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Meiner Mu
parteiamtliche Tageszeitung
Das flmlsblatt des Negierenden Vilrgermeisters der Freien Hansestadt Vremen
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istenvremens
eichsstattiialters in oidenvurg und vremen
Nr. ?Z / 10. Jahrgang
Donnerstag, 14. Dior; 1940
5inzelpreis 1S Npf.
l sriedensvertrag Moskau-Helsinki:
Schwerer Schlag für den Westen
englische tiewaltpolirik löste sensationelles Nttentat auf den Indienminister aus!
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Sie zerbrochene Feuerzange
kuropa unter der drostung der plutokraten, ein neues „sinnland" ;u schassen
I-i. jr. Berlin, 14. März.
„Eine verlorene Schlacht" — „Chamberlains größter Fehlschlag" — „Schwere moralische Niederlage des Westens" — das sind die Schlagzeilen, mit denen die Weltpresse das Ende des finnisch-russischen Krieges registriert. Tatsächlich beherrscht dieser Eindruck die Oessentlichkeit der Welt. selbst bis in die Völker der kricgsührendcn Westmächte hinein, denn nicht zuletzt ist es ja die sranzösische Presse gewesen, die die finnischen Linien als Teil der französischen Front in Anspruch genommen hatte. Die von den Plutokratien im Norden Europas.gelegte Sprengladung tonnte nicht mehr entzündet werden, obwohl der Westen sein möglichstes getan hatte, die Lunte in Brand zu stecken. Daß dabei Bedenken wegen der Neutralität der nördlichen Staaten auch nur in ernsthaste Erwägung gezogen würden, konnte man von vornherein nicht annehmen. Es waren die Realitäten, die Sorge »m die verwundbaren rückwärtigen Verbindungen und die Furcht vor dem Risiko, die das große Gallipoli des Eismeeres verhindert haben! Die bremsenden Artikel des Henry de Kerillis waren ein beweiskräftiges Symptom für diese — letztlich ausschlaggebenden — Besorgnisse. Wenn man jetzt das Ausbleiben des sormalcn Hilscruses aus Helsinki und die Haltung der skandinavischen Staaten — Daladier hat das getan — als Gründe für das Scheitern der vielbesprochenen Aktion angibt, so kann diese Flucht ins formale Recht nur ein Lächeln bei denen wecken, die wochenlang gelesen haben, daß Schweden
und Norwegen kein Recht aus Neutralität hätten. Tatsächlich lag ja der Appell Finnlands an die Genfer Liga vor.
Wenn Daladier in seiner Kainmcrerklärung, schon im Gedanken an die Möglichkeit einer friedlichen Einigung in Moskau erklärte, „eine beträchtliche Anzahl von Schissen habt in zwei großen Häfen des Kanals und des Atlantik zum AnSlausen bcreitgcleyen", so zeigt das, welche große Bedeutung man dem finnischen Kriegsschauplatz beimatz. Auch die Verösscntlichung der angeblich nach Helsinki gelieferten Materialmcngcn ist ein Beweis hierfür, wenn auch andererseits diese Mitteilungen dazu angetan sein mochten, der Regierung ein Bollwerk gegen die unausbleibliche Brandung von Vorwürfen z» bauen. Wer 175 Flugzeuge, 49k Geschützt und 785 000 Artilleriegeschosse, 5911» leichte Maschinengewehre, 400 Teemine», LOK llk» Granaten und LO Millionen Patronen in eine Sache investiert, der zuckt nicht in entscheidender Stunde vor juristische» Ueberlegungen zurück.
Finnland war nach dem Zusammenbruch Polens der Ansatzpunkt der Bemühungen, die gescheiterte politische Einkreisung gewaltsam mit militärischen Mitteln zu vollenden. Finnland war dabei das eine Glied der Zange, deren anderer Greiser in Südosteuropa und Vorderasien geschmiedet wurde. Auch von dieser Stelle aus besteht weiterhin die Drohung, ein neues „Finnland" zu schassen. Finnland hätte manches Opfer an Blut und Gut vermeiden können, wenn es sich nicht hätte mißbrauchen lassen.
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Dsui5c!ilcmcl cisclct iort clsn gesamten itolisnisr^lsn ^intulii-lzsclcikt an Kopien
2m Verfolg der Besprechungen, die zwischen dem Reichsminister des Auswärtige» von Ribben- trop und dem Duce stattgefunden haben, haben der deutsche und der italienische Regierungsausfchuß sür die Regelung der deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen eine außerordentliche Tagung abgehalten mit dem Ziel, die erforderlichen Maßnahmen zu vereinbaren, um die Kohlenlieferungen aus Deutschland nach Italien vollständig aus dem Landwege durchzuführen und auf diese Weise fast den gesamten italienischen Einsuhrbedars an Kohlen zu decke». Am Dienstag haben der Vorsitzende des deutschen Regierungsausschusses, Gesandter Clodius, und der Vorsitzende des italienischen Regierungsausschusses Senator Eiannini, das entsprechende Protokoll unterzeichnet.
Durch den Raub der von Rotterdam ausgehenden italienischen Kohlenschiffe wollte England einen brutalen Druck ausüben, um Italien zum Kauf englischer Kohl« und zur Lieferung von Produkten der italienischen Schwerindustrie, von Massen und Rohstoffen. zu zwingen. Das Abkommen mit Deutschland ist Italiens Antwort auf diesen Erpressungsversuch, die um so eindeutiger ist, als sie geradlinig an die mit den Sanktionen begonnene italienische Wirtschaftspolitik anknüpft. Die Sanktionen hotten den italienischen Markt für Englands Kohle verschlossen. Daß jetzt der Versuch gescheitert
ist, diesen Markt in Verbindung mit dem gegenwärtigen Wirtschaftskrieg Englands im wörtlichsten Sinne „zurückzuerobern", zeigt erneut, auf welch schwachen Füßen die gesamte englische Blockade steht. Gleichzeitig ist dieses Abkommen aber auch ein weiterer Beweis für die Funktionen und die Wirksamkeit der Achse Berlin—Rom. Die gesamte Entwicklung der Achsenpolitik und der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen, den beiden Ländern seit dem 2ahre 1936 weist eine fortwährende Vertiefung und Erweiterung auf.
Vor russisch-finnische frieden sieh die Pläne der englisch-französischen Imperialisten scheitern
viU«»» Itpaltakiilrtl'SNSN Der Abschluß der rus,,,ch-sinn,,chen Friedensvcrhandlungen und die hierdurch sür die Wcstmiichte verlorene Möglichkeit der , , Kricgsauswcitung aus Skandinavien, um durch scheinheilige
IN i-NNÜNN Untcrstützungsaktion sür Finnland Deutschlands rechte Flanke
————— anzugreifen, hat in London wie auch in Paris starke Enttäu
schung und Bestürzung ausgelöst. Treffend berichtet „Stockholms Tidningcn" in einer Londoner Meldung: „Die am Montag inszenierte Besprechung im Unterhaus <nämlich die angezeigte Hilfeleistung an Finnland. Anm. d. Schristl.) drohe Chamberlains größte Niederlage zu werden." — Wir stark der Reinsall der Londoner Kriegshetzer ist, geht eindeutig aus englischen Pressestimmen hervor, die bezeichnenderweise gerade in den letzten Tagen mit besonderem Nachdruck sich bemühten, den Kriegsschauplatz im Norden Europas zu erhalten und noch weiter auszudehnen. Nun reden sie heuchlerisch von einer „Tragödie" und bedauern das „tragische Schicksal" Finnlands, das sür sie nur ein Mittel zu ihrem schmutzigen Zweck sein sollte. Den Gipfel verlogener Heuchelei erreicht der Schatzkanzler John Simon. Nach typischer Plutokratenart wählte er ein Klubsrühstück, um zwischen Suppe und Vorspeise an sein Glas zu klopfen und einen schwülstigen Sermon über den finnischen „Heldenmut" vom Stapel zu lassen. Das ist der Dank Englands! Phrasen als Preis für Blutopser! Schon allzuvielc der kleinen Länder haben das erfahren müssen, die an Londons Versprechungen glaubten. — Die „Times" erklärt, die Voraussetzung sür englische Hilfe — die bekanntlich nie kam und auch nicht beabsichtigt war — habe in der Mitarbeit der skandinavischen Staaten bestanden, und diese sei ausgeblieben. In seiner Wut scheut sich das Blatt auch nicht, Finnland in übelster Weise zu beschimpsen. — Die tatsächlichen Folgen aus dem finnischen Frieden sür die Westmächte werden recht interessant gekennzeichnet in einer Lon-
wonach eine „alles andere als befriedigende Lage sür die
daß ihr Prestige bedeutend
doner Meldung der „United Preß
Westmächte" entstanden sei. Man müsse damit rechnen gefallen sei.
kinrles,,- Ikrianrkarei in Die „Prawda" widmet dem Fricdensvertrag zwischen der Sowjetunion nnd Finnland einen aussührtichen Leitartikel. Da- , .. rin wird die Bedeutung dieses Vertrages in zweifacher Hinsicht
pv5ü8U7VPA3ll5gL7AUMI hervorgehoben: Der Vertrag gewährleiste 1. die Sicherung der Grenzen der Sowjetunion und vor allem Leningrads; 2. räume er den Kriegsherd in Nordeuropa aus. Er stelle somit eine grausame Niederlage iür die englisch-französischen Kriegsbrandstister dar. Das Blatt führt im einzelnen u. a. aus, die Ausgaben, die sich die Sowjetregierung gestellt habe, seien erfüllt. Daß die Feindseligkeiten an der Front eingestellt würden, erfülle das russische Volk mit ungeheurer Genugtuung. Der Vertrag zwischtz-der Sowjetunion nnd Finnland schasse zwischen beiden Ländern dauerhaste friedliche Beziehungen, deren Grundbedingung die Garantie ihrer gegenseitigen Sicherheit sei. Das Blatt schreibt, die Sowjetunion habe niemals beabsichtigt, Finnland seiner Unabhängigkeit zu berauben. Die Sowjetunion habe in jedem Fall schon im Jahre 1917 Finnland freiwillig das Recht aus die eigene staatliche Existenz zuerkannt. „Lange genug", so fährt die „Prawdä" fort, „haben die englisch-französischen Imperialisten Finnland — wie früher Pol n und andere Staaten — zum Krieg gegen die Sowjetunion aufgehetzt, indem sie „Garantien" und ihre Unterstützung in diesem Krieg versprachen, indem sie die Illusion verbreiteten, daß Vie mit englisch-sranzösischer Hilse errichteten Befestigungen uneinnehmbar seien. Die Pläne der englisch-französischen Imperialisten, die aus Entsachung des Krieges in ganz Europa Hinausliesen, sind gescheitert. Weder die zweifelhaften Manöver der Kenser Liga, noch die Drohungen, noch Erpressungen haben geholfen. Als Illusion erwies sich auch die von einigen Staaten versprochene Unterstützung . . . Vor aller Welt ist klar geworden, daß die internationalen Kricgsprovokateure nur danach drängten, mit allen Mitteln den Zustand des Krieges, des Kampfes und der Feindseligkeiten im Osten Europas zu verlängern. Es ist eingetreten, was jeder nicht völlig verblendete Mensch voraussagen konnte: Die
Sowjetunion hat. entgegen dem hartnäckigen Bestreben der Kriegsbrandstister, durch ihre bewaffnete Macht die Sicherheit ihrer Grenzen hergestellt. Die Ausgabe der russischen Außenpolitik ist nunmehr erfüllt.
pari; vie vor 6en ikopk yercklszsn
In Paris ist man über die Meldung vom Abschluß des sowietrussisch-sinnischen Friedensvertrages wie vor den Kops geschlagen. Bis in die späten Nachtstunden des Dienstag wollte man an die Unterzeichnung des Abkommens einfach nicht glauben. Auch der sranzösische Rundfunk konnte am Mittwochmorgen die Enttäuschung und Mißstimmung der französischen amtlichen Kreise nicht verhehlen. Das Unterfange», der schwedischen Regierung die Verantwortung für die Vorgänge zuzuschieben, wird weiter betrieben, wobei man sich nicht scheut, zu versuchen, das schwedische Volk gegen seine eigene Regierung auszuspielen. — Der Pariser Korrespondent der „Zuisse" hebt ». a. hervor, daß jetzt die „besten französischen Kopse" die dnrch den Friedensschluß geschaffen« neue Lage studierten. Der Pariser Berichterstatter des „Journal des Debats" schreibt, man ist zu der Feststellung gezwungen, daß das Unbehagen über die Entwickelung der finnischen Angelegenheiten in Paris sehr stark ist. Ueber die Stimmung in Paris gibt der Leitartikel des „Teinpö" ausführliche Auskunft. Es heißt darin u. a , man dürfe nicht verhehlen, daß die letzten Ereignisse aus die sranzösische öffentliche Meinung eine» tiefen Eindruck gemacht hätten. Das Blatt stellt dann fest, daß die Annahme der sowjetrussischen Bedingungen «ine materielle und moralische Niederlage sür die westlichen Demokratien bedeute. — Der Jnter- ventionsplan der Westmächt« hat seine Ausgabe, den finnischen Frieden zu sabotieren, also nicht mehr erfüllen können. Im Gegenteil, er hat ihn durch die Herausbeschwörung der Kriegsgefahr sür den ganzen Norden praktisch gefördert und seinen Urhebern selbst «ine
Niederlage zugefügt, die das Ansehen der Westmächte in der ganzen Welt, besonders aber
in Skandinavien, schwächen muß und möglicherweise sein« Wirkungen auch in innerpolitischer Hinsicht haben wird. — Das ist beispielsweise die Auffassung, die ein Amsterdamer Bericht der Kopenhagener „Berlingske Tidende" widerspiegelt. „Berlingske Tidende" saßt den Eindruck der diplomatischen Kreise in der französischen Hauptstadt dahin zusammen, daß ein sinnisch-russischer Friedensschluß einen starken Prestigeverlust bedeutet.
Älürksre krlsiektsrunu Die Nachricht vom russisch-finnischen Friedensschluß wurde in Norwegen, Schweden und Dänemark mit spürbarer Erleich- . x ternng ausgenommen. Der erste Eindruck in Norwegen läuft
IM norokll rurops; aus eine Stärkung der deutsch-russischen Wirtschastssront hin-
.. aus, nachdem Rußland diese« Konflikt beendet hat. Allgemein
ist man der Ansicht, daß das Prestige der Westmächte durch den Friedensschluß einen schweren Schlag erlitten hat. Das Osloer „Dagbladet" schreibt, Daladier habe mit seiner Rede
deutlich die Absicht gezeigt, den Frieden zwischen Rußland und Finnland zu verhindern und Skandinavien zum erweiterten Kriegsschauplatz der Großmächte zu machen. Nun habe es sich eindeutig erwiesen, daß Finnland nur als eine Schachfigur im Spiel der Westmächte gebraucht worden sei. Daladiers Rede sei reine Kriegspropaganda gewesen und habe durchaus keinen erhebenden Eindruck hinterlassen. „Astenposten" wendet sich in scharfer Sprache gegen das „Pressebombardement". das Norwegen »nd Schweden in >djes«»^ Tapsen von England und Frankreich hätten über sich ergehe» lassen müssen. Es sei unbedingt zu verlangen, so schreibt das Blatt, daß Zeitungsberichte nicht von unrichtigen und bestellten Informationen ausgingen. Diese Methode habe Norwegen leider seit dem Hall „Eossak" genügend kennenlernen müssen. Das Blatt schließt seinen Leitartikel mit den Worten: .Man mag uns kritisieren wo man will; aber man mutz die Kritik auf tatsächlich vorliegende.Verhältnisse nnd aus das Völker- sowie das Menschenrecht ausbauen, für das man selbst zu kämpfen vorgibt." — Die gesamte schwedische Presse bringt in sensationeller Aufmachung die Meldung über den Friedensschluß zwischen Finnland nnd Rußland auf Grund der VWL-Meldung. „Stockholms Tidningen" schreibt n. a.: „Der Friede stellt eine diplomatische und moralische Niederlage sür England dar, einen Rückschlag sür die Kriegsausweitungspölitik, ein« Normalisierung des deutsch-russischen und deutsch-finnischen Handels und insgesamt genommen eine Stabilisierung der Lage im Ostseegebiet." — In den Kommentaren der Kopenhagener Presie über den Friedensschluß zwischen Rußland und Finnland kommt das Gefühl der Erleichterung darüber znm Ausdruck, daß die Beendigung des finnisch-russischen Konfliktes die Gefahr einer Einbeziehung deS Nordens in den Krieg der Großmächte beseitige.
finnischer Minister geißelt plutokratien
„Sroßsprecherisch angekündigte Hilfe der Weltmächte völlig versagt" — Vas allgemeine Interesse sinnlands ...
Helsinki, 14. März.
^ Der finnische Außenminister Tanner sprach am Mittwoch ! im Rundfunk über den Friedensschluß zwischen Rußland und Finnland, wobei er eingangs hervorhob, daß die neuen Grenzen ungefähr mit denen von l72l übereinstimmten. Nachdem er die Operationen geschildert hatte, in deren Verlaus der Mangel an Menschen immer fühlbarer geworden sei, ließ er keinen Zweifel daran, daß die so großsprecherisch angekündigte Hilse der Westmächte völlig versagt hätte und die Entsendung von Freiwilligen durchaus ungenügend gewesen sei. Schweden und Norwegen hätten unter Hinweis aus die Notwendigkeit der Einhaltung einer strikten Neutralität einen Durchmarsch fremder Truppen durch ihre Länder nicht gestatten können. Finnland habe sich danach entschlossen, den ihm nahegelegten Rui um Beistand an England und Frankreich nicht zu richten.
Der finnische Außenminister ging sodann auf die Friedens- vsrhandlungen mit Moskau ein. wobei er unterstrich, daß das allgemeine Interesse Finnlands die Annahme der sowjetrussischen Vorschläge gefordert hab«. Tanner betonte, daß der Vertrag keine politischen Bindungen enthielte und daß die
Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit Finnlands unberührt blieben. Finnland müsse nun arbeiten, um sein Wirtschaftsleben in konstruktivem Sinne zu entwickeln.
Nüiktritt des finnischen verteidistunssministers
Stockholm, 14. März.
Wie aus Helsinki gemeldet wird. sind der finnisch« Verteidigungsminister Niukkanen und Unterrichtsminister Han- nula zurückgetreten.
finnische velegation aus Moskau abgeflogen
Moskau. 14. März.
Wie von unterrichteter Seit« verlautet, haben die finnischen Unterhändler mit Ministerpräsident Rhti und Itaatsminister Paasikivi an ihrer Spitze am Mittwoch um lk Uhr Moskauer Zeit Moskau verlassen.
Wie der Moskauer Rundfunk mitteilt, sind in der ganzen Sowjetunion Versammlungen und Kundgebungen im Gange, die dem Abschluß des Friedensvertrages mit Finnland ge
widmet sind. Dabei wird die Freude und Genugtuung über die erfolgreiche Beendigung des Krieges und die Sicherung des Friedens an der Nordwestgrenze der Sowjetunion zum Ausdruck gebracht. _
per Serichl des Vderkommandos der Wehrmacht
Berlin. 14. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In der Gegend des Psälzer Waldes übersiel ein deutscher Spähtrupp aus französischem Boden einen aus dem Marsch befindlichen feindlichen Trupp mit Tragtieren, zersprengte ihn und brachte mehrere Gesingen« ein. — Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärung über Frankreich fort."
per sichrer bei stiaaisminister 0r. Meißner
Der Führer stattete Mittwoch nachmittag dem Staats, minister Dr. Meißner in dessen Wohnung »inen Besuch ab, um ihm persönlich seine herzlichsten Glückwünsche zum K«. Geburtstag auSzusprechen.
Lord Zetland niedergeschossen
Höht« Jndirn-Beamtet getötet — Lord Livingdone schwer verletzt
kv. Kopenhagen, 14. März.
Aus einer Veranstaltung der Indian Association in London hat sich ein sensationelles Attentat ereignet, das ein Todesopfer und mehrere Verletzte, durchweg hohe Beamte der englischen Indienoerwaltung, forderte. Ein unbekannter Inder gab, während die Versammlung im vollen Gange war, fünf Schüsse ab. Sie trafen de« Indienminister und Präsidenten der Versammlung, Lord Zetland» der durch einen Streifschuh verwundet wurde. Der neben ihm sitzende Sir Michael O'Jrger, der ehemalige Gouverneur des Punjab, wurde aus der Stelle getötet. Zwei weitere namhafte englische Persönlichkeiten. darunter Lord Livingdone, wurden verletzt. Unter den Teilnehmern entstand eine Panik. Polizei umringte das Gebäude, in dem die Versammlung stattfand, und lieh niemand entkommen. Ein Inder, der angeblich zu flüchten versuchte, wurde verhaftet, doch wurden hierüber bisher kerne Mitteilungen ausgegeben. Der sensationelle Anschlag zeigt den Umfang der indischen Gefahr für England.
Die seekttiseLaB
Von Uinistvrvrüsicksnl; Dr. Du Ic a
Heut» vor einem Jahre erfolgte die Unabhängigkeitserklärung der Slowakei.
Das enge Verhältnis, das heute die Slowakei mit dem Deutschen Reich verbindet, ist keineswegs erst das Ergebnis der politischen Umwälzungen der letzten Zeit. Seit mehr als tausend Jahren verbinden das deutsche und das slowakische Volk ständige Beziehungen wirtschaftlicher und namentlich auch kultureller Art. Diese bald nahe, bald lose Verbundenheit gewann naturgemäß an Stärke als der tschecho-slowakische Sklaven- st ant errichtet wurde. Dieses Volksgefängnis, eine der Mißgeburten des „Friedens" von Versailles, führte die Slowaken mit den sudeten- deutschen Kämpfern um Freiheit und Volk immer enger zusammen. Beide litten gleich schwer unter den fremden Unterdrückern und setzten sich schließlich mit der gleichen zähen Verbissenheit zur Wehr. Aussichtslos schien die Lage der sudetendeutschen und slowakischen Freiheitskämpfer, die lediglich mit ihren geballten Fäusten den Maschinengewehren und Panzerwagen des Eeq. ners gegenüberstanden. Durch das bloße Wort des Führers Adolf Hitler, der sein Volk zur höchsten Macht und Blute empor geführt hatte, zerbröckelte dann eines Tages dieser „tschechoslowakische" Staat, der durch Lüge entstanden und durch Gewalt erhalten worden war Daraufhin konnte das slowakische Volk mit der edlen Hilfe des Deutschen.Reiches sein Schicksal selbst in die Hände nehmen und seinen eigenen Staat aufrichten.
Die deutsch-slowakische Freundschaft ist in jenen Tagen eine unumstößliche Tatsache geworden, die alsbald wahrend der Zeit des polnischen Feldzuges, in dem
«IUlUI»IttIIIM»U»IIIUIUtt»IU»ttIIttIIIIMIIUIIIIIIIIIl»IIIUI!III»IIIIIIIIINII,IUII„
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Die russisch-finnische Einigung wird in der ganzen Welt «ls ein schwerer Schlag sür die Westmächte herausgestellt. Zum russisch-finnischen Vertrag werden Einzelheiten veröffentlicht; der finnische Staat bleibt lebensfähig. Deutschland deckt Italiens Kohlenbedarf auf dem Landweg. Der Indienminister Lord Zetland wurde in London don einem Inder niedergeschossen; ein hoher Beamter wurde bei dem Attentat getötet, zwei Beamte wurden verletzt. Anläßlich des slowakischen Nationalfeiertages sandte der Führer an Dr. Tiso ein Glückwunschtelegramm.
Das Hanseatische Sondergericht tagte wieder in Bremen. 25 000 markenfreie Eintopfgerichte gelangen am Tage der Wehrmacht in Bremen zur Ausgabe.