Ausgabe 
(27.6.1940) Nr. 174
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

SksKtlnl 7mal SSKeAkk ich

Monatsbezug 2L0 elnschl. Zu ftcllgebühr; PostbezugSprel« monatl. 2^9 (elnschl. 28,7 Post. zeltungsgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist lm voraus zablbar. Postscheck: Hambura 17272. Line Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreise«. Verlag: NG,-Gauverlag Weser- EmS GmbH., Bremen, Geeren 6-8. ffernspr.: 54121. Nachtr. u. Sonnig. 51115. Spr e ch z.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr: Schriftleitung: Diens­tag und Freitag 12'/«—1S>^ llhr.

Meiner Zeitum

parteiamtliche Lageszeitung

Das flmtsblatt des Negierenden Nürgermeisters der Freien Hansestadt Nremen

Anzeige« - Grundprrlsr'

Die I ">"> hohe und 22 mra breite Zelle im Anzeigenteil 13 H/. Die 78 mra breite und 1 wro hohe Zelle Im Teetteil 75 öy/. Ermäßigte Grundpreise (für Mein- u. Famiiien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß- stasfel <2. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An- nahmeschluß 16 llhr. Geschäfts­stellen: Vn Bremen:'Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 5 11 15? Obernstraße 86, Fernspr. 5 41 Al. 8n Svke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

stattliches verkündungsdlatt des Reichsstatchalkers in Oldenburg und Meinen

7lr. 1?4 / 10. Jahrgang

kinzelpreis 13 npf.

Donnerstag, 2?. Juni 1S40

flugplülze und Industrwwerke getroffen

Bewaffneter britischer ir lw0-VNl.-0ampfer und zwei bewaffnete ffandelsdampser

von deutschem U-Voot torpediert

Führer Hauptquartier, 28. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„2m Westen keine besonderen Ereignisse. In der Nacht zum 26. ,2uni griffen unsere Kampfflugzeuge in Mittelengland mehrere Flugplätze und Anlagen der Flugzeugindustrie erfolgreich mit Bomben an.

Nachträglich wird bekannt, daß am 24. Juni aus der Höhe von Baqonne auf ein feindliches Transportschiff von etwa 7088 Tonnen ein Bombenangriff unter­nommen wurde, der heftige Detonationen und Brände zur Folge hatte.

Ein deutsches Unterseebot torpedierte südwestlich Irland den bewaffneten britischen Dampfer „Saranac" (12 860 VRTJ und zwei weitere bewaffnete feindliche ' Handelsdampfer.

Von drei britischen.Bristol-Blenheiin-Flugzeugen, die tzestern erneut versuchten, den Flugplatz Stavanger- Lola anzugreifen, wurden zwei durch unsere Jäger abgeschossen. Das dritte verschwand, ohne zum Angriff zu kommen.

Die Bombenwürfe britischer Flugzeuge in der Nacht zum 28. Juni in Nord- und Westdeutschland trafen reine militärischen Ziele und richteten nur gering- tügigen Schaden. Soweit bisher bekannt, wurden vier Personen getötet.*

Der erste deutsche Wehrmachtsbericht nach dem Waffen­stillstand mit Frankreich meldete nachträglich, daß am p4. Juni auf der Höh« von Bayonne weit im Süden des Dolis von Biscaya ein großer englischer Transporter von deutschen Fliegerbomben verheerend gctrossen wurde. Wahr­scheinlich wollte er die bis zur spanischen Grenze geslüchteten letzten englischen Truppenrest« aus dem Hasen Bayonne ab­holen, der einst dem Bajonett den Namen gegeben hat. Nun steht nach dem Waffenstillstaudsvertrag mit Frankreich die gesamte französische Atlantikküste gegen England unter dem Schutz der deutschen Wehrmacht. Das ist ein Ereignis von so weitragender Bedeutung, die man sich erst einmal richtig vergegenwärtigen mutz.

Als Großbritannien am 3. September 1939 den Krieg gegen Deutschland vom Zaune brach, haben es sich die Herren in der Londoner Admiralität ganz bestimmt nicht träumen lassen, daß auf dem langen Küstenstrich von vielen tausend Kilometeb, der von Kirkenes am nördlichen Eis­meer bis über Bayonne hinaus an die spanisch-sranzösische Grenze reicht, nach I» Monaten die deutsche Rcichskriegs- flagge weheik würde. Die britischen Plutokraten hatten es sich ganz anders vorgestellt. Sie meinten, daß das Groß- deutsch« Reich wie im'Weltkriege in das „nasse Dreieck" der inneren Nordsee zurückgedrängt werden könnte, das von Borkum bis Sylt reicht. Im Weltkriege war der entschei­dende Ausbruch aus der Deutschen Bucht nicht gelungen, weil wir nur die wenigen belgischen Häfen in Flandern erreichen konnten, so daß der Seesieg vor dem Skagerrak und die unvergeßlichen Taten unserer U-Boote sich .nicht i» der Weise auswirken konnten, wie sie es verdient hätten. Diesmal aber hat die deutsche Wehrmacht dank der genialen Feldherrnkunst Adolf Hitlers den Wettlauf zum Meer in einer vorher kaum vorstellbaren Art gewonnen. Die deutsche Wacht an Frankreichs Atlantikküste ist dafür der leuchtende Beweis.

Ein französischer Hasen nach dem anderen wurde von den deutschen Soldaten im Kampfe genommen. Bei der Unter- zeichnung des Waffenstillstandes waten unsere Truppen schon an der Mündung der Gironde (Garonne) angekommen.

Vor der englischen Küste torpediert

Stockholm, 28. Juni.

Der schwedische Dampfer „Tilia Eorthon" ist nach einer . Meldung der Stockholmer Press- vor der englischen Küste tor­pediert worden. Die Besatzung von 2« Mann ist '« die Rettungsboote gegangen. Man weiß jedoch noch nicht, ob es ihr gelungen ist, an Land zu kommen, oder ob pe durch ein anderes Schiff gerettet worden ist.

stuf englische Mine gelaufen

^ Belgrad, 28. Juni.

ika" 'meldet aus Suschak, daß das 5334 BRT. große uff Labua" der „Jadranska Plovidba in der See am 20. Juni sank. Die Besatzung konnte sich irffchen User retten. Das Schiff war von Sud­ach Liverpool unterwegs. Wie man Hort, lief es aus ilische Mine.

Der Waffenstillstand-vertrag legt sest, daß die gesamte fran­zösische Küste von der belgischen bis zur spanischen Grenze zu dem von deutschen Truppen besetzt bleibenden Gebiet ge­hört, weil es für den Kamps gegen England notwendig ist. Es waren außerordentlich starke französische Stützpunkte, die an der sranzösischen Westküste von den deutschen Truppen erobert worden sind. Die französische Küste war allgemein gut gegen See durch Befestigungen geschützt. Der französische Hauptkriegshafezi am Atlantik war Brest. Über auch Cher- bourg. Lorient, St. Nazaire, La Röchelte und ander« Stütz­punkte spielten eine große Rolle. Die bedeutendsten Handels­häfen liegen außer La Havre nicht unmittelbar an der Küste, sondern an den großen Strömen weiter im Lande, wie wir es etwa auch bim Bremen kennen, so Nouen an der Seine. Nantes an der Loire und Bordeaur an der Garonne.

Mit all diesen Häfen, ihrer Kapazität und ihrem mili­tärischen Wert hat England bisher als sicheren Faktoren des englischen Seekrieges gerechnet. Nach Kräften nutzt Eng­land außerdem die französische Kriegsslotte für sich aus. Man kann die Wut begreifen, die aus Churchills letzten Reden spricht, in denen er die schweren Verluste zugab, die Englands künftiger Seekriegssührung durch die Nieder- zwingung Frankreichs erwachsen sind. Churchill war in

dieser Hinsicht etwas offenherziger als sein Freund Dusf Eovper. der Frankreichs Ausscheiden aus der englischen Front sogar noch als Vorteil hinstellen wollte. Der Lon­doner „Obscroer" hat diese Tatsache, die „furchtbarste Kata­strophe" sür England genannt.

Die Besetzung der Atlautikküste Frankreichs verbreitert die Front des Kontinents gegen England unerhört. Außer den heimischen Küsten Deutschlands stehen nun die norwegische, dänische, belgische und französische Küste unter deutschem Wassenschutz und bilden die Eegeniront gegen Englands Blockadeverfuche. Italiens Kriegiührung an der Seite Deutschlands hat die anti-englische Front dann über das Mittelmeer hinaus bis an den Indischen Ozean ausgedehnt. In den italienischen Wasfenstillstandsbedingungen sür Frank­reich ist die Entmilitarisicrung der sranzösischen Befestigun­gen aus beiden Usern des Mittelmeeres. Toulon. Ajacciv, Oran, Bizerta und am Roten Meer (Dschibuti) festgelegt. Was England dagegen an Quertreibereien unternehmen mag. es hat auch im Mittelmeer keinerlei Erfolgsaussichtcn mehr. Die Achsenmächte wissen., daß England hart kämpfen wird, aber sie wissen ebenso sicher, daß sie der englischen See- tyranuei im Atlantik wie im Mittelmeer durch ihren Sieg ein Ende bereiten werden.

Italiens Waffenstillstandsbedingungen

Sie rruppen des Um, bleiben in den von ihnen bereits befehlen französischen gebieten

Rom, 28. Juni

Das italienisch-französische Wafsenstillstandsabkommen hat folgenden Wortlaut:

Artikel 1. Frankreich wird die Feindseligkeiten gegen Italien aus dem nationalen französischen Boden, in Fran- zösisch-Rordasrika, in den Kolonien, in den Schutz- und in den Mandats-Gebieten einstellen. Auch die Feindseligkeiten gegen Italien zur See und in der Luft werden von Frank­reich eingestellt.

Artikel 2. Die italienischen Truppen werden nach In­krafttreten der vorliegenden Wasscnstillstandskonvention und sür die ganze Dauer derselben auf ihren in allen Operations­gebieten erreichten vorgeschobenen Linien bleiben.

Artikel 3. Aus dem nationalen sranzösischen Terri­torium wird die Zone zwischen den in Artikel 2 erwähnten Linien und in einer Lustlinie »0 Kilometer davon entfernt liegenden Linie für die Dauer des Wassenstllstandes entmili­tarisiert.

In Tunesien wird sür die Dauer des Waffenstillstandes die Zone zwischen der gegenwärtigen libhsch-tnnesischen Grenze und der aus der angesügten Karte eingetragenen Linie ent­militarisiert. In Algerien »nd in den südlich von ihm ge­legenen Gebieten von Französisch-Asrika, die an Libhen an­grenzen, wird sür die Dauer des Waffenstillstandes eine Zone entmilitarisiert, die zwischen der libyschen Grenze und einer in 298 Kilometer paralllcl dazu verlaufende» Linie liegt. So­lange die Feindseligkeiten Italiens gegen das britische Im­perium fortdauern und sür die Dauer des Waffenstillstandes wird das Gebiet der Kolonie von Französisch-Somali in seiner ganzen Ausdehnung entmilitarisiert.

Für die Dauer des Waffenstillstandes wird Italien bestän­dig das in,eingeschränkte Recht haben, den Hasen und die Haseneinrichtungen von Dschibuti sowie die Eisenbahn Dschi- bnti—Addis Abeba aus der sranzösischen Strecke für jede Art von Transporten zu benutzen.

Artikel 4. Die in Artikel 3 erwähnten zu ent­militarisierenden Zonen werden innerhalb von 19 Tagen nach Einstellung der Feindseligkeiten von den sranzösffchen Truppen mit Ausnahme des unbedingt erforderlichen Per­sonals sür die Ueberwachung und die Unterhaltung der Be­festigungsanlagen, Kasernen. Lager und militärischen Gebäude und der Truppen sür die Ausrechterhaltung der inneren Ordnung, die die später erwähnte italienische Waffcnstill- standskoinmission von Fall zu Fall bestimmen wird, geräumt.

Artikel 5. Unbeschadet des aus Artikel 19 sich er­

gebenden Rechtes müssen alle beweglichen Waffen und die dazu gehörenden Munitionsbestände in den zu entmilitari­sierenden Zonen aus dem national-sranzösisch-n Gebiet lind dem an Libhen angrenzenden Gebiet sowie jene in Besitz der Truppen befindlichen Waffen, die, wie oben angegeben, die erwähnten Gebiete räumen werden, innerhalb von 15 Tagen beseitigt werden. Die in den BeiestigungSwcrkcn eingebauten Waffen und die entsprechenden Munitionsbestiindc müssen innerhalb der gleichen Zeit unbrauchbar gemacht werden.

Für die eingebauten Waffen utid sür die dazu gehörenden Munitionsbestände der aus diesen Gebieten bestehenden

und dem britischen Weltreich andauern, werden die See- sestnngen und Flottenstützpunkte Toulon. Bizerta. Aiaccio

und Oran (Merseel Kebir) bis zur Einstellung der Feind­seligkeiten gegen das genannt« Imperium entmilitarisiert. Diese Entmilitarisicrung wird innerhalb von 1ö Tagen und so durchgeführt werden müssen, dah die gesamten militärischen und Secsestungen sowie Flottenstützpunkte in ihrer offensiven und desensiven Stärke unbrauchbar gemacht worden sind. Ihr Nachschub- und Versorgungsdienst wird unter der Kontrolle der italienischen Wassenstillstandskommission aus die Bedürf­nisse der sranzösffchen Kriegsschiffe beschränkt sein. die nach Artikel 12 hier liegen.

Artikel 7. In den zu entmilitarisierenden Zonen, See- sestungen und Flottenstützpunkten werden selbstverständlich die französischen Zivilbehörden und die sür die Ausrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendigen Polizeikräfte in Funk­tion bleiben. Antzerdcm werden die militärischen und Marine­behörden dieser Gebiete im Amt bleiben, die von der italieni­schen Wassenstillstandskommission bestimmt werden.

Artikel 8. Die italienische Waffenstillstandskommission wird kartographisch die genaue Grenz« der Gebiete der mili­tärischen und S-efestungen sowie Flottenstützpunkte bezeich­nen, die zu entmilitarisieren sind, sowie die Einzelheiten der Durchführung der Entmilitarisiern»« bestimmen. Die gleiche Kommission hat das uneingeschränkte Recht, in diesen Gebieten Festungen und Stützpunkte sowie die Durchführung der in den vorhergehenden Artikeln festgesetzten Bestimmungen zu kontrollieren, sei es durch Konirollbesichtigungen, sei es durch ständige Abordnungen an Ort und Stelle.

Artikel 9. Die ganze zum nationalen Gebiet Frankreichs, zu Lande, zn Wasser und in der Lust gehörende Wehrmacht wird innerhalb einer noch festzusetzenden Frist demobilisiert und abgerüstet mit Ausnahme der zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung notwendigen Formationen. Die Stärke und Bewaffnung dic,er Formationen wird von Italien und von Deutschland bestimmt werden. In Bezug auf die Gebiete von Französisch-Nordasrika, von Syrien und Französisch-Somali wirb die italienische Wassenstillstandskommission bei der Fest­setzung der Modalitäten sür die Demobilisierung und Ab­rüstung die besonder« Bedeutung dieser znr Aufrechterhaltung der Ordnung in diesen Gebieten notwendigen Kräfte berück­sichtigen.

A r t i k e l l 9. Italien behält sich das Recht vor, als Garantie sür die Durchführung des Wafsenstillstandsabkommcns die teilweise oder vollständige Aiislicscrung der gesamten Waffen- bestände der Infanterie, Artillerie, ferner Panzerwagen. Tanks, Kraftwagen, Pserdespanne und die dazu gehörenden Munitionsbestände zu verlangen, die gegen die italienischen Streitkräfte irgendwie eingesetzt oder bereitgestellt waren. Die genannten Massen- und Materialbestände müssen in dem Zu­stand ausgeliefert werden, in dem sie sich bei Abschluß des Waffenstillstandes befinden.

Artikel l l. Die Waffen, die Munition«- und Kriegs- inaterialbestände jeglicher Art, die in den nichtbcsetzten fran­zösischen Gebieten verbleiben, inbegrisscn die Massen- und Munitionsbestände, die aus den zu entmilitarisierenden Zonen, Seesestungen und Flottenstützpunkten entfernt werden müssen, und ausgenommen jene Teile, die den noch zugelasse­nen Einheiten belassen werden, werden unter italienischer oder deutscher Kontrolle gesammelt und ausgestapelt. Die Herstel­lung von Kriegsmaterial jedweder Art in den nichtbesetzten Gebieten mutz sofort aufhören.

(Fortsetzung aus Seite 2)

Schwere Unnchen im Nahen Orient

Schießereien Mischen kngliindern und sranzosen - London wollle vemobilisierung verhindern

Bukarest, 28. Juni.

-ldung-n, die aus Ankara in Bukarest eintreffen, ist n den englischen und sranzösischen Truppenteilen dem B-s-HI des Generals Mittelhauser stehenden ee zu schweren Zusammenstößen gekommen.

lische Nachrichtenbüro Reuter hatte U^UlAus-r Orient die Behauptung verbreitet, da« Mittelyau, Armee auf eigene Faust den Kamps an - . .. sortfttzen werde. Als General Mittelhaus. edch UNI von seiner Regierung den erhielt, me

m Kontingente der Orientarmee entsprich ^.^in standsbcdingungcn zu demobilisieren, kant er s h. Versuch« einzelner Unterbcsehlshober, sich münz der Regierung von AAeaux auszu H -

irch das Einschreiten des sranzösii»-» Oberkommlsi >, Pii-liz, unterdrückt. Daraufhin versuchten , die in den Levante-Häsen liegenden sranzöfisch«

gs- und Handelsschiffe zu beschlagnahmen und aus ihnen englische Flagge ,u hissen. Die Franzosen konnte» sich m Vorgehen durch Waffengewalt widersetzen. Vor allem jcirut ist es zu schweren und blutigen Gefechten zwischen ikchen und sranzösischen Truppen gekommen. Die Zahl Toten und Verwundeten soll auf beiden weiten sehr groy

c türkische Presse wendet sich in energischen Artikeln n die neuesten Versuche' der englischen Propaganda, auf Balkan und im Nahen Osten Alarmstimmung zu er- en Die offiziöse Zeitung „Cunchuriet" weist eine Vcr- lttichunq der „Times", die van Gefahren im Nahen n und im Mittelmeer faselt, zurück und erklärt, daß die . in diesem Gebiet zu keiner Beunruhigung Anlaß gebe. . Innenminister Eutrak wandte sich gegen die Alarm- chte und stellte sest, die türkische Regierung sehe keinerlei Gierigkeiten für das Land, SS gäbe auch kerne „sünjte mne" in der Türkei.

. Bei dem Empfang, den der türkische Staatspräsident am Dienstagabend sür die Minister des Irak in Ankara ver­anstaltete, hat man neuerlich versucht, die Politik her Staaten des „Saadabad-Paktes" in der syrischen Frage klarzustellen, ohne daß es gelungen wäre„ auch nur eine grundsätzliche Eini­gung lzcrbeizuführen. Es scheint, als wenn die Türkei an­gesichts der wachsenden Gärung in Syrien militärische Maßnahmen vorbereitet, die bei den anderen Saodabad- Partnern nicht mir aus Mißtrauen, sondern aus stärkste Ab­lehnung, möglicherweise sogar aus militärisch« Gegenaktionen stoßen werde.

Auch die Araber in Palästina find wieder unruhig gewor­den. In Tran-jordanien kam es bei Maan zu einem Gefecht mit englischen Truppen, bei dem mehrere englisch« Offiziere gefangengenommen und derschleppt wurden. Die Engländer hoben »araushin stärkste Repressalien ergriffen und 299 füh­rende Araber in Hast genommen.

Lie-ee Le»«e-ie/

Von

Dr.

Die gegenwärtige Zeit — wir stehen noch völlig unter dem Eindruck der in der Nacht in Kraft getre­tenen Waffenruhe mit Frankreich — ist^so groß und ge­waltig, daß der kleine Mensch ihr einfach nicht mehr , zu folgen vermag. Die Ereignisse überstürzen sich. Kaum hat man sich über eine Nachricht gefreut und versucht, die Größe dieser Nachricht an geschichtlichen Daten zu vergleichen, schon klingt die Fanfare des Sieges von neuem über den Reiher und verkündet einen neuen und größeren Sieg. In einem einzigen Siegeslauf von Hol­land über Belgien, Flandern, die Somme und die Aisne, über Paris, Verdun und Straßburg bis nach der Loire und die atlantische Küste bei Brest und Cher- bourg, bis Lyon und in den Mittelmcerraum stürmen die Soldaten des nationalsozialistischen Deutschlands ungestüm vor, werfen den sich hartnäckig verteidigenden Feind von Stellung zu Stellung und überrennen jedes Hindernis, das sich ihnen in den Weg stellt.

Der deutsche Sieg ist der Sieg der nationalsozialisti­schen Revolution! In jedem deutschen Soldaten mar­schiert der nationalsozialistische Glaube! Die national­sozialistische Idee beflügelt die Marschtritte, spannt die Sehnen, stählt die Nerven und macht somit aus jedem Soldaten einen Helden seiner Nation!

Das ist das „Geheimnis" des nationalsozialistischen Sieges! Und die Verkörperung dieser unwiderstehlichen Kraft und dieses sieghaften Glaubens ist Adolf Hitler, unser Führer!

Wir haben gesiegt! Welch herrliches Gefühl und welch wunderbares Empfinden, zu dem Siegervolk der Deut­schen zu gehören! So recht empfinden und so ganz aus­kosten können diese einmalige Genugtuung nur diejeni­gen, die die Schande und die Entbehrung von 1918 mit­erlebt haben. Damals packten uns Verzweiflung, Nie­dergeschlagenheit, tiefste Hoffnungslosigkeit. Wir wollten nicht mehr leben, wir verzweifelten an der Gerechtigkeit des Himmels. Ideale, für die wir freudig in den Tod gegangen wären, zerbrachen wie Glas und alles Heilige stürzte zusammen. Die Behandlung in Compiögne, der verbrecherische Vertrag von Versailles, sie beleidigten jeden einzelnen Deutschen. Die alten Soldaten, die jahrelang alle Opfer des Großen Krieges heroisch er­tragen hatten, sie wurden durch den Sadismus gallischer Gemeinheit und Angelsächsischer Brutalität tödlich ver­letzt und in. ihrer tiefsten Ehre getroffen. Deutschland sollte sterben — das war der Wille jener „Friedens­macher" von Compisgne 1918 und des Schandvertrages von Versailles. Sie wußten, daß das Gift der Entehrung und der Schändung unseres deutschen Wesens und un­serer deutschen Seele viel schlimmer waren als Hunger und Armut, als Not und Elend. „Nehmt den Deutschen ihre Ehre und sie werden sterben" — so dachten und handelten sie.

Von nun ab sollte die Welt endgültig in zwei Teile zerfallen: in die Sieger und die Besiegten. Den Siegern war alles und jedes erlaubt. England und Frankreich von damals benutzten ihren „Sieg", um die tapfere deutsche Nation, die mehr als ein Jahrtausend bewiesen hatte, daß ihre Soldaten kämpfen können, zu einer Nation der Verbrecher zu stempeln.

Was war das schon für ein Sieg, aus dem sie diese teuflische Handlung ableiteten! Der Führer hat es so treffend in der Präambel zu dem jetzigen Waffenstill­stand in Lompiäane gesagt: „Nur weil dieses deutsche Volk an das Wort des Herrn Präsidenten Wilson glaubte, weil es in seinem Gegner den ehrlichen Sol­daten sah und auf sein Versprechen vertraute, deshalb legte Deutschland die Waffen nieder." Die deutschen Armeen und Deutschland selber waren unbesiegt kein fremder Soldat hatte deutschen Boden betreten' Das deutsche Heer, leiste Luftwaffe und seine Marine waren völlig intakt. Durch Hinterhalt. Lüge und Betrug haben England und Frankreich im Jahre 1918 ihren .Sieg" erschlichen. Sie haben den Weltkrieg nicht entschieden kra,t militärischer Waffen und kraft der Ueberlegrnheit ihrer Soldaten, sondern sie haben den deutschen Riesen in eine Falle gelockt, um ihn dann hinterhältig, zu er-

»MUMMMNIMM,IMI„„„,>„,MINIMUM,„um,,,,,„„„„„„mmmmmnums

Vnssr LayssspLsyvL

Die Leiitsche Wassenstillstandskommission hat in Wiesbaden ihre Arbeit zur Durchführung des Vertrages aufgenommen.

Auch die italienischen Wafscnstillstandsbedingunaen lieaen nunmehr vor. "

In Mittelcngland wurden von deutschen Flugzeugen er. neut Flugzeuge und Flugzcugproduktionsstättcn bombar­diert; auch unsere U-Boote erzielten neue Erfolge.

Zwischen Engländern und Franzosen ist es im Nahen Osten zu schweren Schießereien gekommen.

Ehurchill wärmt in einer erneuten Rede Blockade- hoffniliigen auf.

In Großkundgebungen setzen sich die Buren sür einen so,artigen Kricgsaustritt Südafrikas ein.

2, : „ . . >" einer Maazui !

Planlosigkeit der britischen Luftangriffe.

arbettssühr»'l^ ^eichsarbeitsdicnsteS sprach Reichs

-portpslegc erlassen.

In Bremen-Burg wird eine neuzcitlich eingericht Kindertagesstätte eröffnet. ^

Abstand drz NDL. ausscheiden» Betriebsmhrcrs Dr. Fiele übernimmt Dr. Otto Dettm den Vorsitz im Vorstand und die Vctriebsföhrung.

Der gefährliche Gewohnheitsverbrecher Mtzska wurde p der Großen Straskammer des Bremer Landgerichts 8 Zähren Zuchthaus und LicherungSverwahrung verirrte