«.steint 7mal wöchentlich
Monalsöezug K^2,30 einschl. Zu- »elll-ebühr- Postbezugspreis monall. ogg M (einschl. 48^4 ^ Post- -ei'wngsgebühi) zuzügl. 42 Ve- tellaeld Bezugspreis Ist im voraus ahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. sjne Vebinderung der Lieferung «Mertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Gauverlag Weser- §ms GmbH., Bremen, Teeren 6-8.
- 54121, Nachtr. u. Sonnig. 5111Z. Sprechz.:Verlag:werkt!.
Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 1214—13N Uhr.
meiner Mmg
parteiamtliche Tageszeitung
Has Amtsblatt Des Negierenden Bürgermeisters Der Freien Hansestadt Bremen
Anzeigen - Grundpreise!
Die 22-inm-Zeile im Anzeigenteil 13 die 78-mm-,Zeile im Tert- teil 75 eA/. Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 7 (Nachlaßstaffel O. Fü, Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen:
Am Geeren 6 — 8. Fernsprecher Nr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher
Nr. 51115; Obernst raße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 41 21. In Svke, Mühlendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Vremens
Amtliches verkündungsblatt des Beichsstalltzalters in Mdenburg und Bremen
Nr. ?5/9.ZaHrgang
Donnerstag, lö.TNar; 19Z9
kinzeipreis 15 Bps.
die «lvutsclBSn Vruppsn kabsn in öülimsn un«I t^äkrsn ikes^agssrisls «eesiekE
der sükrer in Prag!
kinmarsch ohne Zwischenfall
Berlin, 16. März.
Der Führer hat gestern vormittag Berlin verlassen und sich zu den in Böhmen und Mähren einmarschierten Truppen begeben. Gegen 15 Uhr traf der Führer in Böhmisch-Leipa ein, von der Bevölkerung jubelnd begrüßt. Von Böhmisch-Leipa aus trat der Führer dann um 17 Ahr mit seiner Begleitung auf dem kürzesten Wege die Fahrt nach Prag an, das die Autokolonne 19.15 Ahr erreichte. Am 19.45 Ahr zog der Führer in die alte Präger Kaiserburg, dem Hradschin, ein, wo er mit seinem Stäbe Wohnung nahm. Am 20 Ahr wurde von der Burgwache eines deutschen Schützenregiments auf der Zinne des Hradschins die Führer-Standarte gehißt.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat die gesamte Bevölkerung aufgefordert zu flaggen.
historischer pkt auf der vurg
Berlin, 16. März.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Vormarsch der deutschen Truppen, unter ihnen die Verbände der ii -Verfügung struppe, ist trotz starker Behinderung infolge andauernder Schneefälle und Glatteis auf den Straßen planmäßig vor sich gegangen. Zwischenfälle haben sich bisher nicht ereignet.
Die in den mährischen Raum von Schlesien und aus der Ostmark her vorgehenden Truppen haben um 16 Ahr die Verbindung untereinander hergestellt. Auch in Böhmen haben die Truppen ihre Tagesziele erreicht. Im Laufe des Tages wurden Teile der Fliegertruppe trotz heftigen Schneetreibens erneut eingesetzt. In Böhmen und Mähren rückten ferner weitere Flughafenkommandos ein, die die Flugplätze einschließlich der dort befindlichen Flugzeuge übernahmen. Zahlreiche Abteilungen der Flakartillerie nahmen an dem Einmarsch des Heeres teil.
Mtt dem obersten vefehlsbaber in Schicksalslan-
(Serickl ckes an cker kakrt ^.clolk Hitlers teilnebmencksa Sonckerbsriekierstsiters)
Die Fahrt des Führers führte in fast ununterbrochenem dichten Schneegestöber an der marschierenden Truppe vorbei, deren Marschleistungen bei der scharfen Kälte und dem zeitweise säst undurch- Hchtigen Schneesturm unerhört und über jedes Lob erhaben waren. Ueberall, wo die Truppen den Führer erkannten, leuchteten den Soldaten trotz her großen Strapazen die Freude aus den Augen, ihren Obersten Befehlshaber unter sich zu wissen. 2>e Fahrt des Führers durch das böhmische Land und der Einzug in Prag kam der Bevölkerung völlig überraschend.
3n der Begleitung des Führers befanden sich der Chef bis Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, der Oberqnartiermeister I im Eeneralstab des Heeres, Generalleutnant von Stiilpnagel, der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, Reichster st, Himmler, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichster Bormann, der Chef der Reichskanzlei Reichsminister Dr. Lammers, der Chef des Ministeramtes im (mchslustsahrtministerium, Generalmajor Vodenschatz, Ittner die persönlichen und militärischen Adjutanten bes Führers SA.-Obergruppensührer Brückner, si- Mnppensührer Schaub und NSKK.-Brigadesührer Bärinn, Oberstleutnant Schmundt, Hauptmann Engel, Hauptmann von Volow.
Zunächst geht die Fahrt noch durch Dörfer des Sude- Mgaües, durch Dauba, Löschen und Wallach. Ueberall acht die Bevölkerung an der Straße. Irgendwie hat es sich herumgesprochen daß der Führer kommt, und nun stehen die!« treuen deutschen Menschen seit Stunden w dem eisigen Schneesturm. Sie sind völlig eingeschneit, aber ihre Äugen leuchten, die Hände fliegen empor zum teutschen Gruß! Jubelnd dringt das Sieg-Heil in das Aurmesbrausen hinein: Der Führer ist da!
über die 6ren;e...
Bei Liboch ist die bisherige deutsch-tschechische Grenze erreicht. Die Schlagbäume haben sich gehoben. Punkt "hr überschreiten wir die Grenze. Drei-tschechische Zollbeamte stehen vor dem provisorisch errichteten Zollfischen. das ihnen Unterkunft gewährt. In strammer Haltung grüßen sie militärisch den Führer.
Weiter geht die Fahrt aus Melnik zu. Tiefschwarz drunten die Elbe dahin, düster gegen das treibende Weiß der Schneemassen kontrastierend. Immer ""-der muß der Führer seine Fahrt auf der vereisten und verwehten Straße verlangsamen. Motorisierte Verende, bespannte Eeschützabtei'lungen kämpfen sich muh- >°m voran.
In Melnik gibt es einen kurzen Halt. Die tschechische Polizei salutiert vor den Wagen. Die Bevölkerung lammt neugierig heran, schaut herein und gibt «uz putsch Auskunst nach dem Weg. Der Marktplatz von "ei»,! ist ein einziger Parkplatz der deutschen Truppen. Ion Melnik aus geht es gerade nach Siegen. Wir PUMren die große E'lbcbrücke.' die von deutschen Posten ü-iichert ist. Treu halten die Männer hier Wacht und w >,e an dem vordersten Wagen die Führerstandarte ^ leuchten ihre Augen auf.
Wieder passiert der Führer lange motorisierte Ko- wnnen und erstaunlich ist die Präzision, die großartige Mung dieser Truppen. Plötzlich taucht in grellem Scheinwerfer eine Tafel aus: „Praha 15 km. dann sind auch bald die ersten Vorstadthäuser er- Hoch über der Stadt erhebt sich die gewaltige N°uette der Burg. Niemand noch ahnt in Prag, ki. Führer kommt. Die Menschen drängen sich um > tln,chlagtafeln der Zeitungen. Straßenbahnwagen
Prag, 16. März l sind überfüllt. Lichtreklamen werfen ihre zuckenden roten und blauen Lichter in die Straßen. Die Stadt ist ruhig.
Um 19.1Ü Uhr erreichte der Führer den Stadtkern, und kurz vor 2Ü Uhr fährt die Kolonne in den großen Hof der Burg ein. Es ist ein Augenblick geschichtlicher
Größe. Historische Erinnerungen werden in diesem Augenblick wach, wir denken an die Gestalt Kaiser Karls IV., der in der Mitte des 14. Jahrhunderts Dom und Burg als Stätten deutscher Kaiserherrlichkeit errichtete ' (Fortsetzung aus Seite 2)
, *
«ES.
Soxv» Atzn»," »
g,'0 ^ M-»» L>
1? MsÄ>«
L7 «Aid» « Tdtz» «tzwm - «WmSr» ^
^ ' ^ ^ L
X ^ b L
«VS»
LSwUllUllS!.Hiexer
S/r/Ä» .
»«Am
Proklamation des sükrers
„Vie rschecho-Slowakei Hat aufgeHört;u existieren"
An das deutsche Volk!
Nachdem erst vor wenigen Monaten Deutschland gezwungen war, seine in geschlossenen Siedlungsgebieten lebenden Volksgenossen gegenüber dem unerträglichen terroristischen Regime der Tschechoslowakei in Schutz zu nehmen, zeigten sich in den letzten Wochen erneut gleiche Erscheinungen. Dies mutz in einem Raume, in dem so viele Nationalitäten nebeneinander leben, zu unerträglichen Zuständen führen. Als Reaktion aus diese erneuten Angriffe gegen die Freiheit und das Leben der Volksgruppen haben sich diese nunmehr von Prag losgelöst. Die Tschecho-Slowakei hat damit aufgehört zu existieren.
Seit Sonntag finden in vielen Orten wüste Exzesse statt, denen nunmehr aber wieder zahlreiche Deutsche zum Opfer fielen. Stündlich mehren sich die Hilferufe der Betroffenen und Verfolgten. Aus den volkreichen deutschen Sprachinseln, die der Großmut Deutschlands im vergangenen Herbst bei der Tschecho-Slowakei beließ, beginnt wieder ein
Strom von Flüchtlingen von um Hab und Gut gebrachten Menschen in das Reich zu fließen.
Eine Fortdauer dieser Zustände mutz zur Zerstörung der letzten Ordnung in einem Gebiet führen, an dem Deutschland lebenswichtig interessiert ist, ja das selbst über 1VÜV Jahre lang zum Deutschen Reich gehörte.
Um diese Friedensbedrohung nunmehr endgültig zu beseitigen und die Voraussetzungen für die erforderliche Neuordnung in diesem Lebensraum zu schaffen, habe ich mich entschlossen, mit dem heutigen Tage deutsche Truppen nach Böhmen und Mähren einmarschieren zu lassen. Sie werden die terroristischen Banden und die sie deckenden tschechischen Streitkräfte entwaffnen, das Leben aller Bedrohten in Schutz nehmen und somit die Grundlagen für die Einführung einer grundsätzlichen Regelung sichern, die dem Sinn einer tausendjährigen Geschichte und den praktischen Bedürfnissen des deutschen und des tschechischen Volkes gerecht wird. gez.: Adolf Hitler.
Dee sttseskä
Mit den deutschen Truppen, die am Morgen des 15. März den Marsch nach Böhmen und Mähren antraten, marschierte auch das deutsche Schicksal, um sich aufs neue in einem Raume zu erfüllen, den die Geschichte seit zwei Jahrtausenden ihm zugewiesen hat. So wie sich Elbe, Moldau und Eger als lebenspendende Kräfte aus deutschem Lande in dieses Becken ergießen, haben, dem gleichen Gesetze folgend, auch Ströme deutschen Blutes hier den Boden vorbereitet. Die Erde Böhmens und Mährens haben deutsche Bauern gepflügt und erschlossen, ihre Städte deutsche Bürger erbaut. Gestaltung und Kultur dieses Landes waren von jeher ebenso deutsch wie die Männer, die sein Geschick bestimmten.
Der nach dem Weltkrieg unternommene Versuch, die historischen Länder Böhmen und Mähren aus ihrem natürlichen Lebensraum herauszureißen, ist nicht allein an der Sinnlosigkeit des damals mit Gewalt zusammengezwungenen Vielvölkerstaates gescheitert. Es ist eine durch die Geschichte erhärtete Tatsache, daß sich das tschechische Volk noch niemals als staatsbildend und staatserhaltend erwiesen hat. Als die Markomannen im sechsten Jahrhundert Böhmen verließen und sich neue Wohnsitze südlich der oberen Donau suchten, drangen die durch den Vorstoß der Awaren aus ihren alten Siedlungsgebieten vertriebenen slawischen Stämme in den entvölkerten Raum ein. Sie übertraten, wie der tschechische Historiker Peroutke einmal erklärte, mit leeren Händen die Schwelle der europäischen Zivilisation. Der Franke Samo, der um 624 ins Land kam, schuf die erste staatliche Organisation der slawischen Stämme in Böhmen und befreite sie von dem Joch der Awaren, die jedoch nach Samos Tod rasch wieder die Oberhand gewannen.
Karl der Franke zertrümmerte endgültig die Herrschaft der Awaren. Böhmen und das unter Heinrich i. mit ihm vereinigte Mähren blieb bis
Unser VsgesspSesel
(vis ksvtiZs VuZTsbs uwksüt 16 Ssitsv)
Der Führer ist nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Böhmen und Mähren in Praa ein- izetrosfen.
Der Einmarsch der deutschen Wehrmacht in tausend Jahr altes deutsches Siedlungsgebiet hat in der ganzen Welt tiefen Eindruck hinterlassen.
Der Berliner Gesandte von Mandschukuo setzte sich für einen verstärkten Ausbau der deutsch-mandschurischen Wirtschaftsbeziehungen ein.
Die Einlagen der deutschen Sparkassen haben sich werter günstig entwickelt.
Der „Tag der Wehrmacht« wird in vollem Umfange am Sonnabend und Sonntag durchgeführt.
Das Nachtslugzeug London—Brüssel stürzte aus bisher ungeklärter Ursache ab.
Bremen verzeichnete im verflossenen Jahre einen Eesamtmilchanfall von 45 776 780 Kilogramm.
Die DAF. erwarb für die Kreiswaltuna Bremen das „Bahnhofshotel".