Ausgabe 
(16.5.1941) Nr. 135
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

ZW

Woltmershauscr Stich ^

>t°tt u. Tanks

junges Mädchen sucht Stellung für -4 Tag.

Kattcnturmer Heerstraße 223 II

Sperrholz (5 mw Neste, 30X127 em Fritz Lachermeier. Ostertorstraßc 39 lLadenj

>0-12 od 15—17

Osel tt. Lrotks

^nsgaitt-Ncvvo, 10

Gebr. Da.-Klsider u. Schuhe, Kinder­garderobe. Laut, Abbentorstraßs 17, Handlung

vsiki! mit i,

u.Kontn! 689 aus vom Casi Hof n. A verloren.

Habenharsu!

SrvL» i„„

loorrüpj,

W "«»>!>,!»

I

I

c.W^r

»IttteiMnj

-rch«

Kinderwagen gut erhalten. Oberneuland, im Holze 58

Federbetten und Kopfkissen, Inlett 2aut, Abbentor straße 17, Handlung

F.n.schw.T.-Mant kl.Fig.f.30„Lz. verk Greiiswaldh'tr.Op.l

Häuser una Krullästücke

deren ZmM >k Mädel dar da i rufSwch Mr halten dan c kostenlos die c ichlichreiche t Ichüre .Lck-r beruse - reit Spannung > llrlebniil' Verlag dl .Bremer AM

iotel auf der Insel Riig-i

oöllia ungestörtem Badeonr olgschastsheim bestens E Zimmer mit M Betten, N sg u. reichlichen Nebenraa» chlicßl. Inventar I°s°r>e Mauken. Werner »rel »B ,en an? Niiaen, F-rnr»M

0 r«oks«üs

,u, »-"--ob »an-,«-,» »"17.2 8Vnr>», >

-iioooom»'»« ..

pnimllMM-

SkkNN i

Räume

per so'. ,»

ernahberlehr

lirkenstratze ^

2 68 35

lsuek

ssoliiumsM

, jederzeit ll"

gköülS^

e Set5sed 6i° n°'^

gk, von

^rschelni 7 mal wöchentlich

Monatsbezug E 2^0 elnschl. Zu- stellaebübrr Postbe-naspreis monatl. 2,30 M! seinschl. 30,1 ^ Post- zelkungsgebühr) zuzügl. 42 Be­stellgeld. Bezugspreis Ist Im voraus ahlbar. Postscheck: Hamburg 17272 Eine Behinderung der Lieferung rechtserkigk keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag' NG.-Gauverlao Weler- EmS GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 54121, Nachtr. u. Gonnkg. 5 1115. Sprech z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Schriftleitung Diens­tag und Freitag 12Vr—13'/, Uhr.

vremerMuiw

parteiamtliche Tageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Diirgermeisters der Zreien kjansestadt vrcmen

Anzeigen - Trundprrlse: Die 1 mn> hohe und 22 aain breite Zeile im Anieiaenteil 13 ^4. Die 73 mm breite und 1 mm 5-9- steile lm Terttell 75 ^4 Srmäß Grundpr. (für Klein- u. Familienanzelg. u. a. sowie sonstige Beding. PreiSl. ö Nachlaßstafs. 6. Für Anzeiaen durch Fernspr. keine Gewähr. Annahme­schluß 16 Uhri sonnabends 14 Uhr. Geschüitsst.: Bremen: Geeren 6/8, Fernlvr. 5 41 21. Nachtruf u. sonn­tags: Fernspr. 51115r Obernstr. 86, Fernspr. 541 21. Vn «vke. Mühlen- dämm 2. In Hemellnaen Vahnhof- str. 6, Ecke Voststr., Fernspr. 43458

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches verkündungsblatt des Neichsstattiialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 1 ZS / l l.Zalirgang

Lreitag. 16 . Mai 1941

Linzelpreis 15 Npf.

stufstand des stadramaut gegen England

lNutokralische Unterdrücker erschlagen

/kte-saeeLÄtgee«! Kaooet^i

Von unssrsm Lsrlinsr OA-Vseirsler

relegrasenstation gestürmt / Im Zeichen des „Heiligen Krieges"

vr. V. l,. Rom, 15. Mai. (82.-I2iASvbsrioIit)

Die Ausrufung des „Heiligen Krieges" durch die mo­hammedanischen Würdenträger in Bagdad hat im Zu­sammenhang mit der Erhebung des Irak gegen Eng­land die nachhaltigsten Wirkungen im Süden Arabiens, und zwar im englischen Protektorat von Hadramaut, gezeitigt. Die Mehrzahl aller arabischen Stämme in dem über Illllll Kilometer langen siidarabischen Küsten­gebiet befinden sich im offenen Aufstand gegen England. Zahlreiche britische Agenten und Offiziere, die dem Scheik als „Berater" beigegeüen waren, wurden getötet; der Rest brachte sich nach Aden in Sicherheit. Von fei­ten der mohammedanischen Würdenträger in Hadra­maut wurde gleichfalls für das Küstengebiet der „Hei­lige Krieg" ausgerufen.

Zum arabischen Ausstand des Hadramaut ersährt das Nachrichtenbüro „Mondo Arabo" folgende Einzelheiten: „An­läßlich des Ausbrnchs der Feindseligkeiten zwischen dem Irak und England entsandten zahlreiche Scheiks aus dem Ha­dramaut telegrafische Solidaritätserklärungen, die zur Ab­fertigung nach Bagdad zur englischen Telcgrafenftation don Mukalla, 566 Kilometer östlich von Aden, gebracht wurden. Aus Anordnung der englischen Behörden wurden die Tele­gramme beschlagnahmt. Arabische Stämme überfielen darauf­hin die Telrgrascnstation, töteten die aus 16 Engländern und Indern bestehende Besatzung und zerstörten die Station. Die Borgänge in Mukalla gaben das Zeichen zum allgemeinen Aufstand im Hadramaut.

Die Nachricht von der Ausrufung des „.Heiligen Krieges' durch Bagdad wurde bei allen arabischen Stämmen pcr- breitet. Die im Innern dos Landes befindlichen Engländer wurden, soweit sie nicht rechtzeitig nach Aden flüchten konn­ten, erschlagen. Der Sultan von Esh-Shihr-Soquotra, den die Engländer als Werkzeug ihrer Politik gegen die Hadramaut- Stämme benutzten, konnte sich im letzten Augenblick in einem englischen Flugzeug nach Aden in Lockerheit bringen. Ein zweites Flugzeug, in dem sich der englische „Berater", ein Agent des Secrct Service, ein Jude aus Aden und der indische Pilot befanden, wurde kurz vor dem Start von den Aus­ständigen überfallen, die die Insassen töteten und das Flug­zeug zerstörten.

In Anbetracht der militärischen Kraftanstrengungen Eng­lands in Afrika und im Irak versuchten die englischen Behör­den, in Aden der Ausstandsbewegung ohne Kampfhandlungen Herr zu werden. Aus den Rat der englischen Agenten wurden Flugblätter über den Aufstandsgcbietcn abgeworfen, denen zu­folge England den Irak besiegt habe, Raschid el Kailani ge­flüchtet und das irakisch« Heer aus englische Seite übergetreten sei. Die Lngenaktion erwies sich als ein glatter Mißerfolg. Die RAF. wurde daraufhin zur Bombardierung der Araber- dörser des Hadramaut eingesetzt, ohne dass dieses Unterneh­men größeren Erfolg gehabt hätte, da die meisten dieser Dör­fer in Anbetracht der in Hadramaut don feiten der RAF. seit längerem übliel>cn Bombardierungen der Zivilbevölkerung bereits zerstört waren.

Nach „Mondo Arabo" können die Engländer bei diesem Ausstand nicht auf ihren bisherigen „Verbündeten", die Un­einigkeit unter den Stämmen, rechnen, mit dessen Hilfe England bisher jede Erhebung in Hadramaut bezwäng. Die Vertreter der Stämme schlössen sich zu einer Art Exekutiv­komitee zusammen, das als erste Handlung den britischen Behörden ein Ultimatum zukommen ließ, wonach die noch in englischen Händen befindlichen Posten an der Hadra- mautküstc innerhalb von 48 Stunden von den Engländer« zu räumen sind. Auch von feiten des Komitees wurde für alle Stämme der „Heilige Krieg" gegen die Engländer als Unterdrücker des Islam und der arabischen Nationen pro­klamiert.

Sie Ilperalionsjone Notes Meer

Or. v. I-, Rom, 15, Mai, lL^.-bllLsnbsiiokI)

Die Bedeutung der Evklärung der Reichsregierung über die Einbeziehung des Roten Meeres in die Operationszone der deutschen Seestrcitkräfte wird durch folgende Zahlen veran­schaulicht: die beiden wichigsten Häfen im Roten Meer bzw, am Suez-Kanal, Port Said und Suez, wurden nach den letzten aus dem Jahre 1938 stammenden statistischen Angaben von 4055 bzw, 3779 Schissen mit 17,6 bzw 17,07 Millionen NRT, angelaufen. An dem Transitverkehrdurch den Suez-Kanal war 1938 die englische Flagge mit 1488 Ein­heiten und 7,8 Millionen NRT, am stärksten beteiligt, wäh­rend die USA. an sechster Stelle der Kanalbenutzer mit 41 Schissen standen.

Von den im Roten Meer gelegenen Häfen war Port Su - d a n der wichtigste. Er hatte jährlich einen Verkehr von 2 bis 3 Millionen NRT.. Die letzte sür diesen Hasen veröffentlichte englisch-ägyptische Statistik wies für den März des vergan­genen Jahres 65 Schisse, davon 29 englische mit 295 000 NRT. aus. Infolge der Gefahren sür die Schisfahrt im Suez-Kanal wurde Port Sudan englischen Meldungen zufolge zu einem der bedeutendsten seeseitigen englischen Nachschubzentren, da die englischen Schiffe die Gefahr von LUftangrissen in Alexan-

Berlin, 15. Mai.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ein Unterseeboot versenkte im Nordatlantik einen stark bewaffneten britischen Hilfskreuzer von 20 000 BRT. Bei Angriffen auf die britische Versorgungsschiffahrt ver­senkte die Luftwaffe bei Tage und in der letzten Nacht drei Handelsschiffe mit zusammen 11000 BRT. und be­schädigte zwei weitere große Frachter durch Bomben­treffer schwer. Kampfflugzeuge griffen gestern bei Tage verschiedene militärische Ziele in Großbritannien erfolg­reich an. Auf einem Flugplatz wurden dabei mehrere viermotorige Kampfflugzeuge am Boden schwer be­schädigt.

In Nordasrika weiterhin rege Artillerie- und Spähtrupptätigkeit vor Tobruk. Hier und in Gegend Sollum wurden zwei weitere britische Panzer vernichtet, mehrere Geschütze erbeutet und Gefangene eingebracht. Leichte deutsche Kampfflugzeuge unterstützten die Kämpfe des Asrikakorps durch wirkungsvolle Angriffe auf bri­tische Infanterie- und Fahrzeugkolonnen im Raume von Sollum.

dria und Port Said durch Anlegen in Port Sudan zu um­gehen versuchten, von wo die Ladung aus der Eisenbahn Port Sudan — Wadi — Halsa — Kairo befördert wurde.

Die arabischen Hasen Dschedda und Hodeida waren sür den internationalen Seeverkehr nicht wichtig. Einen besonderen Platz nahm unter den Häfen des Noten Meeres der kleine ägyptische Hasen ct Tor aus Sinai ein, von wo aus die Pilgersahrten nach Schedda gingen.

lSiehe auch Seit« 2)

Im Mittelmeerraum bombardierten Verbände der deutschen Luftwaffe bei Tag und Nacht militärische Anlagen aus den Inseln Malta und Kreta mit guter Wirkung. Bei einem Angriff leichter deutscher Kampf­flugzeuge aus zwei Flugplätze der Insel Kreta wurden 15 feindliche Jagdflugzeuge am Boden zerstört. In Lust- kämpfen über der Insel schössen deutsche Jäger acht wei­tere Flugzeuge ab.

Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet fan­den nicht statt. In der Zeit vom 12. bis 14. Mai verlor der Feind zusammen 31 Flugzeuge. Von diesen wurden 13 Flugzeuge in Luftkämpfen, drei durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen drei eigene Flugzeuge verloren. Die Besatzung eines Kampfflugzeuges mit Leutnant Klög, Sonderführer (Z.) Adolf, Unteroffizier Engel, Unteroffi­zier Schilling und Gefreiter Knöchel zeichneten sich durch kühne und erfolgreiche Angriffe auf ein Rüstungswerk in Südengland besonders aus. Leutnant Kolbitz bewies als Führer eines leichten Flakzuges bei den Kämpfen in Nordafrika besondere Kühnheit und Angriffsgeist."

vSO'

§

,

, ^ ^/7S/5S > O

AHt-ik's O

Ls//MS0 4äxs -

ißi-

. ÄN /-//MEt!

s-

F/'L'SS

6

,,, 4WS»

Xkisi-tur

^ O

'üwäSE

AM -« /ük/vs 4kü!

, „ », Mist?/-

U-Vool versenkte britischen ftilsskreuzer

vrei Handelsschiffe von der Luffwaffe aus den Meeresgrund befördert

lörichleSelbsttSuschungderUSfl.überlapan

Sie eindeutigen japanischen Feststellungen ;um DreimSchtepakt

Rom, 15. Mai.

Da die amerikanische Kriegshetze wie gebannt ihre Auf­merksamkeit ausnahmslos auf Europa richtet und dabei Japan übersehe, fei es an der Zeit, so schreibt der Direktor des „Giornale d'Jtalia", den USA. die Tatsache ins Bewußt­sein zu rufen, daß der Kriegseintritt der USA. dem Krieg zwangsläufig einen internationalen Charakter geben werde. Nordamerika täusche sich in der Haltung Japans, glaube Japan durch das China-Unternehmen stark geschwächt und gebe sich der Hoffnung hin, daß Japan nicht zu seinen Bündnisverpflichtungen, die ihm aus Artikel 3 des Drei­mächtepaktes obliegen, stehen werde.

Von der japanisäien Auffassung sprechen am besten, so schreibt das Blatt die im Haushalisausschuß der japanischen Kammer von dem japanischen Abgeordneten Kuboi an Außen­minister Matsuoka gerichteten Fragen sowie dessen Antworten. Kuboi betonte, baß der Dreimächtepakt der Ausdruck des japanischen Geistes und des im Aufbau begriffenen japanischen Reiches sei und daß keineswegs die entgegengesetzte ameri- kanrsckie Auffassung zutreffe. Der Abgeordnete bat um Ant­wort der irrage, ob ein Angriff einer großen Nation aus die beiden anderen mit Japan im Dreimächtepakt verbün­deten Mächte zwangsläufig die Teilnahme Japans am Krrege herbeiführe. Matsuoka habe in seiner Antwort grundlegend zum Au-druck gebracht, daß Amerikas Annähme einer Zersplitterung der japanischen öffentlichen Meinung 7ur oder gegen den Dreimächtepakt vollständig abwegig sei da, „wenn die japanische Regierung einen Entschluß faßt, das

ganze japanische Volk dahintersteht". Die konkrete Frage des Abgeordneten Kuboi habe Matsuoka mit der Feststellung er­ledigt. daß es nur einen einzigen Fall gebe, in dem Japan sich nicht an die Verpflichtungen aus Artikel 3 des Drei­mächtepaktes gebunden fühle, das ist, wenn Deutschland von sich aus Amerika angreife. In allen anderen Fällen hätte der Dreimächtepakt zu „spielen". Im übrigen könne Mat­suoka die Ausführungen Kubois nur unterstreichen und be­sonders die absolute Charaktertroue Japans betonen.

Diese klare, eindeutige, verpflichtende, kluge und ermah­nend« Sprache Matsuokas bestätige, so schreibt das italienische Blatt, das wirkliche Vorhandensein und das Wirksamwerden der Kampsgemeinschaft zwischen Deutschland, Italien und Ja­pan, die von selbst eintrete, salls die UsA. oder eins an­dere Großmacht sich unprovoziert in dieser oder jener Weise am Krieg« gegen die Achsenmächte beteilige. Halte man sich diese Stellungnahme Japans vor Augen, dann könne es für Selbsttäuschungen und sür sonstige Spekulationen der briti­schen Agitation und der amerikanischen Kriegstreiberei keinen Raum mehr geben,

fortschritte der japanischen offensive

Schanghai, 15. Mai.

Nach den Verlautbarungen des - japanischen Oberkomman­dos macht die neue Ossensive an allen Kampfabschnitten in China gute Fortschritte. In der südchinefischen Provinz Kwantung umzingelten die japanischen Truppen unweit -

Hongkong etwa 20 000 Chinesen. Aus Tschekiang werden Anfangserfolge gegen die bei Tfchuki zusammengezogenen chinesischen Truppen gemeldet. In den Kämpfen in der Pro­vinz Hvnan sind bereits mehrere hohe chinesische Offiziere ver­wundet worden oder gesallen. In Schonst wird der um an­nähernd 200 000 Chinesen gelegt« Ring immer enger gezogen.

flmerikanische „Hilfe" sür neutrale Völker

Berlin, 15. Mai.

Die Amerikaner haben sich eine neue Methode ansgedacht, mit der sie auf Bauernfang ausgehen können, nachdem es ihnen durch das Hilfeversprechen an Jugoslawien und Grie­chenland so glänzend gelungen war, das Feuer im Südvsten anzulegen. Der frühere USA-Gesandte in Dänemark, Rii-, mänien und Irland, Owslch, forderte in einer Rede in Frenchlyck (Jndiana), daß die USA.-Luftwaffe sofort zur friedlichen Besetzung Irlands eingesetzt werde. Die Iren wür­den den Amerikanern, nicht aber den Engländern Vertrauen schenken. Owsley will damit sagen, daß die Iren, wenn sie erst einmal vor die vollendete Tatsache gestellt würden: den leutseligen reichen Onkel sam mit Freude im Sause behalten würden. Entweder kennt Mister Owsley die Iren nicht, oder er leidet an Gedächtnisschwäche. Was im übrigen die ameri­kanische Hilfe sür neutrale Völker anbetrifft, möchten wir ihm raten, nach Agram oder Athen zu fahren, um sich im Namen der amerikanischen Kriegshetzer den Tank sür ihre Hilfeleistung zu holen.

Ks. Berlin, 15. Mai.

Mit einer Lautstärke sondergleichen hat Roosevelt in der letzten Zeit durch Hüll, Knox, Stimson und, nicht zu vergessen, Frau Roosevelt die Hetzkampagne für eme jüdisch-amerikanische Aktion zugunsten des plutokratisch- englischen Krieges, die die USA, an den. Rand des Krieges bringen sollte, führen lassen. Diese Tätigkeit hat offensichtlich nicht den erwünschten Erfolg gehabt und die Stimmung des amerikanischen Volkes noch nicht soweit betäubt, daß Roosevelt den entscheidenden Schritt gewagt hätte! Er sagte überraschend die Rede, die er am Mittwoch halten wollte ab, und verschob sie auf den 27. Mai. Das bedeutet natürlich nicht, daß die Kam­pagne abgeblasen sei. Diese wird vielmehr mit allen Mitteln weitergeführt. Dazu gehört die Bedrohung und Diffamierüng derjenigen, die in der gerühmten „frei­heitlichen" amerikanischen Demokratie noch eine eigene Meinung haben. Diese Bedrohung hat jene Männer, die sich durch eine übersteigerte Agitation nicht den Blick für die Realitäten und ihr ruhiges Urteil nehmen -ließen, nicht davon abbringen können, ihre Auffassungen klar auszusprechen. Die Opposition gegen Roosevelts Kriegspolitiker spricht in diesen Tagen eine deutliche Sprache. Sie hat vielleicht mit dazu beigetragen, daß Roosevelt nach einer Meldung der „Newpork Post" die Forderung der sofortigen Kriegserklärung aus der Rede eines seiner Kabinettsmitglieder gestrichen hat, Roose­velt suche, wie es heißt, jetzt Zeit zu gewinnen.

Wie sich in Amerika die Einsicht in die kriegstreibende und kriegshetzerische Rolle Roosevelts verstärkt, hat der bekannte Verleger Hearst im „Newpork Journal Ame­rican" klipp und klar festgestellt. Hearst schrieb, daß wenn Amerika nicht zum Kriege ermuntert würde, und Roose­velt nicht geheime Verpflichtungen eingegangen wäre, der Krieg schon beendet sei! England hätte dann, wie Hearst fortfährt, ohne Frage die Bedingungen der Achse angenommen, in denen das britische Empire garan­tiert, und lediglich verlangt worden sei, daß England seine zudringlichen Finger aus Europa heraushalte und nicht länger eine europäische Nation gegen die andere aufhetze, um die eigene Hegemonie aus dem Kontinent aufrechtzuerhalten. Aus Churchills jüngsten Bemerkun­gen gehe hervor, daß Amerika durch seinen autokra- tischen Präsidenten nicht nur zum Kriege ver­pflichtet worden sei, sondern daß die USA.-Flotte und Luftwaffe bereits im Patrouillendienst stehe. Was Amerika passieren werde, wenn es dem Kriege fernbleibe, sei rein hypothetisch. Was ihm jedoch widerfahre, wenn es sich am Kriege beteilige, sei jedem klar, der die nüchternen Tatsachen prüfe: Amerika werde fast ganz Europa und Asien gegen sich haben.

Zu diesen und anderen Stimmen, die die außenpoliti­schen Rückwirkungen der Roofeoeltpolitik fürchten, kom­men die innerpolitischen Bedenken. Senator Wheeler erklärte, daß der Krieg für die USA. eine Zerstörung der Demokratie bedeuten würde. Andere Stimmen wei­sen darauf hin, daß die neuesten Umfragen des Eallup- Jnstituts keine Erhöhung der Stimmen für die kriegs- nähernde Aktion ergeben habe, eigentümlicherweise, ob­wohl die pessimistischen Stimmen über die Standfestig­keit Englands sich vermehrten, was früher stets zu einer Stärkung der Interventionisten geführt habe. So hat der amerikanische Landwirtschaftsminister zugestanden, daß die Lage der englischen Schiffahrt so ernst ist, daß Munitionstransporte zugunsten von Le­bensmitteltransporten eingeschränkt werden mußten. Im übrigen ist diese Rede des Landwirtschaftsministers je­doch eine Rede ganz aus dem Geiste Roosevelts und Hulls, der Kriegstreiber, Kriegsverlängerer und Im­perialisten, die ohne Umschweife die Forderung nach Weltherrschaft stellen und im gleichen Atemzug die Frechheit besitzen, den Achsenmächten Weltherr­schaftspläne und Ängriffsabsichten zu unterstellen. Er verlangt, daß England und die USA. gemeinsam im Besitz der sechs Schlüssel st ützp unkte der Erde bleiben müßten, darunter Gibraltar und Suez.

Die Kriegshetze Roosevelts wird zurzeit von der Oppo­sition als Wortbruch seiner Wahlkampfversprechun­gen gegeißelt. Die Zeitung „Washington Times Herold" veröffentlicht erneut die Erklärung von Frau Roosevelt, daß ihr Mann niemals versprochen habe, das Land nicht in den Krieg zu führen. Diese Aeußerung dex streitbaren Mrs. Roosevelt stellt das Blatt folgende eindeutigen Er­klärungen gegenüber:

Boston, am 30. Oktober. „Wir bewaffnen uns nicht zu dem Zweck eines Kampfes oder einer Intervention in einem fremden Streit. Ich wiederhole nochmals, wir stehen zu dem Programm unserer Partei, wir werden uns nicht an fremden Kriegen beteiligen, noch werden wir unsere Armee oder unsere Marine zum Kampf in fremde Länder außerhalb Amerikas entsenden, es sei denn im Falle eines Angriffs. Da ich zu Euch Vätern und Müttern rede, gebe ich nochmals die Persicherung. Ich habe dies schon vorher gesagt; aber ich werde es

I»MIII»MI»IIIM„I,I»I»I,MI»II„„M,MI»IMIM»»»M»I»»MM»»I»M»IM,I

Vnssr ^ayssspLvsol

Ein deutsches U-Boot versenkte einen britischen Handels­kreuzer von 20 000 BRT.; außerdem wurden drei Handels­schiffe von zusammen 11 000 BRT. don der Luftwaffe vernichtet.

Nunmehr haben sich auch Araber des Hadramaut -enen England erhoben.

teilhastes Tauschgeschäft mit Japan ab.

Die WHW.-Wunschkonzerte im Gau Weser-Ems erbrachten fast I Million Mark. ,

Aus einem Appell der NTKOV.-Mitarbeiter sprach Gau. amtsleiter Kröger.

Eine in Berlin neu gegründete Radio-Union GmbH. soll die Wirtfchaftswerbung durch Rundfunk im Ausland sördern.