Ausgabe 
(19.3.1939) Nr. 78
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parteiamtliche Tageszeitung

Ilas ffmksblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmlliches verkündungsblatt des Beichsstatttzalters in Oldenburg und Bremen

Nr. ?S / 9. Zatzrgang

Sonntag, 19. März 19Z9

kinzelpreis 1S Bps.

UvuRv Knumplialsr kinrug ^«IvN in «liv NsieiHskaupEsKaciK

ks lebedersichrerörohdeutschlands

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seststraße durch berliner flrbeiteroiertel

veispiellose Vorbereitungen sür den kmpfang des Schöpfers der neuen mitteleuropäischen Vrdnung

(vrsbtbsriebt unserer ösrl

Heute wird der Führer, von München Neichshauptstadt eintreffen. Ganz Berlin nie dagewesenen triumphalen Empfang und Dankbarkeit bekunden.

In einem Aufruf (den wir an anderer Stelle ver­öffentlichen) hat sich der Gauleiter Berlins, Reichs­minister Dr. Goebbels, an die Berliner Bevölke- 'mng gewandt und sie aufgefordert, in den Stro­tzen der Reichshauptstadt, durch die der Führer bei seiner Rückkehr in die Reir^kanzlei fahren wird, Spalier zu stehen. Der Weg des Führers, der aus dem Görlitzer Bahnhof ankommt, wird durch die Arbeiterviertel im Osten Berlins führen. Hier, in den einstigen roten Hochburgen kannte bereits am Sonnabend die Freude der Volksgenossen keine Aenzen, als sie erfuhren, daß der Führer gerade Lurch diesen Teil der Stadt sefnen Weg nehmen wird, wurden sofort die Vorbereitungen zum Empfang mit Feuereifer begonnen.

Ein Gang zum Görlitzer Bahnhof bot in den Abend­stunden des Sonnabends einen überwältigenden Anblick. Die grauen Häuserfronten sind verschwunden unter dem Rot der Hwkenkreuzfwhnen und den grünen Tannen- girlanden, die sich von Haus zu Haus winden. Die ganze Nacht wurde dann hier noch fieberhaft gearbeitet. Jeder Volksgenosse setzt alles daran, den Führer würdig zu begrüßen und ihm damit seine Dankbarkeit zu be­kunden. Auch quer über die Straßen werden Girlanden gezogen; Eisenbahnuberfiihrungen werden vollkommen mit Tannengrün ausgeschlagen. „Wir grüßen un­ser e n Führer!" steht es in großen Lettern auf Trans­parenten. die über die Straße gespannt sind. In den Schaufenstern sieht man umkränzte Führerbilder, und überall sind Vorbereitungen znr Jlluminierung der Häu­serfronten getroffen. Auf den großen Plätzen, die der Führer auf seiner Fahrt berührt vor allem auf dem Borplatz des Görlitzer Bahnhofs, werden riesige Fahnen­masten errichtet, von denen gewaltige Hakenkreuzbanner Herabwehen werden An vielen Stellen sind auch die bei früheren festlichen Anlässen bereits verwandten Dauerichmucksäulen mit den Fahnenbüscheln aufgestellt worden. ^

So wird sich in den Straßen Unter den Linden wieder das gleiche Bild bieten, wie in den festlichen Tagen des

nsr Seliriftlsikung)

rä. Berlin, 19. März. kommend, um 19.30 Llhr, wieder in der wird Adolf Hitler bei seinem Einzug einen bereiten und ihm von neuem seine Treue

Mussolini- und Horchy-Besuches. Im Laufe des Sonn- tagsvor mit tags werden diese Vorbereitungen beendet sein. Berlin ist dann gerüstet, den Führer in einer Weise zu empfangen, wie es die Welt noch nicht gesehen hat.

Salutschüsse werden den Führer heute abend bei seiner Ankunft begrüßen, ein Lichtdom wird sich über der Straße Unter den Linden wölben, ein grandioses Feuer­werk wird die Trium-phfahrt begleiten. Und Hundert- tausende von Volksgenossen werden ihm ihre Grüße entgegenjubeln.

Zum dritten Male in kaum zwölf Monaten kann der Führer nach unblutigem Siege als wahrer Triumphator in die Reichshauptstadt zurückkehren. Dreimal ist er im Ablauf eines einzigen Jahres an der Spitze der deutschen Armee in neu gewon­nene Provinzen des Reiches geeilt, um mit eiser­ner Hand und staatsmännischem Weitblick die Ge­schicke Mitteleuropas zu gestalten. Niemals hat er vom grünen Tisch aus Entscheidungen getroffen, niemals hat er etwas anderen überlassen, immer hat er alle Sorgen, alle Verantwortung

nur ganz allein übernommen und unter Nicht­achtung seiner Person keine Strapazen gescheut. Die ganze Welt hat die überraschende Sturmsahrt des Führers nach Prag. über vereiste, unwegsame Straßen in Erstaunen gesetzt. Der schönste Lohn aber wurde Adolf Hitler in dem Treuebekenntnis der von Freude, überwältigten deutschen Bewoh­ner der alten Reichsstadt. Es war die stolzeste Stunde Adolf Hitlers, aber auch des ganzen deut­schen Volkes. Was Jahrhunderte zum Reich ge­hörte, die Stadt, in der beste deutsche Künstler ihre unsterblichen Werke geschaffen, das Land, das überall deutsches Wesen widerspiegelt, wo Hun­derttausende von deutschen Menschen ihre Heimat haben, ist wieder mit dem Reich verbunden, und das Gesetz einer tausendjährigen Geschichte hat seine Erfüllung gefunden. Mit starker Hand hat Adolf Hitler das Reich der Deutschen gefügt. Wenn er heute wieder nach Vollendung einer historischen Tat in die Reichshauptstadt zurückkehrt, schlagen ihm nicht nur die Millionen Herzen der Berliner Bevölkerung in Dankbarkeit und Begeisterung entgegen: Millionen Deutsche in allen Gauen des Reiches sitzen vor dem Lautsprecher, um den triumphalen Einzug Adolf Hitlers in der Haupt­stadt des Großdeutschen Reiches mitzuerleben. Was in Berlin in einem Sturm der Begeisterung zum Ausdruck kommt, ist das Empfinden des ganzen deutschen Volkes. — Groß­deutschland dankt Adolf Hitler!

Von Neurach Neichsproleklor

Stellvertretender Sauleiter frank Staatssekretär beim Neichsprotektor

Berlin, 19. März.

Der Führer hat den Reichsminister Konstantin von Neurath zum Reichsprotektor in Böhmen und Mähren mit dem Dienstsitz in Prag ernannt. Freiherr von Neurath behält seine Aemter als «Reichsminister und Präsident des Geheimen Kabinettsrates bei.

Ferner hat der Führer den stellvertretenden Gauleiter des Gaues Sudetenland, Karl Hermann Frank, zum Staatssekretär und den Regierungspräsidenten Kurt von Burgsdorss zum Ministerialdirektor beim Reichsprotektor in Böhmen und Mähren ernannt.

Sie unvergeßliche flbceise in Wien

Zubelstürme begleiten den sichrer — Zwei überglückliche kleine Menschenkinder

Wien, 18. März

Wenn der Jubel, der den Führer bei seiner Einfahrt >n Wien umbrandete, noch zu überbieten war, sit es gestern bei seiner Abreise geschehen. Keine andere Grog- stadt des Reiches kann das gewaltige Geschehen der letzten Tage stärker sühlen als gerade Wien. Durch j^r- lehntelang siechte die Stadt dahin, seiner natürlichen Verbindungen mit dem böhmischen und mährischen Raum beraubt. In den unermeßlichen Jubelstürmen, die den Führer nmbrausten, klang der Dank mit, daß nun auch der alten Stadt ati der Donau eine herrliche Zukunft winkt.

Schon seit den frühesten Morgenstunden staute sich ein« dichte Menschenmenge vor dem Hotel Jmpevial. Zuerst verhielten sich die Menschen mäuschenstill, ste wollten den Schlaf des Führers nicht stören, dann aber. als der Zeiger vorrückte, schwollen pausenlos die Rufe zum Aalkon empor, auf dem der Führer so oft erichienen war und auf dem sie ihn auch diesmal erwarteten.

Um 18 Uhr vormittags erscheint der Führer aus dem Aalion. Unvorstellbar sind die Jubelstürme, die nun cmporbranden. Wien ist dankbar und glücklich, dag es die erste Stadt sein durste, die den Führer nach den gewaltigen Stunden in Prag und Brünn ,n st,"« Mauern beherbergen durste. Sie verstehen das Sym­bolische dieses Fnhrerbesuches. Wenn irgend noch einer daran gezweifelt hätte, ob Wien seine Stellung ats Großstadt behaupten werde, heute ist dreier Zweifel be­ilegt worden. Jeder fühlt und jeder werg es: llUren wird wieder, was es einstens war, die Ostmetropole des Reiches.

Um 18>/. Uhr tritt der Führer aus der Halle des Hotels „Jmpcrial" auf die Ringstraße hinaus. Und nun ichliigt eine halbe Stunde lang — die Fahrt bis lum Westbahnhof — ein Orkan der Begeisterung über d>e Stadt hin.

Die Fahrt geht an der Donau vorbei, vorbei an den Denkmälern Goethes und Schillers. Im Wagen des vuhrers haben Reichskommissar Gauleiter Burckel. Rerchsstatthalter Dr. Seyß - 2 nquart und General­oberst Keitel Platz , genommen. An der Kreuzung

Mariahilfer Straße und Neubaugasse kommt es zu einer rührenden Szene. Der Führer hat hinter den Absperr­ketten zwei Kinder entdeckt, die Blumensträuße in den Händen halten. Der Führer läßt die Kolonne anhalten, zwei Männer der Begleitung holen die Kin­der aus der Menschenmenge heraus und halten die Kleinen zum Führerwagen empor. Der Führer streichelt ihre Wangen, nimmt die Blumen entgegen, und dann werden zwei überglückliche kleine Menschenkinder von den V-Männern wieder zurückgetragen zu ihren Eltern.

Vor dem Westbahnhof weitet sich die Mariahilfer Straße zu einem großen Platz. Dort sind Tausende und aber Tausende zusammengeströmt. Hier stehen die Ar­beiter. die am Aufbau des neuen Wiens wirken, hier stehen die Frauen von Tausenden und aber Tausenden, die noch bis vor kurzem in trostloser Arbeitslosigkeit dahinsiechten, und sür die nun ein neues Leben begon­nen hat.

Einige Schritte vor der Stirnfront des Bahnhofs ver­läßt der Führer den Wagen, schreitet die dort ausge­

stellte Ehrenkompanie des Wachtbataillons ab und be­gibt sich zum Sonderzuge. Das ganze politische Wie» hat sich zum Abschied auf dem Bahnhof versammelt, alle führenden Männer der Bewegung, des Staates und der Wehrmacht.

Besetzung der karpato-Ukraine vollzogen

Budapest, 19. März

Wie in Budapest von zuständiger Seite mitgeteilt wird, befindet sich die gesamte Karpato-Ukraine nun­mehr im Besitz der ungarischen Honved-Armee. v

von Mrcksen nach Berlin berufen

Berlin, 18. März

Der deutsche Botschafter in London, von Dircksen, ist zur Berichterstattung nach Berlin berufen worden.

Pariser veschmacklofigkett

französische Hasardeure legen öffentlich „kondalenzlisten" für die „fschecho-Slowakei" aus

Paris, 19. März.

Im Hause des früheren tschecho-slowakischen Fremdenverkehrsverbandes in Paris haben französische Angestellte dieses Büros eine Liste für Kondolenzbesucher ausgelegt wie in einem Trauerhause. An der Wand des Büros befindet sich folgende französische Inschrift, die auch von der Straße aus lesbar ist: „Franzosen! In dem Augenblick, in dem die Tschecho-Slowakei ins Grab steigt, ruft sie euch zu: Wenn ihr 40 Divisionen verloren habt. so bleiben euch dennoch 11 Millionen Freunde."

Ks» klarte

7. L. v. Bremen, 19. März.

Natürliches öeschehen

In höchster Bewunderung der unvergleichlichen Staatskunst des Führers und gleichzeitig erfüllt von Genugtuung über die Bereinigung des jedem politischen Blick stets unhaltbar erscheinenden Zu­standes eines tief in den Körper des Reiches ein­schneidenden waffenstarrenden feindlichen Staats­wesens steht das deutsche Volk vor der Tatsache der Wiedereingliederung des tausendjährigen deut­schen Kulturbodens Böhmens und Mährens in das Reich. Daß diese Bereinigung wie die Heim­kehr Oesterreichs und die Befreiung der sudeten- deutschen Gebiete wiederum völlig friedlich und ohne einen Schwertstreich erfolgen 'konnte, mag den die deutsche Geschichte unserer Zeit einmal verfolgenden späteren Geschlechtern beweisen, daß es durchaus keine gekünstelte und erst recht keine gewaltsame Entwicklung war, die zur heutigen Grenzziehung des Reiches führte. Ganz im Gegen­teil. Es war der Ablauf eines rein natürlichen Ge­schehens, dem allerdings unüberwindlich scheinende Dämme und Sperren entgegenstanden, die freilich nur ein alles bezwingendes Genie wie Adolf Hit­ler zu beseitigen imstande war. Sie sind beseitigt; Böhmen und Mähren sind wieder deutsch, und das auf diesem Boden lebende Volk der Tschechen hat sich der Staatsführung des Deutschen Reiches an­vertraut. Wir Deutsche wissen — und das Aus- land mag es glauben —, daß bei dieser Entwick­lung die sieben Millionen Tschechen wirtschaftlich nur gewinnen, kulturell aber bestimmt nichts ver­lieren werden.

Vorteile deutscher Staatsjührung

Um die sozialen und wirtschaftlichen Dorteile, die den Tschechen durch dle Eingliederung ins Reich werden, zu erkennen, bedarf es nicht einmal des Blickes auf Oesterreich, wo innerhalb eines Jah­res die wirtschaftliche Aufbauarbeit so weit ge­diehen ist, daß die deutsche Ostmark in ihrer Le­benshaltung sich nunmehr völlig dem allgemeinen deutschen Lebensstand angleichen konnte. Schon der Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Sudetengebiete, wo, obwohl sie erst einen kurzen Winter lang zu Deutschland gehören, bereits der Lebensstand der Sudetenbevölkerunq ein un­gleich höherer als vordem ist. beweist, daß die Zu­gehörigkeit zu Deutschland zumindest sozial und wirtschaftlich als Segen betrachtet werden muß. Schon in allerkürzester Zeit wird es sich zeigen, wie der Impuls der deutschen Wirtschaftsführung auch in Böhmen und Mähren rasch alle Räder wieder in Bewegung setzen und alle Arbeitslosen wieder in Verdienst und Brot bringen wird, so daß aus dem von der Gewalt hintergründiger Kräfte bisher fortwährend in Unruhe gehaltenen tschechi­schen Volke — zumal es in seiner kulturellen Ent­wicklung sich weiter frei entfalten Kanu — ein ^ endlich zufriedenes und die Segnungen von Ruhe und Ordnung genießendes Völkchen werden kann.

worum neue pressesietze 1

Wenn nun die deutsche Staatsführung den Tschechen größte Dorteile bringt — und es dürfte der gehässigen Journaille des Auslandes schwer­fallen, es zu bestreiten —, warum dann die neue ungeheuerliche Pressehetze gegen Deutschland? Noch

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Unser IsgSSszsZSNvS

(Vl6 Iisukiss ^usZo-bs umksüt 3 0 Ssitsn)

Dem Führer wird heute in Berlin der größte Empfang, der je einem Staatsmann zuteil wurde, bereitet werden.

In Berlin wurden sinnlose englische und französische Proteste zurückgewiesen.

Zum Reichsprotektor für Böhmen und Mähren wurde Reichsminister von Neurath ernannt.

In Jugoslawien kam man umfangreichen jüdischen Gaunereien auf die Spur.

Eine schwere Vluttat ereignete sich im Wiener Jugendgericht.

und Finanzverwaltung der NSDAP. statt.

Aus einer HJ.-Tagung wurde die Durchführung der Kampf,prele der Nordsee-HJ. festgelegt.

58 886 Bremer erlebten das Biwak auf der Bürger- weide.

Heute wird ganz Bremen den „Tag der Wehrmacht" mrt seinen Feldgrauen in den Kasernen und aus den Verpslegnngsplätzen begehen.

Das Gemeinschaftshaus in Oslebshausen wurde feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Bei einem dreisten Ranbüberfall in der Otters- erbeutete der noch nicht gefaßte Täter