Ausgabe 
(17.4.1939) Nr. 105
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vrkiner Zeltuiu

parteiamtliche Tageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen

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der Nationalsozialisten Vremens

flmkliches verkiindungsblatt des Neichsstattstalters in Oldenburg und Bremen

Nr. 105 / S. Jahrgang

Montag, 17 . flpril 19 ZS

kinzelpreis 15 Npf.

Noosevelt-Nummel in London und Paris

vgzantimsche Huldigungen für den USfl-Präsidenten Ver größte Mensch auf krden" /

k. d. London, 17. April.

Das Manöver des amerikanischen Präsidenten Roosevelt, durch einenAppell" die Schuld an der Spannung und der Kriegsfrrcht in den sogenannten Demokratien aus die autoritären Staaten abzuladen, findet in England eine hysterisch begeisterte Ausnahme.

Die Sonntagspresse stürzt sich auf diesen sogenannten Friedensappell des amerikanischen Präsidenten, wie wenn es sich um die größte Sensation des Jahrhunderts handelte und sucht durch ihre Aufmachung und Kommentare den Eindruck zu erwecken, als ob allein von derAntwort" aus Berlin und Rom der Friede der Welt abhänge.

Wie sehr sich die englische Presse von der amerikani­schen Aktion aus dem Häuschen bringen lägt, zeigt z. B. der Leitartikel desSunday Expreß", der Roosevelt m einem Anfall von Geistesverwirrung als dengrößten Menschen auf Erden" bezeichnet und fortfährt, seine Botschaft an die Menschheit" werde als eine Großtat in der Geschichte der Völker fortleben. Präsident Roose­velt sei nämlich entschlossen, seine große Machtsülle für die Verwirklichung des alten christlichen IdealsFriede auf Erden" einzusetzen. Diese widerliche Verherrlichung Roosevelt ist typisch für den durch dauernde Kriegs­gerüchte und Alavmmeldungen erregten Geisteszustand, der heute weithin in der englischen Presse und Oefsent- lichkeit anzutreffen ist. Zweifellos ist die Aktion Roofe- velts für England nicht ganz überraschend gekommen, wie es das Kommunique behauptet, das vom Foreign Office am Sonnabendabend ausgegeben wurde.

Es ist für alle Beobachter der Entwicklung in Eng- t land ein offenes Geheimnis, daß sich die englische und die amerikanische Regierung in letzter Zeit jeweils auf Verabredung die Bälle zuwarfen und es fehlt gerade in den letzten Tagen nicht an geheimnisvollen Andeu­tungen darüber, daß Roosevelt seinen Teil dazu bei­tragen wolle, die englische Einkreisungspolitik zu unter­

stützen. Offenbar sollten die reichlich mit versteckten Dro­hungen und allerlei Unverschämtheiten gespickten Tria­den des amerikanischen Präsidenten und die kleinen und mittleren Staaten schneller in das englische Netz treiben, weshalb sie ja auch alle einzeln von Roosevelt aufgeführt worden sind. In der Verlautbarung des Foreign Office, die sofort nach Veröffentlichung der Roosevelt-Botschaft ausgegeben wurde, heißt es u. a., die englische Regierung schätze die internationale Lage genau so ein wie der amerikanische Präsident und sehe in seinerstaatsmännischen Initiative" eine Gelegen­heit,die Katastrophe abzuwenden, die über Europa hänge und die in jedem Land befürchtet werde."

Die Stellungnahme Englands zeigt sehr deutlich das zwischen London und Washington eingefädelte Spiel aus. Der Aufenthalt des amerikanischen Vstschasters und des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain auf Schloß Windsor über das Wochenende paßt ebenfalls in diesen Rahmen, obwohl hier erklärt wird, daß Lham- berlain mit dem König und mit dem amerikanischen Botschafter die bevorstehende Reise des englischen Königspaares nach Amerika erörtert hätte.

kmgefödeltes Spiel

Holland: külfle Zurücksialtung

Amsterdam, 17. April

Das seltsameFriedenstelegramm" des Präsidenten Roosevelt bildet für Holland eine völlige lleberraschung. Wie derTelegraas" berichtet, nimmt man zu dieser Frage eine zurückhaltende Stellung ein. Es wird darauf verwiesen, daß es sich hier um eine völlig selbständige Initiative des Präsidenten der Vereinigten Staaten handelt. Im Augenblick sehe man in zuständigen Krei­sen keinerlei Veranlassung, mit einer Erklärung hervor­zutreten. Holland stehe völlig außerhalb der von Roose­velt aufgeworfenen Frage.

Ungarn: Vesuch in Nom wichtiger

Budapest, 17. April

Der pharisäerhafteFriedensvorschlag" des ameri­kanischen Bundespräsidenten Roosevelt wird von der Sonntagspresse höchst sachlich wiedergegeben. Eigene Kommentare brachte die Sonntagmorgenpresse nicht, da­gegen fand stärkste Beachtung die scharfe Ablehnung dieses pharisäischen amerikanischen Tarnungsmanövers durch die deutsche Presse. Im übrigen verweist man hier auf den unmittelbar bevorstehenden Besuch des ungari­schen Ministerpräsidenten -und Außenministers in Rom.

französische Kriegsschisse in vibraltar

Paris, 17. April.

Die beiden französischen KreuzerLorrain" und Bretagne" sowie die bei'den ZerstörerFa-ntaque" und Terrible" sind am Sonntagvormittag in Gibraltar eingetroffen und haben an der Südmoie Anker gewor­fen, da sie infolge der Sperren nicht in den Hafen einlaufen konnten.

Der §ea 6 e AKU

(Oraktdsriebt nvssrss Larissr Vertreters)'

Kv. Paris, 17. April.

Ministerpräsident Daladier hat noch am Sonn« abendnachmittag, unmittelbar nach dem Eingang der Roosevelterklärung durch den amerikanischen Botschafter, die Zustimmung der französischen Regierung über­mittelt. In der französischen Note wird betont, daß Frankreich seit je die gleichen Grundsätze verfolgt habe, wie sie besonders in den letzten Reden Daladiers zum Ausdruck gebracht worden seien. In allen politischen Kreisen, von der Rechten bis zu den Kommunisten, herrscht natürlich die größte Begeisterung über Herrn Roosevelt einschließlich aller Kriegstreiber, die mit Recht Roosevelts Akt enthusiastisch begrüßen. Frankreich betrachtet insgesamt die Roosevelt-Botschaft als eine neue Frucht der eigenenAufklärungsarbeit" in der Welt. Besonders die Amerika-Abteilung am Quai d'Orsay, die heute von dem bisherigen Pressechef des Außenministeriums, Lomert, geleitet wird, scheint sich als eigentlichen Vater dieser Initiative zu betrachten. Offiziös wird stolz darauf hingewiesen, daß Frankreich als erster Staat auf Roosevelt geantwortet habe.

Die wahren Motive Roosevelts werden in einer aufsehenerregenden Depesche des jüdischen Vertreters der französischen Presse in Washington, de Sales, sicht­bar, die natürlich ungewollt wacker aus der Schule plaudert. In der Absicht, Roosevelts Verdienste

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Rundfunkrede am Vorabend des Führer-Geburtstage-

Berlin, 17. April.

Reichsminister Dr. Goebbels spricht am Vor« abend des Führer-Geburtstages, am 19. April 1939, am 18.39 Uhr über alle deutschen Sender.

Moskau ist begeistert!

Moskau, 17. April.

Der Präsident der Sowjetunion, Kalinin, hat nach einer Taß-Meldung am Sonntag an den amerika­nischen Präsidenten Roosevelt ein Telegramm gesandt. ^ Unter Bezugnahme auf die Botschaft Roosevelts an den

! Führer und an den Duce spricht der Präsident der

> Sowjets darinvon der angenehmen Pflicht", die es ihm sei, daß er Roosevelt dietiefe Sympathie und die herzlichsten Glückwünsche" übermitteln könne. Er erklärte darin weiter, daß dieser Schrittin den Herzen der Völker der Sowjetunion den begeisterten Wider­hall" gefunden habe.

*

Dieses Telegramm spricht Bände. Die Bolschemisten im Kreml überschlagen sich vor Begeisterung. Litwinow wird vor Neid erblaßt sein, als er das Rooseoeltsche Meisterstück" einer heuchlerischen Friedensbotschaft" sah. Oder war auch Moskau schon über diesenspon­tanen" Schritt des USA.-Präsidcnten unterrichtet, wie dies bei Paris und London der Fall gewesen sein muß?

Das Beispiel Vilsons als Warnung

Brüssel, 17. April.

Die belgische Presse berichtet mit einer gewissen Zurückhaltung über dieneueste Sensation", den Schritt des amerikanischen Präsidenten. Die Zeitungen drucken sowohl denFriedensappell" Roosevelts ab, als auch die deutschen Pressekommentare dazu. Die ganze De­magogie des Rooseveltschen Ansinnens geht sehr deutlich aus einem Kommentar desVingtieme Siecle" hervor, der auf die unkonsequente Haltung Roosevelts hinweist. Roosevelt habe bishernur polemische Reden gegen oie autoritären Staaten geführt, nun wolle er sie plötzlich für seine Pläne gewinnen."

Nation Beige" schreibt in einem Kommentar u. a., daß die Botschaft Roosevelts angeblich zwar vongutem Willen" zeuge, aber gleichzeitig von einer großen Naivi­tät. Das Beispiel Wilsons und anderer amerikanischer Präsidenten zeige, daß es Europa selten gut bekomme, wenn sich der Chef der Vereinigten Staaten in die europäischen Angelegenheiten einmische.

doch weHrpflicht in knglaiidl

London, 17. April.

Die Londoner Sonntagspresse berichtet über die be­vorstehende Einbringung eines Antrages von drei kon­servativen Unterhausabgeordneten, die allgemeine Wehrpflichl in England einzuführen. Amery, E. Brigg und Lord Wolmer beabsichtigten danach, eine ent­sprechende Entschließung dem Unterhause bei seinem Wiederzusammentritt am Dienstag vorzulegen.

stusttmder im französischen Heer

Paris, 17. April.

Das amtliche französische Gesetzblatt veröffentlicht am Sonntag die beiden angekündigten Ausländerverordnun- gen, die sich auf den Militärdienst und auf das Ver­einsrecht für in Frankreich lebende Ausländer beziehen. Danach kann jeder Ausländer im Alter zwischen 18 und 46 Jahren sich im Rahmen der allgemein üblichen Ge­setzesbedingungen schon zu Friedenszeiten in einem fran­zösischen Armeekorps verdingen. Alle Staatenlosen und Asylderechtigten zwischen 20 und 48 Jahren sind den französischen Rekrutierungsgesetzen unterworfen.

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Berlin, 17. April.

Das Reichsministerium für Volksausklärung und Propaganda gibt bekannt:Aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers finden folgende Veranstaltungen statt:

19. April:

17 Uhr: Vorstellung der beförderten ff-Junker der ff-Junkerschule Brauyschweig im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei.

18.39 Uhr: Ansprache des Reichspropagandaleiters der NSDAP., Reichsminister Dr. Goebbels über alle deutschen Sender.

19 Uhr: Gratulation des Führerkorps der NS­DAP. unter Führung des Stellvertreters des Füh­rers im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei.

29 Uhr: Gratulation des StoßtruppsAdolf Hit­ler" und der Blutordensträger in der Marmor­galerie der Neuen Reichskanzlei.

21 Uhr: Fahrt des Führers über die Ost-West- Achse, die damit feierlich dem Verkehr übergeben wird. Pros. Speer meldet dem Führer aus dem Hindcnburgplatz die Fertigstellung der Ost-West- Achse. Oberbürgermeister Dr. Lippert übernimmt die Straße in die Obhut der Stadt Berlin. Danach erklärt der Führer die Ost-West-Achse für eröffnet. Der Führer fährt als erster durch das Band über die Ost-West-Achse bis zum Adolf-Hitler-Platz und

denselben Weg zurück. An beiden Seiten der Straße werden die am Bau beteiligt gewesenen Arbeiter und die Gliederungen der Bewegung Aufstellung nehmen. Am Großen Stern ist ein besonderer Platz für die Veteranen der Kriege 1864, 1868 und 1879/71 vorgesehen.

22 Uhr: Großer Zapsenstreich der Wehrmacht aus dem Wilhelmplatz mit anschließendem Vorbeimarsch am Führer.

22.35 Uhr: Fackelzug der NSDAP. und ihrer Glie­derungen durch die Wilhelmstraße an der Reichs­kanzlei vorbei. An dem Fackelzug nehmen die Ehren­zeichenträger des Gaues Berlin der NSDAP. und je 59 Ehrenzeichenträger aus den übrigen Gauen teil. Ferner beteiligen sich die Berliner Gliederun­gen der NSDAP. mit je drei Ehrenstürmen.

23 Uhr: Im Ehrenhos der Reichskanzlei singt ein Chor der Leibstandartc fjAdolf Hitler".

20. April:

8 Uhr: Ständchen des Musikzuges der Leibstan­darte ffAdolf Hitler" im Garten der alten Reichs­kanzlei.

9 Uhr: Vorbeimarsch der LeibstandarteAdolf Hitler", eines Sturmbannes ff-Totenkopsverbands und eines Bataillons Schutzpolizei am Führer an der Reichskanzlei in der Wilhclmstraße.

9.29 Uhr: Gratulation des apostolischen Nuntius.

9.25 Uhr: Gratulation des Reichsprotektors für

Böhmen und Mähren, Reichsminister Freiherr» von Neurath und des Staatspräsidenten Dr. Hacha.

9.39 Uhr: Gratulation des slowakischen Minister­präsidenten Dr. Tijo.

9.45 Uhr: Gratulation der Reichsregierung im großen Empsangssaal der Neuen Reichskanzlei.

19 Uhr: Gratulation der Vertreter der Wehrmacht unter Führung von Eeneralseldmarschall Göring.

19.19 Uhr: Gratulation des Oberbürgermeisters

und Stadtpräsidcnten Dr. Lippert.

19.15 Uhr: Gratulation der Abordnung der Adols- Hitler-Stistung der deutschen Gemeinden und Ge­meindeverbände für Jungarchitekten und Städte­bauer.

19.29 Uhr: Ueberreichung des Ehrenbürgerbrieses der Stadt Danzig durch Gauleiter Förster.

11.99 Uhr: Große Parade der Wehrmacht aus der Ost-West-Achse. Der Führer fährt die Paradeausstel­lung vom Lustgarten über die Straße Unter den * Linden, Pariser Platz, Hindenburgplatz, und dir Ost- West-Achse ab. Der Vorbeimarsch am Führer erfolgt an der Technischen Hochschule.

16 Uhr: Volksliedersingen des Berliner Sänger­bundes auf dem Wilhelmplatz.

17.15 Uhr: Gratulation der ungarischen Delega­tion unter Führung des ungarischen Gesandten.

17.26 Uhr: Gratulation des bulgarischen Gesand­ten für seinen König.

17.36 Uhr: Tee-Empfang beim Führer für die ausländischen Delegationen.

18.39 Uhr: Gratulation der Vertreter der deut­schen Volksgruppen Europas.

besonders herauszustreichen, erklärt dieser gewiß unser, dächtige Zeuge, Roosevelt habe seinFriedensultima- tum" lanciert, um anschließend dem amerikanischen Volk sagen zu können:Urteile jetzt, wer der Angreifer ist." De Sales bestätigt also, daß keinerlei ehrliche Absicht, sondern nur ein taktisches Manöver vorliege mit dem Ziel, Roosevelt möglichst von dem Vorwurs reinzu­waschen. daß er selbst der Kriegsanstifter ist.

Sales zitiert Roosevelts kürzliche Aeußerung:Ich glaube an den Krieg, und ich glaube, daß wir den Krieg machen werden." Man müsse Roosevelts Mut und Kühnheit, die jetzige Geste zu unternehmen, be­greifen, denn im Senat werde er täglich angegriffen. Man schildere ihn als wütenden Kriegstreiber eine riesige Kampagne sei gegen ihn entfesselt, viele Ameri­kaner seien davon überzeugt, daß Amerikas heilige Auf­gabe darin bestehe, sich vollkommen von Europa abzu­kehren. Um das zu verhindern, habe Roosevelt seine ganze politische Geschicklichkeit entfaltet. Er glaubte die Einmütigkeit der Amerikaner herzustellen durch Denun- zierung Hitlers und Mussolinis. Sales nennt die Bot- lchaft eineHerausforderung", nämlich an die Genann­ten. Man müsse mit scharfen Eegenbewegungen in Amerika rechnen, und manche Enttäuschung werde kommen.

In derAction Francaife" dem einzigen franzö­sischen Blatt, das gegenwärtig eine heftige Kritik gegen­über Roosevelt entfaltet entwirft Maurras ein dü­steres Bild von den wahren Verhältnissen in den Ver­einigten Staaten mit ihren 12 Millionen Arbeitslosen, ihren Millionen von Juden, ihren Religionsrämpfen und ihren wirtschaftlichen Experimenten. Von alledem ahne man in Frankreich wenig. Maurras erklärt, er fürchte, daß Deutschland besser informiert sei.

Die sonstige französische Presse indessen ist einmütig davon entzückt, daß Roosevelt, wie die offiziöse Formel lautet, heutedas Spiel Wilsons übernommen" hat. Allgemein wird die Hoffnung sichtbar, daß ent­sprechend der infamen Hinterabsicht dieser talmudistischen Erklärung Deutschland und Italien die Schuld an einem gegen sie geplanten Krieg zugeschoben werden

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Unser Issssrpisssl

(Die ksvtiZs ^.usZsds uwkskt aedt Zeiten)

Die Roosevelt-Note hat in England und Frank­reich hysterische Sympathiekundgebungen ausgelöst. Der König von Italien und Kaiser von Aethiopien hat die albanische Königskrone angenommen. Reichsminister Dr. Goebbels spricht am Vorabend des Führer-Geburtstages über die deutschen Sender. Die Veranstaltungen zum 59. Geburtstag des Führers sind nunmehr endgültig festgesetzt worden. Zu einem schweren Explosionsunglück kam es in Kleve (Rheinland).

Bei den Eruppenspielen um die Deutsche Fußball­meisterschaft unterlag überraschend Admira Wien gegen Dessau 95.

Die Deutschen Fechtmeisterschaften werden in diesem Jahr in Bremen durchgeführt.

Bei dem Eilenriederennen in Hannover gab es nur deutsche Siege.

Deutschlands Ringer wurden von Ungarn knapp mit 4:3 besiegt.

Die schlechte Witterung in Niedersachsen ver­ursachte zahlreiche Spielausfälle.