Ausgabe 
(8.4.1939) Nr. 98
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parteiamtliche Lageszeitung

vas Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien kjansestadt vremen

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der Nationalsozialisten Vremens

sinnliches verkündungsblatt des Neichsstakchalters in Oldenburg und vremea

Nr. SS / 9. Jahrgang

Ostern 1SZS

Linzelpreis 13 Npf.

össstzung ^lironiens vi» Srklog gegen «lis kinlcidisungspvlitilr

Mussolini sichert Italien die Vorherrschaft an der ftdria

König Zogu floh nach öriechenland

7. L. v. Bremen. 9. April.

Vem lerror albanischer Horden ein knde gesetzt - kinoerstündnis Jugoslawiens - Verlegenheit an ttzemse und Seine

(vrsliiberickt unseres Vertreters in kam)

Rom. Ä. April.

Die Agenzia Stesani veröffentlichte am Freitag eine amtliche Mitteilung in der es heißt:In den letzten Tagen und während der Besprechungen zwischen der italienischen Regierung und König Zogu für den Abschluß eines neuen, engeren Vertrages kam es in Tirana und anderwärts zu bedrohlichen Kundgebungen von bewaffneten Banden, die die persönliche Sicherheit der in Albanien ansässigen Italiener schwer gefährdeten. Donnerstag morgen haben italienische Kriegsschiffe von Durazzo und Valona viele Hunderte italienischer Staatsangehöriger zurückgebracht, darunter Frauen und Kinder. Abends sind von Brindisi und Bari italienische Truppenkontingente nach Albanien ausgefahren. Gleichzeitig fuhr das erste Flottengeschwader aus. Das Flugzeuggeschwader wurde eingesetzt.

Am Sonnabendvormittag um 8.30 Uhr rückte die Vor­hut der auf der Straße DurazzoTirana vordringenden italienischen motorisierten Einheiten in Tirana ein. Die ersten italienische» Truppen» die die albanische Haupt­stadt betraten, waren Bersaglieri-Verbände. Sie begeg­neten keinem nennenswerten Widerstand und wurden von der Bevölkerung, die die Nacht über schwer unter dem Terror der bewaffneten Banden darunter zahl­reiche freigelassene Verbrecher, zu leiden gehabt hatte, und von den in Tirana zurückgebliebenen Italienern begeistert begrüßt. Alle wichtigen öffentlichen Gebäude

wurden zum Schutze gegen die noch umherstreifenden Banden sofort besetzt. Ein Teil der Banden wurde ent­waffnet, ein anderer Teil der Irregulären flüchtete auf der Straße nach Elbasan ins Landesinnere. Zogu hat Elbasan, wohin er geflüchtet war, wieder verlassen und sich auf griechischen Boden begeben.

Die albanische Hauptstadt erlebte in der Nacht auf Sonnabend schreckliche Stunden. Bis in die Morgen­dämmerung dauerten die schweren Schießereien und die Plünderungen fort. Anhänger Zogus und die aus dem Zuchthaus entlassenen Verbrecher drängen in den Palast

Zogus sowie in die Residenz der Schwestern Zogus. ein, wo sie plünderten und zahlreiche Beute wegschleppten. Die Plünderer wandten sich sodann den Privathäusern zu. Zu dieser Zeit wurde die Lage der italienischen Ge­sandtschaft in Tirana kritisch, da sich die Banden zu einem Sturm auf das Eesandtschaftsgebäude anschickten. Zurückgebliebenen Italienern mit einzelnen Offizieren der albanischen Gendarmerie unter Führung des Ober­sten Stamati und des italienischen Militärattaches ge­lang es jedoch, sich Luft zu schaffen und gegen die Bande erfolgreich vorzugehen. In der Nacht selbst lieferten sich Gendarmen und Banden Feuergefechte.

Die am Freitag von den Irregulären bei Shijak durchgeführt? Brücke usprengung an der Straße DurazzoTirana verfolgte den Zweck, den Vormarsch der italienischen Truppen aufzuhalten und Tirana in die Hand der bewaffneten Banden zu liefern. Der erbitterte Widerstand der Italiener in Tirana selbst und das Verhalten der Gendarmerieoffi­ziere vereiteilte den Plan. Bereits vor dem Eintreffen der ersten motorisierten Verbände der italienischen Truppen hatten Gendarmerie und italienische Privat­personen Post, Radio und Telephonwesen in ihre Hand gebracht und die Ordnung notdürftig wiederhergestellt.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Spanien trat dem flntikominternpakt bei

Ein Pakt von europMscher Vedeutung Vas Spanien srancos ein mSchtigee saktor im antibolschewistischen Kampf

Burgos. 9. April.

Die spanische Regierung gibt in einer feierlichen Verlautbarung ihren Beitritt zum Antikomintern-Pakt bekannt. Das Kommunique wird mit folgenden Worten eingeleitet: Nachdem der Kommunismus, der den Bürgerkrieg in Spanien entflammt hatte, endgültig auf dem Schlachtfelde besiegt worden ist. hat die spanische Regierung, um ihren Abwehrwillen gegen die kommunistische Gefahr zu bekräftigen, ihren Beitritt zum Antikomintern-Pakt erklärt. Das von den Bevollmächtigten des Deutschen Reiches, des italienischen Imperiums und Japans ebenso wie von dem Außenminister Spaniens gezeichnete und gesiegelte Beitrittsprotokoll hat folgenden Wortlaut:

Protokoll

die Regierung des Deutschen Reiches, die italienische Regierung, die kaiserlich-japanische Regierung einerseits und

die spanische Regierung andererseits stellen durch ihre unterzeichneten Bevollmächtigten fol­gendes fest:

Artikel l

Spanien tritt dem Pakte gegen die Kommunistische Internationale bei, der sich aus dem Abkommen und dem Zusatzprotokoll vom 25. November 1838 und dem Protokoll vom 8. November 1837 ergibt. /

Artikel II

Die Frage der im Zusatzprotokoll vorgesehenen Er­leichterung der Zusammenarbeit der zuständigen Behör­den der beteiligten Staaten wird den Gegenstand einer künftigen Vereinbarung zwischen diesen Behörden bilden.

Artikel III

Das Abkommen und das Zusatzprotokoll vom 25. No­vember 1338 sowie das Protokoll vom 8. November 1837 sind diesem Protokoll als Anlagen im Wortlaut bei­gefügt.

Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, italieni­scher, japanischer und spanischer Sprache abgefaßt, wo­bei jeder Text als Urschrift gilt. Es tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft. Zur Urkraft dessen haben die Unterzeichneten, von ihren betreffenden Regierungen gut und richtig bevollmächtigt, dieses Protokoll unterzeichnet und mit ihren Siegeln versehen. So geschehen in vier­facher Ausfertigung zu Vurgos, dem 27. März 1333. 2m XVII. Jahre der faschistischen Aera, d. h. dem 27. März des 14. Jahres der Syowa-Periode, d. h. dem 27. März des 7. Triumphjahres des neuen spanischen Staates.

(Siegel)

gezeichnet Eberhard von Stohrer für Deutschland gezeichnet Guido Viola di Campalto für Italien gezeichnet Makotur Ssano für Japan Außenminister Graf von Jordans für Spanien

Als das ehrbewußte und Heimatliebende Spanien vor 32- Monaten seinen opfervollen, grimmigen Widerstand gegen den anfangs schleichenden, dann aber in blutiger Offenheit einherschreitenden Bolschewismus aufnahm, belegten England. Frankreich und viele andere Staaten im Bunde mit Sowjetrußland den heldenmütigen Gene­ral Franco und seine Getreuen mit der schmähenden Bezeichnung von Putschisten und hoffnungslosen Aus­ständigen gegen die legale Republik.

Nur ganz wenige boten der so allgemein kolpor­tierten Meinung des alten Europas Trotz, durchschauten die Pseudo-Legalität einer durch Wahlfälschung an der Macht gehaltenen Terrorregierung und wandten frei­mütig ihre Sympathie jener schnell anwachsenden Garde weltberühmten altspanischem Heldentum zu. Die wenigen, die damals die sich immer klarer abzeichnenden Konturen eines neuen Europas erkannten, waren in erster Linie Adolf Hitler und Benito Musso­lini. Uns Deutsche muß nun angesichts des feierlichen Beitritts des geeinigten und siegreichen Spaniens des General Franros zur antikommunistischen Front der Mächte, die eine neue Zeit herausführte, ein ungeheures Gefühl der Dankbarkeit gegen unseren Führer sein. Seine Politik, zu Beginn der spanischen Erhebung von ausländischen Ignoranten geradezu verspottet, hat nun abermals ihre jedem alten Nationalsozialisten bekannte Voraussicht und damit durchschlagenden Erfolg bewiesen. Und das nationalsozialistische Deutschland sah von An­sang an mit dem Gefühle herzlichster Kame­radschaft hinunter zur iberischen Halbinsel, wo sich der aus dem deutschen Herzen Europas vertriebene jüdische Bolschewismus hinzuretten versucht hatte. Es blieb nicht bei unseren herzlichen Wünschen für das spanische Volk, das dem aus Sowjetrutzland nur zu gut gekannten Blutterror abgefeimter Völkerknechte heroischen Widerstand leistete.

Denn vor der diplomatischen, politischen, moralischen und weltanschaulichen Unterstützung der marxistische«

Machthaber Madrids durch dieselben Mächte, die durch das Verbrechen des Weltkrieges die europäische Kultur in höchste Gefahr gebracht hatten, kam die bewaffnete Intervention. Sowjetrußland sandte nicht nur Schiffs­ladungen von Material und Menschen nach Spanien, sondern auch aus den Demokratien eilten Waffen- waggons, Lastwagen und Frachtschiffe zur Unterstützung der Roten an die spanischen Fronten. Zu gleicher Zeit bildeten große und kleine Staaten sowohl in Europa wie anderswo die Formierung der berüchtigten Inter­nationalen Brigaden und die Mobilisierung des Unter- menschentums zur Einmischung in den Kampf. Da traten nun auch aus Italien und Deutschland Tausende von Freiwilligen an. um die Solidarität ihrer Völker mit Nationalspanien zu beweisen. Deutsches Blut ist ebenso wie italienisches Blut gemeinsam mit spanischem in den rauhen Gebirgen und in den glühÄrden Ebenen Spaniens geflossen. In enger Waffenbrüderschaft wurde der Kampf gegen den Bolschewismus von den jungen Freiwilligen mitgefochten. Spaniens Beitritt zum Anti­komintern-Pakt ist nun wiederum Siegel und Unter­schrift unter viele Seiten eines von Spaniern, Ita­lienern und Deutschen mit ihrem Blute gemeinsam ge­schriebenen Befreiungskampfes gegen die Gewaltherr­schaft des Kommunismus.

Ebenso wie einst sich Spanien als Bollwerk vor Jahr­hunderten bewährte, so hat es nun wiederum sich zur Rettung europäischer Kultur dem heutigen Feind mit dem eigenen Leibe entgegengeworfen.

Franco und die anderen führenden Männer National- spaniens habe nimmer wieder ausgesprochen, daß ihr Kampf nicht nur der Verteidigung und der Erneuerung Spaniens, sondern zugleich der Verteidigung Europas gegen die Weltgefahr der Komintern gewidmet sei. Nun ist der Kampf zwischen den Kräften der Ordnung und den Mächten der Zersetzung beendet. Angesichts der einst auf der Seite der dunklen Mächte im spanischen Kampfe stehende Po­litiker des Auslandes, die heute mit wohlwollenden Phrasen und heuchlerischen Freundschaftsbeteuerungen dem Caudillo sich nahen, setzt Spanien mit der Beitritts­erklärung zum Antikomintern-Pakt unbeirrt den ge­panzerten Fuß auf den Nacken des zu Boden geschla­genen roten Feindes und wendet sich zu denen, die den Fehdehandschuh von Freimaurerei und Judentum ge­lassen aufnehmen.

(Siehe auch Seite 2)

Kraft der flchse

Wenn England erwartet hat, daß es durch seine skrupellose Hetze gegen Deutschland und durch den bei Polen wenigstens gelungenen Versuch, sich willige Trabanten für seine Einkreisungspolitik zu sichern, die Achsenmächte einschüchtern und deren Abwehrkräfte lähmen könnte, so hat es sich gewaltig getäuscht. Während der englische Pre­mierminister glaubte, sich über die Vorostertage und Ostertage mit großer Genugtuung über das gelungene Werk des Polenpaktes nun ruhig dem Angelsport hingeben zu können, hatPopolo di Roma" drückte das trefflich aus in der be­stehenden internationalen Spannung, bei der es fast den Anschein hat, als betrachteten sich bereits alle Völker im Kriegszustand, Italien kurz ent­schlossen als notwendige Selbstverteidigungsmaß­nahme Albanien besetzt. Gleichzeitig hat Spanien sejnen Beitritt zum Antikominternpakt erklärt, und England muß nun aus diesen überraschenden Tatsachen erkennen, daß es durch seine perfide Politik die Kräfte der Achse nicht nur nicht ge­lähmt, sondern sie erst recht von neuem in Bewe­gung gesetzt hat. Das Ergebnis ist, daß die Achse stärker als vordem dasteht und daß man in Lon­don Ursache hat, über das Wort Lord Arnolds zur britischen Einkreisungspolitik etwas tiefer nachzu­denken, das da lautet:Die Geschichte wird der­einst die englische Verpflichtung Polen gegenüber als eine der unglücklichsten und gefährlichsten Ent­scheidungen erkennen, welche die britische Regie­rung jemals getroffen hat". So sagte Lord Arnold im englischen Oberhaus und wir haben dem nur noch hinzuzufügen, daß es an der polnischen Regierung ist, in bezug auf ihr Land das Wort des englischen Lords nicht weniger tief zu be­herzigen.

knglonds Schuld

Es ist Englands Schuld, wenn Europa nicht zum Frieden kommen kann; aber Englands Haltung hat wiederum den Vorteil, daß die Kraftfelder auf dem europäischen Festlande sich allmählich klar abzuzeichnen beginnen und daß die Mächte der Achse heute schon Bescheid wissen, über die Er­folge bzw. Nichterfolge des englischen Strebens auf dem europäischen Festlande den englischen Einfluß der ersten Nachkriegszeit wiederherzu­stellen. Dem frevelhaften Einkreisungsversuch Englands ist Italien als eine der Achsenmächte mit der Besetzung Albaniens schlagartig zuvorgekom­men. Das wäre freilich eine feine Sache gewesen, wenn das der Perfidie Albaniens würdige Plän- chen, Italien mit Jugoslawien in Feindschaft zu bringen, auf dem Wege über Albanien gelungen wäre. Nur ein so verantwortungsloser Tor, wie König Zogu, konnte als Werkzeug italienfeind- licher Kräfte glauben, daß Italien Interesse daran hätte, wenn Albanien jugoslawisches Gebiet ver­letzte. Nun, da Italien mit der Aufdeckung dieses Anschlags und mit der Ausschaltung eines ebenso

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Unser Vssssspisssi

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Italienische Truppen haben Albanien besetzt; Außenminister Gras Ciano befindet sich bereits in Tirana.

Spanien ist dem Antikominternpakt beigetreten.

Der Einladung des italienischen Marschalls Valbo folgend, ist Generalfeldmarschall Eöring mit seiner Gattin nach Tripolis gereist.

Der Verkehrsverein Bremen veröffentlicht die List« der Großveranstaltungen Bremens 1333.

Die Motorisierte Gendarmerie-Bereitschaft ist voll einsatzbereit.

2m Tschammerpokal-Treffen kämpft Hannover 36 am 16. April gegen VfB. Komet in Bremen.

Werder besiegte den FSB. Frankfurt mit 1:3 und spielt heute gegen den 1. FC. Nürnberg.

Der Schulungsbrief der NSDAP. kann auf ei» fünfjähriges Bestehen zurückblicken.