Ausgabe 
(8.6.1940) Nr. 155
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vremerZMns

parteiamtliche Lageszeitung

vas flmksblatt des legierenden vürgermeisters der Freien Hansestadt Sremen

Nnzrssski - Gruftb-irisr': Die 1 mio hohe und 22 wm breite Zeile Im Anzeigenteil 13 Die 78 mm breite und 1 ww hohe Zeile im Terttell 75 ^t. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien- anzeigen u. a.) sowie sonstige Be­dingungen Preisliste 8 Nachlaß- stasfel <2. Für Anzeigen durch den Fernsprecher keine Gewähr. An­nahmeschluß 16 Uhr. Geschäfts­stellen: Ln Bremen: Am Geeren Nr. 6/8. Fernspr. Z 41 21. Nochtruf und sonntags: Fernsprecher 8 11 15- Obernstpaße 86, Fernspr.. 8 4121. 8n Ghke: Mühlendamm Nr. 2.

der Nationalsozialisten Bremens

stattliches verkündungsdlott des leichsstatchalkers in Vldenburg und vremen

kinzeipreis 15 »ps

Sonnabend, 8. Zuni 1948

Nr. 155 / 18. Mrgang

Das Tsaclskaus clss nQrvfvgisclHsn Lsnrlsrs Ingä/ von unsoror I-ulltva^o vsrnieklsl

llurchbruch auf der gamm wengand-tinie

trfolgrache flngrW deutscher vorüber

Hafen tliecbaucg sowie Flugplätze in kngland und Frankreich erneut bombardiert / 74 seindslug zeuge abgeschossen / kin Schnellboot von deutscher KüstenarMlerie im Kanal vernichtet

Führerhanptquartier, 7. Juni.

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Operationen des Heeres und der Luftwaffe süd­lich der Somme und des Aisne-Oise-Kanaks schreiten planmäßig und erfolgreich sort. Die „Weygand-Linie" wurde auf der ganzen Front durchbrochen.

Deutsche Kampfkräfte griffen in der Nacht zum 7. Juni erneut britische Flugplätze mit Erfolg an und kehrten ohne Verluste zurück. Der Küstenabwehr unserer Kriegs, marine gelang es, an der nordfranzösischen Küste ein feindliches Schnellboot zu vernichten. Die Gefamtverluste des Gegners betrugen am i>. Juni 74 Flugzeuge, davon wurden 84 im Luftkampf, 1V durch Flak abgeschossen.

8 eigene Flugzeuge werden vermißt. Die Lnstwasfe zer­störte das Sendehaus des norwegischen Senders Jngöq bei Hammerfest.

Dem Oberleutnant »nd Kompaniechef eines Pionier­bataillons, Gerhard Voigt, ist es am 2. Juni bei der Erstürmung des befestigten Ortes Bergues, südlich Dün- lirchen, durch kühnes und entschlossenes Handeln gelun­gen, mit seinem Stoßtrupp ein französisches Bataillon zu überwältigen und gefangenzunehmen."

Berlin, 7. Juni.

In Ergänzung zum heutigen OKW.-Bericht wird mit­geteilt: In der vergangenen Nacht griffen deutsche Kampsverbände eine Anzahl von Flugplätzen in Drittel­und Ostfrankreich an. Ebenso wie bei den britische» Flugplätzen ist auch hier mit der Vernichtung einer größeren Anzahl von Flugzeugen zu rechnen. Trotz star­ker Flakabwehr wurde der Hafen Cherbourg mit zahl­reichen schweren Bomben belegt. Aus den Molen und in den Tankanlagen wurden starke Brände und Explo­sionen beobachtet.

Neue Schandtat britischer Luftpiraten

Berlin, 7. Juni

Nm 28. Mai um 1.45 Uhr nachts wurde das Notburga-Haus in Reich, da» als Rcferdclazarctt dient, von britischen Fliegern bombardiert, obwohl es auf dem Dach durch «in großes rotes Kreuz als Krankenhaus gekennzeichnet ist. Es konnte zunächst angenommen werden, daß die feindlichen Flieger derartige Völ-

lerrechtsverletzungen nur begeben, weil die britisch-französischen " - ^ ki» aiuir-

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worden. Es wurde von den feindlichen Fliegern der Berstich

gesagt haben soll, -aß der deutsche Kencralstab mehr als 2VI1l> Panzerwagen in die Schlacht geworfen hätte.

„Havas" hat ein sehr kurzes Gedächtnis. Kurz vor dem neuen deutschen Angriff versuchte diese amtliche französische Nachrichtenagentur das französische Volk damit zu be­ruhigen, daß man behauptete, die Deutschen hätten bei den Kämpfen in Belgien und Nordsrankreich mindestens drei Fünftel ihrer Panzerwasscn verloren. Es würde wenigstens noch acht Tage dauern, bis der Rest der stark abgenutzten deutschen Panzerwagen wieder sahrsühig sein würde.

Wir fragen: Wie ist es möglich, daß nnn doch noch eine offenbar sehr große Zahl von deutschen Panzerwagen, von denen schon MUl) ausgetreten sind, sür den neuen Angriff znr Verfügung stehen? Wer hat sich verrechnet, der französische

Generalissimus Wehgand oder die amtliche französische Nach­richten-Agentur? In Deutschland und auch fönst wo in der Welt ist jedermann überzeugt, daß beide sich verrechnet haben,

kngland sperr» sein« Küsten

Kopenhagen, 7. Juni.

Wie aus London gemeldet wird, hat die britische Admi­ralität verboten. Laß sich Handelsschiffe auf weniger als drei Meilen den Küsten und Häfen der Insel nähern. Tiefes Verbot, unzweifelhaft von der Angst diktiert, tritt am Sonn­abend in Krast. Ausgenommen hiervon find nur HandelS- dampser, die in englischem Geleit fahren.

Paris: «kine Schlacht um die Zeit

französischer Hilferuf an kngland - „Pflicht und Inleresse des Verbündeten"

anrcnguuv

angenommen werden, daß die feindlichen Flieger derartige Völ lerrechtsvcrletzungen nur begeben, weil die britisch-französische, Kommandostcllcn Nachtangriffe ohne Rücksicht auf die Zivil­bevölkerung befehlen. In der Nacht vom 3. zum 4. Juni ist aber dieser Bombenangriff auf das Notburga-Haus wiederholt worden. Es wurde von den feindlichen Fliegern der Versuch gemacht, dieses Neservclazarett mit Bomben zu treffen. Acht Bomben schlugen erneut in der Nähe des Lazaretts ein.

Eine derartige KamPseZwcise, die die Primitivsten Bcgrisse don Menschlichkeit vergißt, wird erst dann ausgerottet werden binnen, wenn die britisch-französischen Anstifter im eigenen Lande unschädlich gemacht worden sind. Daß das geschieht, davon dürfen die Herren !n London und PariS überzeugt fei»!

SeSächtnisschwunv ober vschenselzlee?

Berlin, 7. Juni.

Ueber die Auswirkungen des gewaltigen deutschen Angriffes bringt „Havas" Aeußerungen des General Wehgand, der ». a.

jb. Genf. 7. Juni.

Das Bewußtsein, daß Frankreich jetzt allein kämpskn muß, wird in Paris immer starker spürbar. In den Blättern wird immer nachdrücklicher unterstrichen, daß das „Schicksal" Eng­lands" sich auf den Schlachtfeldern Frankreichs entscheide und daß deshalb England schon zu dieser jetzigen Entscheidungs­schlacht Truppen schicken müsse. „Die Pslicht und das»Jnter- esse unseres Verbündeten ist es. sofort alle seine Streitkräfte nach Frankreich zu Werken. Die Verteidigung Londons kann nur an der Aisne und an der Oise gesichert werden", so schreibt jetzt beispielstveise „Jonr" und fährt sort. die Gefahr zu schildern, in welcher „das Schicksal Englands in Frank­reich" schwebe. „Ohne Zögern, ohne VorbereitungsPaule wirst sich der Feind auf die Weygandlinie. Er tut es, bevor die in Tünkirchen geretteten - Truppen auf das Schlachtfeld zurück­kehren können. Es ist klar, daß Hitler am 10. Mai be­gonnen hat, nm überhaupt nicht mehr anzuhalten. Er ver­mehrt seine Schläge bis zum Erweichen unserer Linie. Tiefe

Schlacht entscheidet den Krieg. Alles muß in ihr eingesetzt werden. Alles muß ihr uniergeordnet werden.

Diese verzweifelte -stimme Frankreichs, die sich nnn Hilfe flehend an den englischen Bundesgenossen klammert, ist in dieser unverhnllten Form eine ganz neue Erscheinung in der Oesfentlichkeit Frankreichs, die sich Monate hindurch damit brüstcte, daß „diesmal" die englische Hilse sofort wirksam sei, ein Glaube, den die Flanderttschlacht vernichtet hat. Die gleichen Pariser Blätter, die acht Monate hindurch nur vom triumphalen Einzug, in Berlin und der Zersplitterung Deutschlands sprachen, bringen jetzt die verzweislungsvollsten Sähe "hervor, So schreibt der „Jvur" weiter: „Das Schicksal unseres Landes steht in .diesen Stunden aus dem Spiel, Stunden, die zu langsam verrinnen, die wir schmerzvoll durchleben. Möge doch diese Ossensive gebrochen werden, mögen wir doch das Recht znrückerlangen, wieder zu hassen. Es dreht sich um Stunde», es ist eine Schlacht um die Zeit." (Dieser Satz wird sogar in englischer Sprach« gebracht, um in England Gehör zn finden!) ^

Peer ste-saÄt.i

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Von XrioZshorlefitiSr Drovsin

cknfi,.7. Juni. tH)

Ein deutscher Kriegsberichter nimmt sich Zeit, Ihnen zu schreiben. Herr Reynaud! Ein Kriegsberichter, der mit unseren Truppen die Somme überschritt. Herr Rey­naud! Ich sah folgendes: Einen deutschen Pionier, dem auf der staubgeschwärzten Wange Löcher klafften, aus denen das Blut in Strömen floß. Dieser Mann war von einem Ihrer Neger gebissen worden.

Herr Reynaud! Ich ließ heute einen Senegalneger im Bilde festhalten. Ich sah das schwarze Urwaldtier beim Klappen des Kamerauerschlusses ohnmächtig zu­sammenbrechen. Der Nigger glaubte, er sei bereits er­schossen. Das haben Sie. ihm gepredigt!

Herr Reynaud! An der G»mme stapeln sich Schlächter­messer, armlang, handbreit, scharf wie Ihre Rasierklinge, Marke Schneider-Creuzot. Diese Schlächtermesser haben Sie Ihren schwarzen Kultnrverteidigern als Waffe in die Hand gegeben.

Herr Reynaud! Ich kenne tapfere französische Sol­daten, die sich wehren bis zur letzten Patrone im Gurt und schießen bis zur letzten Patrone im Magazin. Diese Soldaten achte ich. Sie tun ihre Pflicht unter verkehr­ten Vorzeichen, aber die wissen es nicht besser.

Herr Reynaud! Ich weiß aus dem Munde französi­scher Eesangener, aus den gefundenen Befehlen Ihrer eigenen Divisionskommandeure, was der anständige Franzose von den schwarzen Hilfsvölkern denkt. Ich kenne französische Bürgermeister im Artois, die mir ihre zerstörten Häuser zeigten und sagten: Die schwarze Pest!

Herr Reynaud! Ich weiß, daß diese schwarzen Busch- neger unter französischem Himmel von französischen Kar­dinälen den Segen für ihre Schlächiermesser bekamen.

Herr Reynaud! Ich weiß auch, daß Frankreich ein sterbendes Volk ist und daß es nicht genug Männer hat, um mit seinen eigenen Divisionen den Angriffskrieg der Plutokratien zu führen. Diesen Krieg, der, wie Sie so schön sagen, die 2000jährige christliche Kultur vor den deutschen Barbaren bewahren soll.

Herr Reynaud! Ich weiß, daß heute Frankreichs ganze Hoffnungen bei seinen Schwarzen liegen.

Herr Reynaud! Es ist also so weit gekommen, daß Negerbisse und Schlächtermesser Frankreichs Dörfer und Marktflecken, Frankreichs Kultur und mit Frankreich die

wir sind gerettet, die deutschen sind da»

flämische Sauern von knglänSern durch Vaionettsliche hingeschlachtet — Schüsse auf verängstigte Zivilisten

cknl,.. 7. Juni. (DK.)

„Wir find gerettet, die Deutsche» sind da!" so riefen die flä­mischen Einwohner ungezählter Dörfer an der Teiidcrlinie südwestlich von Brüssel. Denn sie hatten entsetzliche Tage durchgemacht, als unsere Truppen einriickten und sie von der furchtbaren Drangsalierung durch die englische Soldateska be­freiten. Unvorstellbar sind die Greuel, die sich hier Angehörige .->> Nation zuschulden

einer „zivilisierten und gottessnrchtigen kommen ließen.

Von Gent aus fahren wir in Richtung Brüssel vorbei an der zu beiden Straßenseiten in unabsehbarem Zuge flutenden belgischen wusfenlosen Armee, dazwischen sehen wir heim­kehrende Flüchtlingssamilien, aber mich in großer Anzahl junge und leisere Männer in Zivil, die von den Engländern und Franzosen znr Ausfüllung der eigenen Armee mit wcg-

«ES-

Durch

geschleppt worden waren. Auf unserem Wege treffen wir be­reits auf die ersten Anzeichen sinnloser Zerstörungswut der Engländer. Durch Sprengung der Straße mitten in dem Marktflecken Ncllc wurden infolge der unnötig stark benutzten Sprengstofimenge sämtliche Häuser im weiten Umkreis mit vernichtet, sogar die Kanalisation ist zerstört. Belgische Ar- beitskvlvnncn beginnen schon mit der Ausbesserung der gröb­sten Schäden. Weiter geht unsere Fahrt nach der Stadt Aalst (sranz. Alofte). Hier haben die flüchtende» Engländer, von sranzösischgesinnten Wallonen aufgestachelt, mit dein Rus: „Brnlez la ruc des boches!" (Verbrennt die Straßen der deut­schen Sunde!), noch zehn Minuten vor ihrem Abzug ein gan­zes Wohnviertel in Brand gesteckt, indem sie eine ungeheure Pnlvermcnge durch Phosphorgeschossc anzündeten:

Am schlimmsten aber hausten die Engländer in den Orten längs der Tender, eines in Nord-Südrichtung verlausende» Rebenslnsses der Scheide, Aus dem Friedhos des kleinen Dorfes Denderhauien liegen

vier stumme Zeugen britischer Mordgier,

die noch im Tode furchtbare Anklage erheben. Nm einwand­freie Beweise zu haben, ließen wir die Leichen aiisgrabe» und photographieren. Viehischer können einst die Hunnen nicht ge­mordet haben, wie hier die. Angehörigen einer „Kultur- nation".

Den Einwohnern des Torfes war verboten worden, vor sieben llhr morgens ihre Häuser zn verlassen. Da aber dieser Beseht nur wenigen bekannt war, ging ein 7ljührigcr Bauer aus seine Wiese, »m Gras sür seine Pferde zu mähen. Es war Tannabend, 18. Mai. Kurz vor sieben Uhr ging ein 81- jähriger Greis hinaus, ihn zu suchen. Aber auch er kehrte nicht lzeim. Man hörte, er sei gleichfalls von den Engländern in einen Tchwcincstall gesperrt worden und habe auf den Knien liegend gebeten, ihn zum Bürgermeister des Ortes zn einem Verhör zn bringen. Er sei weder ein Spion, noch ein deutscher Fallschirmjäger, Ein Schnhriger Einwohner, dessen Bruder uns den Vorgang schilderte, wollte vermitteln, da er etwas englisch sprechen kannte. Auch er blieb verschwunden.

Am Abend, kurz bevor die Engländer abzogen, hörte» die Toribewohner Schüsse, doch erst am 22, Mai fanden sie die Leichen, wenige Meter voneinander entfernt am Bahndamm liege» die Greise, Einer von ihnen hatte sogar «in Hvlzbein, sie waren mit Bajonettstichen entsetzlich z» Tode gemartert worden. Man sieht an ihren Körpern ekelerregende Wunden, im Gesicht, in der Brust, im Rücken und in den Gedärmen. Das spitze Bajonett war mit tödlicher Wucht hineingestoßen und mehrjach herumgedreht worden. Entsetzt wandten wir uns ab, solche unmenschliche Roheit hatten wir nicht sür möglich gehalten.

Ein vierter Einwohner eines Nachbardorses. ebensalls 70 Jahre alt. der hierher gcslüchtet war. ist Revolverschüssen zum Opscr gefallen. Noch viele irische Gräber von Zivilisten birgt der kleine Torffriedhof von Denderhantcn. Aber bei die­sen Toten kann man die Mordabsiesit der Engländer nicht so einwandfrei beweisen. Sie wurden erschossen aufgefunden. Es ist möglich, daß sie verirrte Kugeln während der Kampfhand­lungen trafen. Die heute noch lebenden Einwohner des Dor­fes waren in dieser Nacht, insgesamt 300, darunter der Arzt. der Bürgermeister und der katholische Pfarrer, gemeinsam in der Schule eingesperrt. Man sagte ihnen, sie seien Spione, und sollten erschollen werde». Durch da- rasche Vordringe» der Teutschen wurden sie dann am Morgen des 18. Mai be­freit.

Fast jedes Dorf weist von solchen bestialischen Greueltaten englischer Truppen zu berichten.

Wir sprachen in Lkcgen mit der alten Frau des 77jährigen Küsters. Auch hier sind fünf unschuldige Einwohner hin- gemordet worden. Ein Vater von neun Kindern hatte sich mit seiner Familie in den Keller geflüchtet. Da ein schwaches Ker­zenlicht brannte, schössen die Engländer durchs Fenster und trafen den Vater tödlich. Alle Einwohner, die man ergreifen konnte, wurden in Hast genommen, die Männer verschleppt, aber auch Frauen und Kinder wurden eingesperrt, die Töchter aber getrennt von ihnen ins Pfarrhaus gebracht, wo einige von ihnen sogar vergewaltigt worden sein sollen.

In den auf diese Weise menschenleer gewordenen Häusern raubten und plünderten die Engländer nach Art der Wilden. In der benachbarten Stadt Geeraardsbergcrn legte uns der Pvlizeikoinmissär mehrere Protokolle vor, die in gleicher Weiss die Plünderungen britischer Soldaten beweisen. Der Wohn­wagen eines armen Mannes wurde ' aufgebrochen und aus­geraubt, ei» Laden geplündert und 250 Flaschen Likör, Ko­gnak untnNanii, sowie 16 Flaschen Champagner entwendet, ja sogar die'Sparbüchsen der Kinder wurden nicht verschmäht.

Wie anders handelten die „deutschen Barbaren"! Ein Sol­dat unseres Regiments zog einen flämischen Bauer, der zu­fällig neben ihm stand, zu sich i» den Graben, als ein bri­tisches Geschoß dicht neben ihm einschlug und rette ihm so das Leben. Bei einem Rückzugsgefecht am Bahndamm, so er­zählten Flüchtlinge.slicß man die Wagen eines mit verschlepp­ten nattoualgesinnten Flamen vollbesetzten Eisenbahnzugcs ohne Lokomotive auf den Gleisen stehen und verteidigte sich dahinter. Ilr» das Leben der 300 Insassen zu retten, kletterte einer von ihnen hinaus und lies hinüber zu den Teutschen, Sofort stellten diese das Feuer ein, bis eine Lokomotive her- bcigebracht war, mit der die Eisenbahnwagen aus der Ge­fahrenzone wcggefahrcn werden konnten.

So handelten die „bösen Teutschen". Die Flamen werden dieses ritterlich« Verhalten unserer Soldaten aber ebenso­wenig vergessen wie die bestialische Mordgier. die Plünderun­gen und sinnlosen Zerstörungen der Engländer.

»um»»»»«»»»»»»»»»»»»»»»»»»»»«»»»»»»»»«»»»»nunnm,»»,,»

Die „Wehgand-Linie" ist aus der ganzen Front durch­brochen: britische und französische Flugplätze sowie der Hasen von Eherbourg wurden erneut bombardiert.

Diplomaten verlassen Frankreich.

lieber die Hinschlachtnng ilämischcr Bauern durch eng­lische Bestien werden erschütternde Augenzeugcnberichte veröffentlicht.

Ein französischer Gcncralstabsossizicr äußerte sich ver­nichtend über den „Wert" des britischen Soldaten.

Erneut bombardierten englische Luftpiraten ein deutsches Reservclazarett in Reutz.

Auch im Schuljahr l»40 wird die Jugend für die Land­wirtschaft eingesetzt.

Durch Vertilgung »es Reichssportjührers werden vorläu­fig reichsossene Veranstaltungen ausgesetzt.