Ausgabe 
(5.4.1939) Nr. 95
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partLiamMche Tageszeitung der Nationalsozialisten Vremens

^ Das Amtsblatt des Negierenden Bürgermeisters der Freien Hansestadt Bremen flmftiches verftündungsbkal» des Belcftsstattßaftersin Oldenburg und Bremen

Nr. SS / S. Jahrgang

Mittwoch, S. flpril ISA

Einzelpreis 15 Npf.

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Vombenanslliiclg auf deutsche Votschaft

In Santiago de lstile

Me lüdisch-demokralischenliiter bisher nicht ermittelt

Santiago de Chile, 5. April.

Am Dienstag um 2 Uhr morgens wurde ein Bombenanschlag aus die deutsche Bot­schaft in Santiago de Chile verübt. Die starke Explosion zerstörte die Gartenpforte und sämtliche Fensterscheiben.

Die Presse berichtet bisher lediglich kurz mit der Ten­denz. den Anschlag zu bagatellisieren. Die Täter sind bis jetzt unbekannt, jedoch unzweifelhaft im Lager der in letzter Zeit stark hervortretenden Hetzer zu finden. Im Laufe des Vormittags sprachen der Distriktsbürgermei­ster, der Provlnzintendant» der Präfekt der Geheimpoli­zei und der Protokollchef-Leim deutschen Botschafter vor, um im Namen der Regierung ihr Bedauern über den Ansckilaq übermitteln

Seit einiger Zeit treibt in den süda-mevibanischen Staaten eine außerordentlich skrupellose vnd un­verantwortliche Hetze extremistischer Elemente ge- gegen Deutschland, wie auch gegen Italien und

das fatangistische Spanien ihr Unwesen. Der ver­brecherische Anschlag a«s die deutsche Botschaft in Santiago de Chile ist einzig «nd allein eine Folge jener antideutschen Hetz­kampagne. Die Hintermänner des Bomben­anschlages sind uns, obschon sie von der Polizei bisher nicht ermittelt werden konnten, ausreichend bekannt: es sind jene jiidisch-demokra- tisch-freimaurerischen Clique«, die st» der Front der Hetzer und Neider mit aller Gewalt versuchen, Stimmung gegen das Grotzdeutschs Reich zu machen. Nun sind sie in Südamerika von der schamlosen Presseküge zum ruchlosen Bomben­anschlag übergegangen. Wohin soll dieseEntwick­lung" führen?

sriedtiche Methoden

Mit Lügen und Bomben gegen Deutschlands

Berlin. 5. April.

Unter der UeberschristFriedliche Methoden" beleuch­tet derVölkische Beobachter" den dunklen Hintergrund der in Argentinien in die Welt gesetzten Lügen- hetze. die dem Deutschen Reich durch eine plumpe Fäl­schung .Annexionsabsichten auf Patagonien in die Schutze schieben wollte. DerVölkische Beobachter" schreibt:

Indem wir feststellen, datz in London und Paris die rechte Hand nicht zu wissen scheine, was die linke tut, haben wir das deutsche Volk und das neutrale Ausland darauf aufmerksam gemacht, daß die unmittelbaren Un­tergebenen fener westlichen Staatsmänner die für die

friedliche Methode schwärmen, Deutschland überall in der Welt mit den gemeinsten und verlogensten Mitteln in den Weg treten. Während zum Beispiel Herr Chamber- lain beteuert, datz er einer Erweiterung der deutschen Wirtschaftsbeziehungen im Auslande durchaus freund­lich gegenüberstehe, spüren wirdemokratische" Hände, wo immer der deutsche Handel einen Schritt vorwärts macht. So war es unmittelbar vor unserem neuen Wirt­schaftsabkommen mit Rumänien, so ist es in diesem Augenblick, in dem unsere wirtschaftlichen Beziehungen für Argentinien eine erfreuliche Ausgestaltung erfahren.

Drei argentinische Zeitungen, von denen zumindest eine ein notorisches Organ der jüdischen Emigranten ist, haben dieser Tage das Faksimile eines Berichtes veröffentlicht, der angeblich am 11. Januar 1937 von der deutschen Votschaft in Buenos Aircs an das Kolo­nialpolitische Amt in München abgesandt wurde. Dieser

Bericht betraf die Beschaffung von geheimem Jnforma- tionsmaterial mit dem Ziele einer späteren Annexion Patagoniens durch das Reich: Patagonien ist die süd­lichste Provinz Argentiniens. In den Kommentaren zu diesem angeblichen Bericht wurde der Reichsregie­rung und der deutschen Botschaft organisierte Spionage vorgeworfen. Dem deutschen Leser zu versichern, datz es sich hier um eine unverschämte Fälschung handelt, ist überflüssig, denn er weiß, datz der Führer deutsche Politik und nicht die Politik eines größenwahnsinnigen Imperialisten macht. Datz es sich um eine besonders plumpe Fälschung handelt, geht daraus hervor, datz der angebliche Bericht gleichzeitig die Unterschriften eines Legationsrates von Schubert und des stellvertretenden Landesgruppenleiters Müller trägt. Herr von, Schu­bert würde sich nie alsLegationsrat" unterschreiben, da das erstens überhaupt nicht üblich und er zweitens noch gar nicht Legationsrat ist. Außerdem ist eine ge­meinsame Unterschrift eines Botschaftsmitgliedes und eines Hoheitsträgers der NSDAP. im deutschen Amis­gebrauch unmöglich. Amtliche Nachforschungen haben

aber auch ergeben, daß es überhaupt keinen Bericht dieser Art von irgendeiner deutschen Stelle gibt datz biß Veröffentlichung mit anderen Worten also van A bis Z aus den Fingern gesogen ist.

Die Argentinier selbst haben natürlich nicht das geringste Interesse an dieser schmutzigen Fälschung. Die Regierung von Buenos Aires hat der deutschen Bot­schaft auch sofort eine amtliche Untersuchung der dunklen Affäre zugesagt. Die Aufklärung sollte ihr nicht schwer fallen, da über die Person des Fälschers eines Emigranten kein Zweifel bestehen dürfte.

Aber die Jntrige hat ihren Zweck doch insofern er­reicht, als der stellvertretende Landesgruppenleiter Müller einem politischen Verhör unterzogen wurde. Das ist Wasser aUf die Mühlen jener Kreise in Buenos Aires, die sich schon seit geraumer Zeit um ein Verbot der argentinischen Landesgruppe der NSDAP. be­mühen. Der liefere Hintergrund aber ist sicher Leb Wunsch Washingtons, Deutschlands Geschäfte in Süd- amerika mit allen und jeden Mitteln zu verderben. Mit jedem Mittel selbst mit Bomben-

Eins iÄvtsrrsesung mit I^sictisvsi'Icssii'sministsi' HoepmüIIsr

Völliger Zusammenbrach des deutschen Eisenbahn­wesens" -- fo hat eine auf immer neue Greuel bedachte Hetzpress« des Auslandes bestimmte Einschränkungen unseres Personenverkehrs kommentiert. Und man glaubte damit wohl um so mehr zu treffen, als ja gerade die Deutsche Reichsbahn überall in der Welt als vorbildlich bekannt ist. Oft genug haben auch uns sonst nicht gerade freundlich gesonnene Ausländer diese Tatsache zugegeben, wie ja überhaupt die sichere Zuver­lässigkeit unserer Verkehrsmittel nicht bestrittcn werden kann. Aber immerhin: Es haben tatsächlich Einschrän­kungen stattgefunden, es ist eine bestimmte Zahl von D-Zügen in Wegfall gekommen und dergleichen mehr. Warum.geschah das? Und bedeutet es etwa dochZu- sammenbruch"?

Der Herr Reichsverkehrsministcr Dr. Dorpmüller hat uns auf unsere Bitte hin einige Fragen beantwortet, die sich mit allen diesen Veränderungen im Personen­verkehr befassen. Er tat es nicht, um zudementieren", sondern um einen Ucberblick über Leistungen und Auf­gaben unseres Eisenbahnverkehrs zu geben, der vielen,

ves sichrer« stufenchall in Hamburg

wogende Begeisterung um das große Uelaubsschiff des deutschen strbeilers

Hamburg, 5. April.

Erst wenige Wochen sind vergangen, seit der Führer in Hamburg weilte, um dem Stapellauf des SchlachtschiffesBismarck" die Weihe zu geben. Es waren Wochen und Tage von weltgeschichtlicher Größe und von weittragender Bedeutung auch für Deutsch­lands Handels- und Schiffahrtsmetropole. Kein Wunder, datz die Nachricht von dem gestrigen Eintreffen des Führers im Hamburger Hafen die ganze Hansestadt mobilisierte und in freudige Begeisterung versetzte. Gewaltige Menschenmassen setzten sich schon seit den Vormittagsstunden zum Hafen und zu den Stratzenzügen. die der Führer durch- fuhr, in Bewegung, galt es doch, dem Führer den Dank abzustatten für seine historischen Taten, zu denen nicht zuletzt auch die machtvolle Wiederaufrichtung deutscher Geltung zur See gehört.

Die Begeisterung war um so tiefer und freudiger, als der Führer am dem schönsten Schiff, das Hamburgs Werften je verlassen Hai, auf dem Flaggschiff der Kraft-durch-Freud?"-Flotte in den Hamburger Hafen einfuhr. Alle Straßen prangten in festlichem Fahnen­schmuck, auf der Uebcrseebrücke hatten sich die führenden Männer der Hansestadt aus Partei, Staat und Wehr­macht eingefunden. Auf allen im Hafen liegenden Schis­sen stand die Besatzung an der Reling. In den Ufer­straßen stauten sich die Hunderttausende. Alle Fenster, ja selbst die Hausdächer sind dicht besetzt mit erwar­tungsfroh gestimmten Menschen. Bis weit hinaus zur llnterelbe erwarten Zehnlausende. und aber Zchntau- sende die Rückkehr des KdF.-RiesenRobert Ley" von seiner glanzvollen Fahrt mit dem Führer an Bord.

Als gegen 11 Uhr der hohe Bug desRobert Ley" in Sicht kommt, schallten die brausenden Heil-Rufe weithin über Strom und Hafen. Wie die Wogen der Brandung setzten sich die Jubelstürme an den Ufern der Elbe fort und brachen sich an den hohen Bord­wänden des majestätisch daherziehendcn Riesenschisscs, über dem stolz die Standarte des Führers leuchtete. Der mit den Flaggen des Grotzdeutschen Reiches, den Son- n-ensymbolen vonKraft durch Freude" und zahllosen Wimpeln überflatterte Schiffskolotz bot >>in märchen­haft schönes Bild.

An der Ueberseebrückc macht das KdF.-Flaggjchisf fest. Die Heil- und Jubclrufc schwellen zum Orkan an, als man den Führer aus dem Promenadendeck erkennen kann, Der ganze Hasen ist ein einziges Meer der Freude. Von den sahnen- und wimpelgeschmiickten Schissen, von Hunderten von Barkassen, von den Dächern der Werft- gebäude, dc,^ Kaijchuppcn und Lagerhäusern, von den Straßen am Ufer braust immer wieder der Sturmwind des Jubels. Vom Deck der schwimmenden Jugendher­bergeHein Godenwind" dringe» die hellen Stimmen der" Jugend herauf, die hier sreudiaen Herzens diese wunderbare Stunde miter'""

Der stürmische Jubel vereint sich mit den freudigen Kundgebungen der KüF.-Urlauber, denen diese erste Ausreise des neuen KdF.-FlaggschiffesRobert Ley" zum größten und einzigartigsten Erlebnis ihres Lebens wurde ist ihnen doch das große Glück zuteil gewor­

den, datz der Führer selbst Stunden und Tage mitten unter ihnen weilte, daß er teilnahm an ihrer Freude und an ihrem Urlaübsglück. Strahlend stehen sie an Reling der unendlich langen Decks Immer und immer wieder stimmen sie ein aus tiefstem Herzen in das Rufen und Jauchzen, in die begeisterten Treue- und Dankeskundgebungen für den Führer.

Noch während das Riesenschisf an der Ueberseebrücke festmacht, bricht sieghaft die Sonne durch das Gewölk und taucht Häfen und Schiffe in goldenen Schein. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, der Kom­mandierende General des. Armeekorps, General der Kavallerie Knochenhauer, Staatssekretär Äh­re n s , Bürgermeister Krogmann, Stellvertretender Gauleiter Staatsrat Henningsen und die übrigen führenden Männer Hamburgs aus Partei, Staat und Wehrmacht begeben sich nunmehr an Bord desRobert Ley", um den Führer in der Hansestadt willkommen

zu heißen.

sFpttsctzuna auf Seite 21

vor kübrer auk dein K ck kl - kA ag K s o b i Hkoksr-t Vez

ködert In.

dinier dem küdrer keiedsorKsnisatiov^ekter Vr. Lchg und ksiedsleiter vorinaun.

Der kiikrer vird kei seinem

klludKanK auk dem vromenadendeek des^ Läk.-SedMesködert I-vv" jubelnd von den vrlaudern dogrükt;

ja wahrscheinlich den meisten Verkehrsteilnehmern Mer- raschende Tatsachen vermitteln wird.

Mit der ihm eigenen fast jugendlich zu nennenden Lebhaftigkeit schildert Dr. Dorpmüller zunächst die sich steigernde Beanspruchung der Deutschen Eisenbahn in den letzten Jahren. Wir besaßen 1936 noch eine derart große Lokomotiven- und Wagenreserve, datz sogar Neubeschasfungen nicht erforderlich gewesen wären der Materialbedarf wurde dennoch bei den zuständigen Stellen angemeldet. Die alljährlich in Er­scheinung tretende Herbstkampagne konnte noch im Jahre 1937 spielend bewältigt werden, wobei trotz großer Inanspruchnahme ein Aeberschutz von 8000 Wa­gen blieb. Dann kam das Jahr 1938 und brachte eine unerwartete äutzerste Beanspruchung sämtlicher wichti- gen Bahnanlagen, des gesamten Wagenparks und na­türlich auch des gesamten Personals. Dennoch funktio­nierte auch jetzt noch der Reichsbahnbetrieb zufrieden­stellend. Die vielfältigen Grotztransporte Truppen­transporte, Westwall-Arbeiter usw. spielten sich all­mählich in den allgemeinen Betrieb ein.

Die Rückgliederung der Ostmark und des Sudeten- landes aber brachte aus den verschiedensten Gründen eine ganz ungewöhnliche zusätzliche Beanspruchung der Altreichsbahn mit sich. In beiden Landesteilen konn­ten einmal keine nennenswerten Personenwagen- Reserven übernommen werden, weil der Verkehr hier bisher dauernd zurückgegangen war.Der bekannte große Vcrkehrsanstieg nach der Rückgliederung", so er­läuterte der Reichsverkehrsminister,zwang uns, mit unseren Altbeständen beträchtlich auszuhelfen. Wir haben denn auch zum Sommerfahrplanwechsel am 15. Mai 1938 (und später im Oktober für das Sudeten- land) eine starke Vermehrung aller Zugleistungen vor­genommen. Viele Verbindungen waren jedoch neu und mutzten erst auf ihre wirkliche Notwendigkeit sozusagen .ausprobiert' werden. Angesichts der starken Be­anspruchung aller Kräfte, die überall, also auch bei der Reichsbahn, zu sinnvollem Kräfteeinsatz zwingt, mutzten wir darum mehrere Verbindungen, die sich nicht ge­nügend eingeführt haben, vor kurzem wieder beseitigen."

Wir kommen in diesem Zusammenhang auf einige wichtige Probleme zu sprechen, vor die sich' die Deutsche Reichsbahn zur ve r kehrsmätzigen Erschlie­ßung der Ostmark und des Sudetenlandes gestellt sah und die ganz wesentlich die Fährplangestal- tung und Verkehrsabwicklung in den letzten Monaten beeinflussen mutzten. Das Schuschnigg-Oesterreich hatte, wie Reichsoerkehrsminister Dr. Dorpmüller an Hand der vor uns liegenden Eiscnbahnkarte zeigt, aus seiner antideutschen Politik heraus die Ost-West-Verbindungen

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Unser Tssssspisssl

(Die bsntngs ^.usZsbs nmisür 14 8 sirsn)

In London begannen die Besprechungen zwischen Bcck und den britischen Staatsmännern.

Der Kölüg des Iraks ist tödlich verunglückt.

In Mossul wurde der britische Konsul ermordet. Aus die deutsche Botschaft in Santiago de Chile unternähme» jüdisch-demokra.tische Rowdys einen Bombenanschlag.

Prag erwartet den Reichsprotcktor.

Dem Führer wurde bei seiner Durchfahrt nach Berlin in Hamburg ein triumphaler Empfana bereitet.

Bremen erhielt einen neuen Senator.

Senator Dr. von Hoff taufte drei Segelflugzeuge der Flugtechnischen Arbeitsgemeinschaft der Staat­lichen Ingenieurschule.

SchnelldampferBremen" des Norddeutschen Lloyd lehrte von seiner mehrmonatigen Rund-um-Siid- amerikareisc zurück.

Bis zum. September wird im Bereich des Lan- desfremdenvcrkehrsverbandes llnterweser-Jade die lleberprüfungsarbeit zur Hebung der Gaststätten- Kultur beendet sein.

Geradezu lächerlich geringe Strafen erhielten mehrere USA.-Juden wegen verschiedener Straftaten.