» rkbeint 7'mal wochentkjych Monalsbezug ML 2,30 einschl. Zustellgebühr- Postbezugspreis monatl. z,30 M seinschl. 48,44 eH,/ Post- zeiwngsgebühr) zuzügl. 42 ^ Be- stcllcielb Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck! Hamburg 17272. §sae Bebinderuna der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag : NS.-Gmiverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Teeren 8-8.
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Parteiamtliche Tageszeitung
vas flmtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fjansestadt Bremen
der Nationalsoziaüsten Vremens
flmtiiches Nerkündungsbkatt des BeichsstaUlsaiters in OiüenburA und Bremen
Nr. 81 / 9. Jahrgang
Mittwoch, 22. März 19Z9
kinzelprels 15 Npf.
Ultimatum-Lügner am Pranger
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peinliche fragen an die britische kegierung
wie Numümen für eine kmkreisungsaküon gegen Deutschland überlistet werden sollte
(vrsktbsriekt unserer Serlinsr Sekrittleitung)
Berlin, 22. März
Der im Rahmen einer verantwortungslosen Lügenkampagne unternommene Versuch, das rumänische Volk in Panik zu versetzen und die osteuropäischen Staaten durch wilde Schreckschüsse für eine Einkreisungsaktion gegen Deutschland zu gewinnen, ist restlos gescheitert. Den Londoner Greuelfabrikanten wurde von den zuständigen Stellen in Bukarest, Sofia, Belgrad. Budapest, Warschau, Stockholm und Oslo eine Abfuhr zuteil, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrigließ.
Den Startschuß zu der in der englischen Presse gegen Deutschland entfesselten Hetzkampagne gab am Sonnabend die von der „Times" aufgestellte Behauptung. Berlin habe von Rumänien in ultimativer Form die Stillegung seiner Industrie und die Auslieferung der gesamten rumänischen Wirtschaft an Deutschland gefordert. Diese ungeheuerliche Lüge wurde, obwohl ihre llnwahrhaftigkeÄ mit Händen zu greifen war, von den meisten englischen Blättern in sensationeller Weise ausgeschlachtet und mit den wahnwitzigsten Kombinationen verknüpft. Als die deutsche und die- rumänische Regierung diese verbrecherische Bvunnenvergiftung auf das energischste dementierten, besaß der diplomatische Mitarbeiter des englischen Reuter-Büros am Sonntag die zynische Frechheit, zu behaupten, daß nach feine« Informationen die Meldung über ein deutsches Ultimatum an Rumänien doch zutreffe. „Sunday Dispatch"
ging noch weiter und erfand einen „SOS-Ruf König Larols an König Georg". „Sunday- Chrouicle" rief alarmierend: „Run kommt Rumänien dran!" „Sunday Referee" schrieb, daß Ungarn sich bereit erklärt habe, den deutschen Truppen das Durchmarfchrscht zu gewähren während andere bereits wissen wollten, daß Rumänien in höchster Eile „fünf Armeekorps mobilisiert' habe.
Nach dem kläglichen Scheitern der Pressehetze interessiert uns die Frage, wie die infame Brunnenvergiftung zustande kam. Einen höchst interessanten Hinweis in dieser Beziehung gab der Londoner Vertreter des dem ungarischen AußenmiNisterium nahestehenden „Pester Lloyd", der behauptet, daß der rumänische Gesandte in London, Kilea, mit Sir Robert Vansittard, dem diplomatischen Hauptberater der britischen Regierung, eng zusammengearbeitet habe. Killen habe in den Erfolgsaussichten der deutsch-engllischen Wirtschaftsbesprechungen eine Gefährdung seiner eigenen Bemühungen um eine enge Anlehnung Rumäniens an England erblickt.
Ferner sei ihm und Vansittard die Behauptung über ein derartiges Ultimatum als geeignet erschienen, ,ur
eine Unterstützung Rumäniens durch England Stimmung zu machen und eine neue Plattform für dessen Machtpolitik im Südosten zu schassen. Diese sensationellen Mitteilungen des ungarischen Blattes erfuhren inzwischen eine Bestätigung durch den Londoner „Evening Standard". Lord Halifax, so behauptet das genannte Blatt, habe sofort aus Grund der „Nachricht" über das angebliche deutsche Ultimatum telegrafisch in Warschau, Belgrad, Athen und Ankara angefragt, ob die betreffenden Regierungen gemeinsam mit England und Frankreich zur Verteidigung Rumänixns gegen einen deutschen Angrisf bereit seien.
Der englische Gesandte in Bukarest, dem eine Kopie dieser Telegramme zugestellt worden sei, habe jedoch sofort dem Foreign Office mitgeteilt, daß Deutschland nach seinen Informationen gar kein Ultimatum an Ru
mänien gestellt habe und die rumänische Regierung alte gegenteiligen Behauptungen dementiere.
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Angesichts des' verbrecherischen Versuchs, den europäischen Frieden durch erlogene Angrifss- absichten Deutschlands gegen Rumänien zu gefährden und in bedrohlicher Weise Mißtrauen und Feindschaft unter die Völker zu säen, richten wir an die verantwortliche britische Regierung die Frage: 1. Entspricht es den Tatsachen, daß die Erfindung eines angeblichen deutschen Ultimatums an Rumänien auf eine Vereinbarung zwischen Sir Robert Vansittard und dem Gesandten Kilea zurückgeht? 2. Ist es wahr, daß Außenminister Lord Halifax, lediglich aus Behauptungen englischer Blätter gestützt, deren Nachprüfung er nicht für nötig hielt, die vom „Evening Standard" gemeldeten Schritte unternahm? 3. Was gedenkt die britische Regierung im Falle der Bestätigung zu tun, die in dieser ernsten Weise kompromittierten Persönlichkeiten zur Verantwortung zu ziehen?
London empfing Lebrun
In Staatskutfchen vom Bahnhof;um Vuckingstam-Palast
(OrÄbtbsrioiK rmssrss Tioväoirsr Vsvtrstsrs)
London, 22. März.
Der französische Staatspräsident Lebrun wurde in England mit großer Feierlichkeit empfangen. Als sich das Schiff des Staatspräsidenten dem Hafen von
Dover näherte, wurde es von einer großen Anzahl britischer Kriegsschiffe und Militärflugzeuge begleitet. In Dover erwartete der Bruder des Königs, der Herzog von Gloucester. die französischen Gäste und begrüßte sie. während die Flotte Salut schoß.
Auf dem Londoner Victoria-Bahnhof hatte sich das Königspaar und die gesamte Regierung versammelt. Ministerpräsident Chamberlain und seine Mitarbeiter waren in Hoftracht erschienen, das heißt mit
seidenen Kniehosen und weißen Strümpfen. Nach den üblichen Begriitzungszeremonien fuhr das Königspaar mit seinen Gästen in offenen Staatskutschen nach dem Buckingham-Palast.
Der König hatte die Uniform eines Generalfeldmarschalls angelegt. Rechts und links der Straße hatten sich dichte Menschenmassen angesammelt, die dem Königspaar und den Gästen lebhafte Ovationen darbrachten. Die Straßen waren mit Fahnen und Girlanden prächtig geschmückt. Als sich nach der Ankunft im Königspalast die französischen Gäste auf dem Balkon zeigten, nahmen die herzlichen Ovationen ihren Fortgang. In politischen Kreisen herrscht Enttäuschung darüber, daß Daladier den Staatspräsidenten nicht begleitet hat.
Demokratischer öimpelfang gescheitert
pariser Presse steht trotzdem weiter — Plumpe flnbiederungsversutste gegenüber Italien
Paris, 22. März.
Die Pariser Presse sährt auch am Dienstagabend sort, sich in naiver und tendenziös verzerrter Form mit der durch die Neuordnung in Mitteleuropa entstandenen Lage zu befassen. Obwohl es doch bereits jetzt vor aller Welt klar ist, daß der verbrecherische Lügenseldzug gegen Deutschland völlig gescheitert ist, und daß sich die kleineren europäischen Staaten durch die aus durchsichtigen Gründen in Szene gesetzte Panikmache nicht aus ihrer
Ruhe bringen ließen, versuchen die Blätter immer noch die angebliche „deutsche Gefahr" in den ,chwärze,ten Farben an die Wand zu malen.
Dabei ergibt sich bas groteske Bild, daß der „Te>mps" nun den Spieß umdreht und in weinerlichem Tone erklärt, daß „Frankreich und England allein das Vordringen des germanischen Kolosses nach Osten oder Südosten nicht aushalten könnten".
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Iioiieiitet, !>»> Viilaü ckvs so erkolgreielieu .ziiselilnsses ile,' militäi-isebe» Operation in llniiin-ni »uii Minen -Ion keiäen Ok-iier-al-ber-stei, von lli-aneliickeii (i-eelits) „n,I Keitei llas Vvlckeno 1-rcnreicbon llen kckrtvi iibcri eickt. (Lissse-kkokkwsnn.)
Es sei unentbehrlich, daß die am „unmittelbarsten bedrohten Staaten" in der Lage seien, diesem Vordringen einen wirksamen Widerstand entgegenzusetzen. Dabei wird natürlich großzügig übersehen, daß dache „bedrohten Staaten" deutlich zu erkennen gegeben haben, daß sie die neue Einkreisungspollitik der demokratischen Großmächte nicht mitzumachen- gedenken. Weiter heißt es dann, man müsse objektiv anerkennen, daß zwei Faktoren die Lage gegenüber 1914 verändert hätten. Der erste sei die Bolschewisierung Rußlands, des „traditionellen Schutzwalles Osteuropas gegen die germanischen Unternehmen". Der andere neue Faktor sei die Bindung des faschistischen Italiens an die Achse Rom—Berlin. Mussolini erkläre stets, daß er an der Achse festhalten werde, und dies genüge, um die Verbindung zwischen den großen Westmächten und den ..unmittelbar bedrohten Südoststaaten" schwierig zu gestalten.
Der „Jntransigeant" versucht Italien vor einer etwaigen kriegerischen Auseinandersetzung mit den Demokratien Angst zu machen, wobei er sich nicht scheut, die Ehre der italienischen Soldaten nach sattsam bekannter Methode in der niederträchtigsten Weife in den Schmutz zu ziehen. Der völlig verfehlte Anbiederungsversuch des „Jntransigeant" schließt Mit der „Feststellung", Mussolini sei am Scheidewege angelangt. Er könne die Schlacht noch gewinnen, wenn er seinen Widerstand -gegen die ..Entwicklung der demokratischen Mächte" ausgebe.
Aus. alle dem geht hervor, daß die ruhige und vernünftige Haltung der kleineren Staaten die Pariser Blätter völlig aus dem Konzept gebracht hat. so daß sie sich in ihrer Verlegenheit jetzt sogar mit so hoffnungslosen Versuchen, wie es die Bemühungen um Italien sind, befassen.
„Wiederaufleben der kntente cordiale"
London, 22. März.
Der liberale „Star" spricht von einem „Wiederaufleben der Entente cordiale". Er weist dabei besonders darauf hin, daß Frankreich immer einen „engeren und logischeren Kontakt mit Sowjetrußland gehabt habe als England". Deshalb, so erklärt das Blatt scheinheilig, reiche England heute seine Hand nicht nur Frankreich, sondern jeder anderen Macht aus dem Kontinent, die gewillt sei. sich mit England für die „Idee des Friedens und der Freiheit" zusammenzuckn.
(Sieche cckch Seite 2>
Zum 20. Gründungstag der Bewegung Mussolinis
Die Voraussetzungen für den machtvollen Aufstieg der faschistischen Bewegung waren nahezu dieselben wie bei uns für die nationalsozialistische Bewegung. In den vorsaschistischen Regierungen herrschte der Geist der Zersetzung, der Sabotage, der Gleichgültigkeit und Disziplinlosigkeit. Die vorsaschistischen Regierungen waren nicht nur machtlos gegen den Klassenkampf und seine Auswüchse, sondern hatten selbst keine Einsicht für die nationalen Interessen und betrachteten diese mehr oder weniger als eine Verwaltungsangelegenheit. Wie umfangreich die Zersetzung bis zur Machtergreifung des Faschismus war, geht daraus hervor, daß im Jahre 1926 in Italien 16,S Millionen durch Streik und Aussperrungen verlorengegangene Arbeitstage gezählt wurden, im Jahre 1921 8 Miillonen und im Jahre 1922 7 Millionen. Allein der faschistischen Bewegung war es vorbehalten, nicht nur eine gründliche Reinigung vorzunehmen, sondern ein Aufbanwerk in Angriff zu nehmen, das stolze Ergebnisse gezeitigt hat,
Am 21. März 1919 gründete Mussolini die Mailänder Kampfgruppe der Fasci, während am 23. März 1919 die zentrale Exekutive der Faschistischen Bewegung geschaffen und Micheke Bianchi zum Generalsekretär ernannt wurde. Dieser 23. März wurde schließlich als Gründungstag der Faschü stischen Bewegung festgehalten. Das von Mussolini gegründete Blatt „Jl Popolo d'Jtalia" wurde das Sprachrohr dieser Bewegung. Mit kühner Begeisterung gingen die Faschisten rasch aus Werk und gründeten eine Kampfgruppe nach der anderen. Am 25. März 1919 wurde der Fascio von Genua und Turin ins Leben gerufen, am 26. März der von Verona, Treviso, Bergamo, am 28. März der von Padua, am 39. März der von Neapel, bis schließlich in jeder der 399 italienischen Städte eine faschistische Kampfgruppe gebildet war.
Die Gegner antworteten mit Streiks, Generalstreiks, hinterhältigen Ueberfällen, Meuchelmord und Bürgerkrieg. Allein die Freiwilligenmiliz hat in den Jahren 1919 bis 1925 über 4Ü9 Tote zu beklagen. Den ersten großen spontanen Schlag versetzten die Faschisten ihren Gegnern mit dem Sturm auf den „Avanti", das Sozialistenblatt in Mailand, am 15. April 1919. Dap Streikfieber geht aber weiter, monatelang wird gestreikt, sogar die Lehrer beteiligen sich an den Streiks, llm so energischer hämmerte Mussolini den Frontkämpfern und der faschistischen Bewegung insbesondere ein, was ex unter den Lebensvechteu der Nation verstand. Ein Jahr später, am 23. Mai 1929, waren zum 2. Kongreß der Faschisten bereits 56 Fasci mit 39 999 Mitgliedern nach Mailand geeilt. Die großen Opfer hatten aus den Mitgliedern Kämpfer gemacht. Mussolini war sich darüber im klaren, daß sich seine Bewegung erst dann recht erfolgreich durchsetzen konnte, wenn er von ihr und von jedem einzelnen eiserne Disziplin verlangte.
Während der Faschismus in den ersten Monaten seines Bestehens grundsätzlich nur als „Bewegung" bestand, als Bewegung gegen die Parteien, so nahm er am 7. November 1921 auf dem Kongreß in Rom den Namen „National-Faschistische Partei" (Partita Nazio- nale Fascistaj an. Aber gerade deshalb, weil die faschistische Partei keine Partei im früheren Sinne des Wortes war, sondern Bewegung war und immer Bewegung ist und bleiben wird, deshalb mutzte sie zwangsläufig siegen. Knapp ein Jahr später, am 29. Oktober 1922, marschierten die Faschisten auf Rom. Die Macht war ergriffen.
In seiner Staatsführung bewies der Faschismus vom ersten Tage ab, daß Faschismus nichts anderes bedeutet als Tatkraft. Jedes Jahr war ein Stück vorwärts, uns wer heute die großen Leistungen des Faschismus in Libyen und in Abeftsinien betrachtet, der wird feststellen, daß dort jeden Tag die Ergebnisse verzeichnet werden, jede Tagesleistung soll ein Beweis faschistischer Tatkraft sein. Erst recht beweist die Autarkieausstslluna rn Rom, die „Mostra del Minerale", daß der Faschismus tagtäglich an alle appelliert, die Autarkie zu verwirklichen. Und wer heute durch Italien reist, der wird überall Beweise faschistischer Tatkraft finden.
Im Jahre 1926 wurden die sozialen Grundlagen des faschistischen Aufbaues geschaffen: das Grundgesetz
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Unser Vsgessmesel
(Die ksutigs 4cusgabs umcküt 14 Seits«)
Die Südostftaaten haben ihre Einbeziehung in die Pariser und Londoner Einkreisungspläne energisch abgelehnt.
Die antideutsche Hetze nimmt in Frankreich und England trotz Entlarvung zahlreicher Presselüqen ihren Fortgang.
Der französische Staatspräsident ist zu seinem Besuch in London eingetroffen.
Aus der Tagung in Sonthosen sprachen die Reichsleiter Dr. Sey und Buch, sowie Hauptamtsleiter Dr. Groß und Reichsamtsleiter Dr. Vartels. Reichsarbeitsführer Hier! weilt auf einer Vesichti- guiiFsreise im Gau Weser-Ems.
In Bremen wurde der neue Zerstörer „Karl Eal- ster" in Dienst gestellt.
Ab 1. April 1946 werden die künftigen deutschen Kraftfahrzeugtypen im Verkehr erscheinen.
In Holland wurde eine von Juden errichtete „Paß- fabrik" aufgedeckt.
Ein hervorragendes Meldeergebnis hat wieder das große Eilenriede-Rennen gefunden.