Ausgabe 
(30.4.1940) Nr. 118
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murr

parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Vikgermeisters der §reien Hansestadt Vremen Nr. IIS / 10. Jahrgang

Anzeigen » Grundprrlsrr

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtiiches verkündungsbla» des Neichsstattdalrers in Oldenburg und Vremen

Dienstag, ZS. flpril 1940

Linzelpreis 15 Vpf.

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öesährlichepositionder knaländer

London gestelzt: Schwierige Kriegslage

Heftige Kritik am Kriegsminister - wo wird der krieg entschieden - Vekeimsitzung des Unterhauses verlangt

Den Haag, 30. April.

Die schweren Schläge' die den britischen Truppen in Nor­wegen von den deutschen Streitkräften beigebracht wurden, haben in der englischen Oefsentlichkcit zu heftigen Erschütte­rungen geführt. Erst am Montagabend, als nach dreitägiger Unterbrechung wieder englische Zeitungen in Holland er­schienen. ließ sich übersehen, welchen Grad die allseitige Un­zufriedenheit in England angenommen hat. Die gesamte Presse übt außerordentliche Kritik an dem Kriegsminister Stanley und dem Generalstab.

Selbst die offiziöse „Times" sieht sich genötigt, die schwie­rige und gefährliche Position der Engländer in Norwegen zuzugeben. Der militärische Korrespondent des Blattes, der den schnellen deutschen Vormarsch notgedrungen anerkennt, schreibt, die Weltmächte mutzten ihre Pläne überprüfen. Die Aussicht, Drontheim zu erobern, habe man einstweilen aus­zugeben..

„Daily Mail", meint, um dem Feind wirksam entgegen­treten zu können, müßten zwar sofort ohne jede Verzögerung mehr Schiffe, Truppen, Geschütze, Tanks und Munition nach Skandinavien gesandt werden, aber einen wichtigen Faktor habe man stets in Erwägung zu ziehen: Es dürfe nichts getan werden, was die Position der Westmächte in Frankreich schwächen könne. Nach Ansicht des Blattes werde der Krieg nicht in Norwegen, sondern in Frankreich entschieden. Der „Daily Herold" ist jedoch der gegenteiligen Ansicht und weist darauf hin, daß der Kriegsschauplatz in Norwegen keinen „Nebenschauplatz" darstelle.

Der „Daily Expretz" kündigt an, daß die unzufriedenen Abgeordneten in dieser Woche noch die Abhaltung einer Ge- heimsitzung des Unterhauses fordern werden. Die Kritik zahl­reicher Abgeordneter betrftft hauptsächlich zwei Punkte: 1. Frage man, warum die britischen Truppen in Norwegen ungenügend ausgerüstet seien. 2. Will man wissen, warum den Landstreitkräften nicht genügend Unterstützung durch die Lustwasse gegeben worden sei.

Eine außerordentlich scharst Kritik an den Maßnahmen der Regierung bzw. an den Lperationsplänen des General­stabes übte Lloyd George im „Sundah Pictorial". Alle Aus­reden des Kriegsministeriums könnten nicht die Tatsache verbergen, datz die Truppen der Westmächte zu schlecht aus­gerüstet seien, um ihre Aufgabe in Norwegen zu erfüllen. Wenn das Parlament zusammentrete, werde sicherlich scharfe Kritik an der Leitung des Krieges geübt werden. Selbst Gar- vin spricht im „Obscrver" von einer „plötzlichen und ernsten Krise" in Norwegen und fordert, datz England so schnell wie möglich die-Expeditionstruppen verdoppele,-ja, wenn irgend möglich, verdreifache.

fllltterter kriegsrat

Man möchte gern, aber. . .

Amsterdam, 3S. April.

Bei der letzten Tagung des alliierten Kriegsrates in Lon­don wurde, wie von gut informierter Seite berichtet wird, das Problem der prekären Situation der alliierten Truppen in Norwegen behandelt. Zwei Möglichkeiten seien dabei als gegeben behandelt worden:

1. Zurückziehung der alliierten Truppen aus ganz Nor­wegen oder zum mindesten aus Siidnorwegen.

. 2. Verstärkter Einsatz, wenn möglich, doch noch eine

Schicksalswende herbeizuführen.

Nach den Mitteilungen aus dieser Quelle, — deren Rich­tigkeit angenommen werden darf — einigte man sich am Ende dahin, noch einen rücksichtsloseren Einsatz der alliierten Streit- kräfte, und zwar sowohl der Landtruppen als auch der Flotte, vorzunehmen. Gedacht ist dabei vor allem an eine Durch­brechung der Sperren von Drontheim in Verbindung mit

Nudolf stoß spricht am 1. Mai

Uebertragung um 18.30 Uhr auf alle deutschen Sender

Berlin. 30. April.

Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Hetz, spricht am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes aus einer Kundgebung bei Krupp in Essen. Die Rede wird am 1. Mai um 18.30 Uhr von allen deutschen Sendern übertragen.

gleichzeitigen Aktionen der Lustwasse gegen die deutschen Flug­stützpunkte und Landangrisfe vor allem gegen die Befestigungs- anlagen am Eingang des Drontheim-Fjords. Auch die Mög­lichkeit eines alliierten Flotteneinbruches in das Kattegat wurde in Erwägung gezogen.

Zur Maskierung der geplanten Unternehmungen bzw. znv Irreführung der militärischen Leitung der deutschen Ope­rationen sollen Meldungen in die internationale Presst lanciert werden, die «n Zurückziehen der alliierten Streit- kräfte aus Südnorwegen als in Aussicht bestehend bezeichnen, um dadurch die deutsche Aufmerksamkeit einzuschläfern oder abzulenken.

Nach all dem Unsinn, den er alliierte Kriegsrat in der letzten Zeit fabriziert und in seinen Entschlüssen ge­zeigt hat, ist ein solcher Plan, wie der vorstehend ent­

hüllte, durchaus denkbar. Ob und inwieweit es den Alliierten gelingen wird, die deutsche Wehrmacht zu täuschen oder einzuschläfern, werden die Herren Stra­tegen in London und Paris ja von jetzt ab Tag für Tag in steigendem Ausmaße erfahren. Wenn in diesem Zusammenhang ein englisches Blatt schreibt, daß Nor­wegen für England kein zweites Eaklipoli werden dürfe, dann ist das auch unsere Meinung. Es wird mehr als ein Eaklipoli ryerden! Denn 1. treten dies­mal den Alliierten keine Äirken, sondern Deutsche ent­gegen. Und 2.: Unsere Luftwaffe wird dafür sorgen, daß es ein Sichhi'nwegschkeichen wie damals nicht mehr geben wird. Die Strategen an der Themse werden ihr blaues Wunder erleben. Darauf können sie sich verlassen!

Planmäßige Operationen in Norwegen

Weitere sechs vatterien mU Munition sichergestellt — wieder schwere dombentresser bei els ^ Transportern mit S0 0lw rönnen

Berlin, 30. April.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unterstützt durch die Luftwaffe, die in den Erdkampf ein­greift und die rückwärtigen Verbindungen des Feindes unterbricht, nehmen die Operationen in Norwegen ihren planmäßigen Verlaus. Die Befriedung im Innern Nor­wegens schreitet fort. Es wurden weitere sechs Batterien mit insgesamt 24 Geschützen mit der gesamten Ausstattung und Munition sichergestellt. Eine Dhnamitsabrik wurde besetzt. Im Küstengebiet von Mittelnorwegen erhielten zwei britische Kreuzer Volltreffer mittleren Kalibers. Bei els Transport- und Rachschubschifscn mit insgesamt 50 000 Ton­nen wurden schwere Bombentreffer erzielt, so daß ein Teil der Schisse vernichtet wurde. Bei Lesjaskop wurden drei

am Boden stehende feindliche Flugzeuge durch Bombenangriff zerstört. Zwei deutsche Flugzeuge werden vermißt. — Im Westen keine besonderen Ereignisse."

Durch vombenwurse erheblich beschädigt

Berlin, 30. April

Die deutsche Lustwasse führte bei günstigem Flugwetter auch am Montagvormittag zahlreiche Angriffe auf britische Schissseinheilcn an der Westküste Norwegens durch. Nach den bisher eingegangenen Erstmcldungcn sind eine größere Anzahl britischer Transportschiffe hierbei durch Bombenab­wurf erheblich beschädigt worden. Eines der Schisse brennt.

-Wert Italiens valschaster in verlln

votschafter stttolico wird Misstonschef dein, Vatikan

Rom, 30. April.

Die Agenzia Stefani veröffentlicht folgende amtliche Ver­lautbarung: „Exzellenz Dino Alsieri ist zum Botschafter bei der Reichsregierung ernannt worden. Exz. Botschafter Ber- nardo Attolico ist zum Botschafter beim Heiligen Stuhl er­nannt worden."

*

.Mit Botschafter Alsieri schickt der Duce eine Persönlichkeit nach Berlin, die nicht nur zu den führenden Köpfen des fa­schistischen Imperiums zählt, sondern auch ein größer Freund Deutschlands ist. Das beweist am besten die Tatsache, daß der Führer im Sommer 1936 Alsieri in Anerkennung seiner Berdienste um die Ausgestaltung der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien mit dem Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler ausgezeichnet hat. Der Gedanke liegt nahe, daß bei der engen geistigen Verbundenheit Deutschlands und Italiens als junge revolutionäre Völker, Europas gerade eine Persönlichkeit, die sich schon so große Verdienste um die kulturellen Beziehungen erworben hat, ge­radezu prädestiniert ist für die Arbeit auch an den politischen Beziehungen beider Nationen.

Botschafter Alsieri wurde 1886 in Bologna geboren, nahm als Freiwilliger mit Auszeichnung am Weltkrieg, als glü­hender Faschist an der Einnahme des Palazzo Marina in Mai­land 1922 teil. Er gehörte dem Großen Faschistischen Rat an und war/nachdem er bereits eine Reihe bedeutender, Posten

bekleidet hatte, von 1936 bis zur großen Wachablösung 1939 Minister für Volksbildung. In dieser Eigenschaft war Al- fieri mehrere Tage als willkommener Gast von Reichsminister Dr. Goebbels in Deutschland, wobei er vom Führer aus­gezeichnet wurde. Botschafter Alsieri, zuletzt Botschafter beim Heiligen Ktuhl, tritt sein hohes Amt in Berlin an, getragen vom Vertrauen der zwei größten Staatsmänner der Gegen­wart. im Dienste einer schöpferischen Freundschaft zweier re­volutionärer und zielbewußter Nationen und in einem Zeit­punkt, der von historischer Größe ist. In der Erkenntnis der gewaltigen und ehrenvollen Aufgabe, die damit Botschafter Alsieri gestellt ist, heißt ihn das deutsche Volk herzlich will­kommen.

/ Berlin, 30. April

Der italienische.Botschafter in Berlin, Bernardo Attolico, wurde von seiner Regierung von seinem hiesigen Posten ab­berufen, u>w" eine neue diplomatische Funktion zu über­nehmen. Der scheidende Botschafter sieht aus eine lange und ehrenvolle diplomatische Laufbahn zurück und seine Arbeit in Berlin ist gekennzeichnet durch den Ernst, den Eifer und die Hingabe, mit denen er am Ausbau der deutsch-italieni­schen Beziehungen gearbeitet hat.

Er wurde geboren am 17. Januar 1880 in Canneto bei Bari, promovierte im November 1901 an der Universität Rom in den Rechtswissenschaften und wurde 1903 zum Pro­fessor best Nationalökonomie und Finanzen ernannt.

(Fortsetzung , aus Seite L)

Me Weltpresse weiter stark beeindruckt

Me Presse aller Länder beschäftigt sich mit der krklärung der Neichsregierung und den veröffentlichten Selieimdokumenten

Newhork, 30. April.

Die amerikanische Presse wird ganz beherrscht von der Er­klärung der Reichsregierung, die der Reichsautzenm,n,,ter ab­gab, und von den veröffentlichten Geheimdokumenten. Alle Newhorker Blätter bringen durchweg unter einer Riesenaus- machung auf der ersten Seite entweder ausführliche Agentur­berichte oder mindestens Auszüge ihrer Berliner Vertreter.

So veröffentlicht „Newyork Times" unter der zweizeiligen Überschrift „Deutschland verteidigt seinen Einmarsch in Nor- wegen — Es kam lediglich den Engländern zuvor" einen ms ins einzelne gehenden und alles Wesentliche umsassenden Be­richt der Associated Preß. Außerdem füllt das Blatt zwei volle Innenseiten seines Großformats mit 16 Spalten aus dem Text des Vorworts zum Weißbuch mit dem Wortlaut der Erklärungen des Reichsaußenministers und mit langen Aus­führungen aus den wichtigsten Dokumenten. Gleichzeitig wer­den fünf gefunkte Faksimiles aus den Geheimdokumenten ab­gedruckt.

Die republikanische „Newyork Herald Tribune" veröffent­licht aus der ersten Seite unter der Ueberschrist „Berlin er­klärt, daß der Einmarsch in Norwegen erfolgt se,. da Eng­land selbst die Besetzung plante" einen Bericht ihres Kor- resvondenten Barnes, der in einer ausführlichen Jnhalts- 'anaabe des Weißbuchs feststellt, daß dirs Hauptinteresse sich aus die bei Lillehammer-erbeuteten Dokumente konzentriert. Schon eine flüchtige Prüfung durch einen unvoreingenom­

menen Beobachter führe zu dem Ergebnis, daß mindestens einige dieser Dokumente echt seien.

Mesiges flufseken in Montevideo

Wie ungeheuer groß die Sensation der Erklärung des RcichSautzenministers ist, beweist die Stellungnahme der hie­sigen gesamten Presse. Große Kopfleisten in den Blättern „El Pueblo", „La Mana", „El Plata", „Diario Espanol". „El Debate" und anderen zeigen das große Interesse, das man der deutschen Erklärung entgegenbringt. Das Blatt „La Tribuna" füllt, die Tragweite der Veröffentlichungen richtig erkennend, zwei volle Seiten mit der Rede und eine Uebersicht aus den Dokumenten. „Ribbentrop klagt Groß­britannien und Frankreich an, die Besetzung Norwegens von langer Hand vorbereitet zu haben", so schreibt das Blatt in Riesenlettern, die säst eine Seite füllen. Die. Erklärung der Reichsregierung wird, in Kapitel unterteilt, mit sachlich ge­haltenen, kommentierenden Zwischenüberschriften wie „Groß­britannien hatte alles für die Besetzung vorbereitet", ver­öffentlicht.

N.ur ein Teil der Presse gibt eine Rode. Sir Samuel Hvares zu den deutschen Veröffentlichungen wieder, die aber jeder Beweiskraft entbehrt, ein Armutszeugnis verzweifelter propagandistischer Anstrengung ist und so lediglich die .Höhe- der deutschen Beweisführung ins Unermeßliche steigert.

Nom: „kngland hat den Prozeß verloren!"

„England hat den Prozeß vor dem Gewissen der Neutralen verloren", so lautet das Urteil der römischen Presse über die Wirkung des vernichtenden Schlages, den die Enthüllungen des neuen deutschen Weißbuches dem Prestige Großbritan­niens in aller Welt zugefügt haben. Die römischen Blätter berichten ausführlich über den ungeheuren Eindruck, den die Erklärungen von Reichsaußenminister von Ribbentrop und die von ihm bekanntgegebenen unwiderlegbaren Beweise in der gesamten neutralen Welt gemacht haben. Noch nie, so schreibt „Popolo di Roma", habe ein Schlag besser gesessen. Mit dem deutschen Weißbuch seien die englisch-französischen Manöver und Kriegsausweitungsvcrsuche entlarvt worden, und zwar ein für allemal. Die Neutralen wüßten heute, was sie von den Anbiederungsversuchen der Westmiichtc zu halten hätten und könnten erkennen, daß die englische nnd franzö­sische Freundschaft immer verdächtiger und gefährlicher werde.

Vslo im Sann Vor kntkiillungen

Die Osloer Zeitung ^„Arbeideren" untersucht, wie eS zur Be­setzung Nvrwegens gekommen ist, und gelangt zu dem.Ergeb­nis, Deutschland habe damit das Ziel des englisch-französischen Kriegsblockes verhindert, Norwegen und ganz Skandinavien zum Schlachtfeld des westlichen Imperialismus und der plutvkratischen Interessen zu machen.

(Siehe auch Seite 2>

Die verheerende Wirkung des deutschen Weiß- lurches / Spionagenetz der Westmächte / Offen­sive gegen den — Islam

K. bckü. Bremen, 30. April.

Noch immer sitzt den Plutokraten der lähmende Schreck, den ihnen die deutschen Enthüllungen über die verbrecherischen englisch-französischen Angriffsabsichten gegen Skandinavien eingejagt haben, in den Knochen. Sogar die Lügenbüros Reuter und Havas haben bis heute die Fassung nicht wiedergefunden — das will etw.as heißen! Alle veröffentlichten Dokumente aus dem norwegischen Autzenministerium und dem Besitz des bisherigen britischen Konsuls in Narvik sowie die sonstigen authentischen Schriftstücke haben vor der Welt­öffentlichkeit die deutsche Besetzungsoperation als eine automatisch ausgelöste Vorbeugungsaktion vollauf gerechtfertigt. Das unerhört schnelle Vorgehen der deutschen Wehrmacht hat den verant­wortlichen Stellen in Norwegen keine Zeit zur Beseiti­gung oder auch nur zur Retuschierung des erdrückenden Schuldmaterials gelassen, von den angeprangerten Aeußerungen Lhamberlains, Churchills, Halifax', Lord de la Warr, Stanleys, Duff Coopers, Reynauds und Daladiers ganz zu schweigen. Daß die Briten ihren Schlag gegen Norwegen lange Zeit vorbereitet haben, verrät übrigens auch die Staubschicht, die sich auf den von unseren Truppen in Lillehammer sichergestellten riesigen Vorräten an englischer Munition befand. Die heuchlerischen Erklärungen der demaskierten Lon­doner und Pariser Kriegsausweiter vor der Her­ausgabe des sensationeller: Berliner Weißbuches,

die beiden Weltmächte hätten überhaupt nicht an eine Besetzung Skandinaviens gedacht, sind nun­mehr als faustdicke Lügen ehrloser Katastrophen- politiker erwiesen! Alle maßgebenden Persönlich­keiten des neutralen Auslandes haben sich schwarz auf weiß davon überzeugen" können, daß Deutschland am 9. April den Entschluß fassen mußte, den demo­kratisch-kapitalistischen Brandstiftern des Westens zuvor­zukommen und ihnen im Norden die schon ergriffene Brandfackel blitzschnell aus der Hand zu schlagen. Wenn in der Welt hier und da noch ein Rest von Vertrauen zu Britannien bestanden haben sollte, so ist ihm dies, worüber der einstimmige Pressechor der nichtkriegfüh- renden Länder keinen Zweifel läßt, durch das hieb- und stichfeste Weißbuch der Reichsregierung endgültig ent­zogen worden! Wo noch gewisse Bindungen zum Tod­feind der europäischen Ordnung bestanden, rücken die Erwachten von dem britischen Piraten-„Jmperium" zum Teil mit deutlicher Geste der Verachtung ab. Englische Drohungen an die Adresse der kleinen Staaten werden jedenfalls — das ist eines der wichtigsten politischen Ergebnisse der deutschen Aktenpublikation — in Zukunft genau so wenig ihr Ziel erreichen wie etwaige neue Anbiederungsversuche. England hat in jeder Be­ziehung abgewirtschaftet, und die Weltgeschichte wurde für Britannien zum Weltgericht!

Trotz der lebhaften Proteste fast aller kleineren Staaten gegen die frechen britischen Hebelgriffe auf Passagier- und Handelsdampfer Nichtkriegführender ver­geht kaum ein Tag, an dem der englische Pirat nicht fremde Besitzrechte skrupellos mißachtet und neutrales Gut buchstäblich an sich reißt. Die planmäßige Art, in der die Briten bei ihrer weeräuberei zu Werke gehen, sowie die genaue Kenntnis der jeweiligen Ladungen ange­haltenes Schiffe schon vor deren Untersuchung lassen den ungewöhnlichen Umfang der von Albion seit Jah­ren getriebenen Handelsspionage erkennen. Die Bostoner Ausgabe der jüdischen Zeitung „Forward", Newyork. verriet kürzlich unvorsichtigerweise einige recht aufschlußreiche Einzelheiten über das hinterhältige englische „Informationssystem". Danach haben die Lon­doner Völkerrechtsbrecher und Blockadestrategen auch .die Drangsalierung der Neutralen be­reits seit 1938 vorbereitet, und zwar auf Grund erschlichener Informationen über den Waren­austausch sämtlicher Handelsstaaten, insbesondere durch Aufstellung sogenannter Schwarzer Listen mit denjeni­gen ausländischen Firmen, die nach Deutschland expor­tieren. In den einzelnen Ländern waren und sind die

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Erneut wurden zahlreich- feindliche Transportschiffe durch Bombenwürfe erheblich beschädigt.

Die Weltpresse steht weiterhin im Zeichen der deutschen Enthüllungen über die geplante Aktion der Westmächte gegen Skandinavien.

Mit Greuellügen übelster Sorte versucht England ver­gebens, seine schwere militärische und politische Nieder­lage in Norwegen zu verwischen.

Der Londoner Kriegsrat beschloß die Entsendung weiterer (der Vernichtimg geweihter) Truppen nach Norwegen.

Ein PK.-Bericht schildert die Gefangennahme der ersten Engländer in Norwegen.

Alsieri wurde zum Botschafter Italiens in Berlin er­nannt; der bisherige italienische Botschafter Attolico wird Missionschef beim Vatikan.

Morgen spricht der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß. Dr. Leh sprach zu deutschen Jugend.

Auch in diesem Iaht werden am 1. Mai im Gau Weser- Ems erne Anzahl Betriebe ausgezeichnet.

Das „Institut für Jugendkunde", Bremen, legt seinen Jahresbericht vor.

In Rom legten die deutschen Reiter mit einem Doppel­sieg Proben ihres großen Könnens ab.

L-.

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