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vremer Zeitmo
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parteiamtliche LagesMiung ^ der Nationalsozialisten Vremens
Das Amtsblatt -es Negierenden Bürgermeisters der Zreien Hansestadt Bremen Amtliches verkündungsblalt des Beichsstatchalters in Videnburg und Bremen
Nr. 1?0 / 10. Zalzrgang
Sonntag, 2Z. Juni 1940
kinzelpreis 19 Bps.
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Waffenruhe erst 6 Stunden nach Abschluß des itaiienisch-französtschen Vertrages
sührertiauptquartier, 22. Juni Vas VberkommanSo der Wehrmacht gibt bekannt: stm 22. Juni, 1 S,5V Uhr deutsch er Sommerzeit, wurde im Walde von tompiegne der deutsch - französische waffenstillstandsoerteag unterzeichnet. ,
Vie Unterzeichnung nahmen vor aus deutscher Seite als Beauftragter des sührers und obersten Befehlshabers der Wehrmacht der lhef des Vberkommandos der Wehrmacht, Seneraloderst keilet, aus französischer
Seite als Beauftragter der französischen Negierung Seneral hunhiger.
kine kinstellung der Feindseligkeiten ist damit noch nicht verbunden. Sie erfolgt vielmehr erst 6 Stunden, nachdem die italienische Negierung Sem deutschen Sberkommando der Wehrmacht den Abschluß des italienisch - französischen waffenstillstanvsoertrages mitgeteilt haben wird. - über den Inhalt des waffen- stillstandsabkommens kann zunächst nichts bekanntgegeben werden.
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Und. Führerhauptquartier, 22. Juni.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die in Elsab-Lothringen eingeschlossenen französischen Armeen haben nach verzweifeltem Widerstand kapituliert. Insgesamt etwa eine halbe Million Mann französischer Soldaten haben sich damit unseren Truppen ergeben. Unter ihnen befinden sich sicher vielen anderen Generalen die Oberbefehlshaber der 3., 3. und 8. Armee. Nur einzelne Abschnitte der Ma- ginot-Linie im Unterelsab und in Lothringen -und versprengte Teile in den Vogescn leisten noch Widerstand. Er wird im Lause kürzester Zeit gebrochen sein.
Bomben aus knglands Bstkiiste
Führerhauptquartier, 22. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „In der Bretagne sind die wichtigen Hasenstadte Tt. Malo und Lorient genommen. An der unteren Lorre wurden die Brückenköpfe erweitert, Thouars beseht. 2n Lothringen und iu den Vogcsen führte unser Augen zu weiterer Auflösung einzelner eingeschlagener §eino- truppen. Eerardmer ist genommen.
Die Zahl der hier in den letzten Tagen gemachten Eesangenen übersteigt 200 606, darunter eine ganze Spahi-Vrigabe. auch an den übrigen Fronten wächst die Zahl der Gefangenen ständig. Unter ihnen befinden sich der Befehlshaber der See,tre,»raste Nord und andere Admirale, ein Kommandierender General und mehrere Divisionskommandeure.
Auster qroner Beute an Waffen und Kriegsgerat aller Art sielen bei der Wegnahme verschiedener Flugplätze 2K« Flugzeuge in unsere Hand. . -
Kamps- und Sturzkampsverbande griffen rm Raume westlich Strastüurg und südwestlich We,genburg, ,owle südlich der Loire feindliche Befestigungen. Truppen- ansammlungen und Transportbewegungen au-^n Eirunde- und Loire-Mündung wurden ein Handelsschiff von 8000 Tonnen versenkt, ein anderes von 4000 Tonnen beschädigt und zwei Flugboote vernichtet. Be, erfolgreichen Angriffen auf militärisch nnchUge Ae der Ostküste Englands wurden u.a. auch dw Angriffe aus das Rüstungszentrum Bellingh am wiederhol und eine graste Anzahl von Treffern "ä'blt. -o... Nachmittagsstunden wurden be, der Holland,,chen^n,el Terel drei von sechs feindlichen Flugzeugen nach kurzem Lustkamps abgeschossen, der Rest zum Abdrehen gezwungen. Bei einem erfolglosen Angriff von b«t',chen Bomben- und Torpedoflugzeuge« quf ein b°u»ches
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zeuge vernichteten weitere fieben Flugzeuge. , . ^
Die seindlichcn Flugzeugverluste am 21 - «.betrugen insgesamt 25 Flugzeuge, davon wurden ""
'1, durch Flak sechs, durch Flakartillerie --n^Kr-egs-
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°m Boden zerstört. Ein eigenes Flugzeug wrrd
Aus nachträglich eingegangenen Meldungen geht hervor. d-st in der Zeit von. 4. bis 20. Jun,.uber d,c bisher bekanntgegebenen Zahlen hinaus 63 lerndlrche g zeuge vernichtet wurden» so dah die Geiamtza^s„.,^A "crischcn Verluste in diesem Zeitraum 765 Flugzeuge b-trägt. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Ostenslve st" Westen durch Flakartillerie vernichteten feindlichen 5lugzeugc beträgt bis zum 15. Juni 854 rllugzeuge.
Ein zurückkehrendes U-Boot unter dem Kommando «on Korvettenkapitän Roesing meldet dle Ver,en- lung von 42 886 BNT. Einem anderen U-Boot gelang re, den englischen Truppentransporter „Ettrlck vo rund 11 Wp ART. zu torpedieren. Ein werteres U-Boot Bist einen grasten britischen Geleitzug mit Erfolg an.
Auch in der Nacht zum 22. Juni unternahmen feindliche Flugzeuge Einsinge nach Nord- und Westdeutschland und grissen erstmals auch die Umgebung von Berlin mit Bomben an. Wie bisher, richteten die abgeworfenen Bomben nur geringen Sachschaden an nicht- militärischen Objekten an, wohl aber wurde eine Anzahl von Zivilpersonen getötet oder verletzt.
In den Kämpfen der letzten Tage haben sich durch unerschrockenen Einsatz in kühnen Einzcltaten besonders hervorgetan: Der Oberst und Kommandeur einer
Schützcnbrigade N e u m a n n - S.i l k o w, der Oberleutnant und Ches einer Reiterschwadron Freiherr von Boeselager, der Leutnant Michael in einem Reiterregiment und der Leutnant Meder in einer Panzerjägerabteilung.
>1. L. 0. V-r e m e n ,
Juni
Me knkscheiöung
„Der beginnende Kampf entscheidet das Schicksal der deutschen Ration für die nächsten tausend Jahre." Das waren die prophetischen Worte des Führers in seinem Tagesbefehl vom 10. Mai. Heute, kaum nach sechs Wochen ist die erste und bedeutsamste Phase des damals begonnenen Kampfes bereits entschieden, und zwar so entschieden, wie wohl kaum wenige, außer dem Führer selbst, beim Einmarsch der deutschen Truppen in Holland, Belgien und Luxemburg sich zu denken wagten. Es ist dieser Kampfabschnitt entschieden mit der vernichtenden Niederlage Frankreichs und seiner Trabanten Holland und Belgien. Er ist entschieden mit dem glänzendsten Sieg aller Zeiten, mit Deutschlands Sieg in zwei gewaltigen Schlachten, aus deren Anlage. Verlauf und Äusgang sich die Militärwissenschaftler der nächsten Jahrtausende Stoff für ungezählte Werke beschreibender-Kriegskunst schöpfen werden. Die Auswirkung dieser entscheidenden Kampfhandlungen hat an der historischen Stelle im Walde von Compiegne vorgestern begonnen und wurde gestern besiegelt mit der Ünterschrift der französischen Waffenstillstandsabordnung. Der Waffenstillstand zwischen Deutschland und Frankreich ist
Historische Augenblicke in tompiegne
wie der Waffenstillstand unterzeichnet wurde
Von LrioLsbsriclitsr Itans Pirat llsisebaoll
Compiegne, 2S. Juni.
Um den viereckigen Tisch in dem gelbbraunen Arbcitswagcn deS Marschalls Fach, in dem am 11. November IS18 das ungeschlagene Deutschland gcdcmütigt wurde, sitzen am 22. Juni wieder die Bevollmächtigten der geschlagenen Regierung den deutschen Generälen gegenüber. Die Blicke der Franzosen fallen von ihren Plätzen aus aus das Denkmal des Marschall üwch und aus den großen Marmorblock in der Mitte des Platzes. Hvsteri sicher Haß und geifernde Wut meißelten aus dessen Platte die übermütige und freche Beschimpfung des deutschen Heeres und deutschen Volkes. Vor den Augen der dcut,chcn Delegation leuchtete am Ende der großen Allee die Rcichs- kricgsslagge, die das französische Tiegcsmal aus dem Weltkrieg verhüllt, ^ - ...... -
Um 11-25 Uhr beginnen die Bc,prechungcn. Die ,ranzosi,chc Delegation hat den Auftrag ihrer Regierung, verschiedene Rückfragen zu einzelnen Punkten der Waffcnstillstandsbedin- qungcn'noch.zu erbitten. Zögernd ist manche,der Fragen, die Großmut der deutschen Vcrhandlungsart meist voll ausnutzend. Kalr, bestimmt, kurz die Antwort des Generaloberst Leitet die Gesandter Dr. Schmidt ebenso wie die Fragen des Generals Huntzigcr verdolmetscht. Richt wie UN8 diktiert im Biirowagcn des Marschalls Fach Haß und Rachsucht Deutschland achtet und ehrt den tapfer unterlegenen Gegner Um 13.4» Uhr verlassen die Mitglieder der deutschen Delegation den Biirowagcn, um den Franzosen Gelegenheit zu geben, sich ,'crnmiindlich mit ihrer Regierung in Bordeaux
^Einige"Ztundcn vergehen. Der Abend senkt sich schon über den weiten Platz. Die Franzosen beraten, und irgendwo aus. dem Walde klingt atis einem deutschen Lautsprecherwagen der bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, kündet eine deutsche Stimme vom iveitcrcn siegreichen Vormarsch tief nach
^Um*I831» Uhr begibt sich Gesandter Dr. Schmidt mit einem Briet des Generalobersten «eitel an General Huntzigcr über den Matz zum Bürowagen. Nach einigen Minuten kehrt er zurück, und um 18.4° Uhr hat die deutsche Delegation den
Franzosen gegenüber in der alten Sitzordnung wieder Platz genommen. Ueber dem dämmrigcn Wagen lastet Schweigen, in das kaum hörbar die Worte deß, Generals Huntzigcr sollen. Mit einer knappen Verbeugung gegen Generaloberst «eitel bittet er, eine Erklärung abgeben zu dürfen, Und dann spricht er. Tiefernst, mit schwankender Stimme, gibt er die Erklärung ab, daß seine Regierung ihm den Auftrag zur Unterzeichnung der Waffenstillstandsbcdingungcn gegeben hat. Der Soldat muß die Konseguenzcn aus der Lage. ziehen, mutz die Folgen der verbrecherischen Politik französischer Regierungen tragen.
General Hunhiger spricht weiter. Er gibl eine Erklärung der Delegation ab. -Er wendet sich persönlich als Soldat zum Soldaten, an Generaloberst «eitel. Mit steinernen Gesichtern sitze» die sranzösischcn Offiziere um den Tisch den deutschen Generalen gegenüber. General Hnntziger schließt. Generaloberst «eitel bestätigt den Empfang der Erklärung und bittctz nunmehr, die Unterzeichnung der Waffenstillstandsbcdingungcn vorzunehmen.
Gesandter Dr. Schmidt reicht das Original der Waffenstillstandsbcdingungcn dem Leiter der französischen Delegation, General Huntzigcr, über den Tisch. Ein kurzes Zögern, dann kratzt der Füllfederhalter des Generals über das Papier. Die Unterschriften der übrigen Mitglieder der Delegation folgen. Tann wandert das Original aus die andere Seite des Tisches. Generaloberst «eitel unterzeichnet das Schriftstück.
Wieder lastet Schweigen über dem Raum, zwei, drei Minuten. Tann erhebt sich Generaloberst «eitel. Er bittet, daß sich die Mitglieder der deutschen und sranzösischcn Delegation von ihre» Plätzen erheben. Er spricht von der Pflicht, die noch zu erfüllen ist, der-Männer zu gedenken, die sür Deutschland n,nd Frankreich als tapfere Soldaten starben.
So endet die Unterzeichnung der Wassenftillstandsj>cdin- gungen, die den Schlußpunkt unter die Reihe der großen Vcr- nichtungsschlachten im Westen setzen, die den beispiellosen Siegeszug der deutschen Armee» krönen, mit der Ehrung der Soldaten beider Nationen, mit der Ehrung dex Söhne der beiden Länder, die in treuer Erfüllung- ihrer Pflicht das höchste Opfer-sür ihre-Heimät brachten.
unterzeichnet, und Frankreich kann sich freuen, in Deutschland einen wirklich ritterlichen Besieger gefunden zu haben, und es mag angesichts der Bedingungen,-die ihm von Deutschland auferlegt wurden, erleichtert aufatmen in dem Bewußtsein, wahrlich etwas ganz anderes, etwas weit Härteres, etwas schlechtweg Schonungsloses verdient zu haben. Sechs Stundest nach Unterzeichnung des italienisch-französischen Waffenstillstandes aber, über den noch verhandelt wird, werden die Waffen ruhen und damit der zweite grandiose Abschnitt dieses von England und Frankreich freventlich an Deutschland erklärten Krieges beendet sein, als ein Kapitel der Gegenwartsgeschichte. das man am besten mit den Worten „Die Austreibung der Juden aus ihrem gelobten Land der Neuzeit, aus Frankreich" überschreiben mag.
erwachendes französisches empfinden
Das zweite Kapitel des gegenwärtigen Krieges ist zu Ende trotz aller in letzter Stunde unternommenen Versuche der getreuesten Knechte des Judentums. Churchill, Mandel und Reynaud, das aus allen Wunden blutende Frankreich noch weiter im Interesse Englands kämpfen, d .h. das todwunde französische Volk bis zum letzten Franzosen zum Vorteil des feigen Jnselvolkes verbluten zu lassen. Es geht England dabei nicht um das Wohl und Wehe der Franzosen und nicht um das Wohl und Wehe des vom Kriege durchzogenen Landes, sondern lediglich um den Besitz der französischen Flotte und des französischen Goldes. Schon erfährt man, daß französische Flotteneinheiten von englischen Geschwadern im Mittelmeer in der Nähe von Alexan- drien umstellt und ihnen der Weg nach Frankreich verlegt sein soll. Schon erfährt man. daß in echter Piratenart England das in USA. zur Deckung französischer Waffenankäufe gelagerte französische Gold schamlos beschlagnahmt hat-und. -.-um britischer Frechheit die Krone aufzusetzen. — nach wie vor bemüht ist. das famose Union-Angebot Frankreich aufzudrängen, demzufolge Frankreich als freies Volk und freies Land aufhören soll zu existieren und als Dominion in
IIii»M„MI„„MIN,MM„Ii„MIN„i„„„M,MM„MMM„MM,»„MM„MM„„
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Der deutsch-französische Wasfcnstillstandsvcrtrag wurde unterzeichnet; die Waffenruhe tritt erst sechs Stunden nach Abschluß des italienisch-französischen Waffenstillstandes ein.
Die in Elsaß-Lothringen eingeschlossenen französischen Truppen haben kapituliert.
Die deutsche Lnstwassc unternahm erneut erfolgreiche Angriffe gegen Englands Ostküstc.
Die ägyptische Regierung ist zurückgetreten.
Rcichsminfftcr Dr. Schß-Jnquart sprach über den deut- schcn Wiederaufbau in Rotterdam.
Der letzte scindlichc Fliegerangriff aus Bremen richtete wieder nur nnwcsentlichcn Sachschaden an nichtmilitäri- schcn Zielen an.
Amtlich wird die Frage der. Kriegsschiidcn-Entschädiauna sür die Zivilbevölkerung geklärt.
Im Rathaus fand eine Besprechung der Führerschaft der SA.-Gruppc Nordsee statt.
Ab I. Juli treten im Postdicnft mit dem Ausland wichtige Aenderungen ein.
Walter Neusel verteidigte seinen Titel erfolgreich gegen den Heranssordercr Arno Kölblin.
Bremen schnitt mit insgesamt vier Siegen am ersten Toa der Ruderregatta sehr gut ab.
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