Ausgabe 
(13.4.1940) Nr. 101
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Parteiamtliche Tageszeitung

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der Nationalsozialisten Vremens

flmMches VerkünÜungsblaN ves IZeichsstattffalters in Oldenburg und Meinen

Nr. 101 / 10. Jahrgang

Sonnabend, 1Z. flpril 1040

Einzelpreis 15 Npf

stelzt britische vomber abgeschossen

pngriff auf deutsche Stützpualite «n der n orwe zlschen Küste blutig abgeschlaien

Iriumph der„Mellerschmitt" 1 " ^ ^

Me kngldnder rennen stch an der deutschen stbwelirsront die Köpfe ein

verlin, 15. stpril.

das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

* Nestern abend versuchten britische Kampfflugzeuge deutsche Stutzpunkte an der norwegischen Küste anzu­greifen. durch rechtzeitigen Einsatz deutscher Messer- fchmitt-slugzeuge wurde der Versuch blutig abgeschlagen. Insgesamt wurden acht britische Vombenslugzeuge modernster Vauart abgeschossen.

Ver gestrige 0KW.-Vericht

die erfolgreichen Operationen am 11. flpril

H e r l in, 18. April ^ Die Kriegsmarine setzte im

LaS Oberkommando der Das in Norwegen besetzte Gebiet planmäßig er- Lause des 11. April Ihre Ope-

Wehrmacht gibt bekannt: ^ ^ ^ ' _-

^ wettert. / Der erfolgreiche deutsche Flieger-

Jn Dänemark verlief der Tag ruhig. Ueberwachungs- sliige der Luftwaffe an der dänischen Westküste trafen aus keinen Feind. In Norwegen wurde das von den deutschen Truppen besetzte Gebiet von Karvik aus erweitert und Elvenes besetzt. Känpfe fanden hier picht statt.

In Gegend Drontheim wurde ein Angriff britischer Flug­zeuge erfolgreich abgewiesen. Am Nachmittag versuchten eng­lische leichte Seeftreitkräste vergeblich, in den Drontheim-Fjord Einzudringen. Ein zu gleicher-Zeit stattfindender Angriff eng- »cher Torpedoflugzeuge blieb ohne jegliche Wirkung. Bei Mrontheim wurden weitere norwegische Küstenbatterien über­nommen und abwehrbcreit gemacht. In den besetzten Räumen um Bergen, Stavanger, Kristiansand verlies der Tag ruhig. Feindliche Angrisfsversuche haben mit Ausnahme eines erfolg­losen britischen Luftangriffs aus Stavanger nicht stattgefun­den. Dort wurde ein Vickers-Wellington-Flugzeug durch Flak­artillerie abgeschossen. Die in'Oslo eingesetzten deutschen Kräfte erweiterten planmäßig den besetzten Raum nach allen Seiten.

Angriff auf feindliche Kriegsschiffe / Der ge­troffene schwere Kreuzer bewegungsunfähig.

rationrn fort. Wie bereits ge­meldet. wurden vor Narvik zwei englische Zerstörer ver­senkt. Einheiten der Lustwasse unterstützen die deutschen Truppen in Norwegen durch zahlreiche Erkundungs- und Sichcrungsslüge. In den neu­errichteten Lust- und Seestiitzpunkten sind seit dem 1V. April mittags zahlreiche Flakbatterien feuerbereit. Aufklärungs­flugzeuge sicherten das Scegebiet vor der norwegischen Küste und stießen bis weit über die nördliche Nordsee zur Er­kundung feindlicher Seestreitkräfte vor. Auf Grund der Auf­klärungsergebnisse grisf ein Kampsfliegerverband in den Abendstunden feindliche Kriegsschiffe 200 Kilometer nord­westlich Drontheim an. Ein Flugzeugträger wurde durch Voll­treffer einer schweren Bombe schwer beschädigt, ein schwerer Kreuzer durch zwei Bomben getroffen und bewegungsunfähig gemacht.

Im Westen keine besonderen Ereignisse. Die Luftaufklärung über Nord- und Mittelfrankreich wurde am 11. April bis Paris ausgedehnt. Zwei eigene Flugzeuge sind nicht zurück­gekehrt.

Völkische Iruppen 7V Kilometer nordöstlich tlslo

. Berlin. 13. April.

Im Zuge der Erweiterung des besetzten Gebietes um Oslo haben deutsche Truppen Drammen (4V Kilometer westwärts Oslos) und Eidvold (70 Kilometer nordostwärts Oslos) er­reicht.

Norwegische vesatzung von kloenes entwaffnet

Berlin, 13. April.

Bei der im Lause des 11. April erfolgten Besetzung von Elvenes durch in dem Raum von Narvik eingesetzte deutsche

Truppen wurden die dort befindlichen norwegischen Truppen entwaffnet.

erstaunte knglönder vor Vronttzeim

Berlin, 13. April.

Wie von neutralen Augenzeugen berichtet wurde, waren die Engländer, die am 11. April ihren erfolglosen Versuch, in den Hasen von Drontheim einzudringen, unternahmen, sehr erstaunt, schon bei der Hafeneinfahrt aus die Abwehr der inzwischen von deutschen Truppen in Dienst gestellten norwegischen Küstenbatterien zu stoßen. Es sei sehr aus­fallend gewesen, in welch kurzer Zeit sich die Engländer wieder seewärts entfernt hätten.

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jsv.' .. c-, » ...

Berlin. 13. April

Englische Flugzeuge haben einen kleineren Bahnhof in Schleswig-Holstein mit Bomben angegriffen. Die tatsächliche Wirkung dieses Angriffes war zwar gering; es sind nur ein Sportplatz beschädigt worden und durch die Detonation einer Bombe neben einem Eisenbahngleis die Fenster eines Warte­raumes zersprungen. Der Vorgang ist jedoch von anderen Ge­sichtspunkten besonders bedeutungsvoll. Es ist hier der erste

2ersülicerbeim8tkiatsaktfür6eneralöekkec

rrauerleier In Verün vor der rechnlfchen Kochschule — Oeneraloberst von Vrauchitsch kielt die Oedenkrede

attachvs hatten sich hier eingefunden, um Abschied von'dem

. , Berlin, 13. April.

In Gegenwart des Führers und Obersten Besehlshab^s derf Wehrmacht, zahlreicher Generale und Vertreter der Reuhs- Legierung sowie der Partei fand für den unermüdlichen For- scher und großen Wissenschaftler, dem General der Artiller.e Carl Becker, dem Chef' des Heereswasfenamtes und Pra,,den- ten des Reichssorschungsrates unmittelbar an seiner Wir­kungsstätte vor der Technischen Hochschule, an der er als Dekan der Wehrtechnischen Fakultät lehrte, ein s^erlicher Staatsakt statt. Der Oberbefehlshaber des Heeres, GenerM- oberst von Brauchitsch feierte in seiner Gedenkrede den hoch­verdienten Soldaten, der ein Lebenswerk von größtem Au^ maß und entscheidender Tragweite vollbracht hat und noch vor wenigen Tagen in Würdigung seiner wissenschaftlichen Verdienste aus militärischem Gebiet^vom Führer m,t der Goethemedaille ausgezeichnet worden miar.

Nach dem feierlichen Kondukt durch die Stadt wurde Ge­neral Becker auf dem Jnvalidenfriedhof inmitten der ver­dienstvollsten Männer aus preußischer und deutscher Mitttar- geschichte zur letzten Ruhe gebettet. Von den 3»unen der Technischen Hochschule wehten die Fahnen auf Halbmast^ Auch die militärischen Dienstgebäude hatten aus Anlaß des Staats­aktes Halbmast geflaggt. Auf der großen Freitreppe lo­derten aus mit Tannengrün und dem Eisernen Kreuz dra­pierten Pylonen Flammen empor. Aus der Charlottenburger Chaussee vor der Technischen Hochschule war eine Trauer- parade — ein Bataillon Infanterie, eine Abteilung Artillerie und eine Schwadron Kavallerie — aufmarschiert. Von der Freitreppe grüßten sechs Träditionsfahnen des alten Heeres und sechs Fahnen und Standarten der -ungen deutschen Wehrmacht, an deren Erstarkung General Becker so großen Anteil hatte, den Toten. Zahlreiche Generale und viele hundert Offiziere, Vertreter der Reichsreglerung, u. a. die Reichsminister Frick. Rüst und Gärtner. StaatsmiNister Dr. Meißner und Staatssekretär Körner sowie Vertreter der Par­tei. mit. Stabschef Lutze. Korpssührer Huhnlein und Gau­leiter-Stellvertreter Görlitzer an der Spltze. dre Lehrkörper der Berliner Hochschulen und zahlreiche Militär- und Lust.

pen präsentiert — -

Kondukt an der Technischen Hochschule ein, der in feierlichem militärischen Geleit die sterbliche-Hülle, vom Heereswasfenamt mit sich führt,, wo der General die Nacht über aufgebahrt war. Acht Unteroffiziere, tragen den. Sarg,von. der Lafette aus den Katafalk unmittelbar vor der Hochschule,^wo vier Obersten deS Heereswasfenamtes als Ehrenwache aufziehen. Zwei wei­tere Offiziere nehmen mit dem Ordenskissen Aufstellung. Zu­gleich sind auch die Angehörigen angekommen, die Witwe uyd zwei Söhne.

Um 11 Uhr trifft der Führer ein. Der Kommandant von Berlin, Generalleutnant Seisert, meldet die Trauerparade. Der Führer begrüßt den Oberbefehlshaber des He.eres, General­oberst von Brauchitsch, Reichsminister Rudolf Hetz und Gene­raloberst Milch mit Handschlag.

Tiefes Schweigen herrscht.über dem weiten Platz, als der Führer, gefolgt von Generaloberst von Brauchitsch, Reichs­minister Rudolf Heß und Generaloberst Milch vor den Sarg tritt und hier in stillem. Gedenken einige Minuten grüßend verharrt. Anschließend ' hielt der Oberbefehlshaber' des Heeres die Traueransprache, in der er u. <u fol­gendes aussührtH „Tiefbewegt stehen wir an der

Bahre eines hochverdienten Soldaten. Mitten im

Schassen, auf dem Kampfplatz der -Pflicht, .in., unerbitt­licher Hingabe an sein Werk, hat ihn der Tod ereilt. Er hat ebenso wie jeder andere, der bey feldgrauen Rock trägt, an der Front gestanden Er ist in ihr gesallen. Ein Lebenswcrk von größtem Ausmaß und entscheidender Tragweite hat Ge­neral Becker vollbracht. Soldat und Wissenschaftler fanden in seines Person Verschmelzung. Als Soldat stand er unter dem inneren Befehl der restlosen Hiygabe aller'Kräfte zum Dienst an .Volk und Vaterland in guten und bösen Tagen. Was den jungen Leutnant schon ergriff, was den Hauptmann deS Welt­krieges in seinen Bann zog, die stürmische Entwicklung und der gigantische Einsatz technischer Kampfmittel für die Weltbe-

Tlelebuunx; -k'ekllas

will England flnderung der Krlegsfülirung 1

Mißglücktet brililcker Luftangriff auf verkestrsanlage in Schleswig-Kolstein

Fall im jetzigen Krieg zu verzeichnen, daß von feindlichen Flie, gern eine deutsche Verkehrsanlage angegrissen wurde. Sollte sich durch Wiederholung eines derartigen Versuches heraus­stellen, daß es sich um ein planmäßiges Vorgehen gehandelt hat. so ist für Deutschland eine gänzlich neue Sachlage in der Führung des Luftkrieges gegen England gegeben. Es werden dann hieraus sofort die notwendigen Folgerungen gezogen.

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Zu Beginn des von den britisch-französischen Pluto- traten vom Zaun gebrochenen Krieges erklärte der Führer: „Wer mit Giftgas kämpft, wird mit Giftgas bekämpft werden." Weiterhin kündigte der. Führer im Falle einer'nichthumanen Kriegsführung seitens-unse­rer Gegner deutsche Gegenmaßnahmen an.. Sollte also mit dem englischen Bombenabwurf auf eine Verkehrs- anläge in Schleswig-Holstein die Absicht einer grund­sätzlichen Aenderung der Kriegsführung zum Ausdruck kommen, so werden sich die Verantwortlichen jenseits des Kanals auf Gegenmaßnahmen gefaßt zu machen Me^M^tzeMn^Wen^HöMN^Md'Schert -vergehen wiM^'Zuiiächst'häbön !did' '^'ngtänder den' Bomben­abwurf, wie das ihrer Lllgentaktik entspricht, demen­tiert; Deutschland wird den Abwurf aber durch ein­wandfreie Beobachtungen mehrerer Augenzeugen unter Beweis stellen. Wir -warnen England vor einem zweiten gefährlichen Experiment dieser Art! Es würde ihm allzu teuer zu stehen kommen!

hauptung des Volkes, — das führte der General zur Reite. Seinen sol datischen Willen übertrug e'c aus die Wissenschaft,

HsHswiHöiVHeKA'stWHw' (A, .StA

Dir schönste Lohn seiner Arbeit war dem Verstorbenen, daß er das Vertrauen seines Führers besaß. Er ernannte ihn zum Ersten Präsidenten des Reichssorschungsrates. Er verlieh ihm wenige Tage vor seinem Tode die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft. Der Name Carl Becker, des Soldaten und Wissenschaftlers, wird niemals vergehen werden. Er steht mit der großen Zeit unseres Wiederaufstieges verbunden in der Er­innerung unserer und der kommenden Generation."

Wieder senken sich die Fahnen, erneut präsentiert die Tranerparade, und die Trauergemeinde grüßt mit erhobener Rechten, als der Führer und Oberste Befehlshaber gleich darauf an den >Sarg tritt und hier den Kranz niederlegt, während die Weise vom guten Kameraden aufklingt und vom Tiergarten her die ersten lkdr 19 Salutschüsse herüberschallen.

Dann ehrt Generaloberst von Brauchitsch den Verblichenen durch einen Kranz, ihm frügen der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, Generaloberst Milch als Vertreter des General­feldmarschalls Göring, Staatssekretär Keppler sür den Reichs­außenminister, Admiral Witzel sür Großadmiral Raeder, Ge­neral der Infanterie Fromm sür. den Chef des Oberkomman­dos der Wehrmacht Keitel sowie der Vertreter des Reichs­ministers Dr. Todt. der Reichsdozentensnhrer, der Reichs­studentenführer. der Rektor der Technischen Hochschule und ver­schiedene andere führende Persönlichkeiten. Noch einmal tritt der Führer an den Sarg heran, verharrt dort einige Minuten des Gedenkens und grüßt zum letztenmal den Toten, der ihm iri unerschütterlichem Glauben so treu gedient hat. "Dann tritt der Führer zu den Angehörigen und spricht der Witwe

und den beiden Söhnen sein Beileid aus. Der Sarg wurde

öon acht Unteroffizieren auf die mit vier Pftrden bespannte

Lafette gehoben und dan.n setzte sich die Trauerparade über

die Ostwestachse, den Gxotzen Stern, die Znvalidenstraße nach dem Jvvalidenfriedhof in Bewegung, wo nach der Aussegnüng und dem Gebet hie feierliche Beisetzung stattfand.

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Bei einem verzweifelten englischen Luftangriff auf deutsche Stützpunkte an der norwegischen Küste wurden acht bri­tische Bomber abgeschossen.

Ein mitzglückter britischer Luftangriff auf eine Verkehrs- anlage in Schleswig-Holstein gab Anlaß zu einer sehr ernsten Warnung nach London.

Die „legendäre" Home Fleet wurde jetzt auch in Paris Gegenstand des Spottes.

Um einen neuen Flottenraub vorzubereiten, fordert Eng­land die dänische Handelsflotte zur Meuterei auf.

Der Führer Becker teil.

nahm an der Trauerfeier sür General

Gauleiter Bürckel wurde nach Erfüllung seines Auftrages in der Ostmark zum Reichsstatthalter von Wien ernannt.

An die bremische Bevölkerung ergeht ein von maßgeb­lichen Stellen unterstützter Ausruf zur Mitarbeit Im Deut­schen Roten Kreuz.