Ausgabe 
(2.5.1941) Nr. 121
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Hanvtgcbäi d« -vorkam. nm Brill, son­nn Gebäude der n"clle iz der Sparkasse lsbeide 10.12 ii. Swck. 1011. Wirtschastsamt ocr Hansestadt Bremen.

Dcichschauuugc» erden geschaut am: l', o. Mai. der Deich an der tei Bake, von der Dove- trage bis znr Oldenburgcr eahn, um 16 Uhr in Huch- 'eginncnd:

h. 7, Mai, der Weserdelch ereich des Deich- und Siel- rdes Neknm, um 12 Udr c Brcmisch-Prcnsiischen Lan- nze tRckums beginnend:

9. Mai, die Leium- und ncdeichc von Bremcn-Bins nhsicl, um 8 Uhr in Bie- Inrg beginnend: g. 19. Mai, die Ochtum-u. deiche in Lbervieland, vem deich bis zur Ziegelei in Hansen, um 8.3V Uhr beim deich beginnend: itag, 15. Mai, die Werdei- lien Deiche von Bremen- bis zum Induffriehafen, llhr in Bremen-Burg bc-

. 29. Mai, Sie Weser- und deiche in Niedcrvicland,

' Nablinghauier Kirche bis chutzdeich, um 8 Uhr bei blinghauser Kirche bcgin-

!9. Mai, die Wümme- und indischen Deiche, von Knlj- s Diterholz-Teuever, um bei der Kuhsielschleuse bc-

nd, 24. Mai, die Deiche in Bremisch- und PrcuM- iiek, um 10.IS Uhr dem lder Landhaus lWaii) be-

u'27. Mai. der WeserdeiL cemen-Hastcdt bis Bremen- >ori, um 14 Uhr Lei dem erk am Osterdeich begin-

utzungsberechiigien «erden düng eines Zivangsgeld« >cri, bis zur Schauung die n schaubarcn Stand »u sbesonöcre die Manlwurss- , vcrebncn, vorbanden! umzufüllen und alle die be schädigenden Unkräuter iaen, sowie am -raae der , die Nickelwerke oifenzu-

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parLeiamtlichir Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden viirgermeisters der Zreien fjansestadt vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmiliches Nerkündungsblalk des Neichsstattlsalters in Oldenburg und vremen

Nr. 121 / 11. Jahrgang

Zrettag, 2. Mai 1941

kinzelpreis 13 Npf.

lagung der Nelchsarbeitskammer

Verleihung derguszeichnung „NS.-Musterbetrieb" / flmann, dhnesorge, MessersHmitt „Pioniere derflrbeit"

Nustoif kjeß sprach in ftugsburg

Verkündung der krgebniffe des 5. Leistungskampfes der deutschen betriebe

Augsburg, 1. Mai

In diesen Tagen von welthistorischer Bedeutung, da die kämpfende Front den Balkanfeldzug nach bewun- dernswerten, unerhörten Leistungen von Führung und Mann mit einem neuen herrlichen Siege über die Chnrchill-Plutokratie und ihre Helfershelfer krönt, gibt die schassende Heimat einem Jahr hingebungsvoller rastloser Arbeit im Leistungskampf der deutsche» Be­triebe mit einer stolze» Leistungsschau machtvollen Aus­klang. In eindrucksvollen Feier» erhielten am vergan­genen Wochenende in den einzelnen Gauen die Eau- diplomträger ihre Urkunden ausgehändigt (darunter bekanntlich in unserem Gau der Molkereiverband für Ostsriesland in Leer und das Reichsbahnausbesserungs­werk Lingen/Emsj.

Am Rationalen Feiertag des deutschen Volkes wurden nun auf einer feierlichen Tagung der Reichsärztckammer in den Messcrschmitt-Flugzcugwerkcn in Augsburg bom Stellvertreter des Führers, Rcichsministcr Rudolf Hetz, und dem Rcichs- organisationsleitcr Dr Leh, die besten Betriebe dieses fried­lichen Wettstreites der Arbeit verkündet, denen der Führer selbst die Auszeichnung „Nationalsozialistischer Musterbetrieb" verliehen hat. Ihre Bedeutung erhielt diese grotze Reichsver- onstaltung des 1. Mai durch die Verkündung der Ernennung von Reichsleiter Amann. Rcichsminister Ohneforg« und Pros. Messerschmitt zu „Pionieren der Arbeit". Gleichzeitig verkündete der Stellvertreter des Führers namens des Führers den 8. Leistungskampf der deutschen Betrieb« für das Jahr 1941/42.

Die schwäbisch« Gauhauptstadt empfing die zahlreichen Gäste aus allen Gauen Großdeutschlands mit Flaggen- und Grün­schmuck. Das gleiche festliche Bild bot die zu einem würdigen Feierraum ausgestaltete Werkhalle, die am 1. Mai das Ziel schier unfaßbarer Marschkolonnen der Parteigliederungen, ins­besondere der Jugend, war. In dieser Halle versammelten sich neben zahlreichen führenden Männern aus Partei, Staat und Wehrmacht und Wirtschaft die Mitglieder der Reichs­arbeitskammer sowie die Betriebsführer und Betriebsobmän- ner der in den Jahren des Leistungskampfes ausgezeichneten NS,-Musterbetriebe Zu einer Feierstunde von größter Ein- druckskrast. Unter den Anwesenden sah man die Reichsleiter Amann, Buch, Fiehler, Reichsministsr Ohnesorge, ss-Ob«rgrupPensührer Heißmeher als Vertreter des Reichs­führers ii Heickrich Himmler, die Reichssrauenführerin Scholtz-Klink, Obcrbefehlsleiter Marrenbach, den Ministerpräsidenten S i e b e r t, zahlreiche Gauleiter und Gauobmänner der DAF. An der Spitze der Vertreter der

wieder sanken II Seitenschiffe

Newyork, 1. Mai

In hiesigen Schiffahrtskrcisen verlautet, datz in der letzten Zeit acht Schisse von deutschen Handlesstörern im Indischen Ozean versenkt worden seien. Wie „Associated Preß" hierzu meldet, handelt es sich bei diesen versenkten Schissen, die in der Mehrzahl Lcbensinittel für England an Bord hatten, um folgende Dampfer: „Cith os Bagdad" (75VK BRT.s, „King City" (4744 BRT.), „Scientist" (6l99 BNT-), „Benarth" (S8VK BRT.), „Athelking" (9337 ART.). Kemmendie" (7769 BRT.), „Commissaire Ramcl" (IN 661 BRT.), ein früherer französischer Passagierdompser, und der jugoslawische Frachter „Durmitor" (5623 BRT.).

Newyorkcr Niederkreise ersuhren, datz der schwedische 8714 BRT. grotze Motortanker „C a st o r" mit einer Ladung nach Stockholm unterwegs im Atlantik versenkt wurde. Der Kapitän und 14 Mann seien vermitzt. 27 Leute seien in Curacao an Land gebracht worden.

Räch einer Meldung von „Associated Pretz" aus Rewhork find in den letzten Tagen der englische Dampfer „Empire Endurance" in einer Entfernung von 866 Meilen west­lich der irischen Küste, ferner der englische Passagierdampscr „Calcha s" (IN 3N3 BRT.) 35N Meilen südwestlich der Kana­rischen Inseln und der englisch- Frachtdampser „Schiland" (2249 BRT.) sowie ein weiterer englischer Transportdampser „Rerissa" (5583 BRT.) 7NN Meilen südwestlich von Grön­land torpediert worden.

Wehrmacht waren Generalluftzeugmeister Generaloberst Übet und der Befehlshaber im Lustgau VII erschienen. Als Gast des Reichsorganisationslelters Dr. Ley wohnte der Leiter der spanischen Falangesyndikate, Exzellenz Salvador M e - rino, mit seiner Begleitung der Tagung bei.

Nachdem der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley unter brausenden Heil- rusen die Hallen betreten hatten, gab das Nationalsozialistische Symphonie-Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Adam mit der Nienzi-Ouvertüre von Wagner dem Festakt den weihevollen Austakt.

Als Vertreter des Beauftragten sür den Leistungskampf der deutschen Betriebe betrat bann

veichskauptstellenleiter Schröder

das mit dem Goldenen Rad geschmückte Podium, das von den mehr als 400 goldenen Fahnen der NS.-Musterbetriebe umsäumt war. In seinem Rechenschaftsbericht führte der Red­ner aus: Der Leistungskampf'1940/41 ist ein Kricgsleistungs- kamps gewesen. Die Erziehung zu vollem Einsatz des einzel­nen Betriebsführers wie des Gesolgschaftsmitgliedes und da­mit Erreichung höchster Leistung der einzelnen Betriebs­gemeinschaft ist Sinn und Inhalt dieses Kampses.gewesen. Es ist dabei kein Schema vorgeschrieben worden, sondern der freien Initiative wurde größter Raum gelassen. Was an Vorbildlichem geschaffen wurde, ist entstanden in freier Ge­staltung gus echter sozialer Selbstverantwortung. So sind

unsere nationalsozialistischen Musterbetriebe das geworden, was von Ihnen, Stellvertreter des Führers, so wundervoll ausgedrückt wurde mit den Worten: „Festung des inneren Friedens". Welch« Schwungkraft ganz allgemein in den deut­schen Betrieben steckt und wie lebendig die Idee des Lei- stungskampses in ihnen allen lebt, zeigen die Beteiligungs­zahlen des letzten Jahres. Die Teilnahme steigerte sich noch­mals von rund 27Ü vvv Betrieben im dritten Leistungskampf auf säst 3V0VNN Betriebe. Praktisch hat damit jeder Betrieb mit über 2V Mann Gefolgschaft teilgenommen, während auch die Zahl der beteiligten Kleinbetriebe weiter gestiegen ist.

Das besondere Wesen der Kriegsaufgabe ergibt sich aus dem Ausruf des Reichsorganisationsleiters zum Leistungs­kamps 194V/41. Sein Inhalt heißt höchste Arbeitsdisziplin, also höchster Einsatz, beste Zusammenarbeit und damit höchst­mögliche Leistung. Unsere Musterbetriebe zeigten, wie die Frage der Arbeitsdisziplin durch vorbildliche Betreuung und Schaffung einer echten Betriebsgemeinschast zu lösen ist. Entscheidend sür die Gestaltung und die Leistungen dieser Musterbetriebe wie überhaupt aller deutschen Betriebe sind vor allen Dingen ihre Betriebssichrer gewesen. Es ist hier der richtige Ort, um einmal daraus hinzuweisen, daß Deutschland stolz sein kann auf seine Betriebssichrer, die an der Spitze ihrer Betriebsgemeinschaft stehend, mit ihnen diesen Leistungsstand erreicht haben. Wir wollen uns hier aber auch erinnern der Männer des Werkschutzes und der Werk- scharen. (Fortsetzung aus Seit« 2)

Säuberung des Peloponnes fortgesetzt

SSoo-tonnor im kosen von tobruk vernichtet — Unterseeboot versenkte ?Sva-ronner 6n Zerstörer beschädigt — Vberleutnant Miincheberg errang seinen 40. tuftsieg

Berlin, 1. Mai

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In Griechenland setzten Verbände des deutschen Heeres die Säuberung des südlichen Peloponnes von versprengten Teile« der britischen, griechischen und serbischen Truppen fort. Bei Angriffen auf die Suda- Bucht auf Kreta beschädigte die deutsche Luftwaffe einen großen Tanker und zwei grotze Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer. In Nordafrika führte Späh- und Stotztrupptiitigkeit der deutschen und italie­nischen Truppen zu örtlichen Erfolgen. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge versenkten im Hafen von Tobruk ein Handelsschiff von 3ÜVV BRT. und erzielten in den Befestigungsanlagen um Tobruk sowie bei Fort Palastrion schwere Zerstörungen und ausgedehnte Brände. Aufklärungsflugzeuge bekämpften eine Funkstation, Feldbefestigungen sowie Ansamm­lungen von Kraftfahrzeugen und Panzerwagen mit guter Wirkung.

In der letzten Nacht griffen deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge den Hafen von La Valetta aus Malta sowie den Flugplatz Venezia erneut mit gutem Erfolg an. Am Morgen des 1. Mai wurden in Luftkämpsen über der Insel drei Jagdflugzeuge vom Muster Hurrikane abgeschossen.

Ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleut­nants Hehler meldet die Versenkung eines Damp­fers von 701)0 BRT. Damit hat dieses Unterseeboot aus seiner jetzigen Unternehmung bereits 42 080 VRT. feindlichen Handelsschisssraumcs versenkt.

Erfolgreiche Angriffe der deutschen Luftwaffe rich­teten sich gegen Hafenanlagen an der Süd- und Ostküste Englands. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung be­schädigten im Seegebiet um Großbritannien ein grö­ßeres Handelsschiff schwer. In der Nacht zum 1. Mai versenkte die Lustwaffe vor der schottischen Ostküste einen Frachter von 1000 VRT. und beschädigte zwei weitere Frachter sowie einen Zerstörer so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist.

Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Krästen an verschiedenen Stellen Norddeutschlands und in Außenbezirken der Reichshauptstadt Spreng- und Brandbomben. Militärischer oder wehrwirtschaft- licher Schaden entstand nicht. Einige Zivilpersonen wurden getötet oder verletzt.

Oberleutnant Miincheberg errang bei Lust­kämpfen über der Insel Malta seinen 30. und 40. Luft­sieg."

8 -

Nach einer Londoner Funkmeldung haben die deutschen Fernkampfbatterien an der französischen Küste die britische Küste am Dienstag sieben Stunden lang mit Granaten belegt. Es hab« sich um das bisher schwerste und ausgedehnteste Bombardement gehandelt. Die großen Geschütze hätten mit nur einer Stunde Unterbrechung bis säst 16 Uhr geseuert.-

Beim letzten Angriff auf den englischen Kricgshafen Ply- mouth wurden, wie „Exchange Telegraf" aus London mel­det, nach einer britischen Schätzung etwa ION V6N Sprcng- nnd Brandbomben auf drs Stadt abgeworfen. Einige Außen­bezirke und das Zentrum der Stadt hätten schweren Schaden erlitten. Mehrere Bomben schwersten Kalibers verursachten, wie die britische Agentur berichtet, den Einsturz von Lust- schutzräumcn. Trotz fieberhaften Einsatzes großer Pionier­abteilungen ist es noch nicht gelungen, die verschütteten Schutzräume freizulegen. Die Bekämpfung von drei gewal­tigen Brandkomplcxen währte, der gleichen Quelle zufolge, noch am Mittwoch an. Die Evaknierung von Frauen und Kindern aus Plhmouth war bereits am Tage vor dem letz­ten schweren Angriff abgeschlossen.

lkurchills Sank an Sriochenland

Stockholm, 1. Mai

Reuter meldet: Das Handelsamt und das Blockademini- stcrium geben bekannt, daß Griechenland mit Ausnahme der Insel Kreta als ein vom Feinde besetztes Gebiet betrachtet wird, aus das die Gesetze hinsichtlich des Handels mit dem Feinde und der Blockade Anwendung finden.

wave» „frisiert " seine Mck;ugsbilan;

falsche Zalslen sollen kngland trösten — Nur Materlalverluste und australischer Spsertod zugegeben

üv. Stockholm, 1. Mai. (L2.-iii§snüöricIit:)

Nachdem Churchill die angeblich Geretteten aus dem „grie­chischen Dünkirchen" mehr dreist als aufrnchtig au, 4->a»N beziffert hatte, konnte Wavell nicht knausern. Das Haupt­quartier in Kairo gab am Donnerstag bekannt, datz 48 6UN Mann, oder 86 Prozent der Gesamtstärke des englischen Expe­ditionskorps, „zu neuen Gebieten sür weitere aktive Beteili­gung am Kriege übergeführt" worden seien. Damit die Be­hauptung' nicht gar zu unglaubhaft klingt, werden aber schwere Verluste an Material zugestanden. Weiter wird ein- geräumt, datz die Nachhuten — also die australischen Trup- p,n — sich aufopfern muhten, um den Rückzug der anderen Truppen zu decken. „

Die sogenannte Evaknierung sei unter schwierigsten Um­ständen erfolgt, so heißt es, zum größten Teil von offenen Stranden gegen überlegenen feindlichen. Druck. Das Haupt­quartier Nahost macht interessante Anspielungen darauf, daß der Rückzug in mehreren Stadien erfolgt sei. Im ersten Stadium sei es möglich gewesen, Häfen in Südgriechenland zu benutzen. Damit wird zugegeben, daß die englischen Truppen zum großen Teil offenbar überhaupt gar nicht erst bis in die Schlachtzone geschafft, sondern sogleich wieder zur Einschiffung bereitgehalten worden waren, nachdem die „de­monstrative Geste" einer englischen Hilfsaktion ihren Zweck erfüllt hatte.

Unter welchen Umständen die spätere Flucht erfolgt sein mag, geht aus der Andeutung hervor, daß sogar ein Sunderland-

Flngboot habe mitwirken müssen, nm die Mannschaften weg- zutransportieren. Die Einschiffung sei größtenteils bei Nacht vor sich gegangen. Bei Tage hätten dann deutsche Luftangriffe eingesetzt. Ihre Wirkungen werden — genau wie bei Churchill — mit Schweigen Übergängen.

Reuter verbreitet im Zusammenhang mit diesen unglaub­lichen Behauptungen über die „Erfolge" eines auf jeden Fall rühmlosen und verlustreichen Rückzuges die Mär vom griechi­schen Edelmut, der die Engländer beschworen habe, sich doch um Gottes Willen im gemeinsamen Interesse rechtzeitig in Sicherheit zu bringen . . . Künftig werden die Engländer ver­mutlich, ehe sie für einen kurzen Ermunicrnngsbcsuch aus einem Kriegsschauplatz erscheinen sollten, sich schon vorher von den örtlichen Behörden einen Entschuldigungszettel sür unver­hofften Abzug und einen Freibrief sür eilige Abreise geben lassen.

Im Londoner Nachrichtendienst sprach der militärische Sach­verständige der „TimeB", Kapitän Cyrill Falls über die Leh­ren, die aus dem Balkan-Fcldzug zu ziehen seien. Melancholisch erklärte er einleitend, er habe in seinen früheren Ausführun­gen unter glücklicheren Umständen und mit glücklicheren Ge­fühlen sprechen können, um dann das britische Wörterbuch über „siegreiche Rückzüge" durch folgende Redewendungen zu bereichern: Der Rückzug aus Griechenland sei, gemessen an den Schwierigkeiten, eine wunderbare Tat. Wunderbar deswegen, weil er so sehr viel schwieriger gewesen sei als in Dünkirchen, und zwar aus folgenden Gründen: Kern freundliches Gestade

sei in nächster Nähe gewesen, keine große Flotte von kleinen Fischerbooten usw., die bei der „Evaknierung" von Tün- kirchcn so tatkräftig geholfen habe, keine nahegelegenen Stütz­punkte der RAF., von wo aus die Maschinen Hütten starten können. Der Rückzug sei aber wunderbar gelungen. Den Ein­druck scheint das englische Volk eigentlich nicht zu haben.

Die englische Admiralität meldet sogar einen „Sieg" im Mittelmecr: ein ingoslawisches U-Boot und zivei Motor-Tor­pedoboote Hütten sich. nacktem sie aus ihrem Land entkom­men konnten, den Engländern zur Verfügung gestellt. Die o„ensichtl>ck>e Befriedigung, mit der dies« Tatsach>e vermerkt wird, beweist, wie 'bescheiden London schon' geworden' ist, was Erfolge im Mitielmcer anbelangt.

Ueber das Verhältnis zwischen englischen und Dominion- truppen wurde am Tonncrstaq von amtlicher englischer Seite mitgeteilt, datz Griechenland-Korps bättc z» 51 Prozent aus englischen Truppen und zu 49 Prozent aus australischen und neuseeländischen Truppen bestanden. Zu dieser Angabe, die wenig glaubhaft wirkt, es sei denn als Beitrag zu der merk­würdigen Koalitionsmathcmatik innerhalb des Empire, patzt ausgezeichnet die Schilderung eines englischen Rundfunkrepor­ters vom Eintreffen der englischen Gricchenlandtrupven in einem ungenannten Zusluchtshascn: Die Geretteten hätten fast durchweg aus Engländern und nur ganz wenigen Austra­liern und Neuseeländern bestanden. Das englische Oberkom­mando versichert im übrige», datz alles in Griechenland zu­rückgelassene Kriegsmaterial von größerem Wert zerstört wor­den sei.

Das „Msei KaaseaeÄ"

Eine zeitgemäße Untersuchung

Von

Helmut 8üllcksrms.nn

Als der USA.-Präfident Roosevelt in einer feiner unvermeidlichen „Pressekonferenzen" dieser Tage wieder einmal über praktische Fragen der Englandhilfe sich recht allgemein zu äußern beliebte, prägte das britische Reuterbüro zum Zweck der Beruhigung seiner Leser den Ausdruck vom „Rätsel Roosevelt". Es mag richtig sein, daß für englische Beobachter, die mit kaltem Angst­schweiß auf der Stirn nach dem Weißen Hause wie nach einem Bethlehem schielen, von dem sie ein überirdisches Wunder erwarten, sich mancherlei Rätselhaftes in der gegenwärtigen Politik der Vereinigten Staaten dar­bietet. Wir Deutsche aber haben gelernt, hinter die Kulissen zu sehen, wir hören tönende Proklamationen nicht mehr mit staunendem Munde, sondern beurteilen nüchtern die Machtmittel, die dahinterstehen, wir sehen nicht nur die Schauspieler an, sondern kennen auch die Regisseure und durchschauen deren Triebkräfte und Ab­sichten,---wir vielfach gewitzigten Deutschen stehen auch den nordamerikanischen Problemen der Rooseveltschen Aera nicht mehr zweifelnd gegenüber, sondern wir besitzen den Schlüssel der Erkenntnis zu dem Eeheim- schrank der Washingtoner Regierungskünste, wie sie sich gegenwärtig der Welt darbieten.

Schon der lange Anschauungsunterricht, der uns bis zum Jahre 1933 über die „Grundsätze" und die „staats- männische Weisheit" der Kategorie sogenannter Berufs­politiker zuteil geworden ist, bewahrt uns beispiels­weise davor, mit der Person des Herrn Präsidenten Roosevelt einen irgendwie mystischen Glanz zu ver­binden, den die beflissene britische Propaganda seit Kriegsbeginn um ihn zu verbreiten versucht — und die nur bei Politikern vom Formate der Rydz-Smigly, der Reynaud, Simowitsch und Tzuderos zu Sinnestäu­schungen führen konnte.

Wir vermögen gar nichts Ueberirdisches in einem Mann zu entdecken, der als Sohn reicher Eltern nach einer verwöhnten Jugend sich als Rechtsanwalt der Wallstreet betätigte und dann — als braves Mitglied der Demokratischen Partei mit Hilfe eines wohlassor- tierten Bankkontos und der Zugehörigkeit der Holland- Loge Nr. acht — eine lange Zeit- recht bescheidene poli­tische Karriere absolvierte, bis er in der Krise von 1932 als aussichtsreicher Kandidat gegen den damaligen Präsidenten Hoover entdeckt wurde.

Die geistige Heimat des Kandidaten Roosevelt war das Großkapital, das sich in jenen Jahren nach der Riesentäuschung der „Prosperity" in einer Krise befand, die das amerikanische Volk zu dem Ruf nach einer Revo­lution gegen das gesamte System veranlaßte. In der Tat schienen die ersten Maßnahmen des nach leichtem Wahlkampf Gewählten umwälzend zu sein. Wir alle erinnern uns, daß damals in einer Zeit, in der in Deutschland tatsächlich eine völlig neue. auf dem schaf­fenden Volke ruhende Wirtschaftsform zum Durchbruch kam, die Nachrichten aus den Vereinigten Staaten er­mutigend für den Aufbau einer gerechten sozialen Ord­nung in der Welt lauteten.

Was in Deutschland eine ernste Revolution war, er­wies sich in den Vereinigten Staaten bald als groß­angelegtes Propagandamanöver, um die Kritik der Massen zu beruhigen und die Herrschaft der „sechzig Familien", zu deren V?reich auch die Roosevelts ge­hören — über die Krise hinwegzuretten. Herr Roose­velt sagte „Sozialismus" und sprach von einem „klsrv cksäl" — einer neuen Verteilung der Reichtümer des Landes, aber er meinte den Fortbestand der Wallstreet und er handelte nach den Wünschen der Newyorker Bankiers, die ihn zwar zuerst demonstrativ bekämpften aber sich dann rasch zu seinen engsten Beratern gesell­ten. Das war nm so weniger verwunderlich, als Roose­velt ja ein Kind der — ganz von Juden beeinflußten und gelenkten — Newyorker demokratischen Partei- maschrne und vor seiner Präsidentenwahl Gouverneur der Goldmetropole war.

Zu den Dingen, die nur im „Lande der unbegrenzten Möglichkeiten" möglich sind, gehört die Methode mit der Herr Roosevelt später ..über die sozialistisckr ange­hauchten Gesetze zur Tagesordnung überging", nachdem es

IN»»I»»»M»»INI»I,„N»»»,„I»III»III»»»„IM„»M,„„„„„„„„„„„„„»III,

Vnsvr

In den Messcrschnilttwcrkcn in Augsburg verkündete der Stellvertreter des Führers die Nelidcrleihiingcn der Aus­zeichnung „Nationalsozialistischer Musterbetrieb"; Neichs- lertcr Amann, Reichspostminister Ohnesorge und Pros Mes,er,chmitt wurde der Titel „Pionier bei Arbeit" vcr. liehen.

P-löponnes'N'' Säuberung des südlichen

Unsere Luftwaffe bombardierte erfolgreich Hafcnanlogen an der Süd- und Ostküste Englands. ^

Oberleutnant Miincheberg errang seinen 46. Lustsieg.

Associated Pretz meldet die Versenkung von 13 namentlich genannten britischen Schiffen. ^

Aattenischc Fallschirmjäger besetzten Kcphalonia und

Ehnrchill hat nunmehr auch über Griechenland die Hungerblockade verhängt.

Anordnung wurde eine Berufssperre für Handelsvertreter erlahen. ^

Eine deutsch-italienische Kemeinschaftsfeier fand in Bre­men zum Tage der Nationalen Arbeit statt.

Werder schlug den ATD. Blumenthol mit 1N:N. Tagun^düxch ^'le Vremen eins