vnä'.
zsnrcsisu:
> Korckmssr — vis Isisiisr mit »sinsn vsr kllsirse uaü >sn
ItplVYN»
dsnä nsckm. . . , )M
's->»->>m. 2.Ä ij.go
bsncl nscbm. . . . 5.3ö
>g n»ci>m. 2.3ü 3.30
tii, u. lugoaäs. » P«. >ugsnä>. u. t-Milll, n l-I.
öo Segln»
intker
^->.ur,zp,g,.
Ev <IW!kX
cism Sübnsnewclc cksa" von 9. 8sl«>g ^
Iscktz stski »n» stlisirsn iir Vcksmir g: psu! N«iä,m»nn I : Sstnr llcnuil»!
o , 8.S0
SISN Ißsntsin iug «isr cksul- i,.
ksiltestnur
»tscklonil
luitt (Iruiliu!
ist 6sm
gsvssis-fsncle-filmr
7sgeduek s klsttorsn
,snc> b-l io S-Zlsl-. I
rvvsckss^ss
rusitll
M»
o lVs 1
Xsut 6.2
l
!os« vimst m ständiger W- ; MisW °uf.
pd-lfiM
k
ksi"
»
lt«»s
,Smwör
„ «usw u° üb««'
i
Erscheint 7mal wöchenü i ck
Monatsbezug 2,30 einschl. Au steilgebührt Postbezuysprels monatl. 2J0 (einschl. 28,7 ^ P°st- zeitungsgeböhL) zuzügl. 42 3A4 Bestellgeld. Bezugspreis Ist im voraus zahlbar. Postscheck' Fambura 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: N8.-Gauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: §4121, Nachtr. u. Sonnig. 8111§r Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 fthri Schriftleitung: Dienstag und Freitag 12V-—13^ Uhr.
vremerZeilmv
Parteiamtliche Tageszeitung
vos Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt vremen
Anzeigen - Grundpreise
Die l mw hohe und 22 lnm breite geile im Anzeigenteil 13 öAz. Nie 78 mm breite und 1 moa hohe geile im Tertteil 75 zAx. Ermäßigte Grundpreise (für Klein - u. Famll'en- anzeiyen u. a.> sowie sonstige Bedingungen Preisliste 9 Nachioß- staffel L. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. § 41 21. Nachtrus und sonntags: Fernsprecher 511 1§t Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. Un BVke: Mühlendamm Nr. 2.
der t tarionalfozialisten Vremens
pmtiiches verkündungsblott des Neichsstotthalters in Mdenburg und Vremen
kinzelpreis 15 »pf.
Sonnabend, 29. Juni 1940
Nr. 1?6 / 10 . Mrgang
Zur Kriegsschuld knglands, Frankreichs, velgiens und ftollands
es nuswartmen Mres
So sollle üas Neich angegriffen werden
Vorbereitungen von langer kand zum Vurchmarsch durch Velglr r und Kottand ins Nukrgebiet
rci. B e r l i n, 28. Juni.
Die Eeneralstabsbesprechungen zwischen Belgien, Frankreich und England hatten trotz gegenteiliger Versicherungen seit dem Weltkriege niemals eine längere Unterbrechung erfahren. Seit dem Herbst vorigen Jahres wurden sie immer enger gestaltet. Der niederländische Gcnermlstad wurde hinzugezogen. Alle gemeinsamen Vorbereitungen verdichteten sich zu einem Angrifssplan gegen die deutsche Westgrenze, d. h. gegen die westdeutschen Jndustriewerke. Die Reichsregierung hat diese feindlichen Pläne bereits zu Beginn der militärischen Schutzaktion am 16. Mai dieses Jahres aufgedeckt, sie legt aber nunmehr eine neue Reihe von Dokumente» vor, die einen verblüffenden Einblick in die Eeneralstabsbesprechungen der Westmächte gewähren.
Tatsächlich bestanden mindestens seit dem Sommer 1931 ge-' meinsame onglisch-französisch-belgischc Aufmarschpläne durch belgisches Gebiet. Den englische» und französischen Armeen waren besondere Anmarfchstraßen reserviert worden, die von der zu evakuierenden belgischen Zivilbevölkerung nicht benutzt werden durften. Im Februar, März und April 1949 waren die militärischen Vorbereitungen der Weltmächte schon sehr weit gediehen und in den ersten Tagen des Mai fanden praktisch schon einzelne Truppenbewegungen statt, so daß die deutsche Schutzaktion in Belgien und Holland tatsächlich erst in letzter Stunde startete.
Im April war bereits festgelegt, in welcher Weise die einzelnen französischen und englischen Formationen durch Belgien anmarschieren sollen, Nachschubsragen waren besprochen, der Eisenbahntransport gesichert, — alles Maßnahmen und Anordnungen mit Misten und Willen des belgischen Generalstabcs. Der Borstotz durch belgisches Gebiet gegen die deutsche Grenze war soweit vorbereitet, daß selbst kleinste militärische Einheilten über Kartenskizzen verfügten bzw. verfügen sollten, auf denen die Bormarschwege genau abzulesen waren. Um keine Pannen entstehen zu lasten, hatten sich französische Offiziere wiederholt aus belgisches Gebiet begeben und an Ort und Stelle Besichtigungen vorgenommen. In den Dokumenten Wird sogar der unangreifbare Nachweis erbracht, daß sich bereits vor dem 19. Mai geschlossene Truppenformationen Frankreichs in Belgien befanden.
Ten Engländern war die Aufgabe zugefallen, ost-nord- östlich durch Belgien durchzustoßen, über den Albert-Kanal zu gehen, gleichzeitig aber auch ihre Operationen in Holland zu beginnen, die Schelüemiindung in ihren Besitz zu bringen und die großen holländischen Inseln zu nehmen. Selbstverständlich sollten diese Bemessungen in engster Fühlungnahme mit dem belgischen Eeneralftab erfolgen, wosür besondere Werbindungsvssiziere vorgesehen waren.
Holland hat sich durchaus nicht passiv Verhalten. Die deutschen Truppen fanden im belgischen Rutzenministerium ein Memorandum des Oberbefehlshabers der holländischen Armee, aus dem hervorgeht, daß bis ins einzelne gehende Besprechungen stattgcsunden hatten. Das Memorandum ist offensichtlich die Zusammenfassung einer Reihe intensiver Verabredungen, in denen die militärischen Kräste der beiden Länder, der Wett ihrer Beseitigungen und nicht zuletzt die Möglichkeiten eines osscnsiven Vorgehens gegen die deutsche Grenze klargestellt wurden.
Ungeheuerliche Dokumente. — Das ist der Eindruck, zu dem jeder Leser gelangen wird. Die Generalstäbe der vier Länder scheinen Anfang 1949 keinen anderen Gedanken mehr gekannt zu haben, als im Frühsommer aktiv gegen Deutschland vorzugehen. Das Reich ist ihnen zuvorgekommen. Die Schlachten in Holland/ Flandern und Frankreich sind schon geschlagen. aber die Schuldtitel mit den Unterschriften der tIeneralstäbe jener Westmächte liegen nun vor aller Welt osscn ausgebreitet. Die neunzehn Dokumente, die das Aus-
Ver italienische Heeresbericht
Lebhafte 'Aktionen der Luftwaffe
Rom, 28. Juni.
Der italienische Heeresbericht vom Freitag lautet: „Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: lebhafte und glänzende Aktionen der Luftwaffe in kordasrika und Ostafrika. Feindliche rückwärtige Ber- indnngen und motorisierte englische Abteilungen sind :n der Cqrenaika-Erenze wirksam mit Bomben belegt oorde», wobei beträchtlicher Schaden angerichtet wurde. In Luftkämpfen ist ein englisches Flugzeug über ksmara zur Landung gezwungen worden. Die unver- ehrt gebliebene Besatzung wurde gefangengenommen, keber Assab wurde ein Flugzeug abgeschossen, zwei «eitere wurden schwer beschädigt."
wärtige Amt heute mit dem ö. Weißbuch veröffentlicht, stellen eindeutig fest, in welch hohem Maße Deutschland bedroht war.
Am 19. Mal 1949 wurde von der Reichsregierung das Memorandum an die belgische und niederländische Regierung zusammen mit einem Bericht des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht veröffentlicht. In diesem Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht wurde der dokumentarische Nachweis geführt über Gcncralstabsbesprechungcn, die England und Frankreich mit Belgien einerseits und Holland andererseits geführt haben. Zweck dieser General- stabsbcsprechungen war, alles sür den von England und Frankreich beabsichtigten Vorstoß auf das deutsche Ruhr- gebiet über belgisches, holländisches und luxemburgisches Territorium vorzubereiten.
Obwohl diese Eeneralstabsbesprechungen natürlich geheim geführt wurden, wurde in der Oejscntlichkeit doch von Zeit zu Zeit der Schleier des Geheimnisses gelüstet. Am k. März 1936 haben der ehemalige belgische Außenminister und der damalige französische Botschafter in Brüssel sich wechselseitig bestätigt, daß beide Regierungen das Interesse hätten, den
wertvollen Bestandteil des alten belgisch-französischen Militärbündnisses, d. h. die Fühlungnahme der Generalstäbe, ausrecht zu erhalten.
velgisch jranjösische ZugestänSniffe
Die Note des damaligen belgischen Antzenministeriums vom 6. März 1936 hat folgenden Wortlaut:
Seiner Exzellenz Herrn van Zeeland, Ministerpräsident, Minister für auswärtige Angelegenheiten und Minister für den Außenhandel.
Herr Minister!
Durch den zwischen dem französischen Ministerpräsidenten und Minister sür die auswärtigen Angelegenheiten und dem belgischen Ministerpräsidenten stattgesnndenen Briefwechsel vom 1V. und 1S. September 1929 haben die Regierung Frankreichs und die Regierung Seiner Majestät des Königs der Belgier ihre Zustimmung zu dem am 7. September 1929 unterzeichneten Militärabkommcn gegeben. Nach dem Wortlaut des Briefwechsels, der 1929 zwischen den beiden Regierungen stattgefunden hat und in Genf eingetragen wurde, diente das Abkommen von 1929 dem Zweck, die sich aus dem Döl- kerbundspakt ergebenden Friedens- und Sicherheitsgarantien zu verstärken. Das Abkommen legte die technischen Richtlinien fest sür eine militärische Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Belgien für den Fall eines ntchtprovoziertcn Angriffes durch Deutschland.
. Im Jahre 1S2S ist in Locarno ein Vertrag geschlossen worden, der. in einer vollständigeren und genaueren Weife die im Jahre 1929 vorgesehenen Garantien verwirklicht. Dieser Ver-' trag ist von dem Präsidenten der Republik abgeschlossen worden und hat die Zustimmung der Kammern gesunden.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Minelengland erneut mit vomben belegt
Nüstungswerke und ffosenaniagen schwer getroffen — Frankreichs gesamte Kanal- und fltlontikküste in deutscher Kand — Sroßartiger krsolg Kopitönleutnonto grien
FLHrerhauptquarkier, 28. Juni.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
„Wie im Wasfenstillstandsvertrag vorgesehen, erreichten unsere im Kiistenstreiscn vorgehenden schnellen Abteilungen gestern abend südlich Bayonne die spanische Grenze. Damit ist die gesamte Kanal- und Atlantikküste Frankreichs in unserem sicheren Besitz.
Kapitänleutnant Prien meldet die Versenkung von 46186 Brutto-Register-Tonnen feindlichen Handels- schisssraumes.
Kampfoerbände der Luftwaffe griffen auch in der Nacht zum 28. Juni Nüstungswerke sowie Hafenanlagen in Süd- und Mittelengland erfolgreich mit Bomben an. Explosionen und starke Brände wurden teilweise noch lange »ach den Angriffe» beobachtet. Am 27. Juni flogen tagsüber an verschiedenen Stellen der niederländisch-belgischen Küste britische Flugzeuge ein. Sie wurden von unseren Jagdslugzeugen angegrifsen, wobei an einer Stelle alle sechs eingeslogenen Feindflugzeuge abgeschossen wurden. Zwei anderen Flugzeugen gelang es, im Schutz tief hängender, durchbrochener Wolken- selder bis in die Gegend von Hannover vorzustoßen und Bomben abzuwerfen. Mehrere Tote und Verletzte sowie einiger Sachschaden sind zu verzeichnen.
Auch in der Nacht zum 28. Juni flogen wiederum britische Flugzeuge nach West- und Norddeutschland ein. An verschiedenen Stellen, darunter auch auf Wohnhäuser, wurden Bomben geworfen, -wobei mehrere Personen getötet oder verletzt wurden. Unsere Nachtjäger schössen drei feindliche Flugzeuge ab.
Bei einem Angrisfsversuch aus den Flugplatz Staoanger-Sola würde ein britisches Flugzeug noch während des Anfluges über Tee abgeschossen.
Die Flakartillerie der Kriegsmarine schoß zwei feindliche Flugzeuge ab.
Insgesamt verlor der Gegner am 27. Juni zwölf Flugzeuge in Lustkiimpfeu und vier durch Flakabschuh. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt."
Nach der Niederwerfung.Frankreichs tritt die neue Front gegen England, die sich von Narvik bis an die spanische Grenze hinzieht, immer mehr in den Vordergrund., Wenn auch militärische Eroßereignisse,. wie sie sich in den letzten Wochen häuften, zunächst nicht zu verzeichnen sind, so zeichnet sich diese neue Front doch bereits deutlich in den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht ab. Tag sür Tag greifen deutsche Kampfgeschwader wichtige Rüstungswerke, Hasenanlagen und Flugplätze aus der englischen Insel an. Unsere U-Boote sind zu einer -neuen aktiven Tätigkeit in englischen Gewässern übergegangen, wie die Meldung des Kapitänleutnants Prien beweist, der wieder 49199 Tonnen feindlichen Handelsschissraumes versenken konnte. Diese neue großartige Leistung Kapitänleutnants Prien erfüllt das deutsche Volk mit besonderer Freude. Seit seinem tollkühnen Einbruch in die Flottenbasis von Scapa Flow hat sich dieser Seeheld die .Herzen des ganzen deutschen Volkes erobert. Die Nennung seines Namens im Wrhrmachtsbericht ist daher gleichsam auch ein Symbol dafür, daß die deutsche Stoßrichtung nunmehr dem Hauptfcind England gilt.
Immer rücksichtsloser und brutaler tritt bei den verbrecherischen Angriffen der englischen Luftwaffe aus die deutsche Zivilbevölkerung die Absicht zutage, den Krieg nunmehr „mit allen Mitteln" zu führen. Während man sich bisher in London mit Rücksicht, aus die möglichen deutschen Reaktionen im Luftkrieg immer noch eine gewisse. Zurückhaltung auferlegt hatte, will man offensichtlich diese Rücksicht nunmehr gänzlich fallen lassen.
Selbst die ehemaligen holländischen Bundesgenossen werden dabei nicht geschont, die englische Niedertracht offenbart sich ganz besonders bei den vollkommen sinnlosen Angriffen auf holländische Städte, die zahlreiche Todesopfer und Verletzte unter der holländischen Zivilbevölkerung forderten.
Man dürste sich aber in London nach den Ereignissen in Frankreich darüber klar sein, über welche Möglichkeiten die deutsche Luftwaffe verfügt. Nach der Eroberung der Küsten des Kontinents gegenüber England gibt es keinen noch so verborgenen Schlupfwinkel auf der englischen Insel, der nicht dem Zugriff der deutschen Luftwaffe offen liegt. Deutschland allein hat es in der Hand, Ort und Zeitpunkt für entscheidende Schläge zu bestimmen.
Akikere AtaH Mee
Von
6sn6rLl ftsr ^.rtillsriS s. O, ?su1 l^ssss
Man hat sich gewöhnt, unter einem Feldherrn den Mann zu verstehen, der in Kriegszeiten den Oberbefehl über die Wehrmacht seines Landes inne hat. Aber diese Definition erschöpft den Begriff nicht, Feldherrntum zeigt sich nicht nur in der Durchführung ernes Krieges, sondern fast noch bedeutungsvoller in der Schaffung der Voraussetzungen für die erfolgsichero Durchführung. Feldherr im umfassenden Sinn dieses Wortes ist der Mann, der im Frieden die Abwehrkraft seines. Volkes so zu entwickeln weiß, daß es feindliche Angriffe abzuweisen und darüber hinaus den Krieg in des Feindes Land zu tragen und dort den Feind zu vernichten mit Sicherheit in der Lage ist. Die Größe dieser Leistung hängt ab von dem Zustand, in dem sich das Land befindet und aus dem heraus es wehrhaft gemacht werden . muß, und von der Größe des Sieges, der schließlich errungen wird.
Wie lagen nun die Dinge 1933 in Deutschland? Ein wirtschaftlich zerbrochenes und arbeitsloses, in viele sich gegenseitig befehdende Parteien zerspaltenes, unzufriedenes und verarmtes Volk. Es durfte nicht mehr als 190 000 Soldaten halten, keiner dieser Soldaten durfte sich an den Rhein wagen. Der Besitz von Panzerwagen und Flugzeugen, von schweren Geschützen und Schlachtschiffen war der Reichswehr verboten. Kurz — Deutschland war trotz seiner Größe ein politisch und militärisch ohnmächtiges und verachtetes Land, von seinen Zwingherren England und Frankreich so geknebelt, daß ein Wiederaufstieg in absehbarer Zeit völlig ausgeschlossen erschien.
Der Aufstieg aber, den Deutschland aus diesem hoffnungslosen Zustand in kurzen sieben Jahren trotzdem geommen hat, ist so unfaßbar gewaltig, hatte ein so atemraubendes Tempo, daß es sogar für manchen Deutschen der älteren Generation, erst recht aber für das Ausland fast unmöglich war, an das zu glauben, was über diesen Aufstieg bekannt wurde. Und ganz allein und ausschließlich verdankt das deutsche Volk diesen Aufstieg dem Genie Adolf Hitlers.
Der Gesichtspunkt, der den Führer immer und in erster Linie hierbei leitete und der schon damals die ihm angeborenen Feldherrnqualitäten sonnenklar herausstellte, war der der Wehrhaftmachung des Reiches. Der Führer sah eben trotz aller Abrüstungs- und Freundschaftsangebote, die er machte, voraus, daß die deutsche Freiheit durch Verhandlungen nicht wiederzugewinnen war, sondern nur durch Macht. Mj, dieser Erkenntnis handelte er vom ersten Tage seiner Machtergreifung an mit einer Kühnheit, die auch wieder den Feldherrn in ihm charakterisiert.
Adolf Hitler gewann die Souveränität über das Rheinland wieder, er gab dem Reich die Allgemeine Wehrpflicht zurück, er erzog die Jugend zur Härte, Entschlossenheit und Opferbereitschaft, er führte Oesterreich und das Sndetenland ins Reich zurück, er beseitigte das unsere Südflanke bedrohende „Flugzeugmutterschiff" der Westmächte, er zerschlug Polen, als sich dessen Feindseligkeit herausstellte, und er einigte sich mit Rußland, um bei dem kommenden Kampf gegen die Westmächte den Rücken frei zu haben.
Es ist nicht zutreffend, wenn man diese Riesenleistungen und die unfaßbare Kühnheit, mit der sie durchgeführt wurden, nur als Erfolge des Staatsmannes Hitler und seiner Außenpolitik bucht. Man nennt sie viel zutreffender Feldherrnpolitik. Die Erfolge dieser Politik gaben dem Führer die Möglichkeit, das von ihm geschaffene Eroßdeutsche Reich gegen jeden Angriff, von welcher Seite er komme, erfolgreich zu schützen.
Erst recht aber ist die Entwicklung, die Ausrüstung und die Ausbildung der deutschen ÄZehrmacht ein Beweis seines überragenden Feldherrntums. Kein Feldherr hat so rasch und klar erkannt, wie entscheidend und ausschlaggebend für die Kampfkraft einer neuzeitlichen Wehrmacht der Motor ist. Adolf Hitler war durchdrungen von der Ueberzeugung, daß, wer den Luftraum beherrscht und auf der Erde schneller ist als seine Gegner, Sieger werden müsse, daß also ein Vorsprung in
vessarabische frage friedlich gelöst
SowjetruMch-rumönische Verständigung auch über die nördliche vukowino
Moskau, 28. Juni
Die Taß gibt am Freitag bekannt, daß am 26. Juni die -owjct-Union dem rumänischen Gesandten in Moskau, Da- idescu, ein Ultimatum überreicht habe, in dem die Soiojet- lnion die sofortige Rückgliederung der nördlichen Bukowina owie Bcssarabicn verlangt.
Am 27. Juni hat die rumänisch« Regierung dem Außen- ommisiar Molotow eine Antwort überreicht, in der es heißt, aß die rumänische Regierung bereit sei, über die fraglichen Sebietc zu verhandeln. Der Außcnkommisiar fragte den Bot- chaster Daviden», ob Rumänien prinzipiell mit der Abirrung der besagten Gebiete einverstanden sei, da die Note der umiinischcn Regierung diese Zusage nicht enthält. Der «manische Botschafter erklärte, die rumänische Regierung sei nit den Vorschlägen der Sowjet-Regierung einverstanden. Daraufhin richtete die Towjet-Ilnion am 27. Juni eine zweite lote an Rumänien, in der es heißt, daß die Sowjet-Union >ic Räumung der besagten Gebiete innerhalb von vier Tagen, mgesangcn am 28. Juni, 12 Uhr Ortszeit, und die sofortige Sesctzung der Städte Akkcrman, Czernowitz und Kffchjnew for- >crt. Die rumänische Regierung erklärte sich damit cin- wrstanden, bat jedoch die Sowjet-Regierung die Räumungs-
frist zu verlängern, Sie erklärte sich sofort bereit, Vertreter sür eine Kommission z» ernennen, die die Räumungs- und Abtrctungsfragen bereinigen soll. Die Sowjet-Union hat ihrerseits General Koslow und den General Boldin zu Vertretern in dieser Kommission ernannt. Die Verhandlungen sollen in Odessa geführt werden. Ab 28. Juni um 14 Uhr Ortszeit haben sich die sowjctrusstfchen Truppen in Richtung der Städte Czernowitz. Kischincw und Akkerman in Bewegung gesetzt.
e Ereignisse um Bessarabicn und die nördliche Bukowina i eine politisch-territoriale Frage gelöst, die seit dem »blick bestand, als Rußland im Jahre 1919 das etwa 6 Onadratkilometer große Gouvernement Bessarabien mit >ls 2V- Millionen Einwohnern meist russischer, rumäni- :r, «iranischer, bulgarischer und tartarischcr Dolkszuge- >keit an Rumänien verlor. Rußland hatte diese Abtre- nic anerkannt, und es dauerte bis 1934, bis die diplo- schen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn wieder rnvmmen wurden. Auch die jenseits des Tnjestr gelegene nome Sowjetrepublik Mvida» war, ähnlich wie die an finnischen Grenze begründete karelische Republik, auf die
I spätere Wiedervereinigung mit dem abgetretenen Gebiet ein- i gerichtet. Daß sich die bessarabische Frage, in der letzten Zeit mehr und mehr zuspitzte, geschah nicht ohne rumänische Schuld. Seit den Tagen, da die Presse des Landes mit der britischen Garantieerklärung auch die Einmischung Englands in die Angelegenheiten Südosteuropas begrüßte, hat Rumänien nicht immer eine allzu klare Einstellung zu den Problemen der politischen Wirklichkeit erkennen lasscn. Erst nach den deutschen Siegen im Westen und der dadurch bedingten völligen Ausschaltung Englands aus Europa hat sich hier ein plötzlicher Wandel gezeigt, der dem Schwanken zwischen England und Deutschland ein Ende setzte. Die russische Politik hatte schon seit Monaten, vor allem seit dem März. erkennen lassen, daß sie die Frage der rumänisch-russischen Grenze als aktuell ansehe, aber die unentschlossene Haltung, mehr nach die in diesem Raum wirksame britische Politik habe eine rechtzeitige Regelung verhindert. Daß hierbei Rumänien ebenso geopfert werden sollte wie die Reihe der anderen Staaten, die sich mit Londons zweifelhaften Versprechungen bedenken ließen hat nicht nur der Versuch britischer Agenten gezeigt, noch in letzter Stunde eine friedliche Regelung zu hintertreiben, sondern auch die klassische Reutcrerklärung. daß heute sür britische Schritte kein Anlaß bestände, eine Verlautbarung, der die „Times" das bemerkenswerte Geständnis hinzufügte, die Garantie hätte sich nur gegen „gewisse Staaten" gerichtet — also Deutschland — gegen „gewisse andere" dagegen nicht. — Wieder einmal hat sich das wahre Wort bestätigt, wer von England ißt. der stirbt daran.
(Siebe «ich Seite 21
»IM»IU»IIII»MUIIIIIMI,M»I»IM»IM»U»IMIIU»MIIIM,IMIMUMI»MllItt>»
Das Auswärtige Amt gab in einem 5. Weißbuch weitere Dokumente zur Kricgsausweitungspolitik der West- mächte heraus.
Frankreichs gesamte Kanal- und Atlantikkiisien sind nunmehr von deutschen Truppen besetzt.
Die französische Regierung kündigt einen Hochbcrrats- Prozcß gegen den ehemaligen General dc Gaulle und Leon Blum an.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen erneut Rüstungswerke und Hascnanlagcn in Mittel- und Sildcngland mit Erfolg an.
Kapitänleutnant Prien meldet die Versenkung von 49 199 BRT, scindlichcn Schiffsraums.
Rumänien trat an Sowjetrußtand Bessarabien und die nördliche Bukowina ab.
Wiederum mußten mehrere Rundfunkvcrbrechcr zu schweren Frcihcitsstrasen verurteilt werden.
Die günstige Lage unserer Ernährungswirtschast ermöglicht wiederum Sonderzuteilungen und Erleichterungen im kommenden Versorgungsabschnitt.
Bei Großaktionen wird künftig die Ordnungspolizei durch die örtlichen Partciglicdcrungcn unterstützt.
Die BDM.-Reichsreserentin äußert sich zum KricgScinsatz der weiblichen Jugend,