Ausgabe 
(23.3.1940) Nr. 82
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VMIlkl MilW

^ Parteiamtliche Lageszeitung

Vas Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der §reien Hansestadt Vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Verkündungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Vremen

Nr. 82 / 18. Jahrgang

Ostern 1948

Einzelpreis 15 Npf.

tliurchill blamiert sich vor der Welt

kin seltsames Nachspiel zum mißlungenen englischen flngriff aus Sgtt

Drei „grokongslsgts" britiscke tügsn — uncl ikr seknsllsL knsis

dö. Den Haag, 24. März.

Die englische -Lügenpropaganda hat sich mit ihren Neklamemärchen über den britischen Luft­angriff auf Sylt rettungslos in die eigenen Fallstricke verwirrt. Die britische Admiralität muß jetzt in ihrer neuesten Erklärung zugeben, daß auch ihre letzte Behauptung, englische Flieger hätten von dem „zerstörten Gelände" Aufnahmen gemacht, nichts weiter als ein plumper Schwin­del war. Churchill erklärt jetzt plötzlich, datz die Flieger wegen atmosphärischer Störungen keine guten Aufnahmen hätten machen können; sie seien unbrauchbar.

Z Bemerkenswert ist, daß diese Erklärung von der Ad- M miralität herausgegeben worden ist. Sie beweist, daß !-Äi' die Flugzeuge, die. für das fehlgeschlagene Sylter E Unternehmen eingesetzt waren, zum „Luftarm" der « Flotte gehörten. Der dringende Verdacht, daß sich hinter H der ganzen Aktion Churchill verberge, wird hiermit ein- H deutig bestätigt.

' Es verlohnt sich, noch einmal auf die dreifachen Lu­ch gen hinzuweisen, mit denen die englische Propaganda den angeblichen Luftsieg begleitete. Zunächst, behauptete Chamberlain in der Ünterhausdebatte, daß die briti- ÄH schen Flieger erfolgreich Sylt angegriffen hätten. Als » er jedoch diese Erklärung abgab, hatte der Angriss noch nicht einmal stattgefunden, wie sich später aus dem H Zeitunterschied einwandfrei feststellen ließ. Die zweite x Behauptung, Deutschland würde es nicht wagen, neu- i träte Beobachter nach Sylt zu schicken, wurde durch die W Entsendung namhafter Auslandsjournalisten Lügen ge- UA straft. Schließlich behauptete vor zwei Tagen die eng- !j,M tische Presse in großer Aufmachung, englische Flugzeuge hätten 24 Stunden später die Insel Sylt überflogen v und ausgezeichnete Aufnahmen gemacht, die unwider- ü lcgliches Beweismaterial über die schweren, auf der L Insel angerichteten Schäden festgehalten hätten.

Sie blamieren sich wirklich unsterblich, Mr. ) Churchill! Allzu plötzlich haben Sie sich hinter ,ch „atmosphärische Störungen" zurückgezogen — wenn das nur keine Geistes störungen sind, die Ihnen den » ersten Bericht über die britischen Aufnahmen vom „ „vernichteten Sylter Gelände" zu früh entschlüpfen ,1 ließen! Ihre dummen Ausflüchte legen die Frage nahe, tzl ob die atmosphärischen Störungen vielleicht durch 4 das heftige deutsche Flakfeuer verursacht worden sind. r Oder sollte Ihren bedauernswerten Propagandaflie­gern noch ein anderes Malheur passiert sein? Sollten , sie etwa über dänischem Hoheitsgebiet photo- a graphiert haben? Dann hätten' wir volles Verständnis sl D dafür, daß Sie, Mr. Churchill, die Aufnahmen der von britischen Bomben auf neutralem Boden angerichteten " - Schäden nicht herausrücken wollen! Falls Sie jedoch p erfahren wollen, wie katastrophal sich Ihr Oster-Eier- 1 tanz bereits aus die Gemütsverfassung der erwachenden L Londoner Bevölkerung auswirkt, so setzen Sie sich ein- » mal mit der Schriftleitung der „Daily Mail" in Ver- - bindung! Dort kann sich die Telephonzentrate nämlich n nicht mehr vor den ununterbrochenen Anfragen der i» empörten Leserschaft des Blattes retten, wie der schlei­ch ende Widerspruch zwischen den englischen Mcl- 6 düngen und denen der neutralen Presse über den Nü­tz griff auf Sylt zu erklären sei. Sogar der Londoner s, Korrespondent des norwegischen „Dagbladet", dessen ß Deutschfeindlichkeit bekannt ist, drahtet seiner Zeitung, .1 das britische Publikum sei nach Bekanntwerden der y amerikanischen Berichte über den „Fall Sylt" derart i»ck mißtrauisch (gegenüber der Nachrichtenpoiitik des eng­

lischen Kabinetts), daß „wohl viele Personen an die Richtigkeit der deutschen Darstellung glauben". Ja, ja, Mr. Churchill, die Wahrheit ist doch nicht so leicht zu torpedieren, wie Sie und Ihr voreiliger Kumpan Chamberlain in Ihrer blühenden Phantasie deutsche Gebiete „mit Bomben" belegen. Und nun brüten Sie neue Enten aus — den so peinlichen Ein­druck Ihrer schweren Niederlage von Scapa Flow ,werden Sie mit allen Ihren Lügen nicht verwischen! Auch die Gründlichkeit, mit der Sie sich zum Gespött der Welt machen, ist bereits erschöpfend! ^

Esctonlcsn ru ästsetickve / Von öösims

Das Schwert unseres Glaubens ist zugleich auch das wohltuende Werkzeug des Glaubens, seine Frucht einzubringen, denn wer nicht glaubt, wie will er ausreifen können, und wer nicht kämpft- im Glauben, wie will er sein Leben gewinnen. Gleich einer faulen Blüte fiele er ins Grab, aber fruchtbar waren, die im Glauben an ihre Erfüllung um dieses ihr Fruchtbarsein gerungen haben.

Denn der Glaube ist nicht die Vorstellung eines Wunderbaren, zumindest nicht bei uns Deutschen, sondern vielmehr die Gewißheit det Vorsehung, die uns auf Grund der uns innewohnenden Ge­setze so beschaffen sein ließ, wie wir sind. und die uns auch dahin den Weg geben wird, zu sein, wie wir auf Grund der Erkenntnis der uns innewoh­nenden Gesetze sein wollen und müssen, um die Berufung unseres Lebens zu erfüllen.

Wir aber glauben an die Notwendigkeit unseres Vaterlandes, an seine Berufung im Raum der Ge-

London organisiert schon „den Höchsten Krieg

Line vielsagende kntbMIung der „sinaneial News" — „Waffenstillstand" und „ewiger sriede"

Amsterdam. 24. März.

Während die englische Regierung alle Propagandamittel anwendet, um der Welt klarzumachen, daß „das eroberungs- wütige Deutschland" das „friedliebende England brutal über­fallen" habe. dah „England für den Frieden und die Frei­heit der ganzen Welt" gegen eine „Horde blutdürstiger Er­oberer" kämpfe, wobei es „nur das Wohl der bedrohten klei­nen Völker" im Auge habe, keineswegs aber „eigensüchtige Ziele" verfolge, unterläuft dem führenden britischen Finanz­blatt, der „Financial-News", ein »ngemein aufschlußreicher Aussatz über die Frage ob London seine Rolle im inter­nationalen Bankwesen wieder aufnehmen könne oder nicht. In diesem Aussatz findet sich die Feststellung, dah es „Eng­lands Ziel sein müsse, „während des Waffenstillstandes zwi­schen diesem und dem nächsten Krieg das bedeutendste Bank­zentrum der Welt zu bleiben."

Man traut seinen Auge» nicht, aber es steht schwarz aus weih: „Während des Waffenstillstandes zwischen diesem und dem nächsten Krieg/ Kein Wort mehr, keines weniger. Die

flusklärmrgsflüge der deutschen Luftwaffe

Englisches Flugzeug zum Absturz gebracht / Verletzungen neutralen Hoheitsgebietes durch feindliche Flugzeuge

Berlin, 24. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Westen keine besonderen Ereignisse. Die deutsche Luft­waffe führte am 22. März trotz heftiger feindlicher Jagd- und Flakabwehr zahlreiche Auskiärungsslüge über Frank­reich durch. An der Westfront slogen einige feindliche Auf­klärungsflugzeuge in das deutsche Grenzgebiet ein. Ein eng­lisches Flugzeug wurde in der Gegend von Eleve durch ein Messerschmitt-Jagdslugzcug in großer Höhe gestellt und zum Absturz gebracht.

Am 22. März und in der Nacht vom 22. zum 23. März wurde die Verletzung neutralen Hoheitsgebietes durch feind­liche Flugzeuge mehrfach festgestellt, und zwar die Ver­letzung niederländischen Hoheitsgebietes um 12.22 Uhr. 22.31 Uhr und 23.14 Uhr. belgischen Hoheitsgebietes um V.47 Uhr und luxemburgischen Hoheitsgebietes um 1.11 Uhr.

Plutokraten Englands, die im September vorigen Jahres den Krieg vom Zaun brachen organisieren also schon den n ä ch st e n Krieg. Die Heroen, die angeblich diesen Krieg n'chren. um der Welt endlich den .ewigen Frieden" zu schen­ken, betrachten diese Friedenszeit nur als einen Waffen­stillstand. um einen neuen Krieg desto ungestörter vorberei­ten zu können.

Hier hat sich einmal die englische Hochsinanzeliqzie selbst demaskiert. Hier grinst der Welt brutal und unverhüllt die Fratze des Kapitalismus entgegen! Nichts anderes hat die britische Plutokratenkaste im Sinn, als einen Krieg am an­deren zu entzünden, bis schließlich die ganze Welt nichts weiter mehr ist. als eiiic einzige große Sklavcnkolonie der Milliardäre von der Themse. Man hat hier allerdings auch wieder den Kriegsplan ohne Berücksichtigung des Gegners geschmiedet: Das nationalsozialistische Deutschland Wird dafür sorgen, datz die Räuber von London keinen nächsten Krieg mehr führen werden.

Vor wekrmachtsberirkt oom sreitog

In drei Tagen über 32VÜÜ BRT. versenkt

Bcrliw, 24. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gab am 22! März be­kannt: „Im Westen keine besonderen Ereignisse. Die Luft­waffe klärte trotz ungünstiger Wetterlage bis in die nördliche Nordsee auf. Die Unternehmungen unserer Scestrcitkräste im Handelskrieg waren weiterhin erfolgreich. Im Verlaus allein von drei Tagen wurden 32 894 BRT. feindlichen und dem Feinde nutzbaren HandclsschifsSraumes versenkt."

velgischer fischdompser überstillig

Brüssel. 24. März.

In belgischen Schiffahrtskrcisen rechnet man mit dem Ver­lust des Fischdampfers 88", der vor 14 Tagen in See gegangen war und bereits seit einigen Tagen in seinem Hei­mathafen Hxhst zurückerwartet wurde. Von dem Dampfer fehlt bisher jede Spur.

Amsterdam. 24. März.

Wie aus London gemeldet wird. ist das dänische Sc- „Christiansborg" (3279 BRT.) untergegangen.

Heldentat einer deutschen slugjeugbesahung

weiteres e 880 -Lonnen-Stffiff aus einem englischen öeleitzug durch vermißt gemeldetes slugzeug versenkt

BL.24. März.

In dem Bericht des Oberkammandos der Wehrmacht wurde ^ als neuer großer Erfolg unserer Luftwaffe die Versenkung von neun Schissen mit etwa 42 999 Tonnen aus einem Ge­leitzug gemeldet. Nur ein einziges Flugzeug wurde vermißt. Dieses Flugzeug ist trotz schwerster Beschießung an die deutsche Küste zurückgekehrt und konnte die Versenkung eines i weiteren Dampfers aus dem Geleitzug mit 6999 Tonnen f i melden.

« Jetzt sitzen die Männer der Flugzeugbesatzung in einem ! g Fliegerhorst, der eine mit einer durchschossenen Mütze, der § andere mit durchschossenen Stiefeln, und erzählen: k, „Wir erhielten Befehl zum Start nach der englischen Küste mit der Aufgabe, einen englischen Geleitzug anzugreifen. Be­geistert von der bevorstehenden Arbeit kletterten wir gegen 18 Uhr in unsere Kiste. Gleichmäßig brummen die Motoren. Kurs: Scapa Flow! Der Bordwart zieht plötzlich ein schiefes Gesicht. Der rechte Motor stuckert. Sollen wir umkehren? Rein, weiter geht's. Er wird hoffentlich noch klar werden. Und er wird es auch.

Gegen 19 Uhr sichten wir in der Höhe von Scapa Flow einen großen Geleitzug, gesichert von einigen Kreuzern und Torpedobooten, Ein fetter Brocken, Wir fliegen den Gelcitzug an. Die rechts außen fahrenden Schiffe sind absprachegemäß für uns „reserviert". Der erste ist nur ein kleiner Pott, der zweite schon besser, aber der dritte ein ganz großer Brocken, Aus ihn! Ueberoll knallt es schon, und dann ganz ruhig' Der Beobachter zieht am Bombenabzug. Zwei Bomben sausen in die Tiefe, schlagen steuerbord und backbord aus dem Schi?' ein. und ein Blick überzeugt davon — es genügt.

Plötzlich klickcrt und knattert es in der ganzen Kiste: Der Tommh! Einer links, einer rechts und zwei von hinten. Alle Rohre der SPitfire-Maschinen feuern. Ueberall knistert und

splittert es. Wir haben hinterher eine Unzahl von Einschlä­gen festgestellt. Auch ein Beweis für die Güte unserer Flug­zeuge. Da aber dachten wir, jetzt bloß raus. Die einzige Mög­lichkeit einer Rettung ist die Wolkendecke. 399 Meter höher. Steil zieht der Flugzcuizsührer die Maschine hoch. Der Bord­funker, der das Heckmaschinengewchr bedient, sinkt vor» über, Kopfschuß. Bordwart und Beobachter bemühen sich, ihn aus seinem Sitz zu ziehen, um das MG. wieder besetzen zu können. Gerade ist die Wolke erreicht.

Mit verbissenem Gesicht starrt der Flugzeugführer auf das Kühlwasserthermometer des rechten Motors: 129 Grad! Wahr­scheinlich ist das Kühlwasser durch Treffer ausgelaufen. Noch einige Sekunden, dann steht der Motor still. Wir sehen uns stumm an. Die Maschine „schmiert" ab und nähert sich mit größter Geschwindigkeit dem Meer, In letzter Sekunde gelingt es noch. die Maschine 'abzusaugen. Gerade noch 89 Meter über dem Meer, Was tun? Aussteigen? Kommt nicht in Frage!' „Lieber mit der Kiste absausen als zum Tommy!", schreit der Feldwebel. Nun merkt der Flugzeug­führer, daß auch das Seitensteuer klemmt Mit der Kraft seines ganzen Körpers stemmt er beide Füße gegen das Pedal des Seitensteuers.

Der Tommh ist verschwunden. — Aber kommen Wir so noch weiter? Es muß gehen. Reicht der Brennstoff? Die Brennstoffleitung eines Reservetanks ist durchschossen. Zwei andere Tanks sind noch heil. Aber die Brennstoffpumpe ist ausgefallen. Die Handpumpe wird probiert — zieht nicht, wird immer wieder probiert, aus einmal: Hurra! rufen wir. als wären wir gerettet.

Der rechte Motor arbeitet wieder aus, höchster Tourenzahl. Wird er aushalten? Alles entbehrliche, darunter Maschinen­gewehre und Munition, wird über Bord geworfen. Nun oerinnen die Minuten wie eine Ewigkeit. Kommen wir auch

nach Deutschland? Haben wir den richtigen KurSI Der größte Teil der Instrumente, darunter auch der Kompaß ist aus­gefallen Mit einem Notkompaß' muß weiter -gesteuert wer­den, Die Uhr zeigt schon 29 Uhr. Die Beine des ^Flugzeug- führecs sind durch die Überanstrengung.verkrampft. „Es geht kaum mehr", sagt er, „es muß aber gshbstt" Einer dreht eine elektrische Litze zu einer Schnur zusammen und zieht, damit am Seitensteuer. Ein anderer sucht nach einer Er­frischung, einer Thermosflasche mit Milch, Zerschossen, Wieder rechnet der Bordwart auf seinem Block, ob der Brennstoff reicht. Um 23 Uhr müßten wir an die deutsche Küste kommen, ES ist bereits 23 18 Uhr, Immer noch keine Küste, kein Licht, nichts ,in Sicht, Eine viertel, eine halbe Stunde vergeht, immer noch nichts. Sind wir' abgetrieben? Kommen wir überhaupt nicht nach Deutschland? Der rotglühende Auspuff wird immer Heller, wird weißglühend Da leuchten Schein­werfer auf, und jetzt erkennen wir Helgoland.

Ein Küstenschcinwcrser blendet auf. Ertcnnungssignal und Notsignal hinterher. Mit letzter Anstrengung wird dem Sciten- stcucr eine riesengroße Schleife abgetrotzt. Der Scheinwerfer- führer hat begriffen und rettet uns damit das Leben. Breit strahlt er das Watt vor dem Flugzeug, mit seinem Strahl vorauslaufend. an. 29 Meter Höhe und jetzt, jetzt wünscht sich jeder Hals- und Beinbruch: Hinein inS Watt. Einen tollen Schlag hat es gegeben, aber wir liegen mit der Maschine still — und wir sind auch still. Dann holen wir tief Atem. Nur der Flugzeugführer rührt sich nicht. Stocksteif und schwer klet­tern wir aus der Maschine und holen den erschöpften und bewußtlosen Kameraden heraus. Fertig? Nein. Mit herbcigeeil- ten Maunschastcn bergen wir bis zum Morgengrauen die brave Maschine. Dann melden wir: „Gelcitzug angegriffen. Schiff mit 6990 bis 7999 Tonnen versenkt!

Das find unsere Männer! Laus viotrioü

schichte, eine große Not unter den Menschen zu wenden. Und so glauben wir an unsere Notwen­digkeit, die Kraft, in uns die Not zu wenden. Denn der Glaube ist nur immer dort am glühend­sten, wo sich ein Gebirge auftürmt, das mit ge­wöhnlichen Mitteln nicht bezwungen werden kann. Der Glaube aber, daß man es doch zwingen wird, verdoppelt schon die Kräfte.

Erst durch die Kraft zur Ueberwindung über­winden wir, erst durch den Mut zur Schlacht ge­winnen wir den Sieg, und sei es nur in uns selbst, durch die Bezwingung der chaotischen Triebe in uns.

Benötigten wir 'eines Glaubens, wenn wir nicht durch ihn Kraft und Mut und die Festigkeit unse­rer Ehre gewinnen wollten?

Wir würden uns im Winter dem Erfrieren hin­geben und im Sommer wie Vogel zum Licht aus- stürmen wollen. Der Glaube aber, der zugleich Ehr­furcht in sich birgt, gibt uns die Gewißheit des Frühlings und das Gesetz von unseren eigenen Möglichkeiten. Ja, er gibt unseren Möglichkeiten zur Entfaltung erst die entscheidende Wegweisung, darum weil wir nun auch an uns glauben, indem wir unsere Kraft verspüren. Ueberwinder zu sein.

So ist die österliche Zeit ein Siegesfest solchen Glaubens, denn nichts gedeiht in der Schöpfung ohne Not und Schmerz, nichts erstarkt in unserem Leben ohne die Erweckung der Kräfte zum Kampf, also durch den Glauben.

Aber wer glaubt, wird auch siegen, wird Not und Schmerz, Winter und Frost des Herzens über­winden, und erfröre ihm auch ein Glied seines Leibes, seiner Seele, seiner Träume, er selbst ge­wänne den Frühling, der lächelnd die Wunde be- streicht und wunderbar heilt, was noch Schmer­zen bereitet.

Schneefahnen wehten über das Land, als die Gläubigen in einem unbändigen Trotz gegen das Wetter anstürmten und in hoher Wintersnacht ihr Sonnenwendfeuer anzündeten, Symbol für das Feuer ihres Glaubens in ihren Herzen.

. Sie nehmen den Frühling österlich, als den Sieg heiligen Kampfes im All und als Fest der Freude, darum, daß sie Not und Schmerz überwunden haben in diesem Glauben an das wiederkehrende Licht.

Wer glaubt, muß auch kämpfen. Glaube allein ist eine taube Blüte, erst der Kampf gibt dem Glauben die Fruchtbarkeit.

Nur feige Menschen tragen an Fahnen, von Sil­ber und Gold durchwirkt und sorgsam behütet und geglättet als Heiligtümer so versonnener Einfalt. Der Tapfere und Mutige sieht das zerschlissene Banner stürzend im Sturm, denn er kämpft für das, woran er glaubt.

Und so stehen wir heute in unserer Zeit. Wir empfinden die österliche Botschaft des Frühlings in unserem Blute. Wir glauben ja doch an uns selbst als Deutsche, an die Berufung unser Vater­landes und seine Unsterblichkeit, damit Kinder und Kindeskinder dieses gleiche Glück, Deutsche sein zu dürfen, noch verspüren können. Wir glauben ja doch daran, daß der allwaltende Schöpfer uns den Führer,in dieser Zeit inwendiger Not gesandt hat, wie wollten wir da herumstehen und vom Glauben reden und die golddurchwirkten Fahnen ihm zu- schwenken und rufen, Gott mit dir, du wirst es schon machen.

Wir glauben, und darum stehen wir bei ihm und kämpfen mit ip dieser Welt chaotischer Stürme. Wir kämpfen uns durch, unsere Waffen sind nicht in Werkstätten allein geschmiedet, die deutscher Fleiß erfüllt, unsere Waffen sind heilig geglüht

I»»»I»»I»II»»I»IIIII»IIIIIM„I„„IIMI»I»I»I»III»»II»I»»IIIII»II»»III»»IM»

VnsSr L'assssNLSUsI

Die deutsche Lujtwasse setzte ihre Auskiärungsslüge über Frankreich sort.

Im Anschluß an den erfolglosen britischen Propaganda­slug nach Sylt haben sich die Londoner Liigenstratege« unsterblich blamiert.

Ministerpräsident Rehnoud. der französische Churchill, er­zielte bei der Kammerabstimmung nur eine Stimme Mehrheit.

Hangö wurde den Russen übergeben.

Gauleiter Rover und Kreisleiter Blanke besuchten Weser, Ems-Truppenteile im Westen.

Am Dienstag beginnt auch in Bremen die große Metall­spende zum Führer-Geburtstag.

Ueber die Trinkwasserversorgung im Katastrophenfall unterrichtet ein Merkblatt.

Werder-Bremen schlug ASV. Blumenthal verdient mit 3:Q In Wilhelmshaven erzielte der Gaumeister VfL. Osna­brück nur ein mageres I:1-Unentschieden.

Die deutsche Ringer-Nationalmannschast gewann gegen eine Auswahl Italiens mit 8:2 Punkten. ,,

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