiten, hochberühmten Schlacht, die Insel Salamis, nach der die Athener vor dem anrückenden Perserheer geflohen waren, fand mehrmals Platz in den Wehrmachtsberich­ten, noch öfter der Piräus, Hafen des alten wie des neuen Athen, in dem regelmäßig die Flagge der Bremer Atlas Levante-Linie gezeigt wurde. Westlich davon, am Eingang des Golfes von Korinth, mußte Antonius im Kampf gegen die Flotte Oktavians i. 2. 31 vor der Zeitwende die Seeschlacht von Aktium ver­lieren und damit den Bürgerkrieg zwischen dem Orient und Rom. Wieder nicht weit davon, bei Lepanto, dem antiken Noupaktos, wo die Athener unter Phormio i. 2. 428 vor der Zeitwende zur See gegen Sparta- Korinth siegreich gewesen waren, vernichtete die Liga­flotte des Don 2uan d'Austria 1571 die türkische im letzten Ealeerenkampf der Geschichte.

Neben diesen Hauptereignissen zur See stehen viele andere. Das östliche Mittelmeer war in der Antike und Türkenzeit der Sitz der Machtkämpfe zwischen Abend- und Morgenland. 2m „Zeitalter der Entdeckungen" ver­lagerte sich der Schwerpunkt der Seefahrt und Seemacht von der Levante zum Atlantik. Das westliche Mittelmeer­gebiet wurde später der bevorzugte Schauplatz des Ab- riugens zwischen England und Frankreich. Gibraltar, die Balearen, Cadiz, Tarthagena und Toulon wurden zu Brennpunkten, mit Aboukir und der gescheiterten napo- leonischen Expedition 1708 als Abstecher. Dann wird 186!) der Suezkanal geschaffen, das Gewicht der englischen Seemacht wandert nach dem östlichen Meeresteil, man verstärkt Malta und gewinnt 1878 Cypern -dazu. Seit 1875 hat man Die Hälfte der Kanalaktien in Händen, 1882 legt man die Hand auf Aegypten. 2n der Faschoda- spannung 1898 erneuert sich der französisch-englische Gegensatz und damit das Kampfproblem um das Gebiet von Gibraltar, um wieder abzuklingen. Die Tanger­und Marokkofrage wiederholt dort einige Spannung, der italienisch-türkische Tripoliskrieg 1911—12 und der Welt­krieg finden den Schwerpunkt wieder im Ost- teil, vom Suezkanal bis zu den Dardanellen und im Aegäischen Meer. Der Abessinienfeldzug 1935 verweist noch eindeutiger auf den entscheidenden Charakter der Stellungen in Nordafrika, im Nahen Osten und um das Nildelta, und die Gegenwart vollendet den Beweis.

Als die 2taliener am 11. 2uni 1940 in den Krieg um Freiheit, Raum und Rohstoffe eintraten, sahen sie sich vor eine gewaltige Summe strategischer Seekriegs­probleme gestellt. Ilm das afrikanische Reich zu sichern, hedurfte es der Seeverbindung Sizilien—Tripolis bzw. — Bengasi, während die ostafrikanische Kolonialarmee auf sich selbst gestellt blieb, wenn ihr nicht über den Sudan hinweg die Hand gereicht, oder der Suezkanal erobert werden konnte. Gleichzeitig war die Straße von Sizilien — Tripolis nach Möglichkeit für den englischen Kriegsverkehr und Nachschub zu sperren — der Handels­verkehr war bereits umgelegt — also der englischen See­macht in allen diesen Punkten die Spitze zu bieten und an ihre Seite zunächst auch der französischen. Deren Aus- fall bedeutete zwar bald eine fühlbare Entlastung; aber die Hauptprobleme blieben bestehen, noch vermehrt um die Sicherung der Adria für den Nachschub nach Albanien.

Es wird heute von englischer Seite selber zugestanden, daß eine der wichtigsten Forderungen, die Sicherung der Verbindung S i z i l i e n — T r i p o l i s von der italieni­schen See- und Luftmacht bestens erfüllt wurde, beson­ders nach der Vereinigung mit deutschen Luftstreitkräften und zum Zweck der Ueberführung des deutschen Asrika­korps. Die englischen Seestreitkräfte im Mittelmeer, wenn auch aus wichtigen Gründen auf Gibraltar und 'Alexandria verteilt, waren und sind im ganzen als über­legen anzusprechen, besonders an Schlachtschiffen, die im einzelnen stärker sind als die schon älteren vier italieni­schen „Cavour", mit Ausnahme der beiden „Vittorio", die mit ihren neun 38-Zentimeter-Eeschützen wieder das Uebergewicht haben. 2n einer Eefechtsberllhrung vom 27. November 1940, bei der eins dieser neuen italieni-

Deutsche Flugzeuge bombardierten wieder bei Tag und Nacht britische Flugplätze.

Englands Tchisfsraum schmilzt weiter zusammen.

Die Italiener leisten in Abessinicn nach wie vor heftig­sten Widerstand.

In Palästina macht der Kleinkrieg den Engländern viel zu schassen.

Der britische General Collins gestand die außerordentlich ungünstige allgemeine strategische Lage Englands ein. England verschleppt Reghptens Gold.

Zum Muttertag führt der Krotzdentsche Nundsunk eine Ringsendung durch.

Himmelsahrts- und Fronlcichnamstag werden in diesem Jahr auf die nächstfolgenden Sonntage verlegt.

Aus der Leipziger Frühjahrsmesse wurden Aufträge sür über 400 Mill. RM. erteilt. "

Royal Tutch ist sur ungültig erklärt worden.