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parteiamtliche Tageszeitung
vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen
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der Nationalsozialisten Bremens
sinnliches verkündungsdlatt des Beichsstatchalters in Oldenburg und Bremen
Nr. 1?1 / 10. Jahrgang
INontag, 24. Zum 1940
kinzeipreis 15 Bps.
Ilnüber
deutsche veute
Übergang über die Nlione nordwestlich 6eins erzwungen
Vorstoß unserer beweglichen Iruppen aus ta Nacheile / Kriegsbasen St.Na;aiee genommen Lustangriffe aus seindliche Transporter / 16 tlstd-Ionnen-ranker von deutschem U-Voot versenkt
Führerhauptquartier, 23. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: -
„Die Schlacht in Elsaß-Lothringen hat, wie durch Sondermeldung schon bekanntgegeben, mit der Kapitulation der eingeschlossenen französischen Armeen am 22. Juni ihr Ende gefunden. Wieder ist damit nach schweren Kämpfen durch die Tapferkeit unserer Truppen und die kühne und entschlossene Führung ein Sieg größten Ausmaßes errungen, durch welchen die letzte noch voll kampfkräftige Gruppe des französischen Heeres niedergerungen ist. Ueber 588 888 Gefangene, darunter die Oberbefehlshaber der 3., 5. und 8. Armee und eine Anzahl anderer Generale und eine gewaltige noch nicht übersehbare Beute an Waffen und Kriegsmaterial aller Art sielen in unsere Hand.
i Das stärkste Werk der Befestigungen von Straßburg, die Feste Mutzig am Ostrand der Vogesen wurde gestern genommen. Widerstand leisten nur noch einzelne Abschnitte der Maginotlinie im Unterelsaß und in Lothringen und versprengte Abteilungen in den Vogesen. Er wird in kürzester Zeit gebrochen sein.
Im Kllstenbcreich des Atlantischen Ozeans stießen bewegliche Abteilungen bis an die Höhe von La Nacheile vor. Der französische Kriegshafen St. Nazaire wurde genommen. Bei der riesigen Beute befinden sich auch Panzerwagen, die schon zum Abtransport verladen waren.
Äm Nhonetal drangen unsere Truppen von Lyon und ostwärts in südlicher Richtung weiter vor. Sie erzwängen an den Ausgängen der savoyischen Alpen südwestlich Genf den Uebergang über die Rhone.
Im Zuge der bewaffneten Luftaufklärung vor der französischen Atlantikkiiste zwischen St. Nazaire und der Eironde wurden insgesamt fünf Handelsschiffe zwischen 3llllll und 10 vvll Tonnen durch Bombentreffer stark beschädigt, ein Transporter von '18 888 Tonnen und ein weiterer von 4888 Tonnen versenkt.
Angriff« von Kamps- und Sturzkampfverbänden richteten sich im Laufe des 22. Juni in der Hauptsache gegen belegte feindliche Flugplätze im Raume nördlich von Bordeaux. Hierbei wurden auf dem Flugplatz Roche- sort zehn Flugzeuge in Brand geworfen, 28 Flugzeuge bei mehrmaligen. Tiefangriffen durch Beschüß zerstört. Eine Halle durch Bombentreffer vernichtet. Die Verluste des Feindes betrugen am 22. Juni insgesamt 49 Flugzeuge, davon sechs im Luftkampf abgeschossen, der Nest am Boden zerstört. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.
Ein Unterseeboot versenkte aus einem Geleitzug heraus einen feindlichen Tanker von 18 898 BRT.
In der Nacht zum 23. Juni flogen keine feindlichen Flugzeuge in deutsches Reichsgebiet ein.
In den Kämpfen der letzten Zeit haben sich durch ihr vorbildliches Verhalten in kühnem persönlichem E,n,u! ausgezeichnet: Der Oberleutnant und Ordonanzoffizier einer Division Möller, der Leutnant Glas in einem 2n- santcrie-Regiment und der Leutnant Berndt v. Buggenhagen in einer Beobachtungsabteilung."
Der Waffenstillstandsvertrag ist.geschlosici,. In sechs Wochen . ist dieser Krieg zwischen Frankreich '»nd Dcutlchland cnt-
, schieden worden. In sechs Wochen hat die dcntfctzc Wehrmacht einem der größten Militär,taatcn her Welt da Laste ' aus der Sand geschlagen. Für Teilt,chland bedeutet das den größten Sieg, der jemals von einem Polte errungen wurde, lör Frankreich die größte Niederlage seiner nationalen Ge
schichte, denn noch nie ist Frankreich so schnell und vollkommen geschlagen worden.
Wenn am Tage der Unterzeichnung des Waffenstillstandes in Conipiegne gleichzeitig die Meldung bekannt wurde, daß sich im Raum von Elsaß-Lothringen eine halbe Million Franzosen ergab, so beleuchtet dieses letzte große militärische Ereignis aus dem französischen Kriegsschauplatz blitzartig noch einmal die furchtbare Tragik des sranzvsischen Znsammcn- brnchs, Tiefe öilv vüü Mann, die die Massen streckten, waren keine abgekämpften und etwa minder bewaffnete Truppen, sondern es waren Elitetrnppcn der französischen Armee, die ausgeruht und noch unberührt davon den vorangegangenen Kämpfen in Flandern und an der Summe, gedeckt durch gewaltige Festnngsanlagcn und versehen mit den modernsten Waffen dem Angriff der deutschen Soldaten entgegentraten. Gerade dieser Zusammenbrach im elsaß-lothringifchen Raum zeigt allzu deutlich, daß es nicht, wie man jetzt in London zur Verkleinerung dks deutschen Sieges behauptet, die zahlenmäßige und materielle Uebcrlcgcnheit Deutschlands war, die Frankreich niederrang, sondern daß ,ein ganz anderes Moment ausschlaggebend sein muß für pen Ansgang dieses Kampfes, Gewiß hat der Führer Adolf Hitler die besten Waffen der Welt besessen. Gewiß hat der Führer in den
vergangenen Jahren alles' getan, um Deutschlands materielle Rüstung auf einen noch nie dagewesenen Höchststand zu bringen. Aber das alles kann die Größe des deutschen Sieges und die Gewalt der feindlichen Niederlage nicht allein erklären.
Wenn an der Saargrcnze deutsche Divisionen zum frontalen Sturm gegen die Maginotlinie antraten und die schwersten Besestigungswerke an einem einzigen Tage in ihre Hand brachten, so ist das nicht allein der Waffenwirkung zu verdanken. sondern, vor allem dem Angriffsgeist der deutschen Soldaten, die todesmutig das letzte gewagt haben, um den Sieg an die deutschen Fahnen zu heften. Französische Heerführer haben erklärt, daß man gegenüber der Gewalt der deutschen Panzerangriffe und der Wirkung deutscher Flieger keine Gegenmittel gehabt habe. Diese Wirkung der deutschen Angriffswassen hatten jedoch nicht so vernichtend sein können, wenn eben unsere Soldaten von der Luftwaffe und der Panzerwaffe nicht über ein so großes Können und so hervorragende soldatische Eigenschaften verfügten, wie es die Kämpfe auf den Schlachtfeldern Frankreichs bewiesen haben.
Der deutsche Sieg' ist daher nicht ein Sieg der toten Materie sondern ein Sieg des Geistes gewesen, des Geistes, der von Adolf Hitler im deutschen Volke geweckt wurde.
fluch Italiens Bedingungen überreicht
In flnwesenkeit des Sensen liano — Nömischer MMtiirattach« liin;uge;ogen
» kn. Rom, 23. Juni
Um 19.38 Uhr haben die italienischen Bevollmächtigten den französischen Bevollmächtigten die Wasfenstilljtands- bedingungen überreicht. Die Zusammenkunft fand in einer Villa ungefähr 28 Kilometer von Rom entfernt statt.
Anwesend waren bei diesem Akt für Italien Augenminister Graf Ciano, Eeneralstabsches Marschall Va- doglio, Eeneralstabsches der Marine Admiral Cavag- nari, Eeneralstabsches der Luftwaffe General Pricolo, Stellvertretender Eeneralstabsches des Heeres General Roatta. Aus französischer Seite: General Huntzingcr, Botschafter Noel, General Parisot, Vizeadmiral le Luc und Luftbrigadegencral Vergeret. General Parisot ist ehemaliger Militärattache an der französischen Botschaft in Rom.
Die französischen Bevollmächtigten waren Sonntag um 14,40 Uhr in einem von der Rcichsregicruug znr Verfügung gestellten Flugzeug im römischen Zivilflughascu eingetroffen. Die aus- läitdischcn Pressevertreter-, die bei der Ankamt zugelassen waren, wohnten zunächst der Landung zweier deutscher Mili- tärmaschincn bei. Kurz darauf ging die dritte Militärmaschinc nieder der die französische Abordnung in gleicher Zusammensetzung wie in Compiögne entstieg. Von "italienischer Seite
hatten sich zum Empfang zwei Vertreter des Kriegsmini- stcrinms,- Major Rossi und Leutnant Ago, sowie zwei Funktionäre des Anßenministcrinms in der Fcldnnisorm der italienischen Wehrmacht, Hauptmann Fürst bel Drago und Leutnant Marchesc della Rosa eingefnndcn.
Nach kurzer militärischer Begrüßung wurden die franzö- sischcn Bevollmächtigten zu den bereitstshcnden Kraftwagen geleitet, die in Richtung nach einer Villa in der Umgebung Roms abführen.
Im italienischen Rundfunk deutete Ansaldo Sonntagabend nach einer Würdigung des historischen Aktes von Compiagne an, daß znr gleichen Stunde, in der er spreche, die italienisch-französischen Waffcnstillstandsvcrhandluugen wohl schon im Gange seien. Daß über die Bestimmungen des deutsch- französischen Waffenstillstands bis jetzt keine Einzelheiten bekannt geworden seien, habe seine guten Gründe, ebenso die Zurückhaltung, die die italienisch-französischen Verhandlungen umgebe. Daß der deutsch-französische Waffenstillstand erst sechs Stunden nach Abschluß des italienisch-französischen Waffenstillstands in Kraft trete, sei, so bemerkte Ansaldo, ein bezeichnendes Merkmal für das unübertrefflich enge deutsch- italienische Verhältnis. „Nie ist ein Bündnis zwischen zwei- Staaten fester gewesen, nie ein Allianzvertrag von zwei Führern loyaler ausgelegt worden. Das ist für uns das beste Zeichen für die gemeinsame Fortsetzung des Kampfes gegen England".
kcho deutscher khrenlitiftigkeit
Die Welt würdigt die Schicksalsstunde von Compiögne
e. Berlin, 23. Juni.
Die Betrachtungen, die in der gesamten Weltpresse zum deutschen Sieg in Frankreich und zum denkwürdigen Tag von Comtziägne angestellt werden, lassen die einmütige Bewunderung für die ritterliche Haltung des Reiches gegenüber dem Besiegten erlcnncn.
So spricht ganz Italien mit größter Begeisterung und Bewunderung von den unvergleichlichen Leistungen des deutschen Heeres und seiner Führung. Stärksten Eindruck hat hier natürlich die' Klausel der deutschen .Waffenstillstands« bedingungen hinterlassen, die den Eintritt der Waffenruhe in Frankreich vorn Zustandekommen der italienisch-französischen Vereinbarungen befristet abhängig macht. Man wertet dies, so u. a. „Popolo di Roma", als Zeugnis der vollkommenen und loyalen Solidarität zwischen den beiden Achsenmächten. Im übrigen - sagt das römische Blatt zum Abschluß von Compidgns u. a. folgendes:
„Der Vergleich mit den Wasjenstillstandsberhandlungen von 1918 mit denen von 1940 sällt restlos zugunsten Deutschlands und seines ritterlichen Edelmutes aus. Die französischen Soldaten sind vorn Führer mit der humanen und loyale» Art des Soldaten behandelt worden." Auch „Messaggcro" spricht von dem Ehrgefühl und dem Geist der strengen Gerechtigkeit, den Las siegreiche Deutschland gegenüber der nach harten Kiimpscn geschlagenen Station bewiesen hat. Eben,'» stellt es die Naschhcit, mit der das Reich aus den erbetenes Waffenstillstand eingegangen ist, als beispiellos in der Geschichte dar. „Deutschland hat nicht die grausame Prozedur wiederholt, mit der es selbst vor 22 Jahren behandelt wurde- Es ist — wie das seinem Wesen entspricht — schnell unk offen vorgegangen, hat auch hier das Tempo beschleunigt, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Der Vergleich zwischen der Methode von damals und dem Vorgehen von heut» umgibt den deutschen Namen mit einem Strahlenkranz dos Edelmut."
Die Moskauer Presse würdigt die Schicksalsstunde von Compiegne in ganz großer Aufmachung, Di« Oeffcntlichkeff wie die Regiernngskrcise sind von dem Blitzsicg der deutschen Waffen und der großmütigen Haltung der deutschen Heer- sührung gewaltig beeindruckt. Allgemein ist man der Ansicht, daß mit dem Zusammenbrnch Frankreichs der Krieg aus dem Kontinent beendet ist. England habe seinen stärksten und wichtigsten Bundesgenossen verloren. Nun werde sich — dessen ist man auch in Moskau sicher — der von den Briten selbst heraufbeschworene Krieg mit aller Schärst gegen den Url^ber England selber richten. Die ehrenvoll« Behandlung der französischen Abordnung hat in ^owjetruß- land einmütige Bewunderung hervorgerustn.
Was die Schweizer Presse jetzt znr Lage in Frankreich bemerkt, klingt wesentlich anders, als man es von gewissen Blättern in Gens, Basel und anderswo gewohnt war. Unter dem Druck der L.atsachen stellt die gesamte Schweizer Presst nunmehr einheitlich den Eindruck der überlegenen deutschen Strategie und der einzigartigen deutschen Waisen heran». „Die Franzosen wurden geschlagen, wie keine andere Armee in den letzten 190 Jahren", schreiben die „Glarner Nachrichten". Nach weiteren objektiven Betrachtungen über die Vorgänge in Compidgne befaßt sich die Presse im besonderen mit der Lage nach der Kapitulation Frankreichs, Man sucht die militärische Katastrophe im Westen Psychologisch zu deuten, indem man feststellt, „daß der Poilist eigentlich kein Kriegsziel hatte", das ihn etwa hätte begeistern können".
Ferner macht man sich in der Schweizer Leffcntlichkcit endlich die These zu eigen, daß England Frankreich ins Unglück gebracht und dann schnöde in Stich gelassen hat. Vor der Geschichte gebe es kein „Pech", sondern nur Fehler und Frankreich müsse jetzt zugeben, daß es schwerwiegende gemacht habe!
Schweden wie der ganze Norden würdigt die ritterliche Würde, die dem Waffenstillstandspakt im Wagen des Mar-
Dolchstoß lsturchills gegen Frankreich
widerliche Komödie knglands — Londoner Oelieimschung am Vonrierstag — de Saulle amtsenchoben
o. seil. Bern, 23. Juni.
Eine ohnmächtige Wut herrscht in ganz England über die Unterzeichnung, des Waffcnstillstandsabkommcns durch Frankreich Kein Wort des Dankes dafür, daß Frankreich für England geblutet hat, sickert mehr durch. England deckt ,n tobender Verzweiflung über das Verjagen aller seiner bisherigen Methoden sein wahrxs Gesicht auf.
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^ in m,.-stimm äst äeutsclisv l.'nlerlmnästr 1918
küe Schmach von 6oiiipiexnv xeln-ciit. In cism-o vvafkt.'nsti>lstcknäsäißtnt untei-rieiclinsn in,löten, muräsn unter seümscüvollstsn SeäinAunxsn'äns üdsrrsiciit. Unser Siiä reizt äsn'I-'uürsr beim
kstaimosso äst «teutschen WsKenstillstanäsIlsämsun^ ^ ^^ösisciis Sclimschäsnstnml. rvslekes
von lüowpisxns. Hinter lnsnersIksIämsri-cNsU st L (xrssss-Lokkwkcnn)
äor iststüsstrstxsklsLSc: dsäecstt ist.
Churchill gab am Sonntag «ine Regierungserklärung heraus, die einen letzten schamlosen Versuch darstellt, um dem geschlagenen Bundesgenossen seine Kolonien und seine Flotte zu rauben.
Da ihm dieses Vorhaben durch die „britisch-französische Union" nicht gelungen ist, appellierte er diesmal „an alle Franzosen, wo sie auch sein mögen", den aussichtslosen Kamps fortzusetzen., Mit diesem infamen Dolchstoß an dem ehemaligen Verbündeten begnügt sich der alter Kriegsverbrcchcr jedoch nicht: er schmäht darüber, hinaus in der gemeinsten Weise die französische Regierung und macht es ihr bitter zum Vorwnrs, daß sie sich nicht nach England in Sicherheit gebracht und ihr Land in der Stunde der höchsten Rot im Stich gelassen habe. Als leuchtendes Beispiel hält er den Männer» in Bordeaux, die er verächtlich als Bordeaux- Regicrnng bezeichnet, die ehemalige norwegische, belgische und holländische Regierung vor Augen, die von England aus den Kamps fortführen. Schließlich hat Ehurchill die Unverfrorenheit zu erklären, England würdc,^„wenn es aus diesen, Krieg siegreich hervorgehen sollte", Frankreich trotz der Beschlüsse der Bordeaux-Regierung Anteil an den Früchte» des Sieges nehmen lassen.
Die vorsichtige Formulierung, die Churchill wählte, als er von den Tiegesansfichstn schwatzte, hat selbst in England einiges Aussehen erregt. In der großsprechcrisäicn Regierungserklärung heißt es im übrigen, daß der Geist des Widerstandes im französischen Lstltreich außerhalb des Mutterlandes nicht gebrochen sei. Seiner Majestät Regierung würde die notwendigen finanziellen Arrangements treffen, um die Franzosen in die Lage zu versetzen, den Kamps siegreich fortzusetzen.
In der Schweizer Presse stellt man fest, daß von dem Wort „fair", das England aus Schritt und Tritt vor sich auszuschütteln Pflegt, in seinem Verhalten Frankreich gegenüber nichts mehr zu spüren ist. Man koche in England um so mehr vor Wut, als auch die letzten Spekulationen auf eine Aneignung des französischen Kolonialreiches »nd der französischen Flotte davongcschwommcn ist. Daß Ehurchill »ach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes in tiefster Erregung seine ganze Wut an Marschall Pctain ausgelassen hat, könnte nach dem Vorausgegangenen nicht mehr überraschen. Petain regiere ohne vcrsassungsmaßig« Autorität, verkündete Ehurchill in seiner Verzweiflung darüber, daß Frankreich nicht weiter für England kämpsen will und daß
Petain sich weigerte, die von Churchill verlangten zwei französischen Armeekorps »ach England zu entsenden Es war -in- der heuchlerischsten Komödien, die Churchill aus- geiuhrt hat. , " ^ '
Wie die britische Sonntagspresse — wir nennen hier den „Lunday Erpreß" und die „Snnday Times" — so erkläcte anch Herr Cchurchill großsprecherisch, er glaube an den sieg Englands. Die letzten Meldnnqen aus London lassen daran, Ichließen, daß Churchill die Absicht hat, die Kreaturen um Rcynand zu bcnuhen, um eine sranzösische Sonderreqie- rung in London auszüstellen. Für die Laae ist es bezeichnend batz britiiche Blätter die Flucht der belgischen Regierung nach London wie die Ankunft der polnischen Emigrantcn-,.Reaie- rnng" ,in England als ein ^csreulichSs Zeichen dafür ansehen daß sich England „noch der Zuneigung aller freien Völker er,reue". Es fehlt in vielen englischen Zeitungen in diesem Zu,ammcnhang nicht an wahren Hosbcrichten, _(Fortsetzung auf Seite 2)
iillininnnm,mim,iiimni„u,m„>„m„„mm„u,n„u,mm,mni,iu„i,',mnün,
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Bewegliche deutsche Truppen stoßen auf La Röchelte vorder Kriegshasen St. Nazaire wurde genommen: südwestlich Gens wurde die Rhone überschritten.
Teutsche Flieger griffen vor der Girondc feindliche Transporter an, ein deutsches U-Boor versenkte einen 1V ttOO-Tonnen-Tanker.
In Nom wurden der französischen Delegation in ?ln- Wesenheit des Grasen Eiano die italienischen Wassen- ,till,tandsbedlngl,ngcn überreicht.
Widerliche Angriffe richtet Ehurchill gegen Frankreich, Pctain unterstreicht in einem Kommunique, daß England am Zusammcnbruch Frankreichs schuldig st.
Die NSLB.-Gauwaltung Weser-Ems veranstaltete in Bremen eine Feier anläßlich des 190jährigen Bestehens des deutschen Kindergartens.
Der Ncichsstudcntcnsiihrcr erließ Arbcltsrichtlinicn für day Langcmarckstudium.
Die Spiele zur deutschen Fußballmeisterschaft brachten am Sonntag weitere Klärung.
Der 2. Tag der Ruderregatta ergab einen Sieg der 82er >m „Vierer ohne".