Ausgabe 
(21.3.1939) Nr. 80
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parteiamtliche Lageszemmg

Has Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien fiansestadt Nremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flintliches verkündungsblalt des Beichsstattffalters in Mdenburg und Bremen

Nr. S0 / 9. Jahrgang

Dienstag, 21.7Nar; 19Z9

kinzeipreis 15 Bps.

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Deutschland tzat seine lzeroorra^ende Stellung in der tuftfatzrt- und Nüstungsindustrie erneut bewiesen der bei der Luftwaffe neu eingeführte iweimolorige San;metall-riesdecker hat sich außerordentlich bewährt

Berlin, 21. März

Mit einer überragenden Flugleistung hat die deutsche Luftfahrt einen neuen stolzen Erfolg zu verzeichnen. Am Sonntagmittag gelang es einem zweimotorrgen Junkersflugzeug, den internatio­nalen Teschwindigkeitsrekord für Landflugzeuge über 10ÜV Kilometer mit 2000 Kilogramm für Deutschland zu erobern. Die Besatzung, Flugzeug­führer Ingenieur Ernst Seibert und Diplom- Ingenieur Kurt Heintz, erreichte aus der Metz- strecke Dessau—Zugspitze und zurück eine Durch­schnittsgeschwindigkeit von 517 Stdkm. und über­bot damit den bisher vom Ausland mit 474 Stdkm. gehaltenen Rekord um 43 Stdkm.

Das Rekordflugzeug ist ein bei der Deutschen Luft­waffe neu eingeführter Bomber der Junkers- Flugzeugwerke, ein Ganzmetall-Tief decken, ausgerüstet mit zwei Motoren Jumo 211. Bei diesem Rekordflug wurden vollautomatische Luft­schrauben verwendet, die ebenfalls ein Spitzenerzeug­nis der Junkers-Werke darstellen. Die neue Weltbest­leistung wurde durch den Aeroclub von Deutschland der FAJ. zur Anerkennung als internationaler Rekord an­gemeldet.

Die Vorbereitungen für den Angriff auf den Rekord wurden unter Aufsicht von Sportzeugen der FA2. in aller Stille getroffen. Nach den einzuhaltenden Rekord­bestimmungen war es am zweckmäßigsten, als Flugweg eine 506 Kilometer lange Meßstrecke zu wählen, die zweimal durchflogen werden mußte. Die um die Zeit des Rekordversuches herrschenden Wetterverhältnisse ließen es ratsckm erscheinen, hierfür die Strecke Dessau- Zugspitze festzulegen. Das Rekordflugzeug überflog, die Meßlinie auf dem Werkflughafen der Junkers-Werke in Dessau um 9,47 Uhr vormittags, bereits nach 56 Minu­ten umrundete die Maschine um 10.43 Uhr die Wende­marke auf der Zugspitze und überflog um 11,43 Uhr wohlbehalten wieder die Metzlinie bei Dessau, wo der erfolgreichen Besatzung durch die Gefolgschaft des Wer­kes ein begeisterter Empfang bereitet wurde. Das Flugzeug hat somit mit seiner Nutzlast von zwei Tannen für die 1000 Kilometer lange Strecke Dessau- Zugspitze—Dessau eine Flugzeit von 116 Minuten benötigt.

Der Motor Jumo 211 stellt eine Weiterentwicklung des bekannten Jumo 210 dar, der auf manchem inter­nationalen Wettbewerb deutschen Flugzeugen gegen schärfste Konkurrenz zum Siege verhalf. Auch die deutsche Flugmotorenindustrie hat am Sonntag wieder gezeigt, daß sie den vor wenigen Jahren noch bestehen-

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den Vorsprung des Auslandes voll und ganz eingeholt hat.

Mit der erfolgreichen Durchführung dieses Rekord- fluges haben die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke einen der wichtigsten internationalen Rekorde, der vor allem auch von wesentlicher militärischer Bedeutung ist, in deutschen Besitz gebracht. Damit hat Deutschland seine hervorragende Stellung in der Lustfahyt- und Rüstungsindustrie der Welt erneut bewiesen.

Die beiden Flugzeugführer gehören der Junkers-Ver-^ suchsflugabteilung an. Der erste Flugzeugführer Ingenieur Ernst Seibert, ein Wormser, ist 27 Jahre alt. Er kam nach Ablegung seines Ingenieur-Examens im Jahre 1933 zur Segelfliegerei und erwarb in Darm- stadt im gleichen Jahr seinen. Flugzeug-Führerschein. Nach Dienstleistung als Flugzeugführer bei der Luft­

waffe ist er seit 1937 bei den Junkerswerken als Er­probungsflieger tätig, und zwar erst im Motorenwerk als Fluaversuchs-Jngenieur zur, Erprobung neuer Motoren-Muster, und im letzten Jahr in der Flugver­suchsgruppe des Flugzeugwerkes. — Dipl.-Jng. Kurt H e i n tz , der auf dem Rekordflug als zweiter Flugzeug­führer flog, ist von Geburt Hamburger, und steht im 30. Lebensjahr. Auch er hat sich schon während seiner Studienzeit auf den Technischen Hochschulen München, Berlin und Danzig mit den praktischen Flügen be­schäftigt. Während dieser Zeit war er Leiter der Danziger Akaflieg. Nach Beendigung seines Studiums wurde Heintz Assistent und stellvertretender Instituts­leiter am flugtechnischen Institut der TH. Lharlotten- burg. So technisch und fliegerisch vorgebildet trat er im Februar 1938 in die. Flugversuchsgrüppe der Junkers­werke ein. („Udet lud die Rekordflieger ein" im Innern des Blattes). -

Scharfe ftbrechnung koms mit den Ketzern

„Italien stellt im Seist und mit den Waffen rur flchse" / die berechtigten Forderungen werden in nicht ferner Zeit vorgebracht

Rom, 21. März

Die entschlossene Stellungnahme der deutschen Presse zu den ohnmächtigen Wutausbrüchen der Demokratien findet in der italienischen Presse starke Beach­tung. Gleichzeitig werden die krampfhaften französisch­englischen Versuche zur Bildung einer demokratischen Einheitsfront gegen die autoritären Mächte, in die man angeblich Rumänien, Griechenland, Jugoslawien, die Türkei, ja, sogar Polen einschalten will, ge- brandmarkt. Diese Manöver der in London und Paris zutage tretenden Erregung werden von den Korrespon­denten übereinstimmend als ein Beweis dafür be­trachtet, daß den demokratischen Hauptstädten nach wie vor jedes Verständnis für die lebenswichtigen Aspira­tionen der jungen Völker fehle und man sich deshalb heute auf eine strategische Verteidigungslinie beschrän­ken müsse

Die gegen die Ordnung und den Frieden gerichtete Politik zur Einkreisung Deutschlands durch die großen Demokratien wird von der gesamten römischen Abend­presse als der Auftakt zu einer neuen, von diesen Demo­kratien herbeigeführten europäischen Krise gekennzeich­net. Man hoffe in London und Paris, eine neue „heilige Allianz" der Demokratien gegen die totalitären Mächte zustandezubringen. um die gesamte kapitalistisch- kommunistische Welt der neuen und friedlichen'Ver­ständigung der Achse entgegenzustellen.

In bemerkenswerter scharfer Weise wendet >rch der Direktor des „Eiornale d'Jtalia" gegen die neue Ver­leumdungswelle gewisser französischer Blätter und gegen ^>e hartnäckig verfolgten Hoffnungen, daß Italien rn die Arme Frankreichs zurückgeführt werden könnte.

Man täusche sich, wenn man glaube, damit den Geist des italienischen Volkes zu schwächen und ihn von den entschlossenen nationalen Forderungen abzubringen, die in nicht ferner Zeit vorgebracht und mit äußerster Entschiedenheit vertreten meiden würden. Man merke in Frankreich nicht, daß man mit derartigen Beschimpfungen die alten Kanten nicht begleiche, sondern neue eröffne. Zu den materiellen Kanten, die in der einen oder der anderen Form bezahlt würden, kämen noch neue moralische hinzu.

Das halbamtliche Blatt weist an Hand zahlreicher wörtlich wiedergegebener Auszüge auf die unerhörten Schmähungen gewisser französischer Blätter und Schrift­

steller hin, um zu betonen, daß Frankreich sich seit geraumer Zeit in seinen politischen und militärischen Urteilen irre. Die nicht wieder gutzumachende inter­nationale Krise Frankreichs sei eben durch solche Fehl­urteile hervorgerufen worden. Alles deute darauf hin, daß man in diesen verhängnisvollen Irrtümern ver­

harre. Italien wolle aber, wie das halbamtliche Blatt ironisch erklärt, großmütig sein und einige konkrete Bei­trüge zur Korrektur der Meinungen liefern: „Die Zeir der Walzertouren ist vorbei. Italien steht im Geist und mit den Waffen fest zur Achse.

(Fortsetzung auf Seite 2)

llor triumpliale LinruK äes k'übi-ors in Sie kviebsbauptstackt. ver küibi-el- selii-eitet naek seiner kueküobr in <!ie lkeiekskauptstaät äie I'ront üer lillii-enkoinpimie üsr Iwibstanckcki-te ^äolk Hitler am oörlitrer Saknbok ab. HLrssso-Lokkwann.)

„V/sr cisn Klisg will, Iconn isin lioksn"

rä. Die Internationale der notorischen Lügner und Kriegshetzer hat eine neue Großoffensive ein­geleitet, die an Erbärmlichkeit und Schamlosigkeit alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Alle Register eines verblendeten, pathologischen Hasses sind gezogen. Alle Grenzen internationalen Anstandes sind gefallen. Eine Flut von Lügen und Verdächtigungen ergießt sich über die Oeffentlich- keit großer Länder, die offenbar für ein Vaban- que-Spiel reift gemacht werden soll, das den Frieden Europas tödlich treffen könnte.

Es ist heute nicht mehr möglich, dieses Kessel­treiben damit zu entschuldigen, daß seine Akteure sich in der Hauptsache aus einer bestimmten und bekannten Clique internationaler Halunken und Kriegstreiber rekrutieren: die Art und die

Methode des jetzigen Hetzfeldzuges und die Unter­stützung, die ihm von verantwortlichen Faktoren vor allem in den Hauptstädten der beiden west­lichen Demokratien zuteil wird, lassen den Schluß zu, daß es andere Kräfte sind, die die Verant­wortung zu übernehmen im Begriffe sind.

Was will man? Glaubt man in Paris oder London die Geschichte mit „Protesten" korrigieren zu können? Oder hat man die Absicht, eine zusam­menbrechende Welt mit den Waffen vor ihrem natürlichen Ende zu bewahren?

Das Europa von Versailles ist au sg e lös cht! Die in den Pariser Borort-Verträgen niedergelegte Kirchhofsovdnung für mehr als 150 Millionen Menschen wird keine Gültigkeit mehr besitzen, auch dann nicht, wenn man sich entschließen sollte, der Lüge und der Hetze die Tat, das heißt den aussichtslosen Versuch ihrer Wiederausrich- tung durch die Entfesselung eines Angriffskrieges, folgen zu lassen. Für diesen Fall sind die Konse­quenzen klar vorgezeichnet. Das Großdeutsche Reich ist ein geschlossener Block von mehr als 85 Millionen. Die strategischen Verhältnisse in Europa haben sich von Grund auf geändert. Sie haben an einer Zeitenwende, die das Aufkommen neuer weltanschaulicher Prinzipien, und die das Entstehen einer neuen Waffe herausgeführt hat, die alten Schwergewichtsverhältnisse verlagert und zum Teil von Grund auf umgestaltet.

WerdenKrieg will, kann ihn haben — das ist die Parole, die soeben das offiziöse amtliche Regierungsorgan des faschistischen Italiens der vereinigten Front der demokratischen Kriegs- treiber entgegenstellt. Dieser lapidare Satz, der eine einwandfreie und ebenso eindeutige Feststel­lung enthält, wird auf alle erhitzten Gemüter — dessen sind wir gewiß — entsprechend abkühlend wirken. Wir sind aber darüber hinaus überzeugt, daß die Völker selbst nicht den Krieg, sondern den Frieden wollen. Kein europäisches Volk ver­spürt heute Neigung, für ein längst in sich selbst zusammengebrochenes System, das auf Recht- und Gesetzlosigkeit fußte, seine besten Söhne tzu opfern. Kein Volk dieser Erde wird seine eigene Zukunft — davon sind wir ebenso überzeugt — einer Lügenkampagne opfern, die sich täglich und stündlich selbst widerlegt.

„Deutschland marschiert in Holland ein", „Deutschland überfällt die Schweiz", „Deutschland annektiert Litauen", „Deutschland hat soeben ein

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Unser?sge§§meseü

(Die üsutisss Luszs-bs uinks.Lt 16 8siten)

Die jüdisch-sreimaurerisch-demokratische Lügen- und Hetzkampagne gegen Deutschland treibt weitere Blüten.

Ein zweimotoriger Junkers-Bomber stellte einen neuen Weltrekord mit 517 Stundenkilometer auf. Der Führer zeichnete die Generalobersten von Brau- chitsch und Keitel mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Partei aus.

Durch eine Neuregelung des Jnlandverkehrs mit Kaffee wird eine gleichmäßige Versorgung der Bevölkerung mit Kaffee sichergestellt.

Der Bau der Siedlung Platjenwerbe schreitet rüstig fort.

Ein schweres Schadenfeuer vernichtete in der Bremer Neustadt wertvollstes Volksoermögen.

Heute beginnen in Esten die Deutschen Amateur- Voxmeisterschasten.

In Hamburg wurde abermals ein jüdischer Rassen- schänder zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.