Ausgabe 
(30.3.1939) Nr. 89
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vrmer Zeitung

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Lreien kjansestadt Bremen

A«LLtg«n - Grundpreises Die 22-mm-geIle Im Anzeigenteil 13 4A4, die 78-inm-Zeile im Text- test 78 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­te 7 (Nachlaßstaffel S). Für An­zeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren 6 8, Fern­sprecher Nr. 84121. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher

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der Natronalsoziaksten Vremens

Amittches Berkündungsbla» des Beichsstatthalkers in01üenburg unü Bremen

Nr. SS / S. Jahrgang

Nonnerstag, ZS. März 1939

Einzelpreis 13 Npf.

oer sichrer kommt in unserm Sau!

ffm 1. KprN Stapellauf des Schlachtschiffes 6 in wichelmsffaoen/ffdolf ffitlee spricht in seiner Kriegsmarinestadt;ur öevölkerung des Saues weser-kms

MSenburg, 30. März. sim 1. sipril wird der Whrer in den kau weser-kms kommen, um an Sem Stapellaus des neuesten Schlachtschiffes der Kriegsmarine in wilkelmskaven teilzunehmen. Sei der Bevölkerung un­seres Saues hat diese Nachricht unbeschreibliche freude ausgelöst. lausende aus allen kreisen werden nach wilkelmskaven fahren, um den sichrer zu sehen, ihn sprechen zu hören und um ihm dafür zu danken, daß er Böhmen, Mähren und das Memelland heimholte in das Kraßdeutsche Neich. für diesen festlag des Saues ist folgendes Programm ooegesehenr Um 11 Uhr wird der

sichrer im Sondeczug auf dem Bahnhof in wichelmshaven eintreffen, wo er durch 21 Salutschüsse begrüßt wird. Nach dem Nbschreiten der sront der khrenkompanie begibt sich der sichrer aus das Werstgelände zum Stapellauf. Vize­admiral von lrotha hält die laufrede. 3m Nahmen einW kmpfanges, der um 17.10 Uhr im Nathaus stattfindet, wird Sberbürgermeister Vr. Müller dem sichrer den khren- bürgerbrief der Stadt wichelmshaven überreichen. In der anschließenden Kundgebung auf dem Nathausplatz spricht der sührer. Nach der Kundgebung verläßt der Sonöerzug des sührers wichelmshaven.

" Unendliche Freude erfüllt unseren Gau bei der Kunde, daß der Führer komme« wird. Wo wer­den wir ihn sehen? Wann können wir ihn sehen? Das sind die Kragen, die heute von Mund zu Mund aller Volksgenossen gehen. .Wie wollen wir ihn begrüßen und ihm danke« für alles, was er Großes am deutschen Volke und für Deutsch­land tat! Das ist der Ausdruck des Gefühls, das anläßlich des bevorstehenden erhebenden Ereig­nisses alle Herzen erfüllt. Es ist verhältnismäßig selten, daß unser im Reich etwas abgelegener Gau das Glück hat, den Führer bei sich zu sehen. Da dieses Glück uns nun wieder einmal zuteil wird, wollen wir es in vollstem Maße festhalten und ge­nießen.

Mit höchster Genugtuung erfährt die Bevölke­rung des Gaues Weser-Ems, daß es möglich ist, sowohl in Sonderzngen als auch imKraft - wagen nach Wilhelmshaven zu kommen, um den Führer zu sehen, ihm ins.Auge zu blicken und dabei die Worte zu hören, die er bei der angesetzten Kundgebung an Deutschland und wohl auch wie­der an die ganze Well richten wird. Keiner, dem die Möglichkeit gegeben ist, nach 'Wilhelmshaven zu eilen, wird diese Gelegenheit versäumen: aber auch diejenigen, die Verufspflichten an ihrem Wohnort festhalten, werden leidenschaftlich be­strebt sein. sich dort einzufinden, wo des Führers Zug nach Wilhelmshaven vorbeifährt, und vor allem dort, wo sein Zug Aufenthalt nimmt.

Wir wissen es alle: Es ist die Begegnung mit dem Führer ein Erlebnis, wie es kein scPineres geben kann. Wir werden und wollen es festhalten in seiner ganzen Tiefe und wollen unserer Be­geisterung, Liebe und Verehrung für den Führer jubelnd Ausdruck geben, wo immer wir den Ret­ter des Reiches und Schöpfer Großdeutschlands sehen dürfen. Aber auch dort, wo dies nicht mög­lich ist, wollen wir leuchten und flattern lassen des Führers geheiligte Fahne, sein Hakenkreuzbanner, die Fahne Deutschlands, die Fahne des von chm geschaffenen tausendjährigen Reiches. ck.

Bas Programm für Benführerbesuch

in Wilhelmshaven sieht im einzelnen noch folgendes vor: Während des Eintreffens des Sonderzuges arg dem Hauptbahnhof in Wilhelmshaven spielt ein Musikkorps der Marine. Auf dem Bahnsteig erwarten den Ocuhrcr unser Gauleiter Carl Rover. Generaladmiral Racder und Admiral Saalwächter. Während sich der Führer zum Bahnhofsausgang begibt, werden 21 Schuh Chren- salut abgegeben. Der Abschreitung der czroitt der auf­gestellten Marine-Ehrenkompanien folgt dre ^ahrt zum Werftgcländc. Nach dem Eintreffen auf dem Werft- gelände schreitet der Führer wiederum erne Marrnc- Ehrenkompanic ab und besteigt dann die ^aufkanzel, worauf der Taufakt beginnt. Der Führer begibt ,ich nach dem Stapellauf zur Nordwestecke des Bauhafens.

Zum Enipsang im Rathaus trifft der Führer gegen 17 Uhr um Rathausplatz ein, wo er zunächst ^yrensor- mationen der Gliederungen der Bewegung abichreitet, ein SA.-Musikzug spielt den Präsentiermarsch. Um 17.10 Ubr wird der Führer am Rathauseingang von LM-rbürgermeistcr Pg. Dr. Müller begrüß, und »um Sitzungssaal geleitet, wo die Beigeordneten und Rats­herren sowie die Führer des Handwerks und der Wir - schau der Stadt Wilhelmshaven, ferner aus dem Gau Weür-Ems die Eauamtsleiter, Kreisleiter und die Führer der Gliederungen der Bewegung anwesend smo. An die Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters

schließt sich die Ueberreichung des Ehrsnbürgerbriefes der Stadt Wilhelmshaven an den Führer. Es folgt die Erwiderung des Führers mrd anschließend die Führer- huldigung. Die Feierlichkeiten im Rathaus werden mit­tels Lautsprecheranlage aus den Nathausplatz über­tragen.

Auf dem Rathausplatz smd inzwischen die Volks­genossen ausmarschiert: auf der Tribüne haben u. s. 1836 Sirdetendeutsche und Ostmä-rker Platz gefunden.

Der Aufnmrsch ist um 16.40 Uhr beendet. Um 1V.S0 Uhr beginnt der Aufmarsch von 600 Fahnen der Partei und ihrer Gliederungen. Um 17.30 Uhr begibt sich der Führer mit unserem Gauleiter und seiner Begleitung vom,Rathaus aus zur Tribüne. Nach der Begrüßungs­ansprache des Gauleiters spricht der Führer. Führerhuldigung und Nationalhymne» schließen die Großkundgebung, woraus sich der Führer über den Mt- Lelweg des Kundgebungsplatzcs zum Kraftwagen begibt.

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1. Der Stapellaus findet in Gegenwart des Führers gegen 11.36 Uhr statt. Die Teilnahme am Stapellauf aus dem Werftgelände ist nur mit einer Einlaßkarte der Kricgsmarincwerst Wil- helmshave» möglich.

2. Der Führer spricht aus einer Großkund­gebung auf dem Nathausplatz. Beginn 18.43 Uhr. Eintrittskarten werden nicht ausgegeben. Der Zutritt zur Kundgebung ist frei. Nur sür die Plätze auf der Tribüne sind besondere Karten ausgegeben. Die Tribünenplätze müssen bis 16.48 Uhr eingenommen sein. Ueber die Sonderzügc, die aus allen Orten der näheren und weiteren Umgebung zur Großkundgebung fahren, erteilen die örtlichen Dienststellen der NSG.Kraft -durch

' Freude" Auskunft.

3. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Werfen von Blumen in die Wagen des Führers und seiner Begleitung wegen der damit verbundenen Gefahr sür die Insassen der Wagen strengstens untersagt ist. Den getroffenen Aüsperr-

maßnahmen ist vollstes Verständnis entgegenzubringen. Das Anspringen an den Wagen des Füh- ^ rers ist unter allen Umständen zu unterlassen, da sonst schwere Unfälle verursacht werde» können.

4. Zur Erinnerung an den Führerüesuch werden die Politischen Leiter in Wilhelmshaven eine Erinnerungsplakette zum Preise van 6,56 NM- verkaufen. Es wird erwartet, daß alle an die­sem Tage in Wilhelmshaven weilenden Volksgenossen und Bolksgenossinnen diese Plakette trage».

5. Es stehe» genügend Parkplätze für Kraftwagen in Wilhelmshaven in der Nähe des Kund- gebungsplatzes zür Verfügung. Den Anweisungen der den Krastwagcnverkehr regelnden Schutzpoli­zei und der NSKK.-Männer ist unbedingt Folge zu leisten.

wilftelmsfiaven in fieberhafter Spannung

(Ligeosr vrsktbericbt ckerllremsr Teilung")

Wilhelmshaven, 36. März.

In Wilhelmshaven wird bis zum Sonnabend die Spannung von Stunde zu Stunde noch weiter steigen. Den» alle Volksgenossen warten aus den Augenblick, da sie dem Führer zujubeln können. Schon seit Tagen sind die Vorbereitungen im Gange, arbeiten viele fleißige Hände daran, daß am 1. April die junge Großstadt an der Nordsee in ein riesiges Meer von Flaggen ge­taucht ist.

Es wird an diesem Tage in WiAMmschaven kein Haus und keine Wohnung geben, deren Straßenfront nicht einen besonderen Schmuck tragen wird. Die Straßen aber, durch die der Führer zum Stapellauf und zur Großkundgebung fahren wird, werden schon jetzt ein­gefaßt durch Tausende von Fahnenmasten, die in kur­zen Abständen am Rande der Gehwege stehen. Auch der Bahnhofsvorplatz hat ein völlig verändertes Gesicht be­kommen. Neben den vielen Fahnenmasten, von denen er eingesäumt wird, stehen auf dem Platze hohe Schmuck- säulen, die auf ihrer Spitze das Hoheitszeichen des nationalsozialistischen Deutschlands tragen. Solche wuch­tigen Säulen stehen auch an den Hauptkreuzungspunk- ten der Stadt, am Eingang der Werft und auf dem Rathausplatz, auf de.m die Großkundgebung durchgeführt wird.

Besondere Anziehungskraft übt auf die Wilhelms- havener Bevölkerung schon heute der Nathausplatz aus, der ebenfalls völlig verändert ist. Die große, bisher tiefliegende Grünfläche ist mit Sand aufgeschüttet wor­den, und auf der Vismarckstraße, gegenüber dem wuch­tigen Bau des Rathauses, ist eine riesige Tribüne im Entstehen. Auf dem großen, weiten Platz, auf dem die Wilhelmshaoener, die Volksgenossen aus Bremen, Oldenburg, Ostfri-esland und aus anderen Gegenden Niedersachfens nach der Kriegsmarinestadt kommen, um den Führer zu sehen und zu hören, sind schon zahlreiche Lautsprecherpilze aufgestellt. Der Reichs-Auto-Zug ar­beitet hier in Gemeinschaft mit der Reichspost, und die Männer, die am Werke sind, haben alle Hände voll zu tun. Man sieht es ihnen an, mit welcher Sorgfalt und mit welcher Freude sie ihre Arbeit leisten.

Es gibt aber noch einen zweiten besonderen An­ziehungspunkt in der Stadt Wilhelmshaven. Das ist der Teil der Goekerstraße, von dem man über die Werft- nmuer hinweg den Bug des riesigen neuen Schlacht­

Valadier sprach aber sagte nichts

Ber französische Ministerpräsident blieb in seiner Nundfunkrede dem Bure die flntwort schuldig

(vrsiitbsricht o-vsorss karissr Vertreters)

bv. Paris, 3V. März.

Ministerpräsident Daladier hielt Mittwochabend über sämtliche französischen Sender die angekündigte politische Rundsunkansprachc, eine stark ideologisch ge- särbtc Sammlung allgemeiner Betrachtungen, aus der lediglich ein einziger konkreter Tatbestand hervorgeht: die Ablehnung, Italiens Mittelmecrwünschcn in irgend­welcher erfolgversprechender Form zum Gegenstand von Verhandlungen zu machen.

Der Ministerpräsident spickte seine Darlegungen, in denen er sichmit der Sprache des Herzens an alle Menschen auch außerhalb Frankreichs" wenden wollte, mit versteckten politischen Hinweisen beispielsweise nach folgender Art: Verträge seien unterzeichnet, aber schon vor ihrem Inkrafttreten seien sie für die einen schon nicht mehr eine Garantie, für die anderen nicht mehr ein Hindernis. (Es war nicht klar ersichtlich, ob Daladier hiermit die französisch-syrischen Verträge meinte . . .)

Daladier verkündete. Frankreich wolle den Frieden der freien Menschen, Frankreichs Kraft bestehe in 'einer moralischen und materiellen Einigung. Frankreichs Ent­schlossenheit gehe dahin, kein Jdcai und 'eine Recht« zu verteidigen. Er wandte sich gegen dieabsurde Falbel einer Abdan,'ifng oder Okmnacht Frankreichs".

Der Redner suchte sm möglichst optjmistlschss Bild

von den französischen Verhältnissen zu entwerfen. Er begründete die innenpolitischen Vollmachten mit der Notwendigkeit, handeln zu können, ohne zu beraten and rasch und stillschweigend die nötigen Maßnahmen zur Verteidigung des Landes zu ergreifen. Es seien auch militärische Maßnahmen ergriffen worden. Zur frayzösiichen Stärke gehörten auch die Freundschaften Frankreichs, darunter die spontanen Freundschaften der freien und der leidenden Völker". (Es war wiederum nicht klar ersichtlich, ob Daladier mit der Anspielung auf die leidenden Völker vielleicht die Völker feines Kolonialreiches meinte . . .)

Eine heftige Polemik richtete d«r Redner gegen be­stimmteneue Formen", durch die man Knechtschaft als Freiheit, Unterwerfung als freie .Zustimmung, Ver­zweiflung als Lebensstolz, Zerstörung der menschliche» Werte als Fortschritt und als Heil der Menschen hin­stelle. Frankreich werde nicht hinnehmen, daß die Be­ziehungen zwischen den Nationen nur durch die Gewalt geregelt würden. Frankreich sei friedfertig und mächtig und könne daher die Zukunft vertrauensvoll betrachten. Dann kam der Ministerpräsident aus

Das Thema der französisch-italienischen Beziehungen zu sprechen. Er erklärte hierzu: um den allzu langen Mißverständnissen ein Ende zu machen, habe man 1935 die Abmachungen in Rom geschloffen, die dazu bestimmt gewc-en seien, die schwebenden Fragen endgültig zu

regeln. Italien habe Ercnzberichtigungen und Gebiets­abtretungen in Afrika, sowie wirtschaftliche Vorteile, Frankreich eine progressiv« Veränderung des Naliener- (Fortsetzung auf Seite 2)

III»MNNIIINIlMI»I»NI»»»III»IIIIIIIIMIN»NII»»I»IIIIIII»IIIIIMIIIIIM»IIINIIII

Unser Isgessmessk

(via bsutlLs LnZZabs uwkE 16 8 s ! ksn)

Der Gau Weser-Ems rüstet sich zum Empfang des Führers.

Nach dem Fall der letzten sowjctspanischen Provinz- hauptstädte ist ganz Spanien in Francos Hand. Daladiers Rundfunkrede muß als Verlegcnheits- gcstammel bewertet werden.

Die Termine für die Wicdcrholungsübungen für das SA.-Wehrabzeichen wurden festgesetzt.

Der Internationale Luftsport-Verband hat eine wesentliche Reform der Flugrekordliste durch­geführt.

Aus der Werst des Bremer Vulkan in Vegesack lief das MotorschiffHannover" des Nordd. Llood »om Stapel.

In Ostcrholz-Tenever erstand in einzigartiger Kameradenarbert eine Siedlung von 3« Häusern.