Ausgabe 
(24.3.1940) Nr. 83
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parteiamtliche Tageszeitung

vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien fjansestadk Bremen

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der Nationalsozialisten Bremens

flmtliches verkündungsblatt des Beichsstattffalters in Oldenburg und Meinen

Nr. 8Z / 10. Zalsrgang

Dienstag, 26. Mär; 1940

Linzelpreis 13 Npf.

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vkileWeger schießt aus dänische Zivilisten

Soschützt" lotzn voll die kleinen Staaten!

krneute Verletzung der dänischen Neutralität / englisches Dementi durch amtliche kopentzagener Meldung als Lüge entlarvt

Kopenhagen. 26. März.

An der jütländischen Küste hat ein englischer Flieger am Sonnabend gegen 16 Uhr in sehr niedriger Höhe den Strand bei Ryminde Gab überflogen und Maschrnengewehrseuer auf eine Gruppe von 5 Zivilpersonen abgegeben. Diese Zivilisten befanden sich aus einem Jagdausslng. Es ist lediglich einem Gliickssall zu verdanken, daß niemand von den Kugeln des englischen Fliegers getrossen wurde. Daß diese neue Neutra­litätsverletzung ohne jeden Zweifel von einem englischen Flug­zeug begangen wurde, geht auch aus einer amtlichen dänischen Meldung hervor, in der von einemfremden Flieger" ge­sprochen wird, der als Nationalitätszeichen drei konzentrische Kreise gezeigt habe.

Aus weiteren Berichten ergibt sich. daß die Bewohner ans Holmslands Klit, der Landzunge zwischen dem Rirchköbing- Fjord und der Nordsee, aus die erst vor wenigen Tagen bei dem mißglückten britischen Angriff aus Thlt von englischen Fliegern Bomben abgeworfen wurden, die erheblichen Sach­schaden anrichteten, erneut durch das Erscheinen eines großen Kampfflugzeuges erschreckt wurden. Dieses Flugzeug tauchte aus dem Schneetreiben mehrere Male aus und flog in weniger als 56 Meter Höhe über die Dünen hinweg. Man nimmt an. datz die Maschine eine Landung aus dem Eise des Fjordes ver­suchen wollte Aehnliche Beobachtungen wurden in Nyminde Gab gemacht, wo eine Maschine ebenfalls mehrere Male er­schien und über den Wiesen kreiste, bei denen die schon er­wähnten Jäger dann mit Maschinengewehren beschossen wurden.

Von einem der fünf Teilnehmer der dänischen Jagdgesell­schaft wird folgende Darstellung dir fast unglaublichen Er­eignisse bekanntgegeben:Wir waren auf Gänsejagd bei

Gsödelen. als ganz plötzlich ?in Flugzeug auf uns nieder­gebraust kam. Hin dem Glauben, es wolle notlanden, winkte ich mit dem Arm, um den Flieger auf uns aufmerksam zu machen. Als er uns ganz nahe gekommen war, begann er zu unserer Bestürzung und unserem Entsetzen auf uns zu schie­ßen. Gleich darauf verschwand er. Glücklicherweise war nie­mand von uns verletzt worden: Ohne uns den Vorfall er­klären zu können, wollten wir den Rückweg nach Nyminde Gab antreten. Kaum aber hatten wir die ersten Schritte ge­macht, als die Maschine wieder auftauchte. Wir versteckten uns schnellstens in den Binsen und im Heidekraut, offenbar so gut. daß der Flieger uns nicht entdeckte,' obwohl er wieder ganz dicht über uns hinwegslog. Er verschwand dann. ohne zu schießen.

Unsere Vorsicht, etwas zu warten, belohnte sich, denn der Flieger kehrte kurz darauf nochmals zurück, flog über uns hin und drehte dann, wie wir sehen konnten, nach Süden ab.

Niederländisches Hoheitsgebiet durch kngland wieder in acht fällen verletzt

Berlin. 26. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Sonntag be­kannt:An der Westfront örtliche Artillerie- und Spähtrupp- tätigkeit. Die Lustwasse führte trotz sehr ungünstiger Wetter­lage Ausklärungssliige über Ost-Frankreich durch.

In der Nacht vom 23-/24. März flogen zahlreiche feindliche Flugzeuge nach Nordwestdeutschland und in den Abschnitt Mosel-Rhein ein. Ein Vickers-Wellington-Langstreckenslugzeug wurde durch Flakartillerie abgeschossen. Beim Riickslug ver­letzte der Gegner in acht Fällen niederländisches Hoheitsgebiet zwischen 22.45 und 2.45 Uhr."

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Montag be­kannt:Im Westen verlief der Tag ruhig. Die Lustwasse setzte ihre Ausklärungstätigkeit über Frankreich fort. Bei der Grcnz- überwachung im Westen wurde im Lustkamps in Hegend Zwei­brücken ein französischer Aufklärer von deutschen Jägern ab­geschossen."

Wir konnten dabei von neuem das Knattern seines Ma­schinengewehrs hören. Nachdem wir eine Viertelstunde ge­wartet hatten, machten wir »ns von neuem aus den Weg zu unserem Hotel Wir mußten unterwegs noch mehrmals Deckung nehmen, da der Flieger immer wieder zurückkam. Es dauerte etwa eine Stunde, bis er endgültig versch.ounden war. In Nyminde Gab unterrichteten wir die Polizei. Es kamen Krimiualbeamte aus Barde hinzu, die einen Bericht aufnahmen.

Die zweite Maschinengewehrsalve, die die Jagdgesellschaft gehört hatte, war, wie sich später herausstellte, aus einen Aal- sischer gerichtet, der etwas südlich von den Jägern seinem Fang nachging. Auch er glaubte zunächst an eine beabsichtigte Notlandung des Flugzeuges. In Furcht, er könnte unter die Maschine geraten, ließ er sein Angelgerät im Stich und lies davon Im gleichen Augenblick richtete die Maschine auch schon die Nase aus ihn zu und begann mit dem MG. zu schie­ßen. Glücklicherweise verfehlten die Schüsse auch hier ihr Ziel.

In Nyminde Gab erregten die Vorfälle die größte Auf­regung. Die Bewohner des Ortes waren nicht weniger als die

Berlin, 26. März.

Es ist wiederum eine Anzahl von Fällen bekanntgeworden, in denen britische Seestreitkräste unter Mißachtung neutraler Hoheitsrcchte gegen friedliche deutsche Handelsschiffe vorge­gangen sind. So wurde der deutsche DampferNordland" in der Gegend von Hustad von zwei britischen Zerstörern inner­halb der norwegischen Hoheitsgewässer teilweise bis zu 766 Meter unter Land belästigt und bedrängt. Aehnlich erging es dem deutschen DampferNcuensels". der infolge andauernder Bedriingung durch zwei britische Zerstörer in dem Roß-Fjord anzulaufen gezwungen war. Auch der deutsche FrachtdampferEuropa" wurde im norwegischen Hoheitsgebiet belästigt. In allen Fällen machten geschicktes Manövrieren der deutschen Dampferkapitäne und das Dazwischentreten nor­wegischer Küsten-Wachtboote den Versuch einer Ausbringung unmöglich.

Ein weiterer unglaublicher Fall hat sich im dänischen Ho­heitsgebiet in der Nähe des Rordseehasens Esbjerg ereignet.

Jäger erschreckt, denn das Flugzeug war auch hier ganz dicht über den Häusern hinweggerast, und nach dem englischen Bombenabwurf vor wenigen Tagen fürchteten alle einen neuen Angriss.

Die englische Gesandtschaft in Kopenhagen gab zu der neuen Neutralitätsverletznng und dem Fenerübersall auf die dänische Jagdgesellschaft ein Dementi heraus, daS behauptete, daß ein englischer Flieger den llebersall nicht ausgeführt habe. Dieses von vornherein unglaubwürdige britische Dementi wurde be­reits nach wenigen Stunden als den Tatsachen völlig wider­sprechend widerlegt.

Sowohl der dänische Polizeimeister von Ringköbing als auch der dänische Kriminalbeamte aus Barde haben als Ergebnis ihrer Ernstttlungen übereinstimmend festgestellt, daß die Jagd­gesellschaft und die Einwohner von Nyminde Gab am Rumpf des Flugzeuges, das die Jagdgesellschaft und den Aalfischer unter Maschinengewehrseuer nahm, die rotweitzblane Kokarde und das StaffelzeichenV. E." erkannt haben.

Hier wurde der deutsche DampferEdmund Hugo Stinnes" in der Nacht zum 24. März von einem britischen U-Boot an­gegriffen und das Schiff, noch bevor die Besatzung Zeit hatte, in die Boote zu gehen, durch Artillcriefeuer beschossen, wobei zwei Besatzungsangehörige verletzt wurden. Der Kapitän wurde anschließend von den Briten entführt. Die übrige Be­satzung befindet sich in Dänemark in Obhut und wird vom zuständigen deutschen Konsul betreut. Wie nachträglich fest­gestellt worden ist. ist das Schiff über Nacht völlig ausge­plündert worden. _

Sliilkwünfttze des sützrers

zum griechischen Freiheitstag

Berlin. 26. März.

Der Führer hat Seiner Majestät dem König von Griechen­land anläßlich des griechischen Freiheitstages drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.

Sechs Flugzeuge bei Sylt abgeschossen

0er kostspielige Mißerfolg des britischen Peopagandafluges

Berlin. 2K. März.

Wie wir zu dem englischen Flugzeugangriff auf Sylt, der der großen Weltblamage Englands führte, von zuständiger Stelle ergänzend erfahren, sind an den nordsriesischen Inseln während der letzten Tage wiederholt Leichen und Trümmer englischer Flugzeuge angetrieben worden. Die Flugzeugteile gehören zu drei Maschinen, deren Verlust beim britischen Angriff auf Sylt infolge der Dunkelheit bisher unbekannt geblieben war. Be­reits in der Nacht vdm 19. zum 29. März hatte die deutsche Flakabwehr von Sylt bei mehreren englischen Flugzeugen besonders starke Beschädigungen festgestellt, jedoch zunächst nur drei einwandfrei beobachtete Abschüsse melden können. Der bisher feststellbare Ge- samtoerlust der Engländer beim Angriff aus Sylt erhöht sich nunmehr auf sechs Flugzeuge.

Ed ist anzunehmen, datz infolge starker Beschädigungen noch weitere britische Flugzeuge verlorengegangen sind.

Britische Piraten in skandinavischem Sebiet

dreiste Übergriffe gegen sriebliktze Seutsche Handelsschiffe /vampser kdmund Hugo Stinnes"

übersatten und ausgeplündert

Nächtlicher Nbschuß einer Mckers Wellington

knalönder wolltePropaganda" fliegen / Deutsche flak setzte einem naiven Unterfangen das knde

An der Küste. 26. März. (UNI In der Nacht zum Ostersonntag wurde ein englisches Flugzeug vom Typ Vickers-Wellington von der deutschen Flak abgeschossen. Fünf Mann der Besatzung konnten sich aus dem brennenden Flugzeug retten. Der zweite Pilot, Sergeant Douglas Wilson, kam in den Flammen ums Leben.

Es war das Werk weniger Sekunden. Der Mond, der prall und voll aus die dünne Woltenschicht schien, hatte die Sil­houette des Flugzeuges mehrfach erkennen lassen. Lautlos folgten die Strahlen der Scheinwerfer dem Schatten um ihn jeden Augenblick zu erreichen. Plötzlich glänzte die Maschine wie Platin in den Büscheln des Lichtes, das sich aus sie warf. Die feierliche Stille der Nacht zerbrach mit einem Schlag. Aus den Wäldern drüben warf der Schall die Schüsse in mehr­fachem Echo zurück, während die Ketten der Leuchtspuren er­barmungslos ihrem Ziel entgegenschossen. Ein Feuerstrahl zuckte aus dem Flugzeug, das hieraus wie eine schwebende Fackel dem Boden entgegenglitt. Es verschwand hinter einer Gruppe von Bäumen, neben welchen wie nach einer Explosion zügellos und unregelmäßig, fast haushoch, die Flammen em­porquollen. Als blasses Rot schimmerten sie durch den Nebel, der über den Feldern lag.

Den jungen Becker, einen Bauern, hatten die Schüsse ge­weckt. Ehe er ausstand, war sein Zimmer taghell erleuchtet. Kaum hundert Meter vom Hause entfernt loderte der Brand. Becker kletterte ans dem Fenster, lief quer durch die Koppel, gefolgt vom Vater und von einem Nachbarn. Sie sahen drei Männer aus dem brennenden Wrack springen. Die Ge­stalten nahmen sich vor dem Feuer überlebensgroß aus Einige Detonationen erschütterten die Luft. Sie warfen sich zu Boden. Wankend sprangen sie wieder hoch. Der eine riß

seine Jacke vom Leibe, an der kleine Flammen züngelten. Der zweite machte ein Paar Schritte und brach zusammen Seine rechte Hand drückte das Gesicht, während die Linke vor Schmerz im Boden wühlte. Die beiden, Becker und der vom Nachbarhaus, wußten wohl, daß sie Engländer vor sich hatten. Sie handelten, wie jeder alte Soldat gehandelt haben würde. Als der junge Becker festgestellt hatte, daß die Flieger nnbewasfnet waren, ging er mit ihnen zum Flug­zeug zurück. Die Engländer deuteten mit verzweifelten Ge­bärden nach vorn nach der Kanzel, wo das Feuer am heiße­sten tobte. Es war unmöglich sich zu nähern. Aus dieser Flammenhölle war nichts mehr zu retten. Sergeant Douglas Wilson in der Kanzel starb den Fliegertod.

Wenige Meter nur vom Flugzeug entfernt lag ein Be­wußtloser mit schweren Verletzungen. Es war der erste Pilot, Flying Offner Philipp Templeman aus St. John aus Neu­fundland. Ein Polizeiauto, das ans dem durchweichten Weg herangekommen war, lud den Verletzten ein. Sie fuhren ihn sofort ins Krankenhaus. Die Bauern wollten eben mit den drei Engländern in ihrer Mitte zum Haus hinübergehen, da schrie jemand auf den Feldern:Hallo John, Hallo Ken- neth!" lind in tzem Lichtkreis des Feuers trat gleich daraus ein Mann, der abwechselnd laufend und gehend aus sie zu­kam. Es war Enstace Lawson, der zweite Bordfunker und '-Heckschütze. Er war kurz vor der Landung aus einer Höhe von kaum mehr als 126 Metern mit dem Fallschirm abge­sprungen Vor dem Banernhaus standen die Frauen und Mägde und.blickten in das gleißende Licht. In einer der Stuben war der alte Becker dabei, einem der drei Briten, der verletzt war, einen lindernden Verband anzulegen, wäh­rend der Sohn und der Nachbar nebenan wachten. Mit siche­ren Händen vollendete der Bauer den Kopsverband. Aus dem weichen Mull leuchtete rot das vom Schweiß und den leichten Brandwunden verquollene Gesicht Albert BurkeS. Burke

lächelte aus einem verschmitzten, sommersprossigen Gesicht, als ein deutscher Offizier ihm zur ersten Vernehmung kamerad­schaftlich die Hand reichte Mit gierigen Zügen leerte der Schotte ein Glas Säst, dann rauchte er eine Zigarette, die einer der deutschen Offiziere ihm anbot, und leerte seine Tasche ans den Tisch. Zwei Kämme, eine Schachtel Zigaretten und Streichhölzer, ein Fttllsederlyflter made in germOny und eine billige Kette roter Perlen.Von Mary", sagte er trocken, die ich am Montag heiraten wollte."

Hier in dieser Stube und nebenan ging die Vernehmung weiter. Ans den Fensterbrettern standen schon die Oster- blumen Aus einem Puppenwagen schauten zwei dieser Kinder­wesen mit übergroßen Köpfen aus die Szene. Die Offiziere ließen Burke Zeit zu jeder Antwort und lächelten nur viel­sagend. Manchmal schüttelte er abwehrend den Kopf. Aus die Frage nach seiner Erkennungsmarke erwiderte Burke mit einem Achselzucken. Er hatte sie vergessen.

Dann zog er aus seiner Hosentasche ein zerknittertes Flug­blatt. Sie hatten einige Stöße davon abgeworfen, doch er wisse nicht, wo. Der Inhalt war ein naives, ungeschicktes Ge­schwätz. an die Adresse der deutschen Frau und Mutter ge­richtet. Es war so dumm und' langweilig, daß man es nicht z» Ende las. Auf einem anderen Zettel waren in wenigen Strichen die Elbe und einige Städte hingeworfen. Bomben hatten sie nicht. Nach den Aussagen BnrkeS und den anderen beiden Briten schien es, als sei mit diesem Flug der Zweck ver­bunden gewesen. Flugblätter lapidaren Inhaltes abzuwerfen und im übrigen dem Prestige der britischen Lustwasse zu dienen. Man konnte darüber wieder einmal sagen: Wir waren wieder über Deutschland. Das waren sie, nur daß sie nicht wußten, wo! Als sie einmal den Versuch machten, sich zu orientieren, und durch die Wand der Wolken stießen, besiegelte die Flak ihr Schicksal.

» Vvttmnn»

Völkerrechtsbrüche Albions am lausenden Band

8. klü. Bremen, 26. März.

Was hinter der britischen Phrase vomSchutze der kleinen Staaten", für den die Westmächte an­geblich kämpfen, in Wirklichkeit auf der Lauer liegt, haben in diesen Tagen erneut» zahlreiche freche Neu­tralitätsbrüche seitens englischer Flugzeuge sowie un-, verschämte Uebergriffe britischer Piraten auf deutsche Handelsschiffe in skandinavischen Hoheitsgewässern aller Welt demonstriert. Geradezu ungeheuerlich mutet der mehrfache Angriff eines englischen Fliegers auf fried­liche Passanten in Dänemark an, worüber wir in nebenstehender Meldung ausführlich berichten. Deut­licher und zynischer als bei diesem Vorfall konnte die scheußliche Fratze Albions wirklich nicht zur Schau ge­tragen werden. Mit großem Bedauern dürfte das Lon­doner Kriegstreiberkabinett davon Kenntnis genommen haben, daß bei den Maschinengewehrsalven des Eng­länders auf dänisches Gelände keine Person zu Scha­den gekommen ist; denn nach allem, was Augenzeugen über den an sich kaum faßbaren Ueberfall mitteilen, hatte es der britische Neutralitätsbrecher auf Men­schenleben abgesehen. Völkerrechtsverletzungen am laufenden Band, herausfordernde Mißachtung der Souveränität neutraler Staaten, Kriegsausweitungs­aktionen auf dem Rücken der Nichtkriegführenden das also sind diegroßen uneigennützigen, aber ver­pflichtenden Beiträge" der Plutokratien zurSicherung der europäischen Kultur"! Ein Anschauungsunterricht, dessenErfolge" noch gar nicht abzusehen sind! . . .

Auch der Kanzelmißbrauch steht in England auf der Tagesordnung. Wo die Bischöfe mit Bibel und Heuchlermaske sich im Hetzen einander den Rang ab­zulaufen versuchen, darf der Erzbrschof von Canter- bury nicht fehlen! Er hielt es für richtig, in der Lon­doner Kathedrale mit einerOsterpredigt" alle seine bisherigen antideutschen Haßreden noch in den Schat­ten zu stellen. Seit 1700 Jahren hätten dieMächte H>es.Uebels", so betonte der schmutzige Demagoge, keine so starke Aktivität wie heute entwickelt". Natürlich nannte er dieMächte des Uebels" nicht beim richtigen englischen Namen, sondern faselte von einer Bedrohung friedliebender Nationen durch Deutschland. Wir sind es beim Erzbischof von Lanterbury gewohnt, daß er die Dinge genau auf den Kopf stellt; auch daß er die Engländer in aller Öffent­lichkeit salbungsvoll alsWalter des göttlichen Willens" bezeichnete, hat uns nicht überrascht. (Einem in der Kathedrale anwesenden Engländer ging jene englische Scheinheiligkeit allerdings zu weit: er gab seinem Mißfallen mit lauten Zurufen Aus­druck, worauf er aus der Kirche entfernt wurde!) Be­sonders bemerkenswert ist jener Rekord des britischen Pharisäertums jedoch wegen des Zeitpunktes, an dem der englische Hetzprediger dem angeblich höchsten Willen Ausdruck gab: Wahrscheinlich überschlugen sich die Dünkelhaftigkeit und Verlogenheit des Oberhirten von Canterbrtty gerade in jener Stunde, als einer der britischen Flieger in Durchführung desgöttlichen" (lies: jüdisch-plutokratischen) Auftrages, bar jedes sitt­lichen Empfindens, auf friedliche dänische Passanten schoß...

Inzwischen haben sich die Westmächte zwecks Intensi­vierung ihrer politischen Jntrigen auf den Balkan gestürzt. Die scharfe Abfuhr, die sie sich zunächst in Rumänien mit ihren Schauermärchen über ein angeb­liches Berliner Ultimatum an Bukarest holten, hat sie nicht von der Erfindung neuer, ebenso verbrecherischer wie törichter Gerüchte zurückgehalten. Wir erwähnen hier die in London und Paris publizierte allzu durch­sichtige Lüge, Deutschland und Italien hätten einen Plan zur Aufteilung des Balkans abgesprochen; im Rahmxn dieses Planes sei auch ein Protektorat Italiens

zeuge hat sich auf sechs erhöht. ' " '

EMtenkuglischer Flieger beschoß friedliche dänische Pa

Ueber den Abschuß feindlicher Flugzeuge werden aus­führliche Berichte veröffentlicht.

Mit einer Liigenmeldung über ein angebliches Ulti­matum Deutschlands an Rumänien blamierten sich Reuter und Havas vor der ganzen Welt.

In skandinavischen Hoheitsgebieten bedrängten britische Piraten erneut wehrlose deutsche Handelsschiffe.

Dr, Sey sprach vor den Westwallarbeitern in den Bau­stellen der vordersten Linien.

Heute werden in Bremen die Sammelstellen für die Metallspende des deutschen Volkes" geöffnet.

Der erste deutsche Start der Dänenborer wurde in Bre- mcrhaven zu einem 12:2-Erfolg der Ausländer.

Die Wilhclmshavencr Ringerstasfel erkämpfte sich in Hannover die Niedcrsachsen-Bcreichsmeisterschaft. Fortuna-Düsseldorf errang über Werder einen überzeu­genden 5:3-Sieg.