Ausgabe 
(27.4.1940) Nr. 115
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der Nationalsozialisten Vremens

flmMches verkSndungsbla» des NeichsstarHalkers in owenburg und Vremeo

Nr. 115 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 2?. flpril 1940

kinzelpreis 15 Npf

Kmnpienü vorwütts durch Norweoen

Wieder deutsche öomben aus britische Schisse-<-«««» öM«»?

^ W D W DD j Von Hsnns vecke, Klackrick

kls feindliche Flugzeuge bei slndalsnes vernichtet / aslo von englischen Fliegern mit bomben belegt / Weitere Verstärkungen in Vroncheim / Narvik erneut beschossen

Berlin, 27. April.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Britische Seestreitkräste beschossen auch am 25. April den Hasen von Narvik. In Drontheim trafen Verstärkungen an Truppen und Material ein. Im Raum von Bergen sind deutsche Truppen im Begriff, die Gegend von Voß von nor­wegischen Abteilungen zu säubern. Vereinzelter feindlicher Widerstand wurde gebrochen. Die von Oslo aus nach Nor­den und Nordwesten in mehreren starken Kampsgruppen vor­gehenden deutschen Verbände haben auch am 25. April in engem Zusammenwirken mit der Luftwasfe weiter an Raum gewonnen. An einzelnen Punkten sind die Kämpfe noch im Gange. Kampfsliegerverbände belegten Truppenansammlun- gen und Marschbcwegungen, Berkehrsanlagen und Transporte mit Bomben. Vom Feind benutzte Hafenanlagen wurden durch Bombenwurf zerstört, aus einem Feldflugplatz zwischen Dombaas und Andalsnes elf feindliche Flugzeuge vernichtet. Im Seegebiet vor der norwegischen Westküste wurden mehrere britische Schisse mit Bomben angegriffen. Ein Minen­sucher und ein Transporter setzten sich nach Bomben­treffern auf Strand. Ein Torpedoboot zeigte starke Rauchentwicklung und stoppte. Ein Tankdampfer er­hielt durch einen Treffer starke Schlagseite und wurde von der Besatzung verkästen. Durch Bombentreffer explodierten die Kesselanlagen eines anderen N a ch s ch u b s ch i f s e s. Durch einen britischen Luftangriff aus einen Flugplatz bei Drontheim wurden einige Flugzeuge durch Splitterwirkung beschädigt.

In der Nacht vom 25. zum 26. April wurde Oslo von britischen Kampfflugzeugen angegriffen und mit Bomben be­legt. Während militärischer Schaden aus dem Flugplatz nicht angerichtet wurde, steht der Umfang der Bombenwirkung in der Stadt Oslo noch nicht im einzelnen fest.

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Im Westen keine besonderen Ereignisse. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug mutzte in Belgien notlanden. Die Be­satzung ist unversehrt. Bei Nacht fanden einige Einslüge seindlicher Flugzeuge in die Deutsche Bucht statt, ein bri­tisches Flugzeug wurde in Gegend Sylt abgeschossen und stürzte ins Bteer."

Lettischer Angriff auf flalborg gescheitert

Berlin, 27. April.

In der Nacht vom 25. auf 26. April flogen zwei seind- liche Kampfflugzeuge vom Muster Whitworth-Whitley den von der deutschen Lutfwafse belegten Flughasen Aalborg in Dänemark an. Beide Flugzeuge wurden so frühzeitig von der

deutschen Flak ersaht, daß sie gar nicht zum Bombenabwurf kamen. Eines der Flugzeuge erhielt, gleich nachdem es von den Scheinwerfern erfaßt war, einen Volltreffer und stürzte ab. Die Besatzung ist mit Fallschirmen abgesprungen. Das andere Flugzeug drehte beim Erscheinen der ersten Spreng- Punkte nach Westen ab und entzog sich durch Gleitslug be­schleunigt dem Wirkungsbereich der Flakabwehr.

englisches Motorschiff aus Mine gelaufen

Amsterdam, 27. April.

Wie aus London gemeldet wird, lies das 4781 BRT große englische MotorschissGree" in der Nähe von Harmouth auf eine Mine. Die Besatzung verließ das sinkende Schiff und konnte sich in Sicherheit bringen.

Italien weiß, was es will!"

kine Nede Suidis vor der Kammer -Nur kriegsbereite Völker verwirklichen Ideale"

rcl. Rom, 27. April.

Die italienische Oesfentlichkeit steht noch immer unter dem nachhaltigen Eindruck der Erklärungen, die Nationalrat Francesco Giunta anläßlich der Beratungen über den Etat des Außenministeriums in der faschistischen Kammer abgege­ben hat- Daß er den gegenwärtigen Kamps einenVolks­krieg gegen die satten Besitzenden" nennt, findet einhellig Zustimmung.

Resto del Carlino" schreibt dazu:Das Urteil einer Au­torität wie Giunta bestätigt die Richtigkeit unserer Defi­nition dieses Krieges: er ist eine große soziale Revolution. Wer sind dieAlliierten"? Es sind die reichen Länder der Welt, die nicht durch ideelle Bande zusammengehalten wer­den, sondern durch uneingestandene, deshalb nicht weniger offenkundige materielle plutokratische Vorherrschastsinter- cssen."

Popolo d'Jtalia" schreibt nach einem Hinweis auf die ans Wunderbare grenzenden Arbeitsleistungen, die der Fa­schismus ermöglicht hat:Das. was bisher gemacht worden ist, bedeutet noch nichts im Vergleich zu dem, was wir noch mächen werden. Die jüngste Parole lautet nämlich: Arbeit und Waffen. Wenn neuerlich eine große Stunde für das italienische Volk schlagen sollte, würde die Welt ein anderes Wunder sehen: das der Waffen. Wagt denn wirklich jemand zu denken, daß Italien, das im Prozeß der Revision ungerechter Verträge die Hauptrolle spielt, hinter den Kulissen oder im Parkett bleibt, wenn es von der Ge­schichte gerufen wird? Es gibt keine Fauteuils für die Böl­ler, die sich der Geschichte niemals entzogen haben."

Daß die Beratungen über den italienischen Staatsvoran­schlag für das am kommenden I. Juli beginnende Rechnungs­jahr 1940/41 in der faschistischen Kammer den Charakter hoch­politischer Kundgebungen erhalten, beweist auch die große Rede, die der Unterstaatssekretär für Inneres, Buffarini- Guidi, am Freitag in Gegenwart des Tuce hielt. Dieser nur selten in die Oesfentlichkeit tretende enge Mitarbeiter Mussolinis nahm die Gelegenheit watzr, über die geistige Be­reitschaft und Geschlossenheit des italienischen Volkes folgende Erklärungen zu geben: ,

.Die Stimmung der Bevölkerung »st ruhig und vertrau­ensvoll. Das italienische Volk zeigt sich in den feierlichen und entscheidenden Augenblicken des Vaterlandes vor dem Ban­meister seines Geschicks und Führer seiner Armee mit Ent­schlossenheit und Zuversicht in geistiger unerschütterlicher Ge-

^Unter^ausdrücklicher Bezugnahme ans die so stark beachteten Ausführungen Nationalrats Giuntas am Vortage wies Buffarini-Guidi darauf hin. daß niemand imstande se,, das italienische Volk auch nur einen Augenblick davon abzuhalten, mit dem sicheren Schritt des Arbeitersoldaten einer besseren Zukunft zuzustreben.Es ist für ein Volk. das nicht abdanken will außerordentlich schwierig, freiwillig das Kampf,eld zu meiden und sich in den dunklen Winkel zu stellen. Die Ita­liener wissen, daß nur kriegsbereite Völker, die genau be­stimmte Ziele erreichen und hohe Ideale verwirklichen wollten, Geschichte machen. Das faschistische Italien weiß, wa» es will, es weiß, welche materiellen Interessen es zu verteidigen ha., welche politischen Probleme es zu lösen und welche recht­mäßigen Ansprüche es zu verwirklichen hat.

Man hat gesagt, daß man durch Rom hindurch zum Frieden gelange. Aber man hat damit nicht alles gesagt, denn

Frankreich hofft auf ein Wunder

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IN. B r üssel , 27. April

Das französische Parlament ist längere Zeit in Urlatw gangen, die Kammer bis MM 1b., der ^.enat » Mai Während dieser Zeit wird, so hofft man im ice erunoslaaer vielleicht ein Wunder eintreten, das dem inisterpräsid'enten erlaubt, der vorläufig nur verschobenen batte über die Kriegführung gefaßteren '

.reten Aus ein Wunder rechnen ist auch schon

ic Art Defaitismus", schreibt zwar ironisch das »Oeuvre, ber Paul Reynaud ist ja °ls ^abrv im ' Ma-

^^.idem^r 7rn°u?ver1angt,^ die «-richte über 'swr-

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ann, der aus seiner Zeitung erfahre daß er da. große

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tillcrie und Panzer erhielten. Angeblich habe doch die eng­lische Flotte das Skagerrak gesperrt.. Es sei demnach ange- bracht, den britischen Seeleuten größere Aufmerkiamkeit zn

-"fehlen. Gens, 27. April

Der künstliche, durch die anfänglichen schwungvollen Sie- aechneldnngen über die Erfolge der englisch,sranzvpfchen Landungskorps in Norwegen geweckte Optimismus »n Frank­reich hat bei Ausbleiben ergänzender und bestätigender Kommuniques in den letzten Tagen einer bleiernen De­pression Platz gemacht. Immer wieder versuchten dw fran­zösischen Blätter und der Rundfunk, der Oeffentlichkeit klar zu machen, daß im Interesse des Fortganges der Aktionen cn Norwegen keine Informationen über die militärische Lage ausgegeben werden könnten.

Die französischen Staatssender mußten nun ihrerseits am Donnerstagabend wiederholt beschwichtigende Erklärungen verbreiten: In einigen Tagen werde man Neuigkeiten er­fahren bis dahin sei aber größte Zurückhaltung geboten. Diese Methode jedoch, die Unruhe der Bevölkerung nach dem Motto Es geht in Norwegen täglich besser und besser" zu beschwichtigen, hat keine Wirkung mehr; um so weniger als noch jene kolossalen Falschmeldungen in aller Gedächtnis sind die von der Einnahme Bergens und Drontheims durch die Westmächte sofort nach der Besetzung der Hafenstädte durch deutsche Truppen zu berichten wußte».

man muß hinzuskügen, daß man bei jedem siir die Geschicke Europas und der Welt entscheidenden Ereignis durch Rom hindurchmüsse. (Langanhaltenber Beifall.) Das italienische Volk, geschlossen in seiner Disziplin, die es möglich macht, vom Glauben beseelt und vom Duce, der es unbesiegbar ge­macht, geführt, ist sich in diesem Augenblick mehr denn je seine? Mission und der Größe seines Schicksals ebwutzt."

Der Unterstaatssekretär beschäftigte sich auch mit der Um­siedlung ber deutschstämmigen Bevölkerung aus dem Oberetsch und dem großen Bodenerschließungswerk in Sizilien.Die Umsiedlung einer beträchtlichen Zahl Tentschstämmiger aus dem Oberetsch nach Teutschland, die gemäß dem zwischen den beiden Regierungen getroffenen Abkommen und zum Zweck durchgeführt wurde, die unantastbar geographische, politische und militärische Grenze des Vaterlandes mit der Bevölke­rung-grenze in Uebereinstimmung zu bringen, stellt ein Er­eignis von historischer Tragweite dar. Mit ihr ist jenes Ziel erreicht worden, dem seit Jahrtausenden die Völker vergebens zustrebten, eine der am zahlreichsten wiederkehrenden Jrrgasscn blutiger Konflikte auf friedlichen Wege auszuschalten."

Die faschistische Kammer unterstrich diese Ausführungen mit stürmischen Znstimmungskundgebungen und brachte am Schluß der Sitzung dem Duce eine langdauernde/Huldigung dar.

Gahda kommentiert die Erklärungen der Kammersitzung wie folgt: Italien kann die Geschehnisse mit Ruhe und Kraft verfolgen, weil es zur Verteidigung seiner Interessen jederzeit bereit und in jeder Hinsicht vorbereitet ist.

Der Hauptschristleiter derTribuns" kommt auf die Aus- landspropaganda zu sprechen, die in Italien nur höchst spär­liche Gefolgschaft gefunden hat:Der Aufschrei eines Volkes von Soldaten wird jedenfalls genügen, das Schußfeld in einem einzigen Augenblick zu säubern. Im Augenblick des Appells wird der Flügelschlag des Genies dem kriegsbereiten Italien den Sieg weisen."

Heute vormittag wird die Tagung der faschistischen Kam­mer mit einem mit Spannung erwarteten Bericht des Mi­nisters für Jtalienisch-Asrika, Terrnzzi, und der Schlußan- sprache des Kammerpräsidenten Grandi beendet werden.

Suer und Sibraltar müssen satten!"

. Rom, 27. April.

Zu der beabsichtigten Ausdehnung der englisch-französischen Blockade auf den Luftverkehr, die besonders Italiens Tüd- amerikalinie treffen soll, erfährt man aus Paris, baß die Westmächte die Einrichtung vonLuft-Patrouillen" längs der Flugrouten über den Atlantischen Ozean planen. Wie in Italien solche gefährlichen Projekte und überhaupt die jüngste Blockadeverschärfung ausgenommen wird, zeigt ein Lriester Bericht desRegime Fascista", in dem es heißt:

Jedes Nebel hat auch seine guten Seiten. Die Blockade hat allen Italienern die Augen geöffnet. Solange die Schlüssel der beiden Mittelmeerpsorten in den Händen der Engländer sind, bleibt Italiens Unabhängigkeit ein frommer Wunsch und wir bleiben Gefangene in einem Binnensee. Es gibt keine Freiheit, wenn uns die Engländer nach ihrem Belieben von den Ozeanen absperren und den Weg zu unseren großen italienischenGemeinden in Südamerika und zu unseren unter Auswand von so viel Blut und Geld eroberten Kolonien ver­legen können. Die Blockade hat einen Zustand, der nicht an­dauern kann, ins volle Licht gerückt. Der englisch-sranzösischen Blockadcpolitik ist zwar die Aushungerung Deutschlands miß­glückt, dafür aber ist es ihr gelungen, die Italiener über die tatsächliche Lage im Mittelmeer endgültig aufzuklären. Wir werden die Lehre für die Gegenwart und für die Zukunft be­herzigen: Die englischen Schlüsselstellungen in Gibraltar und Suez müssen gesprengt werden, erst dann kann Italien sich als frei betrachten.

englische Sabotageplöne unterbunden

Bukarest schützt Petroleumlager

vm. Budapest, 27. April

Das Verbot des rumänischen Erdölkommissars Petroleum- anlagen stillzulegen oder die Besitzverhältnisse der Petroleum- unternehmen zu . verändern, hat in Bukarester Wirtschasts- kreisen eine sensationelle Wirkung hervorgerufen. In der rumänischen Hauptstadt verhehlt man sich nicht, daß diese scharfen Maßnahmen sich zu allererst gegen etwaige englische Sabotagevcrsliche richten. In der letzten Zeit sei in der briti­schen Propaganda ganz ossen angestrebt worden, die mit eng­lischer Kapitalmchrheit arbeitenden rumänischen Petroleum- gesellschaften gegebenenfalls stillzulegen oder technisch minder­wertig zu machen. Die neue Verordnung des rumänischen Erdölkommissars schiebt diesen Absichten einen Riegel vor.

Ver sükrer bei Nudolf Keß

Glückwünsche zum 46. Geburtstag

Berlin, 27. April.

Der Führer stattete Freitag nachmittag Reichsminister. Rudolf Hetz in dessen Berliner Wohnung einen Besuch ob, um ihm zum 46. Geburtstag seine Glückwünsche auSzuspreche».

Fn Spanien haben drei Momente tiefen Eindruck ge­macht: 1. die von England und Frankreich ohne wei­tere Umschweife zugegebene und in die Praxis umge­setzte Auffassung, dah für sie die Neutralität eines Landes nicht existiert, wenn sie ihrer Politik im Wege steht; 2. daß eine nicht gerüstete Nation sich gegen die Uebergriffe der Westmächte nicht wehren kann, und 3. datz ein autoritäres Regime vor dem demokratisch­parlamentarischen sowohl innerpolitisch wie autzen- politisch den Vorrang hat. Alle drei Punkte berühren unmittelbar die nationale und internationale Situation Spaniens.

Spanien ist neutral. Ein Land, das einen drei­jährigen Bürgerkrieg hinter sich hat, der seine Wirt­schaft aus dem Eefüge und ungeheure Werte zerstörte, ein Volk, daß trotz aller Schwierigkeiten sein verwüstetes Haus mit möglichster Schnelligkeit in Ordnung bringen will, sucht sich abseits des Konfliktes zu halten, unbe­achtet aller gefühlsmäßigen Erwägungen und Einstel- lungen. Dieser Standpunkt baute sich auf den bis­herigen Begriffen des Völkerrechts auf, und gerade

Keule krklörung Ves Neichsaußenministers zur polttischen Lage

Berlin, 27. April.

Der Reichsaußenminister des Auswärtigen von Ribbcntrop wird am heutigen Sonnabend, um 14.36 Uhr, in Anwesenheit des diplomatischen Korps, sowie der deutschen und der aus­ländischen Presse eine Erklärung zur politischen Lage abgeben, die auf sämtliche deutschen Sender übertragen wird.

diese sind es, die England eigenmächtig als null und nichtig erklärte. Infolgedessen ist der spanischen Neu­tralität plötzlich der feste Untergrund entzogen worden. Seine geopolitisch außerordentlich exponierte Lage am Atlantischen Ozean, am Eingang zum Mittelmeer und am Mittelmeer selbst, also im strategischen Feld des britischen Weges nach Australien und der Verbin­dungsstraße Frankreichs mit seinem schwarzen Sol­datenreservoir und afrikanischen Kolonialreich, der Be­sitz der Balearen und Kanarischen Inseln, ferner sein Erz- und Metallreichtum, seine Handelsflotte von 1 Million BRT können plötzlich zu englisch-französischen Argumenten" werden, die die spanische Neutralität alsunvereinbar mit den Interessen der für die Frei­heit der Welt kämpfenden Mächte" erklären. Das sind für Spanien die schwerwiegenden Folgen des Falles Altmark", der englischen Minenfelder in norwegischen Hoheitsgewässern und des britischen Expeditionskorps, das sich schon auf hoher See befand, al§ Deutschland seiner Landung zuvorkam.

Norwegen, so stellt man hier fest, war nicht gerüstet. Hätte es ein seiner Einwohnerzahl entsprechendes Heer und eine Flotte besessen, dann würden seine Proteste in London falls sie ernst gemeint gewesen wären doch eine gewisse Rückendeckung gefunden haben.Der Marxismus in Norwegen wurde zum Urheber des Pazifismus der Schwäche, der von der Friedensliebe gänzlich verschieden ist", erklärt das spanische Blatt Na".Eine Nation, die sich nach Maßgabe ihrer Mittel und Möglichkeiten Opfer auferlegt, wird stets bereit sein, ihre Souveränität zu .verteidigen, der

sicherste Weg, daß sie erst gar nicht angegriffen wird. Das ist die Lehre, die wir aus dieser Kriegsepisode ziehen."

Der Grundsatz: Wenn du den Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor ist für das Spanien Francos nicht neu. Man sieht nur in den Vorgängen in Skan­dinavien eine Bestätigung der eigenen Politik, die Rüstung zu Lande, Luft und Wasser auf das Höchstmaß des Erreichbaren vorzutreiben. Die Parade am Jahres­tag der Befreiung Madrids war eine sichtbare Re­präsentation der vorzüglichen Wehrmacht Spaniens, die sich im Stadium der Ausbildung befindet. Mit der ganzen Energie und Erfahrung der kriegsgeübten Generale wird ein starkes Spanien geschaffen, das als militärischer Faktor heute schon in Rechnung gestellt werden muß. Spanien arbeitet ruhig in dem Be­wußtsein, allen Eventualitäten die Stirn bieten zu können.

Das Volk hat ein grenzenloses Vertrauen zu seinem Staatschef und dem autoritären Regime, das er ver­tritt, und nichts konnte es mehr in diesem Vertrauen bestärken als die Entwicklung des europäischen Kon­flikts. Auf der einen Seiteein zaghaftes und schwan­kendes Regime, stets bemüht, scheinheilige Formen zu wahren, ohne daß es im Grunde jemand über seine wahren Absichten täuschen konnte", wieArriba" «r-

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Italiens Wille zur Wahrung seiner Lebensrcchte wurde erneut in der faschistischen Kammer unterstrichen.

Der gestrige OKW.-Bericht meldet die Vernichtung von «ls feindlichen Flugzeugen und die Bombardierung briti­scher Schisse. Der deutsche Vormarsch in Norwegen geht rüstig weiter.

Das norwegische Hauptquartier entpuppt sich als Lügen- fabrik ersten Ranges

Die MoskauerPrawda" geißelt die Tätigkeit der Kriegs- ausweiter im Nahen Osten.

Der Führer besuchte Rudolf Hetz anläßlich des Geburts­tages seines Stellvertreters.

Heute und morgen wird die erste Haussammlung für das Kriegshilsswerk des Deutschen Roten Kreuzes durchgeführt. Wie der 1. Mai ist der Himmelfahrtstag auch in diesem Jahr gesetzlicher Feiertag.

Wegen Verbrechen unter Ausnutzung der Verdunkelung wurden wieder mehrere Todesurteile vollstreckt.