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parteiamtliche Tageszeitung ^ der Nationalsozialisten Vremens
vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen flmrkches Verkündungsdiatt des Neichsstatchalters in Videndurg und Vremen
Nr. ?9 / 19. Zaifrgang
Mittwoch. 20. März 1940
Linzelpreis 13 Npf.
thurchill nun auch in USfl. entlarvt
..New ffork tlmes": 6 große englische Kriegsschiffe von deutschen vomben Heimgesucht!
Her Kroüerkolg von 8csps kloi»
vie VeUpresse würckigt äsn einrigsrtigen Lies unserer I-ullvatke — trotr 6 er LusMckte ckes I-ügenloräs
dlsw^orlc, 2ll. H4srr
l>is „dlew^oric 7!mss" mslcist aus Viksskington, «Isk eins ruvsrlsssigs nsutrsls QusIIs, «iis mit lonclon küklung kslks, amsriksnl. cksn Ksgisrungsicssissn ciis «tsutscks »srstsllung llbsr clsn clsutrcksn tuktsngriff auf Lcsps klsw sir sulrskksn6 bsrsicknst ksbs. Lecks gröksrs snglisc ks Kriegsschiffe, elsruntsr Lcklscktlcrsursr uncl Kreursr, seien von «ten deutschen vomben rum Isil sc kwsr getroffen worctsn. kin Lckiff sei ciurck rwsi grovkslibrigs Irstfsr so mitgenommen worden, «tsk es so gut wie vernicklet sei. — Nisse dtsckrickt, so sagt ciis „dlsw^orlr limsr", ksbs wegen ikrsr ernsten vsrleutung fllr ciis tiniensckiffsllottsn bei clsn smsriksnircksn KSsrinetaek- ieuten ciss rtsrllste Interesse ausgelöst.
Der bonckoner Kuncktunlc unck clis britische kresss stehen seit Lonntsg. nscbckem ihnen ckei bisher größte c^ngrikk ckei cisutscksn buktwetis gegen ciie englische flotte runäckst ciis Lprscbe geraubt hatte, ksst ausschließlich irn Oisnst cker bügen- unci Osnientierpolitilc Oburckiils. Vergeblich wurcke nnck wirft versucht, den peinlichen Lin- ftruclc clsr totalen blieckerlags von Lcsps blovv ciurck Icincliscks Ausflüchte abrusckwä- cken — in clsr stillen flokknung, ftie in alle Welt kinsusgskunlrtsn kksntasieproüulcts äss englischen kelrlaineministeriurns könnten vielleicht clock hier unci cia offene Obren kinften. /^ber schon ciis /^rt, in cler ciie presse ftsr dleutrslen sich mit üem schweren Lcklag von Lcsps Eiow beschäl tigte. spiegelte clas Vertrauen in ftie unbegrenzte Olaukwüräigkeit fter OXVV.-Berichte wiftsr unci unterstrich cisn koken Orsft ftss allgemeinen hftiü- trsuens gegen ftie sllru üurcksicktigen prlclsiun- gen ciss bügsrilorcis. lftnft nun bestätigt außer secieren ausläncliscken Leitungen ein so großes
ölatt wie ftie „Kiew VorL Times" auf Orunft ruver- lässiger psststellungen cism blamierten Lckwinck- lsr üer britischen ^cimiralität, cisü er seine Oemsntjsr-Hfssckins unfreiwillig nur rum Osspött cier kvfitwslt auf Touren setzte, vie von kern bisw^orlcer LIstt mitgeteilten Linrelkeitsn geben sogar noch über bis nüchternen Angaben ciss OXW.-Lericktes hinaus unci lassen weitere küclc- scblüsss auf clen in zecier keriekung einrig - artigen Lrkolg «i s r ci e u t s c h s n bukt- walke ru. Xlles in allem ist erneut ciis Wsrt- losiglcsit ciss Lcspa-PIow-Lcklupfwinksls üsr englischen Platts erwiesen, obsckon ciis geballte 2u- ssinmenrisbung britischer Xrisgssckiös in jener bückt ciss Oegentsil hatte ciemonstrisren sollen, ^s, ciis Lpstren pfeifen es bereits von äsn Dächern, üaß es kür ciie angeblich rnssr- beksrrsckencie Platts ^Ibions überhaupt keinen Zufluchtsort mehr gibt . . . Wie wirü Ihnen, bir. Lkurckill?
mü.
Oben: Vis vsgsgnung sm vrsnnsr. vsr LLKror unci Mussolini nsck cier kskilicksn Untsrrselung
im Lslonwsgsn clsr Ducs.
0 s r u k t e c: Dsr kmplsng ciss kükrsrs in vsrlin nsck ssinsr Unisrrsciung mit cism Ducs. vsckls nsbsn SsnsrsIlsIcimsrscksII Söcing SsnsrsIIsutnsn, vocienscksir, rsckls kinlsr cism kükrsc Srup- psniiikrsr Lcksub, links neben» cism kükrer ksickssukenminister von vibbsnirop unci ireicks-
minislsr Dr. l.smmsrs. prssss-bloffmsnn (2)
feindliche Sloßlrupps abgewiesen
Berlin, 2V. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: .^wischen Mosel und Psalzer Wald Spähtrupptätigkeit und Artillerie- seuer. Zwei feindliche Stoßtrupps wurden abgewiesen."
tiöeeL cice eeeL«««-
Brenner-Begegnung ein Schlag gegen die Westmächte
stngslprodukl der Plulokealen
Deutschlands Losung: „Kampf bis zum Sieg"
Berlin, 20. März.
Ein Teil der internationalen Presse ist hinsichtlich der Besprechungen zwischen dem Führer und dem Ducc am Brenner aus einen periodisch wiederkehrenden, diesmal besonders plumpen englisch-sranzösischen Schwindel hereingefallen.
Die sogenannten Alliierten können ihren Schock über das die Festigkeit der Achse aufs neue dokumentierende Zusammentreffen der Staatschess der beiden verbündeten Völker nicht anders verstecken als durch die aus der eigenen Angst vor der Zukunft geborene, immer wiederkehrende Behauptung, Deutsch
land und Italien hätten einen Friedensplan vorbereitet. Zur Hebung der Glaubwürdigkeit dieses Schwindels hat man sich jetzt auch noch els Punkte dieses sogenannten Planes aus den Fingern gesogen. Wie bei früheren Gelegenheiten können wir auch hcute'gcgenübcr diesen dummen Schwindel: wer»
nur erneut feststelle», daß nach der Zurückweisung des einmaligen Friedensangebotes des Führers" vom 6. Oktober 193!» Deutschland zur Frage des Friedens nichts mehr zu sagen hat. Seine Lasung hciht: Kamps bis zum Siege!
Die .engljschen und französischen Drahtzieher auf ihren wackligen Ministerpostcn müßten sich andere Dinge aus- denken, um ihr schlechtes Gewisien zu beruhigen, ihre täglich unruhiger werdenden Völker betrügen und die Welt über ihre wahre Lage täuschen zu können.
englische Angriffe aus Sgtt abgeschlagen
Ein Engländer abgeschossen
Berlin, 20. März
Dienstag abend um 19.57 Uhr, 20.58' Uhr und 21.1«, Uhr versuchten englische Bombenslugzeugc Angriffe aus die Insel Shlt. Mit Ausnahme eines Hauses, das jn Brand geriet, wurde dank der deutschen Abwehr keinerlei Schaden angerichtet. Ein Engländer wurde abgeschossen.
..verirrte" kngländer
Wiederum haben zwei englische Solhate.n die belgische.Grenze überschritten, wobei sie von der belgischen Gendarmerie verhaftet und interniert wurden. Die Engländer erklärten, sich „verirrt" zu haben.
Ltchmes Unterliausgeschwich lliamberlains
M ßer olssbikan; vor dem Parlament / veschimpsung der Neutralen / tHurchills alte Platte
boe Den Haag, 20. März.
Zum ersten Male seit sechs Wochen gab Chamberlain am Dienstag wieder einen seiner üblichen Ueberblicke über den Verlaus des Krieges. Es ist sicherlich nicht unbedeutend, daß die englische Presse das Geschwätz des Premiers diesmal nicht mit den hochklingenden Worten „Ersolgsbilanz" ankündigte, sondern bescheiden als „Bericht über die letzten Ereignisse" bezeichnete. Ohne Zweifel war die Erklärung Chamberlains die sür England unerfreulichste, die er jemals im Parlament Verlesen hat. Jn nahezu einstündiger Rede hatte der Premierminister nichts anderes zu tun. als sich mit den diplomatischen und politischen Niederlagen seiner Regierung in den fetzten Wochen zu besassen und die Dinge in den Augen der Opposition und seiner eigenen Anhänger, die in der letzten Zeit ziemlich kritisch gegenüber der Politik des Kriegs- kpbinetts eingestellt sind, zu beschönigen.
Den Hauptteil seiner Nebe nahm sein Grabgesang auf das Fehlschlagen der Jnterventionspläne in Finnland ein. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen leistete er sich ein Meisterstück englischer DerdrehungSkunst, indem er behauptete, an der finnischen Tragödie sei einzig und allein Deutschland schuld. Den Nachweis sür diese lächerliche Behauptung blieb er selbstverständlich schuldig. Aus begreiflichen Gründen hütete er sich auch Englands Bestrebungen allzu deutlich zu präzisieren, da er sonst hätte eingestehen müssen, daß London einen friedlichen Ausgleich zwischen Helsinki und Moskau hintertrieben Hai und es rhm bei seinen Jnterventionsplänen niemals in den Sinn gekommen war, Finnland wirklich zu helfen. Vielmehr sollten Norwegen und Schweden in den Krieg verwickelt werden, llm auf diese Weise mit fremden Hilsstruppen — wie man
in Frankreich erklärte — die Maginot-Linie nach Skandinavien zu verlängern.
Chamberlain, der überhaupt reichlich nervös erschien, leistete sich dann eine sensationelle' Entgleisung, die in der Diplomatenloge des Unterhauses, die mit Vertretern der neutralen Staaten voll besetzt war. starkes Aussehen hervorgerufen hat. Er erklärte nämlich, er müsse sich die Kritik neutraler Staaten an dem Verhalten der Westmächte beim Finnland-Konflikt verbitten fü). Diese Staaten hätten kein Recht, dreinzureden, um so mehr. als sie weit vom Kriegsschauplatz entfernt seien l!)- Dieser Ausspruch wird allgemein als eine deutliche Spitze gegen die Bereinigten Staaten ausgelegt, da die öffentliche Meinung in Amerika das englische Spiel als Verrät am finnischen Volk anprangerte. Für das Mißlingen des ersehnten englischen Planes, den Kriegsschauplatz aus den Norden Europas auszuweiten, machte er Schweden und Norwegen verantwortlich. Die Nachricht, daß Schweden sich geweigert habe, einem britischen Expeditionskorps, das einmal ausgestellt war (!), den Durchmarsch zu gestatten, so gestand er ein. sei ein» für England sehr entmutigende Nachricht gewesen! Seinem großen Aerger über das Verholten der skandinavischen Staaten verlieh Chamberlain dann durch die Drohung Ausdruck, daß die neutralen Staaten sicherlich noch ihre Politik bereuen würden!!
Recht verlegen äußerte sich der Premier auch über die Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce. Bisher habe man in London, so mußte er eingestehen. noch keine Ahnung über den Inhalt der Gespräche. Welche Abmachungen aber auch getroffen worden seien, England sei bereit, den Dingen zu begegnen und nicht von seinem bekannten Standpunkt abzu-. gehen. Letzteres hat auch bestimmt niemand erwartet, nachdem die plutokratischen Kriegsabsichten hinreichend bekannt sind.
Interessant ist aber doch, daß Chamberlain selbst die dummdreisten Kombinationen der englischen Presse um das Tressen aus dem Brenner als aus den Fingern gesogen desavouieren mußte.
Die Bombardierung des Flottenstützpunktes Scapa Flvw . stellte der Premier aus Weisung Churchills als „unwichtige Angelegenheit" hin. Er wiederholte dabei die längst zerpflückten Schwindelkommuniques des Lügenlords, da er anscheinend das Bedürfnis hatte, sich in dessen Blamage vor der Weltöffentlichkeit zu teilen.
Alles in allem also eine höchst kümmerliche Rede. die nicht nur die im Lager der Plutokraten herrschende Verwirrung kennzeichnet, sondern auch bestätigt, daß sich an den bekannten Bestrebungen der Kriegstreiber zur brutalen Vergewaltigung der Neutralen und an der bösartigen Anmaßung der Briten nicht das geringste geändert hat.
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Jn dem verzweifelten Bemühen, die britische Niederlage im Finnlandkonflikt zu vertuschen, versucht Chamberlain — Rußland zu nennen ist er offensichtlich zu feige — Deutschland die Schuld an dem Schicksal Finnlands zuzuschieben. Das ist ein ebenso dummer wie unverschämter Rechtfertigungsversuch. Wer anders als England hat durch seine Einkreisungsbemühungen die skandinavischen Länder in den Kreis der Spannung gezogen? Wer hat die Finnen aufgehetzt und ihnen hochtrabend Hilfe versprochen? Wer hat sie dann schmählich im Stich gelassen? Die Welt weiß heute Bescheid. Auch der Fall Finnland beweist wie die anderen Beispiele der letzten Jahre und Monate, wie man garantiert werden und dabei pleite gehen kann.
Mit geradezu chronometrischer Sicherheit kehrte sei Bestehen der engen deutsch-italienischen Zusammenarbei m den Demokratien bei jeder Gelegenheit das neckisch c-piel der Versuche wieder, die Achse Berlin—Rom ab „geschwächt", als „bruchreif", als ..überholt" usw. dar zustellen. >;mmer haben die Giftmischer in London uiü Baris durch die Entwicklung der Achsenbeziehunaei derbe Na,en,tuber als Antwort auf ihre lächerliche, Spekulationen erhalten, die sie jedoch nicht davon ab bringen konnten, diese Wunschträume immer neu zi wiederholen. Sie konnten dabei die Furcht und Un snherheit hinsichtlich des Schicksals ihrer eiqenen dunklei Blaue, die die Achsenpolitik stets zu durchkreuzen ver stand, nie verbergen.
So auch in jüngster Zeit. wo man in Paris und Lon dyn die zahlreich erlittenen politischen und militärische, schlappen durch das Märchen wettmachen zu könne,
^ Deutschland ab. Noch an 18. cklkarz erzählte die ganz im plutokratischen Fahr wasser segelnde Eazetta de Lausanne" ihren Lesern -ätalien stelle sich völlig abseits und sei „von keinerle Voreingenommenheit für irgendeine ausländische Sackn bestimmt Drei Stunden später erfuhr die aufhorchend:
IllllllilllllllllllllllllllMIIIIIUIIUIIUIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIuui,,»»»,»»,,,,,^
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Die Weltpresse würdigt trotz der Schwindelmanöver deS Lügenlords den Großerfolg der deutschen Luftwaffe in Scapa Flow.
Die Brenner-Zusammenkunft wird weiter in der ganzen Welt stark beachtet.
Vor dem Unterhaus gab Chamberlain eine niederschmetternde Mitzersolgsbilanz.
Ein englischer Angriss aus Shlt wurde abgeschlagen.
Der indische Nationalkongreß fordert in einer Entschließung die völlige Unabhängigkeit Indiens; englische Polizei schoß aus eine Mohammedaner-Prozession und tötete 23 Inder.
Die Abgeordneten der Pariser Kammer reagierten ihre i Angstkomplexe in einer Geheimsitzung ab.
Die Leipziger Frühjahrsmesse zeitigte 30 Millionen RM. Auslandsumsatz.
Das Reich stellte neue Mittel für Teilung und Umbau von Wohnungen bereit.
General von Lettow-Vorbeck vollendet heute sein 70. Lebensjahr.
Ein repräsentatives Festprogramm mit bedeutenden künstlerischen Kräften wird die Rundfunksendungen vom Gründonnerstag bis Ostermontag beherrschen.