Ausgabe 
(1.6.1940) Nr. 148
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der Nationalsozialisten Vremens

flmkliches verkündungsdiat» des Neichsstattdalsers in oidenburg und Nremev

Nr. 148 / 10. Zakirgang

Sonnabend, I.Iuni 1340

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frankreichs Nordarmee aufgerieben!

der Kauptteil der deutschen Millionen in Flandern wurde für neue flufgaben frei

Heute und vor 24 Jahren

Es liegt «in tiefer geschichtlicher Sinn darin, daß der 31. Mai, der Gedenktag der Seeschlacht vor dem Skagerrak, gerade in den Schlußabschnitt der großen Schlacht in Flan­dern iiel.

Vor 24 Jahren maßen vor dem Skagerrak die deutsche und die englische Flotte ihre Kräfte. Die deutsch« Hochseeflotte stand einer Flotte gegenüber, die seit Jahrhunderten den Nimbus der llnbesicglichkeit hatte. Aber die Geschwader der deutschen Admirale Scheer und Hipper bewiesen der Welt, daß Englands Flotte nicht mehr unbesiegbar war. Nach Jahren tieser Erniedrigung erstand wieder eine deutsche Kriegsmarine, die jetzt im Kamps mit England beweisen konnte, daß der Geist vom Skagerrak lebendig ist. Die Kriegsmarine unter der'öakenkrenzslagge hat seit dem Sep­tember 1939 gezeigt, welche Krast in ihr steckt, obwohl der von England heransbeschworene Krieg sie noch in ihren Aufbanjahrcn traf. Der Weg aus dem „nassen Dreieck" der Deutschen Bucht wurde nach Norden frei gemacht, als dort in Norivegen ein neues seste? Bollwerk der deutschen Wehr­macht entstand.

Nun ist die deutsche Seefront auch nach Süden hin weit vorgetrieben worden. Deutsch« Marineartillerie steht an den Küsten Hollands, Belgiens und Frankreichs bis über Calais hinaus. Während der gigantischen West- osfensive hat die deutsche Kriegsmarine wiederum bewiesen, was sie in dem planmäßigen Zusammenwirken mit Heer und Luftwaffe bedeutet. Deutsche Schnellboote stießen er­

folgreich in den 'Kanal vor, die deutschen U-Boote grifscn die englischen Eeleitzüge auf dem Ozean an und neue

deutsche Seestühpunkte wurden gewonnen. Die strategische Stellung Deutschlands gegenüber England ist nicht mehr mit der Zeit des Weltkrieges zu vergleichen, denn alle nicht-

' englischen Küsten der Nordsee sind heute in deutscher Sand.

Was die Männer der Seeschlacht vor dem Skagerrak vor 2t Jahren begannen, das vollendet sich in unseren Tagen dank der Feldherr,ikünste Adolf Hitlers. Er meistert unsere starke. Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Lust, als einheitliches Kampswerkzeug, das seinen unbezwingbaren Schwung durch die Tapferkeit des deutschen Soldaten er­hält. Die Seeschlacht vor dem Skagerrak bewies 1916, daß Englands Flotte nicht mehr unbesiegbar war. Die Kata­

strophe des englischen Erpeditionsheercs in Flandern aber zeigt jetzt der Welt daß die Zeiten vorüber sind. in denen die Briten von ihrer Insel mit geringem Krästeeinsatz den Schiedsrichter Europas spielen konnten. Heute kann die britische Flotte, die diese Machtstellung verbürgt, nicht ein­mal mehr die Flucht eines englischen Heeres von Flandern über den Kanal sichern. Englands jahrhundertealte Posi­tionen sind unter den Schlägen der deutschen Waffen ins Wanken geraten und werden ebenso wie die Vasallen Groß­britanniens zusammenbrechen.

London: „Viinkirchen nicht;u halten"

O. Lad. Vern. 1. Juni

„Die Kapitulation Belgiens als Entschuldigung für den Ausgang der Kämpft in Flandern anzusiihrcii, wäre unrichtig und wäre der Sache der Alliierten abträglich. Die Alliierten sind durch die numerische Ncberlcgcnheit von Tanks, Flug­zeugen und mechanisierter Infanterie bezwungen worden" — schreibt „Evcning News" zu der Niederlage, nachdem auch Paris tagelang das Gegenteil behauptet hatte. Das Blatt schreibt weiter, der Fehler liege nicht an den sranzösisch-briti- Ichcn Truppen, sondern darin, daß England mit viel Reden und ohne wirkliches Verständnis für die gegnerischen Kräfte in den Krieg eingetreten sei. England habe blind auf das beste gehofft. Die Verluste an Material Würden für die Alliierten in Nordsrankrcich und Nordbelgicn «norm sein, da an einen Abtransport der Tanks, Kanonen »sw. nicht z» deu­ten sei.

Wie die meisten anderen britischen Blätter wagt das Blatt noch nicht, seinen Lesern von den vernichtenden Schlägen zu berichten, welche die deutsche Lustwaffe der britischen Flotte beibrachte, als sich die britischen Truppen aus dem Seewege ZU retten versuchten. Das Blatt schreibt, die Truppen in Flandern werden versuchen, sich auf dem Seewege zurück­zuziehen. Das bedeute aber nicht, fügt das Blatt hinzu, daß Tünkirchen verteidigt und gehalten werden könne. Indessen schreibt „Evcning Standard" in großer Animachung: Gene­ral Wepgand bereite die Verteidigung von Paris vor.

Die „Times" bemüht sich, der Ocsftntlichkcit mit Erklärun­gen über die britische Flotte Mut einzureden. Sie gibt dabei zum erstenmal zu. daß die britisck^; Flotte sowohl an der nor­wegischen Küste wie in der Nordsee „Opfer bringen mußte

Holländische Seeleute werden interniert. Nach einer Mel­dung dcS „Daily Erpreß" sollen sämtliche holländischen See­leute der auf der Themse liegenden niederländischen Schisse lu britischen Konzentrationslagern interniert iverden.

öefangenen- und veutezalil unübersehbar

Unsere Kriegsmarine übernimmt mit Erfolg Sie küstenoerteidigung

Führerhauptquartirr, 31. Mai Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Während die Masse der französischen Truppen in Nordostfrankreich aufgerieben oder gefangen ist, leisten an wenigen Stellen versprengte oder eingeschlossene Ab­teilungen noch Widerstand. Er wird in kurzer Zeit ge­brochen sein. Der Angriff gegen die Reste des englischen Heeres, in dem flachen, nur wenige Kilometer tiefen und durch Anstauungen der Kanäle geschützten Bogen

längs der Küste zwischen Furnes-Bergues und westlich Dünkirchen ist im Gange. Der Gegner wehrt sich hier zähe in dem Bestreben, möglichst viel Soldaten, wenn auch ohne Gerät, aus die Schisse zn retten. Die in Lasset eingeschlossenen englischen Kräfte wurden bei dem"Ver- such, nach Norden durchzubrechen, aufgerieben. Die Masse der deutschen Divisionen im Artois und in Flandern ist für neue Aufgaben sreigeworde». Die Gefangenen- und Bentezahlen konnten auch noch nicht überschlägig er­

mittelt werden.

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Der Einsatz der Lust- wasfe war im Laufe des 30. Mai durch die Wetter­lage stark beeinträchtigt. Trotzdem wurden die Hafen­anlagen von Dünkirchen erneut angegriffen.

Die Kriegsmarine über­nahm im gesamten hollän­dischen und in dem in un­serer Hand befindlichen Küstengebiet die Küsten- verteidigung. Einem deut­schen Schnellboot gelang es, vor der belgischen Küste eine» seindlichen Zerstörer durch Torpedoschutz zu ver­senken.

In der Nacht zum 31. Mai griffen wiederum britische Flugzeuge in Norddeutsch­land nichtmilitärische Ziele an. Wesentlicher Schaden ist nirgends angerichtet worden. I» Südholstein wurde ein feindliches Flug­zeug durch Nachtjäger ab­geschossen. In Nordsrank­reich verlor der Feind drei französische, vor Stavanger ein britisches Kampfflug­zeug in Luftkämpfen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt."

45 Kriegsschiffe, 81 kilfsschiffe verloren

Zeitweilig oder liir immer ausgejollen — Schwere kinbuße der seindslolten — Sieben rage Seekrieg

r<I. Berlin, 1. Juni

Je schneller sich die gewaltige Schlacht in Flandern zn« Küste hin entwickelte, desto mehr trat der Einsatz der Tee- Iriegswaffen in den Vordergrund. Lnsiwasft und Schnellboote waren hier zuerst am Feind. Die Niederkänipsung ftindlicher Kriegsschisie durch Flakartillerie und durch Panzerwagen haben symbolisch gezeigt, wie hier die Ausgaben von den Truppen des Landheeres aus die Einheiten der Kriegsmarine übergehe», während die Luftwaffe über beiden Elementen ihre zerschlagende Kraft erneut bewies.

Hier ging es um die Frage, wieviele» der im Felde be­siegten Truppen der Westmächte es glücken konnte, die — zunächst — rettende Küste der britischen Inseln zu er­reichen. Bemerkenswert ist bei all diesen Kämpft» um die liebersahrt nach England, daß von der britischen Schlacht- flotte, deren W-Zentimeter-Rohre doch den Lehnt; der Ein­schiffung hätten übernehmen können, nichts zn sehen war. Hierin scheinen sich die Lehren von den norwegischen Küsten zu vssenbaren, die i« noch in der vergangenen Woche vor Narvik vielfältig bestätigt wurden.

Die Bilanz der englischen Flotte im Seegcbiet der nordnor- wegischen Küste nennt auch in den vergangenen 7 Tagen wieder wesentliche Posten. Zehnmal meldete in diesem Zeit­raum der Wehrmachtsbericht schwere Treffer aus Kreuzern, von denen zweifelsohne dieser und jener zum Tvtalverlnst geführt hat, ein in Brand gesetzter und dadurch versenkter Flugzeugträger, ein erneut von Bomben getroffenes Schlacht- schiss und ein weiteres schwer beschädigtes, 3 andere größere Kriegsschiffe, 2 beschädigte Zerstörer, dazu 1ü versenkte oder zerstörte Frachter, Tanker, Transporter und Siiisiahrzcngc, das ist das Werk deutscher Bomber in Nordnorwegen. Den­noch lag der Schwerpunkt der Seekriegsaktionen in den Ge­wässern des Kanals niid der südlichen Nordsee. Das wurde

vor allem am 29. Mai sichtbar, als zwei Fliegerkorps- vor Dünkirchen und Ostenye grausigen Kehraus hielten und nicht weniger als 60 Schiffe trafen.

Im einzelnen zeigen die vergangenen 7 Tage Seekrieg in diesen Gebieten wlgendes Bild:

24. Mai: 1 Zerstörer, durch Flak versenkt: 1 Zerstörer, ver­nichtet: 7 Handelsschiffe (20 00« BRT.I vernichtet oder schwer­beschädigt.

2ö. Mai: 1 Transporter, schwer beschädigt; 4 Handelsschiffe getroffen.

2K. Mai: 1 Zerstörer, durch Panzer in Brand geschossen,

27. Mai: 1 Zerstörer, schwer getroffen; 1 Zerstörer/ durch Schnellboot vernichtet; 1 seindl. U-Boot, durch Schnellboot vernichtet; 1 Transporter (3000 VNT), versenkt.

28. Mai: 1 Zerstörer, versenkt; 3 Zerstörer, schwer beschädigt; 4 Transporter und Frachtschiffe, schwer beschädigt; l N-Boöt, versenkt; 1 U-Boot, wahrscheinlich versenkt.

29. Mai: 3 Kriegsschiffe, versenkt; 16 Transporter, versenkt; 31 Schiffe, Volltreffer: 1 Vorpostenboot, durch Flak versenkt; b Vorpvstenboote, beschädigt; !> Schnellbvvte, beschädigt.

30. Mai: 1 Zerstörer, von Schnellboot versenkt.

Indessen machen auch die deutschen N-Boote wieder von sich reden. Standen ihre Unternehmnngen gegen die britische Kriegsflotte und ihre Erfolge im Handelskrieg in den ersten Monaten des Krieges im Vordergrund, so war doch letzthin der Kampf gegen die britische Versorgung in den Hintergrund getreten. Jetzt kann wieder ein Boot die Versenkung von sieben feindlichen Schiffen mit 38 480 BRT melden, tvährend auch von der spanischen Küste Nachrichten von kühnen Vor­stößen gegen feindliche Gclcitznge bekannt werden. Die War­nung an die Neutralen, sich von seindlichen Konvois sernzn- halten, hat damit eine nachhaltige Unterstreichung erfahre».

deutsche Schnellboote - Schreckendes Kanals

Nächtliche Spüriagd aus fliehende Engländer — Unfehlbar treffende rorpedos

An der Kanallüste, 1. Juni. (k. K-l

imc Walhalla von Transportdampsern, Bewachern und fftörcrn. dazwischen Logger, Kiistcnftgler und Fycherboote >°lkcrt seit Tagen das Gebiet des Englischen Kanals um Koncil und Material der zerschlagenen britischen ionsarmee auf die Insel zu retten. Während wir uns vor »bruch der Dämmerung zum Auslausen klar machen, braust l Verband eigener Kainpfflngzcugc über.uns hinweg. Zcr- rcr-Flugzeuge begleiten sie. Es ist einer -er vielen -z"' "dc, die ununterbrochen die Einschiffungsplätze des sluch- wcn britischen Heeres angreifen und auch dann nicht von zen ablassen, wenn sie in ausgelöster Ordnung in hochffer st auf ihre Krcidcküste zustreben. Es mutz ein furchtbares -uchl iür diese geschlagene Truppe sein; das Gefühl eines >rer». der iinter den wuchtigen Schlägen seines starken, "legkncn Gegners zusammensinkt und sich seitwärts wen- wit wankenden Knien in seine Ecke, in den Schutz seines '"vbanten begibt und auch hier noch von den Schlägen des uipstustigen Gegners bedacht wird, heute nacht soll unsere

Flottille von Schnellbooten das Werk fortsetzen, das die Flicgervrrbände am Tage so wirkungsvoll anssührtcn.

Leichter Dunst liegt am südwestlichen Horizont. Die Boote lagen in „Päckchen" fest, d. h. der eine Kommandant hat mit seinem Vvvt beim Nebenmann festgemacht. Beim Los­schmeißen macht nur das Boot an der Pier die Leinen los und -aS ganze „Päckchen" manövriert zunächst nur wie ein Schiff Tas Bovt an der Pier geht mit der Maschine voraus und das äußerste Boot des Päckchens macht Umdrehungen rückwärts. Wenn die Motoren anspringen, geht ein gewaltiger Ruck durch das ganze Gefügt. Unter den Auspuffgasen gränselt sich das Wasser. lind das gewaltige Gebrumm der angelaycnen Maschinen erschüttert die Luft. Die Männer stehen mit ge­lassenen Mienen am Oberdeck, aus der Pier sachkundige Blicke m„, holländischen Fischcrlcutcn in ihrer schmucken blauen Tracht.

Schnell lammt die Küste außer Sicht, nichts als Master rinasuin In zehn Minuten werden die englischen Bomber kommen." Man kennt sie bei uns schon. Sie machen ihre

Sache ganz stur, fliegen in ziemlicher Höhe an, wenn es geht, die Sonne in, Rücken, und lasten dann, bevor wir ihnen etwas mit unserer leichten Flak antun könne», ihre Voinben fallen, die natürlich wcitweg ins Wasser klatschen. Ein recht barmloses Verfahre,,. So können wir uns beide kein Leid antu». Ja, das Traiffgängertnin ist den englischen Fliegern etwas vergangen, als wir vor Tagen eine ihrer Maschinen herunterholten. Na, was sie nachher bei ihrer Rückkehr in den Heiinathorst melde», das ist ja ihre Sache. Ihre Taktik wird ja nicht gerade nach dem Geschmack des GeschwaderchesS da drüben sein.

Weiter geht der Marsch nach Süden. Als die Dämmerung lnueinbricht. sehen wir roten Feuerschein am Himmel lodern. Dumpfes Grollen rollt weit in der Ferne von dorther, wo in diesen Stunden' die große Schlacht im Westen ihrem Ende zugeht.

Wir hassen heute nacht aus einen besonders regen Verkehr.

(Fortsetzung aus Seite 2)

Die öteaüe «« Mqeäkki

England und Frankreich vom Fieber geschüttelt

I-Ü. Berlin, 1. Juni

Die Katastrophe von Flandern hat die letzten Illu­sionen zerschlagen, mit denen die Kriegshetzer in London und Paris noch einen künstlichen Optimismus in ihren Ländern genährt hatten. Die seit Monaten mit Lügen und Versprechungen aufgepeitschten Nerven lassen sich auch durch die stärksten Injektionen nicht mehr beruhi­gen. Verzweifelt lägt Churchill im englischen Rundfunk verkünden, daß sich die britischen Truppen stets den Deutschen überlegen gezeigt hätten. Immer' noch hält er an der Lüge fest, dah die Alliierten an der Pser im Abwehrkampf stimden, datz Lille noch von den Franzosen gehalten werde und der „erfolgreiche Fortgang der großen Rückzugsschlacht" einfach bewundernswert sei. Die über den Kanal geretteten Tommies sind nach seinen Angaben höchstens zum Teil leicht verwundet, und ihr einziges Manko besteht darin, dah sie sich einige Tags nicht rasieren konnten. Glaubt Churchill wirklich durch solche Mätzchen die schon so oft betrogene englische Öf­fentlichkeit noch einmal täuschen zu können?

Amerikanische Journalisten berichten, datz der Zu­stand des in England gelandeten Restes des Expeditions­korps einfach unbeschreiblich sei. Völlig erschöpft, zer­lumpt und halb verhungert habe man die Tommies

Meri vom siikrec empfangen

Im Westen, I. Juni.

Der Führer empfing gestern in Anwesenheit des Rcichs- ministers des Auswärtigen von Ribbentrop den königlich-ita­lienischen Botschafter Dino Alsicri.

notdürftig in einigen Sälen untergebracht, wo sie in einen todesühnlichen Schlaf gefallen seien. Diese arm­seligen Trümmer der einst so stolzen Armee sind heute zu lebenden Anklägern gegen das Lügenregime Chur­chills in England selbst geworden, wo man das ganze Ausmatz der Niederlage zu begreifen beginnt, seit --r Kanonendonner von den flandrischen Hafen bis nach London zu hören ist, auch durch ein Verbot unbequemer Zeitungen wird sich die Wahrheit nicht mehr verheim­lichen fassen. Während die Truppenkonzentrationen an den Küsten, die fieberhaften Verteidigungsmatznahmen, die über die Ministerien gespannten Drahtnetze, die Maschinengewehre und Stacheldrahtverhaue in den Stratzen die das Land bedrohende Gefahr erkennen lassen, setzte bereits aus Südostcngland eine Massen- flucht der Bevölkerung ins Innere des Landes ein. Am treffendsten charakterisiert der „Daily Expretz" die Lage, in der sich England nunmehr besindet. Aus den Ereignissen der vergangenen Wochen zieht das Blatt solgende niederschmetternde Bilanz: 1. Deutschland be­sitzt jetzt die bedeutendste Industrie-zone Frankreichs, L Deutschland hat jetzt neue Flugbasen gegen England, Seine Bombenflugzeuge können bei den kurzen' Ent­fernungen sogar von Jagdflugzeugen begleitet worden.

3, Die deutsche Artillerie beherrscht jetzt den Aermcl- kanal ebenso wie den Eingang zum Hafen von'London.

4. Deutschland besitzt wichtige Stützpunkte in Norwegen von denen aus es die Ostküste Englands blockieren kann

Auch Frankreich wird von den gleichen Fiebern ge­schüttelt. „Die Nordarmeen sind verloren", ruft entsetzt das Pariser „Journal". Wird es Weygand gelingen, an Soinme und Aisne eine deutsche Offensive aufzuhal­ten? ^n allen Zeitungen kehrt diese bange Frage wie­der. Kerillis beschwört zähneklappernd die Regierung, alles zu tun, um eine Katastrophe abzuwenden. Von Tag zu Tag verschärft der Jude Mandel sein Schrek- kensregiment. Tausende werden in die Gefängnisse qe- worfen. Ein Bluturteil folgt dem anderen. Polizei- prasekten und Bürgermeister stehen vor den Straf­gerichten. Ein Te-rror, der an die Zeiten der französi­schen Revolution erinnert, soll das erregte und ver­wirrte Volk unter den Willen seiner Diktatoren zwin­gen. Aber mit solchen Mitteln können heute die über Frankreich lagernden Schatten nicht mehr verscheucht werden. Die Bevölkerung von Paris flüchtet in Massen nach den südlichen Provinzen. Die Lebensmittelver or- gllng beginnt schwierig zu werden. Das „Oeuvre" sieht bereits die deutschen Truppen vor Paris und prophezeit eine „heillose Verwirrung". Die „schöne breite Stratze zum Sieg von der einmal die Kriegshetzer in England uud «Frankreich träumten, wurde eine „schwere, harte Stratze , die — auch wenn man es in London und H°ns noch nicht nuszusprechen wagt - zum Abgrund l"hrt. Die Vergeltung für jahrzehntelange Frevel an den Völkern Europas naht.

I»M»»I1M»IIIIIIM,»IMNM„NMMM„MMMMMMMMMMMMMM,MMM

Unser ^ayssspLeysL

Die Schlacht in Flandern ist siegreich beendet. Der Haupt- »eil der dort im Kämpft gestandenen Divisionen ist ftir neue Au,gaben ,rci. " '

Der Führer sprach weitere Beförderungen bei der Wehr­macht aus.

Der italienische Botschafter Dino Alsicri wurde vom Führer empfangen.

In Holland ivnrde die Rheinschiffahrt wieder flottgemacht.

Das deutsch-jugoslawische Handelsabkommen wurde unter­zeichnet.

Die 2. TNK.-Tammlung erbrachte über 3ö Millionen RM. Der Führer beglückwünschte die Deutsche Gesellschaft zur düng " schiffbrüchiger zum 75. Jahrestag ihrer Grlln-

Für Angehörige der Wehrmacht trat eine weitere Kinder- ermaßigung bei der Einkommensteuer in Kraft.

Aus einer HJ.-Kundgebung in Oldenburg wandte sich unser Gauleiter an die Nordsee-Jugend.