Ausgabe 
(21.3.1940) Nr. 80
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Lrs»rkat VmsUvöVeiikNV

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parteiamtliche Lageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Vremen

Nnzeiss« - GrundpiSkse?

Die 1 wva hohe und 22 Mw breite Zeile im Anzeigenteil 13 öH/ Die 78 mm breite und 1 wm hohe Zeile im Tertteil 75 4^. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Famllien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß- staffel O. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen- InVremen: Am GeereN Nr. 6/8, Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115z Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 21« In Syke, Mühlendamm Nr. 2«

der Nationalsozialisten Vremens

stattliches Verkündungsdlatt des Neichsstatchalkers in Oldenburg und vremea

Nr. 8P / 10. Jahrgang

Donnerstag. 21. März 1940

kinzeipreis 15 Npf.

Neuer stolzer krfolg unserer Weger!

vritischer öeleitzug vor Scapa slow zersprengt / Schiffe versenkt oder schwer getroffen

Derlin, 29. März s21.Z9 Uhrj. stuf der kjöhe von Scapa Flow wurde am TNittwoch gegen flbend ein durch Kreuzer und Zerstörer stark gesicherter britischer Seleitzug erfolgreich von deutschen Fliegern angegriffen und zersprengt. Mehrere Schiffe wurden versenkt oder schwer getroffen. Unsere tapferen Vesahungen befinden sich auf dem Nückslug.

britische bomben aus Vanemark

Valadier ging - Negnaud be auftragt

vrandbombenabwürse bei lzolmslands Klit stach ksbzerg wurde wieder überflogen Schaffe aus dänische Scheinwerseranlage

kin kriegslzelzer und Vasai? knglands löst den anderen ab Der bezeichnende Kulissenwechsel in Frankreich

Kopenhagen, 21. März.

Englische Flugzeuge haben in bekannter Rechtsbrecher­manier am Dienstagabend, wie auch im Wehrmachtsbericht er­wähnt. wieder das dänische Hoheitsgebiet an verschiedenen Stellen verletzt und außerdem sogar aus dänisches Land Bomben abgeworfen. Ueber Esbjerg wurde gegen 20.30 Uhr in etwa 1000 Meter Höhe ein Flugzeug gesichtet, das als ein englisches erkannt worden ist. Die dänische Flugabwehr feuerte einen Warnungsschutz ab, worauf das Flugzeug in Richtung England verschwand. Ueber Holmslands Klit, einer Landzunge an der westjütischen Küste, die den Ringköbing Fjord etwa , 75 Kilometer nördlich von Esbjerg von der Nordsee trennt. ^ Wurden dann kurz nach Mitternacht von zwei Flugzeugen ^Brandbomben abgeworfen. Mehrere Fischer-Häuser wurden U Vollständig zerstört, zum Teil brannten. Wie durch ein Wun- A -er kamen Menschenleben nicht zu Schaden. Kurz daraus wurden, wahrscheinlich von eintm anderen Flugzeug, über Födri Lhngvig zwei Bomben abgeworfen. Durch die Deto­nationen wurden in Hvide Sande sämtliche Fensterscheiben

der Häuser zertrümmert.

Der Bombenangriff der britischen Lustpiraten aus die däni­sche Westküste hat vor allem in der Stadt Esbjerg stärkste Erregung hervorgerufen. Dies ist um so verständlicher, wenn man sich daran erinnert, daß diese Stadt bald nach Beginn des Krieges schon einmal angeblichversehentlich" . von der britischen Luftwaffe bombardiert worden ist, wobei ' eine Frau getötet und mehrere Häuser zerstört wurden.

Hatte schon das Erscheinen englischer Flieger über der Stadt I grotze Beunruhigung ausgelöst, so riefen die verschiedenen > Bombenexplosionen, deren Ort zunächst nicht ermittelt wer- / den konnte, eine wahre Panik unter der Bevölkerung hervor. Später wurde festgestellt, datz die Bomben über Dalum bei Esbjerg abgeworfen wurden. In Esbjerg.wurden die Poli­zei und das Rettungswesen alarmiert. Die Bevölkerung strömte trotz der nächtlichen Stunde auf die Stratzc, ein­ander folgende Explosionen steigerten die Erregung, und erst gegen Morgen trat langsam wieder Ruhe ein.

Nicht weniger als die Esbjerger wurden auch die Be­wohner von Hvide Sande durch die Bombenabwürfe in Er­regung versetzt. Da im übrigen von Augenzeugen versichert

Ver wekrmachisberiätt

Berlin. 21. März.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im

Westen keine besonderen Ereignisse. Am 19 März gegen 29 Uhr griffen britische Flugzeuge die Insel Sylt an. Dir Angriffe wurden von einigen Flugzeugen bis 2.49 Uhr fort­gesetzt. Ein Haus wurde getroffen, sonst dank der deutschen Abwehr kein Schaden angerichtet. Die meisten Bomben sielen ips Wasser. Ein britisches Kampfflugzeug wurde durch deut­sche Flak abgeschossen. Im Zusammenhang mit dem Angriff Wurde von den britischen Flugzeugen dänisches und nieder­ländisches Hoheitsgebiet Lberslogcn."

wird, datz vor dem Abwurf der Explosivgeschosse von den Maschinen, über deren englische Nationalität kein Zweifel bestehen kann, fünf bis sechs Leuchtbomben abgeworfen wur­den, so wird diese Verletzung der dänischen Neutralität noch krasser, zumal sie dann nicht mit einemIrrtum" über die Gegend entschuldigt werden kann. Zwei der Explosivbomben fielen auf ein Feld 100 Meter von einem kleinen Haus in der Nähe der Hvide Sande nieder, ohne Schaden anzurichten. In Hvide Sande selbst wurden zahlreiche Fensterscheiben zer­trümmert.

Ganz offen spricht man letzt in vielen Kreisen Dänemarks von systematischen Angriffen aus dänisches Gebiet, Grohes Aufsehen hat die Tatsache erregt, daß die Engländer auch am Mittwochpormittag wieder dänisches, Gebiet angegriffen haben. Gegen 9,30 Uhr vormittags richteten die Flakbatte- rien von Esbjerg, die bereits zweimal im Laufe der Nacht feindliche Flieger abwehren mutzten, ihr Feuer gegen Flieger .unbekannter Nationalität", die versuchten ihre Bomben ab­zuwerfen, Inzwischen sind Bombensplitter aufgefunden wor­den, die untersucht werden.

Ein Sonderflugzeug mit Vertretern der Kopenhagener Po- iizeidirektion und der dänischen Heeresleitung hat sich im Laufe des Mittwoch an die Orte der dänischen Westküste be­geben. wo Bomben abgeworfen worden sind (Fortsetzung auf Seite 2)

Brüssel. 21. März.

Die Geheimsihung der französischen Kammer endete Mitt­woch früh gegen 4,30 Uhr mit einer Abstimmung. Das Ergebnis der Abstimmung ist, wie aus Paris berichtet wird, solgendes: Von den insgesamt 530 Abgeordneten nahmen 239 das Vertrauensvotum sür die Regierung an. 303 Ab­geordnete enthielten sich der Stimme. Ein Abgeordneter, der Unabhängige Dclaunay, stimmte gegen die Regierung. 7 Abgeordnete waren beurlaubt abwesend.

Die 303 Abgeordneten, die sich der Stimme enthielten, setzten sich wie folgt zusammen: Bon der Linken 157 Sozial­demokratin. zahlreich« Abgeordnete der Gruppe der Franzö­sischen Union, die meisten Abgeordneten der Sozialistischen und Republikanischen Union und ein Teil der Unabhängi­gen Linken. Von der Rechten enthielten sich der Stimme 20 Abgeordnete der Republikanischen Föderation und zahl­reiche Mitglieder der Demokratischen Allianz und der Nach­bargruppen. Ministerpräsident Daladier und die Mitglie­der seines Kabinetts übermittelten gegen 10,30 Uhr im Elhsee dem Präsidenten der französischen Republik ihre De­mission, die angenommen wurde.

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tieues kiral6N8lück eines drittscken kliesers seyen ein unbeivattnelee

Üeul8csts8 Üanäei88ci»itt / ksckl8druck au8 8y8lein unä köderen Seiest!

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Hur ruvselsrrigse neuleslsr Quells wirrl sensul sins beulsls Vselstrung eiss Völlesersckls ckurck brikiscks klisgse suk liokse 8ss deßsnnt. l)se ciöutscks vsmpkse^ciolk l.sonksrclt", clsr rksn Itsksn lobito sm S. vsrembsr 1-L- vsrlssrsn lisNs, «urcle sm Voemillsg clss 7. vsremdse 1-ä- 7l> Ssemsilsn siiciwertlick von vsngusls sn ekse «üsks clsr poelugissisclien Kolonie /lngols von einem englirclisn klugrsug gestellt, ekss «kueck dSsrcliinsngsvvskiesslvsn ins Vikssrse uncl gegen ekle voeclv/snä sowie clueck Tuwinlcsn clss 8cl>ikk sukkoeeleetv, Kurs noeclwLrts ru nslimsn. Um clsr Hutbringung ru ent­gelten, gsb clsr KspitLn clss clsutscksn ttsnclelrsckikkss clsrsukkin clsn vskslil rur 8slbstverssnl<ung.

Als der britische Flieger das bemerkte, beschoß er den Kapitän auf der Brücke und legte Maschinengewehrsalvcn in den Maschinen- und Heizraum Der Kapitän beorderte dann die ganze Besatzung in die Boote, deren Besteigen der britische Flieger durch starkes Maschinengewehrseuer verhindern wollte. Es wurde von ihm sogar aus die schon zu Wasser gefierten Boote geschossen, wobei das Steuer­bordboot beschädigt und vier .Wann der Bootsbesatzung leicht verwundet wurden.

, Genau wie im Falle derWatussi" haben britische Flieger in brutalster und rechtswidrigster Weise ein unbewafsnetes deutsches Handelsschiff beschossen und wehr­lose deutsche Seeleute selbst in den Rettungsbooten noch unter Maschinengewehrseuer genommen. Die merkwürdige Häufung dieser 'Vorkommnisse zeigt, daß hinter diesem unrühmlichen Vorgehen britischer Flieger offenbar System und höherer Befehl stehen. Von einem derartig piroten- haften Verhalten wird die ganze rechtlich denkende Welt nur mit Abscheu und Empörung Kenntnis nehmen.

0r. ladt;um Neikiisminister ernannt

Mit der Vurttikülzrung eines vom Fükrer aufgestellten gewaltigen Waffen- und Munitionsprogramms beauftragt

Berlin, 21. März.

Zur Durchführung des vom Führer aufgestellten gewaltigen Massen- und Munitionsprogramms ist es erforderlich, alle in der Massenherstellung und MUnitionserzeugung tätigen Stel­le« zu höchster Krastentfaltung unter einheitlicher Leitung zusammenzufassen. Der Führer hat daher durch Erlaß vom 17. März 1940 zum Reichsminister sür Bcwasfnung und Munition den Generalinspektor sür das deutsche Stratzen- ' Wesen. Dr.-Jng. Todt, berufen, der nicht nur das großartige Werk der Reichsautobahnen geschaffen, sondern auch in kür- ' zester Zeit mit unvergleichlichem Schwung die riesenhafte Be- ' festigungslinie des Westwalls ihrer Vollendung entgegenge- . führt hat. Die Durchführungsbestimmungen, die den Umfang ! seiner Ausgaben und Befugnisse näher regeln, hat der Führer ' bereits erlassen.

c Mit Dr.-Jng. Fritz Todt hat der Führer in die überaus ^ wichtige Stelle des Rcichsministers sür Bewaffnung und Mu­nition einen Plann berufen, der durch die von ihm bisher > geschaffenen Werke gezeigt hat, datz sich in ihm nationalsozia­listische Tatkraft und äußerste Energie gepaart mit höchster ^ Leistungsfähigkeit und einem ungewöhnlichen Organisations- ' talent vereinen.

Das deutsche Volk beglückwünscht Dr. Todt zu dieser neuen / ehrenvollen Berufung und ist überzeugt, daß genau so wie

Wegen der Arbeitsruhe am Karfreitag erscheinen am kommenden Sonnabend die bremischen Zeitungen nicht. Unsere Oster- Ausgabe erscheint am Ostersonntag zur gewohnten Stunde.

der Name Todt mit der Rejchsautobahn und dem Westwall für alle Zeiten verbunden ist, auch hier wieder der richtige Mann auf den richtigen Platz gestellt wurde.

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keivbsmirüitvr Dr. inx. Dockt k'rssss-Kokkms.rlii

Dr. Fritz Todt, 1891 in Psorzheim geboren, studierte Jn- genieurwisfenschasten an den Technischen Hochschulen in Mün­chen und Karlsruhe und promovierte mit einer Arbeit über Straßenbau zum Dr.-Jng. Im Weltkrieg war Dr. Todt Vvm ersten bis zum letzten Tag an der Westfront. Bereits im Jahre 1922 schloß er sich der NSTAP, an, wo er Fach­berater für den Straßenbau war. Am 5. Juli 1933 wurde Dr. Todt durch den Führer zum Keneralinspektor sür das deutsche Straßenwesen bestellt, und mit der von ihm be­wältigten Hauptauigabe des Baues der Reicb?-auto>mh» wurde sein Name sür das deutsche Volk zu einem Begriff. Im Mai 1938 beauftragte ihn der Führer, das gewaltigste Festungs­werk aller Zeiten den Westwall, bis zum Herbst 1938 iertig- zustellen. Bereits im September 1938 stand er vor' der Vollendung, Für diese ungewöhnlichen Leistungen wurde Dr. Todt der Teutsche Nationalpreis des Jahres 1938 verliehen. Tr. Todt, der SA,-Obergruppenführer ist und das Hauptamt für Technik der NSTAP, leitet, erhielt am 19. Oktober vorigen Jahres den Charakter als Generalmajor, Dies ist in großen Zügen die ungewöhnliche Laufbahn eines ungewöhn­lichen Mannes,

Konzentration der Kräfte und Leistungssteigerung, das sind die beiden wesentlichen Gesichtspunkt«, unter denen die Be­rufung Dr. Todts: zu werten ist, Aufgaben, in denen sich der Reichsminister sür Bewaffnung und Munition vielfach und mit außerordentlichem Erfolg bewährt hat.

ver sührer an den Kaiser von Iran

Berlin. S1, März.

Der Führer hat Seiner Majestät dem Schahinscha von Iran zum Nauruzfest drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.

vsed. Bern, 21. März.

Der Präsident der französischen Republik hat nach Be­sprechungen mit dem Präsidenten des Senats und der Kam­mer am Mittwoch spät nachmittags den bisherigen Finanz­minister Paul Rehnaud mit der Regicrungsneubildung beauf­tragt.

Arrisee öeksÄetz-fireie

Nach dem Abtritt Daladiers

Wir nehmen die Abstimmungen in der französischen Kammer und die Nachricht vom Sturz der Regierung Daladiers ruhigsten Gemütes zur Kenntnis. Sie sind für uns eine innerpolitische französische Nervenkrisis, inter­essant allenfalls, weil sie die Unsicherheit und Zerrissen­heit der französischen Stimmung bestätigen, die uns schon lange bekannt war. Auf unsere eigene Einstellung zu der Wirklichkeit der Dinge aber bleiben diese parlamen­tarischen Schattenspiele ohne jeden, auch nur den ge­ringsten Einfluß. Ob in Frankreich nach Herrn Daladier der Oberhetzer Reynaud kommt oder Herr Daladier redi- vivus wiederkehrt oder irgendein anderer Funktionär eines parlamentarischen Klüngels an seine Stelle tritt, ist uns völlig gleichgültig. Ob ein Viertel oder die Hälfte oder drei Viertel der schwankenden Rohre der Abgeord­netenkammer auf eine Weile nach dem Hauch des parla­mentarischen Windes sich zu ihm neigen, ist ohne jeden Belang. Unsere Gedanken über unseren Krieg und sein Ziel werden von diesem Winde nicht bewegt. Es ist lediglich ein Barometer für den französischen innen­politischen Wetterstand, wenn man feststellt, dah die Stimmen für Daladier gegenüber der letzten Abstimmung sich um mehr als die Hälfte verringert haben, und datz es nur französisch-parlamentarischer Gepflogenheit ent­spricht, wenn die starke Mehrheit von 303 Abgeordneten gegen ihn sich formell nurder Abstimmung enthalten" hat. Jede von diesenEnthaltungen" wiegt genau soviel wie das glatte Nein des einzigen Mannes, der diese parlamentarische Komödie nicht mitmachte. Uns bedeutet der Rücktritt Daladiers nur einen Kulissenwechsel. Hin­ter der Kulisse bleibt die alte Wirklichkeit bestehen. Soll iiberhaupt ein Wort über die auhenpolitische Bedeutung dieses Kabinettsrücktritts gesagt sein. so nur dies, datz natürlich ein Kabinettsrücktritt niemals ein Symptom errungener Erfolge ist, und dah ebenso natürlich nach Finnland, nach der Brenner-Begegnung und nach Scapa Flow dieser Rücktritt in Frankreich ein neuer Schlag für den armen alten Chamberlain in England ist.

Der jetzt mit der Regierungsbildung beauftragte Rey­naud war seit November des Jahres 1938 der schwarze Schatten des Kabinetts Daladier und gemeinsam mit seinen englischen Freunden einer der Hauptschuldigen an dem Kriegsausbruch. Wenn er nun selbst aus Ruder kommt, der Vertrauensmann des internationalen Groß­kapitals. Freund der Juden und aller Börsianer in der Londoner wie in der Pariser City, so bedeutet das für Frankreich die restlose Unterwerfung unter die britischen Plutokraten. Reynaud, einer der wildesten und haß­erfülltesten Kriegshetzer, war stets ein willfähriges Werk­zeug Londons. Er kannte keine Skrupel und keine patriotischen Rücksichten, wenn sich ihm jemals die Mög­lichkeit zu bieten schien, sich als Testamentsvollstrecker Richelieus aufzuspielen. Woran Daladier scheiterte, wird allerdings auch ihn niemals gelingen.

Bei einem neuen deutschen Fliegerangriff aus einen stark gesicherter britischen Geleitzug vor Scapa Flow wurden abermals mehrere Schisse versenkt oder schwer getroffen.

Britische Flieger bombardierten bei ihrem abgeschlagenen Angriff aus Sylt Teile Dänemarks.

Ein neuer seiger Uebersall eines englischen Fliegers auf deutsche Rettungsboote wird bekannt.

Ein holländischer Tanker lief auf eine Mine.

Daladier ist zurückgetreten; mit der Regierungsneubildung wurde der Oberhetzer Reynaud beauftragt.

Der Führer ernannte Dr. Todt zum Reichsminister und beauftragte ihn mit der Durchführung eines gewaltigen Waffen- und Munitionsprogramms.

Der Reichsinnenminister erläßt eine Verordnung zum Schutze Jugendlicher während der Kriegsdauer.

General von Lettow-Vorbeck erhielt zum 70. Geburtstag ungezählte Glückwünsche aus allen Teilen des Reiches und aus dem Auslande.

Landgrrichtsdirektor Dr. Wilckens verstarb nach schwerer Erkrankung.