Ausgabe 
(4.3.1940) Nr. 63
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rsten Vremens

eiltisstaltkialters in videndurg und Bremen

Nr. 6Z / 10. ^alirgang

Montag, 4. März 1940

kinzelpreis 15 Nps.

OsutsckS unc> clsutscks Lualitiilsarkeil stärlcsr als clie PZutolcratisn

nsere Wirtschaft ftchert den Sieg

Vr. Soebbels eröffnete die Leipziger Frühjahrsmesse

Trotz des Krieges stärkste Beteiligung des Auslandes

Leipzig. 4. März.

Reichsminister Tr. Goebbels eröffnete gestern im gro­ßen Saal des Gewandhauses die Leipziger Frühjahrsmesse 1940. Er schilderte zunächst, wie die Eröffnung der Leip­ziger Frühjahrsmesse seit jeher ein nationalpolitisches Ereig­nis erster Ordnung im deutschen Wirtschaftsleben gewesen sei und die insbesondere in den Jahren nach der Machtüber­nahme durch den Führer im In- und Auslande stets Be­achtung gesunden habe.

Niemals habe das Reich in ihr ein politisches Kampf­instrument gesehen. Nur als Quelle der Arbeit, der Er­nährung und des nationalen Wohlstandes habe sie dem deutschen Volke gedient. Der Mangel an vielen wichtigen natürlichen Reichtümern und Rohstoffen habe Deutschland seit jeher zu besonders solider, fleißiger und intensiver Ar­beit sowie zu einer bis ins letzte durchorganisierten natio­nalen Wirtschaft gezwungen. Der Versuch, den sozialen Standard des deutschen Volkes entsprechend seinem rassischen und kulturellen Hochstand aus diese Weise zu heben, habe durch den Nationalsozialismus eine außerordentliche Stei­gerung und in zwei Vierjahresplänen seine prak­tische Durchführung erfahren. Die plutokratischen Mächte des europäischen Westens aber hätten dem aus nationale Selbst­hilfe basierenden Versuch der Ausgleichung sozialer Span­nungen nur neid- und haßerfüllt gegenübergestanden.

London und Paris hätten ein starkes und unabhängiges Reich grundsätzlich.nicht dulden wollen. Zunächst mit wirt­schaftlichen Druckmitteln, dann mit einer großangelegten in­famen Kriegshetze sei man deshalb gegen das Reich vor­gegangen, und die Welt sei sich heute bereits^dlkrchaus im Klaren, über die wahren Ursachen sür den brutalen und provozierten kriegerischen Uebersall auf das. Reich.

Die besondere Bedeutung der diesjährigen Leipziger Früh­jahrsmesse sei darin zu sehen, daß das Reich mit ihr den Beweis erbringe, daß es entschlossen und fähig sei, auch mitten im Kriege weiterhin eine unverminderte Qualitäts­arbeit zu leisten. Ein beredtes Zeugnis dafür, daß stärkster englischer Druck das Ausland nicht von der Erkenntnis habe abbringen können, daß es das Reich wirtschaftlich genau so nötig habe, wie Deutschland das Ausland brauche, sei die ausländische Beteiligung an dieser Messe. 6411 Ausstellern aus der Leipziger Frühjahrsmesse 1939 stünden diesmal wieder nahezu 8499 gegenüber, 271 Ausstellern ausländischer Rohstossc und Nahrungsmittel aus dem Jahre 1939 in diesem Jahre rund 299. So betrage die Kesamtausstellerzahl diesmal 8899 gegenüber 8882 im Jahre 1939. Auch in diesem Jahr sei eine Aüsstellungssläche von insgesamt rund 119 999 Rechnüngs- metcr belegt worden. Zahlreiche Länder seien aus der Messe vertreten. 15 von ihnen auch diesmal wieder mit Kollektiv­ausstellungen oder offiziellen Vertretungen.

Diese Zahlen seien der beste Beweis dafür, daß Deutschland feine Wirtschaft auch im Kriege intakt gehalten habe, daß sie aus höchsten Touren lause, daß Deutschland in seiner Wirt­schaft ein geschätzter Handelspartner sei, mit dem man engste Verbindung aufrechterhalten müsse, und daß neben einem zäh schaffenden Binnenhandel der deutsche Außenhandel auch im Kriege außerordentlich aktiv geblieben sei.

Aus wirksamste Weise werde durch diese Leipziger Früh­jahrsmesse der katastrophale Blockadeirrtum der britischen Plutokratie äst absurcknm geführt. England habe eben nicht mehr das Deutschland von 1914/13 vor sich, so daß die hinter- . hältigen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen Englands von vornherein zur Aussichtslosigkeit verurteilt seien. In Deutsch­land habe auch die Umstellung der schon seit Beginn deS Vierjahrcsplanes in weitestem Umfange wehrhaften Wirt­schaft auf eigene Kriegswirtschaft nur verhältnismäßig ge­linge Reibungen mit sich gebracht.

So habe Deutschland, das noch Ende Dezember 1933 4 959 999 Arbeitslose zählte, Ende Dezember 1939 nur noch 128 999 freigesetzte Arbeitskräfte auszuweisen gehabt, von dtnen nur 18 999 voll einsatzsähig gewesen seien. England dagegen habe noch am 31. Januar 1949 1 389 999 Arbeitslose gezählt. Der Reichtum eines Volkes sei eben nicht in seinen Devisen und Goldvorräten, auch nicht ausschließlich in seinem weit verstreuten Rohstosfgebiet zu -suchen. Er beruhe vielmehr im wesentlichen aus der angesetzten und nutzbar gemachten Ar­beitskraft seiner Bürger.

Die Versuche der britischen Plutokratie, Deutschland von feinen natürlichen Handelspartnern zu trennen, seien aus­sichtslos, da diese wüßten, daß sie in Deutschland einen Dauerkundcn hätten, daß aber Saison- und Gelcgcnhcits- oeschästs aus politischen Spekulationen und Zwcckbeziehungon heraus eine keineswegs sichere wirtschastliche Verbindung her­zustellen pflegten.

Dr. Goebbels schilderte dann weiter, wie die deutsche Werk­stoff-, Zellstoff-, Buna- und Trcibstofserzeugung gerade in den Kriegsmonaten «inen bisher kaum sür möglich gehaltenen Umfang erreicht habe, und wie damit die innerdeutsche Roh­stoffbasis immer mehr verbreitert worden sei.

(Fortsetzung ani Seite 2)

Kraftangriff auf englische Schiffe

Zwei Vorpostenboote und els Handelsschiffe teils versenkt, teils schwer getroffen

Berlin, 4. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Westfront keine besonderen Ereignisse.

Die Luftwaffe klärte in der Zeit vor Morgengrauen bis zum Spätnachmittag des 2. März über der gesamten Nordsee aus. Vor der britischen Ostküste wurden zwei Vorpostenboote und elf bewaff­nete oder im Geleit fahrende Handelsschiffe angegriffen und teils versenkt, teils schwer getroffen. Tagsüber- wurde über Nordoftsrankreich bis in die Gegend Paris aufgeklärt. Bei der Erenziiber- wachung fanden verschiedene Lnftkämpfe an der deutsch-französischen Grenze statt. Hierbei wurden drei französische Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen; zwei deutsche Aufklärer werden vermißt.

Bvmtrvn prassvün au§ ksin«I«Iamp§er

Unser« klieger e>u1 koket gegen kngtonci / ^oelsrneis SckiUskockeln an knglonels Küste

rck. An der Nordscckiiste (?I<), 4. März

Bewaffnete Aufklärung der Nordsee und Niederkämpsung bewaffneter Handelsschiffe an der englischen Ostküste lautet wie so oft der Einsatzbesehl. Ein klarer Himmel wölbt sich über uns, als wir zum Rollfeld gehen. Langsam rollt dann die erste Maschine zur Startbahn. Ein Ausdrillten der Mo­toren, schneller und schneller rollt das Flugzeug, und schon ist es in der Luft.

Vor der feindlichen Küste ist der Himmel klar. Deutlich ist das Land zu erkennen. Das Führcrslugzeug hat bald ein be­waffnetes Handelsschiff entdeckt. Im Zickzackturs versucht es zu entkommen, doch dazu ist es schon zu spät, und die Mann­schaft täte besser, sie ginge gleich in die Boote. Nach War- nungsschllsscn bor den Bug, die von der Mannschaft sofort erwidert werden, wird das Schiff angegriffen und gleich beim ersten Bombenabwurf ein Volltreffer erzielt. Die Bombe traf aus das Mittelschiff. Zwei große Explosionen erschütterten den Dampfer. Eine Fcuersiiule von 199 Meter Höhe beleuchtet die Umgebung taghell. Ein grausig-schönes Bild der Vernich­tung. Als sich das Flugzeug »ach 29 Minuten entfernt, brennt das Schiff noch immer lichterloh und ist wie eine brennende Fackel weithin über See sichtbar.

Nochmals hat die Flugzengbesatzung Glück. Zwei Kilometer von Thnemouth sichtet sie wieder ein Schiff. Ein wahrer Ee- schoßhagel prasselt der Maschine entgegen. Dennoch wird das Schiff angegriffen. Eine schwere Bombe schlügt hinter dem Heck ein und muß eine ungeheure Minenwirkung auslösen.

Doch die Flugzengbesatzung kann den Erfolg nicht beobachten denn sie wird von einem feindlichen Zerstörerflngzeug an­gegriffen. Jetzt heißt es. sich tüchtig rühren. Zweimal greift das scindlicho Flugzeug an. Feuergarbe um Feuergarbe jaat der Funker der deutschen Maschine ihm entgegen, und dcnl- lich kann er Einschüsse in die Kanzel des Gegners beob­achten. Bald dreht dieser auch schon ab. Aber auch die an­deren Flugzeuge finden ihre Gegner. Ein Flugzeug greift eben­falls bei stärkster Abwehr der Flak einen Handelsdampser an und erzielt einen Volltreffer aus dem Vorschiff. Drei weitere Bomben schlagen links vor dem Schiis ein und lösen wahrscheinlich Minenwirkung aus. Als das Flnazcug abdreht, zeugt eine große Rauchentwicklung aus dem Schiff deutlich davon, das; auch. dieses vernichtet ist.

Zwei Kilometer östlich Whitbh stößt ein Flugzeug aus einen Gcleitzug. Flak- und MG.-Feuer vom Schiff und vom Land kann aber die Besatzung auch diesmal nicht zurück­halten, ein Handelsschiff in dem sicheren -Gelcitzug des Herrn Churchill anzugreifen. Eine schwere Bombe trifft das Schisj am Heck und hebt es weit aus dem Wasser. Ein anderes Flugzeug versetzt erst den Wärter des Leuchtturms von Jfle os May durch mehrmaliges Umfliegen in Angst und Schrecken, ehe es vor dem Firth os Forth ein englisches Tankschiff ver­nichtet. Auch hier kann Schisss- und Landslak dem Schiff nicht helfen. Die Ladung machte das Schiff zu einer schnellen Beute des Feuers. Hier ist keine Hilfe mehr möglich.

Hans Ksiliat

Deutschlands militärische Macht bewundert

Starker Andruck der Silan; der deutschen Kriegführung — „8er Seist siegt über das Seid"

Rom, 4. März

Die stolze Bilanz der deutsche» Wehrmacht nach sechs Kricgs- inonaten wird von der gesamten italienischen Presse in großer Ansmachung und an erster Stelle wiedergegeben, die in ihren mehrspaltigen Ueberschristc» „die Stärke des Teutschen Reiches und seine militärischen Erfolge" unterstreicht.

Besonders beeindruckt haben die Zahlen über die Schisss- versenknngen und Flugzengabschüsse. Der „Resto dcl Earolino" schreibt u. a.: Nicht ein Meter deutschen Bodens befinde sich in Feindeshand. Nicht ein Scharmützel zwischen den beiden Linien gebe die Berechtigung zu der Annahme, daß das srnnzösisch- englische Kriegspotential im Vorteil sei. Im Gegenteil: denn hinter der Siegfriedlinie lügen die deutschen Armeen intakt bereit, die gerade erst den großen Sieg über Polen errungen haben und deshalb eine ausgezeichnete moralische Verfassung besäßen, wogegen sich hinter der Maginotlinie das Heer der beiden Länder befindet, die gewartet haben, bis Polen voll­ständig besetzt war, um keinen Krieg führen zu müssen.

Frankreich und England hätten in zwei Dingen Enttäu­schungen erlitten: in der Herrschaft über die Meere und in der wirtschaftlichen Blockade. Die Herrschaft 'über die Meere liege keineswegs bei den Engländern und Franzosen. Und wenn der Seekrieg im bisherigen Rhythmus drei oder Vier- Jahre fortgehe, dann würden sie ihre Handelsflotte aus die Hülste verringert finden.

Es gebe ferner nichts Illusorischeres als eine Wirtschafts­blockade gegen Deutschland, gegen das industriell am meisten ausgestattete Land Europas. Alle Italiener seien fest davon überzeugt, daß der Geist über das Geld den Sieg erringen werde.

Der Ha-lbjahresbericht des Oberkommandos der Wehr­macht hat in London seine niederschmetternde Wir­kung nicht verfehlt. Nachdem er den amtlichen Stellen des britischen Piratcnstaates und Raubmördergesindels zunächst die Sprache verschlagen hatte, versuchen jetzt die Schmier- und Hetzjournalisten an der Themse ihre

London von Nom energisch gewarnt

Protestnote wegen des koklenstreits überreicht / knglanös Völkerrechtoverlekung

Dr. v. Rom, 4. März.

Die Protestnote der italienischen Regierung gegen die Ver­letzung des Völkerrechts durch England durch seine Maß­nahmen gegen die italienische Schiffahrt und zumal gegen die Überseeischen Kohlenzusuhren via Rotterdam nach Italien ist am Sonntag dem britischen Geschäftsträger in Rom aus­gehändigt worden. Der Ton der Note wird als energisch be­zeichnet: sie enthält eine juristisch ins einzelne gehende Dar­legung des völkerrechtswidrigen Vorgehen Englands. Bereits am 24. November 1939 hatte sich Außenminister Ciano den französischen und den englischen Botschafter kommen lassen und sie vor den Konsequenzen gewarnt, die in Zusammenhang mit der Blorkadcverschärsung entstehen könnten. Zwei Wochen später wurden die Plutokraticn durch den faschistischen Grotz- rat gewarnt, der öffentlich erklärte, daß Italien in der be­stimmtesten Form seinen Seeverkehr ebenso nus Gründen des nationalen Ansehens wie der unbestreitbaren Lebcnsnotwcn- digkeit für Italien schützen würde.

Die Reaktion in Italien gegen den Erpressungsversuch Eng- Dands äußert sich in tiefgreifender Erbitterung gegen England.

Der diplomatische Schritt Italiens trägt daher ebenso den Charakter des Protestes gegen die Rechtsveracwaltigung wie der energischen Warnung, aus leinen Fall Italiens Geduld zu überschätzen. ,

Im Sinne dieser Warnung äußert sich „Regime Fascista" mit der Andeutung, daß die von England gegenüber Italien angewandten Methoden Roms Langmut aus eine äußerst ge­fährliche Probe stellen. — Hunderte von italienischen Schissen seien angehalten oder kontrolliert worden. Nm eines Baum- wollballens willen hätten italienische Dampfer längere Zeit in britischen Häfen zubringen müssen. Jetzt gehe England noch weiter, anscheinend in dem Wahn, das Nein Italiens sür italienische Waffenlieferungen nach England umzustimmen. Die italienische Regierung erblickt in der Entscheidung Lon­dons eine unverschämte Verletzung des internationalen Rech­tes. England wolle vorsätzlich einen Akt der Herausforderung wie der Anmaßung begehen. — „Angesichts dieser Vorgänge wissen wir nicht, welches Ausmaß der Konflikt noch nehmen kann. Wenn jedoch der Kamps nicht gegen die Heere, sondern gegen die wehrlose Bevölkerung geführt wird, ist jegliche Reaktion dagegen berechtigt."

katastrophale Geistes- und Gemütsverfassung hinter einer in jeder Beziehung lächerlichen Polemik zu ver­bergen. Es ist aufschlußreich für die Durchschlagskraft der Bilanz unserer bisherigen Kriegführung, die in ihrer Nüchternheit nur einwandfreie Tatsachen zu Worte kommen läßt. daß die sonst so schreib- und redegewandten britischen Lügenmeister nicht wagen, irgendwelche Ein­zelheiten zum „Gegenbeweis" anzuführen — eben weil angesichts der Objektivität und Wahrheitstreue OKW. Schwindelmanöver aussichtslos wären.

Nur in einem „Kommentar" schlägt die blühende Phantasie eines Asphaltredaktenrs der Taktik jiddi­scher Zuflucht zu allgemeinen Wendungen ein Schnippchen, in dem die allzu billige Behauptung auf­gestellt wird, der Führer habe in seiner letzten' Rede bereits den Verlust von mehr als elf U-Booten zuge­geben, Plumper konnte diese Ente wirklich nicht zur Welt kommen! Ueber das deutsche Volk hinaus sind der ganzen neutralen Welt die Darlegungen Adolf Hitlers ausführlich zur Kenntnis gebracht worden, womit jeder­mann in die Lage versetzt wurde,- das durchsichtige Lügenprodukt des englischen Schreiberlings sofort als solches zu erkennen. Man kann sich nach dieser typisch britischen Entgleisung ein Bild von der hochgradigen Verblödung des englischen Zeitungslesers machen, dem immer wieder zugemutet werden darf, jeden Londoner Presseunsinn als bare Münze hinzunehmen. Doch dieser Verdummungsprozeß gehört nun einmal zum pluto­kratischen System. mit.

pn knglanvs Küste verloren

Amsterdam, 4. März.

Der britische 1176 BRT.-Dampser „A l b-> n o" ist nach einer Londoner Meldung in der Nordsee aus eine Mine ge­laufen und gesunken. Zehn Mann der Besatzung wurden von einem Trawler aufgelesen. Man nimmt an, daß auch der Rest der Besatzung von einem Kriegsschiff in Sicherheit gebracht werden konnte.

Der „Schcepvaart" zufolge wird der belgische Fisch- dampfer „ 96 7" vermißt. An Bord befände» sich vier Mann.

Athen, 4. März.

Zwei griechische Dampfer, „P a n a ch r a n d o s" (466 BRT). und „Flora N o m i k o u", (2912 BRT.) sind seit langem überfällig und gelten als an Englands Küste verlorenge­gangen.

Ncwyork, 4. März.

Der Radio-Station Mackah zufolge wurden 808,-Nufe des griechischen FrachtdamPscrs „M a k is", 3548 BRT-, gehört, der sich anf der Fahrt nach Liverpool oder Lc Havre befand.

Volles bei Keß und öörlng

Berlin, 4. Märzi

Der Nnterstaatssckretär des Ministeriums des Auswärtigen der Vereinigten Staaten von Amerika, Snmner Wclles, wurde am Sonntagvormittag vom Stellvertreter des Füh­rers der NSDAP., Ncichsminister Rudolf Heß, zn einer cin- stiindigcn Unterredung empfangen.

Am Sonntagmittag wurde Snmner Wclles vom Gencral- seldmärschall Göring in Carinhall zu einer längeren Aus­sprache empfangen.

AemWese-Drek

Die Plutokratie spottet ihrer selbst und weiß nicht wie

Brüssel, 4. März. Wie inoffiziell verlautet, wurde auf einer Pariser Zusammenkunft englischer und französischer Logenvcrtretcr scharfe Kritik an der Verkündung der „demokratischen" Kriegsziele geübt. Obschon die Vernichtung Deutschlands auch von den Freimaurcrorga„.sationcn erstrebt wird, hält man es aus taktischen Gründen sür ver­fehlt. daß dieses Ziel dem deutschen Volk gegenüber so unverblümt und robust zum Ausdruck gebracht wurde. Man dürfe in Zukunft, so wurde gefordert, die Krieqsziele der Wcstmächte nicht ohne propa­gandistische Verarbeitung der (vernebelnden) Frei­maureridee des Weltbürgertums behandeln.

k. >lii. Seit einiger Zeit bedienen si^h die Pluto- kratien bei der Durchsetzung ihrer verbrecherischen Pläne in verstärktem Maße der internationalen Organisationen des Freimaurertums. Es steht fest, daß vor allem d i e Juden, nachdem ihr unmittel­barer Einfluß in einer Reihe neutraler Länder unter­bunden oder staatlicher Kontrolle unterworfen wurde, ihre folgenschwere Drahtzieherarbeit vom Wirkungs­bereich der ohnehin in ihrer Hand vereinten Logen aus intensivieren. Schon vor diesem Krieg betätigte sich die Freimaurerei einesteils als Schrittmacherin französischer Ideologien auf dem Balkan und anderen­teils als Instrument der verhängnisvollen angelsächsi­schen Propaganda in den nordeuropäischen Üändern. Die Londoner und Pariser Zentralorgane jener Logen- JnlAnationale haben jetzt ihre gesamte Eeheimappa- nrwr' -erneut gleichgeschaltet, der „diplomatischen" Unterwelt an der Themse und Seine zur Verfügung gestellt und planmäßig auf höchste Touren gebracht.

Dennoch: Im Gegensatz zu den Jahren des Welt­krieges kommt die Propagandamaschine der Freimaure­rei an der äußeren Front gegen den Todfeind der Logen, an der Einsatzstelle des nationalsozialistischen Selbstbehauptungswillens, aus dem Leerlauf nicht her­aus. Es fehlt nämlich der getarnte „deutsche" Mit­arbeiter von 191-1/18, es fehlen die im Reiche Adolf Hitlers beseitigten Organisationen der Altpreußischen Loge, der Humanitären Grotzlogen und der zahlreichen Wjntcllogen, in denen einst der feindliche Spionage- und Zersetznugsdienst unersetzliche Stützpunkte besaß. Was würden die englischen und französischen „Groß­meister" wohl darum geben, wenn das Rad der Ge­schichte auf jene Zeit vor 25 Jahren zurückzudrehen wäre, in der „deutsche" Logenbruder auf dem Umweg über die „neutralen Bruderketten" ihre an sich schon so fluchwürdigen Beziehungen zur feindlichen Frei­maurerei noch vertieften und damit ungestraft Landes­verrat begingen. Damals, mitten im Völkerringen des großen Krieges, durfte zum Beispiel in den „Mit­teilungen des Vereins deutscher Freimaurer" folgender Anschlag auf die Widerstandskraft des deutschen Volkes verübt werden (ohne daß die ehrlosen Handlanger der Landesfeinde irgendwie zur Verantwortung gezogen wurden): „Worauf es ankommt, ist die Erioecküng internationalistischen Denkens ' in der Volksge­samtheit. Diese Arbeit können nicht einzelne besorgen, sie muß von den vorhandenen Kraftzentralen, den Ver­bänden verschiedenster Färbung geleistet werden."

Wir sind uns im klaren darüber, weshalb die hinter­listigen Plntokraten des Westens besonders die gro­tesken „deutschen" Feldlogen des Meltkrieges schmerz­lich vermissen. Wir haben nämlich den Bericht nach­gelesen, der Mitte März 1915 über die Eröffnung der Feldloge „Zum aufgehenden Licht an der Somm'e" in St. Quentin niedergeschrieben wurde; in ihm heißt es schwarz auf weiß — man höre und staune! —: „Nicht als ob unsere feldgrauen deutschen (Logen-)Brüder, die sich in St. Quentin zusammenfanden, interne Schwierigkeiten empfunden hätten, mit den Brüdern der beiden französischen Logen brüderlich zu verkehren! Das war von unserer Seite von Anfang an in herz­licher, echt freimaurerischer Weise geschehen, ja, wir hatten zunächst wiederholt die Freude, deutsche Brüder durch unsere französischen Brüder, denen sie sich zu er­kennen gaben, zugeführt zu erhalten." (!) Eine solche kaum faßbare volksverräterische Haltung konnte unter den Augen des Feindes Schule machen, obschon gerade die Mitglieder der sogenannten Feldlogen wissen mußten, daß die vorangegangene Einkreisungs­politik der Alliierten gegen Deutschland, ebenso wie die reichsfeindliche Presschetze von führenden Freimaurern Englands und Frankreichs betrieben worden war. Doch die französischen Mitglieder hatten offenbar nichts anderes als derartige Schamlosigkeiten erwartet, durften doch schon in den Jahren der

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Bei einem neuen Großangriff unserer Luftwaffe gegen England wurden zwei Vorpostcnschisse und 11 Handels- dampfcr teils versenkt, teils schwer getroffen.

Die italienische Protestnote wegen des Kohlenstreits wurde London übermittelt.

England besitzt die Frechheit, die NSA.-Oclaussuhr zu sperren.

Dr. Goebbels eröffnete die Leipziger Frühjahrsmesse, die ein Ausdruck der unüberwindlichen Wirtschaftskraft Deutschlands ist.

Werder besiegte BSV. in einem säst ausgeglichenen Spiel 2:9.

Bei den Bcrnssboxkämpfen erhielt Wallncr ein schmeichel­haftes Unentschieden gegen Excuropameister Heinz Lazek..

Der Fußball-Ländcrkampf Jtalien-^Schwciz endete bor 49 999 Zuschauern in Turin 1:1.