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parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmNiches verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Nr. S1 / 10. Zastrgang
Freitag. 22. März 1940
Linzelpreis 15 Npf.
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9 Kriegs- und Handelsschiffe bei dem jüngsten deutschen Luftangriff versenkt!
Sichere Vombentrefser
Kein Schutz mehr für britische Geleitzüge
cknb. An der Küste, 22 März. (P. K.)
Die Engländer dürsten sich nach den letzten Ereignissen damit abgefunden haben, daß auch die entferntesten Punkte ihres Jnselreiches vor überraschenden Zugrissen durch die deutsche Luftwaffe nicht mehr geschützt sind. Da Handelsschiffe trotz ihrer Bestückung nicht allein den Angriff abwehren können, mußten besonders in den beiden vergangenen Monateü starke Einheiten der britischen Kriegsflotte von ihren eigentlichen Ausgaben abgezweigt werden, um die Handelsschiffe mit einiger Sicherheit an ihre Bestimmungsorte zu bringen. Auch die geschickte Auswahl der Sammelpunkte und die Ausnutzung einer Wetterlage, die für Fliegerangriffe keinesfalls gegeben erscheint, schützten die Briten, wie der letzte Einsatz beweist, nicht vor unangenehmen Ueber- raschungen.
Die deutschen Aufklärer, denen auf ihrkn täglichen Erkun- dungsslügen kaum eine Bewegung des Gegners entgeht, hatten festgestellt, daß ein großer Geleitzug sich im Anmarsch an der englischen Ostküste befand. Dank der Genauigkeit ihrer Beobachtung war es nur wenige Stunden später eingesetzten Kampsverbänden möglich, den Geleitzug trotz der schlechten Sicht sehr bald aufzuspüren. Als unsere Maschinen das angegebene Planqnadrat erreicht hatten, war ein wesentlicher Teil der Arbeit durch die vor uns gestarteten Ketten bereits getan. Der Geleitzug, der sich oben im Norden mehr als 700 Kilometer von Deutschland entfernt einigermaßen sicher sühlte, wurde innerhalb weniger Minuten gesprengt. Die von zwei oder drei Flakkreuzern, mehreren Zerstörern und einer großen Zahl von Torpedobooten begleiteten etwa 40 Handelsdampser wurden durch unsere Kampsverbände auseinandergerissen und in etwa zwei gleich große Gruppen gesprengt.
In der allgemeinen Verwirrung hatten einige der im Gelertzug fahrenden Schisse den Anschluß verloren. Ueber Weide Züge des Konvois brausten unter vorsichtiger Ausnutzung der sehr tief hängenden Wolkendecke unsere Flugzeuge, die ihre Angriffe in niedriger Höhe im unmittelbaren Feuerbereich vor allem der leichteren Abwehrgeschütze, fliegen mußten. Im Feuerhagel der Flakkrenzer führte die deutsche Besatzung ihre Bombenabwürse durch. Einige Dampfer wurden dabei so schwer getroffen, daß sie als verloren gelten können. Weitere trugen erhebliche Beschädigungen davon oder gerieten in Brand.
Während des AngrisfeS, der ungefähr etwas länger als eine Stunde dauerte, durchfurchten die Zerstörer und Torpedoboote in rasender Fahrt die See, um an den schwächsten Punkten ihrer Schutzverbände eingreifen zu können. Doch weder das starke Abwehrfeuer noch das Erscheinen der wahrscheinlich durch Fischerboote alarmierten englischen Jagdein- heiten vermochten unsere Besatzungen von der Erfüllung ihrer Aufgaben zurückzuhalten. Einige Flugzeuge hätten heftige Kämpfe mit den Jägern zu bestehen, wobei als einziges Opser dieses Einsatzes ein deutscher Funker den Heldentod starb. Erst als eine weitere Verschlechterung der Wetterlage durch das Ausziehen einer Front von kaum mehr als 20 Meter hochhängenden Wolken und hereinbrechende Dunkelheit weitere Erfolge unmöglich erscheinen ließen, wurde die Unternehmung beendet.
Fern der deutschen Küste, im sogenannten englischen Nord- sceraum, ist von der deutschen Lustmacht abermals ein Schlag geführt worden, der den Gegner neue Opser an Menschen und Material gekostet hat.
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Veutschland kann nicht geschlagen werden
Newhork, 22. März.
Die ständigen diplomatischen Niederlagen der Westmiichte und vor allem der erfolgreiche deutsche Lustangrisf aus die englischen Flotteneinhciten in Ccapa Flow haben in den Vereinigten Staaten nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
In der Scripps-Howard-Presse findet sich ein Artikel deS bekannten Publizisten Clapper, in dem es heißt, die Lage habe für die Westmächte eine Wendung zum Schlechten genommen. Je stärker aber die Unterstützung Deutschlands durch Italien nnd Rußland werde, um so größer werde auch der Druck Englands und Frankreichs aus die Vereinigten Staaten, ihnen zu helfen. Die „Washington Post" kommt in einem Artikel zu dem Schluß, die Anzeichen häufen sich, daß Deutschland nicht geschlagen werden könne. Wenn die Westmächte den Krieg gewinnen wollten, dann müßten sie sich erschreckend hohe Opfer an Menschen, Geld und Material kosten lassen. Diese Kosten müßten dann aber auch die Engländer und Franzosen tragen. Das Blatt warnt ebenso wie auch „Washington Daily News" vor einer Verstrickung Amerikas in den europäischen Krieg.
Nussisch-sinnischer sriedensoertrag ratisistert
Moskau. 22. März.
Ministerpräsident und Außenkommissar Molotow tauschte am Mittwoch im Kreml mit dem finnischen Abgesandten Paasikivi und Vojonmaa die Ratifikationsurkunden für den russisch-finnischen Friedensvcrtrag vom 12. März und das Zusatzprotokoll aus.
Ver zersprengte öeleitzug
Zalzl der bei Sglt abgeschossenen britischen Flugzeuge auf drei erhöht
Berlin, 22. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„An der Westfront zwischen Mosel und Pfälzerwald örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Deutsche Kampfflugzeuge griffen am 20. März gegen Abend (wie bereits berichtet) einen durch Kreuzer, Zerstörer und Flugzeuge stark gesicherten britischen Geleitzug in der Höhe von Scapa Flow sowie ein bewaffnetes Handelsschiff im englischen Kanal erfolgreich an. Der Geleitzug wurde zersprengt. Neun Kriegs- und Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von ca. 42 000 Tonnen sind versenkt worden. Zwei weitere Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von ca. 11 000 Tonnen wurden schwer getroffen, eines der feindlichen Flugzeuge im Luftkampf abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt.
Am Vormittag des 20. März wurden einzelne britische Aufklärungsflugzeuge in der Nähe der oft- und nordfriesischen Inseln gesichtet und von der deutschen Abwehr abgewiesen. Die Verluste der britischen Fliegertruppe bei ihren Angriffsversuchen gegen die Jnselt Sylt in der Nacht vom 19. zum 20. März haben sich nach den abschließenden Feststellungen auf drei Flugzeuge erhöht."
Pariser Kulissenwechsel beendet
der Giftmischer Nepnaud hat seine Mitheher beisammen
Brüssel, 22. März.
Das neue französische Kabinett, das Donnerstag mittag unter dem englandhörigen Lberhetzer Paul Rehnand gebildet wurde, setzt sich wie folgt zusammen: Ministerpräsidium und Auswärtiges: Rehnaud, Nationale Verteidigung: Taladier, Vizepräsident des Kabinetts: Ehautemps, Kriegsmarine: Cam- Pinchi, Luftfahrt: Laurent-Eynac, Rüstungen: Dalitry, Justiz: Serol, Finanzen: Lamoureux, Inneres: Henry Roh, Handel: Louis Rolkin, Kolonien: Mandel, Erziehung: (noch unbestimmt: Sarraut oder Delbos), Landwirtschaft: Lueuille, Blockade: Monnet, Oesfentliche Arbeiten: de Monzie, Arbeitsministerium: Pomaret, Jnformationsministerium: Frossard, Handelsmarine: Rio, Oesfentliche Gesundheit: Pernod, Pensionen: (noch unbestimmt: Riviöre oder Taurines). Unterstaatssekretäre: Mi- nisterprüsidium: Raymond Vidal, Auswärtiges: Champetier de Ribes, Inneres: Jacquinot, Krieg: Hippolyte Ducos, Finanzen: Laniel, Elsaß-Lothringen: Schuman, Kriegsmarine: Blancho, Arbeit: Albertin.
Die Rolle, die Paul Reynaud im bisherigen Kabinett Daladier gespielt hat, ist genügend bekannt. Er war eines der Häupter der Kriegstreiberclique. Damit hat er auch der jetzt von ihm gebildeten Regierung den Stempel aufgedrückt. Zu seiner persönlichen Charakterisierung mag darauf hingewiesen werden, daß
Reynaud von Beruf Rechtsanwalt und Besitzer eines Warenhauses in Mexiko ist. Er begann seine politische Laufbahn als Abgeordneter der Nationalisten, um dann je nach den Windströmungen zur Linken oder zur Rechten überzuwechseln. Er rühmt sich, einer der größten Finanzmänner des derzeitigen Frankreichs zu sein. In den letzten Jahren hat er seine politischen Meinungen wie das Hemd gewechselt. Nur in einem Punkt ist er beständig gewesen: als Freund und Gönner des Großkapitals und des internationalen Judentums. Er verkörpert mit einem Wort einen typischen Plutokraten. Die stütze seines Kabinetts ist nicht Daladier, der völlig auf das Verteidigungsministerium zurückgedrängt worden ist, sondern der jüdische Kolonialminister Mandel, der ehemalige Mitarbeiter Clemenceaus. Der Charakter der neuen Regierung als Kabinett rabiater Kriegshetzer wird dadurch nur noch verstärkt. Zu den weiteren Namen der neuen Liste ist zu bemerken, daß sich unter ihnen zwar drei Socialdemokraten befinden, die aber nicht zu den „Größen" der Partei gehören. Der bisherige Innenminister Sarraut ist auf das Er- ziehlingsministerium abgeschoben worden, zweifellos eine Folge der gegen ihn erhobenen Vorwürfe, noch nicht brutal genug die inneren Gegner bekämpft zu haben.
Von vrauchltsch — 4V Itchre Soldat
kin Leben, Sem deutschen Soldalenium geweißt — Kroße flusgaben meisterhaft gelöst
rck. Berlin, 22. März.
Am heutigen Tage, dem 22. März, begeht der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, sei» 40jähriges Tienstjubiläum. Die besten Tugenden des deutschen Soldaten verkörpern sich in diesem Mann, der im März 1038 durch das Vertrauen seines Obersten Befehlshabers, des Führers, aus den Verantwortungsreichen Posten des Oberbefehlshabers des Heeres berufen wurde.
40 Jahre Soldat heißt 40 Jahre Leistung, höchster Einsatz, immer neue Bewährung und heißt 40 Jahre Kampf. Gradlinig und folgerichtig verlaust der Lebensweg Walther von Brauchitsch: Im März des Jahres 1000 verließ er als
lOjähriger die Lichterselder Kadetteminstalt nnd wurde als Leutnant znm 3. Garbegrenadier-RegiMent kommandiert. Nach einem Jahr bereits wechselte er zum 3. Gaweseldartillerie- Regiment über. wird bort Negimentsadjutant und schließlich nach zweijähriger Kommandierung: 1013 als Sanptmann in den Generalstab übernommen. Der Weltkrieg sieht Hanptmann von Brauchitsch in vorderster Front, zuerst im Generalstab des 16. Armeekorps, 1015 bis >017 als ersten Generalstabsoffizier der 34. Infanteriedivision lind bei Kriegsende im Gardereservekorps. Einer seiner Kameraden berichtet aus jenen Tagen: Mit seltener Zähigkeit war er säst täglich in den Stellungen. So kannte ihn säst täglich jeder Posten >m Abschnitt und ebenso wie dort bei der Truppe das Vertrauen zu ihm groß und stark war, war auch im Divisionsstab Zusammenhalt und Kameradschaft durch seinen persönlichen Ein-
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Britische Erkenntnisse um Scapa Flow und Sylt
Die englischen Lügenwolken um Sylt haben neben der „Revanche für Scapa Flow" vielleicht auch den Zweck, von den Verlegenheiten der französischen Vasallen und dem Sturz des englischen Vertrauensmannes Daladier etwas abzulenken. Ueberflüs- siges Bemühen, da, wie gesagt, diese Verlegenheiten uns nicht interessieren. Interessanter sind uns die krampfigen Anstrengungen des englischen Marinechefs Churchill und des Luftfahrtministers Kingsley-Wood, aus dem abgeschlagenen und auf Dänemark danebenge- gangenen Luftangriff gegen Sylt einen Erfolg zu machen. Und zwar einen Erfolg, der den nach Herrn Churchills Worten „schlecht geleiteten Angriff" auf Scapa Flow (zu dem inzwischen die Versenkung von 42 0V0 Tonnen aus dem abermals vor Scapa Flow zersprengten englischen Geleitzug kommen), völlig wesens- los erscheinen läßt.
Es scheint doch, daß auch das Lügen gelernt sein will. Und daß selbst ein solcher Vater und Meister der Lüge, wie Winston Churchill selbst sich rühmt, es zu sein, mit zunehmendem Alter diese Kunst verlernen kann. Wegpn Scapa Flow mußte er sich im Unterhaus sagen lassen, wenn schon die Schreckensmeldungen von dort leider wahr gewesen seien, hätten sie doch schnell und radikal abgeleugnet werden müssen. Das scheint ihm so an den Lügnerehrenpunkt gegangen zu sein, daß er im Falle Sylt sich beeilte, schneller mit seinen Lügen zur Stelle zu sein. Aber vom Künstlerpech verfolgt, passiert ihm nun das umgekehrte Malheur: Log er im Falle Scapa Flow 24 Stunden zu spät, so log er jetzt im Fall Sylt eine Stunde zu früh, zu einer Zeit nämlich^wo er beim besten Willen noch nichts von dem wissen ronnte, was dort wirklich vorgegangen war.
In Wirklichkeit erweisen sichfta die Heldentaten des „fliegenden Löwen" sehr viel zahlreicher und größer als man zuerst annahm. Nur daß nicht das deutsche Sylt, sondern das d ä n i s chc I ü t l a n d dabei Schauplatz und Leidtragender war. In London zwar versichert man,
dr. Leu spricht über alle deutschen Sender
Berlin, 22. März.
Am Ostersonntag, 24. März, spricht der Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Dr. Ley, anläßlich einer Sondcrveranstal- tung von 19 Uhr bis 10,25 Uhr über alle deutschen Sender.
„keine Bestätigung" dafür zu haben, daß englische Bomben auf dänischen Boden fielen. Vielleicht, daß man sich dort den inzwischen vom dänischen Gesandten eingelegten Protest und die dänische Spezifizierung des angerichteten Schadens zu solcher Bestätigung dienen läßt. Inzwischen freilich lügt man frisch drauf los. Voran der Londoner Rundfunk, der vom „schwersten Luftangriff während des ganzen Krieges" spricht, und mit Einzelheiten, wie der Zerstörung des Hindenburgdammes und der Unterbrechung des Zugverkehrs über den Hinden- burgdamm nicht geizt.
Auch der Luftfahrtminister Kingsley-Wood wußte im Unterhaus seinen dankbaren Hörern ein angenehmes Gruseln zu erregen, mit der Schilderung der auf Sylt angerichteten Verheerungen. Auch er spricht von einem gewaltigen, von dem gewaltigsten Luftangriff; es seien doppelt soviel englische Flugzeuge auf Sylt angesetzt gewesen, wie deutsche aus Scapa Flow. Herr Kingsley- Wood mißt, demnach die Bedeutung eines Luftangriffes an der Zahl der, wenn auch vergeblich angreifenden Flugzeuge. Wir messen sie an dem Erfolg. Da hört freilich jede Diskussionsmöglichkeit auf. Wir bleiben aber dabei, lieber mit 14 Flugzeugen sechs Schlachtschiffe zu treffen, zum Teil bis zur Vernichtung, und ein Flugzeug dafür zu opfern, als mit der doppelten Zahl em Häuschen zu beschädigen, und dafür drei Bombenflugzeuge in Zahlung zu geben. Drei englische Bomber nämlich, nicht wie zuletzt gesagt, nur einer, sind bei Sylt abgeschossen worden. i
Beim besten Willen, den Engländern die Heldentaten des „fliegenden Löwen" zu glauben, läßt nicht einmal Amerika sich ernstlich über die wahre Lage der Dinge täuschen. Die „Washington Post" ist herzlos genug, ihre englischen Freunde darauf hinzuweisen, daß
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Dieses siolrs krgsbnis ist sin nsuer 8s«sis für ciis ungsbroeksno Kraft cisr icksimst, für kirsn 5isgss«i»sn unci Illr ikr Vsrtrausn rum kükrsr.
flnß besonders ausgeprägt: Schon im Oktober 1915 erhielt Walther von Brauchitsch das EK. I. Nach dem Zusammenbrach finden wir ihn bis 1021 als Generalstabsosfizier im Wehrkreis II und später in der Heeresansbildnngsabteilung des Neichswehrministerinms, wo iin'April 1925 seine Besür- derung z»m Osterstleutnant erfolgte. 1031 wurde er als Ehef dieser Abteilung nach einem kurzen Kommando znm Stab der 6. Division nach Münster Generalmajor, ein Jahr daraus Inspekteur der Artillerie. Schon bald nach der Machtübernahme berief ihn der Führer als Befehlshaber im Wehrkreis I nach Ostpreußen nnd 1937 nach seiner Ernennung zum General der Artillerie als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe IV nach Leipzig. Im März 1038 schließlich ernannte ihn der Führer unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalobersten zum Oberbefehlshaber'des Heeres: Die Ausgabe, die Walther von Brauchitsch nun gestellt war, wird so. wie. ihre glänzende Durchführung, in die deutsche Wehrgeschichte eingehen. Nach der Besehlignng der Einmärsche nach Oesterreich,'in das Sn- detcnland und nach Böhmen nnd Mähren war Generaloberst von Brauchitsch der geniale Lenker- der deutschen Heere im Blitzkrieg gegen Polen. Er wurde mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Größer noch ist der Anstrag. den die Zukunft ihm stellt: es gilt den .Feind im Westen zu schlagen Und dieser Schlag wird — so .reich an Opfern er auch werde., mag — gründlich, hart nnd vernichtend geführt.
Der Nachfolger Daladiers, Oberhetzcr Rehnaud, hat sein Berbrecherkabinctt gebildet.
Churchills Liigenmanövcr kann den Sicgcszug der Wahrheit über den Erfolg der deutschen Abwehr auf Sylt nicht aufhalten.
Bei dem jüngsten deutschen Luftangriff auf einen britischen Gcleitzng wurden nicht weniger als neun Kriegs- nnd Handelsschiffe versenkt.
Ausländische Pressevertreter überzeugten sich aus Sylt von der Erfolglosigkeit des britischen Lustangrifses.
Die dänische Regierung unternimmt in London wegen der Bombenabwürfe einen diplomatischen Schritt.
Der russisch-finnische Friedensbertrag wurde ratisiziert.
Wieder mußten drei polnische Mörder zum Tode verurteilt werden.
Von Brauchitsch blickt auf eine 40jährige Militärdienstzeit zurück.
Die fünfte Reichsstraßensammlung des Kricgs-WHW. erzielte ein o» v. H. höheres Ergebnis als im Vorjahr. Reichshaüytstcllenleitcr Pg. Reher sprach aus zwei Großkundgebungen des Kreises Bremen der NSDAP.
Im Bremer Rathaus sänd eine Fiihrertaqu'ng der SA.- Grnppe Nordsee statt.