Ausgabe 
(21.6.1940) Nr. 168
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vremr Muno

parteiamtUche Tageszeitung

Das Amtsblatt des legierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt lremen

Anzrigsn - Grundprrlse': Die I mw hohe und 22 mw breite Zeile im Anzeigenteil 13 Die 78 nun breite und 1 mw hohe Zeile lm Tertteil 75 3^/. Ermäßigte Grundpreise (für Klein- u. Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 9 Nachlaß­staffel c. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An- nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: 8n Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. 5 41 21. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher 51115: Obernstraße 86, Fernspr. 5 4121. Vn 6vke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

Amtliches Nerkündungsblakk des Neichsstattlialters in Oldenburg und Nremen

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Nr. 168 / 10. Jahrgang

Zreitag, 21. Juni 1948

Einzelpreis 15 lpf.

Deutseks t>og«nn mit clsr Vorgsltung gegen knglnnel

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französischer Kriegsstasen vrest und vadenweiler genommen

flktion gegen vettingstam und stull

wieder 200 000 Sefangene eingebracht — Unterlauf der Loire über­schritten — Maginot-Linie westlich Weißenburg erneut durchbrochen

Führerhauptquartier, 2V. Juni

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:

„In der Bretagne ist der französische Kriegs­hafen Brest genommen. In der Normandie ist auch der Unterlauf der Loire von Nantes bis Tours erreicht und an einzelnen Stellen über­schritten. Im Bogen der mittleren Loire geht die Verfolgung über den Cher-Abschnitt und über Bourges weiter.

Südlich der Loire grifsen Kampffliegerverbiinde den zurückflutenden Gegner aus den Rückzugsstratzen lausend an. Wo sich noch Widerstandsnester bildeten, unter­stützte die Luftwaffe das Vorgehen des Heeres.

Im nördlichern Lothringen werden Trümmer der ge­schlagenen französischen Armee — soweit sie nicht ge­fangengenommen wurde« — im Gebiet der Mosel zwi­schen Spinal und Toul sowie im mittleren und in einem Teil der oberen Vogesen immer enger zusam­mengedrängt. Epinal, Toul und Lunöville sind in unserer Hand. Um die Maginot-Linie beider­seits Diedenhofen wird weiter gekämpft. Westlich Weihenburgs wurde die Maginot-Linie erneut durchbrochen. Stuka- und Kampfverbändc zerstörten einen großen Teil von Befestigungswerken durch Voll­treffer. Das deutsche Stragburg wurde von Süden und Osten genommen. Aus dem Stratzburger Münster weht die Reichskriegsslagge. In der burgundischen Psorte ist die Vereinigung der von Velsort und vom Oberrhein her vorgehenden Truppen vollzogen. Die Zahl der allein am 19. Juni eingebrachten Gefangenen übersteigt 206 999, darunter der Oberbefehlshaber der französischen 19. Armee, General Altmeycr mit seinem Chef.

Seit 10. Mai haben feindliche, und zwar vor­wiegend britische Flugzeuge fortgesetzt in der Nacht offene deutsche Städte angegriffen. Auch in der vergangenen Nacht fielen diesen Angriffen wieder acht Zivilpersonen zum Opfer. Die deutsche Luft­waffe hat nunmehr mit der Vergeltung gegen England begonnen. In der Nacht zum 2». Ium griffen Kampffliegerverbände das als britisches Rüstungszentrum besonders wichtige Stickstosf- Erotzwerk Bellingham mit zahlreichen Boni- ben schweren Kalibers an. Starke Brände wiesen bereits aus 5V Kilometer Entfernung den nachfol­genden Verbänden den Weg. Weiter wurden Tanklager in Hüll in Brand geworfen.

Zwei deutsche, Schnellboote vernichteten westlich von Dungeneh, dicht vor der englischen Kanalkiiste einen Dampfer von 4699 VRT. Ein Unterseeboot versenkte einen feindlichen Tanker von 8999 BRT. Einem wer­

teren Unterseeboot gelang es, aus einem feindlichen Eeleitzug drei Schiffe herauszuschieben.

Die Gesamtoerluste des Gegners in der Luft betru­gen gestern 21 Flugzeuge. Sechs deutsche Flugzeuge werden »erringt.

Die rasche Eroberung der starken Festung Verdun mit ihren neuzeitlichen Forts am 15. Juni ist dem kühnen und entschlossenen Einsatz vieler Führer zu danken. Be­sonders ausgezeichnet haben sich dabei die Oberleutnante Stein und von Witz end orfs und der Oberfeld­webel Same!, sämtlich von Jnsanterieregimentern, sowie der Leutnant Roennecke und der Unterosfizier Claus einer Panzerjägerabteilung.

Beim Durchbruch durch die Maginot-Linie sowie bei der schnellen Einschließung des Feindes in Elsaß-Loth­ringen und Burgund zeichneten sich vor allem die von Generalleutnant Ritter von Greim und General­major von Richthofen geführten Fliegerverbände sowie eine von Hauptmann Steiner geführte Schlacht- slicgergruppe aus."

fluch Souchampton und vristol...

Stünde und krploßonen kennzeichnen den weg unserer vomber—kin Kreuzer und mehrere Handelsschiffe in französischen küsen beschädigt

VXD. Berlin, 29. Juni

Wie nachträglich bekannt wird, haben deutsche K.:mps- vcrbände im Lause der Nacht zum Donnerstag in der Gegend von Bristol und Southampton Wersten und Hasenanlagcn und Anlagen der Luftriistungsindustrie mit Bomben angegriffen. Dabei brachen an vielen Stel­len Brände aus, und Heftige Explosionen erleuchteten die Nacht. Auch die Hafenanlagen von Lorient, La Rö­chelte, Bordeaux und Saint-Nazaires wurden mit Bom-

Ver Srt des Vadenweiler Marsches

ünb. Berlin, 29. Juni

Wie wir erfahren, haben unsere Truppen Donnerstag mittag den in Lothringen gelegenen und durch den Kampf bayerischer Truppen im August 1914 bekannten Ort Vadenweiler genommen, nach dem der Vadenweiler Marsch benannt ist. («- unsere Karte auf Seite 2,)

französisches waffenstMstandsgesuch auch an Italien

Rom, 29. Juni

Die französische Regierung hat, wie Donnerstagabend amtlich bekanntgegeben wird, an die italienische Regie­rung durch Vermittlung der spanischen, Regierung ein Waffenstillstandsgcsuch gerichtet.

Die amtliche italienische Mitteilung lautet: „Die französische Regierung hat sich heute vormittag über die

spanische Regierung an die italienische Regierung ge­wandt und um Verhandlungen mit Italien über einen Waffenstillstand nachgesucht. Die italienische Regierung hat über den gleichen Weg in der gleichen Form wie die Reichsregierung geantwortet, das heißt, daß sie die Bekanntgabe der Namen der französischen Bevollmäch­tigten erwartet, für die dann Ort und Datum der Be­gegnung festgesetzt werden."

Frankreichs Unterhändler sür waffenstill- standsverkanSlungen namhaft gemacht

Berlin, 29. Juni

Die französische Regierung hat nunmehr ihre Unter­händler sür die Wafsenstillstandsverhandlungen der Deutschen Regierung namhaft gemacht. Es sind dies: General des Heeres Huntziger, Botschafter Noel, Vizeadmiral Leluc und General der Luftwaffe Ber­ge r e t.

Infolge der schwierigen Nachrichtenverbindungen über Spanien ist diese Mitteilung der französischen Regie­rung erst heute morgen 1.99 Uhr bei der Reichsrcgie-

rung eingetroffen. Sie konnte daraufhin dem Führer um 4.99 Uhr früh übermittelt werden.

Das deutsche Oberkommando der Wehrmacht hat dar­aufhin unverzüglich die notwendigen Anordnungen ge­geben und Vorkehrungen getroffen, um die französische Wafscnstillstandsdclegation zu empfangen.

Wie aus Gens berichtet wird, bestätigt das französische Oberkommando am Mittwochabend, daß der deutsche Bor­marsch überall unaufhaltsam fortgesetzt wird. Größere Rück­züge stellte das französische Kommunique an der unteren und mittleren Loire scst. Ein amtlicher Lagebericht aus Bordeaux gibt erneut zu, daß die einzelnen französischen Armeegruppen völlig voneinander getrennt sind. Diese „Armccrcste" seien, wie gesagt wird, durch schwere Verluste und Ermüdung völlig erschöpft. Die amtlichen Berichte sind jedcnsalls so -ab­gefaßt, daß.die Notwendigkeit der Kapitulation klar erkenn­bar ist.

Franzosen erschießen kngländer!

kritisches Negiment vernichtet - Synagoge von loulouse zerstört - französische Negierung will nach Nordasrika l

flusstönde aus korfika und in französifch-Marokko

mti. Berlin. 2b. J-rni.

schmählich verraten und kaltlächelnd ins "Uluck gestürzt hat. S° werden aus Breit scharfe Zu, ammenstögc Mischen ,ran- Mischen und erratischen Soldaten gemeldet, «chon am Mon- wg! also v or der Einnahme des Kri-gsh-f°ns durch .- deut­schen Truppen, haben französische Mar.nesnsei erc nach s ch Provokationen seitens der Briten e.n 9«"^ -nglych-s R-gi- ment in dem Augenblick angegrissen als es sich zur üblichen flucht cinschisfcn wollte. Fast bis aus den l-^ N!ann s-,en die verhaßten Engländer nicüergeschoyen worden. Auch d.

° nti, - mitische Well ° wachst '» Frankreich. -° w"r°r in Toulouse von der wütenden Volksmenge die --Mag 9 völlig zerstört, wobei über zeh, Juden Denkzettel »hie - In Lyon und in anderen sranzostichen jüdische Gcschäste und Warenhäuser gestürmt, wahrend stch rn. Montülimar die Empörung der getauschten ,""d „

wachten Franzosen gegen-die dortige ^ reim au re g richtete, deren Räume demoliert wurden. Daß der Haß und die Wut der Massen gegen „Eroß"-Britanmen sich >r«- g°rn, dafür sorgt Churchill mit seinen an, reizenden Unter- hausreden, die in- ganz Frankreich als offener Hohn eine- schamlosen Verräters angesehen werden Andererseits kam es an der Therme zu antifranzostsa, Kundgebungen der englischen Bevölkerung. Der Londo ^ Straßenmob plünderte, aufgehetzt durch Brandreden i Kri-gsberbrechers Churchill, Kasse-Häuser und Restaurants, die von Franzosen geleitet oder vorwiegend von sranzostichen Gästen besucht »oilv Mail" erdreistet sich, rn un-

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werden. „Daily Mail" erdreistet stch, ,n un- -ynuqer Aufmachung angebliche Aussagen des Attaches sranzosischen Information-ministerium, Hauck, wieder-

ruaeben der in London erklärt habe, die Regierung P-tain vertrete'seiner Meinung nach nicht die Gefühle der Arbeiter- ll-iie Auch andere Londoner Blätter versuchen, Pctain in gemeinster Weise zu diffamieren und das französisch- Volk zu spalten — immer „um Zeit zu gewinnen".

Marschall Petaiu richtete seinerseits als Kablnettsches Donnerstag mittag erneut eine Botschaft an das sranzoulche Volk die eine der allcrschwersten Anklagen gegen den per­fiden britischen Bundesgenossen enthielt. Petain stellte nämlich fest das sranzösifche Volk könne nach all den Lügen aus Lon­doner also plntokratischcr Quelle seinen jetzigen Zusammen- bruch gar nicht begreifen. Die Gründe der Katastrophe lagen aber auf der Hand:

Fm Mai IÜ18 habe England 85 Divisionen in Frank­reich gehabt, 22 Jahre später, im Mai 1S4» vor der Flandernschlacht, hätten sich dagegen nur zehn britische Divisionen aus sranzösischcm Boden befunden, die zudem schleunigst das Weite suchten. .

Resigniert erklärte der Marschall und Ministerpräsident: Zu wenig Kinder, zu wenig Massen, zu wenig Bundes­genossen, das sind die Ursachen der Niederlage." Kein Wun­der . wenn - nach solchen unzweideutigen Aeußerungen die französische Zeitung „Petit Danphinous" sich äußerst befrie­digt darüber ausspricht „das jetzt die Reihe an England kommt- die gegenwärtigen Erfahrungen dürsten genügen, 'um England zu überzeugen, daß Hitler es niederschlagen wird, bevor es aus Amerika Massen und andere Hin­bekommen könnte." ^ » ,,,

Angesichts des unaufhaltsamen Vormarsches der deutsche» Armeen sowie der g-l-nnzcichnct-n politischen Spannung fühlt sich die neue sranzösische Regierung auch in ihrem Zu­fluchtsort Bordeaur nicht mehr sicher. Einzelne Ministerien haben mit ihrem Mitarbcitcrstab die Stgdt bereits Hals über Kopf verlassen, natürlich in Richtung spanische Grenze. Man

spricht don einer Verlegung des französischen Regierungs­sitzes nach Nordasrika. Zu gleicher Zeit laufen von dort jedoch Meldungen über Unruhen und Ausstände ein. Besonders i n Französisch-Marokko zählt es unter der arabischen Bevölkerung, die angesichts des sranzöstschen Zusammenbriichs ihre Besreiiingsstundc gekommen sieht. Ob General Rogiics der sich v,n Tunis aus sofort nach Französisch-Maroklo zu­rückbegeben hat, wieder Herr der Lage werden kann, ist mehr als zweifelhaft, wie . die französische Regierung bei einer etwaigen Flucht nach Nordasrika - überhaupt vom Regen in die Traufe kommen dürste.

In diesem Zusammenhang seien auch Nachrichten über Fortschritt« der A u s st a n d s b c w e g u n g auf Korsika verzeichnet, wo die Revolte gegen die französischen Behörden und nicht zuletzt gegen die Scncgalncgcr zum offenen Aus- bruch gekommen ist. Die meisten Städte und Ortschaften dieser Insel stehen bereits im Zeichen heftigen Aufruhrs. Der Ver­kehr zwischen Korsika und dem Festland ist völlig unter­brochen, so daß die Lage der französischen Garnisonen im Kamps gegen die Bevölkerung von Stunde zu Stunde aus­sichtsloser wird.

Inzwischen lautet die Parole des Emigrantengesindcls in Frankreich:-.„Rette sich wer kann". Unter dem Flücht­lingsstrom befindet sich — wie könnte es Wohl anders sein! — die Verrätcrcligue der Habsburger, die nunmehr auch den Staub Galliens von ihren Füßen schüttelt: Die Exkaiserin Zita hat sich mit ihrem Ottochcn nach Spanien begeben; wie es heißt, wollen .die in den Niederringen des politischen Schlammes watenden „Hoheiten" nach Portugal Weiterreisen um von dort aus den Weg nach Amerika anzutreten. Schließ­lich sind die Mitglieder des sogenannten belgischen Kabinetts, an ihrer Spitze der frühere belgische Ministerpräsident von Zeeland aus spanischem Gebiet eingetrossen; sie scheuten sich übrigens nicht, die belgischen Königskinder zu entführen

ben belegt. Weithin sichtbare Brände kennzeichneten den Weg unserer Kampfflugzeuge. Ein Kreuzer und mehrere Handelsschiffe mit etwa 23 999 Tonnen Rauminhalt wurden von Bomben getroffen und zum Teil schwer be­schädigt.

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Eine eiserne Klammer um England

iri. Berlin, 21. Juni.

Wie eine Lawine, die unter dem. Föhnsturm zu Tal geht, rollt das Schicksal Frankreichs immer schneller und tiefer dem unabwendbaren Ende entgegen. Frankreich hat die Waffen noch nicht niederlegen wollen und so geht der deutsche Vormarsch weiter, bis der Schritt, den der greise Marschall Petain eingeleitet hat, zu einem Ergebnis führt.

Im Raum von Lothringen und Elsaß ist die Maginot- Armee inzwischen durch mehrere Vorstöße in eine Reihe von Emzelkesseln zerteilt worden. Hoffnungslos einge­kreist bleibt diesen einzelnen Gruppen nichts anderes 9ls sich den deutschen Waffen zu ergeben. Auch die französische Restarmee ist durch die unaufhalt­sam vorstoßenden deutschen Heeressäulen in mehrere Teile aufgespalten, die jede Verbindung untereinander ver­loren haben. Tief im französischen Land stehen Deutsch- lands Soldaten. Bis vor Lyon, am Einfluß der Saone in die Rhone ist der Vormarsch der deutschen Truppen gediehen. Fast die ganze französisch-schweizerische Grenze wird von den deutschen Armeen beherrscht. Die letzte noch intakte französische Armee, die an der Alpenarenze gegen Italien steht, ist damit ebenfalls in eine bedroh­liche Lage geraten. ,

Nach Südwesten ist der Vormarsch über den Loire- bogen hinweg bis über die Eher gediehen. Die Loire- stadte Nantes und Tours — der vorletzte Fluchtsitz der französischen Regierung — sind in deutscher Hand. In der Bretagne sind die deutschen Truppen bis zum fran­zösischen Kriegshafen Brest am äußersten Zipfel der bre- tuschen Halbinsel vorgestoßen. Damit ist über die Hälfte des französischen Landes bereits von den deut­schen Truppen besetzt und der weitere Vormarsch voll­zieht sich, abgesehen von einigen befestigten Wider­standsnestern in der ehemaligen Maginot-Linie, ohne daß ihm nennenswerter Widerstand entgegengesetzt wer- den kann.^ Auf Befehl des französischen Oberkommandos sind alle französischen Stadtsiedlungen als offene Städte erklärt worden. Widerstandslos vollzieht sich der E!n- EW der deutschen Truppen, denen sich die französischen Zivilbehorden zur Verfügung stellen. Die leitenden Stellen Frankreichs sind sich vollkommen klar darüber, daß der deutsche Vormarsch nicht mehr aufzuhalten ist, wie aus einer Mahnung an die französische Bevölkerung hervorgeht, wo es heißt, daß die Besetzung noch weiterer großer Gebiete französischen Bodens durch die deutschen Truppen bis zum Zustandekommen eines Waffenstill­standes erwartet werden müsse.

Während so die Lage Frankreichs zur völligen Hoff­nungslosigkeit herabgesunken ist, richtet sich das Inter­esse der Welt jetzt bereits auf den -bevorstehenden Schlag der siegreichen deütschen Wehrmacht gegen den Feind Nummer 1, England. Der deutsche Griff nach Brest, wo unsere Truppen bereits im Angesicht des Atlantischen Ozeans stehen, gewinnt aus dem Gesichtswinkel der be­vorstehenden Auseinandersetzung mit England heraus eine ganz besondere Bedeutung. Die gesamten der bri­tischen Insel gegenüberliegenden Küsten des Kontinents

...

Frankreich hat seine Unterhändler sür die Wasscnstill- standsvcrhandlungcn namhaft gemacht. Auch an Italien wurde ein Waffenstillstandsgcsuch gerichtet.

Die deutsche Luftwaffe bombardierte das britische Rüstungs­zentrum Bcllingham sowie Wersten und Hafcnanlaacn von Bristol und Southampton und setzte Tanklager in hüll in Brand.

Die Maginot-Linie wurde erneut westlich Wcitzcnbura durchbrochen; der Unterlauf der Loire wurde überschritten. Unsere Schnellboote erzielten neue Erfolge.

Der Kricgshascn von Brest ist in deutscher Hand. Tags zuvor hatten dort Franzosen aus Wut gegen die britischen Verräter ein englisches Regiment angeqrisfcn und ver­nichtet.

Die Synagoge von Toulouse wurde von der wütenden Volksmenge zerstört.

England rüstet zum Hcckcnschützcnkricg.

Ein deutsch-bulgarisches Kulturabkommen wurde abge­schlossen. "

Auch in Bremen wurde zur Erweiterung unserer Er- nährungsgrundlagc die Brachlandaktion der NSDAP er­folgreich durchgeführt.

Im Rahmen der I. Rcichsstraßensammlung im Krieas- hiliswerk sür das DNK. veranstalten die Lichtspielhäuser Sondervorstellungen, deren Ertrag restlos dem Deutschen Roten Kreuz zufließt.