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parteiamtliche Tageszeitung
Nas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien kjanfestavr Sremen
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der Natio
flmUikßes Oerkünvungsblat
isten Vremens
eilkisstattifalkers in Oldenburg und Bremen
Nr. 66/10. Jahrgang
Vonnerstag, ?. März 1940
kinzelpreis 15 Npf.
5« kaustsn ciie 5ci>ergen «ler „liumansn" ivesllicksn k^lutolrrcrtsncliqus!
Ukramer in polnischer Mordkölle
erschütternde flugen;eugenberichte
Neue Vokumenle zur Versailler Mmderliellenlragödle
Berlin, 7. März.
Die deutsche Informationsstelle teilt mit: Das polnische
Emigrantenlomitce. das sich in einer westsranzösischen Kleinstadt als „polnische Regierung" ausgibt, versucht, das Interesse seiner Alliierten und einer größeren Weltöffentlichkeit dadurch wachzuhalten, daß Polen angeblich ein Vorkämpfer für Freiheit und Demokratie gewesen sei, der von den übrigen demokratischen Staaten nun in der Stunde seiner Not nicht im Stich gelassen werden dürfe. Wie diese „Freiheit" und dicse „Demokratie" deutschen Volksgenossen gegenüber gehandhabt wurde, davon haben die vier amtlichen deutschen Veröffentlichungen zum Polentcrror ein so aufschlußreiches Zeugnis abgelegt, daß die Behandlung der Deutschen in Polen allein schon genügen würde, um diesem kurzlebigen Zwischenstaat für alle Zeiten den Stempel der Unterdrückung und der Barbarei auszudrücken.
Enthüllte das unmenschliche Verhalten der polnischen Herrenschicht gegenüber der deutschen Minderheit schon die ganze Grausamkeit dieses Volkes, so kommt die wahre Natur Polens, die sich den Deutschen gegenüber in ihrer unmenschlichen Bestialität in dem Moment zeigte, als es seine Maske ablegen zu können glaubte und über 58 000 bisher festgestellte Volksdeutsche massakrierte, auch in erschreckender Weise in der
Behandlung der nichtdeutschen Minderheiten,
die in entlegeneren Teilen Polens weitab von der großen Weltöffentlichkeit wohnten, zum Ausdruck.
Wer noch irgendwo in der Welt daran zweifeln konnte, daß das Polnische Verhalten gegen die Volksdeutschen zu Anfang des Krieges Ausdruck des wahren polnischen Volkscharakters ist, dem müssen die Augen aufgehen, wenn er die Berichte über die Behandlung der ukrainischen Minderheiten in den Jahren 1919 bis 1939 aus sich wirken läßt.
Die in das neugeschassene Polen eingeschlossenen Millionen Von Ukrainern sind niemals gefragt worden, ob sie denn diesem polnischen Staatsverband angehören wollten. - Im Gegenteil, die haben sich mit solcher Energie dagegen verwahrt, unter das seit Jahrhunderten verhaßte und verabscheute polnische Joch zu kommen, daß selbst die alliierten Machthaber nicht umhin konnten, diesen Sachverhalt wenigstens formal anzuerkennen. Der ukrainische Teil der späteren Republik Holen wurde also zunächst nicht integrierender Bestandteil des polnischen Staatsgebietes, sondern durch einen Beschluß des Obersten Rates in Paris vom 25. Juni 1919 den Polen als „Mandat" der Westmächte übergeben. Wie Polen diese Vormundschaft auffaßte, sollte sich sofort in den unerhörtesten
Greueltaten der polnischen Soldateska
gegen die gesamte ukrainische Bevölkerung erweisen. Die polnischen Soldaten ermordeten die Gefangenen ohne Unter-^ schied von Alter und Geschlecht. Greise. Männer, Knaben, Frauen, Säuglinge. Sie verschleppten über eine viertel Million Ukrainer in Jnternierungslager, die englische Konzentrationslager in Südafrika noch übertrafen.
Ein Augenzeuge berichtet: „Als wir in das Lager kamen, war überall noch Gras und Laub an den Bäumen vorhanden. Bald daraus verschwand es. Die Leute rauften das Gras aus der Erde, rissen das Laub von den Bäumen und
Von deutschem Stoßtrupp ausgestoben
Sechzehn- Engländer gefangen
Berlin, 7. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Ostwärts der Mosel hob ein Stoßtrupp einen von den Engländern besetzten Unterstand unter starken Verlusten für den Gegner aus und nahm 16 Mann der Besatzung gefangen. Sonst keine besonderen Ereignisse." (Siehe auch Seite 2)
London bestätigt: englischer Vorposten vernichtet
kw. Kopenhagen, 7. März
Das "englische Kriegsministerium bestätigt, daß es einem deutschen Stoßtrupp gelang, durch einen Angriff im Morgengrauen einen englischen Vorposten vollkommen aufzurollen, während Sperrfeuer aus Maschinengewehren jede Hilfe für die Engländer unmöglich machte. Der Führer der englischen Abteilung, ein Major, wurde getötet. Die Engländer Hütten auch weitere Opfer zu beklagen, , und der Rest , der Besatzung des Vorpostens — 16 Manm — sei gefangengenommen worden. Einziger Trost der Engländer ist die 'Behauptung, daß der deutsche Stoßtrupp anschließend durch Geschützseurr „zurückgetrieben worden sei". — Sie wissen sehr gut, daß die deutsche Abteilung nach erfolgreicher Ausführung ihres Aus- klärungsaustrages in die eigenen Linien zurückkehrte.
aßen es. Alle sind ausgehungert, sehen wie lebende Leichname mit eingefallenen Gesichtern und hohlen Augen herum."
So hauste Polen in dem ihm nicht gehörigen Land, um sich als Mandatar der Westmächte auszuweisen. Als das Land ihm dann endgültig gegen den klaren Willen der Bevölkerung übereignet wurde, wurde es nicht besser. 2V Jahre polnischer Herrschaft in der Ukraine bedeuteten ein Terrvrregiment unerhörtester Art. Die sogenannten „Pazi- fikationen", in denen ganze Dörfer vom Erdboden ver- schwandens die Kirchen angezündet, das Vieh geraubt, die Menschen vertrieben wurden, rissen nicht ab. Die grauenhaften Zustände, vor denen
die Greuel des 3Vjahrigen Krieges verblassen
und deren Beschreibung selbst der Feder eines Grimmels» Hausen im Simplizissimus spottet, haben die offiziellen Stellen der Westmächte, die für die Ueberlassung des unglücklichen Volkes an die polnischen Barbaren verantwortlich waren, zu keinem Eingreifen veranlaßt.
Die „Times" deckte das polnische Vorgehen und ging sogar soweit, zu schreiben, die polnischen Soldaten hatten sich zu den Auspeitschungen „berechtigt" gefühlt. Nur einige Oppositionsblätter hotten den Mut, die Dinge beim wahren Namen zu nennen. So schreibt der Manchester Guardian am 14. Oktober 1939 u. a. das folgende:
„Noch niemals hat die Welt etwas Schlimmeres gesehen als die Schreckensherrschaft, die die Polen zur Zeit in der Ukraine üben. Die Ukraine ist ein Land der Verzweiflung und Trostlosigkeit geworden. Was dort geschieht, ist um so schmerzlicher, weil die Rechte der Ukrainer doch durch einen internationalen Vertrag garantiert wurden, weil jedoch die Genser Liga sich allen Protesten gegenüber taub gestellt hat und weil die übrige Welt die Lage nicht kennt oder ihr doch gleichgültig gegenübersteht."
In einer 1931 erschienenen englischen Schrift von V. K. Kushnir, mit einem Vorwort von Cecil Malone, einem Mitglied des»englischen Unterhauses, die den Titel trägt: „Polish Atrocities in the West Ukraine", wird aus dem Gefängnis in Luck u. a. berichtet:
„Unter den Zclleninsassen sind Leute, die durch Folter verstümmelt wurden und verrückt geworden sind. Man hat hier eine Untcrsuchungsmethode, die darin besteht, daß man alle Arten von Flüssigkeiten, mit Vorliebe Sodawasser, langsam dem Gefangenen in die Nase pumpt. Die Folter wird auch aus die Geschlechtsorgane angewandt. Das ist überhaupt ein Trumpf in dem Spiel, das in polnischen Gefängnissen gespielt wird. Anwendung des Gummiknüppels gegen die Geschlechtsorgane wird bei der Untersuchung der Gefangenen verwendet. Unter dem Verbrechen der Polizei in diesen Hölle» ist auch die Schändung von Frauen, nicht nur auf natürliche Weise, sondern auch durch Anwendung von Methoden, die Ausgeburten der rassiniertesten Perversität und des grausamsten Sadismus sind."
Alle diese schauerlichen Verbrechen, die die Ukraine bis zum Ende der polnischen Herrschaft Jahr für Jahr über sich ergehen lassen mußte, und die sie zu einer
Hölle im wahrsten Sinne des Wortes
machten, sind von ausländischen Berichterstattern beobachtet und bezeugt worden. Sie waren nicht Ausbrüche einzelner unverantwortlicher Elemente, sondern sie stellten den systematischen Versuch dar, das viele Millionen zählende ukrainische Volk, das von dem Versailler Verbrechen dem polnischen Untermenschentum anvertraut worden war, systematisch zu vernichten. Es nimmt daher auch nicht wunder, daß s^ar nach den polnischen Statistiken nach 21 Jahren polnischer Herrschaft'l 229 999 Ukrainer, das sind 21,6 Prozent des Sollbestsindes,,fehlen. (Fortsetzung aus S. 2)
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„In ciissst gssctüctitlictisn Swncis, cts in cisn wsst- lictisn p:ovinrsn ctss ksi- ctiss cisutscsts Truppen sc>- sbsn itirs künftigen sins- cisnsgs:nisonsn bsristisn, vsrsinigsn wir uns s!ls ru clsm Lctiwur, vor keiner Ivlsctit unci ksinyr Sswsit in clsr Wiederherstellung cisr kirre unssrssVolkss ru- rückruwsiclrsn unck lieber clsr schwersten dlot ehrenvoll ru erliegen, sls jsmsls vor ihr ru kapitulieren."
sm'7. 19Z6
Lmknahms: LlüIIsi-Lebtrnbaussn
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Vritischer 12 841-VM.-ranker erledigt
Aus einem Geleitzug heraus torpediert
Amsterdam. 7. März.
Der große britische Tankdampser „Sän Flore ntino" (12 841 BRT.) Wurde — nach Meldungen holländischer Blätter — aus einem Gelcitzug heraus torpediert. Das Schiff habe in SOS-Rufen die Torpedierung mitgeteilt.
Neun italienische Schiffe aufgebracht
Stärkste kmpörung in Italien über knglands Naubmethoden — Protestkundgebung in klaren;
London, 7. März.
Reun italienische Schisse sind jetzt in dem Konterbande- Kontrollstützpunkt Deal verankert. Bislang waren dort sechs italienische Schisse eingebracht worden und zwar die Dampfer „Jrata", „Absirtea", „Numidea", „Katarina", „Felicc" und der Tanker „Loxasso". Die Namen der weiteren Schisse, die am Mittwochmorgcn eintrafen, sind noch nicht bekannt.
Eine weitere amtliche «Londoner Mitteilung fügt zu dem Gewaltakt den offenen Hohn indem sie es so hinstellt, als ob die jetzige 'Maßnahme nur aus purer Menschenfreundlichkeit gegenüber den übrigen Neutralen 'ergriffen worden sei. Die Mitteilung besagt, die englische Blockade gegen Deutschland inüsse unnachsichtig bis zum letzten Punkt durchgeführt wer-
V 7 ir Icvnnsn «Ivn ksincl!
Ob Jude oder Plutokrat, ob in England oder Frankreich, die Kriegshetzer haben einen Sprachschatz und nur ein Kriegsziel: die Ausrottung des deutschen Volkes!
cker Leine verlangte der Tücke I-ecsclle (I.e ckroit cks vivre) schon am 18. Dereinber 1938: „lls ist unsere jückiscke Lache, ckieso Kation ru vierteilen . .
»Vn cker Themse verriet cker plutolcratische „Leople" am 3. Leptemher 1939: „Der tolle Unnü Lnropas, ckas ckeulsche Volk, ist wieder Losgebrochen ... Lr moü vernichtet werden!"
H.us dem Weltgetto kam die Stimme des „Oentralblaad voor lsraeliten in Kederland" am 13. September 1939: „^.Ile Toden müssen mitkelken, den Weltksind auszurotten, und dieser Weltteind ist Deutschland."
" Das ist das Gesicht der „Menschheit", der Gegner Deutschlands! Wir kennen den Feind! Wir kennen seine Parolen! An unserem Willen und an unserer Kraft werden diese Parolen scheitern.
Unsers ^nt^art ist unser 5ieg!
den Italien habe bisher eine bevorzugte Alktznahmestelluvg genossen. Ihr habe ein Ende bereitet werden müssen, schon damit keine Ungerechtigkeit gegenüber den sonstigen, neutralen Staaten entstünde.
Nom, 7. März.
Die Verschleppung von insgesamt neun italienischen Kohlenschlsscn mit über 49 999 T». in die englischen Downs ist das Thema der römischen Presse, die aus ihrem Unwillen über Englands gewaltsames Vorgehen kein Hehl machte», ein Vorgehen, das in Italien sichtliche Empörung ausgelöst hat, was nicht zuletzt auch durch eine versuchte Protestkundgebung der Studenten von Florenz vor dem englischen Konsulat eindeutig bewiesen Wird. Erst nach dem Einschreiten der Polizei zogen sich die Studenten mit großer Disziplin unter dem Gesang der Hymnen der faschistischen Revolution zurück.
Die italienisch-englischen Beziehungen sind nach hiesigem Urteil auf dem Gefrierpunkt angelangt, so daß ihre bisherige vertragliche Grundlage im italienisch-englischen Mittelmeerabkommen vom 16. April 1938, wie bereits in der Note der faschistischen Regierung vom 4. März ausgesprochen, nunmehr auch in der Substanz selbst in Frage gestellt ist, nachdem die erwarteten psychologischen Wirkungen dieses Abkommens durch die fortgesetzte hinterhältige Politik Englands im Mittelmeer ausblieben. Italien kennt jetzt besser denn je die Absichten dieser Politik und richtet sich dementsprechend ein. Das englische Vorhaben, mit Rechtsbrüchen und Vergewaltigung der Nichtkriegführenden Italien wirtschaftlich so an die Wand zu pressen, daß es England schließlich das liefern muß, was London befiehlt, wird in Nom in seinem ganzen Umfang durchschaut.
Die italienische Presse zieht in ihren Korrespondentjenberichten übereinstimmend folgende Schlußfolgerung: England hat erneut seine absolute Verständnislosigkeit sür die Rechte und das Leben der nichtkriegführenden Länder vor aller Welt unter Beweis gestellt. Verzeichnet zu werden verdient schließlich die Feststellung in einem Pariser Bericht der „Tribuna": „Die Wahrheit ist, daß man in Paris wie in London daran glaubt, dieses Recht mittelmäßiger Manöver fortsetzen zu können, durch das England versucht, Italien in englische. Wirtschaftsbahnen zu pressen."
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Dinge, in denen wir nicht mit uns spaßen lassen!
Es gibt in Holland Kreise, die glauben, aus dem Kriege besonders gute Geschäfte mit England machen zu können. Es interessiert sie nicht, daß sie durch ihr Gebaren die englische Hungerblockade unterstützen, die gegen wehrlose Frauen und Kinder gerichtet ist. Es interessiert sie nicht, daß sie sich zu Helfershelfern der übelsten Rechtsbrüche der britischen Piraten machen. Schädigen sie ihr Land schon allein durch dieses mit keiner Neutralität zu vereinbarende Verhalten aufs schwerste, so muh der Versuch holländischer Blätter, vor allem des „Allgemeen Handelsblad", die unausbleiblichen Folgen eines derartigen Verhaltens mit geradezu unglaublichen Unterstellungen auf Deutschland abwälzen. wollen, aufs allerschärfste gebrandmarkt werden. Das erwähnte Blatt, das bisher kein Wort gegen die Ungeheuerlichkeit der englischen Hungerblockade gesunden hat, wagt es, von einem „greulichen Auftreten" der Deutschen, von einer „zum Himmel schreienden Grausamkeit" zu schreiben, weil Deutschlands Abwehr- kämps gegen die englischen Völkerrechtsbrüche die Geschäfte derer in Mitleidenschqft zieht, die des Ver- dienens willen holländische, Schiffe- in. die. Todeszonen von England ' schicken. Wenn sich das Amsterdamer „Handelsblad" jedoch zu schreiben erdreistet, die deutschen Flieger „besudelten ihre Embleme mit Blut", dann ist es Zeit, ganz klar festzustellen: Es gibt Dinge,
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Ueber die Mindcrheitentragödie in der polnischen Mordhölle werden neue, erschütternde Augenzeugcnberichte veröffentlicht.
In Indien beginnt der „Fcldzug des bürgerlichen Nn- > gehorsams".
Ein britischer 12 89V-BRT.-Tankcr wurde torpediert.
Die Engländer haben bisher neun italienische Kohlen- dampfer beschlagnahmt.
Ein deutscher Stoßtrupp nahm 16 Tommies gefangen.
Für Jugendliche im Alter von 14—16 Jahren wurde eine Zusatzkleiderkarte geschaffen.
Aus zwei Kundgebungen sprach der Gaupropagandalcitcr des Gaues Berlin, Reichsredner Wächter, in Bremen.
Der Nationalrat der Falange, Professor Dr. Pedro Lain, weilte als G«st des „Elub zu Bremen" in unserer Hansestadt.
In der Lombardei wütet ein äußerst schwerer Waldbrand.