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par^Liamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien Hansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
stattliches verkiindungsblatt des Reichsstatchalters in oidenburg und vremen
Montag, 10 . Juni 1940
Linzelpreis 1S Npf.
Vie flisne im Kamps überschritten
Ver semd zum Nückzug gezwungen
Starke gegnerische Kräfte im Somme- und Sise-Sebiet zerschlagen / krneuter ersalgreicher Luftangriff aus tkerbourg / Flugplätze und Verketzrsoerbindungen bei Paris wurden mit vomben belegt / Unsere Schlachtschiffe „Sneisenau" und „Scharntzorst" vernichteten im Nordmeer bei Naroik den englischen Flugzeugträger „Slorious" und weitere kintzeiten der britischen Platte / Nie Seeoperationen wurden weiter fortgesetzt
Führerhaupt quartier, 8. Juni Das Oberkoiuiuando der Wehrmacht gibt bekannt: „In viertägiger Schlacht im Somme- und Oise-Eebiet haben deutsche Infanterie- und Panzerdivisionen in enger Zusammenarbeit mit der Lustwaffe starke feindliche Kräfte zerschlagen und andere, zum Teil neu in den Kampf geworfene feindliche Truppen, zum Rückzug gezwungen. Der Versuch des Feindes, den deutschen Angriff um jeden Preis aufzuhalten, ist gescheitert. In Richtung auf die untere Seme wurden rückwärtige Verteidigungslinien des Feindes durchbrochen und umfangreiche Versorgungseinrichtungen und Vorräte des Gegners erbeutet.
Die Luftwaffe unterstützte das Vorgehen des Heeres südlich der Somme. Artillerie- und Flakstellungen sowie Kolonnen aller Art sind mit Bomben belegt, Truppen-
ver,lieblet« !„ itim iie l'in^enZt.iiser
(l'uesso-lloitmuiiu)
und Panzeransammlungen zersprengt worden. Weiter ostwärts verfolgen unsere Divisionen den Feind. Beiderseits Soissons ist die Aisne im Kampf überschritten. Heute früh sind weitere Teile der deutschen Front in Frankreich zum Angriff angetreten.
Den Hasen von Cherbourg griff die Luftwaffe erneut mit Erfolg an, mehrere Flugplätze nord- und südostwärts von Paris sowie Straßen und Eisenbahnstrecken nordwestlich von Paris wurden mit Bomben belegt. Dir Gesamtverluste des Gegners in der Lust betrugen gestern 58 Flugzeuge und einen Fesselballon, davon sind 38 Flugzeuge im Luftkampf, 13 durch Flak abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Neun eigene Flugzeuge werden vermißt.
Deutsche Seestreitkräfte, darunter die beiden Schlachtschiffe „Gn ei senau" und „Scharnhorst", operierten unter Führung des Admirals Marschall zur Entlastung der um Narvik tiimpsenden Truppen im Nordmeer. Hierbei wurden am 8. Juni durch eine Kampfgruppe der englische Flugzeugträger „Glorious"
(22 588 Tonnen) und ein feindlicher Zerstörer in Grund geschossen. Eine zweite Kampfgruppe vernichtete den 21888 Tonnen großen Truppentransporter „Orama", den englischen Marinetanker „Oilpioneer" (9188 Tonnen) und einen modernen U-Bootjäger. Sie brachten ferner mehrere hundert Gefangene ein. Die eigenen Streitkräfte setzten ihre Operationen fort.
Der Feind wiederholte auch in der Nacht zum 8. Juni seine Einflüge in das westdeutsche Gebiet. Militärischer Schaden wurde nicht angerichtet."
Der Flugzeugträger „Glorious' lief 1916 als Schwester- schiff der bereits torpedierten „Couragcous" von Stapel. Bei einer Wasserverdrängung von 22 560 Tonnen, einer Länge von 240 Meter und einer Breite von 30,4 Meter, erreichte die „Elnrivus", die zu den grössten Schissen dieser Gattung gehört, und 48 Flugzeuge aufnehmen konnte, eine Höchstgeschwindigkeit von 31 Seemeilen bei einem Aktionsradius von 3200 Kilometer. Die Bestückung sehte sich zusammen aus 16 12-Zentimeter-Flak, 16 4-Zentimeter-Flak, 4 4,7-Zcntimetcr- GeschützLn. 2 Torpcdonusstoßrohren und 18 MG. (Besatzung 750 Mann.)
wuchtigsterflngriffseitMenschengedenken
In amtlichen pariser Kommuniques zugegeben — weggand befiel)»: keine regellose sluchl
' jb. G e n f, s. Juni.
„Die Schlacht, die am Sonnabend im Raum zwischen dem Meer und dem Ehemin des Dames tobte, war die größte Schlacht dieses Krieges und aller Zeiten". Mit dieser amtlichen
sranzösischen Feststellung versuchen die Pariser Machthaber den vernichtenden Eindruck der neuen iranzösischen Mckzngs- bewcgung in' der sranzösischen Ocffentlichkcit abzuschwächen.
Die Tatsachen dieses Rückzuges wird in Paris keineswegs verschwiegen, aber es Wird mit Nachdruck unterstrichen: „Zwischen Anmale an der Bresle und Nohon an der Oise haben die Deutschen eine Ofsensibe ausgelöst, die in sranzösischen Mili- tärlreisen als „nie dagewesen" bezeichnet wird. Es handelt sich um das Vordringe» einer gewaltigen, Masse von Mannschaften und Kampfwagen. Zu den berctis sriihcr beteiligten deutschen Truppen gesellten sich frische Panzerdivisionen und Infanteriedivisionen. Vor dieser ungeheuren Lssensivc haben die sranzösischen Truppen eine ,Niickzugsbcwegung eingeleitet. Kurze Zeit später wurde ein weiteres Kommunion« in Paris herausgegeben, in dem erneut unterstrichen wird: „Der von den Deutschen unternommene Angriss zwischen Bresle und Oise ist der wuchtigste Zusammenstoß seit Mcnschengcdcnken. Am Sonnabend gegen übend gab das Kommando in Anbetracht der vorstürmenden deutschen Massen d(n Beseht zum 'Rückzug. .
Die Pariser Politiker und Militär? stellen also nun ossen ihre -Ohnmacht gegenüber den deutschen Waffen sest. Sie tun es einfach mit dem Hinweis, es sei unmöglich, diesem größten Angriff aller Zeiten standzuhalten Gleichzeitig wehren sie sich gegen die Bezeichnung „Durchbruch" und behaupten, das französische Oberkommando habe die Nückzugsorga- nisätion noch völlig in der Hand. Der Rückzug vollziehe sich „in bester Ordnung".
Diese Behauptungen, welche die Panikstimmung in Paris bekämpfen sollen, wird jedoch gleichzeitig entkräftet durch einen Armeebefehl General Wchgands, der die Truppen beschwört, standzuhalten und nicht die Flucht zu ergreifen. Bei dem angeordneten Rückzug diirse dem Feind nicht der Rücken gezeigt werden, sondern der Blick müsse iinmer seind- wärtS gerichtet bleiben. Regellose Flucht müsse unter allen Umständen vermieden werden.
Ferner ist den Pariser Machthabern an folgender Feststellung gelegen, die gleichfalls die Lage kommentieren soll: „Die französische Armee, auch wenn sie schwere Verluste erlitten hat, bleibe intakt." Damit werden in Paris amtlich zum erstenmal „schwere Verluste" zugegeben. Gleichzeitig bemüht sich der amtliche Kommentar, die Hoffnung aus eine Wendung noch wachzuhalten, soweit das noch möglich sein sollte. Kennzeichnend für die Naivität dieser amtlichen sranzösischen Propaganda ist folgender Satz: „Die Absichten des französischen Oberkommandos sind noch unbekannt geblieben. Das französische Kommando hat die Initiative noch nicht übernommen, kann es jedoch tun, wenn es den Augenblick sür geeignet hält."
Keule Pariser Minisierral
o. seil. B e r n, 9. Juni.
Am Montagabend tritt das französische Kabinett im Pariser Kriegsministern»» zu einer, wie es heißt, sehr wichtigen Beratung zusammen. Es soll die militärische und politische Situation durchbcratcn werden. Im Anschluß seien bedeutsame Beschlüsse zu erwarten. In diesem Zusammenhang wird aus die in Paris verbreiteten Gerüchte hingewiesen, nach welchen Mussolini Montagabend zum italienischen Volk sprechen wird.
knalands VlockaSe bedroht Italiens freiheit
Neue Willkürakte — Unverschämtes flnsinnen auf „Kontingentierung" der italienischen einfuhr
Rom, S. Juni
Amtlich wird in Rom der zweite Schäden
durch die englisch-französischeKriegSwirt- AU.°wk L DU» erstattet hat D'-
°egen die italienisch- Schiss-Hrt- ^ kommt nach Au,^
'in-r langen List- neuer Willkürakte aus dem vergangenen Monat zu der Schlußsolgerung: „
„Das Anhalten und Umleiten der uSsuh^verbote
»ahme der Waren, die Bries,-nsur "n?. ^"0«°
haben dem italienischen Volt den ««''baren ' nd -M - ieglichen Beweis gcbracht^daß b-. ° ner Lage,^ w.e ^ ^ Mitielmccr besteht, seine ,,rciheitscm «inen,
Möglichkeit zur Arbeit und Entwicklung E,
Augenblick zum andern durch den W schwere 8e- mittclmevrländischcn Macht vernichtet o auö
sahr gebracht werden könne. Das ist die ""« neun Monaten Kontrolle."
Der zweite Bericht räumt zimüchst o"ch Ps., ^ Gründe der Westmächte, die im ersten Bericht ^ «„s.
gegen die Uncrträgiichkcst der Kontrolle Z östlichen
^r stellt dann fest, daß im April und vo Umleitung
Mlttcimcer eine Zunahme in der zl."!'!'"-°,^inn bis zum Ual(cru,cher Schisse eingetreten yt. ^cit Krieg. 6 -3^Mcn wurden im ganzen 13^- !o.?^^s.ilienischen Vor- , ^ann besaßt sich der Bericht " üiAusühren.
'Alagen. die Kontrolle aus den ^echt-boden z Z ^
Lage sei aber immer WchU^m-rtAtuna im ständigen '--über 193g wurde der britischen Vertretung ' 'taüenisch.-engi^chen Ausschuß eine Denkschrift übe m
der die saschistische Regierung die Lage,, wie »e zum Lcha- den des italienisclien Verkehrs aui Grund der Belchlagnahme und der immer zahlreicheren Sperren italienischer Waren äeschafteii 1 S 0 M 0 Iwar- alff-Süßi-rsri Ägisfi schildert«. 'Richt Mir die RciniPcn der" Aontiw.llhäfru-.wären. voll! tzvn"Waren- son-
noriualen Dienst: sticht mehr nachkommen konnten. „Wir be- saiidek, uns vor einer regetrechten Lahmlegung »stieres San-
^Die Güter verdarben, die Lagergebühren erreichten astronomische Ziffern, mehr als ein Industrieunternehmen war gezwungen, wegen der Verspätung der Rohstossc die Arbeit einzustellen und z» reduzieren.
In welchem Geist die Londoner Regierung die Italien,sthcn Vorschlägst aui eine neue Handhabe der Knntrvllc in Erwägung zog. wurde durch eine Denkschriit bewiesen die am » Januar übermittelt wurde. Darin wurde eine Erleichterung der Kontrolle an die Bedingung geknüpft daß sich Italien einer Politik der „Knntiilssentierung" untcrwcrse.
Es war wohl verständlich heißt es in t«'m neuen Bericht weiter, daß die faschistische Regierung sich weigern würde, wie sie sich auch tatsächlich weigerte, einen Vorschlug dieser Art nicht nui! zu diskutieren, sondern überhaupt nur in Erwägung zu ziehen, der in hohen. Mäße die Smivcränitäi die Freiheit und das Prestige des italienischen Staates verletzte
Man muß sich vor allem den Zweck des britischen Vorschlages vor Augen halten, der darin bestand, sich der in strengster und vollkommenster Weise gchandhabtcn Kontrolle zu bedienen, um Italien zur Annahme einer Begrenzung seiner Einfuhr zu zwingen und es ihm aus diese Weis- unmöglich zu machen, sich Reserven zu schassen und seine «ricgs- vorbereitungen im beschleunigten Rhythmus vorwärts zu
treiben. Gleichzeitig wollte man Italien zwingen, der englischen Regierung ins einzelne gehende und vollständige Informationen über unser Programm der Rohstosslsescrungen und den Bedarf der nationalen Produktion zur Verfügung zu stellen."
Der Bericht an den Duce führt sodann weitere bisher noch nicht bekanntgegebene Einzelsälls Pon Uebcrgrissen der englischen und sranzösischen Kontrollbchörden aus der jüngsten Zeit an. Obwohl die italienischen Handelsschiffe mit den vorgeschriebenen Papieren versehen waren, wurden sie immer wieder angehalten oder umgeleitet, wobei die Engländer auch nicht davor zurückschrecken, mitten im Adriatischen Meer den Verkehr zwischen Italien und Albanien zu erschweren.
Auch in bczug auf die Postsäckc hat sich. wie in dem Bericht betont wird. die Lage in den Monaten April und Mai noch verschlimmert. So wurden im April von 16 italienischen Tampsern nicht weniger als 5709 Postsäcke beschlagnahmt, im Mai von eis Schissen sogar 6347 Postsäcke. Von dieser Beschlagnahme wurden nicht einmal die zwischen Italien und seinem Imperium verkehrenden Dampfer verschont
Beschlagnahmte Waren wurden nicht weniger als einen Monat festgehalten, so daß sie zum Teil verdarben. Hänsig komme es vor, daß die italienischen Firmen von der Fest- haitnng oder Beschlagnahme ihrer Waren nicht in Kenntnis gesetzt würden. So warteten Kaiislcifte in Trieft heute noch auf Waren, die bereits seit Oktober überfällig sind.
Im übrigen, so schließt der Bericht die neue Liste der eng- lisch-iranzösischcn Willkürakte und Schikanen, verschont die Blockade nicht einmal rein neutrale Schisssgiiter mit neutralem Ursprungszeugnis und neutralem Abnehmer. So wurden rein schweizerische nach Brasilien bestimmte Waren von den Konlrollbehörden in T»kar von einem italienischen Tampscr heruntergeholt, obwohl diese Fracht vollkommen ordnungsmäßig mit den erforderlichen Ausweisen der sranzösischen und englischen Konsulate begleitet war. (Siehe auch Seite 2)
Von Obsvlsnlnsut Lbsxlistn
rä. Berlin, 8. Juni.
Einen Monat nach Beginn där großen deutschen West- offensive ist der Angriff der deutschen Truppen mitten in Feindesland in breiter Front in vollster Entfaltung. Die Schilderung, die das amtliche französische Nachrichtenbüro von der Stärke und der Gewalt des deutschen Ansturmes gibt, ist eindrucksvoll und ergreifend. Der ganze revolutionäre Schwung der jungen deutschen Truppen wird deutlich, wenn Havas sagt: „Sie gleichen den Cimbern und Teutonen, die berauscht vom Siege vorwärtsstürmen". Wenn es dann weiter heißt, daß „sie sich an den Händen halten, so daß die Stärkeren die Schwächeren mit fortreißen",, so ist hier die klassische Formulierung des römischen Eeschichtsschreibers benutzt. Aber aus dem Zitat sieht man deutlich, wie sehr Frankreich vor dem mit kameradschaftlicher Geschlossenheit gepaarten Ungestüm des deutschen Vormarsches zittert.
Mögen im französischen Heeresbericht noch so viel Umschreibungen für die erneute Niederlage gewählt werden — das Volk drüben weiß jetzt ganz genau, was die Stunde geschlagen hat, wenn die Truppen sich „auf neue Stellungen zurückziehen". Die Weygand-Linie, deren Stärke sich die Franzosen gerade noch rühmten, wird nun plötzlich als die Stelle bezeichnet, „an der die Deutschen versucht haben, der französischen Armee das Grab zu grahen". Zum Glück sei man aber noch rechtzeitig ansgewich'en. Solche Ausreden hat das französische Volk nun einen Monat lang allzu oft gehört. Es hält sich an die Tatsachen und es sieht, daß eine französische Division nach der andern zerschlagen wird, daß jeder Versuch, den deutschen Angriff aufzuhalten, scheitert. Schon erscheint im deutschen Heeresbericht zum erstenmal der Hinweis, daß auf dem rechten Flügel der Vormarsch auf die untere Seine zu gerichtet ist, und daß dort auch die rückwärtigen Verbindungslinien des Feindes durchbrochen wurden.
Weiter östlich ist inzwischen die Aisne beiderseits Soissons überschrittennvorden. Hier ist ein altes Kampfgelände aus dem Weltkrieg. Beiderseits Soissons gruben im September 1614 die deutschen Truppen ihre Dauer- stellungen, als der verhängnisvolle Rückzugsbefehl sie mitten aus ihrem Siegeslauf von der Marne abberufen hatte. Hier tobte im Frühjahr 1917 die Angrifssschlacht, in der der französische General Nivelle seine Armee aufrieb, so daß Frankreich bis an den Rand der Revolution geriet. Hier endlich stürmten in der letzten großen Offensivbewegung des Weltkrieges vor nun genau 22 Jahren die Divisionen bis zur Marne vor. Keine Gegend in ganz Nordfrankreich ist so heiß umkämpft worden wie diese zwischen dem Chemin des Dames und der Marne. Ein Blick auf die Karte zeigt, weshalb: Nicht weit von hier schlägt das Herz Frankreichs. Wenn eine französische Armee sich an dieser Stelle nicht halten kann, wo mag sie sonst Widerstand leisten? Wenn trotzdem der Rückzug nach amtlichen französischen Meldungen unvermeidlich war, so kann er eben nur durch die „deutsche Ilebermacht" erklärt werden, die von den Franzosen so beschrieben wird: „Noch niemals, selbst im Verlause der großen Schlacht bei Verdun, hat man seit Beginn des Krieges 1914/18 einen solchen Einsatz von Material und Menschen gesehen. Es handelt sich aber nicht nur, wie damals, um Tausende von Kanonen aller Kaliber, sondern, um Tausende von Panzern, die sich unter ohrenbetäubendem Lärm ihrer Motoren in das Treffen stürzen, um der wahren Mauer von'Menschenleibern auf einem Vormarsch in einer Front von 148 Kilometer Breite den Weg zu bahnen."
Die große Entfaltung der deutschen Kräfte auf der Front, die von Laon bis zum Meer reicht, ist hier vom Feind anschaulich geschildert. Aber nach dem letzten deutschen Wehrmachtsbericht beschränkt sich die deutsche Offensive nicht mehr auf diesen Teil Frankreichs. Die kurze Feststellung, daß nunmehr „weitere Teile der Front zum Angriff angetreten sind", beweist, daß die große Schlacht um Frankreich jetzt erst ihre volle Ausdehnung erreicht. Daß sie' gleichzeitig von der Luft her weit ins Hinterland getragen wird, versteht sich heute schon von selbst. Daß aber im Augenblick der gewaltigen Krastentsaltung im Herzen von Frankreich.2088 Kilo- meter entfernt die deutsche Flotte den deutschen Eebirgs- truppen, die auf vorgeschobenstem Posten jenseits des Polarkreises bei Narvik kämpfen, Entlastung bringt und dabei englische Kriegsschiffe, Flugzeugträger, Truppen-
Bei der Lssensivc in Nordsrankrcich überschritten unsere Truppen die Aisne; der Gegner tritt den Rückzug an. Teutsche Schlachtschisse versenkten im Nordmccr bei Narvik den englischen Flugzeugträger „Glorious" sowie weitere Einheiten der britischen Flotte.
Paris bezeichnet die deutsche Lssensivc als den wuchtigsten Angriss seit Mcnschcngcdenken.
Aus die Pariser Bitte» um baldige Hilsc zeigt London die kalte Schulter.
Mit wachsender Sorge versolgt England das „Unglück aus dem Kontinent".
Stärkste Empörung hat in Italien die zweite Veröffentlichung über britische Willkürakte aus italienischen Schissen ausgelöst.
Allein durch Kricgswirtschastsmaßnahmcn wurde die deutsche Buttererzeugung um über >06 606 Tonnen gesteigert.
Die Deutsche Reichspost bcsördcrt in gewisse», Umsang wieder Feldpostpäckchen an Soldaten.
Tura Gröpclingcn besiegte im Handball den Nordmark- mcistcr Polizei Hamburg.
Die Enti^cidung im Kamps um die Teutsche Hockeb- meisterschast ist gefallen.
Einen Staffel-Weltrekord über 4X260 Meter für Frauen stellte der TC. Charlottcnburg aus.