Ausgabe 
(22.4.1940) Nr. 110
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vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Freien ftanlestadr vreinen

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der Nationalsozialisten Bremens

pmiNHes verkündungsdlatt des Neichsstattkalrers in Oldenburg und Vremeo

Nr. 110 / 10. Zalirgang

Montag, 22. flpril 1940

Linzelpreis 15 Npf

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Englands slottenverluste noili größer

Allein an zwei sagen vier Kreuzer und sechs Transportschiffe von schweren vombentreffern Aelm gesucht Auch ein senilerer polnischer Zerstörer versenkt Starke Verluste gelandeter britischer Iruppen Umsangreiches norwegisches Kriegsmaterial erbeutet Im Westen fünf seindliche slugzeuge abgeschossen

Berlin, 21. April.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ,Am

20. 4.. nachmittags, erschienen seindliche Leestreitkriiste vor Narvik und nahmen eine Zeitlang Hasen und Stadt unter Feuer. Landungsversuche wurden nicht unternommen. Die im Kaum von Narvik stehenden deutschen Truppen stellten eine Beute von 8990 Gewehren und 315 Maschinengewehren mit dazu gehöriger Munition sicher. Nach Trontheim wurden weitere Verstärkungen an Infanterie und Artillerie plan­mäßig zugeführt. Bei Bergen und Ttavanger sind deutsche Truppen damit beschäftigt, den von ihnen besetzten Raum zu erweitern und von kleineren norwegischen Abtei­lungen zu säubern. Im Raume von Oslo setzten die weiter­hin verstärkten deutschen Truppen ihr Vorgehen in allen Rich­tungen schnell fort. Eine Kampsgruppe steht kurz vor Aamot; eine weitere ist 5V Kilometer über Hamar nach Norden ge­stoßen. Deutsche Truppen stehen vor Gjoevik. Deutsche See- ftreitkräste versenkten im Hardanger-Fjord einige kleinere norwegische Kriegsfahrzeuge, darunter den norwegischen MinenlegerThr" und kämpften eine Landbatterie nieder. Die Mannschafts- und Materialtransporte nach Norwegen lausen in erhöhtem Matze weiter.

Ein ehemaliger polnischer Zerstörer wurde durch ein U- Boot nordöstlich der Shetland-Jnseln versenkt.

Durch die bereits gemeldeten Angriffe deutscher Kampfflugzeuge aus englische Leestreitkriiste am 19. April wurden insgesamt ein Schwerer, ein Leichter Kreu­zer sowie vier Transportschiffe getroffen. Der Ansatz starker Kampsfliegerverbände gegen die feindlichen Landungsversuche bei Namsos und Andalsnes am 20. April war von autzer- ordentlicher Wirkung. Bei Andalsnes wurde ein Kreuzer von einer Bombe schwerstes Kalibers getroffen und versenkt. Ein anderer Kreuzer erhielt von zwei Flugzeugen Bombentresser mittleren Kalibers, zeigte Stichflammen und setzte sich an­scheinend aus Strand. An einer anderen Stelle wurde ein Truppentransportschifs von 15 999 Tonnen durch mehrere Bombentreffer in Brand gesetzt. Ein zweiter Truppentrans­porter erhielt durch Bombeneinschlag starke Schlagseite. Ge­landete britische Truppeneinheiten wurden an beiden Stellen wirksam mit Bomben bekämpft und erlitten starke Verluste an Personal und Material. Die Bahnhöfe von Namsos und Andalsnes wurden in Brand geworfen. Bormarschstratzen und Brücken durch Bombentreffer zerstört.

Im Westen wurden südwestlich Taarlautern und süd­westlich Bergzabern seindliche Spähtruppunteruehmen für den Feind verlustreich ohne eigene Verluste abgewiesen. Im

deutsch-französischen Grenzgebiet kam es im Verlaus des

29. April zu mehreren Lustk 8 mpfe n. Ein eigenes Flug­zeug stürzte bei einem Lustkamps ab. Fünf feindliche Flug­zeuge verschiedenen Musters wurden über eigenem und Feind­gebiet durch deutsche Jäger und Flakartillerie abgeschossen/

wettere sorlschritte bei Skaoanger

Berlin. 22. April.

Die im Raume von Stavanger mit der Säuberung der Umgebung beschäftigten deutschen Truppen haben tveitcre Fortschritte gemacht. Kleine versprengte norweg,,chc Abtei­lungen haben sich ins Gebirge zurückgezogen.

In raschem Vordringen von Süden haben deutsche Truppen gestern auch Lillehammer erreicht.

Mit dem Mtterkreur des Eisernen kreures ausgereichnet

Berlin. 21. April.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht ver­lieh heute dem Chef des Stabes der Seekriegsleitung. Vize­admiral Tchniewind. und dem Befehlshaber der Unter­seeboote. Konderadmiral Tönitz. das Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes. Der Führer hat diese hohe Auszeichnung beiden

Offizieren zuteil werden lassen, die aus die Planung und Leitung der Seeoperationen entscheidend eingewirkt bzw. den Ansatz der Nnterseebootswasfe verantwortlich geleitet haben.

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Beim Abschluß des Polenfeldzuges hatte der Führer dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, und dem Generaladmiral Albrecht das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die Verleihung des Ritter­kreuzes an Vizeadmiral Schniewind, den Chef des Stabes der Seekriegsleitung, hebt erneut die glänzenden Leistungen her­vor, die unsere Kriegsmarine im bisherigen Verlauf des Krieges, ganz besonders aber bei der erfolgreichen Aktion im Norden vollbracht hat. Unter vollem Einsatz hat die Kriegs­marine das Gelingen der kühnen Landung in Dänemark und Norwegen verbürgt, durch die sich Deutschland in Abwehr der englischen Kriegsausiveitungspläne eine feste Stellung am Ausgang der Nordsee gesichert hat. Auf die Planung und Leitung dieser See-Operationen, wie sie in der Geschichte lest: Vorbild haben, hat Vizeadmiral Schniewind entscheidend ein­gewirkt. Vizeadmiral Otto Schniewind ist 52 Jahre alt. Er

. Rom, 22. April

Der Gedenktag der Gründung Roms stand im Zeichen der Bereitschaft des italienischen Volkes, allen Ereignissen zu be­gegnen. In ganz Italien wurden dieInvaliden der Arbeit" ausgezeichnet: in Rom nahm der Du« selbst am Palazzo Venezia ihre Ehrung vor. Während der Zeremonie sammelte sich auf der Piazza Venezia eine unübersehbare Menschen­menge, die dem Du« stürmisch zujubelte, als er aus dem Balkon erschien. Mussolini hielt eine kurze Ansprache, in der er u. a. sagte:In diesem besonders ereignisreichen Augen­blick und an diesem Tag des Festes der Arbeit lautet die Parole: Arbeiten und rüsten! Ich bin sicher, daß diese Parole von den Alpen bis zu den entferntesten Küsten des Im­periums vom gesamten italienischen Volk befolgt wird."

In zahlreichen Appellen der korporativen Organisationen wurde eine Uebersicht über dir Autarkicleistungen geboten. Die Leitartikel der italienischen Sonntagspresfe mahnten zur Wachsamkeit. So schrieb ..Popolo di Romo" u. a.:Die italienischen Arbeiter blicken in dieser ernsten Stunde der Un­gewißheit, die gleichwohl für die nach römischer Art voraus­berechnete Lösung günstig erscheint, auf den Du«, bereit, seinem Be'ehl zu svlgen. Ihr Geist ist bereit wie ihre Waffen."

Anschließend nahm der Tu« im römischen Stadion den Aufmarsch von rund 39 W9 Jungsaschisten beiderlei Geschlechts ab, die dem Schöpfer des Imperiums immer wieder begeisterte Huldigungen darbrachten.

Von anderen Veranstaltungen seien erwähnt die in Gegen­wart des Königs und Kaisers von der Königlichen Akademie Italiens vorgenommene Prcisvcrteilung an verschiedene Wisienschastlcr und Forscher und die feierliche Enthüllung einer Mussolini-Statue im Justizministerium.

London droht Italien

Beunruhigung wegen der Parole Mussolinis

koe. Den Haag, 22. April

Die wenigen Worte Mussolinis am Jahrestag der Grün­dung Roms haben in England die dort vorhandenen Befürch­tungen über die Politik Italiens noch erhöht. Auch der Ar­tikel desGiornalc d'Jtalia" über die Lage im Mittelmcer hat erneut verstimmt.

Obwohl die faschistische Presse die Blufs- und Einschüch- terüngsmcthoden der Londoner Stellen eindeutig zurück­gewiesen hat, nimmt jetzt auch dieTimes" an der Polemik

war im Weltkriege, an dem er mit Auszeichnung teilnahm, zuletzt Kapitänleutnant und Torpedoboots-Kommandant.

Die Auszeichnung des Befehlshabers der Unterseeboote, Konteradmiral Toenitz, ehrt die stolzen Taten unserer U- Bootwafse. deren kraftvollen Einsatz gegen England der Ad­miral so erfolgreich leitet. Die Vernichtung von zahlreichen feindlichen Kriegsschiffen und von über 2 Millionen Tonnen Handelsschiffsraum sind die sichtbaren Ergebnisse dieses Teiles der deutschen Seekriegsführung. Konteradmiral Paul Toenitz ist 49 Jahre alt. Er war im Weltkriege Kapitänleutnant zur See und hat sich damals als U-Bootskommandant im Mittel­meer ausgezeichnet. Seit Adolf Hitler uns die Wehrsreiheit zur See errang, hat Konteradmiral Toenitz führenden Anteil am Ausbau der U-Bootwasfe gehabt, deren todesmutige Taten über alles Lob erhaben sind, und die beste Tradition der U-Boote des Weltkrieges gewahrt haben. Die Anerkennung des Führers für die Taten unserer U-Bootwaffe, die ein Stolz des deutschen Volkes ist, kam bereits dadurch zum Ausdruck, daß zwei unserer U-Bootkommandant«n für ihre hervorragenden Lsittungen mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus­gezeichnet worden sind.

der britischen Massenpresse teil. In einem offensichtlich von höchster Stelle inspirierten Leitartikel maßt sich das Blatt an, der italienischen Regierung eineoffene Warnung" zu erteilen. Trotz der Strcitkrüfte, die in den nortvegischen Ge­wässern gebunden seien, so schreibt das Blatt provozierend, verfüge England zusammen mit Frankreich über eine mäch­tige Flotte, die bercitliegs, um überall dort aufzutreten, wo die Interessen der Westmächte bedroht seien.

Eine Nundfunkansprache ftnsalvos

Rom, 22. April.

In einer Rundfunkansprache betonte der Direktor des Telegrafo", Ansaldo, die Parole für alle Italiener laute: Bereit sein. Der Faschismus wolle, daß die Arbeit den Italienern eine bessere Zukunft bereite. Die Italiener sollten künftig in der Welt wenigstens unter den gleichen Lebens­bedingungen existieren wie die Angehörigen anderer Länder.

Die höheren Interessen der Arbeiter beruhen aus der mili­tärischen Stärke Italiens. Nur wenn Italien militärisch sehr stark ist, wird es auf die eine oder andere Weise zu den Siegern gehören und in diesem Fall werden die italienischen Arbeiter wirklich die volle soziale Gerechtigkeit verwirklichen können."

Italiener in lunis schikaniert

rck. Rom, 22. April

Die Militärbehörden von Tunis haben den Turnwettbewerb der italienischen Schulen verboten, der alljährlich am Gedenk­tag der Gründung Roms abgehalten zu werden Pflegt. Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung, die noch niemals An­lag zu Zwischensällen gegeben hat, anfangs erlaubt worden. Vor einigen Tagen wurde dann die Genehmigung unvermit­telt rückgängig gemacht.

In einem Kommentar schreibtPopolo bi Roma", den Franzosen sei es ossenbar unbequem, daß sich die Italiener an den Geburtstag Roms erinnerten und ihrer römischen Herkunft gedächten. Italien könne aus dem Verbot die logi­schen, aber durchaus nicht neuen Schlußfolgerungen aus dem Gefühl einer schlecht getarnten Feindschaft gegenüber Italien ziehen. Diese Maßnahme ist übrigens zur gleichen Zeit er­folgt, in der man in Paris, wie das Sonntogsblatt desGivr- nale d'Jtalia" von dort berichtet, immer noch glauben will, daß eine geschickte Politik der Westmächte den Eintritt Ita­liens in den Krieg rechtzeitig verhindern könne.

Arbeiten und rüsten" Italiens Parole

flnsprache öes Sure an das italienische Volk / flusrrichming der flekettslnoaliden

Manöver gegen Nom und Moskau

steuchlerische flndiederungsversuche Nevnauds englisch-französische flnfrage angekündigt

m. Brüssel. 22. April.

hl die Pariser Zeitungen in den letzten Togen immer lier Auskunst darüber verlangt hatten, wie d'e »eutlche in 'Norwegen gewissermaßen unter den Augen der n Flotte gelingen konnte, schwieg stch Reh nand über einliche Kapitel aus. Statt Veßcn zog er e-- vor n

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aeaen die Neutralen eintrat. Der Plan, IN -tankn, militärische Stützpunkte gegen Deutschland, zu gewm- irde von ihm selbst zum erstenmal publiziert.

er aleichen scheinheiligen Heuchelei suchte sich Rehnaud »tien anrubied-rn Er verriet dabei der Oeffentl.ch- tz FrankrÄ vor und nach dem 1. September 1939 ls versucht hat, die italienische Politik durch die Mit- zu b n lu scn. daß die sranzös.,che Regierung zu i.aeN.na der Zwischen den beiden Ländern stehenden der st sei Nichts kennzeichnet daher mehr die ver- -timmung der plutokratischen Kriegshetzer als die yu-vkickeriina daß die Dispositionen der sranzchlschen n.^t mändert würden, obwohl es Rom abgelehnt hat. umpen AnAfungen überhaupt zu beantworten.

Revnaud heute den Anschein zu erwecken versucht. Trankreick wirklich zu einer Regelung der Zwilchen d Italien ossenen Streitfragen bereit sei und, unter

tz Spaniens, eine Mittelmeerverständ.gung anstrebe,

ehrt das nicht einer gewissen Pikanter:«. Als E

während des Abessinienkrieges den Sanktionsseldziig ^gegen Italien predigte, war Rehnand einer seiner eisrigsten Sekun­danten, Auch bis in die jüngste Zeit hinein repräsentierte er im Pariser Pariament die am schärfsten gegen Italien ein­gestellte politische Gruppe. Erst in den letzten Tagen hielt er es aus taktischen Gründen sür zweckmäßig, der üblen Setze der sranzösisclieir Presse gegen den Faschismus Zügel anzu­legen, Die scharfe Sprache der italienischen Blätter gegen die anmaßenden Drohungen und lächerlichen Schmeicheleien der englisch-französischen Propaganda hat die Besorgnisse der Pariser politischen Kreise über die weitere Marschroute Roms

nur noch verstärkt .

Um so größeres Aussehen erregt das Gerücht, daß man in London und Paris beschlossen habe. gemeinsame Schritte in Rom und Moskau zu unternehmen, um die beiden Regierun­gen zu einer Klarstellung ihrer zukünftigen Politik aufzu­fordern Da hierüber in den westlichen Hauptstädten auf Grund der Pakte zwischen Berlin und Moskau einerseits und dem Bündnis zwischen Berlin und Rom andererseits eigentlich keine Zweifel bestehen sollten, charakterisiert diese Ankündigung die völlige Verwirrung und Ratlosigkeit der plutokratischen Kriegshetzer.

Kom iiberfükrt Lügner

ick, Rom, 22. April.

Ein römisches Vcrlagshaus hat vor kurzem eine Broschüre .Wahrheit und Lüge des polnischen Feldzuges" heraus­gebracht, in der den 18 deutschen Wehrmachtsberichten die Produkte der demokratischen Lügenpropaganda gegenüber­gestellt sind. Die Veröffentlichung ist in Italien sosort zum Tageserfolg geworden. In dem Maße, wie jetzt die Zeitungs-

und Nundfunkpropaganda der Plntokratien zur Verschleie­rung der wahren Lage in Norwegen immer neue Lügen- scrien verbreitet, steigt das verständnisvolle Interesse der italienischen Oefsentlichkeit sür das kleine Werk, in dem die großen angelsächsischen und französischen Nachrichtenagen­turen und Zeitungen auf Grund der unanfechtbaren Bei­spiele vom September 1939 als übelste Lügentüchen gekenn­zeichnet werden. Es handelt sich übrigens, so sagt man in Italien, um die gleichenOrakel", die vor vier Jahren auf dem Papier mehr Italiener in Abissinieu umkommen ließen als jemals dort waren.

Mario Appellius, der Sonderberichterstatter desPopolo d'Jtalia", meidet aus Holland, daß selbst gegenüber Deutsch­land ablehnend eingestellte 'Neutrale nach der ermüdenden französisch-englischenMassage mit Sensationsnotizen" immer häufiger zu den deutschen Berichten greifen. Appellius bezeichnet in diesem Zusammenhang diewsstliche Jazzmusik um Narvik" als Manöver mit dem genau berechneten Zweck, die Aufmerksamkeit vom Skagerrak abzulenken, durch das, trotz der großsprecherischen Versicherungen Churchills und trotz der britischen Flotte, starke deutsche Truppeneinheiten mit ihren Gewehren, Kanonen, Panzerwagen und Feldküchen nach Norwegen gebracht worden sind. Aehnlich stehe es mit der Versicherung Rehnauds, daß Deutschland die Erzstraße verloren habe. Um dieses Resultat wirklich zu erreichen, müßten die Westmüchtc, nach Appellius, 1. Narvik erobern, 2. die Neutralität Schwedens verletzen, 3. 209 Kilometer schwedisches Bergland durchqueren, 4. die schwedischen Erz­minen erobern.Um alles dies zu verwirklichen, müßten sie Deutschland auch in bezug aus Schnelligkeit schlagen, was, wie die Erfahrung lehrt, nicht'leicht ist."

Italien und sein Lebenselement

K. »4U. Der PariserJour" hat dieser Tage in ohn­mächtiger Wut über die Erfolglosigkeit der plutokra- kischen Brandstiftungsversuche im Südosten dem faschi­stischen Imperium hochtrabend zugerufen, seine Zukunft stehe auf dem Spiel.Italien hat alles zu verlieren!", so ließen andere französische Blätter ihre seltsamen Betrachtungen zur Lage im Mittelmeer drohend aus- klingen. Wieder einmal führte in der demokratischen Hetzpresse der Wunsch als Vater des Gedankens das Wort. Im folgenden seien die wirklichen strate­gischen Gegebenheiten desmais nostio" ins rechte Licht gerückt.

Es ist richtig:Der Wegelagerer der Welt­meere", Britannien, hat dem Mittelmeer als der Durchgangsstraße seines Finanzimperiums nach 'Aegyp- ten, Vorderasien und Indien dieAufgabe" eines Gefängnisses der Mittelmeervöl­ker zugedacht, indem es sich nach und nach an den drei wichtigsten Kraftlinien dieses Meeres der Schlüssel seiner Räume bemächtigte: Im Westen wurde den Spaniern 1704 die natürliche Felsenfestung Gibraltar geraubt und planmäßig zu einer Meer- engensperre ausgebaut: zwischen östlichem und west­lichem Mittelmeerbecken erhielt Malta, 1800 bezeich­nenderweise durch Hungerblockade unter englische Herr­schaft gebracht, die schon wegen seiner zentralen Lage bedeutsame Stellung eines englischen Flottenstützpunk­tes; im Osten bilden die Wachtposten des Suezkanals Port Said und Alexandria, nach 1882 trotz der Ankündigung einer nur vorübergehenden Besetzung von den britischen Piraten nicht mehr herausgegeben, seit 1920 zusammen mit dem Hafen Haifa und der Insel Lypern das vielgerühmte- Operationsdreieck der englischen Nahost-Strategie. Wie man sieht, hat Albion mit der teils erlisteten, teils gewaltsam erreich­ten Einbeziehung jener wichtigen Gebiete in sein un­moralisches Machtsystem nicht nurseinen" Seeweg nach Indien über den Suezkanal gesichert, sondern sich auch Plattformen für eine offen gegen die natur­gegebene Mittelmeernation zielende Orient­politik zu verschaffen gewußt.

Italien hat angesichts jener britischen Positionen nicht, wie es die Plutokraten an der Themse so gern gesehen hätten, die Haltung eines sich in sein Schicksal fügen­den Gefangenen eingenommen, sondern sich im Gegen­teil entschlossen, das Mittelmeer kraft der geschichtlichen Sendung des faschistischen Imperiums als sein eige­nes Lebenselement zu behaupten. Ja, Italien konnte unter der weitschauenden Leitung seines Duce rechtzeitig allen Eventualitäten, die sich aus der eng­lisch-französischen Allianz auch in flottenpolitischer Hir^ ficht ergeben, durch den Ausbau seiner Schlachtschifz- und U-Boot-Flotte sowie nicht zuletzt durch die Schaf­fung einer schlagkräftigen Luftwaffe Rechnung tragen! Das junge Imperium ist zudem in der vorteilhaften Lage, im Ernstfall seine gesamte Flotte im Mittel­meer, dessen Realitäten sie weitestgehend angepaßt ist, zu konzentrieren, während Frankreich und England hier jeweils nur einen Teil ihrer Eeestreitkräfte einsetzen können. Italiens Ziel, Flottenparität mit Frankreich herzustellen, obschon dessen Kriegsmarine zur Hälfte im Atlantik gebunden bleibt, wurde im wesentlichen bereits erreicht.

Der Kampfwert der französischen sowohl wie der im Mittelmeer verbliebenen englischen Flotteneinheiten ist zudem durch den entscheidenden Wirkungsfaktor der überlegenen italienischen Luftwaffe (und der starken !l-Boot-Flotte Italiens) außerordentlich gemindert. Die Luftwaffe des Duce ist nicht zuletzt dadurch erheblich im Vorsprung, daß sie von festen Landstütz­punkten aus operieren kann:Ganz Italien ist ein großes unversenkbares Flugzeugmutterschiff", so belehrt die faschistische Presse die käbelrasselnden Pari­ser und Londoner Katastrophenpolititer mit nachdrück­lichem Ernst. Kampfflieger wären jedenfalls nach etwaiger militärischer Herausforderung Italiens jeder­zeit in der Lage, besonders Malta als Kernstück der britischen Machtstellung im Mittelmeer blitzartig schachmatt zu setzen, liegt doch die Stärke des faschisti­schen Imperiums gerade in der Beherrschung des Mit­telstücks seines Meeres, derBrücke nach Libyen". Die Nähe Französisch-Bisertas (Tunis) könnte die den Eng­ländern gleichzeitig von Sizilien, Tripolis und der Insel Pantelleria drohenden Gefahren keineswegs bannen, was allein schon ein Blick auf die Landkarte erkennen läßt. Die weit nach Osten vorgeschobene Insel­gruppe des Dodekanes, unter ihr vor allem Rhodos, sichert Italien die Beherrschung des Luftraumes in dem erwähnten britischen Jnteressen-Dreieck Cypern, Haifa, Alexandria-Suez hundertprozentig; daß die italieni-

Der Duce gab den Faschisten die Parole:Arbeiten und rüsten!"

Der gestrige Wehrmachtsbericht verzeichnet eine ganze Reihe bedeutsamer deutscher Erfolge im norwegischen Raum.

Aus der Kundgebung des Deutschen Buchhandels sprach Reichsleiter Rosenberg.

Stabschef Lutze sprach bei der SA.-Kundgebung im Ber­liner Lustgarten.

Mit einem Gesamteinsatz für die vormilitärische Er­ziehung beging die SA.-Ltandarte 75 mit ihren Wehr- mannschasten den Geburtstag des Obersten SA.-Führers. Im ersten Meisterschaftsspiel siegte VfL. Osnabrück 3:2 über Hannover 9K.

Durch das 3:4-SPiel des BSD. gegen Wilhelmshaven 95 müssen die Bremer absteigen.

Den Turnkamps in Wilhelmshaven gewann die Kriegs­marine über Bremens Städtemannschaft.