Ausgabe 
(29.4.1939) Nr. 117
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

erscheint 7mal tvSchentlich

Monatsbezug 2,30 einschl. Zu­stellgebühr; Postbezugspreis monatl. 2,30 E (einschl. 45,92 ^ Post- zeitungSgebühr) zuzügl. 42 ^ Be­stellgeld. Bezugspreis ist im voraus zahlbar. Postscheck: Hamburg 17272. Eine Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Verlag: NS.-Eauverlag Weser- Ems GmbH., Bremen, Geeren 6-8. Fernspr.: 541 21,Nachtr.u.Sonntg. 51118. Sprechz.: Verlag: werktl. 12—13 Uhr; Schriftleitunq Diens­tag und Freitag 12)4—ist 14 Ukr.

VNMklkltlW

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Nurgermeisters der Zielen Hansestadt vremen

Anzeige» - Grundpreise:

Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 13 eA/, die 78-ww-Zeile im Tert- teil 75 Ermäßigte Grundpreise (für kleine, Familienanzeigen u a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 7 (Nachlaßstaffel 0). Für An­zeigen durch den Fernspreckier keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Geschäftsstellen: In Bremen: Am Geeren 6—8, Fern-

sprecber Nr. 54134. Nachtruf und sonntags: Fernsprecher Nr. 51115; Obernstraße Nr. 86, Fernsprecher Nr. 5 4121, In Shke, Mühlendamm Nr. L

der Nationalsozialisten Vremens

flmtliches Nerkündungsblatt des Neichsstaltlsalters in Oldenburg und Vremea

Nr. 117 / 9. ZaHrgang

Sonnabend, 29. flpril 19Z9

kinzelpreis 15 Npf.

Ves sülirers flntwort an Noosevelt

stdolf stitlers krkliirungen an die Welt / siottenvertrag und deutsch-polnisches slbkommen gegenstandslos / kngland und Polen stoben die wastl / kinmütiges vekenntnis der Nation

(Drsktderickt un8erer Nerliner LckriMeitunß)

rü. Berlin, 29. April.

Ein gewaltiges geschichtliches Erlebnis liegt hinter uns. Vor den Männern des Deutschen Reichstages hat der Führer den Kriegshetzern und Schürern der Demo­kratien die Antwort im Namen des ganzen deutschen Volkes erteilt. Die ganze Nation hat in diesen historischen Stunden eine geistige Gemeinschaft gebildet. Ueber die Gren­zen des Reiches hinaus aber hat die Welt mit Spannung diese Rede verfolgt, die die Antwort aus manche offene Frage gegeben und das Lügengewebe der Hetzer mit einem Schlage zerrissen hat. Die Welt weitz jetzt, woran sie ist. Die deutsche Nation aber hat erneut ihren unerschütterlichen Willen bekundet, den Weg fortzusetzen, den der Füh­rer gewiesen hat: Den Weg zur Freiheit, zur Größe und zur Ehre.

Der Sitzungssaal der Krolloper hat in den letzten Jahren schon so manche erhebende Stunde gesehen. Der Führer hat von diesem Forum aus seit sechs Jahren die deutsche Geschichte geschrieben. Heute aber fühlten die Teilnehmer dieser historischen Tagung, daß nicht nur deutsche, sondern daß es Weltgeschichte geworden ist, die hier von der Hand des Führers geformt wurde. Er­griffen von der packenden Gewalt der Rede Adolf Hitlers standen die Männer des Deutschen Reichstags und sangen die Lieder der Nation. In nicht enden- wollenden Kundgebungen der Begeisterung und Freude dankten die Männer dem Führer.

Im Neikststagsststungssaal

Im Sitzungssaal des Reichstags haben sich die Ab­geordneten Grotzdeutschlands versammelt. Neben den Männern der Ostmark und des Sudetenlandes, die nun schon zum „alten Stamm" gehören, sind zum erstenmal die Repräsentanten des befreiten Deutschtums aus Böh­men, Mähren und dem Memelland als treue Gefolgs­leute Adolf Hitlers erschienen. Die Kreise Prag, Brünn und Budweis, Jglau, Meine! und Heydekrug sind zum erstenmal und für alle Zeilen im Reichstag der großdeutschen Natidn vertreten.

Die zahlreichen Telephonzellen reichen kaum aus, um dem Ansturm der vielen ausländischen Journalisten zu. genügen. Zahlreiche englische, französische und amerika­nische Zeitungen haben Sonderberichterstatter geschickt. Bei ihnen allen spiegelt sich die einzigartige Bedeutung dieser Reichstagssitzung wider.

vegeisterungsstürme begrüßen den siisteer

Kurz vor 12 Uhr erreicht die Spannung ihren Höhe­punkt. Die Abgeordneten sind vollständig versammelt, die Drplomatenloge ist von den Vertretern der europäi­schen Staaten besetzt. Neben den Botschaftern Italiens, Japans, sehen wir die Gesandten von Ungarn, Siid- Slawien, Belgien und Holland.und die diplomatischen Vertreter der nordischen und baltischen Staaten. Die Reichsminister, die Staatssekretäre und die Oberbefehls­haber der drei Wshrmachtsteile, sowie der 'Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht haben ihre Plätze auf den Regierungsbänken eingenommen. Der Reichspro- tsktor von Böhmen und Mähren. Freiherr von Neu­rath, nimmt in seiner Eigenschaft als Reichsnnnifter und Chef des Geheimen Kabinettsrates ebenfalls an der Reichstagssitzung teil.

In der Wilhelmstratze. in der Straße Unter den Lin­den. am Brandenburger Tor. im Tiergarten bis zur Krolloper steht jetzt eine dichte schwarze Menschenmauer hinter den Absperrketten der ff. um die Vorbeifahrt des Führers zur Reichstagssitzuna mitzuerleben. Kopf an Kopf stehen die Berliner am Wilhelmsplatz und die Auqen sind nach dem Hof der Reichskanzl-ei gerichtet, wo jeden Augenblick der Führer erscheinen mutz. Punkt 12 Uhr tritt die Wache ins Gewehr, Tromme Wirbel klingt auf, der Führer erscheint im Portal der Reichs- kanzlei und besteigt einen Wagen. -Her dann langem in die Wilhelmsträße einbiegt. Begleitet von dem ^ubel der Volksmenge begibt sich'Adolf Hitler zu der Sitzung der Großdeutschen Reichstages.

Sie Neilststagsßstung beginnt

Vor der Krolloper haben Tausende die Auffahrt der Mitglieder des Reich'skabinetts, der Männer des Eroß- deuischen Reichstages und des Diplomatischen Korps

verfolgt, Wagen um Wagen fuhr vor und reibungslos

war die Ausfahrt auch diesmal bereits eine Viertel­stunde vor Beginn der Sitzung vollendet. ?re Ehren­kompanie der -Leibstandarte Adolf Hitler in Parade­uniform mit weißem Koppelzeug ist aufmarschiert, am linken Flügel das große Musikkorps mit spielmanns- irhr zeigl 12 Uhr, die Wagenkolonne des Führe?s kommt in Sicht, der Schellenbaum der Ehren- ^mvarrie reckt sich empor. In dem aufklingenden Pra- eIermarsch der in die Melodie des Deutzchlandliedes übergeht mischt sich der Jubel der Taufende^ Ihr ^ubel wogt noch in freudiger Bewegung durch die Rechen, als der Führet die Front der Ehrenkompanie abgeichrit- °en hat und sich durch die festlich geichmuckte Eingangs­halle in den Sitzungssaal begib«

Begleitet von Generalseldliiarschall Hermanii Göring, Reichs,ninister Rudolf Heß, Reichsminister Dr. Frick und Reichssührer Himmler betritt' Adolf Hitler den Reichstaqssitzungssaal. wo ihn die Anwesenden stehend mit erhobener Rechten begrüßen. Als der Führer Platz

genommen hat, bricht plötzlich ein Sturm der Begeiste­rung los, minutenlang hallen die Heilrufe durch den Saal. Der Führer erhebt sich und grüßt seine Männer, die Vertreter des deutschen Volles aus allen Gauen, die ihm stürmisch zujubeln.

Sie neuen stbgeordneten aus Memel und vöstmen

Reichstagspräsident Hermann Göring eröffnet nun­mehr die Sitzung. Zu Beginn der Reichstagstagung ge­denkt er der seit der. letzten Sitzungsperiode verstorbe­nen Mitglieder des Hauses. Zu ihren Ehren erhoben sich die Anwesenden. Danach gibt der Reichstagspräsident die Namen der neuen Abgeordneten des Memellandes und der vorläufigen deutschen Vertreter aus dem Pro­tektorat Böhmen und Mähren bekannt. Das Memelland vertreten im neuen Reichstag die Abgeordneten Dr. Neu mann und Dv. Vertuleit und vorbehaltlich einer noch in den deutschen Gebieten des Protektorats abzuhaltenden Wahl hat der Führer als Abgeordnete berufen die Parteigenossen Kundt, Dr. Meckel Dr. Siegel, Ingenieur Poltar und Weten. Dann bittet Hermann Göring den Führer das Wort zu er­greifen. Erneut bringen die Männer des Deutschen Reichstages dem Führer begeisterte Huldigungen dar, als er sich zum Rednerpult begibt, um seine große von der ganzen Welt mit Spannung erwartete Rede zu be­ginnen.

Me geschichtliche Neichstagsrede

Abgeordnete, Männer des Reichstags!

Der Präsident der nordamerikanischen Union hat an mich ein Telegramm gerichtet, desffn eigenartiger In­halt Ihnen bekannt ist. Da, ehe ich als Empfänger die­ses Dokument zu sehen bekam, dir andere Welt durch Rundfunk und Presse davon bereits Kenntnis erhalten hatte und wir außerdem aus zahllosen Kommentaren demokratischer Weltorgane die freundlich« Aufklärung erhalten hatten, daß es sich bei diesem Telegramm um ein sehr geschicktes, taktisches Papier han­dele, das bestimmt sei, den volksregierten Staaten die Verantwortung sür die kriegerischen Maßnahmen der Plutokratien aufzubürden, habe ich mich entschlossen, den Deutschen Reichstag einberufen zu lassen, um damit Ihnen, meine Abgeordneten des Reichstags, die Mög­lichkeit zu geben, meine Antwort als die gewählten Vertreter der deutschen Nation zu allererst kennenzu­lernen und sie entweder zu bestätigen oder abzulehnen.

Darüber hinaus aber hielt ich es für zweckmäßig, dem vom Herrn Präsidenten Roosevelt eingeschlagenen Ver­fahren treu zu bleiben und von meiner Seite aus und mit unseren Mitteln der übrigen Welt Kenntnis von meiner Antwort zu geben.

Ich will diese Gelegenheit aber auch wahrnehmen, um jener Empfindung Ausdruck zu verleihen, die mich an­gesichts der gewaltigen geschichtlichen Geschehnisse des Monats März dieses Jahres bewegen. Meine tiefsten Gefühle kann ich nur in der Form eines demütigen Dankes der Vorsehung gegenüber abstatten, die mich berufen hat und die es mir gelingen ließ, als ein­stiger unbekannter Soldat des Krieges zum Führer mei­nes heißgeliebten Volkes emporzusteigen.

Si« hat mich dies« Wege finden lassen, um ohne Blutvergießen unser Volk aus seinem tiefsten Elend frei zu machen und es wieder nach aufwärts zu führen. . -

Sie hat es gestattet, die einzige Ausgabe meines Lebens zu erfüllen: mein deutsches Volk aus seiner Nie­derlage zu erheben und es aus den Fesseln des schaud- vollsten Diktats aller Zeiten zu lösen.

Senn dies war das alleinige Ziel meines standelns

Ich habe seit dem Tag, da ich mich dem politischen Leben zuwandte, keinem anderen Gedanken gelebt, als dem der Wiedererringung der Freiheit der deutschen Nation, der Ausrichtung der Kraft und Stärke unseres

Reiches, der Ueberwindung der Zersplitterung unseres Volkes im Inneren, der Beseitigung der Trennung »ach außen und seiner Sicherung in bezug aus die Erhal­tung seines wirtschaftlich und politisch unabhängigen Lebens.

Ich habe nur wiederherstellen wollen, was andere einst mit Gewalt zerbrochen hatten, wollte nur wiedergutmachen, was satanische Bosheit oder menschliche Unvernunft zerstör­ten oder verdarben. Ich habe daher auch kei­nen Schritt vollzogen, der fremde Rechte ver­letzte. sondern nur das vor 29 Jahren verletzte Recht wiederhergestellt. Im Rahmen des heu­tigen Grohdeutschen Reiches befindet sich kein Gebiet, das nicht seit ältesten Zeiten zu ihm gehört hat, mit ihm verbunden war oder sei­ner Souveränität unterstand. Längst, ehe ein amerikanischer Kontinent von Weihen entdeckt oder gar besiedelt wurde, hat dieses Reich be­standen nicht nur in seiner heutigen Grötze, sondern um viele, seitdem verlorene Gebiete und Provinzen darüber hinaus.

Als vor 21 Jahren der blutige Krieg sein Ende fand, brannte in Millionen von Gehirnen die heiße Hoffnung, daß ein Friede der Vernunft und der Gerechtigkeit die von der furchtbaren Geißel des Weltkrieges heimgesuch­ten Völker belohnen und beglücken würde. Ich sage „be­lohnen"; denn alle diese Menschen hatten ihrerseits, ganz gleich, wie auch die Feststellungen der Historiker tauten mögen, kein« Schuld an diesem furchtbaren Geschehen.

Ich kann im Namen der Millionen Unschuldigen sprechen

Und wenn es in einigen Ländern heute noch Politiker gibt, die schon damals äls verantwortlich genannt werden konnten für dieses grausamste Gemetzel aller Zeiten, dann war die große Masse der kämpfenben Sol­daten aller Länder und Völker höchstens zu bemitleiden, auf keinen Fall aber schuldig. Ich selbst — wie Sie wissen — war ein vor dem Kriege politisch nie (Fortsetzung auf Seite 2)

Dar Fiiürer sprieüt to ckor bistarisvkeu keiekstsAssitsunK vom 28. -Ipril

( kresss-Lokkwaiu».)

^Ki-sclmung mit kinlo-sisungspolitilcsm uncl ^rieclsnZclilctcltoi'SN

I. 8. v. Bremen, 29. April.

Franklin Roosevelt, der Präsident der Ver­einigten Staaten von Amerika, hat aus sein leicht­fertiges, von jeglicher staatsmännischen Ueber- legung unbeschwertes und vielfach mit hemds­ärmeliger Arroganz an den Führer gesandtes Telegramm die Antwort erhalten, die er erwarten mußte.

Wir wollen Herrn Roosevelt gern zugute halten, daß — wie er selbst sagt — Amerika weit von Europa entfernt ist und wir wissen, daß er nur ge­ringe Kenntnisse von den Verhältnissen des Abend­landes hat. Wäre dieser Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika nicht völlig schimmerlos angesichts dessen, was sich in Mitteleuropa seit den Zeiten Wilsons verändert hat, hätte er sich auch nur ein einziges Mal von anderen Leuten als von seiner deutschfeindlichen jüdischen Umgebung über das nationalsozialistische Deutschland Bericht erstatten lassen, hätte er vor allem sich nur einiger­maßen Mühe gegeben, das Wollen, Wirken und Walten Adolf Hitlers zu verstehen und versucht, dessen sittlicher wie staatsmännischer Grötze ge­recht zu werden, hätte er nicht vergessen, in welch formvollendeter Sprache und mit welcher Wort­gewalt der Führer im Namen des deutschen Vol­kes zu sprechen versteht — wahrlich Franklin Roosevelt hätte sich die Belehrung ersparen kön­nen, die ihn dem bestimmt nicht schmeichelhaften Urteil der Weltöffentlichkeit preisgibt.

Wie immer, wenn der Führer spricht, waren auch seine zweieinhalbstündigen Ausführungen gestern vor dem Großdeutschen Reichstag wieder einmal ganz dem deutschen Volke aus dem Herzen gesprochen, und die gewaltigen Beifallskundgebun­gen sowohl wie die sonstigen Aeußerungen der deutschen Volksvertretung waren so spontan, daß es selbst Herrn Roosevelt klar geworden sein muß, wie wenig sein diplomatischer Kniff — als solchen hat doch Roosevelts eigene Presse die Botschaft an den Führer hingestellt — dem ganzen deutschen Volke imponieren konnte. Nichts ist ungeklärt geblieben an Fragen, die Herr Roosevelt in schul­meisterlichem Tone an die deutsche Staatsführung gerichtet hatte. In 21 wohlgeordneten Antworten hat der Führer Herrn Roosevelt und damit aller Welt ganz unzweideutig die erwünschte Klarheit gegeben; und wenn sich Herr Roosevelt diese Auf­klärung anders vorstellte, wie sie ausfiel, so ist dies lediglich seine eigene Schuld und liegt an der Unzulänglichkeit seines Urteils über das Deutsch­land Adolf Hitlers.

Herr Roosevelt hätte^s wissen können und hätte es wissen müssen, daß er es nicht mehr mit einem November-Deutschland zu tun'ydt. Die ein­fachste staatsmännische Ueberlegung hätte ihm Klarheit verschafft, daß das Deutschland von heute Angreifer, in welcher Tarnung immer sie sich i».hen, stets in der entsprechenden Form zurück­zuweisen versteht. Millionen und aber Millionen haben die Zurechtweisung, die Roosevelts Ueber- heblichkeit erfuhr, gehört, und wenn dadurch Herr Roosevelt als Staatsmann weiterhin unmöglich ge­worden sein sollte, so mag er sich das selbst zu­schreiben. Wie konnte er auch glauben, daß ihm der Führer auch nur eine einzige Antwort schuldig bleiben werde. „Hundert Millionen von menschlichen Wesen", meint Herr Roosevelt, „leb- ten in ständiger Furcht vor einem neuen Kriege." Daß diese Furcht das Ergebnis der Kriegshetzer eurer dem Präsidenten der Vereinigten Staaten vpn Amerika sehr nahestenhen jüdisch-demok'ra- tischen Weltpresse ist, kann er nicht leugnen, so wenig wie er abstreiten kann. daß er selbst mit unbedachten und frevelhaften Bemerkungen mit dazu beigetragen hat, sein eigenes Volk ständig in Kriegsfurcht zu halten. Herr Roosevelt erklärt, daß wer (in Europa drei, in Afrika eine) unab­hängige Nationen in den letzten Jahren ihre Existenz eingebüßt haben. Herr Roosevelt muß sich vom Führer dahin belehren lassen, daß, soweit Deutschland in Frage kommt, es sich nicht um Nationen, sondern um die Rückgliederung von dem Reiche durch ^Versailles abgerissene Teile han­delt, daß aber Abessinien, der Staat in Afrika, den Roosevelt meint, das Los aller übrigen Nationen in Afrika geteilt hat, die allesamt schon vorher, aber nicht durch die Gewalt der Achsen­mächte ihrer Souveränität verlustig gegangen sind.

Herr Roosevelt spricht von Gerüchten, denen zufolge weitere unabhängige Nationen sich unge­rechtfertigter Angriffsakte z« versehen hätte«.