Ausgabe 
(28.6.1940) Nr. 175
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vreMrMmli

partLiamMche Tageszeitung

Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt vremeir

Anzslgsn - Grundpreise. Die I nun hohe und 22 ww breite Zeile Im Anzeigenteil 13 ^4. Die 73 rum breite und 1 mm hohe Zeile im Tertteil 75 Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u. Fami'ftn- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß- staffel E. Für Anzeigen durch den Fernsprecher ^ keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: 8n Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. ffernspr. 5 41 21. Nächtens und sonntags: Fernsprecher 5 1115; Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. 8n 6hke; Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstatthalkers in Oldenburg und Lcemea

Nr. 1?5 / 10. ZaHrgang

Freitag, 28. Juni 1940

kinzelpreis 15 Npf.

oas deutsche Volk

das bestunterrichtete Volk

So stoben unsere feinde gelogen

ölänzende Nechifertigung des deutschen Nachrichtenwesens

B e r l i n, 27. Juni.

Nachdem die westlichen Demokratien in verbrecherischem Leichtsinn dem deutschen Volk den Krieg erklärt hatte», entfachten sie gemäß ihren Erfahrungen aus -er Zeit des Weltkrieges einen Lügen- und Grenel- feldzug übelster Form gegen das Deutsche Reich, um aus diese Art nicht nur ihre eigenen Voller, die sie sinnlos in den Krieg hetzten, sondern darüber hinaus die gesamte neutrale Welt gegen Deutschland auf­zustacheln. Mit widerlichsten Lügen, häßlichsten Verdrehungen und gemeinsten Verleumdungen wurde gegen das nationalsozialistische Deutschland agitiert. In wohl angemessener Absicht ersparte die deutsche Reichs­regierung dem deutschen Volk, all diese durch den feindlichen Funk und die feindliche sowie die neutrale Presse verösfentlichten Lügenmeldungen zu hören und zu lesen.

Für uns ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die seiner­zeit von feindlichen Staatsmännern und ihren jüdisch- redigierten Zeitungen gemachten Aeußerungen und Voraussagen in bezng auf ihren wahren Inhalt im Licht der inzwischen eingetretenen Tatsachen zu prüsen. Völlig klar ergibt sich heute, wie wohl die deutsche Regierung daran tat, all diese zahlreichen Lügenmel­dungen im einzelnen nicht weiter zu verbreiten. Heute erkennen wir deutlich die verbrecherische Frivolität, mit der Lügner vom Schlage eines Chamberlain und Chur­chill ihren eigenen Völkern den Ernst ihrer Lage zu verschleiern suchten sowie die Tatsache, daß diejenigen Völker» die auf eine derartige unsachliche und unwahre UÄerrichtung angewiesen waren, das Opfer von poli­tischen Verbrechern wurden.

Im folgenden geben wir eine Zusammenstellung feindlicher Agitations- und Zwecklügen, die eindeutig widerlegt wurden. Die deutliche Sprache der offiziellen deutschen Verlautbarungen zerschlagen das Kartenhaus der gegnerischen Lügen und unterstreichen erneut, daß kein Volk der Welt so gut, so umfassend und so zu­treffend unterrichtet wurde wie gerade das deutsche in den vergangenen Monaten.und Jahren nationalsozia­listischer Funk- und Pressepolitik.

Die Zusammonstellung ist in fünf Gruppen einge­teilt, und zwar behandeln diese Gruppen 1. eine durch Petain widerlegte Chamberlain-Erkliirung, 2. die Zeit des. Polenseldzuges, 3. die angebliche Entlastungsoffen­sive am Westwall, 4. die Operationen in Norwegen und S. die Kämpfe in Westen. Nachstehend veröffentlichen wir die ersten drei Abschnitte.

1. ckamberlain — peiain

Chambcrlain-Ncdeä. 4. 194V. Es war zu erwar­ten. daß der Feind einst die anfängliche Uebcrlcgenheit aus­nützen würde, um zu versuchen, Frankreich zu überwältigen.

ehe wir die Mkngcl ausgeglichen hätten. Das ist nicht ge­schehen. Hitler hat den Omnibus verpatzt.

Rede des französischen Ministerpräsiden­ten Marschall Pctains, 17. 6. 1940. 13.30 Uhr. Schweren Herzens sage ich euch Franzosen, daß der Kampf aufhören mutz. — Ich habe mich an den Gegner um die Be­kanntgabe der Wasfcnstillstandsbcdingüngen gewandt.

Fiihrerhauptquartier, 27. Juni.

Das OKW. gibt bekannt: „Den Bestimmungen des Wassenstillstandsvertrages entsprechend rückten unsere Truppen bis zum Dordogne-Abschnitt ostwärts Bordeaux vor.

Erkundungsvorstöße schwächerer feindlicher Seestreit­kräfte an der nordfranzösischen Küste in der Nacht zum 25. Juni wurden mühelos abgewiesen.

Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von 3511110 Tonnen feindlichen Schiffsraumes.

In der Nacht zum 27. Juni griffen deutsche Kampfflug­zeuge erneut Hafenanlagen sowie Werke der Flugzeug­industrie in England mit Bomben an. Ein eigenes Flug­zeug kehrte nicht zurück.

Britische Flugzeuge setzte« ihre Bombenabwürfe in Westdeutschland auch in dieser Nacht fort, ohne militäri­schen Schaden anzurichten. Mehrere Zivilpersonen wur­den getötet oder verletzt. Zwei britische Flugzeuge wur­den durch Flakartillerie, ein weiteres durch Jäger abge­schossen.

2. polenseldrug

„O c u v r e" I. g. 1g3S., An höchster Stelle ist man in London und Paris sehr zuversichtlich, feit man hört, datz die Deutschen überall aufgehalten wurden. Obwohl die deutschen Truppen überall äußerst borwärtsstürmten, haben die polni­schen Waffen ihren Angriff gebrochen. Hitler, der für den ersten Tag feinen großen Erfolg haben wollte, wurde also ent­täuscht, Die polnische Flugwafsc hat außerordentlich gut ge- kämpst.

OKW. 1. 9. 3 9. An allen Fronten wurden die erwarteten Anfangserfolge erfüllt. Die deutschen Truppen erreichten nörd­lich der WcftbcSkiLcn der Linie Rcuinarkt — Such». Sie über­schritten die Olsa bei Teschen. Sie dringen in Rich­tung Tschenstochau und nördlich Tschcnstochau vor. Im Kor­ridor erreichen sie die Netze bei Rakel. Deutsche Truppen kämpfen am Abend dicht vor Graudcnz. Die deutsche Luft­waffe erringt die Herrschaft über den polnischen Luftraum.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Beim Rheinübcrgang am 15: Juni, bei den nachfolgen­den Durchbrüchen und bei der Erstürmung eines Vogesen- pafses zeichnete sich der Major Schüler an der Spitze des von ihm befehligten Infanterie-Regiments durch persön­lichen tapferen Einsatz aus."

Mlienifche Vombenangrifse

Rom, 27. Juni

Der italienische Heeresbericht oom Donnerstag lautet: „Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unsere Bomberformationcn haben in mehreren Wellen Malta angegriffen und gegen die dortigen Marine- und Luftflottenziele eine heftige Zerstörungsaktion durchge­führt. Alle unsere Flugzeuge sind in ihre Horste zurück­gekehrt, In Nordasrita sind die Luftangriffe gegen Kraftwagenparls wiederholt worden. Alle Flugzeuge sind zurückgekehrt. Einheiten unserer Marine haben die englische Flottenbasis Sollnm mit beträchtlichem Erfolg bombardiert. Feindliche Luftangriffe aus Masiaua und Assab sind ohne jedes Ergebnis geblieben."

vomben auf englische Häfen

fluch Flugzeugwerke erneul angegriffen — Veulsche kuppen bis ostwärts vordeaur vorgerückt

U-Voot versenkte ZS VVV VNI.

Kammerberatungen in vordeaur

Frankreich nur noch durch einen Seschiiststriigec in London vertreten

Genf, 27. Juni.

Die französischen Senatoren und Abgeordneten, soweit sie ) nicht zur theoretischen, Wciterführung des Krieges nach ndon begeben haben, haben sich znr Mitarbeit am Ausbau­et der Regierung Petain bereit erklärt. Bis jetzt haben sich nd 199 Parlamentarier in Bordeaux zusammengefunden >d zur Politik Petains bekannt. Ihre Beratungen finden >och nicht unter dem Vorsitz der bisherigen Senats- und immerprästdcntcn statt, obwohl diese gleichfalls in Bor- aur anwesend sind, sondern das Präsidium führt Staats- lnistcr Marquct, der auch die Direktiven des Kabinetts ermittelt.

Wie Havas meldet, behandeln die parlamentarischen Ar- iten drei Hauptaufgaben: Die militärische und industrielle Mobilmachung, — ein Ministerium für die Demobilisierung in Aussicht genommen — die 'Lösung der Ernährungs- igen und die Hsimschafsung der Flüchtlinge. Die Strafen r Preistreiberei, die infolge der Uebcrflutung durch die Lchtlingc zugenommen hat, sind verschärft worden. Der Ickjransport der Flüchtlinge gestaltet sich äußerst schwie- g, weil es an Transportmitteln fehlt und weil die Fliicht- igszuge völlig durcheinander geraten sind. Die erste Arbeit jetzt, die Flüchtlinge in regionale Gruppen zu ordnen. Der künftige Regierungssitz ist noch nicht festgelegt. Clcr- ont-Ferrand ist wegen seiner zentralen Lage zwar in Ans- ht genommen worden. Noch wird jedoch untersucht,

> sich in dieser Mittelstadt genügend verfügbare Räume finden. Das diplomatische Korps, ausgenommen nur die ngländer, die nach London geflohen sind, befindet sich zur üt im Seebad Biarritz. Der Umzug soll stattfinden, sobald r neue französische Regierungssitz bestimmt ist. Außenminister Bandoin sprach bor der Presse. Er bezeich­ne seine Tätigkeit unter den gegenwärtigen Umständen als ehr delikat". Baudion umriß kurz die Stellung Frankreichs l den Hauptmächten. Dabei kam er auch auf England zu rechen und erklärte. Churchills Haltung — der bekanntlich

> seiner zynischen Unverfrorenheit dem geschlagenen Frank­ach „Verrat" der. englischen Sache vorgeworfen hatte — abe in Frankreich ein Gefühl schmerzlichen Erstaunens «vorgerufen. Diese englische Haltung sei noch unterstrichen orden durch die Abberufung des britischen Botschafters, er französische Botschafter in London sei daraufhin zurück­

getreten. Frankreich denke nicht, ihn unverzüglich zu ersetzen, wenn es auch durch einen Geschäftsträger vertreten bleibe.

General Weygand hat in einem Telegramm an den Chef der französischen Asrilastreitlrästc, General Nvgues, alle französischen Offiziere zu Disziplin, Gehorsam und Vertrauen aus Marschall Petain aufgefordert. Frankreich habe gegen einen überlegenen Gegner gekämpst, aber die Waffen strecken müssen. Der Waffenstillstand fei hart, aber niemand, der nicht selbst an den Schlachten teilgenommen habe, könne sich eikc Vorstellung der Lage Frankreichs machen.

General Nvgues sandte dieses Telegramm an die Ober­befehlshaber der Truppen in Marokko,-Algier und Tunis. Er fügte eine Aufforderung an die Behörden in Französisch- Nordasrika hinzu, dem Beseht der Regierung nachzukommen. Auch der Oberbefehlshaber der Marokkotruppen, .General Franoois, der die Tagesbefehle der Generale Wehgand und Nvgues im Rundfunk verlas, hat bereits zu Gehorsam und Ordnung aufgefordert.

Die französische Zeitung „Petit G i r o n d e" befaßt sich kritisch mit den Zuständen im Süden des Landes. Sie nimmt dabei einmal diejenigen unter die Lupe, die nicht rasch genug über die spanische Grenze fahren können. Schon immer hätten sich ja zweifelhafte Elemente aus aller Herren Ländern in Frankreich. ein Stelldichein gegeben. Erst jetzt im Un­glück merke man, wie unerwünscht diese Emigranten seien. Wie ein wildes Heer schleppten sie Gold, Diamanten und anders Wertgegenstände mit sich und hätten keinen anderen Wunsch, als Frankreich, das ihnen jetzt kein Asyl mehr bieten könne, eiligst zu verlassen. Das französische Volk könne bei allem Unglück von Glück sagen, daß es auf diese Weise von einer internationalen Pest befreit werde.

Wie bekannt wird, hat der Plutokratenhäuptling Rch- naud die spanischen Behörden um ein Durchreisevisum ge­beten. Er will sich angeblich nach Amerika begeben. Nach­träglich - erfährt man. datz der frühere Innenminister Man­del an Bord eines britischen Schisses geflohen ist. das von deutschen Fliegern angegriffen wurde. Auck) die üblen Zei­tungshetzer Perttnax und Madame Tabouis sind nach London ausgerissxn. Der französische Bankier Rothschild ist Anfang dieser Woche im Flugzeug nach den USA. ge­flohen. Sein Sekretär hat ein großes Aktienpaket mit sich ge­führt, das jetzt in Newtzvrk deponiert werden soll.

Sie Versenkung der „lalgpso"

' Rom. 27. Juni.

Das italienische Unterseeboot, das den britischen Hilfs­kreuzer ..Calhpso" versenkte, ist zu seiner Flottenbasis zurück­gekehrt, wo der Kommandant. Schiftsleutnant Tosoui-Pitwni. seine Beförderung zum Korvettenkapitän erfuhr. Der Kom­mandant berichtete über die Torpediern»» der „Calypso". die in der Begleitung zweier Torpedvbootjäger war. Das Unter­seeboot sichtete den Eeleitzug gegen 1 Uhr am 12 Juni. Er ließ die beiden Torpedobootszerstörer Passieren und schoß einen Torpedo gegen die „Calypfo" ab. die einen Bolltrencr erhielt und rasch sank. Das Unterseeboot tauchte daraus un­mittelbar. und die. Besatzung kört« die Erplpsioncn der Wasserbomben die von den Zerstörern erfolglos abgeschossen wurden. Nachdem das U-Boot längere Zeit unter Wasser gefahren war. kam es wieder an die Oberiläch«, um seinen Auftrag weiter durchzuführen.

srankreicho Vertreter in den waffenstillslandskommisskonen

Bern, 27. Juni.

Der französische Ministcrrat hat die Mitglieder der deutsch- französischen und der italienisch-französischen Wasscnstillstands- kommissionen bezeichnet. Der ersten Kommission gehören an: Armcegeneral Huntzinger als Präsident, Admiral M i - chelicr für Fragen der Kriegsmarine, General Mouchard für die Luftiahrt, Earlcs, Präsckt des Departements Nord Akts, Inspektor des Finanzwesens, Parodi, General­direktor sür Arbeit und Handwerk, BcrthcIot, stellvertre­tender Generaldirektor der .französischen Staatsbank, d c Pchrccavc, Industrieller und Professor K o r t m a n n. Der zweiten Kommission gehören an: Admiral Duplat als Präsident, General Parisot lLandhecr), General Odit (Luststreitkräste), Mouchet (Präsckt des Departements See- Alpen), Montarncl, Finanzinspckteur Geten. Staats­rat Gourret, Direktor des Hafens von Marseille und Garnier, Botschaftsrat.

Veulsch sowjetische Srenzverkandlungen

Berlin. 27. Juni.

Zu den in Berlin stattfindenden Verhandlungen über den deutsch-sowjetischen Grenzvcrtrag sind der Leiter der West- abteilung im sowjetischen Außenkvmmissariat, Alcrandrow, und der sowjetische Oberst Lconlscs in der Reichshäuptstadt eingetroffen.

Lee 28.)««

Der Triumph des Führers über Versailles

Von VVjlkvim lkitAvn

Zwanzig Jahre hintereinander ging unser Volk durch den 28. Juni, an dem 1918 das vollendet wurde, was 1918 in Compiegne begann. Wie brauchen die Stationen dieses Jahrestages nicht nachzuzeichnen, weil jeder Volksgenosse sie an sich, an seinen Eltern und an seinen Kindern miterlebte, miterlitt und mitdurchkämpfte. Bitterstes Elend, erste Auflehnung, blutiger Trotz und dann schließlich der .heilige Schwur der Gemeinschaft, aus dem die Taten gegen Versailles der Allmacht des nationalsozialistischen Kämpfertums erwuchsen, das wahrhaft Berge versetzte, und das Schicksal bezwäng. Wenn sich heute zum 21mal der 28. Juni 1918 jährte, gibt es kein Versailles mehr. Die gleichen Hakenkreuz­fahnen, die über dem ersten Kampf gegen die Ver­sklavung von Versailles standen, flattern siegreich über Eroßdeütschland von der Memel bis zur Mosel, von der Nordsee bis an die Karanwanken. Nach dem glorreichsten Sieg seiner Geschichte, für den ebenso lange gelitten und gestritten, geopfert und geblutet wurde, wie das Schanddiktat von Versailles der Willkür in Kraft war, steht das Reich im Glanz seiner höchsten Kraft, Macht und Ehre über dem zerbrochenen Joch.

Versailles sollte ewig sein, und Deutschland sollte sterben. Das war der haßerfüllte Wille der Redner, die den 28, Juni früher als Sieger mit tönenden Phrasen, mit eitler Selbstgefälligkeit und ohne jedes Empfinden für das schandbare Unrecht begingen. Deutschland lebt, und Versailles ist tot. Das steht über dem.28.. Juni 1940, der die siegreiche Nation voll höch­ster Zuversicht und kämpferischer Bereitschaft angetreten sieht, seiner endgültigen Freiheit und seiner Zukunft des Volksglücks einer sozialen und rassestarken Gemein­schaft das letzte Tor zu öffnen, mit dem die jüdisch- kapitalistische Plutokratie seinen Lebensanspruch, seinen Lebenswillen versperrt.

Der gewaltige Sieg über Frankreich und der große Kampf gegen England, das sind die geschichtlichen Faktoren, die das Gesicht des 28, Juni in diesem Jahr bestimmen. Der heiße Dank an unsere Soldaten, die mit ihrem Blut und Leben, mit ihrer Treue und ihrem Glauben die Schlachten schlugen, leitet unsere tiefsten Empfindungen. Den Angehörigen derer, die für Führer und Volk fielen, gilt unsere ganze Anteilnahme und Hilfe, den Verwundeten unser Opfer und unsere kameradschaftliche Hand. Unser Gedenken vergißt aber in stummer Achtung und Verneigung auch.keinen von denen, die auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges fie­len und deren Vermächtnis ihrer neben ihnen ruhenden Kameraden des Sieges über 'Frankreich im Sieg über England erfüllt werden wird.

Ergriffen und gepackt von dem schicksalhaften Wandel, den das Datum des 28, Juni in sich trägt, tritt die ganze Nation ohne Ausnahme vor den Führer: jeder von uns weiß: die Ueberwindung von Versailles ist allein sein Werk, Wir alle konnten nur seine Helfer sein. Die Stunde des Genies steht ehrfurchtgebietend vor uns. Es bleibt uns nur das inbrünstige Bekenntnis, ihm treu zu sein und unser Leben dem seinen völlig unterzuordnen, das so sichtbar vom Schicksal gesegnet ist. Keiner kann sich heute vermessen, das Werk des Führers zu würdigen. Und jeder von uns hat be­griffen, daß auch die geschichtliche Tat der Ueber­windung von Versailles nicht seine Krönung ist, da sich heute schon die Umrisse der Neuordnung Europas durch seinen Willen und die Kraft seines Geistes ab­zeichnen. Aber wie wohl kein anderes Datum gibt uns der 28, Juni die Möglichkeit, die Schicksalhaftigkeit seines Handelns, die Heiligket jener «atonalen Leiden­schaft und die Unbezwingbarkeit' seines Glaubens zu empfinden, und zu ahnen, was wir ihm danken, der der den Titanenkampf als namenloser Soldat gegen

UMIIÜMMIIIUIIMIMIUIttUIIIUIIIUIIUIIMIIUIIIUIIMUMIIIIIIMIMUIUIIUIMUII

Vnssr TayssrsyLsyel

Eine amtliche deutsche Zusammenstellung unterstreicht die Lügenhaftigkeit der gegnerischen sowie die Zuverlässigkeit des deutschen Nachrichtenwesens in den vergangenen Kricgsmonatcn.

In London beginnt man immer mehr den Ernst der Lage zu erkennen, ganz Europa steht heute gegen die britische „Insel".

Ein deutsches U-Boot meldet die Versenkung von 85 999 BNT.

Deutsche Flugzeuge griffen englische Hasen und Flugzeug­werke an; unsere Truppen rückten bis ostwärts Bordeaux vor.

Frankreich gab seine Vertreter in den Wasfenstillstands- kommisstoncn namentlich bekannt.

Der Führer-zeichnete verdiente Kämpfer mit dem Ritter­kreuz aus.

Die ab morgen vorgeführte Wochenschau schildert die letzte Phase des Kampfes im Westen bis zur Stunde des Was- fcnstillstandscrsuchcns.

Die neue an allen Bremer Schulen amtlich eingeführte B :m-r Fibel ist jetzt erschienen.