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vrmer Muno
parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt vremen
Anzeigen - Erundpretse'. Die 1 nun hohe und 22 cnrn breite Zeile im Anzeigenteil 13 ^4. Die 78 mw breite und 1 mw hohe Zeile im Teitteil 75 ^4. Ermäßigte Grundpreise (für Mein- u. Famftien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 9 Nachlaßstaffel <2. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115? Obernstraße 86, Fernspr. 54121, 8n Svke: Müblendamm Nr. 2.
der Nationalsozialisten Siemens
Amtliches verkündungsblatt des Reichsstatthalters in oldenburg und vremen
Nr. 1?Z / 10. Jahrgang
kinzelpreis 15 Vpf.
vesetztmgslmie oerlöuft etwa über die vrte Vole, parag le " und vourges bis etwa 20 km östlich von laues, dann nach flngouleme- Libourne, über Mont de Marsan und Seche; bis;ur spanischen Sren;e
Wortlaut der vedingungen
Ausgleichende öerechtigkeit und Sicherung der weiteren Kriegführung Veutschlands gegen kngland
Berlin, 23. Juni
Der zwischen dem vom Führer des Deutschen Reiches und Obersten Befehlshabers der deutschen Wehrmacht beauftragten Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generaloberst Keitel einerseits und den mit ausreichenden Vollmachten versehenen Bevollmächtigten der französischen Regierung: Armeegeneral Huntziger, Vorsitzender der Delegation, Französischer Botschafter Noel, Vizeadmiral Le Luc, Armeekorpsgeneral Parisot und General der Luftwaffe Bergeret andererseits vereinbarte Waffenstillstandsvertrag hat folgenden Wortlirut:
Die französische Regierung veranlaßt in Frankreich sowie in. den französischen Besitzungen, Kolonien, Protek- toratsgebieten und Mandaten sowie auf dem Meere die Einstellung des Kampfes gegen das Deutsche Reich. Sie bestimmt die sofortige Waffonniederlegung der von den deutschen Truppen bereits eingeschlossenen französischen Verbände.
2 .
Zur Sicherstellung der Interessen des Deutschen Reiches wird das französische Staatsgebiet nördlich und westlich der in anliegender Karte gezeichneten Linie von deutschen Truppen besetzt. Soweit sich die zu besetzenden Teile noch nicht in Gewalt der deutschen Truppen befinde», wird diese Besetzung unverzüglich nach Abschluß die- , ses Vertrages durchgeführt.
3.
In den besetzten Teilen Frankreichs übt das Deutsche Reich alle Rechte der besetzenden Macht aus. Die Französische Regierung verpflichtet sich, die in Ausübung dieser Rechte ergehenden Anordnungen mit allen Mitteln zu unterstützen und mit Hilfe der französischen Verwaltung durchzuführen. Alle französischen Behörden und Dienst- . stellen des besetzten Gebietes sind daher von der franzo-
Zusammentritt der woffenstillstandskommWon in Wiesbaden
Berlin, 25. Juni.
- Aus Grund des deutsch-französischen Waste »stillstand-Vertrages tritt eine Wasfenstillstandskommission zusammen, die ihren Sitz in Wiesbaden haben wird. Zum Vorsitzenden der Wasfenstillstandskommission hat der Führer den General der Infanterie von Ltiilpnagcl ernannt. Ausgabe der Wasfenstillstandskommission ist «s, die Durchführung des Wassen- stillstandsvertrages zu regeln und zu überwachen. Die iranzösischc Regierung ist aufgefordert worden, ihrerseits " ter zu der Wasfenstillstandskommission zu entsenden.
fischen Regierung unverzüglich anzuweisen, den Anordnungen der deutschen Militärbefehlshaber Folge zu leisten und in korrekter Weise mit diesem zusammenzuarbeiten.
Es ist die Absicht der Deutschen Regierung, die Besetzung der Westküste nach Einstellung der Feindseligkeiten mit England auf das unbedingt »rsorderliche Ausmaß zu beschränken.
Der französischen Regierung bleibt es überlassen, ihren Regierungssitz im unbesetzten Gebiet zu wählen, oder wen» sie es wünscht, auch nach Paris zu »erlegeu. Die Deutsche Regierung sichert in diesem Falle der französischen Regierung und ihren Zentralbehörden jede notwendige Erleichterung zu, damit sie die Verwaltung des besetzten und nicht besetzten Gebietes von Paris aus durchzuführen in der Lage ist.
4.
Die französische Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Lust ist in einer noch zu bestimmenden Frist dcmobil zu machen und abzurüsten. Ausgenommen davon sind mir jene Verbände, die für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung nötig sind. Ihre Stärke und Bewaffnung bestimmen Deutschland bzw. Italien. Die in dem von Deutschland zu besehenden Gebiet befindlichen Verbände der sranzösischen Wehrmacht werden beschleunigt in das nicht zu besetzende Gebiet zurückgeführt und sind zu entlassen. Diese Truppen lege« vor ihrem Abmarsch ihre Waffen und ihr Gerät all dem Platz nieder, wo sie sich zur Zeit des Inkrafttretens dieses Vertrages befinden. Sie sind für eine ordentliche Uebergabe an die deutschen Truppen verantwortlich.
8 .
Als Garantie für die Einhaltung des Waffenstillstandes kann gefordert werden die unversehrte Auslieferung aller jener Geschütz«, PanzerkampfroaHen, Panzerabwehrwasfen, Kriegsflugzeuge, Flakgeschütze, Infanteriewaffen, Zugmittel und Munition von Verbanden der sranzösischen Wehrmacht, die im Kampf gegen Deutschland standen und sich zur Zeit des Inkrafttretens dieses Abkommens in dem von Deutschland nicht zu besetzenden Gebiete befinden. Den Umfang der Auslieferungen bestimmt die deutsche Waffen stillstandskommisiion.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Hochoercatsaktion Nepnauds
Me Spießgesellen des ehemaligen Ministerpräsidenten an der spanisch?» Srenze verhaftet
Madrid, 25. Juni.
Politische Gangster, die sich als Spieß gesell en Ney- naups erwiesen, versuchten den schwierigsten Augenblick ihres Vaterlandes auszunutzen, um das letzte Geld aus dem Staatsschatz zu rauben. Dieser großen Hochverratsaktion französischer Volksfrontler kam die spanische Grenzpolizei auf die Spur. Sie verhaftete an der Grenze bei Jrun drei verdächtige Franzosen, die in drei Autos ankamen und in zahlreichen Kaisern viele Millionen französische Francs in Gold und geheime Staatsdokumcnte «ndeklaricrt nach Spanien einzuschmuggeln versuchten. Die Verhaftete» hatten als angebliche Sekretäre Rchnauds die spanische Einreiseerlaubnis erhalten. Ihre Koffer wurden jedoch, wie bei allen jüdischen Reisenden, einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Die Untersuchungen ergaben, dah die Dokumente über Frankreichs politische und wirtschaftliche Beziehungen zum Ausland handelten und verschiedenen Ministerien entwendet worden find. Die riesigen Geldsummen entstamme« dem Finanzministerium. Die Untersuchungen ergaben weiter, daß es sich um eine hochverräterische
Aktion des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Rcy- naud handelt, der durch seine Agenten dem sranzösischen Na- tionalkomitec in London wertvollstes Material in die Hände spielen ^wollte, um Pctains Sturz herbcizukühren. s
Der französische Botschafter in Madrid wurde durch die spanische Botschaft von dxn Vorsällen unterrichtet und es ist anzunehmen, daß dieser die spanischen Maßnahmen billigt. Da? Geld wurde zunächst der Bank von Spanien zugeführt. Ueber eine etwaige Rückgabe der beschlagnahmte» Dokumente und des Geldes werden Verhandlungen geführt.
„Jnfvrmacioncs" schreibt zu der Verhaftung" der drei Spießgesellen Rchnauds, diese Art „Politiker" wie Rehnaud sei gleich zynisch und gewissenlos in allen Ländern. Der Klüngdl Rchnauds stelle sich in den Dienst der Feinde Frankreichs wie sich der Klüngel NcgrinS während des spanischen Bürgerkrieges in den Dienst des Auslandes stellte
Sie veenöigung des seldzuges in Frankreich
»eilissl« le-o-poe'« -<-° l--"--bl<b°n MiaaUbbii,'- dxmd-edle-, - lw,-G°W,e nach Mine,-n,Ion»
-— mit Mamben I Da« Oberkommando der Wehrmacht
Führerhanptquartier, 25. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: »Der Fcldzug in Frankreich hat nach einer Dauer von nur sechs Wochen mit einem unvergleichlichen Siege 8er deutschen Waffen geendet. Seit heute 1,35 Uhr herrscht Waffenruhe.
2m Verlauf des gestrigen letzten Kampftages rückten unsere Divisionen an der Atlantiklüste nach Brechung klrzen Widerstandes bis zur Linie Royan an der Eironde-MünLung-Angoil leme vor.
An der Rheinfront und in Lothringen verlor der Gegner weitere Festungswerke. Am Donon in den Vo- gcscn kapitulierte, wie durch Sondermeldung bekannt- siegeben, eine Feindgruppe von über 22 lilsti Mann, darunter ein Kommandierender General und drei Dl-
vifionskommandeiirc.
Südwestlich von Lyon wurden St. Etienne und Anno- uay genommen. In Savoycn gelang es unseren Truppen unter Einsatz von Gebirgsjägern, die zäh ver- le>digtcn Feindstellungen an mehreren Stellen zu durch- drechcn. Aix-les Bains wurde genommen.
I« Zuge der bewaffneten Lustaufklärung vor der 'konzösischen Atlantikküste wurde «in britische« Trans
portschiff von 5—ötlliü Tonnen erfolgreich mit Bomben angegrisse». Weitere Ausklärungsfliige erstreckten sich auf Teile der Nordsee. In der Nacht zum 25. Juni unternahmen deutsche Kampsverbände einige Angrifss- flüge nach Mrttelengland und belegten Flugplätze und Anlagen der Flugzeugindustrie mit Bomben.
Ein britisches Flugzeug flog bei Tag den Flugplatz Stavanger-Sola an. Vor Abwurf von Bomben wurde es von unseren Jägern abgeschossen.
Britische Flugzeuge setzten ihre Einflügc nach Nord- und Westdeutschland auch. in der letzten Rächt fort, ohne irgendwelchen Schade» an militärischen Anlagen
anzurichten.
Der Flakartillerie unserer Kriegsmarine gelang es an der Nordseeküste zwei englisch« Flugzeuge abzuschießen
vee italienische Heeresbericht
Rom, 25. Juni.
Der italienische Heeresbericht vom Dienstag hat folgenden Wortlaut:
„Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Infolge der Unterzeichnung des Wafsenstillstands- abkommens sind heute früh 1.35 Uhr die Feindseligkeiten zwischen Italien und Frankreich aus allen nationalen und Ueberseesektoren eingestellt worden.
Eines unserer U-Boote hatte einen feindlichen Dampfer von Willi BRT. versenkt. Ein anderes U-Voot, das im Roten Meer stationiert war, ist nicht in seinen Heimathafen zurückgekehrt. -
Bei dem seindlichcn Lustangrisf aus Tripolis sind Ziele von militärischem Interesse nicht getroffen worden. Die Bomben fielen aus Häuser des alten Judenviertels und verursachten an 211 Opfer.
Ein feindlicher Luftangriff aus Cagliari, bei dem gegen 3V Bomben geworfen wurden, hat keinen Schaden an den Häusern angerichtet und nur wenige Personen verletzt.
Zwei Luftangriffe gegen Palermo sind von unseren Jagdflugzeuge», die die feindlichen Flugzeuge zur Flucht zwangen, vereitelt worden.
Der Krieg gegen Großbritannien wird bi, zum Endsiege fortgesetzt."
weiter
LtthWhe Luke««-/
' rä. Berlin, 25. August.
Seit der Stunde, in der die französischen Bevollmächtigten im Walde von Compisgne eintrafen, wartete die Welt in höchster Spannung auf die Bekanntgabe der deutschen Waffenstillstandsbedingungen. Die -en- sationsblätter aller Kontinente übten sich in ihrer alten Praxis des Äombinierens, ohne hierfür selbstverständlich sachliche' Anhaitspnnkte zu besitzen. Tatsächlich kannte die Oeffentlichkeit bisher nur dre drei Hauptgesichtspunkte der deutschen Forderuügen, wie sie Generaloberst Keitel Lei der Uebergabe der Bedingungen im historischen Verhandlungswagen Marschall Fachs ankündigte.
Die Schmach von Compiögne im November 1918 ist getilgt. Aber nicht der Gedanke der Rache beseelte den Sieger, sondern das Bewußtsein von Recht und Gerechtigkeit, Las eine Wiedergutmachung des ihm früher an- getanenen Unrechts verlangt: „Es ist ehrenvoll für. den Sieger, den Besiegten zu ehren", so erwiderte Generaloberst' Keitel dem französischen General Huntzinger, als dieser an soldatische Auffassungen und Begriffe > appellierte. Konnte es eine stolzere Antwort geben angesichts des Denkmals jenes Marschalls, der vor 22 Jahren nichts als Demütigungen und Schmach ersann, um das deutsche Volk und seine Armee in den Staub zu zerren? Deutschland hat von Frankreich nichts verlangt, was den eng gezogenen Rahmen der drei Grundbedingungen überschritten würde: 1. Ver
hinderung einer Wiederaufnahme des Kampfes. 2. Sicherung der Wcitsrführung des Krieges gegen England. 3. Vorbereitung eines Friedens, der in erster Linie unter dem Leitmotiv der Wiedergutmachung steht.
Noch ist es freilich nicht Zeit, vom Frieden zu reden, und jene Grundsätze weiter zu entwickeln, die später einmal die europäische Neuordnung bestimmen werden. Der letzte Entscheidungskampf steht erst bevor: die große Abrechnung mit England, dem Hauptfeind des Kontinents. Im Kriege der Plutokratien gegen die jungen Völker Europas ist Frankreich ausgefallen, niedergeworfen in einem Siegeszug, der in der Geschichte kein Beispiel hat. Es müßte daher vordringlichste Aufgabe des jetzigen Waffenstillstandes sein. die Gewähr dafür zu schaffen, daß der geschlagene Feind nicht wiederum die Waffen ergreifen oder seinen bisherigen Verbündeten anderweitig unterstützen kann.
Wichtigste Voraussetzungen hierfür sind die Besetzung derjenigen Teile Frankreichs, die für die zukünftige Kriegführung gegen England von Bedeutung sein konnten und die völlige Demobilisierung der noch vorhandenen Streitkräfte des Gegners. Selbstverständlich müßte sich die französische Regierung außerdem verpflichten, England keinerlei Hilfe mehr zu leisten. Aus diesem Grunde mußte die.Beförderung von Mannschaften und Waffen ins Ausland unterbunden und allen französischen Staatsangehörigen verboten werden, für England zu kämpfen. Wesentliche andere Vorsichtsmaßnahmen wie die Demobilisierung der Kriegsflotte, das Verbot für Handelsschiffe, ohne Genehmigung auszulaufen, die Stillegung der Funkstationen, das Startverbot für Flugzeuge, das Verbot der Herstellung von Kriegsmaterial im nicht besetzten Gebiet dienen diesem Zweck.
Andererseits wird dafür Sorge getragen, daß in den besetzten Gebieten das Wirtschaftsleben wieder in normalen Bahnen verläuft, wofür u. a. die Unterordnung der französischen Behörden und sonstigen Dienststellen unter die Vefehlsgewalt des deutschen Oberkommandos natürlich Voraussetzung ist. Durch die Verpflichtung einer unversehrten Uebergabe der vorhandenen industriellen Anlagen und anderer wichtiger Einrichtungen der Verkehrsmittel. Eisenbahnen, Binnenschiffahrt wird diese-Entwicklung ebenso beschleunigt wie durch
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Ter Wortlaut der unterzeichneten Waffcnstillstandsbedin- gungcn liegt nun vor.
England greift nach Frankreichs Auslandsguthaben.
An der spanischen Grenze wurden drei Spießgesellen Rchnauds als Hochverräter verhaftet.
In Südafrika wächst die Protestbewegung gegen den Kriegshctzer Smuts.
Die ägyptische Regierung ist zurückgetreten.
Der LKW.-Bericht meldet die Beendigung des Fcldzuges in Frankreich sowie Angrjfssftügc nach Mittelcngland. Ueber die Sommcraufgabcn der Nordsec-Hitlcr-Jugcnd äußerte sich der K.-Führcr des Gebietes Nordsee, Haupt- bannftihrcr Finkcntch.
Mit Dr. Heinrzch Flügel verlor Bremen einen wegwei- ienbcn Förderer der Derkchrswisicnichaft »nb -wirischaft.