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vmiM Zeitung
^parteiamtliche Tageszeitung
Das Amtsblatt des Negierenden Vürgermeisters der Zreien ljansestadt Vremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmkliches verkündungsdlatt des Neichsstattkialters in Oldenburg und vremea
Nr. 97 / S. Jahrgang
Lreitag, 7. flpril 19Z9
kinzelpreis 1S Npf.
Sturm gegen einen Panikmacher
StantzopesNücktrittgefordert
tkamberlain im Kreuzfeuer oppositioneller flbgeordneter
, (Draktbe riebt unseres l-onckoner Vertreters)
London, 7. April.
Der Sturm in der englischen Öffentlichkeit und im Parlament, der aus die sensationellen Aeußerungen des englischen Marineministers entstanden ist. ist noch nicht abgeflaut. Die Opposition fordert mit aller Entschiedenheit den Rücktritt Lord Stanhopes.
Die Kritik an den Ausführungen des Marineministers, die im ganzen Lande wächst, richtet sich im gleichen Matze gegen die Matznahmen des Premierministers, der den Bericht zunächst zurückziehen wollte.
Der stellvertretende Führer der britischen Opposition, Greenwood, ersuchte den Ministerpräsidenten Chamber- lain im Unterhaus um eine Mitteilung zur Zurückziehung der seltsamen Erklärung des Marineministers.
Chamberlain erwiderte, Stanhope habe ihm inzwischen die Umstände auseinandergesetzt, unter denen er die Bemerkung gemacht habe. Stanhope habe die Erklärung unvorbedacht abgegeben. Mit seiner Bemerkung habe Stanhope die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, daß ein Teil der Mannschaften abwesend sei (von der Filmvorführung. Die Redaktion) und an ihren Geschützen in Bereitschaft stehe. Dies sei die normale Praxis in gespannten Zeiten. Die Admiralität habe keine anderen Anweisungen erlassen, als daß diese Praxis selbst bei einer so besonderen Gelegenheit nicht eingeschränkt werden solle. Jedenfalls habe der Zwi- schcnfall bewiesen, daß die Flotte für alle Eventualitäten ständig in Bereitschaft stehe.
. Grcenwood fragte hieraus, ob der Ministerpräsident eine ernste Angelegenheit nicht vielleicht etwas leichthin behandle, und ob er im Hinblick aus die ernste internationale Lage und die Möglichkeit, daß durch die Erklärung Stanhopes im Ausland eine große Krise hervorgerufen werden könnte, nicht die Erklärung Stanhopes vorlesen wolle. Weiterhin fragte Greenwood, ob der Ministerpräsident den Marineminister für den geeigneten Mann für einen solchen Posten halte, und ob er eine Versicherung abgeben könne, daß derartige indiskrete, unverantwortliche und unüberlegte Erklärungen in Zukunft nicht mehr durch einen verantwortlichen Minister gemacht werden.
Chamberlain erwiderte hierauf: „Nein!" Stanhope habe ihm sein großes Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, daß seine Bemerkungen, die vielleicht nicht sehr glücklich gewählt gewesen seien, so viele Kommentare und so viel unnötigen Alarm verursacht hätten. Er, Chamberlain, glaube nicht, daß die Fähigkeiten Stanhopes. mit dem er völliq zufrieden sei, in Frage gestellt seien.
Der Oppositionsliberale Sinclair meinte, durch das persönliche Eingreifen Chamberlains in die Pressefreiheit habe die Erklärung Stanhopes in der gesamten Weltpresse doppelte Publizität erlangt. Sei es nicht besser, wenn man die Presse in Ruhe lasse und der Ministerpräsident keine Eingriffe verübe? Chamberlain antwortete hierauf, er halte es für angebracht, daß die Regierung von Zeit zu Zeit mit einem Ersuchen an die Presse herantrete, denn mehr sei es nicht gewesen, und er sei bei der Presse auch immer auf große Bereitwilligkeit gestoßen. Den Tadel für eine Maßnahme, die allerdings den gewünschten Zweck nicht erreicht habe. nämlich der Öffentlichkeit größere Unruhe zu ersparen, müsse er. der Premierminister, auf sich nehmen.
Als der Labour-Abgeordnete Alexander meinte, man könne doch einem Minister, der so unkluge Erklärungen abgebe, nicht mehr trauen, sagte Chamberlain, Alexander mache mehr aus der Sache, als notwendig sei.
Schließlich griff Greenwood nochmals ein und meinte, derartige Erklärungen könnten doch sehr gut zum Krieg führen. Sei der Marineminister unter diesen Umständen ein Mann, der länger ein verantwortlicher Minister bleiben dürfe? Hierauf erklärte Chamberlain, er halte es für wünschenswert, daß in Zeiten wie diesen jeder mit seinen Worten vorsichtig sei. Er sei sicher, daß Stanhope nach dieser Erfahrung besonders sorgfältig sein werde.
Im Oberhaus gab Lord Stanhope zu dem durch seine Rede verursachten Zwischenfälle selbst eine Erklärung ab, die sich fast wörtlich mit der Unterhauserklärung Chamberlains deckte. Er bedauere es auf das stärkste, daß seine Erklärung so große Beunruhigung hervorgerufen habe.
Zu welchen Gerüchten die erstaunliche Erklärung Stanhopes geführt hat. geht aus einer Schilderung der „News Chronicle" hervor. In Nordengland, so beuchtet das Blatt, habe man bereits davon gesprochen, daß die britische Flotte mobilisiert worden sei.
vor Lrstv I.orck cker britiseben ^ümirsliiät, Torä Ltsndvpv, rväkrvnä seiner nnerbörten Retrreäe an LorH «los blluKrwuKiinittorsebikkes ,,.4rb liaval". (Lrosss-Üokkmsnn.)
säst 11,5 Millionen Mark
Ergebnis der letzten Reichs-Straßensammlung.
Berlin, 7. April.
Die letzte Reichs-Straßensammlung des Winterhilfs- werkcs des Deutschen Volkes am 25. und 28. März, die im Zeichen der Deutschen Arbeitsfront stand, gestaltete sich zu einem riesigen Erfolge. Millionen Schaffender sammelten, Millionen Schaffender gaben und trugen mit emsigem Fleiß als vorläufiges Ergebnis 11484 447,17 Reichsmark zusammen. In den Bergen der Ostmark, im Sudetengau. bei den schlesischen Bergmännern, den Webern und Heimarbeitern des Riesengebirges, im Ruhr- gebiet, in allen Betrieben und Straßen Deutschlands, überall fanden die Abzeichen des „Deutschen Goldes" freudige Spender für das Werk Adolf Hitlers. Die Einsatzbereitschaft der großen Sammlerorganisation der DAF. erreichte somit für sieben durchgeführte Reichs- Straßensammlungcn das stattliche Ergebnis von 51 425 »85.88 Reichsmark.
Verleidigungs-Maiq" Polen England
Sowjetrußland vorläufig ausgeschlossen - Numünien lehnt britisches flngebot ab
(vrsktberickt unseres lonckoner Vertreters)
kd. London, 7. April.
Die Besprechungen des polnischen Außenministers in London sind am Mittwochabend zum Abschluß gebracht worden. Es wurde jedoch, wie ausdrücklich betont wird, kein Abkommen irgendwelcher Art unterzeichnet. Lord Halifax und Oberst Beck haben ihre Unterschrift unter eine gemeinsame Erklärung gesetzt. Der Inhalt dieser Erklärung soll, nach Mitteilungen der englischen Presse, in einer sogenannten gegenseitigen „Ver- teidigungsallianz" bestehen. Premierminister Chamberlain gab am Donnerstag auf eine Anfrage im Unterhaus nach dem Stand seiner Verhandlungen mit dem polnischen Außenminister Beck bekannt, daß Großbritannien und Polen bereit seien, ein Abkommen von dauerndem und gegenseitigem Charakter abzuschließen, das die gegenwärtige zeitweilige und einseitige Versicherung ersetzen solle, die von der britischen Regierung der polnischen Regierung gegeben worden sei.
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Vorläufig habe Beck die Zusicherung gemacht, daß sich die polnische Regierung verpflichtet sehen würde, der britischen Regierung so zu helfen, wie diese vor kurzem den Polen zugesagt habe. Aus dieser Auslassung Chamberlains muß man also entnehmen, daß es ihm geglückt ist, den polnischen Außenminister Beck sür Englands imperialistische Ziele einzuspannen. Chamberlain kündigte auch an, daß ein Abkommen entworfen würde, das den gegenseitigen Beistand im Falle irgendeiner direkten oder indirekten Bedrohung der Unabhängigkeit einer von beiden Ländern zum Gegenstand haben würde. Es sei anerkannt worden, daß gewisse Angelegenheiten unter Einfluß einer präziseren Definition der verschiedenen Umstände, unter denen die Notwendigkeit für einen solchen Beistand sich ergeben könnte, erst eine weitere Prüfung erfordere. Abschließend teilte Chamberlain mit. man sei Lbereing-kommen, daß die erwähnten Abmachungen keine der beiden Regierung daran hindern sollte. Abkommen mit anderen Ländern im allgemeinen Interesse der Konsolidierung des Friedens zu schließen.
Es scheint, daß in diesem Zusammenhange auch mit allen nur denkbaren psychologischen Mitteln gearbeitet wurde, bis schließlich der polnische Außenminister erklärt haben soll, es wäre einer großen Nation unwürdig, nur eine einseitige Garantie anzunehmen, ohne etwas dafür zurückzugeben. Darüber hinaus
wird versichert, daß jede Entwicklungsmöglichkeit und jedes größere Problem des europäischen Kontinents in den Gesprächen der beiden letzten Tage behandelt worden sei. Von englischer Seite soll Polen klargemacht worden sein, welche Interessen England in Westeuropa, im Mittelmeer und Slldosteuropa für lebenswichtig und verieidigungsbereit hält.
Von polnischer Seite sei ein enges Abkommen unt Sowjctrußland abgelehnt worden, weil Polen keine roten Truppen im eigenen Lande sehen möchte. Dagegen w-rde Polen nichts dagegen haben, wen» England und die Sowjets ihre Beziehungen ausbauen wollten. Auf diesem Umwege scheint man in London Sowjetrußland doch noch in diese gemeinsame große „Berteidigungs- allianz" hineinbringen zu wollen.
Premierminister Chamberlain soll schließlich den Polen sogar versprochen haben, alles zu tun, um irgendwo im riesigen britischen Empire einen Platz für die überschüssigen polnischen Juden zu finden. Die englischpolnischen Wirtschaftsverhandlungen sollen mit Hilfe von englischen Lieferkrediten enger gestaltet werden.
Großen Wert scheint Polen darauf gelegt zu haben, seine freundschaftlichen Beziehungen mit Ungarn und Rumänien aufrechtzuerhalten. In englischen Kreisen wird immer noch mit der Idee gespielt, Ungarn und Rumänien trotz der zwischen beiden bestehenden Minderheitenfrage miteinander aussöhnen zu können. Der
rumänische Gesandte in London wird heute aus Bukarest in London eintreffen, aber gleichzeitig mitteilen, Laß der rumänische Außenminister Mitte April nach Berlin kommen werde. Es hat hier sehr starken Eindruck gemacht, daß der rumänische Beitritt zu der Einkreisungsallianz, die in London schon seit Tagen als sicher angekündigt wurde, sich als unerfüllbarer Wunsch- traunk erweist. Am Mittwoch wurde übrigens noch be
kannt, daß die geplante britische Wirtschaftsabordnung nach Rumänien von dem bekannten Finanzberater der^ englischen Regierung Leith Roß geführt wenden und Mitte April von London abreisen soll.
Man gibt sich in London größte Mühe, zu versichern, daß beide Seiten von dem Ergebnis der Besprechungen in höchstem Maße befriedigt seien. Die „Times" teilt mit. daß natürlich auch Danzig und der Korridor diskutiert worden seien. Aber es sei nicht möglich. in der gegenwärtigen delikaten Zeit Einzelheiten darüber mitzuteilen.
Die britisch-polnischen Verhandlungen in London sind abgeschlossen. Sie fanden statt im Zeichen einer durch haltlose Gerüchte und planmäßige Verleumdungen vergifteten politischen Welt. Nachdem England jene Politik begann, die die Mächte der Achse mit einem Ring von Feinden umgeben sollte, richtete sich das Augenmerk der britischen Regierung auf den östlichen Nachbarn des Reiches, dem in der geplanten Koalition der Einkreisermächte eine wesentliche Rolle zugedacht ist. Die zuerst einseitige Garantieerklärung Chamberlains an Polen schleppte die polnische Politik in das Kielwasser einer gegen Deutschland mobilisierten Mächtegruppe.; Deutschland hat den 1934 abgeschlossenen Nichtangriffspakt mit Polen ernst gemeint und ehrlich gehandhabt. Dagegen hat Polen, anstatt dem Kurs treu zu bleiben, den Marschall Pilsudski vorgezeichnet hat, den Stimmen sein Ohr geliehen, die einen deutsch-polnischen Ausgleich hintertreiben und Polen zum Werkzeug der bewußt kriegstreiberischen Politik der britischen Regierung machen u llten.
(Fortsetzung auf Seite 2)
18 888 Lauen die Ostmark-Autobahnen — Ein Jahr nach dem ersten Spatenstich
Am heutigen 7. April jährt sich der Tag, an dem der Führer den ersten Spatenstich zur Reichsautobahn Salzburg-Wien tat. Ein Jahr harter Arbeit liegt hinter den Autobahnern, mit Stolz können sie aber heute melden: 290 Kilometer Reichsautobahnen in der Ostmark im Bau.
„Andere reden — wir handeln", war das Wort dos Führers am 7. April 1938, als er an der Landesgrenze seiner zum Altreich gekommenen Heimat den Spaten des Autobahners in die Hand nahm und den Bau des Rcichsautobahnnetzes für die Ostmark begann. In das Pfeiftn der Feldbahnlokomotiven, den Jubel der begeisterten Salzburger Bevölkerung mischte sich Krachen und Bersten, Baum um Baum stürzte zu Boden, der Grenzwald fiel. — Sein Fall ist symbolisch gewesen für die Tat, die darauf folgt: Bald wird das graue Band der Autobahn die Ostmark über früher willkürlich aufgerichtete Grenzen hinweg an das Altreich fesseln.
Ein Jahr ist seit dem denkwürdigen Tage vergangen. Der Auftrag, den der Führer seinem Eeneralinspektor für das deutsche Straßenwesen unpnttelbar nach der Wiedervereinigung gegeben hatte, ist aus dem Stadium der Planung lange heraus. 290 Kilometer Autobahnen sind heute im Bau. Aus den ersten 120 Arbeitern, die mit dem Führer zugleich die ersten Loren, vollschippten, sind inzwischen rund 18 000 geworden. In 61 vorbildlichen Autobahnlagern haben sie für die Dauer ihrer Beschäftigung eine neue Heimat gefunden, die die Kameradschaft der Männer von den Straßen des Führers verschönen hilft.
Das Ziel der Planung der Autobahnen ist ganz klar vorgezeichnet: Verzahnung der politischen und wirtschaftlichen Zentren der Ostmark mit dem Altreich, Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den ostmärkischen Gauen selbst, außerdem Heranführung der Reichsauto-
Unser Issssspisssl
(Unsers bsutigs Ausgabe uwks.Lt 18 Leiten)
Die englisch-polnischen Verhandlungen i« London endeten mit der Vereinbarung erner „Berteidi- gungs-Alliance" zwischen den beiden Staaten.
Die erstannlichen Erklärungen des britische» Marineministers haben in ganz England einen Ent- rüstungssturm hervorgerufen.
Reichsminister Dr. Goebbels gab Erklärungen über die deutsch-italienische Zusammenarbeit ab.
Dr. Tiso berichtete, nach Preßburg zurückgekehrt, über fernen Berliner Besuch.
Zum neuen Auftrag der Hitler-Jugend gaben Bal- dur von Schirach und Stabssührer Lauterbacher bedeutsame Erklärungen ab.
In Bremen werden 6888 ehrenamtliche Zähle» und Oberzähler für die Volks-, Berufs- und Betriebs- zählung am 17. Mai tätig sein.
Arno Kölblin besiegte in der Hamburger Hanseatenhalle Santa di Leo nach Punkten.
Ueber Madrid stürzte der spanische Major Jbarra tödlich ab.