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patteimnlliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Vurgermeisters der Zreien fjansestadl vremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmNiches verkündungsbiatt des Neiltzsstatttzatters in Vldendurg und vremen
Nr. 89/10. Zatzrgang
Montag, l.flpril 1940
Linzelpreis 15 Npf.
volschafter yullitts Nolle in Paris
Jede Verständigungspolitik in kuropa sollte aufstören
Versicherung der Bereitschaft von USfl. aus feiten Englands und Frankreichs aktiv einzugreifen
Aus der vom Auswärtigen Amt der Oefsentlichkeit in einem neuen Weißbuch über- gebenen Reihe amtlicher polnischer Originaldokumente, die einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung der Vorgeschichte des Krieges liefern, geben wir im folgenden da« Dokument 7.
Dokument?
Lsnckt ciss polmscbsn Lotscbcl/tsrs m Masiii'nxfton, Lstalsv l^otocki, crn clsn polniscbsn ^uZsnmiaistsr in V/crisekau vom 16. Januar 1939
Botschaft
der Republik Polen in Washington 3/82 — Hu-— 4 Vetr.: Unterredung mit An den
Herrn
16. Januar 1939. Geheim!
dem Botschafter Bullitt
Antzenmin ist er
in Warschau.
Vorgestern hatte ich eine längere Unterhaltung mit dem Botschafter Bullitt in der Botschaft, wo er mich besuchte. B. reist am 21. ds. Mts. nach Paris, nachdem er fast drei Monate abwesend war. Er fährt mit einem ganzen „Koffer" voll Instruktionen, Unterredungen und Direktiven vom 'Präsidenten Roosevelt, vom Staatsdepartement Und von den Senatorwn, die zu der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten gehören. , , .
Aus der Unterhaltung mit Bullitt hatte ich den Ein- - druck, daß er vom Präsidenten Roosevelt eine ganz ge- ^ naue Definition des Standpunktes erhalten hat, den die Vereinigten Staaten bei der heutigen europäischen Krise einnehmen. Er soll dieses Material am Quai d'Orsay vortragen und soll auch in seinen Unterredungen mit europäischen Staatsmännern davon Gebrauch machen. Der Inhalt dieser Direktiven, die mir Bullitt im Lause seiner halbstündigen Unterhaltung anführte, ist wie solgt:
1. Eine Belebung der Außenpolitik unter Führung des Präsidenten Roosevelt, der schars und unzweideutig die totalitären Staaten verurteilt.
2. Die Kriegsvorbereitnngen der Vereinigten Staaten zur See, zu Lande und in der Luft, die in beschleunigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von Dollar 1250 »»»»»» verschlingen.
3. D»e entschiedene Ansichtdes Präsidenten, daß Frankreich und England jeder Kompromißpolitik mit den Total staaten ein Ende machen müssen. Sie sollen aus keine Diskussionen mit ihnen eingehen, die irgendwelche Gebietsveränderungen bezwecken.
4. Eine moralische Versicherung, daß die Vereinigten Staaten die Jsolierungspolitik verlassen und bereit sind, im Falle eines Krieges aktiv aus feiten Englands und Frankreichs einzugreifen. Amerika ist bereit, sein ganzes Material an Finanzen und Rohstoffen zu ihrer' Verfügung zu stellen.
Aus meine Frage, welches Horoskop für 1939 Bullitt vor- hersieht, antwortet er, daß er im Frühjahr die Gesahr eines Konslikts zwischen Frankreich und Italien wegen der Kolonien besürchtet Er meint, baß der Sieg der Lohnlisten m Spanien Frankreich in eine sehr schwere Lage bringen wird, denn es ist aus diese Weise von allen Leiten
von
Stoßtrupp-Zusammenstöße im Vorfeld
Berlin. 1. April.
Das OKW. der Wehrmacht gibt bekannt: „An der Westfront zwischen Mosel und Rhein kam es am 29. und 3l>. 3. -1» mehrfach zu Zusammenstößen eigener und feindlicher Spähtrupps im Vorfeld. Nördlich Saargcmünd gelang es einem Stoßtrupp, mehrere Gefangene einzubringen. Sonst keine besonderen Ereignisse."
faschistischen Staaten umringt. Mussolini wird dann ganz bestimmt auftreten und Frankreich mit Krieg bedrohen.
Aus meine Frage, ob denn Deutschland Mussolini bei diesem Unternehmen helfen wird, antwortete Bullitt, er sei der Ansicht, daß es recht zweifelhaft wäre, ob Hitler sich dazu verleibn ließe, außer moralischer Untersuchung auch tatsächlich an einem solchen Unternehmen teilzunehmen, denn dann ist es klar, daß ein Weltkrieg unvermeidlich sei.
Bullitt behauptete mit voller Bestimmtheit, Frankreich dürse überhaupt aus keinerlei Abkommen mit Mussolini eingehen. Seit einigen Monaten hätte sich die Lage in Frankreich so weit gebessert, daß es sogar selbst das italienische Heer und die italienische Flotte besiegen könnte, wenn Italien es «»provoziert angreifen sollte. Das Vorgehen Mussolinis bezeichnete er als ganz gewöhnliches „Gangstertum" und Erpressung.
An weiteren Gespräch kam'BilllM auch auf Osteuropa und Deutschland zu sprechen. Er erklärte dabei, daß die polnisch Außenpolitik unklar der vorzüglichen Leitung des Herrn Ministers eine Prüfung ihrer Zweckmäßigkeit bestanden hätte; aus der vorjährigen Herbstkrise wäre Polen nicht nur mit der Waffe in der Hand, sondern als Sieger hervorgegangen.
Er fragte mich gleich nach den Beziehungen zwischen Polen
und Sowjetrnßland und nach dem Sinn einer Erneuerung des Nichtangriffspaktes zwischen Polen und Rußland. Ich antwortete, das; alles, waS die Presse in der russischen Frage geschrieben hätte, freie Phantasie wäre. Die Erneuerung des Nichtangriffspaktes mit den Sowjets war eine Notwendigkeit des Augenblicks, denn nach der tschechischen Krise haben sich die Beziehungen zwischen Polen und den Sowjets sehr verschlechtert. Es war nur der Punkt aus dem i, nicht mehr und nicht weniger. Es ging nur darum, die Beziehungen, die durch die Ereignisse aus dem Gleichgewicht gekommen wären, wieder in die Reihe zu bringen. Ueber unser Handelsabkommen mit den Sowjets, nach dem er fragte, sagte ich, daß e- die Folge unserer Besitzergreifung des Llsagebietcs und der großen Industrien gewesen sei. Polen war gezwungen, neue Absatzmärkte zu suchen, die es zmw Teil in Sowjetrußland gefunden hat.
Sowjetzrnßland gegenüber war Bullitt ausgesprochen unfreundlich und wegwerfend gestimmt.
Er meinte ferner, daß Deutschland jetzt Wohl kaum einen Angriff aus Osteuropa unternehmen würde, denn einerseits ist Polen zn stark, — andererseits ist die Sache mit Ungarn, Rumänien und Jugoslawien noch nicht so weit geklärt. Es müssen noch gewisse Vorbereitungen durchgeführt und die Stellungen gefestigt werden. Uebrjgens wäre er überzeugt, daß Deutschland seinen Plan mit der Ukraine durchführen werde, aber erst im Jahre 191».
Ich habe mit Bullitt über diese Aktion nicht diskutiert. Ich fragte nur, ob die Westmächte in einem solchen Falle aktiv auftreten würden, und ob sie das Reich zum angeblichen Schutz Sowjetrutzlands angreifen würden. Bullitt antwortete, daß die ocmokratischen Staaten ein sür allemal alle i mäginären bewaffneten Interventionen zum Schutze irgendeines Staates der zum Opfer eines deutschen Angriffs werden sollte, ausgegeben hätten.
Jerzh Potocki,
Botschafter der Polnischen Republik.
(Weitere Dokumente folgen)
Der Andruck des Weißbuches in USfl.
weilerstin großes stufsesten über die kriegssteste der votststaster koosevelts
Washington, 1. April.
Die leidenschaftliche Erörterung des neuen deutschen Weißbuches hält überall in den Vereinigten Staaten von Nordamerika in unverminderter Schärfe an. So füllen die polnischen Dokumente nicht weniger als 6 Spalten der beiden ersten Seiten der „Daily News", die die Meldungen der Agentur „United Preß" aus Berlin abdrucken.
Im Leitartikel erklärt das Blatt, sollte Botschafter Bullitt wirklich eine aktive Teilnahme der USA. am Kriege in Aussicht gestellt haben, so habe er die P o l e n in skandalöser Weise irregeführt, und wenn Eham- berlain und Daladier sich ans derartige Informationen verlassen hätten, als sie zu ihren schicksalsschweren Entscheidungen des 3. September gelangt seien, dann habe man ihre Klugheit gewaltig überschätzt. Und wenn Kennedy Cham- berlain und Halifax aufgefordert haben sollte, Polen sofort finanziell zu unterstützen, habe er sich in ein gefährliches Unternehmen eingelassen, das ihn nichts angehe.
Daß Roosevelt jedenfalls andererseits entschlossen sei, den Westmächten mit allen Mitteln außer vielleicht einer aktiven Teilnahme am Krieg zu helfen, stellt im gleichen Blatt der bekannte Journalist Clapper sest, der als Beispiele hierfür die Aenderung des Neutralitätsgesetzes zugunsten der Westmächte sowie die Tatsache ansührt, daß die USA.-Regierung England und Frankreich die amerikanische Flugzeugindustrie so gut wie vollständig zur BMsügung gestellt habe. Gerade diese letzte Tatsache könne man als einen Sieg sür England und Frankreich bezeichnen, da die Fähigkeit, viele Flugzeuge herstellen zu können, ein wesentlicher Faktor- für die mili
tärische Kraft sei. Mit Bedauern stellt Clapper fest, daß der Kongreß sich osfenbar dieser Politik Roosepelts füge. Was aber werde geschehen, wenn die Westmächte eines Tages die Kriegsmateriallieferungen nicht mehr bezahlen könnten? „Sollen wir", so fragt der amerikanische Journalist, „wenn die Westmäclste kein Bargeld mehr haben, die Lieserung von Flugzeugen einstellen oder will Lie amerikanische Regierung dann doch wieder zu Anleihen übergehen?" Roosevelt treibe eine» Politik zugunsten der Westmächte, obwohl der Wille des Volkes immer stärker werde, sich ans dem Kriege herauszuhalten, und obwohl man sich in USA. immer mehr über den englisch-sxanzvsischen Boykvtt amerikanischer Agrarpro- dnkte ärgere, sowie über die englischen Blockadeschikanen und endlich über die britischen Währung-experimente Zum Schaden des amerikanischen Außenhandels. Botschafter Cromwell habe in Kanada die Politik Roosevelts schon ganz richtig skizziert, als er klargemacht habe, daß die NSÄ.-Regierung den Sieg der Westmächte wünsche.
Die Zeitung zitiert dann den demokratischen Senator Holt, der erklärte, er glaube gern, daß Botschafter Bullitt das gesagt habe, was die polnischen Dokumente enthüllt hätten. In einer Rede in Bordeaux habe Bullitt fast das gleiche gesagt.
„Newhork World Telegramm" nimmt in ähnlicher Weise Stellung. Wenn Bullitt, so schreibt die Zeitung, vor vierzehn Monaten dem polnischen Botschafter tatsächlich den Eindruck vermittelt habe. daß Amerika im Kriegsfalle auf feiten Englands und Frankreichs teilnehmen werde, dann habe er einen skandalösen Unsinn geschwatzt. Hätten Chamberlain und Daladier sich wirklich auf derartige Informationen verlassen, dann habe man sich in ihrer Intelligenz gröblichst geirrt.
stlleweU beschäftigt sich mit den Vokumenten
»Sensation ersten Nanges" - «vas Wort liegt jetzt bei wastzington" - »Noosevelt als einer der kriegsurtzeber angeklagt"
. Berlin, 1. April.
^ Das gewaltige Interesse, das die Weltöffentlichkeit ! den deutschen Enthüllungen über die Vorgeschichte des ^ Krieges schon am ersten Tage ihres Bekanntwerdens ^ j entgegengebracht hat, hält nicht nur an, sondern stei- ! ! gert sich darüber hinaus, wie Pressestimmen aus den - verschiedensten Ländern zeigen:
' Rom
" Das Interesse der italienischen Oefsentlichkeit sür das deut
sche Weißbuch nimmt in dem Maße zu, in dem Einzelheiten darüber bekannt werden. In den Morgenzeitungen am Sonn- l tag kommen die ersten authentischen Stellungnahmen der ' Presse zum Vorschein.
Der „Popolo di Roma" schreibt: „Selten hat das historische und politische Interesse sür die deutschen Verössent- I; lichungen einen solchen Grad erreicht wie bei diesem neuen Weißbuch." Im Mittelpunkt des Interesses, so urteilen die römischen Blätter am Sonntag, stehe die Entlarvung der Anteilnahme der amerikanischen Diplomaten an dem.Ausbruch des Krieges. Hierdurch ,ei > das Weißbuch dazu bestimmt, schreibt der „Mesfaggero in » st- der ganzen Welt einen lebhasten Eindruck zu erwecken. Da- ^ Blätt fährt dann fort: „Ein Mann. wie Bullitt, der nach i !» Europa mit dem vollen Vertrauen des Präsidenten Roosevelt tk geschickt wurde, um hier eine delikate Mission zu übernch- 8 U men. beschränkt sich nicht daraus, zu beobachten und zu be- § U richten, sondern wird Berater unkst Ansporner zum Krieg M und vereinigt sich mit denen, die von der deutschen „Gesahr ^ «.sprechen. Diese Tatsache dürfte nicht verfehlen, in Amerika
einen. Widerhall zu haben, besonders in diesem Augenblick der Vorbereitungen zur neuen Wahl."
Das Weiße Haus wird genötigt sein, gegenüber den Enthüllungen des deutschen Weißbuches seine wirklichen Gedanken in der einen oder anderen Weise bekanntzugeben, zumal die betroffenen amerikanischen Botschafter Bullitt und Kennedy etwas zu sehr die Politik des Präsidenten Roosevelt entblößen."
Der „Popolo d'Jtafia" in Mailand schreibt, das deutsche Weißbuch und die Rede Molvtows Hütten die Lage geklärt und sie in gewissem Sinne noch dramatischer gemacht, wenn man die Schwäche der Position ins Auge fasse, in welche die West- mächte geraten seien. Man besitze mit dem Weißbuch eine kostbare Dokumenticrung, nm aufzuzeigen, mit welchen Jntrigen man zum Kriege gekommen sei. Die „Gazetta del Popolo" erklärt, das deutsche Weißbuch Nr. 3 sei ein Geschoß von ungeheurer Wucht. Das Weißbuch sei ein Schlag aufs Ganze gegen den Präsidenten Roosevelt; das Wort liege nun bei Washington. Die in die Hano der Eroberer von Warschau gefallenen Archive enthielten wahre dokumentarische Schütze.
Moskau
Die von deutscher Seite eingeleitete Veröffentlichung hat in Moskauer politischen Kreisen stärkste Aufmerksamkeit hervorgerufen. Die amtlichen Stellen haben von den ersten Auszügen aus der Publikation Kenntyis genommen, deren geradezu sensationeller Inhalt in Moskau auf um so größeres Interesse stößt, als die damit erneut enthüllte Kricgsvorbercitung der Westmächte und Polens auch die sowjetische Außenpolitik direkt berühren. Viel Beachtung haben ferner diejenigen Dokumente gesunden, welche die von Amerika im Lause der letzten Monate vor Kriegsausbruch verfolgte Politik in einem ganz neuen und wie man hier feststellst wenig „friedliebenden" Lichte erscheinen lassen.
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Brüssel
Das Weißbuch findet in Belgien starke Beachtung. Mehrere Zeitungen haben bereits Zusammenfassungen des Inhalts veröffentlicht. die die Bedeutung der aufgefundenen polnischen Originaldokumente sür die Aufhellung der Kricgsursache hervorheben. Meldungen aus Washington, wonach die Veröffentlichung in zuständigen Kreisen Nervosität hervorgerufen hätte, werden gleichfalls hervorgehoben. *
Amsterdam
Die Veröffentlichung des deutsckien Weißbuches hat sich z» einer Sensation ersten Ranges ausgewachsen. .Telegraaf" druckt einen zivei Spalten langen Auszug ab, und zwar unter den Schlagzeilen: „Die Dokumente aus dem Keller von
Warschau", „Bullitts Erklärungen der Hauptinhalt der Enthüllungen", „Erwartung von Sachverständigen über den Krieg". Das „Baderland" gibt die Verössentlichung unter dem zweispaltigen Titel wieder: „Das fünfte deutsche Weißvnch", „Amerikas Haltung gegenüber der europäisckien Politik", „Polens ursprüngliche Angst vor dem Abkommen mit England." Das „Allgemeen Handelsblad" veröffentlicht eine längere Betrachtung ihres Berliner Korrespondenten, Tieser Korrespondent hebt hervor^ daß das neue Weißbuch «in vollkommen neues Licht aus die Vorgeschichte des Polenieldzuges werse und daß die einzelnen Dokumente so aufschlußreich seien, daß jeder Kommentar von deutscher Seite überflüssig erscheine. Der Korrespondent unterstreicht weiterhin den Umstand. baß die deutsche Verössentlichung regelmäßig aus Photokopien polnischer Schriftstücke und den dahinter aufgefühtten Uebersetzungen bestehe. In der Betrachtung heißt es im Anschluß an die Wiedergabe längerer Zitate aus einigen der wichtigsten Dokumente wörtlich wie folgt:
(Fortsetzung aus Seite 2)
Die Enthüllungen aus polnischen Archiven
rä. Berlin, 1. April.
Nachdem es auf der Münchener Viererkonferenz gelungen war, den in der alten Tschecho-Slowakei verkörperten Gefahrenherd zu beseitigen und eine den historischen und natürlichen Gegebenheiten näher kommende Neuordnung anzubahnen, hatte es den Anschein, als ob damit auch eine neue Aera im Verhältnis der vier beteiligten Großmächte untereinander sich am politischen Horizont abgezeichnet hätte.
Den Auftakt bildete gewissermaßen die schriftliche Vereinbarung des Führers und Chamberlains, die zwischen Deutschland und England vorhandenen oder möglicherweise noch auftretenden Probleme aus dem Wegtz friedlicher Verhandlungen zu lösen und einen Krieg der beiden Völker gegeneinander für immer auszuschließen. Wir wissen heute, daß der britische Premier damals eiskalten Herzens seinen Namenszug unter ein Dokument gesetzt hatte, das er niemals zu erfüllen gesonnen war. Diese britische Perfidie ändert aber nichts an der Tatsache, daß sich Adolf Hitler zur Unterzeichnung des erwähnten Schriftstückes entschlossen hatte im Glauben und in der jahrelang verfolgten Absicht, zu England «in freundschaftlich-dauerhaftes Verhältnis zu schaffen.
Es entsprach dieser loyalen Verständigungspolitik, wenn sich der Führer in der Folgezeit darum bemühte, auch mit Frankreich zu einer lleberbrückung des Miß- verstehens zu gelangen. So kam es am 6. Dezember
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vnssr Dagesspiegel
Das Deutsche Weißbuch hat in USA. größtes Aussehen erregt; die sensationelle Wirkung in der Weltössentlich. kett hält unvermindert an.
Lügenlord Churchill hielt wieder eine von wüsten Schimpf- kanonaden strotzende Rundfunkrede.
Der Reichsgesundheitsfiihrer gab eine stolze Bilanz der deutschen Volkskraft.
Der Wehrhaushalt der Sowjetunion weist eine starke Erhöhung aus.
In Nanking wurde die Regierung Wangschingwei feierlich in ihr Amt eingesetzt.
Mit Verabschiedungsfeiern sür die Bürgermeister der neuen Bremer Gemeinden Burg und Vegesack wurde die Verwaltungsüberleitungssrist beendet.
Auf der Hauptveranstaltung anläßlich der Verpflichtung der Hitlerjugend sprachen Kreisleiter Blanke und Haupt- bannsührer Finkentey.
In Leipzig wurden die Meisterschaften der Frauen im Geräteturnen durchgeführt.
Um den Tschammer-Pokal siegte 1. FC. Nürnberg über Rapid Wien 1:6; SB. Waldhos und Wacker Wien endete 1:1.
SV. Werder unterlag in Bremen dem BSD. 0:1.