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parteiamtliche Lageszeinmg
Vas Amtsblatt des Negierenden Mrgermeisters der Freien ftanlestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtiiches verkündungsbiatt des Neichsstaltiialters in Oldenburg und Vremea
Nr. 9Z /19. Zakrgang
Freitag, 5. flpril 1940
Einzelpreis 15 Npf.
Noch ein wuch
erfolgreiche Angriffe deutscher Kampfflugzeuge auf britische Kriegsschiffe und Seteitzüge
Z2000 rönnen Schiffsraum getroffen
Ver vericht des stKV.
Berlin, 5. April.
„Im Westen keine besonderen Ereignisse. — In der nördlichen Nordsee und vor der britischen Ostküste wurden am Nachmittag des 3. April durch deutsche Kampfflugzeuge britische Kriegsschiffe, Geleitzüge und bewaffnete Handelsschiffe angegriffen. Trotz wiederholter Luftkämpfe mit britischen Jägern und heftiger Flakabwehr von den Kriegs- und Handelsschiffen gelang es den deutschen Angreifern, einen nachhaltigen Erfolg zu erreichen. Schwer getroffen wurden ein Zerstörer, ein Vorpostenboot und zwei Handelsschiffe (mit einer Gesamttonnage von 1V VVV Tonnen); drei Vorpostenboote und ein Handelsschiff mit 5000 Tonnen wurden durch die Brandwirkung der Bomben zerstört. Durch Bombentreffer wurden ferner beschädigt ein Vorpostenboot und drei Handelsschiffe (mit einer Gesamt- tonnage von 17 000 Tonnen. Zwei deutsche Flugzeuge mutzten notlanden. Die Besatzungen sind gerettet. Ein Flugzeug wird vermitzt. Ein englisches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf abgeschossen.-
Englische Kriegsschiffe ln der sl-rka
Berlin. 8. April.
„Stampa" meldet eine Ausdehnung der englischen Blockade auf das Adriatische Meer. Dort seien englische Kriegsschiffe aufgetaucht und hätten drei jugoslawische Frachtdampser angehalten, die mit Bauxit, dem Rohstofs des Aluminium, nach italienischen Häfen unterwegs waren.
Das Blatt bemerkt, diese Art der Blockadeverschärfung komme höchst überraschend. Wenn auch bereits die zwischen Italien und den Bereinigten Staaten verkehrenden Schisse im Mittelmeer angehalten worden seien, so bilde doch die Tatsache, daß die britische flotte Blockadeoperationen in der Adria vornehme, eine Neuigkeit, deren bedeutungsvoll« Tragweite niemandem entgehe.
KMK'
2eleba»nx: 8. NSäera
vritische Iräume: Korridor nach Hamburg
Seurfchland in Kantone zerlegt — „vundesbauptstadt" Frankfurt a. M — „Ziel Ses Judentums"
Amsterdam, 5. April.
Einen beachtlichen Beitrag zu der Karte des Herrn Reynaud liefert die führende konservative Wochenschrift Englands, der „Spectator".
„Spectator" verösfentlicht in feiner letzten Nummer einen ausführlichen Artikel, in dem als „Ziel deß Judentums" die Zerstückelung Deutschlands erklärt wird. Im einzelnen wird im „Spectator" aufgeführt, datz „Preußen ein eigener Staat werden müsse, dessen Ost- und Westgebiete an Polen bzw. Frankreich fallen mutzten. Preutzen dürse nicht mehr als das Gebiet der Mark Brandenburg, Teile von Mecklenburg, Niederschlesien und die Gegend von Magdeburg umsassen. Dazu könnte man vielleicht einem so reduzierten Preutzen einen Korridor nach Hamburg erössnen. Hamburg selbst müsse ein selbständiger Staat werden, wie es Danzig gewesen sei. Das übrige Deutschland einschließlich der Ostmark solle in eine Anzahl von verhältnismäßig selbständigen Kantonen zerlegt werden, die ihre Bundeshauptstadt nach Schweizer Muster in Frankfurt a. M. haben könnte".
Diese Ausführungen des internationalen Judentums in der konservativen englischen Zeitschrist „Spectator" decken sich in ihrer Grenzziehung geradezu verblassend mit» der Karte, die Herr Reynaud Sumner Welkes zeigte. Sie sind ein mittelbarer Beweis mehr für die Echtheit dieser nun schon berühmt gewordenen Landkarte Europas.
Kümmerlicher kntlastungsoersuch Nevnauds
Amsterdam, 5. April.
auf dem Reynaud und sein damaliger Gast Welkes zusammen photographiert find, entdeckt worden sei und aus der man Deutschland und Italien sowie einige andere Länder zerlegt und zerstückelt sähe. Vielmehr habe es sich um eine Karte aus dem Jahre 1938 gehandelt. Die Grenzen, die man aus dem Photo sehe, seien von dem Photographen hineinretuschiert worden. Also das gleiche blöde Märchen, das die französische Regierung nach langem Grübeln zusammengedichtet hat.
Es fällt aus, mit welch verdächtiger Eile der Vertreter des „Telegraas" dem Häuptling der französischen Plutokraten sekundierte. Es fällt weiter auf, was dieser Sekundant nicht' sagte, nämlich, wann er die alte Karte von 1938 im Zimmer des französischen Ministerpräsidenten gesehen hat. Sicherlich hat die alte Karte einmal dort gehangen — sie war ja auch einstmals amtlich —, aber daß sie ausgerechnet zur selben Stunde an diesem Platz gehangen haben soll,' als der amerikanische Unterstaatssekretär die französischen Kricgszicle erfuhr, das kann dieser verdächtige Kronzeuge natürlich nicht beweisen, weil er ja nicht dabei war. Das Alibi, das Herr Reynaud sich zu verschaffen für nötig hielt, hat ihn also nur
noch mehr hineingerissen. Dieser kümmerliche Entlastungsversuch, wirkt fast genau so lächerlich, wie, die Geschichte von dem bösen Photographen, der die anstößigen Staatsgrenzen ganz von sich aus die Ausnahme retuschiert haben soll, bloß locgen eines plastischen Hintergrundes. Der Ahnungsvolle! Als wenn er gewußt hätte, daß der Hintergrund mal in den Vordergrund käme. . _
rabouls lügt wieder
kö., Belgrad, 5. April.
Die von der Lügentante Tabvuis im Pariser „Oeuvre" verbreitete „Information", datz dieser Tage in Belgrad 250 „Nazispione" von der Polizei verhaftet worden seien, wird in Belgrad als übler Versuch zur Vergiftung der politischen Atmosphäre bezeichnet. An zuständiger Stelle erklärt man, daß die Meldung der TabouiS jeder Grundlage entbehre und zweifellos nur in die Welt gesetzt worden sei, um das-gute deutsch-jugoslawische Verhältnis zu trüben, l
Churchill und sein „genialer Leichtsinn-
Berlin, 5. April.
Noch weiß niemand, welche Aktionen bei den letzten Besprechungen im Foreign Office beschlossen wurden, aber'schon die Anwesenheit der englischen diplomatischen Vertreter aus dem europäischen Südosten deutet auf entscheidende Beschlüsse hin. Nimmt man die Tatsache hinzu, datz auch der englische Botschafter in Rom „urlaubsweise" in London weilt, so verstärkt sich der Eindruck, datz neue Versuche britischer Aktionen im Anlaufen sind. Als eine Bestätigung dieser Vermutung mag endlich die England-Reise des englischen Botschafters in Ankara gelten, der auch politische Kreise der Türkei grotze Bedeutung zumessen. Etwa zur gleichen Zeit, als die britischen Diplomaten ihre Koffer packten, hatten auch ihre französischen Kollegen Weisung erhalten, zu Besprechungen in den Quai d'Orsay zu kommen, wo der Chef des Orientkorps, General Wey- gand, bereits auf sie wartete.
Das alles war im Gange, als in London mit der Ueberantwortung der Wehrmacht an Churchill die Sturmbälle an den politischen Signalstationen hochgingen. Die „energischere Kriegführung" hatte Paul Reynaud von den Regisseuren der öffentlichen Meinung in Frankreich als Aufgabe erhalten. Der Beifall der Abenteurer in der französischen Hauptstadt hatte fast noch lauter gerauscht, als die Herausstellung Churchills die Erinnerungen an dessen „bewährte Skrupel- losigkeit" wachgerufen hatte.
Churchill ist ein Programm. Sein Name verbunden mit dem Hang zu Abenteuern, die seine Verehrer als „genialen Leichtsinn" anzugeben belieben, hat nicht erst in den Monaten des englischen Krieges, der 1939 begann, seinen berüchtigten Klang erhalten: Churchill ist der Deutschenhatz schlechthin. Dass aus seinem Vernichtungswillen ein Ealipoli in der gleichen Weise entsprang wie der leichtsinnige Plan der Intervention in Finnland und der Aktion gegen den norwegischen Erzhafen Narvick, ist ebenso unvergessen wie der Coup gegen die „Athenia" der Befehl an den „Cossak-Kom- mandanten und der Nechtsbruch im Falle der „Edmund Huga Stinnes". Die Welt weitz. datz Churchill in dem Völkerrecht „Fetzen formeller Uebereinkünfte" sieht, wie Chamberlain, der immer noch als sein Chef fungiert, in dem Gewaltakt gegen die „Altmark" eine „nur technische" Verletzung der neutralen Hoheitsrechte erblickte.
„Wenn der Erklärung des Premierministers nicht sofort scharfe Maßnahmen folgen, so könnte innerhalb des Unterhauses eine starke Bewegung einsetzen, um die Regierung zum Handeln zu zwingen", so konnte man es nach der Chamberlainrede in den Gängen des Parlaments vernehmen. Wie oft und wie leichtsinnig hatte man von baldigen Erfolgen gesprochen! Wie hoffnungsvoll klangen die Reden der Minister, was hat man sich nicht alles an Wirkungen der Blockade versprochen. Und immer wieder Netz der Erfolg auf sich warten. Dann kam der schwere Schlag des finnischen Friedens, es kam langsam die Erkenntnis: so geht es nicht mehr weiter. Diese Auffassung kennzeichnet die Situation im Lager unserer Gegner seit den letzten Wochen. Ihr war das Kabinett Daladier geopfert worden, ihr verdankt Churchill seinen Machtzuwachs.
Und wieder grübelte man, vor der Karte stehend, über die realen Möglichkeiten nach. Verschärfung der Blockade» ,a, das mutzte das erste sein. Rationen für die Neutralen, ste dürfen nichts nach Deutschland weiterliefern. am besten stellen sie ihren Handel mit Deutschland gänzlich
Endlich Schluß mit den kegemoniegelüsten!
vas vild -es zukünftigen kuropas wird nicht von einem größenwaknsinnigen Negnaud bestimmt
Herr Reynaud scheint gerettet. Der Pariser Korrespondent des Amsterdamer „Telegraas" hat nämlich nach Hause berichtet, er habe die Landkarte im Arbeitszimmer des französischen Ministerpräsidenten gesehen, und diese Kart« sei nicht diejenige gewesen, die von der italienischen Presse aus dem Bild,
Negnauds wunschlraum-kuropo
Bremen, 8. April.
Mit der Veröffentlichung ihres in der französischen Zeitschrist „Illustration" kartographisch niedergelegten Wunschtraumes von der Zerstückelung Mitteleuropas ist den Kriegshetzern an der Seine eine mehr als blamable Panne unterlaufen. Hier wurde vor aller Oessentlichkeit das. Ziel der englisch-französischen Plutokratenhäuptlinge aufgedeckt. Mag man jetzt auch in Paris mit tausend verschiedenen Spitzfindigkeiten gespickte Dementis verbreiten; nur die Furcht vor der eigenen Grotzmäuligkeit und die Angst vor der berechtigten Reaktion der in dem französischen Pamphlet mit Gebietsderänderungen „beglückten" Völker diktiert dies feige Gehabe.
In Deutschland, Italien, Rußland und Ungarn, über deren Territorien Reynaud gewissermaßen vom Schreibtisch aus verfügt, genügt der in der „Jllustration"-Skizze von ohnmächtigem Haß diktierte Erguß vollends, um endgültig die „Segnungen" westdemokratischer „Führernaturen" zu erkennen. Schon einmal hatten ähnliche dekatende Typen wie Reynaud in Versailles Gelegenheit, an den Staatskvrpern Europas in der verantwortungslosesten Weise hevumzu- schustern. Wenn die jungen Völker dank einer ungeheuren Arbeitsleistung und dank der einmaligen Genialität ihnr Führer wieder dem naturgegebenen Lebensraum angepaßte, lebensfähige Staaten schassten, in denen Elend und Hunger einer überstandenen Epoche angehören, so kranken noch heute jene „Schöpfer" des Versailler Unheils im eigenen Land an den Folgen jenes Widersinns.. Jene Männer, die noch heute in ihren Imperien, denen alle Rohstoffe der Erde zugängig sind, die Erwerbslosigkeit nicht beseitigen können, maßen sich jetzt zum zweitenmal eine „Neuordnung" Europas an, wahrscheinlich mit dem Ziel, endgültig zum Totengräber der Einwohner der durch sie gebildeten Staatsungebilde zu werden.
Welche Kriegsziele der Plutokratien enthüllt nun Reynauds berüchtigte Landkarte?.
1. Frankreich erhält das gesamte linke Rheinuse«.
2. Dänemarks Grenze wird nach Süden bis in die Gegend von Kiel und Hamburg verlegt.
3. Polen erhält Ostpreußen, Teile Pommerns und das Gebiet rechts der Oder. Ferner wird es auf Kosten Sowjet-Rußlands durch grotze Gebiete Weißrußlands und der Ukraine vergrößert.
4. Die Tschecho-Slowakei wird neu errichtet unter Einbeziehung von Teilen Bayerns, Sachsens und Schlesiens. Ferner wurden ihr die nördlichen Gebiete Ungarns einschließlich der Karpato-Ukraine einverleibt.
8. Errichtung eines österreichischen Staates unter Einschluß von Teile Bayerns. Oesterreich erhält außerdem einen Zugang zur Adria durch Friaul.
K. Vergrößerung der Schweiz aus Kosten Oesterreichs, das Vorarlberg abzutreten hat.
7. Die Reste des nichtvcrteilten Deutschlands werden durch die Main-Linie getrennt. Es wird ein kleiner süddeutscher Staat geschossen, dem ein im Umfang ebenso kleines Preußen gegenübersteht.
8. Italien hat Friaul an Oesterreich und Jstricn an Jugoslawien abzutreten.
9. Ungarn verliert zugunsten der Tschecho-Slowakei wesentliche Teile seines Staatsgebietes im Norden, ferner weitere Gebiete an Rumänien.
1i). Holland und Belgien werden zu einem neuen ein- hetlichen Staatsteil vereinigt.
11. Die Grenzen der Türkei werden durch Einverleibung von Teilen Armeniens und Georgiens nach Osten vorgeschoben.
Grenzt der Gedanke dieser sinnlosen Zerstückelung Europas schon an einen heillosen Größenwahnsinn, so kann dennoch nicht übersehen werden, daß der in der „Illustration" veröffentlichte Plan mit der ausdrücklichen Genehmigung der Ministerpräsidenten Englands und Frankreichs entstand, wie unvorsichtigerweise der Juden- und Plutokratengünstling Otto von Habsburg aus seiner Amerikareise in zahlreichen Vortragen bei der Bekanntgabe gleicher Zerstückelungspläne bekanntgab. Wir wollen darüber hinaus beachten, wie die neuerliche „Teilung" Europas genauestens zu den im „Frieden" von
Munster und Osnabrück gezeigten Praktiken paßt. Heute jedoch bestehen im Verhältnis zu jenen für Frankreich so verteilhaf- Ze'ten der deutschen Zwietracht äußerst gewandelte Ver- haltnisse. Das heutige unter dem Führer geeinte großdeutsche Reich und das unter dem Duce machtvoll aufgeblühte Italien verbitten sich die ungebetene Einmischung machtlüsterner poli- scher Eintagsfliegen.
Die künftige Gestaltung des mitteleuropäischen Raumes wird e,nen wesentlich anderen Weg schreiten, wie sie im Wunschtraum eines Reynaud aufgezeichnet ist, dafür sorgen der Führer und das deutsche Volksheer. Die deutsche Antwort wird eindeutig sein! Englands und Frankreichs zum Kriege Hetzenden und immer wieder Zwietracht säenden Wahnsinnsaposteln wird endgültig und für alle Zeiten zum Segen Europas das schmutzige Handwerk gelegt. Mit ihrer Hinwegscgung erst kön- ncn Ruhe und Ordnung eintreten, für die Deutschland kompromißlos den Krieg bis zum siegreichen Ende weiterführen llurd. (Siehe auch Seite 2.) mv.
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Die deutsche Luftwaffe vollführte einen neuen schweren Schlag gegen britische Kriegsschisse und Geleitzüge.
In der Affäre der Karte des zerstückelten Europas läßt Reynaud kümmerliche Entlastungsversuche vom Stapel. Die plutokratischen Kriegszielstrategen überschlagen sich mit der Propagierung eines „Korridors nach Hamburg". Die Hochwasserkatastrophe in Jugoslawien richtet von Tag zu Tag größeren Schaden an.
Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach in Münster.
Die Großaktion der NSDAP. Kreis Bremen fand stärksten Widerhall in der Bremer Bevölkerung.
Der Reichswirtschaftsminister erließ eine neue Verbrauchsregelung siir Schuhe und Sohlen.
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