Ausgabe 
(10.3.1940) Nr. 69
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Werner ZM

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden VÜrgermeisters der §reien Hansestadt Vremen

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flmlikcises verkünüungsblakü

Nr. 69/10. Iatirgang

Sonntag, 19. März 1949

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kinzelpreis 15 Npf.

Wir ge-mkm unserer Gefallenen

Deutschlands Helden ehren heißt ihr Vermächtnis erfüllen

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Bremen, 10. März.

Es ist heute Leldengedenktag! Gleichzeitig gedenken wir auch des Tages, da vor fünf Jahren Mitte März der große Führer seinem Volke die Wehrfreihcit zurückgab. Grund genug zu einer Be­trachtung, wie es damals war, was seitdem kam und weshalb wir heute mitten im Ringen um Sein oder Nichtsein unseres Reiches ebenso stolz auf die ver­gangenen Jahre nationalsozialistischen Kampfes und nationalsozialistischer Staatsführung zurückschallen, Wie ruhig und zuversichtlich in die Zukunft blicken können.

Wehrlos und daher in den Augen der übrigen Welt auch ehrlos stand Deutschland bis zur Macht­übernahme einsam und verlassen. Diejenigen, die das deutsche Volk mit dem Versailler Diktat machtlos ge­macht hatten, vermochten mit ihm zu verfahren, wie sie wollten; denn da sie es auch verstanden hatten, die da­mals von internationalen Kräften gelenkten Regie­rungsmenschen in Deutschland mit Butterbrot und Peitsche sich stets gefügig zu erhalten, war dic-ses Deutschland zu einem willigen Vasallenstaat der West­mächte hcrabgesunken und das deutsche Volk ein Helo- tenvolk ohne Gegenwart und Zukunft geworden. And dieses trotz des ungeheuren Opfers von zwei Millio­nen tapferen deutschen Gefallenen, trotz der in der Ge­schichte ewig unverwischbar glänzenden Waffentaten der deutschen Armee, der deutschen Flotte und der deutschen Luftwaffe, und trotz der ungezählten Nieder­lagen, welche im Laufe des gigantischen vierjährigen Krieges die deutsche Wehrmacht den Feinden Deutsch­lands beigebracht hatte. Waren somit die Opfer des Weltkriegs vergeblich?

Da es nicht die Wehrmacht war, die im Kriege ver­sagt hatte, sondern die Heimat, mußte damals, als sich der Führer, noch nicht ganz von seiner Kricgs- erblindüng erholt, schon entschloß, das Diktat von Ver­sailles zu zerreißen und sein Volk von den Ketten der Westmächte zu befreien, zuerst an die .Herstellung einer unerschütterlichen inneren Front herangegan­gen werden, bevor die äußere zu schaffen war, die Deutschland in aller Zukunft vor der Willkür der Feinde bewahren und, wenn es nottat, diese Feinde Deutschlands mit Waffen bekämpfen und besiegen konnte. In 14 Jahren unerbittlichen Ringens um das bessere Ich im deutschen Volke gelang dem Führer das Schmieden der inneren Front. In noch nicht ganz fünf Jahren wurde die äußere Front ge­schmiedet durch die Schöpfung einer deutschen Wehr­macht, an der heute nichts, aber auch gar nichts nur annähernd Aehnliches an Organisation und Schlagkraft in der Welt heranreicht. Anbcschreiblich ist das Ver­dienst des Führers um sein Volk; aber anerkennens­wert ist auch dieses Volkes besseres Ich, das sich der­einst dem Ruf des Führers nicht versagte und sich da­mit würdig dieses seines größten Sohnes zeigte. Ge­fallene Helden ehren, heißt ihr Vermächtnis erfüllen. Man kann wohl sagen, daß das Vermächtnis der Ge­fallenen im Weltkrieg ein starkes, ein gesundes, ein ewiges Deutschland war. And da wir unter des Füh- rers genialer Weisung an diesem Deutschland mit- schaffen halfen, dürfen wir, die wir heute dieses Deutschland zu verteidigen haben, wohl von uns sagen, daß wir uns der Gefallenen des Weltkriegs würdig er­weisen und daß die Opfer des Weltkriegs nicht umsonst gebracht worden sind.

Mit besserem Gewissen konnte niemals ein Volk vor seinen Gefallenen bestehen als heute das deutsche, wenn es der zwei Millionen Helden gedenkt, die im Weltkriege für Deutschland ihr Leben ließen, wenn es die Schatten der Blutzeugen der Bewegung an sich vorüberziehen läßt und endlich wenn es die Toten des gegenwärtigen Krieges ehrt, die wie ihre Kameraden aus dem Weltkrieg und die von den Feinden Deutsch­lands ermordeten Nationalsozialisten starben, auf daß Deutschland leben kann. D e u t s ch l a n d l e b t! And da für jeden echten Deutschen leben kämpfen heißt und erst recht für jeden Gefolgsmann Adolf Hit­lers leben ringen heißt, ringen und opfern um

, Der sütirer spricht

;um fteldengestenktag

Beim Eedenkakt zu Ehren der Gefallenen des Welt- Ixieges 1914/18 und des jetzigen Krieges, der am heu­tigen Heldengedenktag um 12 Uhr im Lichthos des Zeughauses stattfindet, wird der Führer zum deutschen Volk sprechen. 2m Anschluß an den Eedenkakt legt der Führer am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz nieder.

Höheres, Besseres, Schöneres, so beein­trächtigt die Tatsache unseres neuen heroischen Ab­wehrkampfes gegen die alten urewigen Feinde Deutsch­lands England und Frankreich nicht im geringsten unsere seelische Haltung und innere Sicherheit, behin­dert nicht im mindesten das Hochgefühl unseres Stol­zes auf die Taten der Gefallenen, hemmt uns vor allem nicht im ganzen Großdeutschen Reich in feier­lichster Weise des Opfertodes unserer Helden zu ge­denken, nicht um sie zu beklagen denn es ist ehrenvoll, fürs Vaterland zu sterben, sondern um uns an ihrem Beispiel zu erheben und den Wil­len und die Kraft daraus zu schöpfen, selber mit glei­chem Opfermut und gleicher Selbstverständlichkeit in diesen Tagen des Krieges unseren Mann zu stehen, ohne Besinnen uns restlos einzusetzen im Kampfe für unser Volk, und wenn es sein muß, entschlossen das Letzte für Deutschland dazubringen, unserLeben!

Der Führer selbst läßt es sich nicht nehmen, dem Gedenkakt zu Ehren der Gefallenen in der Reichs­hauptstadt persönlich beizuwohnen, ja, er wird dabei sogar zum deutschen Volke sprechen und einen Kranz am Ehrenmal niederlegen. Er, der die Bürde der für uns einfach unübersehbaren Staatsgeschäftc des in sei­nem Entscheidungskampfe liegenden Großdeutschen Reiches trägt und meistert, nimmt sich Zeit, wiederum

in engste unmittelbare Fühlung zu seinem Volke zu treten. Dies aber scheint 'uns mehr als nur ein zu­fälliger Willensakt. Es erscheint uns als blutvoll vor­gelebtes Beispiel dafür, wie jedermann im Volke unerschütterlich, ja unberührt von allem äußeren Geschehen auf dem ihm zugewiesenen Posten bleibend, seine Aufgaben aufs beste zu erfüllen hat, ungeachtet dessen, was die Feinde ringsum gegen Deutschland planen und unternehmen. Diesen Feinden steht ja die stählerne Front der von Adolf Hitler geschaffenen deutschen Wehrmacht entgegen, die da aufgebaut wurde in den letzten fünf Jahren, nachdem der Führer in den denkwürdigen Tagen des Märzes 19Z5 aller Welt zum Trotz für Deutschland die allgemeine Wehr- frciheit verkündet hatte. Damals fiel die erste schwere Kette der Sklaverei von Versailles. Sie fiel, weil sie der Führer mit einer Kühnheit ohnegleichen zerrissen hatte, ungeachtet des Wutgeheuls derjenigen, die mit dieser Kette ewig und unwiederbringlich das deutsche Volk in Knechtschaft halten wollten, ungeachtet des Zweifels derer, die jegliche Entfaltung deutscher See­len- und Körperkräfte dauernd zu verhindern gedachten.

Das ungeschriebene Vermächtnis der zwei Mil- lionen Gefallenen des Weltkrieges hat der Führer damals, als er die Wehrfreiheit des deutschen Volkes wiederherstellte, erfüllt. Genau so wie er das Ver­

mächtnis dieser Gefallenen erfüllt hat, als er nach dem Zusammcnbruch Deutschlands im Jahre 1918 das deutsche Volk innerlich zur großen und unzerstörbaren Volksgemeinschaft zusammenschweißte zu einer Volksgemeinschaft, die keine Klassen kennt und keine Vorrechte der Geburt, deren Wertmesser einzig und allein ist und bleibt: der Einsahwille und die Einsatz­kraft für die große Gemeinschaft, die Opferbereit­schaft für das deutsche Volk, die Tat für Deutschland.

And da nun eine Zeit wie die jetzige, die Zeit eines gewaltigen Abwehrkampfes Deutschlands gegen die uns mit Tod und Verderben bedrohenden Feinde so recht die echte Probezeit ist für die Haltbarkeit einer geschichtlichen Schöpfung, die der Führer vollbrachte, soll ihm die Haltung des deutschen Volkes in diesen Tagen des Kampfes um Sein oder Nichtsein ebenso wie die schlechtweg bewundernswerten und in aller Welt Bewunderung erntenden Leistungen der von ihm aufgebauten deutschen Wehrmacht die beruhi­gende Gewißheit geben, daß er nicht umsonst sein un­erhörtes Wollen und sein geniales staatsmannisches Können und Wirken dem deutschen Volke gewidmet hat, daß die Manen der Gefallenen ihn nur mit Befriedigung und Dankbarkeit umschweben können angesichts eines heute bestehenden starken und freien Staates, der, so wie sie es sich einstmals erträumt hatten, Großdcutschland ist und heißt.

Denn nicht n u r der Führer kann und soll der stän­dige Erfüller des hohen Vermächtnisses unserer Ge­fallenen sein. Am fünften Jahrestage nach der Wie­dererrichtung der deutschen Wehrhaftigkeit, am Tage, der gleichzeitig dem Gedenken unserer gefallenen Hel­den gewidmet ist, wollen wir uns dessen bewußt wer­den, soweit wir es uns bisher nicht längst schon waren, daß wir als Volk, das heißt, daß jeder deutsche Volksgenosse und jede deutsche Volksgenossin in sich die hehre Verpflichtung trägt, mit der gleichen selbstlosen Hingabe, mit der gleichen edlen Leidenschaft des Wollens, mit dem gleichen Opfermut des Handelns wie der Führer, zu dessen großem Werke zu stehen, es in ständiger und > unermüdlicher Mitarbeit weiter zu fördern, und so wie er es ständig vervollkommnet es mit ihm gemein­sam ausbauen, auf daß es steht und stehen kann Tausende und aber Tausende von Jah­ren, auf daß es so wie heute auch in allen Zeiten, allen Stürmen des Schicksals zu trotzen vermag, auf daß es, dem wir uns, wie der Führer ganz und völlig hingeben, sein und bleiben kann: das ewige Deutschland.

^lok. 8. Oietticli

strlillerie- und SpähtrupptkMgkeit

Aliegeraufklärung über England und Frankreich

Berlin, 10. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Westfront Artillerie, und Spähtrupptätigkeit. Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit gegen Groß­britannien sowie über Nord- und Ostfrankreich fort. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.

Italien kontrolliert das Mittelmeee

Nr. v. I,. Rom, 10. März.

Aus Anlaß der englischen Provokationen gegenüber Italien, wie sie erneut imDaily Sketch" ausgesprochen wurden, stelltPopolo d'Italia" ein für allemal fest, daß die Zugänge vom westlichen zum östlichen Teil des Mittelmeeres sämtlich von Italien kontrolliert werden, und daß es dementsprechend unmöglich sei, ohne die Genehmigung Italiens im Mittelmeer Seefahrt zu trei­ben. Wenn heute England feine ehedem so hochgelobte Flottenbasis von Scapa Flow räumen mutzte, so könne man nur auf die Aehnlichkeit der englischen Position im Mittelmeer hinweisen, wo angesichts der sicheren Kontrolle dieses Meeres durch Italien ähnliches vor­kommen könnte.

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vnssr raHvssWLsrxsl

Heute spricht der Führer zum Hcldcngcdcnktag.

Der finnische Außenminister äußerte Och über die Aus­nahme panisch-russischer Besprechungen.

Die Westmächte sind verstärkt am Werk, Skandinavien in den Krieg hineinzuziehen.

Otto von Habsburg gab in Newhork Wunschträumc der Alliierten zum besten.

Reichsaußenministcr von Ribbentrop nimmt heute seine Besprechungen in Nom aus.

Ueber den Besuch des Generalobersten von Brauchitsch im Westen liegt ein ausführlicher Bericht vor. Korvettenkapitän Hartmann erzählte in Ahlhorn von seinen U-Boot-Fahrtcn.

In vier Kundgebungen spricht im Laufe der neuen Woche - ver Kcichsstoßtrupprcdner Koch-Altona.

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