Ausgabe 
(25.6.1940) Nr. 172
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parteiamtliche Lageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Lreien Hansestadt Nremen

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der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches verkiindungsblatl des NeichsstattlMers in Oldenburg und Meinen

Nr. 1?2 / 10. Jahrgang

Vienstag, 25. Juni 1940

Linzeipreis 15 Nps.

Krieg im Westen beendet

/

Waffenruhe trat m der vergangenen Nacht l.ZS Uhr deutscher Sommerzeit ein

Unterzeichnung auch in Italien

cinb. sülirerhauptquartier, 24. Juni.

Heute — am Montag, dem 24. Juni — fand um 19.15 Uhr bei Nom die Unterzeichnung des italienisch-franiöstschen waffenstiUstandsoertrages statt. Um 19.55 Uhr erfolgte die offizielle Mitteilung darüber an die deutsche Neichsregierung. stuf Mund dessen ist der deutsch-franröstsche wafsenstill- standsvertrag in Kraft getreten.

Las Oberkommando der Wehrmacht hat die kinstellung der Feind­seligkeiten gegen Frankreich angeordnet, stm 25. Juni, 1.55 Uhr deutscher Sommerzeit, tritt auf beiden Seiten die Waffenruhe ein. ster krieg im Westen ist damit beendet.

kin flufrüs des sicheres

6nb. führerhauptquartier, 24. Juni.

. der führer hat folgenden stufruf erlassen:

IIeutlches vol ^! Seine Soldaten haben in knappen sechs Wochen nach einem heldenmütigen Kampf den krieg imwesten gegen einen tapferen Segner beendet. Ihre laten werden in die Seschichte eingehen als der glorreichste Sieg aller Zeiten.

In Semut Sanken wir dem Herrgott für feinen Segen.

Ich befehle die Veflaggung des Neiches fürzehn, das Läuten der Stachen für heben Lage. fld olf Hitler.

Nückketzr

in die geräumten deutschen Sebiete

Eine Anordnung des Führers.

Führerhauptquartier, 25. Juni.

Der Führer hat folgenden Aufruf erlassen:

Im September 1939 entstand durch die englisch-fran­zösische Kriegserklärung die Notwendigkeit, Teile der an der Westfront angrenzenden Gebiete von der deut­schen Zivilbevölkerung zu räumen. Hunderttäusende von Volksgenossen wurden von dieser Maßnahme betroffen. Die Räumung selbst geschah nach einem genau vorberei­teten Plan. Trotzdem mußte sie viele Härten mit sich bringen. Alle Betroffenen haben aber in vorbildlicher Weise der Anforderung des Krieges genügt.

Nun ist die Stunde der Rückkehr in die heimatlichen Städte und Dö rfer geko mmen. Die Anweisungen für ihren reibungslosen Berlauf werden unmittelbar ge­geben. Die Durchführung des Rücktransportes überneh­men die gleichen Instanzen, die die Räumung im Sep­tember und Oktober des vergangenen Jahres geleitet haben.

Soweit die Orte und Wohnstätten an der Front durch das Feuer der Artillerie oder durch ^andere Einwirkun­gen des Krieges leiden mußten, wird ihr Wiederaufbau, und ihre Wiederherstellung unverzüglich veranlaßt wer­den. Was dem Einzelnen während seiner Abwesenheit an Schaden zugefügt worden ist, wird erseht. Partei- und Staatsbehörden sind verantwortlich, dafür zu sor­gen, daß den Riickgesührten in kürzester Zeit die Hrlse zuteil wird, die sür die Anschässungen berechtigt sind.

Fllhrerhauptquartier, 25. Juni 1949.

gez. Adols Hitler.

waffenstreckuirg in den Vogesen

22099 sranrosen ergaben sich — Niesige veuie — über 1999 Offiziere gefangen

F ü h r e r h a u p tq u arcki e r, 24. Juni.

Montagmittag hat der am Donon in den Vogesen umschlossene Feind die Waffen ge­streckt. Ueber 22 999 Gefangene, dabei ein Kommandierender General eines Armeekorps, drei Divisionskommandeure und rund 1090 Offiziere und 12 ganze Artillerieabteilungen, darunter sechs motorisierte, fielen neben einer riesigen Beute in unsere Hand.

stUantikküste bis zur Sironde-Mündung beseht

La Rochelle und Rochefort genommen / Vordringen aus Grenoble und Chambery / Ein U-Boot ver- _senkte 23 599 VRT.

Führerhauptquarticr, 24. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

„Am Atlantik wurde die Küste bis zur Eirondemün- dung besetzt, La Rochelle und Rochesort genommen, wei­ter ostwärts die Gegend nördlich Poitiers erreicht. Un­ter der ungeheuren und ständig wachsenden Beute fiel hier ein großes Lager mit Artilleriemunition in unsere Hand.

In Elsaß-Lothringen haben sich weitere versprengte feindliche Gruppen ergeben, weitere Werke in der Magi- not-Linie wurden genommen.

Südostwärts Lyon dringen unsere Truppen, zähen Widerstand des Feindes brechend, aus Grenoble und Chambery vor.

Deutschen Schnellbooten gelang es in der Nacht zum 24. Juni im Seegebiet von Dungeneß einen bewaffneten englischen Dampfer von 3599 Tonnen und einen wei-

Italienische krsolge an der stlpenfront

Sie iranröfische fron, wurde im Niicken bedroht - feindliches U-Voot versenkt vombenwirkung aus Malta und Sherta

Rom, 24. Juni.

Der italienische Heeresbericht oom Montag hat fol-

^Das Oberkommando der W^"'"5^^^,m^M°er An der Alpensront von Mont Blaue bis zum lueer haben unsere Truppen am 21. 6. 49 oen ^nss S - nen. Gewaltige Verteidigungsanlagen in den Atzen der Alpen, außerordentlich starke Abwehr von st-t-ndes Feindes, der entschlossen war, ,rch unserem Bornlarsch zu widersetzen, und die durchaus ungünstigen Wette Verhältnisse haben den forschen Angrisssgelst un,erer Truppen nicht verwehrt, die überall beträchtliche Erfolge erzielt haben. Während mit kühnen Einzelaktionen un- I-re Abteilungen sich einiger V°iest,gungswerre bemäch­tigt haben, wie z. V. des Forts Chenarllet b« Brrancon und Razet im unteren R-iaktal, haben unsere Emher ten in geschlossener Formation die Talsohle der -tzere. A-c. Euil Ubaye, Tinea und Vesubia erreicht, wobei st- in die Befestigungssysteme des Gegners eingedrungen Und und die gesamte feindliche ^rant ,m Rucken ge sahrden.

Der Vormarsch unserer Truppen geht auf der ganzen Front weiter. ^

2m unteren Tyrrhenischen Meer Hai ein U-Vootzager ^ °>n feindliches U-Boot versenkt.

Unsere Luftwaffe, die sich im Verlaufe der Operatio­nen zu Lande trotz der schwierigen Wetterverhältnisse glänzend bewährte, hat ferner am gestrigen Tage ihre Ossensivaktion durch Bombenabwürfe auf den Flughafen Micabba (Malta) und das Arsenal von Vizcrta fort­gesetzt. Zwei unserer Jagdflugzeuge sind nicht zurück­gekehrt.

In Nordafrika sind die Vombenabwürse aus die Stütz­punkte von Marsa Matruk und Sidi V-rrani wieder­holt worden. Ferner wurde eine große Ansammlung von Panzerwagen und englischen Kraftwagen sehr wirksam mit Bomben und anderen Sprengkörpern belegt.

Alle unsere Flugzeuge sind in ihre Horste zurückgekehrt.

In Ostafrika sind die Lustslottenstiitzpunkte von Dschi- buti und Berber» und feindliche Truppen in Kcnya mit Bomben belegt worden. Einige feindliche Einflüge über Massaua. Assab und Diredaua blieben ohne Erfolg.

Am gestrigen Nachmittag hat der Feind auf die Stadt Palermo einen Bombenangriff durchgeführt, ohne mili­tärischen Zielen Schaden zuzufügen. Hingegen wurden unter der Zivilbevölkerung 25 Tote und 153 Verletzte gezählt.

Ein Flugzeug wurde von unseren Jagdfliegern abge­schossen.«

teren Dampser von 5999 Tonnen durch Torpedoschuß zu versenken. Ein U-Boot meldet die Versenkung von 23 599 VRT.

Die Tätigkeit der Luftwaffe beschränkte sich gestern auf Aufklärungsfliige über dem Nordseeraum.

Unsere Jäger schössen zwei britische Kampfflugzeuge bei Calais ab. Von etwa neun britischen Flugzeugen, die am Nachmittag in die Niederlande einzusliegcn ver­suchten, wurden sechs durch Jäger^nnd Flak abgeschossen; unter dem Schutz der Wolkendecke gelangten zwei bis drei von sieben Flugzeugen bis nach Westfalen, wo sie bei dem kleinen Ort Wiescherhoefcn Bauernhäuser mit Bomben belegten und die Bewohner mit Maschinen^ gewehrcn beschossen. Hierbei wurden zwei Zivilpersonen schwer, vier weitere leicht-verletzt. Bei Nacht setzte der Feind seine Flüge über Nord- und Westdeutschland fort. Die an zahlreichen Stellen auf nichtmilitärische Ziele abgeworfenen Bomben richteten Sachschaden an und er­forderten wieder Todesopfer und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Einige Bomben fielen in ein Kriegs­gefangenenlager an der Ostseeküste, wobei eine Anzahl Franzosen getötet und verletzt wurde.

In den Kämpfen südlich Toul in der Nacht zum 22. Juni zwang der Oberleutnant Klote in einem In­fanterieregiment, nur von Zwei Zugführern und zwan­zig Mann seiner Kompanie begleitet, durch unerschrocke­nes und energisches Handeln drei französische Infante­rie- und zwei Artillerie-Regimenter zur Ucbergabe und Entwaffnung.« (Siehe auch Seite 21

Nudolf heß an den sichrer

Berlin, 25. Juni.

Der Stellvertreter des Führers Reichsminister.Ru­dolf Heß hat an den Führer folgendes Telegramm ge­richtet: „An den Führer und Obersten Befehlshaber d§r Wehrmacht, Führerhauptquartier.

Den Kampf des jungen nationalsozialistischen Völks- heeres gegen Frankreich haben Sie, mein Führer, mit dem glorreichsten Siege der Geschichte gekrönt. Zugleich haben Sie damit dem opfervollen, jahrelangen Ringen der deutschen Frontsoldaten des Weltkrieges seinen Sinn gegeben.

Ihr Glaube und Ihr Mut haben Deutschland zu neuer Größe geführt. In unsagbarem Stolz und voll tiefer Dankbarkeit ist das deutsche Volk um Sie und Ihre Wehrmacht vereint.

In der Nacht der Waffenruhe mit Frankreich

RudolfHe ß.«

lllückwunsch des sükrers an Ssn Präsidenten von Portugal

Berlin, 24. Juni.

Der Führer hat dem Präsidenten der portugiesischen Repu­blik, .General dc^Fragoso Carmona, anläßlich der 8NÜ-Jahr- scier der Unabhängigkeit Portugals drahtlich seine Glück­wünsche übermittelt.

Auch der Rcichsminister des Auswärtigen bon Ribbcntrop übermittelte dem Portugiesischen Minister des Aeutzercn drah!- lich seine Glückwünsche.

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Das Ende der Entente Cordiale

8. H4ü. Vremen, 25. Juni.

Die Waffen, in Frankreich s chweigen. Denn gesprochen hat in Frankreich das deutsche Schwert. In einem grandiosen Siegeszug, der in der Geschichte aller Zeiten und- Völker kein Beispiel findet, hat die deutsche Wehrmacht inner­halb eines von höchster dramatischer Spannung geladenen Zeitraumes von nur sechseinhalb Wochen der gerechten Sache des herausgeforderten nationalsozialistischen Reiches im heißen Ringen mit einem tapfer streitenden Gegner denvollen Triumph erkämpft: der von der französischen Regierung erbetene Waffenstillstand ist in Kraft getreten. Auf der Grundlage der deutschen Be­dingungen! Mit unbeschreiblichem St'olz und tief-' ftem Dankesgefühl gegenüber dem Führer ver­nimmt die deutsche Nation die historische Nachricht von der Beendigung des Krieges im Westen. Der glorreichste Sieg ist an unsere Fahne geheftet! — Am 18. November 1870 veröffentlichte die Lon­doner „Times« einen Brief des großen schottischen Philosophen und Historikers Thomas Calyle, der die folgenden unvergeßlichen Sätze enthält: „Nie hat eine Nation einen so schlechten Nachbarn ge­habt wie Deutschland in Frankreich in den letzten vierhundert Jahren, und zwar in jeder Hinsicht. Daß dieses vornehme, geduldige, tief veranlagte, fromme und rechtlich-gesinnte Deutschland endlich einmal zu einer Nation zusammengeschweißt und die Königin des Festlandes wird — an Stelle des p/°N?sschen, hochmütigen und säbelrasselnden, streitsüchtigen, unruhigen und überempfindlichen Frankreich - das erscheint mir als der hoffnungs­vollste Ausblick von allgemeinem Interesse, der mir je in meinem Leben begegnet ist.« Heute, 70 Jahre nach der Veröffentlichung des klassischen Briefes i st Deutschland dank der gewaltigen, kaum faßbaren schöpferischen Leistung seines Führers zu einer Natrckn zusammengeschweißt. Zu einer Nation, die den reichsfeindlichen Umtrieben seines bisher teils verhetzten, teils aus eigenen Haßinstink­ten irregeleiteten westlichen Nachbarn für alle Zeiten ein gründliches Ende gesetzt hat. Von nun an wird das natürliche Kräfteverhältnis der beiden Staaten auf der Basis der neuen, vom

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Nach Uiitcrzcichnunq des franzöfisch-italicnischcn Waffen­stillstandes ist Wancnruhe im Westen eingetreten.

Der Führer ordnet in <incm Ausruf 1« Tage Veflaggung und 7 Tage (Slockcngelaut an. "" ^

biet verfügte die Rückkehr in die geräumten Ge-

Mit der Besetzung der französischen Atlantikhäsen ist der sichert ch*"*"" England in voller Ausdehnung ge-

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